Bezirksamt Oberjesingen

Kocherstraße 20
71083 Herrenberg-Oberjesingen

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Fax: 0 70 32 / 91 05 54
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Öffnungszeiten:
 
Montag08.00 Uhr - 12.00 Uhr
Dienstag16.00 Uhr - 18.30 Uhr
Donnerstag, Freitag09.00 Uhr - 12.00 Uhr

 

Historisches

 

Oberjesingen liegt am Rande des Korngäus in 536 m Höhe an der B 296 zwischen Herrenberg und Calw. Seine Geschichte ist eng verknüpft mit der Nachbargemeinde Kuppingen. Erstmals ist der Ort 1314 urkundlich bezeugt, allerdings nicht als Oberjesingen, sondern als Oesingen. Aber auch Namen wie Uesingen, Üsingen, Yesingen und Üßingen finden sich in alten Schriften bis sich kurz nach Beginn des 30-jährigen Krieges der jetzige Name "Oberjesingen" herausgebildet hat.

 

Oberjesingen war bis zum Ende des 2. Weltkrieges eine überwiegend bäuerlich geprägte Gemeinde. Neben einigen Handwerksbetrieben lebte der größte Teil der Bevölkerung von der Landwirtschaft. Danach ging, zunächst zögerlich, jedoch dann immer schneller die Anzahl der landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetriebe zurück. Die Zunahme der industriellen Produktion im nahen Ballungsbereich bot den Einwohnern des Ortes die Möglichkeit, dort ihr Brot zu verdienen.

 

Der Ort hatte am Ende des 2. Weltkrieges knapp 800 Einwohner. Der bald einsetzende Flüchtlingsstrom machte auch vor Oberjesingen nicht Halt. Es mussten in kurzer Zeit ungefähr 300 Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben worden sind, aufgenommen werden. Dies stellte für die Gemeinde und ihre Bewohner eine nicht unerhebliche Herausforderung dar. Ein weiterer sprunghafter Anstieg der Bevölkerung erfolgte ab dem Jahr 1968 durch die Erschließung neuer Baugebiete. Heute wohnen im Ort nahezu 2.900 Einwohner, deren Zahl sich durch das neue Baugebiet "Guldenäcker" in Kürze auf mehr als 3.000 Einwohner erhöhen wird. Der Anteil der ausländischen Mitbürger beläuft sich auf ca. 20 %. Die Mehrzahl der Einwohner ist evangelischen Glaubens. Die jetzige, weithin sichtbare, Dorfkirche wurde in den Jahren 1857/58 erbaut. Im Jahre 1980 wurde von der Evangelischen Kirchengemeinde mit erheblicher Unterstützung der örtlichen Bevölkerung und der Stadt Herrenberg ein Gemeindezentrum erstellt, das von der Kirchengemeinde und der bürgerlichen Gemeinde genutzt wird.

 

Die im Laufe der Zeit gegründeten Vereine leisten durch ihre vereinstypischen Aktivitäten (sportliche und musikalische Veranstaltungen) einen wertvollen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben der Bevölkerung. Im Jahr 1998 konnte die von den Bewohnern des Ortes lang ersehnte Gemeindehalle (Wasenäckerhalle) eingeweiht werden. Dadurch ist ein noch intensiveres gesellschaftliches und sportliches Leben im Ort möglich.

 

Für die Kinder ab dem 2. Lebensjahr bis zur Einschulung gibt es zwei Kindergärten mit insgesamt fünf Gruppen. Der Bau einer 2-zügigen Grundschule neben der Wasenäckerhalle wurde rechtzeitig im September 2002 zum neuen Schuljahr fertiggestellt.

 

Am 01. März 1972 schloss sich Oberjesingen im Zuge der Gemeindereform an die Stadt Herrenberg an, von deren Stadtkern es ca. 5 km entfernt liegt.

 

Die Infrastruktur des Ortes ist gut. Verschiedene Geschäfte und Handwerksbetriebe stehen der Bevölkerung für den täglichen Bedarf zur Verfügung. Hierzu zählen zwei Lebensmittelgeschäfte, eine Metzgerei und ein Mühleladen. Auch je eine Filiale der Kreissparkasse Böblingen und der Volksbank Herrenberg-Rottenburg sowie eine Allgemeinarztpraxis können von der Einwohnerschaft in Anspruch genommen werden. Das vor kurzem von Bürgern in Eigenleistung innen renovierte Gemeindebackhaus (die Materialkosten wurden von der Stadt Herrenberg übernommen) erfreut sich bei der Bevölkerung weiterhin großer Beliebtheit, um eigenes Brot und Zwiebelkuchen zu backen, ebenso bei den Besuchern der jährlichen Zwiebelkuchen-Hocketsen des Musikvereins "Rote Herolde" Oberjesingen und des Radfahrerverein "Vorwärts" Oberjesingen und des Oberjesinger Weihnachtsmarktes, auf welchem der LandFrauen Ortsverein Oberjesingen unter anderem Weihnachtsbrezeln und Holzofenbrot verkauft.

Weithin sichtbar ist neben der Kirche auch der Speichersilo der Oberjesinger Getreidemühle, die einen beachtlichen Einzugsbereich aufzuweisen hat.

Zur guten Infrastruktur zählt auch die Verkehrsanbindung zu den Zug- und S-Bahn-Anschlüssen in Herrenberg, die durch einen Buszubringer gewährleistet ist.

 

Durch die Höhenlage des Ortes und die reizvolle Umgebung zwischen Schwarzwald und Schönbuch besitzt Oberjesingen eine hohe Wohnqualität - wenig Nebeltage, aber viel Sonnentage!

 

Ein idealer Ausgangspunkt für Naherholungssuchende!

 

Vereine