Affstätt

Knapp zwei Kilometer nördlich von Herrenberg, inmitten des sogenannten Korngäus, ganz in der Nähe des Schönbuchs, liegt der Stadtteil Affstätt. Auf einer Höhe von 470 m ü. NN gelegen, genießt man von hier einen schönen Blick auf die Schwäbische Alb. Das Ortsbild von Affstätt ist bis heute ländlich geprägt, im Ortskern gibt es viele Fachwerkhäuser. Der rund 473 Hektar große Stadtteil hat 2.450 Einwohner (Stand: April 2026). Mehrere Buslinien verbinden Affstätt mit Herrenberg.

Veranstaltungen 2026

  • 13.01. Aktionstreffen "Wer bisch denn au du?" im Bezirksamt
  • 16.01. Historischer Bilderabend im Gemeindehaus
  • 07.02. Kinderfasching in der Sporthalle
  • 14.04. Aktionstreffen "Wer bisch denn au du?" im Bezirksamt (abgesagt)
  • 18.04. 60-jähriges Jubiläum Posaunenchor - Flyer (hier klicken)
  • 25.04. Garagenflohmarkt - Flyer (hier klicken)
  • 30.04. Maibaumstellen auf dem Dorfplatz
  • 28.06. Sommerfest auf dem Sportgelände Rötelberg
  • 04.07. Katharinenhocketse auf dem Dorfplatz
  • 21.07. Aktionstreffen "Wer bisch denn au du?" im Bezirksamt
  • 18/19.07. Stadtfest Herrenberg: SVA Bewirtung am Bronntor
  • 13.10. Aktionstreffen "Wer bisch denn au du?" im Bezirksamt
  • 28.11. Weihnachtsmarkt auf dem Dorfplatz
  • 01.12. Start des lebendigen Adventskalenders

Erstnennung im Spätmittelalter

Affstätt wurde im 13. Jahrhundert, im Jahre 1287, erstmals erwähnt. 1987 feierte der Stadtteil sein 700-jähriges Bestehen.

Nachkriegszeit

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fiel Affstätt in die französiche Besatzungszone. In der unmittelbaren Nachkriegszeit mangelte es insbesondere an Verbrauchsgütern und Brennstoffen, aber auch Wohnraum. Rund 160 Heimatvertriebene aus den deutschen Siedlungsgebieten im Osten und Südosten wurden seit 1946 nach Affstätt zugewiesen. Mit dem Zuzug der Vertriebenen änderte sich auch die konfessionelle Struktur der Gemeinde: Gab es vor dem Zweiten Weltkrieg keine Katholiken in Affstätt, waren 1957 bereits 122 von 637 Einwohnern katholisch.

Eingemeindung

Seit 1965 ist Affstätt ein Stadtteil Herrenbergs. Am 4. April 1965 hatten 278 Bürger dafür gestimmt und 133 dagegen. Die rechtlich verbindiche Abstimmung im Gemeinderat am 20. Mai 1965 bestätigte die Entscheidung der Bürger (sechs Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen, eine Enthaltung). Seit der Eingemeindung hat sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt. Heute hat Affstätt 2.082 Einwohner (Stand: Mai 2018).

Nach 1965

Zu den größeren Investitionen der vergangenen 50 Jahre gehören der Neubau einer Grundschule und einer Mehrzweckhalle, die Erweiterung des Friedhofs und die Sicherung der Wasserversorgung durch den Bau eines Wasserbehälters. Darüber hinaus wurden der alte Ortskern samt einiger Straßen neugestaltet und mehrere Wohnbaugebiete wie Zaunäcker und Leinenbrunnen ausgwiesen.

RAF hinterlässt Spuren

1972 wurde Richard Epple von der Polizei in Affstätt erschossen. Sie hatte ihn irrtümilcherweise für einen Terroristen der Roten Armee Fraktion RAF gehalten.

Buchtipp

Von Affinstätten zu Affstätt. 700 Jahre Geschichte eines Dorfes im Gäu. Herrenberger Historische Schriften, Band 2. Herrenberg 1987.