Herrenberger Gartenvielfalt

Gemeinsam gärtnern für mehr Natur in Herrenberg

Vier Gärten laden zum Tag der offenen Gartentür am 28. Juni ein. Der Interkulturelle Gemeinschaftsgarten sagt aufgrund der extremen Wetterbedingung seine Veranstaltung ab.

Mit dem „Tag der offenen Gartentür“ stellt der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg (LOGL) die Gartenvielfalt in den Mittelpunkt. Ziel ist, das Thema Gartenkultur zu fördern. In diesem Jahr können Gärtnerinnen und Gärtner, sowie Vereine in Baden-Württemberg und weiteren Bundesländern an vier Sonntagen ihre Gartentüren für Besucherinnen und Besuchern öffnen.

In Herrenberg öffnet am 21. Juni der Garten des Obst- und Gartenbauvereins Herrenberg an der Horber Straße seine Tore und lädt zu einem informativen und genussvollem Tag ein. Am 28. Juni laden fünf weitere Herrenberger Gärten zu einem Besuch ein. Viele Gärten werden in Gemeinschaftsarbeit gehegt und gepflegt.

Viele der Herrenberger Gärten sind von engagierten Bürgerinnen und Bürgern angelegt und werden mit großem Einsatz gepflegt: der Interkulturelle Gemeinschaftsgarten in der Altstadt, der Hortus Herrenbergensis im Längenholz, der Garten des Obst- und Gartenbauvereins Herrenberg an der Horber Straße und auch der neu entstandene Hortus Animae im Falkenweg. Der zugewachsene ehemalige Schulgarten des Herrenberger Bezirksimkervereins an der Alten Steige 2020 wurde von den Vereinsmitgliedern mit Hilfe eines Bürgertopfbudgets zu einem Wildbienengarten umgebaut und zu einem neuen Insektenlebensraum aufgewertet. 2026 konnte im Rahmen der „bee green“ Fördermittel mit dem Projekt „Hortus Animae“ eine weitere Grünfläche ökologisch aufgewertet und zu einem lebendigen Begegnungsort entwickelt werden. Auch dieses Projekt wurde vollständig aus der Bürgerschaft heraus entwickelt und umgesetzt. Der Selbstversorger-Bauerngarten mit Kunstobjekten der Familie Notter wird inzwischen auch in Gemeinschaftsarbeit gepflegt und trägt den Namen Hortus Ortolani.

OSM Karte offene Gärten Herrenberg



Hortus Herrenbergensis / Foto: Holom

Der Hortus Herrenbergensis liegt im Gutleuthaustal der Stadt Herrenberg in der Nähe des Freizeitgeländes. Basierend auf einem alten Bauerngarten, wird der Hortus nach dem besonderen Konzept der Hortus-Gärten bewirtschaftet: eine Ertragszone für Gemüse, Kräuter und Beeren; eine Hotspot-Zone mit Blumenwiesen und Steingartenanlage zur Förderung von Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen; und eine Pufferzone, die den Garten mit Sträuchern, Hecken und Totholzstämmen umgibt als Schutz für Tiere. Hortus-Gärten sind nachhaltig angelegt. Es werden keine Pflanzenschutzmittel, Pestizide, Chemie, Schneckenkorn oder künstliche Dünger eingesetzt. Alle Zonen sind miteinander vernetzt und stabilisieren sich gegenseitig, es existieren möglichst geschlossene Kreisläufe. Verschiedene Naturmodule unterstützen das Hortus Konzept.

Am 28. Juni bieten die Hortus-Gärtnerinnen und -Gärtner ab 14 Uhr Führungen durch den Garten an, erläutern das Drei-Zonen-Konzept und geben Anregungen für die Gestaltung des eigenen Gartens oder Balkons. 
Weitere Informationen hier.
Interkultureller Gemeinschaftsgarten

Der Interkulturelle Gemeinschaftsgarten Herrenberg befindet sich am Schloßbergstäffele, an der Stadtmauer unterhalb des Spielplatzes, beim Wengertweg 1.
Er ist eine kleine, grüne Oase mitten in der Stadt, und wird von vielen Menschen z. B. auch für die Mittagspause als Rückzugs- und Naherholungsort genutzt.

Hier haben Bürgerinnen und Bürger ohne eigenen Garten haben die Möglichkeit zu gärtnern. Die Gartenarbeit wird geteilt, es ist so zusagen eine Art Garten „light“.
Der Garten ist für alle zugänglich ohne Zaun und ist zum angrenzenden Spielplatz nur optisch durch einen sogenannten „Naschgarten“ getrennt. In diesem Naschgarten dürfen sich die Spielplatzkinder bedienen.
Es gibt neben Gemüse- und Nutzbeeten, einen Kräutergarten, der als Lehr- und Schaugarten gestaltet ist, Blumen und Staudenbeete.
Der Garten ist ein Ort für Begegnungen: für Kleinere Veranstaltungen und Feste oder einfach, um sich nach Feierabend zu treffen.

Das Team des Gemeinschaftsgartens ist eine Gruppe interessierter, bürgerschaftlich engagierter Frauen und Männer unterschiedlicher Herkunft, die gemeinschaftlich gärtnern wollen.

Am Tag der offenen Gartentür, 28. Juni gibt es im Gemeinschaftsgarten ab 11 Uhr informative Rundgänge zu den Themen insektenfreundliche Pflanzen, Nisthilfen für Bienen, Hummelhotel. 
Das Kaffee- und Kuchenangebot lädt zum Verweilen ein.

Weitere Informationen hier.
Herrenberg OGV-Gartenanlage / Foto: Holom

Seit dem 01.04.2019 hat der OGV Herrenberg den "Hühnergarten" der Familie Kopp als Vereinsgarten gepachtet, um ihn als Lehr- und Schaugarten zu betreiben. Er liegt am Ortsausgang von Herrenberg im Dreieck Horber Straße und Ammertal-Bahnstrecke.
 
Durch beispielhafte Anpflanzungen und Bewirtschaftungstechniken soll Vereinsmitgliedern wie auch Bürgerinnen und Bürgern eine umweltgerechte Gartenbewirtschaftung nähergebracht werden. Der Vereinsgarten ist für die Öffentlichkeit zu bestimmten Zeiten zugänglich und ist auch Treffpunkt für Hocketse, Schnittkurse und besondere Aktionen.

Am Tag der offenen Gartentür, Sonntag, 21. Juni gibt es im OGV Garten ab 11 Uhr neben einem Bewirtungsangebot ein umfangreiches Beratungsangebot zu Garten-Fachthemen sowie geführte Rundgänge durch den Garten. 
 
Weitere Infomationen zum Programm hier.


Bürgerprojekt Hortus Animae

Der Hortus Animae liegt in der Falkenstraße 6 im Quartier Seele.

Mit dem Projekt „Hortus Animae“ entstand im Quartier Seele ein neuer, naturnaher Grünraum. Ausgangspunkt war eine bereits 2022 von Anwohnenden angelegte Boulebahn, die sich schnell zu einem Treffpunkt im Quartier entwickelt hat. Durch die Förderung aus dem Bürgerbudget „bee green“ konnte die angrenzende Fläche nun gezielt zu einem strukturreichen Lebensraum weiterentwickelt werden.
Die Bürgergruppe lädt ein den Drei-Zonen-Garten am Sonntag 28. Juni ab 11 Uhr zu besuchen und sich über das Hortus Konzept, das hier auf engstem Raum umgesetzt wurde, zu informieren. Und natürlich gibt es die Gelegenheit Boule zu spielen.

Weitere Informationen gibt es hier.
Wildbienengarten

Das Vereinsgelände mit Lehrbienenstand und dem Wildbienengarten des Bezirksimkervereins Herrenberg liegt an der „Alten Steige“ in der Nähe des Waldfriedhofs.
Ursprünglich als Schulgarten genutzt, wurde der Wildbienengarten im Rahmen eines Bürgrprojektes 2021-2022 angelegt.  Das Gelände wurde als Insektenlebensraum aufgewertet und mit anderen Biotopen, wie z.B. dem Hortus herrenbergensis vernetzt. Als Schaugarten in das umweltpädagogische Angebot des Vereins eingebunden, soll es zur Nachahmung anregen, Hausgärten insektenfreundlicher zu gestalten.

Der Bezirksimkerverein lädt ab 11 Uhr Besucherinnen und Besucher auf das Vereinsgrundstück mit dem Wildbienengarten an der Alten Steige ein. Im Rahmen der „Gläsernen Produktion" können Interessierte alles rund um die Honigproduktion erfahren. Erfahrene Imkerinnen und Imker geben Informationen rund um die Bienenhaltung und erläutern den komplexen Bienenstaat. Führungen durch den Wildbienengarten erklären den Lebensraum sowie das Leben der Wildbienen und geben Inspirationen für den eigenen Garten. Für Kinder gibt es ab 14 Uhr ein Bastelprogramm sowie ein Quiz und natürlich ist für das leibliche Wohl gesorgt.

Parkmöglichkeiten bestehen am Waldfriedhof, von dort sind es nur 10 min Fußweg zum Lehrbienenstand


Tag der offenen Gartentür_GB-Foto: Vecsey

In Kayh in der Herrenberger Straße 52 öffnet ein Bauerngarten mit Kunstobjekten seine Gartentür. Ehemals von der Familie Notter als Selbstversorgungsgarten bewirtschaftet wird auch hier der Garten inzwischen in Gemeinschaft gepflegt. Auf dem Programm stehen zwei Gartenführungen um 13 und um 16 Uhr. Die Mitglieder des „Hortus Ortolani“ laden zu Kaffee und Kuchen ein und bieten selbst hergestellte Kräuterdips und Säfte an.