Zum Kick-Off-Treffen für das Jubiläumsjahr kamen am Montag, 11. November zahlreiche Vereine, Gruppen und Organisationen, Bürgerinnen und Bürger zusammen, um in der Stadthalle über erste Ideen für das Stadtjubiläum und die Heimattage Baden-Württemberg im Jahr 2028 zu sprechen.
Die Auftaktveranstaltung bot die Gelegenheit, sich über die geplanten Feierlichkeiten zu informieren, erste Ideen einzubringen und sich mit anderen Akteuren zu vernetzen.
Sie konnten bei der Veranstaltung am 11. November nicht dabei sein?
Hier finden Sie die Präsentation mit allen wichtigen Eckdaten und Informationen.
Ideensammlungen auf einen Blick
> Pinnwand: Welche Schätze aus Herrenberg und Umgebung sollten alle kennen?
Unter diesem Motto sammelten sich über 30 Ideen. Dabei zeigte sich, dass Herrenberg schon richtig viele Schätze zu bieten hat, die im Rahmen des Jubiläums für ein noch breiteres und auch landesweites Publikum erlebbar gemacht werden kann. Beispielhaft dafür wurde bspw. die Stiftskirche, das dortige Glockenmuseum, das beeindruckende Fachwerk in der Altstadt, die Waldweide, das Rote Meer, der Schönbuchturm und die Kulturlandschaft mit den herrlichen Streuobstwiesen genannt.
Aber auch „grundsätzliche“ Ideen wurden eingebracht, die unter dem Motto „Die Menschen“ zusammengefasst werden können. Damit ist beispielsweise das vielfältige Engagement der Zivilgesellschaft gemeint, dass sich in Hunderten Vereinen und Initiativen zeigt. Ebenso wurde formuliert, dass ein gemeinsames Verständnis von Stadt und Stadtteilen als wesentliches Ziel angestrebt werden soll, das im Jubiläumsjahr zum Klingen gebracht werden kann. So entwickelten sich unter den „Herrenberger Schätzen“ Ideen und Potenziale, die auch mit überschaubarem Aufwand entfaltet und präsentiert werden können.
> Pinnwand: Achtung, Achtung!
Die meisten Punkte beziehen sich auf bereits etablierte jährlich stattfindende Veranstaltungen und auf deren entsprechende Berücksichtigung bzw. Einbindung in die Feierlichkeiten im Jahr 2028. In der Diskussion vor der Pinnwand wurde die Sorge geäußert, dass sich mehrere Veranstaltungen zeitlich überschneiden könnten und daher gut abgestimmt werden müsse: wer, wann, was und wo bespielt. Darüber hinaus haben sehr viele den Hinweis gegeben, dass die Fußball-EM ebenso im Jahr 2028 stattfindet (geplanter Turnierstart 09.06. und Finale 09.07.) und eine Lösungsmöglichkeit in Form von „Public Viewing“ vorgeschlagen. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Feierlichkeiten an die „Barrierefreiheit auch für unsichtbare Behinderung“ gedacht werden sollte wie auch an „Faire Beschaffungen“ (Erinnerung an Fairtrade-Stadt Herrenberg) sowie eine frühzeitige Einbeziehung von Handwerkern im Hinblick auf Regionalität, Machbarkeit und Preissicherung. Themen wie „Steuerliche Belange“ und die „Klärung von rechtlichen Fragen“ schafften es auch auf die „Achtung, Achtung – Pinnwand“, wie auch „verlässlicher ÖPNV und Parken“ oder „Shuttle-Busse“ z. B. bei Veranstaltungen.
> Pinnwand: Alle mitnehmen!
An der Pinnwand „Alle mitnehmen“ wurde notiert, welche Zielgruppen bereits bei der Planung involviert werden sollten, um möglichst viele Akteure der Stadtgesellschaft einzubinden. So sei es wünschenswert, wenn Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigung, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen der verschiedenen Glaubensgemeinschaften genauso involviert werden wie Kinder, Jugendliche, Neubürger und Senioren. Auch die Vertreter der Kernstadtquartiere und der politischen Gruppierungen sollten eingebunden und motiviert werden, um ein friedliches und weltoffenes Fest auszutragen. Natürlich darf die Wirtschaft nicht fehlen mit dem Einzelhandel, den Dienstleistern, dem Gewerbe und der Gastronomie – sie prägen maßgeblich das Stadtbild. Aber auch die Partnerstädte und Nachbarkommunen könnten bei der Umsetzung vorab mitgenommen werden, um auch eine interkommunale Zusammenarbeit anzustoßen. Eine weitere Gruppe wurde mit den lokalen Künstlern und den Persönlichkeiten aus Herrenberg genannt, da sie sicherlich auch gerne einen Beitrag zum Jubiläumsjahr leisten möchten.
> Pinnwand: Kompetenz und Weiterbildungsmatrix
Die Pinnwand mit der Kompetenz- und Weiterbildungsmatrix wurde von vielen Teilnehmenden noch nicht als aktuell relevant wahrgenommen. Tenor war, dass man gemeinsam im Verlauf herausfinden möchte, welche Weiterbildungen relevant sind. Dennoch wurden einige spannende Punkte, wie beispielsweise die stetige Herausforderung Mitwirkende zu finden und zu behalten sowie die Themen Selbstfürsorge und der Schutz vor Überlastung im Ehrenamt. Außerdem wurden die Themen Mediation & Moderation genannt.
> Pinnwand: "Meine Ideen"
Die Pinnwand „meine Ideen“ war bei den Teilnehmenden besonders beliebt. Es kamen sehr viele kreative, spezifische Ideen für Herrenberg zusammen - zum Beispiel ein Herrenberg-Bier, ein Weltrekord-Versuch mit dem längsten Apfelkuchen, oder eine Zeitkapsel. Einige Ideen wurden auch bereits weiter durchdacht. So wurde vorgeschlagen, in Kooperation mit den Obst- und Gartenbauvereinen eine Apfel-Meile mit 800 Apfelsorten einzurichten – passend zum 800-jährigen Stadtjubiläum. Eine weitere Idee: Ein Fotowettbewerb zum Thema „Was ist Heimat für mich“ durchführen. Prämierte Bilder könnten dann in einer Ausstellung gezeigt oder für einen Kalender genutzt werden. Auch ein Theaterstück zur Herrenberger Chronik und eine weitere Auflage des Wandertheaters wurden vorgeschlagen. Betont wurde auch die Inklusion von Menschen mit Behinderung, insbesondere Kindern, und daran zu denken, Veranstaltungen und Projekte barrierefrei zu gestalten. Weitere Ideen waren „Spiel ohne Grenzen“ und Projekte mit Bürger*innen mit Migrationsgeschichte, die Erfahrungen aus ihrer Heimat teilen und, wie Herrenberg zu ihrer Heimat wurde.
>Beteiligungs-Zeitstrahl:
Auf dem Beteiligungszeitstrahl sollten die Vereine, Gruppen und Initiativen markieren, wann genau Sie zwischen heute und dem Jubiläum 2028 in den Beteiligungsprozess eingebunden werden möchten. Hierbei stellte sich unter anderem heraus, dass die Jugendlichen erst im Laufe von 2027 beteiligt werden sollen, wohingegen das Thema Fairtrade ab heute bereits zu berücksichtigen ist.