Das Jahr 2017 stand unter dem Motto "Veränderung leben!" und startete mit einem "Tag der Veränderung". Die Partnerschaft für Demokratie in Herrenberg beleuchtete das Thema auf vielfältige Art mit unterhaltsamen Aktionen: Veränderungs-Workshops für Vereine und Bürger:innengruppen, Skulpturenbau zu Erfolgen der Mitmachstadt und mit einem kostenfreien Konzert bei dem die Demokratie leben Kampagne "Wer wenn nicht wir!" bekannt gemacht wurde.
Beim "Aktionstag" des offenen Bürger:innenhauses Klosterhof ging es darum gewünschte Veränderungen mit der Hausgemeinschaft zu erörtern und aktiv umzusetzen. Im Rahmen der Workshop- und Beratungsreihe "Jetzt HEBT´S" startete eine Stadtteil-Tournee durch alle Herrenberger Stadtteile, um das Bundesprogramm "Demokratie leben!" bekannt zu machen und weitere Förderprogramme der Stadt Herrenberg vorzustellen.
Beim Jugendforum 2017 nahmen 200 Schüler:innen teil. Und es startete ein Cajon Workshop mit dem Ziel Menschen allen Alters, mit und ohne Fluchterfahrung über das gemeinsame Musikmachen in Kontakt zu bringen.
Am 21.10.2017 fand ein Aktionstag im Klosterhof statt unter dem Motto „Wir machen den Klosterhof sichtbar“. Diese Netzwerkveranstaltung im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ richtete sich vor allem an die Engagierten im Herrenberger Klosterhof, aber auch an interessierte Neubürgerinnen und -bürger. Der Klosterhof ist ein Fachwerkhaus in der Altstadt und wird engagierten Gruppen kostenfrei von der Stadt Herrenberg zur Verfügung gestellt. Die Klosterhof-Aktiven entwickeln seit 2014 im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsprozesses ein lebendiges Nutzungskonzept für das Gebäude.
Das von der Hausgemeinschaft gewählte Lenkungsteam und das Team Beteiligung und Engagement luden zum Aktionstag ein, um die Homepage des Klosterhofes weiter zu entwickeln und eine Broschüre über die Aktiven zu erstellen. PR-Experte Moritz Oehl half den Gruppen, ihren Internetpräsentationen den letzten Schliff zu verleihen. Auch die Mitglieder des Fotoclubs Objektiv e. V. waren unterwegs, um alle Vereine im Haus professionell abzulichten. Außerdem setzen sie unter dem Motto „Gegensätze im Klosterhof“ das Engagement im Klosterhof in Szene.
Futter für die Augen gab es im Mehrzweckraum mit Filmen über vergangene Aktionen. Die Demokratiesäule war an diesem Tag ebenfalls mit dabei; diesmal sind Gedanken zum gemeinsamen Wirken im Klosterhof gefragt. Technisch Interessierte konnten sich im Ideen-Workshop „Bürgerengagement im Zeitalter der Digitalisierung“ austoben. Derweil planten fingerfertige Tüftler im 2. Obergeschoss zwei neue Schränke und alte Stühle wurden aussortiert. Dies war Teil einer fortlaufenden Verschönerungsaktion im Klosterhof.
Herbst 2017
Im Herbst 2017 trafen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Sommer-Kurs wieder mit dem musikalischen Leiter Ben Breitling und Klara Schwertfeger, der Koordinatorin dieses Angebots. Gemeinsam wurden die Cajons neu besprayt und hergerichtet, so dass sie für den Kurs im Herbst in neuem Glanz erstrahlen.Ben Breitling zeigte sich begeistert, mit welchem Engagement die Gruppe an die Arbeit ging. „Ich komme gern nach Herrenberg. Die Kreativität und Aktivität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist mitreißend. Die Ergänzung durch das „+Angebot“ wirkt sich positiv auf das Miteinander in der Gruppe aus.“
Jede und jeder war eingeladen, Vorkenntnisse waren nicht erforderlich. Die Teilnahme war kostenlos. Gemeinsam machte die Gruppe Musik und überwand dadurch sprachliche und kulturelle Grenzen. Neben dem Trommeln gab es zusätzliche Aktionen zum besseren gegenseitigen Kennenlernen: Mal wurde Jugger gespielt, mal waren alle zusammen Eisessen oder guckten gemeinsam einen Trommelfilm.
Für das Angebot kooperierten der Stadtjugendring Herrenberg und der Lions Club Herrenberg. Gefördert wird Cajon+ vom Bundesprogramm "Demokratie leben!" des Bundesfamilienministeriums.
Frühjahr 2017
Cajon+-Workshopreihe bringt Menschen im Klosterhof zusammenZum Auftakt der neuen Cajon+-Workshopreihe im Frühjahr 2017 war der Keller des Klosterhofes voll. Eingeladen hatte das Team Beteiligung und Engagement. Es kamen so viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus unterschiedlichen Nationen, dass die vorhandenen Cajons nicht ausreichten. Schlagzeuglehrer Ben Breitling sorgte kurzum für Nachschub. Gemeinsam startete die bunte Gruppe erste Trommelversuche und erlernte vielfältige Rhythmen. Vor allem die jüngeren Teilnehmenden konnten gar nicht genug bekommen und forderten immer schwierigere Rhythmusvariationen.
"Wir haben durch das gemeinsame Trommeln auf Cajons eine tolle Möglichkeit gefunden, wie unterschiedliche Generationen und Kulturen miteinander im Klosterhof in Kontakt kommen können.“, erzählt Manuela Epting vom Team Beteiligung und Engagement über die Cajon-Workshopreihe. Die ehrenamtliche Mitarbeiterin des Stadtjugendring Hannah Paule freut sich: „Die Gruppe war so motiviert und hat unglaublich schnell zusammen funktioniert – das macht richtig Spaß.“
Ermöglicht wurde das Projekt durch das Team Beteiligung und Engagement, den Stadtjugendring Herrenberg, das Sprachpatenprojekt der IBM, den Lionsclub Herrenberg und durch die Partnerschaft für Demokratie in Herrenberg. Sie ist damit Teil des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, das vom Bundesfamilienministerium unterstützt wird.
Bei einem Veränderungs-Workshop im Klosterhof wurden Anregungen und Know-How zur Veränderung in Vereinen und Initiativen vermittelt. Insgesamt nahmen über 50 Personen aus 20 Herrenberger Vereinen teil und entwickelten gemeinsame Ideen, um Veränderungsprozesse im eigenen Verein anzustoßen.
Am Abend gab es ein Netzwerk-Sommerfest und Skulpturenbau vor dem Oberamt: Mit allen Herrenberger Engagierten wurde gemeinsam auf positive Veränderungen und Erfolge unserer Mitmachstadt angestoßen. Alle Highlight-Projekte der letzten Jahre wurden auf Kartons dargestellt, um daraus eine große Skulptur zu bauen. Diskutiert wurde auch, welchen Wandel wir uns für die Zukunft wünschen.
Anschließend startete ein kostenfreies Konzert auf dem Marktplatz. IZE und Peter Pux von der Popakademie Baden-Württemberg präsentieren tanzbare Songs mit unkonventionellen Sounds. Die Besucher wurden mit einer "Demokratie leben!"-Überraschungsaktion miteinander vernetzt. Hierzu verteilten Mitglieder der Jugenddelegation verschiedenfarbige Buttons an die Konzert-Teilnehmer*innen. Wer es schaffte ein Gruppenbild mit allen vier verfügbaren Buttonfarben auf der Demokratie-leben-Seite zu posten, konnte einen Preis gewinnen. Es kamen bei dem Konzert so viele interessante Gespräche über wünschbare Veränderung zustande und immer wieder konnte man Menschen beobachten, die durch die Aktion Kontakt aufnahmen und sich kennenlernten.
Beim Jugendforum 2017 setzten sich die Jugendlichen mit städtischen Projekten, wie der Öffnung des alten Freibadgeländes, einer Herrenberger Kulturkonzeption und dem Klimaschutz auseinander. Eine große Rolle spielten auch die Themen, die über die neue Beteiligungsplattform www.jugendträume-hbg.de vorgeschlagen wurden. Aus der sogenannten „Ideenbox“ wurden unter anderem die Themen auf dem Jugendforum diskutiert, bei denen von besonders vielen Nutzerinnen und Nutzer auf das Herz geklickt wurde: Nahverkehr, Müllvermeidung und die Verschönerung Herrenbergs. Natürlich gab es auch wieder viel Platz für die offenen Themen und Anliegen in Bezug auf Herrenberg, die die Jugendlichen am Tag selbst mitbrachten.