Klima- und Umweltschutz - eine aktuelle Aufgabe für die Zukunft auch in Herrenberg



 

Wie sich das Klima und unsere Umwelt tatsächlich im 21. Jahrhundert entwickeln werden, können auch die besten Methoden der Klimaforschung und der Umwelt mit Bestimmtheit nicht vorhersagen. Aber eines ist klar, die europaweite Diskussion zur Klimaentwicklung zeigt dies deutlich: Wir können und müssen mehr dazu beitragen, das Leben auf unserer Erde zukunftsbeständiger zu gestalten.

Die Weltklimakonferenz von Rio 1992 hat die Welt aufgerufen, für die großen Probleme unserer Zeit auch lokal Verantwortung zu übernehmen. Mit dem Beitritt der Stadt Herrenberg zum Klimabündnis soll diese Verantwortung für die heutigen und zukünftigen Generationen bestärkt werden. Die Stadt Herrenberg stellt sich dieser Aufgabenstellung, nicht erst seit 1992, in vielfältiger Weise. So z.B. durch die Schaffung eigener Verwaltungsstrukturen im Umweltbereich, durch gezielte Förderprogramme oder durch hohe finanzielle Aufwände im Abwasserbereich und bei der naturnahen Umgestaltung von Gewässern und Landschafts- bereichen.

 

 

Im Rahmen verschiedener Arbeitskreise der Lokalen Agenda 21 haben sich Bürgerinnen und Bürger sowie verschiedene Fachbereiche der Verwaltung engagiert und ein umfangreiches Maßnahmenbündel vorgeschlagen und realisiert. So wurden z.B. Fahrschulungen zu energiesparendem Autofahren durchgeführt und ein kommunales Förderprogramm im Bereich Energie aufgelegt.

Im städtischen Freibad installierte die Verwaltung rund 400 m² Solarabsorbermatten zur Erwärmung des Freibadwassers. Dadurch können jährlich ca. 40 t Kohlendioxyd-emissionen eingespart werden.

Auf dem Dach des Schickhardt-Gymnasiums wurde eine Photovoltaikanlage installiert, welche jährlich ca. 27.000 kWh Solarstrom erzeugt und dabei ca. 16 t Kohlendioxyd-emissionen einspart.

Entsprechend der schwäbischen Mentalität wurde das Thema ?Häuslebau? innerhalb einer ins Leben gerufenen Lokalen Agenda Arbeitsgemeinschaft des Schickhardt-Gymnasiums neu überdacht. Unter von Schülern selbst zu ermittelnden Nachhaltigkeitskriterien sollte die Generation der Zukunft ihr Haus in Zukunft virtuell planen und bauen.

Zahlreiche Bürger wirkten bei allen Aktionen durch ihr großes Interesse, ihre persönliche finanzielle Beteiligung und wachsende Erfahrung als Multiplikator an diesen Zielen mit. Die übergreifenden Projekte ermöglichten es, zwischen Generationen über Klimaschutz zu diskutieren.

Rückblickend wird klar: auch die Umweltprobleme einer Kommune können nicht durch die Verwaltung einer Stadt allein gelöst werden. Es ist die Mitarbeit der Wirtschaft, des Handwerks und des Handels genauso gefragt, wie die der Bürger. Nur durch ein Miteinander gelingt es, unsere Stadt auch weiterhin zukunftsfähig zu erhalten und zu gestalten.

 

 
Arbeitskreis Energie
Netzwerk EINE WELT