Aktuelle Aktionen

Brot und Rosen 2022

Zwischen dem 14. Februar und dem 2. April hat das Gleichstellungsbüro in Kooperation mit dem Herrenberger Frauennetzwerk und den Gemeinderätinnen wieder zahlreiche Veranstaltungen organisiert.

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Gewaltspirale auf dem Marktplatz am Tag gegen Gewalt

Eine beleidigende E-Mail, ein drohender Blick, eine sexistische Bemerkung, eine erhobene Hand: Wo fängt Gewalt an? An verschiedenen Stationen auf dem Herrenberger Marktplatz zeigte eine Gruppe engagierter Frauen am 25. November 2021 die Facetten von Gewalt auf. Bei der Mahnwache "die Gewaltspirale durchbrechen" auf dem Marktplatz waren mit dabei: die Jugendbühne der Herrenberger Bühne, Frauenliste, Jugendhaus, Gleichstellungsbüro sowie die Musikerinnen Ariella Pavoni (Trommel) und Stefanie Baumann (Querflöte).

"Abgrenzen und Auftanken" am Frauenwirtschaftstag

Die Pandemie hat ihre Spuren hinterlassen: Besonders Familien waren von Kita- und Schulschließungen betroffen und mussten ihren Alltag umorganisieren. Mit Tipps und einfachen Übungen machten Ewa Khieosavath und Lora Meinlschmidt deutlich, wie frau die persönlichen Grenzen erkennen kann und sich davor schützen, über die eigenen Kräfte und Bedürfnisse hinweg zu gehen. Manuela Rukavina, die zweite Rednerin des Abends, zeigte in ihrem kurzweiligen Vortrag pragmatische „Ladestationen“ auf, um den persönlichen Akku wieder aufzufüllen. Die Grafikdesignerin Claudia Maas visualisierte am Frauenwirtschaftstag die beiden Vorträge mittels Graphic Recording.

Die Meilensteine der Frauenrechte

Im März 2021 wurde der Internationale Frauentag zum 110. Mal begangen. In den Anfangsjahren kämpften Arbeiterinnen und bürgerliche Frauen vor allem für das Wahlrecht.  Im "Superwahljahr" 1919 konnten Frauen erstmals wählen und auch gewählt werden. Noch im selben Jahr wurde in Herrenberg die erste Frau in den Gemeinderat gewählt: Marie Gerlach war bis 1921 für die Deutsche Demokratische Partei (DDP) Mitglied des Herrenberger Gemeinderats.

Bei der Vorbereitung zum Weltfrauentag 2021 entstand die Idee in einer Artikel-Serie wichtige Meilensteine der Frauenrechte nach zu zeichnen. Was wurde in den vergangenen 110 Jahren erreicht – in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft? Wie haben sich diese Errungenschaften in Herrenberg ausgewirkt? Wo hakt es nach wie vor? Was können wir von anderen Ländern in Sachen Gleichstellung lernen? Die zehn Artikel wurden von Rätinnen, Frauengeschichtswerkstatt, Frauenliste, Stadtarchiv und Gleichstellungsbüro recherchiert und geschrieben. Die Serie ist im Gäubote und im Amtsblatt erschienen.


Pride Month: Erstmals wehen fünf Regenbogenflaggen in Herrenberg

Gleichstellung und Gleichberechtigung betreffen nicht nur Männer und Frauen, sondern alle Geschlechter. Seit 2018 ist das binäre Geschlechtermodell auch rechtlich aufgelöst und es besteht die Möglichkeit, divers als Geschlechtsidentität ins Geburtenregister einzutragen. Die Regenbogenflagge gilt als Symbol für Vielfalt gegenüber anderen Lebensformen und steht für die Anerkennung der gesamten LGBTQ+ Community. Erstmals wehten im Juni 2021 in Herrenberg an fünf Standorten in Herrenberg Regenbogenflaggen. Allerdings wurden drei der Flaggen gestohlen!

Die Initiative für das Hissen der Fahne und weitere Aktionen ging von der Gruppe "pride flag" unter dem Dach des Stadtjugendrings und des Jugendhauses aus. Die Jugendlichen informierten in den sozialen Medien und organisierten verschiedene Aktionen. Die Stadt unterstützte die Initiative mit Öffentlichkeitsarbeit auf den städtischen Kanälen und setzt damit ein Zeichen für Offenheit und Toleranz.

8. März 2021: Mehr Frauennamen für Straßen in Herrenberg

Marien-, Käthe-Kollwitz- und Lise-Meitner-Straße sind Beispiele von Straßen, die in Herrenberg einen Frauennamen tragen. Insgesamt gibt es zehn Straßen und Wege, die an bekannte Frauen erinnern. Mehr als zehn Mal soviele sind nach Männern benannt, nämlich 104 Straßen. Auf dieses Ungleichgewicht haben die Gemeinde- und Ortschaftsrätinnen sowie die Gleichstellungsbeauftragte mit einer Aktion am 8. März 2021 hingewiesen: Am Internationalen Frauentag schmückten die Rätinnen die zehn „Frauen-Straßen“ mit einer Schleife und nannten viele weitere Frauen, die es verdient hätten, öffentlich gewürdigt zu werden.