Bezirksamt Kuppingen

Knappengasse 14
71083 Herrenberg-Kuppingen

Tel.: 0 70 32 / 91 05 68
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Öffnungszeiten:
 
Montag08.00 Uhr - 10.30 Uhr
Dienstag, Mittwoch, Freitag09.30 Uhr - 12.00 Uhr
Donnerstag16.00 Uhr - 18.30 Uhr

Historisches

Früher zählte Kuppingen zu jenen alemannischen Urdörfern mit großer Markung, in denen die hoffreien Hundertschaftsführer ihren Herrnhof besaßen und nach der Christianisierung bei ihrer Burg die Burgkirche errichtet haben. Diese Burg stand auf den Mauern des heutigen Kirchhofs. Unsere Stefanuskirche wird zu diesen Urkirchen innerhalb des Burgbereichs gerechnet.

 

Kuppingen ist in einer von Kaiser Otto I unterzeichneten Urkunde erstmals im Jahr 961 n.Chr erwähnt. Nach einem Streit mit dem Pfalzgrafen von Tübingen musste 1314 die Burg abgebrochen werden. Mit dem Übergang der Herrschaft an die Grafschaft Wirtemberg (1436) ist Kuppingen als Besitz des Hauses Wirtemberg wieder urkundlich genannt. Unter Eberhard im Bart wurde (1495) Kuppingen zunächst im Lagerbuch - hier waren die herrschaftlichen Rechte gegenüber einem Dorf einge- tragen - der Kellerei Böblingen geführt. Erst bei dessen Erneuerung erscheint unser Ort im Herrenberger Kellereilagerbuch (von 1523 an). Im 18. und 19. Jahrhundert hatte die bis 1 100 Einwohner (1855) angewachsene Bevölkerung auf der vorhandenen Fläche nicht mehr die notwendige Existenzgrundlage, was Auswanderungen nach Amerika und in den Südosten Europas - in den Donauraum - zur Folge hatte. Kuppingen war "Stabsgemeinde"; es bildete mit den heutigen Stadtteilen Affstätt und Oberjesingen von alters her einen sog. "Stabsverband". Kuppingen hatte damals Gerichtshoheit. 1817 - 1819 erfolgte die Auflösung des Stabsverbands zu selbständigen bürgerlichen Gemeinden.

 

Heute...

 

das heißt, genau seit 01.12.1971 gehört Kuppingen aufgrund freiwilliger Vereinbarung anlässlich der damaligen Gemeindereform im Lande Baden-Württemberg zur Stadt Herrenberg, die 1975 zur Großen Kreisstadt erhoben wurde. Nach 1950 hat die wirtschaftliche Entwicklung der bis dahin sehr landwirtschaftlich strukturierten Gemeinde auch außerhalb der Landwirtschaft Arbeitsplatzmöglichkeiten geboten. Die wirtschaftliche Entwicklung hat Kuppingen dann immer mehr auch zur Wohnsitzgemeinde mit derzeit 4 100 Einwohnern gemacht. Dank des allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwunges der vergangenen Jahrzehnte konnten auf kommunalem, sozialem und kulturellem Gebiet beachtliche Leistungen vollbracht werden. Im Rahmen einer behutsam durchgeführten Dorferneuerung hat ein größerer Bereich der Ortsmitte unter Beachtung der historischen Gegebenheiten Kuppingens ein "neues Gesicht" bekommen. Der bis dahin zuletzt dünn besiedelt gewesene Ortskern, in dem nicht wenige Gebäude auch nach Denkmalschutzgesichtspunkten nicht mehr erhaltungsfähig waren, erhielt neue Wohngebäude, Gebäude für Dienstleistungen, Grün- und Parkierungsflächen sowie neue Straßenraumgestaltungen. Die Infrastruktur lässt kaum Wünsche offen. Im Schulzentrum befinden sich außer einer Nachbarschaftshauptschule und einer Grundschule auch eine Sporthalle mit Sportflächen und einer von drei Kindergärten. Die Gemeindehalle im Westen des Orts, die neu für die örtlichen Vereine renovierte "Alte Schule", mehrere Kinderspielplätze, zum Teil neue Gemeindehäuser der Kirchengemeinden, Sportplätze und Tennisplätze in Waldrandlage runden das Angebot öffentlicher Einrichtungen ab. 22 Vereine und kirchlich bzw. sozial tätige Organisationen sorgen für ein überaus lebhaftes Gemeindeleben. Zwei Geldinstitute, ein Allgemeinarzt- und zwei Zahnarztpraxen, die Apotheke, eine Konditorei, die Bäckerei, zwei Metzgereien und eines der beiden Friseurgeschäfte sind in jeweils neuen oder renovierten Gebäuden im Ortskern auf kürzestem Wege im dortigen verkehrsberuhigten Bereich zu Fuß zu erreichen. Schon Tradition ist ein jährlich in der zweiten Junihälfte in der Ortsmitte stattfindender Bauernmarkt mit Zwiebelkuchenfest. Nicht selten werden über 1000 Zwiebelkuchen in den beiden noch vorhandenen Backhäusern hergestellt und an die zahlreichen Gäste abgegeben.