Sprache ist das wichtigste Werkzeug, mit dem wir uns miteinander verständigen. Sie erzeugt Bilder in unseren Köpfen und formt die gesellschaftliche Realität. Mit Sprache können wir viele Dinge ausdrücken, aber auch Mitmenschen verletzen und ausgrenzen. Ein Sprach-Leitfaden für die Stadtverwaltung gibt Tipps und bietet Formulierungshilfen.
Viele Mitarbeitende bemühten sich bereits um eine geschlechtersensible Ausdrucksweise in Wort und Schrift. Trotzdem gab es auch Verunsicherung, welche Regeln bei der Stadt gelten und ob Sonderzeichen erlaubt sind. Eine Projektgruppe aus Gleichstellungsbüro, Pressestelle und Ordnungsamt hat deshalb 2023 einen Sprach-Leitfaden entwickelt.
Empfohlen wird darin, vor allem neutrale Formulierungen zu verwenden, wie beispielsweise die Begriffe Mitarbeitende, Führungskraft oder Abteilungsleitung. Sollte es keinen geschlechtsneutralen Ausdruck geben, müssen in jedem Fall Paarformen zum Einsatz kommen, also Frauen und Männer explizit benannt werden (z.B. Bürgerinnen und Bürger). Erlaubt ist künftig bei der Stadtverwaltung auch der Genderstern, der für alle Geschlechter steht, die sich nicht als Frau oder Mann einordnen. Er wird beim Schreiben zwischen der männlichen und der weiblichen Wortendung platziert und ist speziell für Formate wie etwa einen Flyer gedacht, bei dem der Platz knapp ist.
Der Leitfaden zur fairen Sprache wird im Intranet der Stadtverwaltung veröffentlicht und steht allen Mitarbeitenden online zur Verfügung. Hier finden sich zahlreiche Beispiele und Tipps, wie in Texten aller Art verständlich und geschlechtergerecht formuliert werden kann, sowie hilfreiche Links. Ganz wichtig: Der Sprach-Leitfaden baut auf Freiwilligkeit auf.