Nachdem ein ?Initiativkreis Lokale Agenda 21 für Herrenberg? mehrere Gespräche mit Oberbürgermeister a.D. Dr. Gantner geführt hatte, wurde die Lokale Agenda im September 1999 durch einen Gemeinderatsbeschluss offiziell ins Leben gerufen.
In Herrenberg wurden zu Beginn der Lokalen Agenda 21 sechs Arbeitskreise eingerichtet, die ständig konkrete Leitziele, Handlungsalternativen und Entscheidungsvorschläge für eine zukunftsfähige Entwicklung erarbeiten. Von den anfänglich sechs Arbeitskreisen sind zurzeit noch zwei Agendagruppen aktiv.
Der Agenda-Gedanke beinhaltet ein Aktionsprogramm, das auf eine zukunftsfähige Entwicklung der gesamten Welt ausgerichtet ist, damit nachfolgende Generationen lebenswürdige Grundvoraussetzungen vorfinden.
Die Lokale Agenda lebt von der Beteiligung vieler ? von dem bürgerschaftlichen Engagement.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind zur aktiven Mitarbeit für eine nachhaltige Entwicklung unserer Erde aufgerufen. Gerne nehmen wir auch Ideenvorschläge auf oder setzen sie mit Ihnen zusammen um.
Alle Arbeitskreise freuen sich über neue Gesichter. Seien Sie herzlich willkommen.
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Lokale Agenda 21 und Netzwerk "EINE WELT" Herrenberg
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- Zukunft geht uns alle an -
Möge das soziale Umfeld für jeden Einzelnen von uns noch in Ordnung sein, gibt es global gesehen viel Unglück, viele Umweltkatastrophen, Gewalt, Zerstörung und Hoffnungslosigkeit. Garantie für eine nachhaltige lebenswerte EINE WELT kann uns keiner geben. Viele engagierte BürgerInnen in Herrenberg und Umgebung haben diese Problematik schon seit Jahren erkannt. Sie setzten sich durch großes ehrenamtliches Engagement für die sogenannte Dritte-Welt-Länder ein. Verschiedene lokal durchgeführte Projekte sollen auf die Mißstände aufmerksam machen. Für uns ist es wichtig, dass die Hilfe von Hand zu Hand weitergegeben wird. Das bedeutet, dass wir sowohl die Menschen als auch die Kultur zusammenführen und die Hilfsorganisationen finanziell unterstützen. Das Netzwerk arbeitet ausschließlich projektorientiert, was bedeutet, dass alle BürgerInnen, welche Projektideen haben, sich gerne mit dem Organisationsbüro (Tel.-Nr. 07032/924-280) in Verbindung sezten können. Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge und versuchen, diese mit Ihnen umzusetzen.
Netzwerkprojekte 2003 - 2010
KinderKulturKarawane
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Seit dem Jahr 2000 ist die Kinder- und Jugendkulturkarawane eine der wenigen Gelegegenheiten in Deutschland, bei denen sich Kinder- und Jugendkultur spartenübergreifend und international präsentiert. Das Projekt erleichtert Kindern und Jugendlichen hier den Zugang zur Vielfalt der Kulturen der Welt, indem es kreative Projektarbeit und Begegnung im Umfled von einzelnen Gastspielen ansiedelt. Zudem verändern die Kinder- und Jugendkulturgruppen aus Afrika, Asien und Lateinamerika den Blickwinkel auf die "Dritte Welt".
Zeitgenössisches Theater, traditioneller Tanz, HipHop, Rap, Akrobatik und Zirkus haben das Leben der Kinder und Jugendlichen in den beteiligten Projekten radikal verändert. Sie haben an Selbstbewusstsein gewonnen und Perspektiven für ihre Zukunft entwickelt. Wenn die Gruppen aus verschiedenen Kontinenten von "Oase zu Oase" wandern, um ihre kulturellen Schätze auszubreiten, dann möchten sie den Kindern und Jugendlichen in Europa auch deutlich machen, wie viel Kraft und Energie freigesetzt wird wenn man kreativ und kulturell aktiv ist.
Seit dem Jahr 2003 waren bis heute insgesamt fünf Gruppen der KinderKulturKarawane zu Gast in Herrenberg. Taller de vida, Kolumbien, Circompa, Bolivien, Maiti Nepal, die Troupe Hakili So aus Burkina Faso und New Light aus Kolkata, Indien. 2010 wird wieder eine Gruppe aus der Stadt El Alto in Bolivien zu Gast in Herrenberg sein. Ihren Auftritt hat die Gruppe am Montag, 25.10.2010 um 19:00 Uhr im Kulturcafé des Schickhardt-Gymnasiums in Herrenberg
Weitere Informationen: KinderKulturKarawane
New Light in Herrenberg
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Die Gruppe New Light aus Kolkata, Indien wurde im Jahr 2000 gegründet. Urmi Basu, die Gründerin von New Light, will mit dem Projekt den Menschen in ihrer Stadt helfen, die am meisten ausgegrenzt und verstoßen werden und "die nicht einmal die unterste Stufe der sozialen Leiter erreichen können!". Wir möchten, dass die Kinder in einer behüteten und geschützten Atmosphäre aufwachsen, in der sie nicht dauernd mit der bedrückenden und erniedrigenden Realität des Rotlichtviertels konfrontiert werden, beschreibt Urmi Basu die Arbeit von New Light. Es gilt vor allem die Mädchen zu schützen. Sobald diese älter werden, sind sie enorm gefährdet. Immer wieder kommt es vor, dass Freier offen und skruppellos auch nach den Töchtern der Frauen fragen. Viele Mädchen sind bereits sexuell missbraucht worden.
Auf Einladung der KinderKulturKarawane besuchte die Gruppe im Jahr 2008 Deutschland. Das Netzwerk EINE WELT der Lokalen Agenda 21 Herrenberg lud New Light im Oktober nach Herrenberg ein. Drei Tage konnten wir mit den Kindern zusammensein, in der sie die Stadt, die Landschaft und nette Gastfamilien kennen lernen durften. Der Höhepunkt war die Aufführung ihrer Tanzshow im Musiksaal des Schickhardt-Gymnasiums.
Kathak - Sprache der Füsse
Die Gruppe führte den Kathak-Tanz und traditionelle indische Musik auf. Der nordindische Kathak Tanz ist ein urbaner, virtuoser Tanz von ausgefeilter Technick. Kathak bedeutet Erzählung. Geradlinige Schritte, gleitende Bewegungen, rasche Pirouetten, wechselndes Tempo und rhythmische Muster machen die Schönheit dieses Tanzes aus. Jürgen Baumer vom Organisationsbüro der LA 21 Herrenberg bedankte sich im Anschluss an die Veranstaltung bei allen Beteiligten für die Unterstützung. Ohne den ehrenamtlichen Einsatz vieler Herrenbergerinnen und Herrenberger wäre es nicht möglich, diese zur Tradition gewordene Veranstaltungsreihe in Herrenberg zu zeigen. Gleichwohl ist es ihm wichtig zu wissen, dass freiwillige Spenden der Gruppe direkt von Hand zu Hand übergeben werden können.
YAURI - El Alto, Bolivien

Eine KinderKulturKarawane ohne eine Gruppe von COMPA aus El Alto ist fast nicht merh denkbar. 2004 war bereits die Gruppe Circompa zu Gast in Herrenberg. In diesem Jahr wird aus dem Kulturhaus in El Alto eine 7-köpfige Musikgruppe traditionelle Musik des Landes vortragen. Mit Charango (ein traditionelles bolivianisches Instrument ) E-Gitarre, Bass, Keyboards und Schlagzeug werden die jungen Musiker(innen), die im Alter zwischen 14 un 21 Jahren sind, auch Eigenkompositionen zu Gehör bringen.
Mehr Infos? hier
Veranstaltungszeit: 25. Oktober 2010, 19:00 Uhr, Schickhardt-Gymnasium Herrenberg
Red Hand Day in Herrenberg

Die "rote Hand" ist ein internationales Protestsymbol gegen den Einsatz von Kindern und Jugendlichen in bewaffneten Kriegen der Erwachsenen.
"Jedes Kind hat das Recht auf Schutz vor kriegerischer Gewalt" heißt es in Arktikel 38 der UN-Kinderrechtskonvention, die am 20. November 1989 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Nahezu alle Staaten der Welt haben dieses Übereinkommen ratifiziert und sich damit verpflichtet, es einzuhalten. Ergänzend trat am 12. Februar 2002 ein Zusatzprotokoll der UN-Generalversammlung in Kraft, welches Regierungen und bewaffneten Gruppierungen verbietet, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu rekrutieren und in kriegerischen Konflikten einzusetzen. Das Inkrafttreten des Zusatzprotokolls zur UN-Kinderrechtskonvention im Jahr 2002 wird seitdem als ein internationaler Tag gegen den Einsatz von Kindern in bewaffneten Kriegen der Erwachsenen begangen, der auch RED HAND DAY genannt wird.
Dem Netzwerk EINE WELT der LA 21 Herrenberg war es ein Anliegen, die Schülerinnen und Schüler, die Bürgerinnen und Bürgern aus Herrenberg, auf das Schicksal der weltweit geschätzten 300.000 Kindersoldaten aufmerksam zu machen. Zu diesem Thema referiete die Menschenrechtsexpertin Marja Golombeck vom Aktion Weißes Friedensband, Suzanne Zillenbach laß aus dem Bestsellerbuch "Feuerherz" von Senait Mehari.
Im Anschluss an die sehr gut besuchten Veranstaltungen konnten die Gäste ihr individuelles Protestsymbol abgeben. Eine Bilderausstellung zum Thema "Kinder in bewaffneten Konflikten" wurde noch am selben Abend in der Stadtbibliothek eröffnet.
Red Hand Day 2009 in Herrenberg


Die jüngste Veranstaltung im Kulturcafé des Schickhardt-Gymnasiums behandelte das Thema Kindersoldaten. Maximilian Wörn und Florian Schreiner aus der Kursstufe 13 bereiteten die Zuhörer auf einen Informationsabend vor, der nicht unbedingt als freudige Unterhaltung anzusehen war, sondern leider die bittere Realität darstellt. Jürgen Baumer von der LA 21 Herrenberg, der die Veranstaltung zusammen mit dem Kulturcafé organisierte, bedankte sich vorab bei den Schülerinnen und Schüler und deren Lehrerin Danielle Zimmermann für den Mut, sich diesem Thema anzunehmen. Er rief die Anwesenden dazu auf, sich im Anschluss an die Veranstaltung an der "Aktion Rote Hand" zu beteiligen. Die Rote Hand ist das Symbol ehemaliger Kindersoldaten gegen den Mißbrauch von Kindern als Soldaten. Alljährlich wird weltweit am 12. Februar an das Schicksal dieser ca. 300.000 Kinder gedacht. Mit dem Symbol - der roten Hand - wollen wir dazu beitragen, so Jürgen Baumer, dass die Forderung nicht vergessen wird: Kinder sind keine Soldaten! Der Abend begann mit einem Dokumentarfilm von Alice Schmid, "Ich habe getötet". Fünf ehemalige Kindersoldaten kommen darin zu Wort. Die Bilanz ihres Lebens fällt für alle gleich düster aus. Der Krieg hat ihr Leben zerstört. Schlafstörungen, Angstzustände, Depressionen und physischen Schmerz gehören zum Alltag.
Sehr einfühlsam las die Schülerin Sarah Geiger aus dem Buch von Annette Rehrls "Sie zwangen mich zu töten" Es herschte unter den Zuhörern eine beklemmende Ruhe, als sie Textpassagen über das brutale Vorgehen erwachsener Soldaten gegenüber Kindern vorlas.
Tanja Rosler hatts sich das Buch "Kinder sind keine Soldaten" von Thomas Hax-Schoppenhorst aus der Stadtbibliothek ausgesucht. Sie kam zum Ergebnis, dass ehemalige Kindersoldaten ohne fremde Hilfe keine Chance bekommen, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren.
Zum Abschluss zeigte der Veranstalter einen weiteren Film mit dem Titel "Die Heimkehr der Kindersoldaten", der über die Reintegration ehemaliger Kindersoldaten berichtet. In der abschließenden Podiumsdiskussion wurde nach Wegen gesucht, wie man selbst helfen kann. Alle Anwesenden waren anschließend gerne bereit, ihre Hand mit roter Fingerfarbe zu bemalen und sie auf Papier zu drucken. Die gesamelten Handabdrucke wurden der Hilfsorganisation Weißes Friedensband übergeben. Am 12. Februar 2009 überreichten Vertreter mehrerer Organisationen Bundespräsident Horst Köhler alle gesamelten roten Hände.
Ein Sonnendach für Péressougué

Das Netzwerk EINE WELT unterstützte finanziell den Bau einer Solaranlage für die Kranken- und Entbindungsstation in Péressougué, ein Hilfsprojekt der Katholischen Kirchengemeinde Herrenberg in Mali.
Bei den alljährlich stattfindenden Sommerfarben wurde die Gelegenheit ergriffen, das Netzwerk - ein Zusammenschluss verschiedener Herrenberger Hilfsorganisationen - vorzustellen. Der Arbeitskreis nahm die Vorstellung zum Anlass, Spendengelder zu sammeln um den Menschen vor Ort die Errichtung einer Solaranlage auf der Krankenstation zu ermöglichen. Mitglieder übergaben die Spendensumme direkt - von Hand zu Hand - an die Bewohner von Péressougué und konnten während ihres Aufenthaltes die Installation mitverfolgen. Die Freude war groß, als zum ersten Mal eine elektrische Glühbirne im OP brannte. Mittlerweile kann auch die nahe gelegene Schule mit Strom versorgt werden.
Katholische Kirchengemeinde Herrenberg; Péressougué
Gesichter Nepals
Mehr als die Hälfte der Einwohner Nepals sind Frauen. Sie verrichten den größten Teil der Arbeit in der Landwirtschaft und im Handel in dem südasiatischen Land. Ihr Leben und Alltag stehen im Mittelpunkt der Ausstellung "Gesichter Nepals" von Martina Göbel. Die Ausstellung war vom 10. - 31. Oktober 2006 in der Stadtbibliothek zu sehen. Frau Göbel war für drei Jahre für den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) in Kathmandu. Sie berichtete durch eigene Erfahrungen und Erlebnisse über die Lebenssituation und Probleme von Frauen in verschiedenen Lebensbereichen. Die Ausstellung beleuchtet die Ungleichbehandlung von Frauen unter Betrachtung der Themenbereiche Familie, Kleingewerbe, Religion, Landwirtschaft und Handwerk. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeit von Frauenrechtsorganisationen in Nepal.








