Diesem Motto folgend soll es bei Quartiersmanagement genau darum gehen: Lebensräume mit den Bürger:innen gestalten.
Ziel der Quartiersarbeit ist es, in Zusammenarbeit mit den Bewohner:innen des Stadtteils und verschiedenen Akteuren das Quartier zu einem lebendigen Lebensraum zu entwickeln, der für alle Menschen ein Zuhause ist, in dem sie gerne wohnen, mit dem sie sich identifizieren und der sie auffängt, wenn sie alleine sind und ohne fremde Hilfe nicht mehr zurechtkommen.
Viele Bürger:innen möchten in unserer Stadt aktiv mitarbeiten. Sie wollen nicht abstrakt diskutieren, sondern mit konkretem Bezug zu ihrem Umfeld Lösungen entwickeln: Was kann ich selbst für meinen Stadtteil tun? Was können „Wir“ als Nachbarschaft füreinander tun? Wen kann ich aus der Nachbarschaft ansprechen, fragen oder um Unterstützung bitten? Hat jemand das gleiche Anliegen oder die gleiche Idee wie ich?
Das langfristige Ziel des Quartiersmanagements ist die Aufwertung des Quartiers und die Erhöhung der Lebensqualität für alle. Quartiersmanagement fungiert dabei als Schnittstelle zwischen Bevölkerung und Verwaltung. In beiden Welten ist es zuhause und kann somit Brücken schlagen.
Einerseits kennt Quartiersmanagement die Gegebenheiten vor Ort, die Bürger:innen-Gruppen und hat die stadt-und quartiersweiten Themen im Blick.
Andererseits ist Quartiersmanagement bei der Stadtverwaltung verankert, kennt damit die städtischen Verwaltungsstrukturen und die diversen Zuständigkeiten bei den jeweiligen Ämtern.
Aus der Verbindung beider Kenntnisbereiche ergibt sich die Möglichkeit, Bürger:innenanliegen in die Stadtverwaltung zu tragen und dort entsprechend zu bearbeiten. Darüber hinaus können städtische Beteiligungsprojekte passgenau(er) von der Verwaltung an die Bevölkerung herangetragen werden. So wird Beteiligung auf allen Ebenen und von verschiedensten Seiten unterstützt und gelebt.
Quartiersmanagement fungiert demnach auch als Verstärkerin der städtischen Beteiligungskultur und fügt sich damit in das städtische Leitbild ein.
In Herrenberg konnte sich die Quartiersarbeit über die letzten Jahre gut etablieren. So auch mithilfe des Projekts "Begegnung - Teilhabe - Dialoge", welches im Programm “Quartiersimpulse" unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg im Rahmen der Strategie „Quartier 2030 – Gemeinsam. Gestalten." gefördert wurde.