Presseservice

Die Stabsstelle Steuerung und Kommunikation ist für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Herrenberg verantwortlich. Sie ist Bindeglied zwischen der Verwaltung und den Medien sowie der Öffentlichkeit. Als erste Anlaufstelle für Journalistinnen und Journalisten beantwortet sie Anfragen und vermittelt Experten aus der Stadtverwaltung. In Pressegesprächen und jährlich knapp 300 Pressemitteilungen liefert sie Inhalte für die Berichterstattung von Presse, Hörfunk und Fernsehen.
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Pressemitteilungen

Bunte Vielfalt für Gültstein und ganz Herrenberg


Wie schon im vergangenen Jahr verschenkt die Stadt Herrenberg erneut Samentütchen mit einer kunterbunten Blühmischung. Die Besonderheit in diesem Jahr: Mit der Neuauflage gratuliert die Stadt dem Stadtteil Gültstein zu dessen 1250-Jahr-Jubiläum und lädt zugleich zum großen Festwochenende vom 24. bis 27. Mai ein.
 
„Lass Gültstein blühen“ – so das Motto in diesem Jahr. Aber natürlich sind auch alle anderen Herrenberger dazu eingeladen, in ihrem Garten oder auf ihrem Balkon eine eigene, kleine „Insektentankstelle“ anzulegen. Denn genau diese erwächst aus den Samentütchen, die jetzt wieder im Bürgeramt am Marktplatz, in der Volkshochschule und in der Stadtbibliothek zum Abholen ausliegen.
 
Das Aussäen ist denkbar einfach: Die Samen sollten im Mai in ein feinkrümeliges Saatbeet gestreut, leicht angedrückt und ausreichend gewässert werden. Von Juni bis September blühen die einheimischen Arten dann kräftig bunt und werden bis zu 80 Zentimeter hoch. Die Feldblumenmischung enthält unter anderem Acker-Ringelblume, Kornblume, Wucherblume, Feld-Rittersporn, Klatschmohn, Lichtnelke und Stiefmütterchen – also einen echten „Blütentraum für Topf und Garten“.
 
Was durch die Samentütchen im Kleinen und Privaten entstehen kann, wächst auf den städtischen Brachflächen auch im Großen. In den Maiwochen legt das Amt für Technik, Umwelt, Grün (TUG) rund 8.000 Quadratmeter Blumenwiesen an. „Wir wissen, wie toll diese bunten, blühenden Flächen in der Bevölkerung ankommen und deshalb ist es für uns keine Frage, dass wir die Blumenmischungen auch in diesem Jahr wieder ausbringen“, sagt der städtische Umweltbeauftragte Jürgen Baumer. Zugleich komme die Stadt damit ihrer „ökologischen Vorbildfunktion“ nach.
Diese können auch die Herrenberger Bürgerinnen und Bürger einnehmen. „Wer den Inhalt unserer Samentütchen auf Balkon oder im Garten aussäet und wachsen lässt, schafft eine Nahrungsquelle für Insekten und Schmetterlinge und leistet einen wichtigen Beitrag gegen das Insektensterben“, betont Jürgen Baumer.


Landschaftspflege mit Biss


Im Stall von Schäfer Paul Lemke war in den vergangenen Wochen schwer was los: Das Ablammen hat begonnen, langsam aber stetig gewinnt der Nachwuchs die Oberhand. Zahlenmäßig haben sie die trächtigen Muttertiere inzwischen überholt und auch was die Neugierde anbelangt, sind die Lämmchen schon jetzt ganz vorne mit dabei.
 
Zeitgleich zum Ablammen stand für den Rest der Herde der „Frühjahrsputz“ auf dem Programm: Impfen, Ohrmarken-Kontrolle, Maniküre, Pediküre - das volle Programm. Schließlich sollen die Schafe gut gerüstet ins neue Wanderjahr gehen, das in diesen Tagen beginnt.
 
Dank den milden Temperaturen können der Altinger Schäfer und seine Herde früher als in den Vorjahren den Stall verlassen und sich auf den Weg in Richtung Schönbuchhang machen. Dort finden die wolligen Vierbeiner frisches, schmackhaftes Gras auf den Flächen, die Schäfer Paul Lemke für die Grundstücksbesitzer beweidet. Er arbeitet also im Auftrag der Stadt Herrenberg und von Privatleuten, die es aus Zeitmangel oder aufgrund der extremen Steilhanglage kaum schaffen, ihr Grundstück alleine zu bewirtschaften.
 
Gewinn für beide Seiten

Von einer klassischen „win-win“-Situation spricht Jürgen Baumer, Umweltbeauftragter der Stadt Herrenberg. „Die Besitzer erhalten ein Rundum-Sorglos-Paket. Sie müssen sich nicht mehr selbst abplagen und trotzdem verbuscht ihr Grundstück nicht. Und Schäfer Lemke bekommt eine zusammenhängende Weidefläche.“ Augenzwinkernd spricht der Umweltbeauftragte der Stadt im Zusammenhang mit der Schafbeweidung von einer „Pflege mit Biss“. Die Beweidung sei die „natürlichste Art der Landschaftspflege“, sie fördere die Artenvielfalt auf unnachahmliche Art und Weise - nicht nur in der Pflanzen-, sondern auch in der Tierwelt. „Auf dem selten gewordenen Mager- und Trockenrasen entsteht auch mal ein Ameisenhügel und der lockt wiederum Spechte an“, nennt Jürgen Baumer ein Beispiel. Ein anderes: Durch den zurückgedrängten Bewuchs kommt mehr Licht auf die Wiese, was allerlei seltenen Orchideenarten gefällt. „Die Schafbeweidung ist einfach die ökologisch wertvollere Alternative zum Mulchen“, bringt es Baumer auf den Punkt.
 
Nicht nur im Ammertal sind Schäfer Lemke und seine Schafe unterwegs. Sein Einzugsgebiet erstreckt sich über den kompletten Westhang des Schönbuchs. Beginnend bei Kayh und Mönchberg, über das Gültsteiner Baumfeld bis hin zum Roten Meer auf dem Schlossberg hoch über Herrenberg. Von dort wandert die Herde traditionell über die Schafwäsche am Ende des Mähdertals und über das Goldersbachtal durch den Schönbuch bis nach Reusten. Von dort geht es über den Kochartgraben zurück ins heimische Altingen – und die Tour beginnt von neuem.
 
Weitere Weideflächen gesucht
Gerne beziehen die „fleißigen Mitarbeiterinnen“ von Schäfer Lemke künftig weitere Weideflächen in ihren Rundgang ein. Haben Sie ein Grundstück, das im genannten Einzugsgebiet liegt? Haben Sie Freude daran, ihre Wiese auf natürliche Art zu erhalten und pflegen zu lassen? Dann nehmen Sie Kontakt auf mit dem Umweltbeauftragten der Stadt, Jürgen Baumer.
 
Weitere Informationen zur Schafbeweidung auf Herrenberger Gemarkung enthält ein Flyer, der in den Bezirksämtern von Mönchberg, Kayh und Gültstein ausliegt und der an der Infotheke des Bürgeramtes am Marktplatz erhältlich ist.

Landschaftspflege mit Biss
 

Gültsteiner Geschichte von 769 bis 2019


Es ist mit 745 Seiten das umfangreichste der bisher fünf vom Stadtarchiv Herrenberg herausgegebenen Ortsbücher: das jetzt erschienene Ortsbuch für Gültstein, dem am frühesten belegten Ort im alten Landkreis Böblingen. 23 Autorinnen und Autoren sowie weitere Helfende haben mit ihrem großen Engagement an seinem Entstehen mitgewirkt und hervorragende Arbeit geleistet.

Nach einem Artikel von Eberhard Merk vom Hauptstaatsarchiv Stuttgart über das Gültsteiner Wappen beginnt der chronologische Gang durch die Geschichte mit einer geologischen Zeitreise um Gültstein, in der Dr. Joachim Eberle von der Universität Tübingen auch erklärt, warum die Ammer ein „sterbender Fluss“ ist und warum er die Lage Gültsteins aus geologischen, naturräumlichen und bodenkundlichen Gesichtspunkten als außerordentlich günstig beurteilt.

Dr. Christoph Morrissey vom Tübinger Büro-Südwest schließt bei den ersten Spuren einer jungsteinzeitlichen Siedlungstätigkeit an und arbeitet systematisch die Fundplätze auf der Gültsteiner Markung bis ins frühe Mittelalter, bis zum Einsetzen schriftlicher Überlieferung, auf. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass eine der ältesten bäuerlichen Siedlungen im Gäu auf der Anhöhe des Gültsteiner Gewanns „Kampfhans“ lag.


Gültstein im Mittelalter

Dr. Roman Janssen widmet sich dann in einem umfangreichen Beitrag dem Mittelalter Gültsteins, angefangen von der Ersterwähnung im Lorscher Schenkungsbuch im Jahr 769 bis zum Übergang zur Neuzeit mit dem Aufstand des sogenannten Armen Konrads und dem Bauernkrieg. Er beleuchtet darin die Umstände der Erstnennung Gültsteins und charakterisiert den Ort als Unterzentrum des Nagoldgaus zu einer Zeit, als es Herrenberg noch nicht einmal gab.

Der Artikel von Dr. Stefanie Albus-Kötz widmet sich verschiedenen Aspekten der Geschichte des 16. und 17. Jahrhunderts und damit einer Zeit, in der das Leben in Gültstein von Hunger, Krieg, Verwüstungen und Tod geprägt war.

Dr. Claudia Nowak-Walz aus Nufringen – zusammen mit Andrea Scholz-Rieker Lektorin des Bandes - schrieb den Beitrag zum 18. Jahrhundert, das für die Gültsteiner Bürgerinnen und Bürger durch erhöhte Steuerlast im Zuge des Absolutismus - Herzog Eberhard Ludwig musste etwa den Bau seines Schlosses in Ludwigsburg finanzieren -  durch Betonung der Kirchenzucht, Pietismus und Separatismus in Glaubensdingen, aber auch durch den verheerenden Ortsbrand 1784 charakterisiert ist.

Bau der Ammertalbahn

Die Winnender Stadtarchivarin Michaela Couzinet-Weber deckt den Zeitraum von 1806 bis zum Ende des Kaiserreichs 1918 ab. Besonders wichtig war in diesem Zeitraum sicherlich der Bau der Ammertalbahn, mit dem 1907 begonnen wurde und der mit der Inbetriebnahme 1909/10 endete.

Dr. Marcel vom Lehn – Autor des elften Bandes der Herrenberger Historischen Schriften zur NS-Zeit in Herrenberg – untersucht die Zeit von Weimarer Republik, Nationalsozialismus und junger Bundesrepublik in Gültstein und führt dabei den großen Erfolg der Nationalsozialisten auf eine gewisse Demokratie- und Politikferne im bäuerlichen Milieu zurück.

Die Zeit der Eingemeindung vor 1975 und die damit verbundenen Konflikte arbeitet schließlich erstmals systematisch der gebürtige Gültsteiner Gerd Braitmaier auf, der dafür akribisch die Akten, Gemeinderatsprotokolle und den Gäubote im Stadtarchiv ausgewertet hat.

Alois Plümper, der ehemalige Gültsteiner Ortsvorsteher, beendet schließlich den Gang durch die Geschichte mit der jüngsten Zeit seit der Eingemeindung und geht dabei vor allem auf die rasante wirtschaftliche und strukturelle Entwicklung des Ortes ein.

Brand von 1784

Es folgen facettenreiche Beiträge zu Einzelaspekten der Gültsteiner Vergangenheit und Gegenwart. So kartiert der gebürtige Gültsteiner Joachim Kresin – jetzt Stadtarchivar in Schwetzingen - in seinem die Jahrhunderte durchschreitenden Aufsatz zur baulichen Entwicklung Gültsteins z. B. den bei dem Brand von 1784 abgebrannten Bereich des Ortes, zeichnet den Wiederaufbau nach, bietet eine Auflistung der weiteren Gültsteiner Brandfälle und endet bei den Folgen der Ortskernsanierung.

Tilman Marstaller, der Rottenburger Bauforscher, bietet einen Rundgang durch die historischen Gebäude in Gültstein, wobei er zunächst die Peterskirche in den Blick nimmt und mit einer Neudatierung des Turmes aufwarten kann, der noch im Kirchenführer als romanisch bezeichnet wurde, aber offenbar erst aus der Zeit um 1430 stammt. Marstaller betont auch die Bedeutung des Erhalts der wenigen noch verbliebenen historischen Gebäude in Gültstein als historische Quellen zu den Lebensbedingungen im Ort seit dem 15. Jahrhundert.

Wald und Flurnamen

Hansjörg Dinkelaker, ehemals Leiter des Forstamts Herrenberg, beleuchtet den Gültsteiner Wald, der erst 1833 vom Mönchberger Wald getrennt wurde, in allen Facetten und geht dabei auf Waldnutzung, hauptsächliche Baumarten, Jagd und vieles mehr ein.

Wolfgang Wille aus Mössingen hat mit großer Akribie die Gültsteiner Flurnamen zusammengestellt und erklärt, die teilweise bereits im Hirsauer Codex aus der Zeit um 1125 auftauchen und von denen 22 auch später noch nachweisbar bleiben.

Auch das Gültsteiner Alltagsleben im 20. Jahrhundert kommt durch die von Ingrid Haudek und Walter Wolf konzipierten Fotoseiten nicht zu kurz, sondern wird reich mit teilweise noch unveröffentlichten Abbildungen illustriert, die nach mehreren Fotoaufrufen hauptsächlich aus den Fotoalben der Gültsteinerinnen und Gültsteiner, die diese dankenswerterweise geöffnet haben, stammen.

Auch Dr. Ingrid Helber aus Balingen beleuchtet auf der Grundlage einer Auswertung der im Ortsarchiv Gültstein aufbewahrten Inventuren und Teilungen - einer der spannendsten Quellentypen der Kommunalarchive - das Leben im Dorf, die Gültsteiner Sozialstruktur, Berufe oder auch den Wandel der Gültsteiner Tracht in der Zeit vom 17. bis 19. Jahrhundert.
 

Wein aus Gültstein und Mönchberg

Die Weinbauexpertin Dr. Christine Krämer aus Stuttgart untersucht den erstmals 1125 im Hirsauer Codex belegten Weinbau von Gültstein und Mönchberg – beide Orte wurden ja erst 1833 verwaltungsmäßig getrennt. Es waren sicherlich keine Spitzenweine, die hier wuchsen, aber man baute auch bessere Sorten, nämlich Traminer und Muskateller oder Klevner, an. Durch Verwüstungen und Personalmangel in der Folge des 30-jährigen Krieges und zusätzliche Klimaverschlechterungen wurde schließlich 1772 der letzte Weinberg in Mönchberg gerodet.

Sehr lesenswert sind zudem die kleineren Beiträge von Volker Mall, Vorstandsmitglied der KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen, zum Abschuss eines alliierten Jagdflugzeugs während des 2. Weltkriegs; des Gültsteiners Andreas Ormos zur Eingliederung der Flüchtlinge und Vertriebenen am Ende des 2. Weltkriegs; von Ortsvorsteher Gerhardt Kauffeldt zu der seit 1970 bestehenden Partnerschaft mit Amplepuis; von Ortschaftsrätin Maya Wulz zum Kampf der Bürgerinitiative „Vermeiden statt Verbrennen“ gegen die geplante Sondermüllverbrennungsanlage und schließlich der humorvolle Beitrag von Dr. Wolfgang Wulz zu den Gültsteiner Necknamen.


Gültsteiner Persönlichkeiten

Am Ende des Bandes stehen Biographien besonderer Gültsteiner Persönlichkeiten wie des überregional bedeutenden Eisenbahnpioniers Otto Kapp von Gültstein, der sich in Gültstein ein Sommerhaus, das Schlössle, baute, oder aber auch von Emma Binder, der örtlichen Tante-Emma-Laden-Besitzerin, oder des ehemaligen Bürgermeisters Gottlob Wohlbold.

Last but not least sind noch die Beiträge der zahlreichen Vereine, Gruppierungen und Einrichtungen Gültsteins zu nennen, die ebenfalls einen sehr wichtigen Teil des Ortsbuchs ausmachen, prägen doch diese das aktuelle örtliche Leben mit und machen es durch ihr Engagement bunt, lebendig und vielfältig.

Das neue Ortsbuch ist bei den Herrenberger Buchhandlungen Schäufele und Papyrus, im Stadtarchiv Herrenberg, dem Bezirksamt Gültstein sowie am Infopoint im Bürgeramt jeweils zu den üblichen Öffnungszeiten bis Ende Mai 2019 zum Preis von 33 Euro zu erhalten. Danach kostet es 42 Euro.

Haben Sie Fragen an das Stadtarchiv oder möchten Sie alte Unterlagen, Briefe, Fotos oder Tagebücher abgeben? Dann wenden Sie sich gerne unter der Telefonnummer 07032 954633-0 oder archiv@herrenberg.de an das Stadtarchiv.

Spielerisch schneller ans Ziel gelangen


Die Wirtschaftsförderung der Stadt Herrenberg lädt zum 24. Gründungsmeeting am Dienstag, 23. April, im Coworking Space im Amselweg 1 ein. Die Veranstaltung bietet besonders Gründerinnen, Gründern und Interessierten die Möglichkeit, sich auszutauschen. Los geht es um 18 Uhr.
 
Mit spielerischen Methoden erreicht man sein Ziel schneller, besser und kreativer, davon ist Thomas Melchinger überzeugt. Als Organisationsentwickler setzt er bewusst auf Spiele und erfahrungsorientierte Komponenten, um auch die unterbewussten Kompetenzen in jedem Einzelnen zu aktivieren. Wie bunte Lego-Steine dabei helfen können, ein Geschäftsmodell mit viel Spaß zu entwickeln oder zu überprüfen, wird er in seinem Vortrag "Business Modelling mit der LEGO® Serious Play® Methode" vorstellen.
 
Das Gründungsmeeting findet monatlich, immer am vierten Dienstag im Monat, statt. Ziel des Angebots ist es, eine Plattform für Gründerinnen, Gründer und Gründungsinteressierte zu bieten, um neue Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen in entspannter Atmosphäre auszutauschen und das persönliche Netzwerk auszubauen. Bei dem Stammtisch steht der Austausch im Vordergrund. Auch beim 24. Gründungsmeeting ist für eine Kleinigkeit zum Essen und Trinken gesorgt. Alle, die sich für das Thema Gründung interessieren, sind herzlich willkommen.
 
Eine Anmeldung über die städtische Homepage www.herrenberg.de/termine ist erforderlich.

Waldweide im Herrenberger Stadtwald


Eine kleine Gruppe Galloway-Rinder wird ab voraussichtlich Ende Mai im Herrenberger Stadtwald weiden. Auf einer rund sieben Hektar großen Fläche im Gewann Sauhägle bei Kayh-Mönchberg werden die Rinder im Sommerhalbjahr den Naturpark Schönbuch bereichern. Für Umwelt und Naturschutz, Naherholungssuchende und Wanderer hat die Waldweide viele positive Effekte.
 
Über viele Jahrhunderte stellte die Waldweide auch im Herrenberger Stadtwald eine übliche Nutzungsform dar; Namen wie „Sauhägle“ oder „Rosshau“ erinnern heute noch daran. So wurde das Sauhägle bereits früher als Weidefläche für Hausschweine genutzt. Heute befindet es sich größtenteils auf der Gemarkung Gültstein; ein kleinerer Teil liegt auf der Gemarkung Herrenberg. In diesem Bereich ist die lichte Waldweidefläche mit einzelnen alten Bäumen und Baumgruppen entstanden.
 
Wer sich daher dieser Tage in diesem Bereich im Wald bewegt, wird den durch den städtischen Forstbetrieb licht gestellten Wald entdecken. Das Konzept für die Waldweide wurde in enger Kooperation mit dem Kreisforstamt Böblingen, dem Naturpark Schönbuch und zahlreichen zu beteiligenden Fachbehörden erarbeitet.

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Der Weidewald ist gut für die biologische Vielfalt im Herrenberger Stadtwald, wie einer Infotafel zu entnehmen ist.


Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere

Die Waldweide stellt mit Blick auf die Belange von Umwelt- und Naturschutz eine Bereicherung dar: Sie zeigt, wie vielfältig der Herrenberger Stadtwald in seiner Vergangenheit genutzt wurde, und bietet vielen seltenen Pflanzen und Tieren neuen Lebensraum. Waldvögel, wie Baumpieper, Grauspecht, Wiedehopf und Kuckuck, aber auch Insekten, Fledermäuse, Amphibien und Reptilien profitieren von den lichten und offenen Strukturen der Waldweide. Naturschutzfachlich ist es daher ein wichtiges Ziel durch „lichte Wälder“ einen Sonderlebensraum für diese so genannten Lichtwaldarten zu schaffen und so die Biodiversität zu erhöhen.
 
Auch für Naherholungssuchende und Wanderer ist die Waldweide im Naturpark Schönbuch ein Gewinn. Nicht zuletzt sprechen auch landeskulturelle Gründe dafür, auf einer begrenzten Fläche die historische Schönbuchlandschaft wiederherzustellen und mit einer aktiven Beweidung erlebbar zu machen. „Mit der Waldweide betreiben wir also Heimatkunde im besten Sinne“, sagt Reinhold Kratzer, der Leiter der Kreisforstamtes.


Nutzungsform mit Geschichte

Bis ins 19. Jahrhundert grasten Pferde, Esel, Rinder, Ziegen und Schafe im Wald, Schweine gruben nach Eicheln und die Hirten und Gemeinden stritten sich um die besten Weideplätze. „Der Grenzweg zwischen dem Herrenberger und Hildrizhauser Wald heißt nicht umsonst Streitweg“, weiß Reinhld Kratzer. „Bisweilen muss es ziemlich laut zugegangen sein im Wald“, ist er überzeugt. Hierfür spreche etwa die große Zahl an Weidevieh: Im Jahr 1714 gab es im Schönbuch (ohne den Bebenhäuser Klosterwald) 15.046 Weidevieh in 117 Herden.


Schafwäsche, Schinderklinge, Schinderwasen

Nicht nur Namen wie „Sauhägle“ oder „Rosshau“ erinnern heute noch daran, dass die Waldweide auch im Herrenberger Stadtwald über viele Jahrhunderte eine übliche Nutzungsform darstellte: „Im Bereich der Schafwäsche im Mähdertal kann man heute noch die Steinplatten im Bachgrund erkennen, auf denen die Schäfer ihre Tiere vor der Schur gereinigt haben“, berichtet Karatzer. In einer Forstkarte von 1798 ist direkt daneben ein Herrenberger Viehhaus verzeichnet. Auch die Abteilung Stellberg an der Hildrizhauser Straße, auf dem heute der Schönbuchturm steht, lasse ehemalige Stallungen oder Unterstände im Wald vermuten.
 
Die „Schinderklinge Richtung Kayher Tal und der „Schinderwasen“ im Kuppinger Wald markieren die Orte, an denen tote Tiere „auf den Schinder geworfen“, also entsorgt wurden. „Talwiesenhau“, „Waldwiesenhau“ und „Heuweg“ waren Flächen, die zu Weidezwecken vollständig gerodet waren. „Reste dieser einst ausgedehnten Wiesen finden sich heute noch im Mähdertal, im Kayhertal und im Goldersbachtal“, so Kratzer.


Goethe über den Schönbuch

Dass der historische Schönbuch aufgrund von Waldweiden und intensiver Holznutzung lange Zeit ein lichter Wald war, notierte auch Goethe. Als der Dichter 1797 auf einer Reise in die Schweiz den Schönbuch durchquerte, schrieb er: „Einzelne Eichbäume stehen hier und da auf der Trift.“
 
Kurz darauf, im 19. Jahrhundert, wurde es durch die Einführung einer planmäßigen und systematischen Forstwirtschaft nach und nach still im Wald. Später erhielt der Wald als großflächiges Erholungsgebiet insbesondere eine zunehmende Bedeutung.


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Auf dieser Waldweideflächen im Schönbuch weiden demnächst Galloway-Rinder.

Streetfood Fiesta


Herrenberg steht ein kulinarisch-musikalisches Osterspektakel bevor: Vom 20. bis 22. April verwandelt sich der Graben in eine stimmungsvolle Genuss- und Eventmeile mit internationalen Spezialiäten, DJs und Live-Musik.
 
Zur Streetfood Fiesta rollen zahlreiche Foodtrucks an: Vom Pulled Pork Burger über mexikanische Wraps und schwäbische Maultaschen bis hin zu italienischem Spanferkel – die Besucherinnen und Besucher können sich auf Spezialitäten aus der ganzen Welt freuen. Viele kleine Stände mit Garküchen und Getränken ergänzen das kulinarische Programm. Außerdem treten an allen drei Tagen Bands und DJs auf. Am Samstag sorgt die Herrenberger Kneipennacht zusätzlich für Stimmung und Unterhaltung.
 
Das Festival findet in Kooperation mit dem Herrenberger Stadtmarketing e.V. statt, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Attraktivität Herrenbergs zu stärken. Mehr erfahren: www.herrenberg-stadtmarketing.de.
 

Streetfood Fiesta

20. bis 22. April
Auf dem Graben
Freier Eintritt

Öffnungszeiten

Samstag: 18 bis 22 Uhr
Sonntag: 11 bis 22 Uhr
Montag: 11 bis 18 Uhr

Lästig und hässlich: Wilder Müll


Gültstein feiert in diesem Jahr sein 1250-jähriges Jubiläum und die Stadt Herrenberg tut viel dafür, dass der Ortsteil eigens aus diesem Anlass optisch aufgewertet wird. An den Ortseingängen wurden Blumenzwiebeln gesteckt, an der Grundschule ein „Jubiläumsbaum“ gepflanzt. Neue Pflanzbeete wurden angelegt und die bestehenden Beete neu bepflanzt. Plattenbeläge wurden ausgebessert, der beschädigte Partnerschaftsbaum ausgetauscht und neue Unterflurmülleimer aufgestellt.
 
Im krassen Gegensatz zu diesen Bemühungen steht die Situation, die die Mitarbeiter des Amts für Technik, Umwelt, Grün (TUG) der Stadt Herrenberg jüngst angetroffen haben: Übervolle Müllsäcke, die auf der öffentlichen Fläche an der Ecke Kappstraße/Gänsbergring/ Tailfinger Straße in Gültstein abgelegt wurden - oder vielmehr wild entsorgt wurden.

Immer mehr wilder Müll

Dies ist kein Einzelfall – und kommt keineswegs nur in Gültstein vor. Auch in der Kernstadt, in den anderen Herrenberger Teilorten, auf den Feld- und Spazierwegen rund um die Mitmachstadt wird regelmäßig wilder Müll entsorgt. Nicht immer säckeweise, wie in diesem Fall. Doch die Menge an achtlos weggeworfenen Verpackungen, leeren Flaschen, Tetra Paks, Taschentüchern oder auch vollen Hundekot-Tüten nimmt stetig zu.
Ein Trend, dem die für die Stadtreinigung zuständigen Mitarbeiter des TUGs nur schwer Herr werden können. Zugleich ein Trend, dem sich die Mitstreiter der Bürgergruppe „Aktiv gegen Müll“ mit viel Elan und ehrenamtlichem Engagement entgegen stemmen.

Bürgergruppe „Aktiv gegen Müll“

Im vergangenen Herbst hat sich die Gruppe zum ersten Mal getroffen. Herrenbergerinnen und Herrenberger, die nicht akzeptieren wollen, dass ihre Heimatstadt und die Landschaft drum herum durch wilden Müll verschandelt werden. Die sich um die Gesundheit ihrer Hunde und um den Erhalt der Natur- und Kulturlandschaft sorgen. Bürger, die aber lieber mit kreativen Aktionen statt mit erhobenem Zeigefinger und schimpfend auf das ebenso lästige wie hässliche Treiben der Müll-Chaoten aufmerksam machen und die Herrenberger Gemarkung dabei gleich vom wilden Müll befreien.

Jetzt mitmachen

Die Bürgergruppe „Aktiv gegen Müll“ freut sich über weitere Mitstreiter. Alle, die Interesse haben, sich zu engagieren oder die kreative Ideen haben, wie man dem Thema „wilder Müll“ begegnen könnte, können sich entweder unter der Mailadresse aktiv-gegen-muell@freenet.de direkt mit der Gruppe in Verbindung setzen oder aber unter Telefon 07032/201 8971 oder unter BE@herrenberg.de per Mail beim Team für Beteiligung und Engagement melden. Ein Kontakt zur Gruppe wird dann hergestellt.

Sommerfarben: 20 Jahre Kulturgenuss


Mit Musik, Kunst und Comedy feiert Herrenberg in diesem Jahr die 20. Auflage der Sommerfarben: Vom 5. bis 21. Juli bringt das Kulturfestival Farbe in die Stadt. Das Programmheft liegt ab Donnerstag an verschiedenen Stellen in Herrenberg aus; Tickets sind ebenfalls ab Donnerstag erhältlich.
 
Anlässlich des Jubiläums haben die Sommerfarben ein neues, farbenfrohes Design bekommen. Und nicht nur optisch hat sich einiges getan – das Jubiläum wird mit einem ganz besonderen Konzert gefeiert: Eine deutschsprachige Künstlerin, die bereits auf Platz 1 der deutschen Charts war, kommt am Samstag, 13. Juli, nach Herrenberg. Wer der Überraschungsgast ist, wird erst am 3. Juni verraten. Und natürlich gibt es auch in diesem Jahr noch viele weitere Highlights.

Musik

Bereits zum sechsten Mal ist die Mannheimer Popakademie zu Gast in Herrenberg: Am ersten Samstag heizen zwei junge Bands – Bruckner und Provinz – umsonst und draußen auf dem Marktplatz ein. Der Spanische Sommerabend des GastroNet bringt südländisches Flair in die Herrenberger Altstadt: Bei einem Doppelkonzert von Las Migas und Café del Mundo trifft hier Flamenco auf die Küche Spaniens. Jazzfans können sich auf den Freiburger Jazzchor freuen, der Lieder in mehreren Sprachen, darunter Englisch, Japanisch und Afrikanisch, singt. Die Stuttgarter Band Bigger Bang hat sich der Musik der Rolling Stones verschrieben.
 
Das Glocken- und Carillonkonzert begibt sich anlässlich des 500. Jahrestags des Herrenberger Altars auf die Spuren des Künstlers Jerg Ratgeb. Die Bigband Herrenberg präsentiert ein Programm mit Swing, Latin und Rockjazz. Auf eine Reise mit schönen und beeindruckenden Melodien aus sowie über Europa nimmt die Stadtkapelle ihr Publikum mit. Beim Musikschultag bringen Schülerinnen und Schüler der Musikschule Herrenberg die Altstadt zum Klingen. Folk und französische Chansons, Pop und Rock können die Gäste beim Straßenmusikfestival vor der einzigartigen Kulisse der Herrenberger Altstadt genießen.

Kunst

Zwei Publikumslieblinge locken am ersten Samstag im Juli wieder viele Kunst- und Kulturinteressierte nach Herrenberg: Die Straßengalerie hüllt die Innenstadt in Kunst, der Kunsthandwerkermarkt bietet kreativen Köpfen eine Plattform.

Theater & Comedy

Neben Musik und Kunst gehören auch Theater und Comedy zum festen Bestandteil der Sommerfarben: Die Herrenberger Bühne führt ein selbst entwickeltes Stück über den Maler Jerg Ratgeb in musikalischer Begleitung durch den Chor Klang-Zeit auf. Comedyfans sind bei Baden-Württemberg macht Spass – präsentiert von SWR1 – richtig: Christoph Sonntag, Helge und das Udo, Lisa Fitz sowie das Vereinigte Lachwerk Süd mit Ernst Mantel und Werner Koczwara strapazieren auf zwei Bühnen die Lachmuskeln. Das Duo Luna Tic unterhält mit „Klavierakrobatikliederkabarett“: Mit leisen und lauten Chansons gehen die beiden Künstlerinnen mit ihrem „Radio Luna-tic“ auf Sendung.

Kinder & Familien

Kinder und Familien können sich auf „Meister Eder und sein Pumuckl“ und die Kinderkantorei freuen.

Stadtfest

Zum Abschluss der Sommerfarben heißt es wieder: Drei Tage Festtagslaune beim Stadtfest in der Altstadt.

Programmheft & Tickets

Das Programmheft liegt ab Donnerstag an verschiedenen Stellen in der Stadt aus. Tickets gibt es ebenfalls ab Donnerstag beim i-Punkt am Marktplatz, beim Gäubote im Bronntor, telefonisch unter 07151 98189-0 sowie online unter www.reservix.de.

Schulerfolg und Integration


Im Rahmen der städtischen Fortbildungsreihe „Qualifiziert.Engagiert“ laden Alexander Riegler und Silke Würth aus der Jerg-Ratgeb-Realschule für die Herrenberger Schulen zu einem Themenabend über Unterstützungsmöglichkeiten bei der Integration in das Schulwesen ein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 11. April, um 19.30 Uhr im Musiksaal der Schule statt. Dabei werden Erfahrungen aus anderen Kommunen sowie das Elternmentorenprogramm der Elternstiftung Baden-Württemberg vorgestellt.
 
Alle interessierten Ehrenamtlichen und Fachkräfte sowie die Personen mit Zuwanderungsgeschichte, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen in Sachen Bildung weitergeben wollen, sind herzlich willkommen zur kostenlosen Teilnahme an der Veranstaltung. Das Ziel ist durch neue Wege der interkulturellen Elternarbeit die sprachlichen und kulturellen Unterschiede zu überwinden und so die Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte besser zu unterstützen.
 
Der Fortbildungsabend soll dazu beitragen, in einen direkten und offenen (Erfahrungs-) Austausch über diese Fragestellungen zu kommen, Modelle anderer Kommunen kennenzulernen und für Herrenberg passende Strukturen anzudenken. Wegen der begrenzten Plätze ist eine Anmeldung per Telefon (07032 27030) oder E-Mail (anmeldung@vhs.herrenberg.de) nötig.
 
Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie ein regelmäßiger und funktionierender Austausch zwischen Elternhaus und Schule sind eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen von Kindern und Jugendlichen. Nicht immer gelingt diese Partnerschaft auf Anhieb und die Zurückhaltung der Eltern wird fälschlicherweise als mangelndes Interesse am schulischen Erfolg ihrer Kinder verstanden.
 
Doch die Gründe sind mannigfaltig und liegen häufig in kulturellen und sprachlichen Unterschieden. So haben manche Eltern selbst ein anderes Schulsystem durchlaufen und sind mit schulischen Abläufen und Übergängen, Erwartungen zum Beispiel in Bezug auf Hausaufgaben, Lernen im häuslichen Umfeld sowie mit den Rechten und Pflichten wenig vertraut. Verständnisschwierigkeiten und Verunsicherung sind eine häufige Folge.
 
Die Institution Schule wünscht sich eine gelingende Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule, damit sprachliche Barrieren überwunden werden und Bildungserfolg und Integration gelingen können. Wie können Eltern, Lehrende und Ehrenamtliche im Sinne des Kindes zusammenarbeiten? Welche Strukturen sind nötig? Wie gelingt der Perspektivwechsel und welche tiefergehende Qualifizierung ist für die Zusammenarbeit nötig? 

Zeit für Wiedermutmachung


Ein Klangteppich in dem Menschen ihr mutiges Handeln reflektieren begrüßt Besucherinnen und Besucher in der Stadtbibliothek. Im Jugendbuchbereich schallen Kinderstimmen über Mutsituationen sowie mutige Geschichten aus der Kindheit aus orangenen Röhren. Warum nicht gleich in ein altes Mostfass klettern und dort einer Geschichte lauschen? Oder den Pfeilen über den Hof in die Volkshochschule folgen, einen Kopfhörer aufsetzen und auf Start drücken? 
 
Weit über 200 Menschen folgten trotz schlechtem Wetter der Einladung zur Vernissage der Ausstellung „Nur Mut – Herrenberger Geschichten“ am 15. März. Neben einem unterhaltsamen Eröffnungsteil bekamen sie als erstes die frisch fertiggestellte Ausstellung in Volkshochschule und Stadtbibliothek zu sehen. Seitdem nutzten zahlreiche Interessierte die Chance Herrenberger Stimmen über Mut und Zivilcourage zu lesen, zu hören und sich auf die bewegenden Geschichten einzulassen. Sie regen zum Nachdenken an und inspirieren vielleicht auch zu eigenem Handeln.
 
Die Ausstellung ist ein Projekt von Demokratie leben, das vom Bundesfamilienministerium gefördert wird. Das Team Beteiligung und Engagement hat dafür im Ludwig-Uhland-Institut der Universität Tübingen einen versierten Kooperationspartner gefunden. In der Ausstellung werden Fragen aufgeworfen, wie: Wird Liebe aus Mut gemacht? Wie viel Größe braucht Mut? Wie viel „ich“ steckt in „mutig“? Machen schwierige Zeiten Menschen mutiger? Wie viel Mut braucht Engagement? Dabei geht es weniger darum Antworten zu liefern, als sich auf die Erzählungen der Herrenbergerinnen und Herrenberger einzulassen, die sie auf ihre Art und Weise beantwortet haben oder beantworten mussten.
 
Laden Sie Ihr Muthaben auf! Die seh- und hörenswerte Schau ist noch bis Mittwoch, 24. April, in der Stadtbibliothek und Volkshochschule zu sehen.  
 

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag 13:00 bis 17:00 Uhr. Ostersonntag und Ostermontag von 13:00 bis 17:00 Uhr. Karfreitag und Ostersamstag geschlossen.

Parkmöglichkeiten am Sonntag


Zum Handwerkermarkt und verkaufsoffenen Sonntag am 10. April werden zahlreiche Gäste in der Herrenberger Innenstadt erwartet. Zur Anreise empfiehlt die Stadtverwaltung öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen und gibt folgenden Überblick über die Parkmöglichkeiten:
 
Zur Verfügung stehen die Parkplätze an der Stadthalle und ein der Parkplätze an der Viehversteigerungshalle. Außerdem gibt es weitere Parkmöglichkeiten an der Aischbachstraße und Schießmauer. Die provisorischen Parkplätze an der alten Kreisstraße Richtung Affstätt sind wieder ausgeschildert. Zusätzlich stehen Firmenparkplätze der Firma Feinmetall in der Zeppelinstraße 8 sowie das Gelände der ehemaligen Tankstelle Huber in der Kalkofenstraße (zwischen Nagolder Straße und Kalkofenstraße) zur Verfügung.

Wann und wo fährt der Stadtbus?


mehr erfahren

Was denken Sie über Photovoltaik?


Haben Sie eine Photovoltaikanlage? Wie kann der Strom einer Photovoltaikanlage verwendet werden? Wieviel Geld würden Sie für solch eine Anlage ausgeben? Fragen wie diesen geht eine Umfrage nach, die die Studentin Caroline Vollmer im Rahmen ihrer Bachelorarbeit derzeit macht. Alle, die in Herrenberg wohnen, können noch bis zum 21. April an der Online-Umfrage teilnehmen.
 
Ziel ist es, ein Meinungsbild und die Akzeptanz von Photvoltaik in der Herrenberger Bevölkerung zu ermitteln. Die Ergebnisse der Umfrage fließen direkt in die Arbeit der Stabsstelle Klimaschutz ein: Auf ihrer Grundlage wird die Studentin Caroline Vollmer in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Klimaschutz Strategien zum Ausbau der erneuerbaren Energieerzeugung und -versorgung in Herrenberg ausarbeiten.
 
Caroline Vollmer studiert „Erneuerbare Energien“ an der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg. Ihre Bachelorarbeit thematisiert die Sensibilisierung der Bevölkerung im Bereich Photovoltaik am Beispiel der Stadt Herrenberg. Die städtische Klimaschutzmanagerin Lisa Bartholomä betreut ihre Arbeit.
 

Noch bis 21. April mitmachen

Die Umfrage hat 15 Fragen und dauert etwa fünf Minuten. Die Antworten bleiben anonym und werden vertraulich ausgewertet. Alle Interessierten können noch bis Sonntag, 21. April, daran teilnehmen unter: www.umfrageonline.com/s/herrenberg_pv

Mit Jerg Ratgeb durch die Stadt


Jerg Ratgeb zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlern des 16. Jahrhunderts. Zur Erinnerung an diesen Künstler hat eine Bürgergruppe in Herrenberg einen Skulpturenpfad geplant und dafür 25 Werke namhafter Künstler aus Baden-Württemberg und darüber hinaus gewonnen. Bei einer kostenlosen Führung am Donnerstag, 11. April, mit Elena Hocke, stellvertretende Leiterin der Herrenberger Volkshochschule, bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick in die unterschiedlichen bildhauerischen Materialien und Techniken, welche die Bildhauer bei den verschiedenen Skulpturen angewandt haben. Treffpunkt für die Führung ist um 16 Uhr am Bahnhofsvorplatz. Der Skulpturenpfad beginnt am Bahnhof und führt durch die Altstadt bis zum Schlossberg hinauf. Festes Schuhwerk wird empfohlen.

Nachbarschaftliches Miteinander stärken


Die Quartiersmanagerin der Stadt, Ines Böttcher, wird im April und Mai 2019 als Ansprechpartnerin auf dem Herrenberger Wochenmarkt sein.

„Um die Menschen in ihrer direkten Nachbarschaft zu vernetzen und aktiv in das Geschehen der Stadt einzubinden ist es wichtig, sie über die aktuellen Themen zu informieren. Nur dann können die Bewohnerinnen und Bewohner sich aktiv an den aktuellen Projekten der Stadt beteiligen und die eigenen Wünsche und Anliegen einbringen“, sagt Ines Böttcher. Sie ist sehr gespannt zu hören, was die Bürgerinnen und Bürger bewegt und interessiert.  

Bürgerinnen und Bürger, die Themen aus der Altstadt besprechen möchten, erreichen die Quartiersmanagerin Ines Böttcher per Telefon 07032 201 88 71 und E-Mail unter i.boettcher@herrenberg.de. Im April und Mai ist sie auch auf dem Herrenberger Wochenmarkt anzutreffen. Die Termine im April sind: 9., 13., 20., 23., 27. und 30. April. Die Mai-Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Auf dem Handwerkermarkt am kommenden Sonntag, 7. April, findet man die Quartiersmanagerin am gemeinsamen Stand mit dem Stadtmarketing Verein.



Nistkästen für künftige Freizeitanlage im Längenholz


Der Frühling und damit die brütenden Vögel können kommen. Zumindest, wenn es nach den Machern des „Hortus Herrenbergensis“ geht. Sie haben auf dem Gelände der künftigen Freitzeitanlage Längenholz Nistkästen aufgehängt. Das Gesamtprojekt Freizeitanlage ist auf einem guten Weg: Der Spatenstich wird voraussichtlich im Frühsommer stattfinden.
 
Der Verband Region Stuttgart (VRS) hat kürzlich seine Zusage zur Kofinanzierung erteilt, der entsprechende Vertrag ist in trockenen Tüchern. Die Ausschreibung für den Bau der Anlage wurde veröffentlicht. Läuft alles nach Plan, erfolgt der Spatenstich noch im Frühsommer.
Die Arbeiten für den Bau der Wohnmobilstellplätze liegen in den letzten Zügen. Das Amt für Tiefbau und Entwässerung, das zugleich federführend für den Bau der Wohnmobilstellplätze zuständig ist, hat gemeinsam mit der Elektroabteilung des Amtes für Technik, Umwelt, Grün (TUG) für die notwendige Infrastruktur gesorgt. Die TUG-Abteilung Umwelt und Grün hat darüber hinaus jeweils vier Feldahorne und Rotahorne und eine Kastanie gepflanzt. Eine Hainbuchenhecke grenzt nun die Stellplätze vom übrigen Freizeitgelände ab und nach der Raseneinsaat im Frühjahr wird noch ein Picknick-Platz eingerichtet.
 
Nistkästen für „Hortus Herrenbergensis“
Mit einer Leiter im Gepäck und in Begleitung der fotografierenden Susanne Orlich, war Norbert Heumüller dieser Tage auf dem Gelände des künftigen Gemeinschaftsgartens unterwegs und hat vier Nistkästen aufgehängt. Für Dokumentationszwecke eigens nummeriert und beschriftet, hängen die Nisthöhlen nun in luftiger Höhe, damit weder Zwei- noch Vierbeiner heranreichen können und den Vögeln und ihrem Nachwuchs unnötig Stress bereiten. Direkte Sonneneinstrahlung und Windschatten erhöhen den Komfort für die erwarteten Zwischenmieter zusätzlich. Meise und Feldsperling, Gartenrotschwanz und Kleiber sollen die von Menschenhand geschaffenen Höhlen beziehen und darin nisten, so die Hoffnung der Verantwortlichen.
 
Alle Mitglieder der Hortus-Gruppe sind Ehrenamtliche, die gemeinsam das Gartenprojekt „Hortus Herrenbergensis“ stemmen. Auf dem Gelände der künftigen Freizeitanlage Längenholz wird der Herrenberger Garten angelegt: eine zusammengerechnet rund 1.700 Quadratmeter große Fläche. In den vergangenen Tagen hat die Bürgergruppe auch Ziegel, Steine und Totholz auf das Gelände transportiert. „Material, mit dem wir später Beet-Einfassungen, Insektenhotels oder Trockenmauern bauen können“, erklärt Norbert Heumüller. Die Gruppe freut sich über weitere Mitstreiter für das Gartenprojekt. Wer sich im und für den „Hortus Herrenbergensis“ engagieren möchte, kann sich per E-Mail unter hortus.herrenbergensis@gmx.de melden.

Rotblühende Kastanie als bleibende Erinnerung ans Ortsjubiläum


Eine Kastanie, mehr als zwei Meter hoch, zwischen 12 und 15 Jahre alt. Das sind, nüchtern zusammen gefasst, die Eckdaten eines Baumes, der seit knapp zwei Wochen hinter der Gültsteiner Grundschule steht. Doch dahinter steckt mehr: Bei der Kastanie handelt es sich um den Gültsteiner Jubiläumsbaum.
 
Die Grundschüler waren es, 84 um genau zu sein, die reihum zur Schaufel griffen und den Baum pflanzten. Lehrer, Eltern und Ortsvorsteher Gerhard Kauffeldt begleiteten die Kinder bei der Pflanzaktion. Drei Mitarbeiter des Amts für Technik, Umwelt, Grün (TUG) der Stadt Herrenberg unterstützten sie dabei tatkräftig und bei Jürgen Baumer, dem Umweltbeauftragten der Stadt, liefen die Fäden zusammen.
In Rücksprache mit der Schulleitung hat sich Jürgen Baumer für eine rotblühende Kastanie entschieden. Damit geht der Wunsch der Schule nach einer Vielfalt unterschiedlicher Baumarten – die im Unterricht thematisiert werden können – in Erfüllung. Zudem wird der Baum später genug Spiel- und Bastelmaterial abwerfen. Er wird im Frühjahr eine Augenweide sein und im Sommer erfreulich wenig Tierchen anziehen. Das Wichtigste aber: Die Kastanie wird nachhaltig und somit weit über das Jahr 2019 hinaus an das 1250-jährige Ortsjubiläum erinnern.

Am kommenden Samstag, 6. April, startet das Jubiläumsjahr mit einem offiziellen Festakt in der TV Halle in Gültstein.

Jubiläumsbaum hinter der Gültsteiner Grundschule
 
 

Provisorische Anbindung der Stadthallenstraße an die Zeppelinstraße


Um die Zu-und Ausfahrt von Rettungskräften und Anliegern während der Baustellen auf dem Seeländer-Areal und in der Umgebung zu gewährleisten, muss eine provisorische Anbindung an die Zeppelinstraße zwischen Reithalle und Abreitplatz des Reit-und Fahrvereins Herrenberg hergestellt werden. Aus diesem Grund muss der südöstliche Gehweg aus Sicherheitsgründen für die Dauer der Anbindung gesperrt werden. Der gegenüberliegende Geh- und Radweg steht uneingeschränkt zur Verfügung. Für die entfallenen Bäume werden nach dem Rückbau Ersatzpflanzungen vorgenommen.
 
 

Fundsachen kommen unter den Hammer


Mehr als 100 Fundgegenstände können seit mindestens sechs Monaten weder an den ursprünglichen Besitzer noch an den Finder ausgehändigt werden. Verlorene Fahrräder und liegengebliebene Gegenstände, die nicht im Fundamt abgeholt wurden, kommen jetzt unter den Hammer. Wer mitbieten möchte, ist dazu herzlich eingeladen am Samstag, 13. April, in die Fahrzeughalle der Technischen Dienste, Stuttgarter Straße 90-92. Einlass ist ab 9 Uhr, um 9.30 Uhr beginnt die Versteigerung.

Franziska Bihler übernimmt Leitung der Bauverwaltung


Zum 1. April bekommt die Stadtverwaltung die zweite weibliche Führungskraft in der Riege der Amtsleiter. Franziska Bihler tritt die Nachfolge von Rainer Stingel an, der das Bauverwaltungsamt acht Jahre lang geleitet hat. Gleichzeitig treten einige organisatorische Veränderungen in Kraft.
 
Franziska Bihler übernimmt genau zwei Jahre nach ihrem Start bei der Stadt Herrenberg die Amtsleitung und Verantwortung für 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Baurecht, Vergabe, Feuerwehr- und Friedhofswesen. Als Leiterin des Baurechtsamts ist sie zugleich die interne Stellvertreterin von Baubürgermeister Tobias Meigel. Die Master-Absolventin der Verwaltungshochschule Kehl hat zuvor als Abteilungsleiterin die Untere Baurechtsbehörde geleitet und wurde vom Gemeinderat in ihrer neuen Position bestätigt. Ihr Aufstieg von der Abteilungs- zur Amtsleiterin ist ein Ergebnis der internen Personalentwicklungspolitik der Stadtverwaltung, die in die Entwicklung ihrer Nachwuchs-Führungskräfte investiert. Der scheidende Amtsleiter Rainer Stingel tritt Ende des Jahres in den Ruhestand. Bis dahin setzt er seine langjährige Erfahrung und ausgewiesene Kompetenz für die Entwicklung des Baugebiets „Herrenberg-Süd“ und für zentrale Entwicklungsprojekte in der Innenstadt ein.

Neue Abteilungsstruktur

Das zukünftige Baurechtsamt besteht aus zwei Abteilungen: Der Unteren Baurechtsbehörde und der Feuerwehr. Die Abteilung „Baulandentwicklung und Grundstücksverkehr“ wird aus dem bisherigen Bauverwaltungsamt herausgelöst und dem Amt für Stadtentwicklung zugeordnet. „Damit sind die Schlüsseldisziplinen erfolgreicher Stadtentwicklung in einer schlagkräftigen Einheit gebündelt“, freut sich Baubürgermeister Meigel über die Neuorganisation.

Mehr Service beim Bauen

Ab September 2019 wird die Untere Baurechtsbehörde im Zeichen des neuen Leitbildes „Servicebüro Bauen“ agieren. Mit dem Servicebüro Bauen bündeln Bihler und ihr Team alle Serviceangebote für bauwillige Bürgerinnen und Bürger. Dabei werden die Möglichkeiten der Digitalisierung aktiv und nachhaltig integriert. Mit der Implementierung eines Front- und Backoffice wird ein zeitgemäßes Serviceangebot an einer zentralen Anlaufstelle mit einem kompetenten Beratungsteam verankert. Die Verbesserung an kommunaler Dienstleistungsqualität steht dabei unter dem zentralen Stern der Leistung aus einer Hand, Reduzierung von Verfahrensdauern, Gewährleistung von Einheitlichkeit, Verbindlichkeit und Rechtssicherheit bei gleichzeitiger Steigerung der Kundenzufriedenheit. „Ziel ist es, Aufgaben möglichst so zu organisieren, dass sie mit effizientem Ressourceneinsatz und neuer Qualität für die Bürgerinnen und Bürger angeboten werden“, erläutert die neue Amtsleiterin Franziska Bihler.

Franziska Bihler übernimmt die Leitung der Bauverwaltung.

Leben in der kulturellen Wiege der Menschheit


Die Herrenberger Kulturreise durch verschiedene Länder geht weiter. Nun stellt Lutz Jäkel in einem spannenden Vortrag am Samstag, 6. April, das Leben in Syrien vor, wie es vor dem Krieg war. Die Veranstaltung findet im Rahmen der städtischen Fortbildungsreihe „Qualifiziert. Engagiert“ um 19 Uhr in der Stadtbibliothek statt.
 
Der Journalist, Autor, Historiker und Islamwissenschaftler Lutz Jäkel ist zu Gast in Herrenberg und stellt seine Live-Reportage „Syrien – Ein Land ohne Krieg“ vor. Die Fotografien, die auch in einem eindrucksvollen Bildband zu sehen sind, zeugen von einer kulturellen Fülle und einem friedlichen Miteinander der Religionen und Ethnien. Ein Land, das sich seit Ausbruch des Krieges unwiederbringlich verändert hat. An dem Abend können Interessierte ein ganz anderes Syrien kennenlernen, als jenes, das in den Medien mit Krieg und Verwüstung präsent ist.
 
Herrenberger Geflüchtete unterstützen Lutz Jäkel und bereichern den bunten Bilderabend mit syrischen Köstlichkeiten. Die Eltern aus der arabischen Schule „Insan“ bringen diverse Spezialitäten ihres Landes zum Probieren mit und freuen sich auch die Fragen der Zuhörer zu beantworten. Der Vortrag ist offen für alle und findet am Samstag, 6. April, um 19.00 Uhr in der Herrenberger Stadtbibliothek statt. Der Eintritt ist frei, wegen der begrenzten Plätze ist allerdings eine Anmeldung per Telefon 07032 27030 oder per E-Mail (anmeldung@vhs.herrenberg.de) nötig.

Hüter der Herrenberger Stadtgeschichte


Am 29. März 2019 jährt sich der Todestag des ersten hauptamtlichen Herrenberger Stadtarchivars zum zehnten Mal. Von 1960 bis 1985 war Traugott Schmolz der Hüter der Herrenberger Stadtgeschichte. Insbesondere „seine“ Stiftskirche und das Schloss lagen ihm am Herzen.
 
Traugott Schmolz wurde am 23. September 1922 aus medizinischen Gründen in Stuttgart geboren. Seine Eltern Wilhelm und Maria, geb. Ulmer, stammten aus Herrenberg bzw. Kayh und wohnten seit 1917 in der Spitalgasse 17. 1923 war die Familie mit der Geburt der Schwester Hedwig Lydia komplett.
Schmolz selbst heiratete 1950 in Herrenberg Frida Murschel. Nach dem Besuch der Volks- und Gewerbeschule hatte Schmolz zunächst Sattler oder Tapezierer werden sollen, wandte sich aber aufgrund einer chronischen Erkrankung dem Malen und Zeichnen zu, das er sich selbst beibrachte. Eine Ausbildung zum Dekorationsmaler konnte er aus gesundheitlichen Gründen nicht beenden.
 
Akribischer Landschaftsmaler
Er malte akribisch und detailgetreu Häuser, Staffeln und Gassen, aber auch Landschaften in und um Herrenberg. Auch mit seiner Fotoausrüstung war er oft in seiner Heimatstadt unterwegs, um das Stadtbild und dessen Veränderungen zu dokumentieren. Durch Plakatmalerei und Dekorationen verdiente er sich teilweise seinen Lebensunterhalt. Auch Entwürfe von Fahnen, Logos, Programmen und später der städtischen Weihnachtskarten stammten von ihm. Und noch nach seinem Eintritt in den Ruhestand unterstützte er beispielsweise die Verantwortlichen der Stadt Herrenberg im Jahr 1990 bei der Gestaltung eines Festwagens für die “Fête des Mousselines” in der Partnerstadt Tarare.
Bei dieser intensiven Beschäftigung mit der Stadt und ihrem Erscheinungsbild wurde offenbar auch sein Interesse für die Geschichte geweckt, so dass ihm durch die Bürgermeister Jakob Schroth (1937-1945) und Heinz Schroth (1953-1985) mehrfach ein Blick in die Chronik des Herrenberger Vogtes Gottlieb Friedrich Heß (1697-1761) gewährt wurde. Dies hatte Folgen: Bis zu seinem Tod sollte Schmolz sich voller Engagement der Erforschung und Dokumentation der Stadtgeschichte widmen.
 
Erster Herrenberger Stadtarchivar
1947 saß Traugott Schmolz als zunächst ehrenamtlicher Ortschronist in dem vom Bürgermeisteramt gebildeten Ausschuss für Kultur- und Heimatpflege und wurde mit den Vorbereitungen zum Aufbau der Herrenberger Volkshochschule betraut. Zum 1. Januar 1949 übernahm er zudem offiziell die Führung der Ortschronik von Wilhelm Niethammer, der diese Aufgabe seit 1923 erledigt hatte. Ab dem 1. Oktober 1960 wurde er aufgrund seiner profunden Kenntnisse in der Herrenberger Stadtgeschichte – gleichwohl ohne archivarische Ausbildung, was damals freilich üblich war – offiziell zum Herrenberger Stadtarchivar bestellt. Die Stelle füllte er mit viel Herzblut bis zum 31. Januar 1985 aus und hinterließ der Stadt überall sichtbare Spuren seines Engagements, sei es im Bereich der Fachwerkfreilegung, bei der Sanierung der Innenstadt und besonders bei den Baumaßnahmen und Renovierungen der Stiftskirche und deren Dokumentation. Zudem sammelte er nicht nur Exponate als Grundstock für ein von ihm erträumtes Heimatmuseum im Fruchtkasten, sondern rettete auch – wie man sich erzählt – Unterlagen, z. B. Teile des Archivs des VfL Herrenberg, vor der Altpapiersammlung.
 
Symptomatisch für Traugott Schmolz’ Akribie und seine Liebe zum Detail scheint sein jahrelanges Bemühen um die Rückkehr des im Zuge der Sanierung der Stiftskirche verschwundenen Vogels am nordöstlichen Stützpfeiler der Sakristei, dessen Dokumentation ihm vor der Einrüstung nicht mehr gelungen war. Leider erlebte Schmolz die Realisierung seines sehnlichen Wunsches nicht mehr – der durch die Herrenberger Künstlerin Linde Wallner entworfene und von Peter Glasbrenner gegossene Vogel konnte erst nach seinem Tod im Sommer 2009 an seinem ursprünglichen Standort platziert werden.

Traugott Schmolz beim Basteln seines Herrenberger Schlossmodells aus Pappe
Traugott Schmolz beim Basteln des Herrenberger Schlosses aus Pappe.

Herausgeber von Chroniken und Bildbänden
Traugott Schmolz hat nicht nur mit seinen Gemälden, Zeichnungen und Skizzen, sondern auch mit zahlreichen Publikationen Bleibendes für Herrenberg hinterlassen: 1983 veröffentlichte er in Zusammenarbeit mit dem Kirchentellinsfurter Fotografen Manfred Grohe einen ersten Bildband über Herrenberg, 1987 dann die Monografie „Herrenberg – Chronik einer Stadt“, die längst vergriffen ist. 2003 schließlich publizierte er als Band 7 der Reihe „Herrenberger Historische Schriften“ die Ergebnisse seiner Forschungen über das Schloss, die auch in ein maßstabsgerechtes Schlossmodell zum Nachbasteln mündeten.
Traugott Schmolz war seit 1984 Ehrenmitglied des inzwischen aufgelösten Heimatgeschichtsvereins für Schönbuch und Gäu, seit 2003 Ehrenmitglied des Vereins zur Erhaltung der Stiftskirche e.V. und bereits seit 1985 Träger der Bürgermedaille der Stadt Herrenberg in Gold. Im Stadtarchiv liegt sein umfangreicher künstlerischer und privater Nachlass, und auch seine in seiner Dienstzeit angelegten Handakten sind dort einsehbar.
 
Haben Sie Fragen an das Stadtarchiv oder möchten Sie alte Unterlagen, Briefe, Fotos oder Tagebücher etc. abgeben? Dann wenden Sie sich gerne unter der Telefonnummer 07032/954633-0 oder archiv@herrenberg.de an uns.
 

Gesprächsgruppe für Angehörige von Menschen mit Demenz


Die iav-Stelle der Stadt Herrenberg lädt ein zu einem Informationsabend am Mittwoch, 10. April zur Vorstellung einer Gesprächsgruppe für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz ein. Ort der Veranstaltung ist die Stadtbibliothek Herrenberg, Tübinger Straße 36. Beginn ist um 19 Uhr. 
 
Menschen mit Demenz im Alltag zu begleiten bedeutet für die Angehörigen eine hohe körperliche, seelische und soziale Belastung. In erster Linie ist es jedoch die Belastung durch das sich verändernde Verhalten des demenzbetroffenen Menschen. Angehörige müssen hier Fremdes und Unverständliches in einem Menschen wahrnehmen, den sie bisher gut zu kennen glaubten und darüber hinaus mit ihren eigenen Gefühlen und Emotionen in der belastenden Situation klarkommen.
 
Pflegende Angehörige wünschen für sich selbst auch Hilfe und Unterstützung. Eine Gesprächsgruppe kann darin unterstützen das Verhalten des betroffenen Angehörigen zu verstehen und einen hilfreichen Zugang zu ihm zu finden. Darüber hinaus bietet eine Gesprächsgruppe die Möglichkeit sich mit anderen auszutauschen und von Fachpersonen unterstützend begleitet zu werden. Im Mittelpunkt der Gesprächsgruppe stehen die Bedürfnisse und die Fragen der pflegenden Angehörigen.
 
Ziel des Angebotes der iav-Stelle ist es, zusammen mit Angehörigen eine Gesprächsgruppe zu bilden und sie auf ihrem Weg, mit ihren Fragen und ihren Bedürfnissen, zu begleiten.
Das Ziel des Abends ist es, genaue Informationen zum geplanten Gesprächskreis zu geben und für Fragen hierzu da zu sein. Ergänzend bietet die Stadtbibliothek einen Büchertisch mit Literatur zum Thema Demenz.
 
Der Start der Gesprächsgruppe soll im Mai erfolgen, die genauen Termine werden mit den Teilnehmenden besprochen. Die Treffen werden einmal im Monat in der Schweriner Straße 17 stattfinden und sind kostenlos. Eingeladen sind Angehörige von Menschen mit Demenz und alle Interessierten. Informationen gibt es bei der iav-Stelle Stadt Herrenberg, Telefon 07032 924-397, E-Mail iav-stelle@herrenberg.de.

Ehrungen und Verabschiedungen bei der Stadtverwaltung



Insgesamt zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Herrenberg hat Oberbürgermeister Thomas Sprißler für ihre langjährige Arbeit im Öffentlichen Dienst ausgezeichnet oder in den Ruhestand verabschiedet. Die Ehrungen und Verabschiedungen erfolgten im Rahmen einer Feier im Restaurant Mauerwerk.

Ehrung von Mitarbeitenden bei der Stadtverwaltung
 
Seit die Jubilarinnen und Jubilare ihre Arbeit bei der Stadtverwaltung Herrenberg aufgenommen haben, hat sich dort vieles verändert:  Wechselnde Aufgabengebiete, technischer Wandel und  Modernisierung der Verwaltung haben Spuren in den Berufsbiographien hinterlassen. Viele Neuerungen und Veränderungen im Öffentlichen Dienst haben die Geehrten zuverlässig und kompetent mitgestaltet, wofür Oberbürgermeister Thomas Sprißler ein ganz besonderes Lob für alle Anwesenden bei der Jubiläumsfeier aussprach. Er gratulierte den Jubilarinnen und Jubilaren für die langjährige hervorragende Arbeit und brachte auch seine Freude über die weitere Zusammenarbeit mit den Geehrten zum Ausdruck. Vom Personalrat war Stefanie Widmann vor Ort und hatte ebenfalls lobende Worte für die Dienstjubilare parat.
 
In den Ruhestand bzw. die Freistellungsphase der Altersteilzeit verabschiedet wurden: Hiltrud Klenk (Bibliotheksassistentin) und Roman Weiss (Diplomingenieur bei den Stadtwerken Herrenberg).
 
Geehrt wurden:
Für 25 Jahre im Öffentlichen Dienst: Sylvia Sponholz-Joos (Pädagogische Fachkraft),
Michaela Schlotter (Pädagogische Fachkraft), Sieglinde Roth (Pädagogische Fachkraft), Katharina Pieldner (Reinigungskraft), Theodor Vilas (Hausmeister), Peter Nolte (Amtsbote)
 
Für 40 Jahre im Öffentlichen Dienst: Karin Groschwitz-Mertens (Pädagogische Fachkraft), Thomas Härther (Sachbearbeiter)

Halbseitige Sperrung der Seestraße


Aufgrund des Fortschritts der Bauarbeiten beim Seeländer-Areal muss die Seestraße (B 14) vorübergehend für den Verkehr halbseitig gesperrt werden.
 
Die halbseitige Sperrung der Seestraße im Einmündungsbereich der – derzeit voll gesperrten – Stadthallenstraße beginnt am Dienstag, 26. März, und endet voraussichtlich am Freitag, 12. April. Grund für die Sperrung sind Kanalanschlussarbeiten für das Seeländer-Neubauprojekt.
 
Der Verkehr wird durch eine Baustellenampel geregelt; die bestehenden Ampeln in der Benzstraße und in der Hirschgasse werden abgeschaltet. Fußgänger können die Seestraße während der Sperrung über eine Mittelinsel queren.

Neubau der Grundschule Haslach beginnt


Demnächst beginnen die Bauarbeiten für den Neubau der Grundschule Haslach. Das Projekt gehört zu den bedeutendsten Investitionen im aktuellen Haushaltsjahr. Nach den Entwürfen des Stuttgarter Büros "Drei Architekten" entsteht in Haslach eine neue Schule für die Klassen 1 bis 4. Zum Spatenstich mit Oberbürgermeister Thomas Sprißler am Donnerstag, 4. April, um 17 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Treffpunkt ist am Baugrundstück in der Hornbergstraße 7.
 
Bei dem Termin sind Oberbürgermeister Thomas Sprißler, Ortsvorsteher Dieter Ulmer und Architekt Harald Konsek dabei. Außerdem gibt es Snacks und Getränke.

Neubau mit drei Einheiten

Insgesamt investiert die Stadt Herrenberg rund 7,4 Millionen Euro in das neue Schulhaus in Haslach. Der Neubau gliedert sich in drei Einheiten, die die drei Nutzungsansätze widerspiegeln: Neben den vier Grundschulklassen sollen darin eine zusätzliche Kita-Gruppe und ein Gemeinschaftsbereich unterkommen, der für Sport- und Bewegung ebenso genutzt werden kann wie für Veranstaltungen von Kita, Schule oder den örtlichen Vereinen. Pünktlich zum Schuljahr 2020/2021 soll der Neubau fertig sein.

Sanierung des Fußgängerstegs am Nufringer Tor



Die Sanierung des Fußgängerstegs am Nufringer Tor kann Mitte Mai starten. Die Stadt hat jetzt Verträge mit zwei Firmen abgeschlossen, die die Stahlkonstruktion und den Übergang renovieren. Erst nach der kompletten Sanierung des Stegs und des Aufzugsturms kann ein neuer Fahrstuhl eingebaut werden. Im September sollen die Arbeiten an der wichtigen Fußgänger-Verbindung abgeschlossen sein.
 
Der Fußgängerüberweg von der Stadthalle zum Einkaufszentrum Nufringer Tor ist in die Jahre gekommen. 1992 war der Steg, der in 5,70 Meter Höhe über die Seestraße führt, gebaut worden. Der Rost hat sich inzwischen an vielen Stellen in das Stahlwerk gefressen, der Aufzug funktioniert nicht mehr, bei Regen bilden sich Pfützen auf der Lauffläche, weil die Entwässerung nicht mehr intakt ist. Aus Sicherheitsgründen wurden an den Randbereichen rote Balken angebracht.
 
Bereits im April 2018 hatte der Technische Ausschuss des Gemeinderates die Sanierung von Fußgängerbrücke und Aufzug beschlossen. Doch die Suche nach geeigneten Handwerkern gestaltete sich schwierig. Zweimal hatte das Amt für Tiefbau und Entwässerung die Arbeiten ausgeschrieben ohne ein geeignetes Unternehmen zu finden. In der Folge hatte das Amt direkt Firmen angefragt und zudem die komplexen Sanierungsarbeiten in verschiedene Gewerke unterteilt.
 
Erst Steg, dann Aufzug
Jetzt kann Amtsleiter Klaus Maisch Erfolg vermelden: „Wir haben nun die Zusage von einer Stahlbaufirma sowie einer Fachfirma für Bauwerkssanierung. Wenn alles klappt, können die Arbeiten Mitte Mai starten.” Für die Beschichtungsarbeiten müsse es wegen der Verarbeitung von Kunststoffen mindestens acht Grad warm sein, und das möglichst tags und nachts. „Im Winterhalbjahr wäre deshalb eine Sanierung nicht möglich gewesen”, erklärt Maisch. Ab dem Start im Mai rechnet Maisch mit vier Monaten Bauzeit. Unter anderem müssen der Belag der Fußgängerbrücke, beschädigte Glaselemente sowie die Podeste und Treppenläufe erneuert werden. „Die Grundträger sind in einem guten Zustand, sie müssen lediglich gereinigt werden und erhalten eine neue Beschichtung”, sagt Maisch. Die Kosten für die Sanierung des Fußgängerstegs belaufen sich auf rund 400.000 Euro.
 
Erst nach diesen Sanierungsarbeiten, die auch den Aufzugsturm betreffen, kann der Fahrstuhl erneuert werden. Er war vor mehreren Monaten vom TÜV wegen Mängeln stillgelegt worden. Die Modernisierung der Aufzugsanlage liegt in der Verantwortung der Eigentümergemeinschaft Nufringer Tor. Sie trägt auch die Kosten, die mit zirka 100.000 Euro veranschlagt sind. Eine Fachfirma für Aufzugstechnik wurde bereits beauftragt.
 
Umleitungen notwendig
Während der Sanierungsarbeiten am Fußgängersteg wird es auf der Seestraße zu Behinderungen und zu LKW-Vollsperrungen kommen. Es muss zeitweise ein Gerüst aufgebaut werden, um von unten am Steg zu arbeiten. Der Verkehr wird über die Daimlerstraße umgeleitet und entsprechend ausgeschildert.

Steg am Nufringer Tor
Ab Mitte Mai wird der Steg über die Seestraße saniert. Umleitungen sind in dieser Zeit nicht zu vermeiden.

Familie Schickhardt im Fruchtkasten


Drei Vertreter der Familie Schickhardt gehören zu den bedeutenden Persönlichkeiten Herrenbergs: Heinrich Schickhardt d. Ä. steht für das Chorgestühl, sein Enkel Heinrich war herzoglicher Baumeister und dessen Neffe Wilhelm gilt als Erfinder der Rechenmaschine. Sein Leben und seine Erfindung stehen im Zentrum einer kostenlosen Führung im Fruchtkasten am Sonntag, 31. März um 15.30 Uhr. Treffpunkt mit Gästeführer Siegfried Großmann ist vor dem  Fruchtkasten, Tübinger Straße 30.

Hello families – startklar für die Kita


Seit Januar 2018 gibt es ein zusätzliches Angebot zu den städtischen Betreuungseinrichtungen mit dem Titel „Hello families – startklar für die Kita“: In einer familienähnlichen Kleingruppe werden Kinder mit Fluchterfahrung im Alter von 0 bis 6 Jahren betreut. Ziel ist es, die Kinder und ihre Familien auf den Einstieg in die Kita vorzubereiten. Am Tag der offenen Tür am Samstag, 13. April, von 13 bis 17 Uhr besteht die Möglichkeit, Einblicke in die pädagogische Arbeit der Einrichtung zu erhalten. Dazu sind alle Interessierten herzlich in die Hölderlinstraße 15 eingeladen.
 
Besucherinnen und Besucher können bei einem Rundgang durch die Einrichtung mit den pädagogischen Fachkräften ins Gespräch kommen. An Stell- und Fotowänden gibt es Informationen über das Haus, die Gruppe und das Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung”, durch das das Angebot „Hello families – startklar für die Kita“ ermöglicht wird. Außerdem gibt es Snacks und Getränke.
 

Über das Bundesprogramm

Mit dem Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung” fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Angebote, die den Zugang zur Kindertagesbetreuung vorbereiten, begleiten und damit verbundene Hürden abbauen. Von 2017 bis 2020 erhalten die geförderten Standorte, darunter Herrenberg, jeweils bis zu 150.000 Euro pro Jahr. Die Angebote richten sich gezielt an Familien, die bisher noch wenig Berührungspunkte mit der institutionalisierten Kindertagesbetreuung haben.

Vorübergehend Einschränkungen beim Parken


Aufgrund des Fortschritts der Bauarbeiten beim Seeländer-Areal stehen in den kommenden knapp vier Wochen weniger Parkplätze zur Verfügung. Ab 10. April wird es wieder ausreichend Ausweichparkplätze in unmittelbarer Nähe geben, dann wird die gesamte Festwiese als Parkfläche freigegeben.
 
Seit September 2018 laufen die Bauarbeiten für das Seeländer-Neubauprojekt; Anfang dieser Woche haben die Bauarbeiten zur Freilegung des Aischbachs begonnen. „Mit der Freilegung und Umgestaltung des Aischbachs werten wir den Bereich rund um das Seeländer-Neubauprojekt auf und schaffen Freiflächen mit hoher Aufenthaltsqualität, sagt Klaus Maisch, Leiter des Amts für Tiefbau und Entwässerung. Bis zur Eröffnung des Seeländer-Neubaus soll die knapp 3 Millionen Euro teure städtische Investition abgeschlossen sein.

Aktuelle Parkmöglichkeiten

Aufgrund der Bauarbeiten zur Freilegung des Aischbachs stehen etwa 30 Parkplätze in der Stadthallenstraße seit Montag, 18. März, nicht mehr zur Verfügung, da die Stadthallenstraße voll gesperrt ist. Bereits Ende September sind 207 Parkplätze auf dem Seeländer-Areal weggefallen.
 
Aktuell gibt es folgende Parkmöglichkeiten beim Seeländer-Areal:
  • Auf dem Stadthallengelände stehen wie gewohnt 211 Parkplätze zur Verfügung. Auf dem Streifen entlang der Benzstraße kann wie bisher zwei Stunden geparkt werden.
  • Für die Parkplätze in der Aischbachstraße und an der Schießmauer hat die Stadt die Kurzzeitparkregelung aufgehoben. Wer ein Monatsticket für die Stadthalle hat, kann auch hier parken.
  • Noch bis Mittwoch, 10. April, steht der Parkplatz an der Viehversteigerungshalle in Teilen zur Verfügung (etwa 30 von 95 Parkplätzen). Ein entsprechendes Hinweisschild wird angebracht.
 

Parken auf der Festwiese

Ab Mittwoch, 10. April, kann die gesamte Festwiese mit 80 bis 100 Plätzen als Parkfläche genutzt werden. Zuvor finden auf der Festwiese noch das Puppentheater (22. bis 24. März) und das Frühlingsfest (30. März bis 7. April) statt. „In den kommenden Wochen stehen beim Seeländer-Areal leider vorübergehend weniger Parkplätze zur Verfügung; nach der Öffnung der Festwiese als Parkraum gibt es jedoch etwa genauso viele Parkplätze wie bisher“, betont Sabrina Eberhard, die Leiterin der Abteilung Rechts-, Gewerbe- und Ausländeramt.

Neue Wege für die Stadtmobilität


Mehr als zwei Jahre lang haben Gemeinderat und Verwaltung, Expertengruppen und Bürgerschaft intensiv gemeinsam an einem zukunftsfähigen Mobilitätskonzept für Herrenberg gearbeitet. Das Ergebnis liegt jetzt vor und soll im Mai verabschiedet werden, damit die Umsetzung der Maßnahmen starten kann.
 
„Damit haben wir den Weg aufgezeigt, wie wir unser Ziel erreichen, nämlich ein gut funktionierendes Mobilitätsnetz in Herrenberg aufzubauen, das den Umstieg von einem Verkehrsmittel auf das andere erleichtert und sich positiv auf die Lebensqualität und Attraktivität in der Stadt auswirkt“, betont Oberbürgermeister Thomas Sprißler. Denn: Stau, Lärm und schlechte Luft an den Hauptstraßen gehören auch in Herrenberg zum Alltag. Damit dieser Wandel gelingt, müssen mehr Menschen  umweltverträgliche Fahrzeuge wie Bus, Rad oder Bahn, Elektromobilität und vor allem eine smarte Kombination der unterschiedlichen Verkehrsmittel nutzen als bisher.
 
Der integrierte Mobilitätsentwicklungsplan (IMEP 2030) nimmt den Verkehr als Ganzes in den Blick und stellt die Bedürfnisse der Menschen an erste Stelle. Baubürgermeister Tobias Meigel erläutert: „Die Stadtmobilität der Zukunft bezieht alle Wege und Verkehrsmittel mit ein: Fuß-, Rad- und Autoverkehr sowie Öffentlichen Nahverkehr. Hinzu kommt die Förderung neuer Mobilitätsformen, wie etwa die Elektromobilität. Stadtentwicklung heute orientiert sich an Werten wie Lebensqualität, Ökologie und Klimaschutz. Die „autogerechte Stadt“ mit ihrem Fokus auf möglichst große Hauptverkehrsstraßen war gestern.“

Strategische Ziele angehen


Das Mobilitätskonzept bestimmt die strategische Ausrichtung der Verkehrspolitik und -Planung für die nächsten zehn bis 15 Jahre, definiert die Ziele und beschreibt die Maßnahmen, um sie zu erreichen. Das ganzheitliche Konzept gilt für alle Formen der Mobilität und für die gesamte Stadt. Es bringt ganz konkrete Schritte in eine zeitliche Ordnung und nennt als groben Kostenrahmen für die Umsetzung die Summe von 60 Millionen Euro.
 
Zu den wichtigsten Zielen gehören die Ausweitung der Angebote und die Veränderung der Infrastruktur, damit die Menschen im Alltag tatsächlich mehr umweltfreundliche Verkehrsmittel nutzen und das Auto öfter stehen lassen. Fast 60 Prozent der Menschen sind heute in Herrenberg mit dem Auto unterwegs, etwas über 40 Prozent mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln wie Rad und Bus. Dieses Verhältnis zu verändern, damit beide Verkehrssysteme etwa gleich stark vertreten sind, ist das ambitionierte Ziel der neuen Herrenberger Stadtmobilität. Die Reduktion des Autoverkehrs auf den Hauptverkehrsachsen soll eine bessere Gestaltung und Entwicklung der Stadt ermöglichen. Die Kernstadt soll für alle Altersgruppen gut erreichbar sein und barrierefreie, sichere, attraktive und leistungsfähige Wege bieten, die Mobilität für alle Nutzergruppen garantieren. Außerdem wird die Mobilitätspolitik der Stadt nachhaltiger und umweltfreundlicher. Ein Teil der Maßnahmen ist bereits durch das Projekt „Stadtluft verbessern“ realisiert, das Herrenberg als Modellkommune im Auftrag der Bundesregierung durchführt.

Ziele und Maßnahmen


In der Erarbeitungsphase des Mobilitätskonzepts hat das beauftrage Büro brennerBERNARD aus Aalen in mehreren Experten- und Bürgerrunden die heutige Verkehrslage analysiert, Probleme und Handlungsfelder beschrieben, Ziele definiert und konkrete Maßnahmen zur Lösung vorgeschlagen. In Szenarien und Verkehrsmodellen haben Planer die Wirksamkeit dieser 48 Vorschläge überprüft und sie thematischen Kategorien zugeordnet. Seine volle Wirkung entfaltet der Mobilitätsplan aber erst im Zusammenspiel aller Maßnahmen. Die Kernpunkte sind die Schaffung eines besseren Radwegenetzes, sichere und angenehme Fußwege, Verbesserungen im Angebot von Stadtbus und Bahn, eine optimale Verkehrslenkung und –steuerung auf den Hauptstraßen, ein neu organisiertes Parksystem und die Förderung innovativer, nachhaltiver Ansätze und der Elektromobiliät.

Rad- und Fußwege verbessern


Der Radverkehr soll durch ein Sofortprogramm zur Ausbesserung der bestehenden Radwege attraktiver werden. Die IMEP-Analyse zeigt, dass etwa 60 Prozent der Bevölkerung am Radfahren intressiert, aber um die Sicherheit besorgt sind. Durch Bildung eines Innenstadtrings und attraktiver Zubringerrouten aus den Stadtteilen will die Stadt diese potenziellen Radfahrer zum Umsteigen animieren. Dazu trägt weiter das Schließen von Lücken im Radwegenetz und die Einrichtung von Fahrradstraßen bei. Hinzu kommen neue Wegweiser und Fahrradständer. Beim Fußwegenetz ist ein neues und erweitertes Fußgängerleitsystem geplant. Barrierefreie Fußgänger- und Radfahrerquerungen am Reinhold-Schick-Platz und den Hauptverkehrsachsen plus eine Fußgängerzone in der Horber Straße (zwischen Bismarckstraße und Reinhold-Schick-Platz) sollen den Fußgängern bessere bedingungen bieten. . Ein Kleinbus soll als neue Altstadt-Linie den Marktplatz barrierefrei erreichbar machen.

ÖPNV fördern


Beim Stadtbus sind zentrale Maßnahmen durch das Modellprojekt „Stadtluft verbessern“  bereits umgesetzt: Günstige Tickets, der dritte Bus und bessere Verbindungen in die Stadtteile sind seit Jahresbeginn Realität. Weiter geht es mit neuen Linien und durchgehendem 30-Minuten-Takt sowie mit neuen Verbindungen ins Alzental und nach Herrenberg-Süd. Vorfahrt für den Bus an der Ampel, elektronische Anzeigetafeln mit Fahrgastinformationen in Echtzeit, ein barrierefreier Busbahnhof und der 15-Minuten-Takt bei der S-Bahn ergänzen das Paket.

Verkehr verflüssigen


Im Straßenverkehr sollen dynamische Tempolimits den Verkehr besser steuern – auch dieses Vorhaben wird im Zuge des  Modellstadtprojekts bereits vorbereitet. Die Durchfahrt durch das Wohngebiet Alzental zu stoppen und die bereits 2015 grundsätzlich beschlossene  Entlastungstrasse in der Innenstadt als Bahndurchstich (sogenannte Variante i3opt) zu bauen, komplettieren diesen Bereich.

Modernes Parksystem


Ein neues System soll das Parken in der Stadt neu ordnen. Zu den ersten Ansätzen gehört ein dynamisches Parkleitsystem, das den Verkehr zu freien Parkplätzen lenkt, sowie die Einrichtung von vier Tarifzonen mit einheitlicher Regelung und einer kostenlosen ersten Stunde. Ein bequemeres, digitales Bezahlsystem soll für Herrenberg passend noch entwickelt und umgesetzt werden, ein Ende des unkomfortablen Bezahlens der Gebühren am Anfang liegt bei Planern und der Verwaltung im Fokus.
 
Der autofreie Graben sowie die Einführung von Parkgebühren und Anwohnerparken in Wohngebieten sollen weitere Verbesserungen bringen. Zwei neue Parkhäuser auf beiden Seiten des Reinhold-Schick-Platzes sind bereits im Fahrplan Innenstadt verankert und sollen in diesem Zusammenhang realisiert werden. Die Standortfrage des Parkhauses östlich des Reinhold-Schick-Platzes, das bislang als Park- und Geschäftshaus in der Hindenburgstraße neben der Volksbank vorgesehen ist, wird voraussichtlich ein Bürgerentscheid klären.


Auf einen Blick


Faltblatt zur Stadtmobilität (PDF)

Entdecken, was uns verbindet


Die katholische Kirche St. Antonius in Kuppingen beherbergt einen Kreuzweg von Professor Albert Birkle. Bei einer kostenlosen Führung mit Horst F. Sehorsch am Freitag, 29. März, wird dieser Kreuzweg aus künstlerischer und theologischer Sicht betrachtet sowie auf die Geschichte und Bedeutung von Kreuzwegen eingegangen. Seit seiner Renovierung und Installation einer neuen Beleuchtung im Dezember 2018 erstrahlt der Kreuzweg in neuem Glanz. Dieser Termin steht unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“. Los geht es um 18 Uhr, Treffpunkt ist vor der Kirche, Raiffeisenstraße 10.

Ein Zukunftsplan für die Herrenberger Schulen


Wie entwickeln sich die Herrenberger Schulen in den nächsten zehn Jahren? Wie bekommt man die künftige Entwicklung der Gebäude zusammen mit dem bestehenden Sanierungsbedarf in den Griff? Auf diese Fragen und die dahinterstehenden komplexen Herausforderungen für die Stadt als Schulträger und Eigentümer der Gebäude soll ein Masterplan Antworten liefern. Die Festlegung der Ziele und Klärung des Erwartungshorizonts soll der Gemeinderat als Auftraggeber am 26. März beraten.
 
Sanierungsbedarf, Barrierefreiheit und Brandschutz, Ausbau der Ganztagsbetreuung an der Schule, neue Unterrichtsformen und pädagogische Ansätze – Entwicklungen und Trends wie diese stellen die Stadt Herrenberg vor große Herausforderungen. Was mit den 15 Schulgebäuden in der Stadt passiert und wie man sie fit macht für die künftigen Aufgaben, dafür will die Stadt einen Masterplan erarbeiten. „Wir schlagen dem Gemeinderat ein Prozedere vor, wie wir diese  große und wichtige Aufgabe strukturieren um verlässliche Antworten und Planungsgrundlagen zu erhalten“, betont Oberbürgermeister Thomas Sprißler. Ein grundlegender Strategievorschlag könnte mit Beteiligung der Schulen bis zum Herbst aufgestellt werden, die Verabschiedung könnte dann im kommenden Frühjahr folgen. Der Masterplan nimmt die nächsten zehn Jahre in den Blick, beleuchtet also die Perspektive der Schulen  2020-2030.
 
Die Besonderheiten am Herrenberger Masterplan Schulen ist die Kombination der Gebäude- und der Schulperspektive. Der Masterplan soll den Gebäudebestand mit dem vorhandenen Sanierungsbedarf abbilden und diesen kombinieren mit den inhaltichen Anforderungen aus einem Schulentwicklungsplan. Letzterer enthält die pädagogische Neuausrichtung und Weiterentwicklung der Schulgebäude, die mit dem Potenzial der Gebäude abgeglichen wird und so eine Priorisierung und langfristige Planungsperspektive erhält. „Es ist nötig beide Aspekte, nämlich Gebäudezustand und Schulentwicklung unter Berücksichtigung der finanziellen Mittel zu betrachten. Dazu braucht es einen Masterplan Schulen“, betont Sprißler. Der Gemeinderat hat jetzt die Aufgabe, über Inhalt, Prozess und den geplanten Ablauf zu entscheiden sowie die Ziele festzulegen. Der Masterplan soll die Basis bilden für einen strategischen und proaktiven Umgang mit dem Gebäudebestand und den finanziellen Ressourcen. „Dehalb wollen wir die Aufgabe strategisch angehen und eine dynamische Gebäude- und Finanzierungsstrategie aufstellen“, so der OB.
 
Der erste Schritt zur Erstellung des Masterplans ist die Analyse von drei Themenfeldern: der bautechnische Zustand der Gebäude, die Entwicklungsperspektive der einzelnen Schule und die finanziellen Mittel inklusive Fördermöglichkeiten.
 
Der Gebäudezustand wird durch „In-Augenscheinnahme“ ermittelt, nicht durch gutachterliche Untersuchungen – diese erfolgen später bei der Detailplanung einzelner Baumaßnahmen. Erhoben werden zunächst Faktoren wie Zustand von Dach, Fassade und Konstruktion, Innenausbau und Technik sowie der Status von Brandschutz, Amok-Prävention und energetischer Zustand, Barrierefreiheit und Ambiente.
 
Zweiter Analyse-Schwerpunkt ist die Perspektive von Pädagogik und Raum. Hier geht es neben einer Prognose künftiger Schülerzahlen um die Frage, welche räumlichen Entwicklungsperspektiven die einzelne Schule hat und welche pädagogischen Entwicklungsbedarfe bestehen, damit die Schule ihre in Bildungsplan und Schulgesetz verankerten Aufgaben erfüllen kann. Hierbei spielen übergeordnete Fragestellungen wie der Ausbau der Ganztagesbetreuung an den Grundschulen in den Stadtteilen und Überlegungen zum Thema Inklusion eine Rolle.
 
Die Schulen sind aufgefordert, sich in den Prozess einzubringen und gemeinsam mit Schülern, Eltern und Lehrern eine Vision für ihre jeweilige Schule zu entwickeln, die gemeinsam mit der Schülerprognose in den Schulentwicklungsplan mündet. Aus diesem Schulentwicklungsplan, der Gebäudeanlyse und der Planung von Finanz- und Fördermitteln ergibt sich der strategische Vorschlag, kurz „Masterplan Schule“. Johannes Roller, Leiter des Amts für Familie, Bildung und Soziales, kennt die Anforderungen, die die Schulen an den Prozess haben: „Die Schulen wollen als Partner der Stadt mitreden, wenn wir die langfristige Perspektive für eine ausgwogene Fortentwicklung fixieren. Sie haben die Eindrücke aus erster Hand, welcher Veränderungs- und Verbesserungsbedarf besteht, so haben uns die Jugendlichen schon beim Jugendforum klare Anforderungen mitgegeben, was in puncto Aufenthaltsqualität, Atmosphäre und Ausstattung getan werden muss. Schulen brauchen einen verlässlichen Rahmen und zugleich eine flexible Planung, die auf Änderungen reagieren kann.“ Schüler, Eltern, Lehrer und Schulleitung sind deshalb aufgefordert zu erarbeiten, welche Perspektive sie für ihre Schule bis 2030 sehen. Das betrifft die Arbeitsbedingungen, die Lernumgebung, die Schule als Aufenthaltsraum zum Wohlführen und Lernen ebenso wie die absehbaren Neuerungen im pädagogischen Bereich und bestehende Mängel.
 
Aus dem Masterplan als dynamischer Gebäude- und Finanzstrategie leiten sich dann Projekte für den künftigen Umgang mit einzelnen Gebäuden ab. Hier findet sich die Entscheidung, wo und in welcher Form Ganztagsangebote entwickelt werden, wie man mit den Anforderungen an Inklusion und Barrierefreiheit umgeht, welche Schulen vergrößert und wie sie ausgebaut werden müssen.
 
Der Verwaltungsausschuss berät den Vorschlag für den Masterplan Schulen in seiner Sitzung am 19. März. Am 26. März kann der Gemeinderat in seiner Sitzung grünes Licht geben. Dann haben die Schulen bis Juli Zeit, ihre Vision zu erarbeiten, gleichzeitig läuft eine Analyse der Gebäude. Die so erhobenen Informationen werden im Sommer/Herbst abgeglichen und in einen Strategievorschlag überführt, d.h. kategorisiert und priorisiert.  Im November erfolgt die Rückkoppelung mit den Schulen und die Einbringung im Gemeinderat. Für die Anpassung und Beratung des Strategiekonzepts ist der Zeitraum Dezember 2019 bis März 2020 reserviert, so dass im kommenden Frühjahr der Masterplan Schulen steht.

Kreative Preisfindung


Die Wirtschaftsförderung der Stadt Herrenberg lädt zum 23. Gründungsmeeting im Coworking Space im Amselweg 1 ein. Die Veranstaltung wird insbesondere Gründerinnen, Gründern und Gründungsinteressierten die Möglichkeit bieten, in einer gemütlichen Atmosphäre zu netzwerken, sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Los geht’s um 18 Uhr.
 
Den Impulsvortrag beim 23. Herrenberger Gründungsmeeting wird Wolfgang Vogt halten. Er ist Mitglied im Vorstand des Vereins Senioren der Wirtschaft. Im Impulsvortrag wird Wolfgang Vogt darauf eingehen, wie Preisfindung und Preismanagement dabei helfen, Kunden zu gewinnen, Umsatz zu generieren und damit auch den Gewinn zu steigern. Dabei wird er aufzeigen, wie Kunden ticken und der Prozess der kreativen Preisfindung verläuft.
Zudem soll auf die Frage eingegangen werden, was bei der Preisfindung zu beachten ist –auch für neugegründete Unternehmen.
 
Das Gründungsmeeting findet monatlich, immer am vierten Dienstag im Monat, statt. Ziel des Angebots ist es, eine Plattform für Gründerinnen, Gründer und Gründungsinteressierte zu bieten, um neue Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen in entspannter Atmosphäre auszutauschen und das persönliche Netzwerk auszubauen. Bei dem Stammtisch steht der Austausch zwischen Gründenden, Gründungsinteressierten und JungunternehmerInnen in Herrenberg nebst gründungsrelevanten Themen im Vordergrund.
 
Auch beim 23. Gründungsmeeting ist für eine Kleinigkeit zu Essen und zu Trinken gesorgt.
Jede/r, die/der sich für das Thema Gründung interessiert, ist herzlich willkommen!
 
Eine Anmeldung über www.herrenberg.de/termine ist erforderlich.

Notfallpläne für Kindertageseinrichtungen


Die Stadtverwaltung hat nun – wie angekündigt – Notfallpläne für ihre 28 Kindertageseinrichtungen ausgearbeitet. Diese sollen Eltern und Personal verlässliche Betreuungszeiten bis zum Ende des Kindergartenjahres im August ermöglichen. Demnach müssen in zwei Einrichtungen die Öffnungszeiten reduziert werden und in vier Einrichtungen Notgruppen in den Randzeiten eingerichtet werden. Die Notfallpläne gelten ab Montag, 18. März.
 
Der Fachkräftemangel im pädagogischen Bereich sowie Personalausfälle wegen Krankheit und Beschäftigungsverboten machten es notwendig, den Einsatz der Erzieherinnen und Erzieher in den städtischen Einrichtungen neu zu planen. Das Amt für Familie, Bildung und Soziales hat dafür in allen Kindertageseinrichtungen den Bedarf erhoben und die Einrichtungsleitungen haben Gespräche mit Eltervertretern, Familien und Fachkräften geführt.
 
“Wir haben den Personalbedarf im Einzelfall berechnet”, erklärt Uta Eberle, “einige Fachkräfte haben ihren Beschäftigungsumfang erhöht, oder helfen in anderen Kitas aus und Eltern unterstützen uns tatkräftig in den Notgruppen. Dafür sind wir allen Beteiligten sehr dankbar.“ Dadurch sei es gelungen, dass in nur zwei Kindertageseinrichtungen die Öffnungszeiten reduziert und in vier weiteren Kitas Notgruppen für die Randzeiten eingerichtet werden konnten. “Alle 28 Kindertageseinrichtungen arbeiten jetzt mit dem Mindestpersonalschlüssel”, so Eberle. Sollten zusätzliche Personalausfälle die Situation wieder verschärfen, sind gegebenenfalls weitere Maßnahmen erforderlich. Gelingt es, kurzfristig Stellen nachzubesetzen, werden die Öffnungszeiten wieder angepasst.
 
Verkürzte Öffnungszeiten gelten weiterhin für die Kita Alzental und ab 18. März für die Kita Schickhardtstraße. Vier weitere Einrichtungen arbeiten mit sogenannten Notgruppen. Dazu gehören die Kitas Haslach, Markweg, Holdergraben und Keltenstraße. Hierfür haben die Einrichtungsleitungen den Bedarf der Familien erhoben. Eltern, die eine verkürzte Betreuungszeit nicht überbrücken können, steht eine Betreuung in der Notgruppe offen. Durch die geringere Kinderzahl in der Zeit der Notgruppe, reduziert sich entsprechend der Mindestpersonalschlüssel und dies führt zu einer Entspannung des Personalbedarfs. Von reduzierten Öffnungszeiten konnte man dadurch in diesen vier Häusern absehen. In den übrigen 22 städtischen Kindertageseinrichtungen konnten die regulären Betreuungszeiten durch personelle Unterstützung aus anderen Kitas und den Kernzeit- und Ganztagsbetreuungen sowie temporären Aufstockungen von Beschäftigungsumfängen einzelner Fachkräfte beibehalten werden.

“Nur Mut - Herrenberger Geschichten”



Seit knapp einem Jahr arbeiten Studierende der Universität Tübingen zusammen mit dem Team Beteiligung und Engagement an der Ausstellung „Nur Mut – Herrenberger Geschichten“. Am Freitag, 15. März, ist es nun endlich so weit: Um 18 Uhr wird die Ausstellung, die in der Volkshochschule und Stadtbibliothek zu sehen ist, feierlich eröffnet.
 
Vergangenen Sommer waren die Tübinger Studierenden der Empirischen Kulturwissenschaft in allen Herrenberger Stadtteilen unterwegs. Mit dem Mutmobil, einem restaurierten Oldtimer-Bus, sammelten sie Geschichten über Mut und Zivilcourage. Weit über hundert couragierte Herrenbergerinnen und Herrenberger meldeten sich zu Wort und erzählten aus ihrem Leben. Ganz unterschiedliche Geschichten aus den verschiedensten Zeiten und Kontexten kamen so zusammen. Auf Grundlage dieser Erzählungen konzipierten die Studierenden in den vergangenen Monaten eine Ausstellung, die sie nun in der Volkshochschule und in der Stadtbibliothek der Öffentlichkeit präsentieren.
 
An fünf Stationen beleuchtet die Ausstellung unterschiedliche Facetten von Mut und nicht zuletzt auch von Herrenberg. Im Mittelpunkt stehen die Stimmen und Erzählungen der Herrenbergerinnen und Herrenberger. Die Geschichten, die man in der Schau lesen und anhören kann, sind so vielfältig, wie der Mut oder das mutige Verhalten, das ihnen zugrunde liegt. Ob es um den Mut geht, zu fliehen oder zu bleiben, weiterzumachen oder aufzuhören, ja oder nein zu sagen - eines haben alle Geschichten gemeinsam: sie sollen die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung ermutigen. Noch bis Ende April heißt es in Herrenberg also „Nur Mut!“.
 
Unterstützt wird das Projekt durch das Bundesprogramm Demokratie leben! vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
 
Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist Dienstag, Mittwoch und Freitag von 13 bis 17.30 Uhr geöffnet, donnerstags von 14 bis 17.30 Uhr, am Wochenende von 13 bis 17 Uhr. Am ersten Wochenende nach der Eröffnung, sprich 16. und 17. März, ist die Mutgeschichten-Schau von 10 bis 17 Uhr zu sehen.
Geöffnet ist die Ausstellung auch am Ostersonntag und Ostermontag, 21. und 22. April, jeweils von 13 bis 17 Uhr, am Karfreitag und am Ostersamstag bleibt sie geschlossen.

Markungsputzete 2019 - wer hilft mit?


 
Am Samstag, 6. April, wird in Herrenberg wieder eine Markungsputzete stattfinden. Vielen Bereichen in der Stadt tut es gut, in diesen Frühjahrsputz einbezogen zu werden. Engagierte Bürger helfen dabei, wild gelagerten Müll zu entsorgen und Wege, Gebüsch und Grünflächen freizuhalten.

 
Die Stadt Herrenberg ist wieder dankbar über möglichst viele Teilnehmende an der Aktion. Um Anmeldung an das Ordnungsamt Herrenberg, Kirchgasse 2, Telefon 924-202 bzw. Fax 924-332 oder E-Mail: ordnungsamt@herrenberg.de wird gebeten.
Die erfolgreichen Putzaktionen der letzten Jahre haben die Stadtverwaltung auch in diesem Jahr motiviert, die Putzaktion wieder zu organisieren. Auf manchen Flächen der Gemarkung ist deutlich erkennbar, was achtlose Mitmenschen einfach in die Gegend geworfen haben. Da sich alle über eine schöne Stadt und Gemarkung freuen, hofft die Stadtverwaltung, dass sich viele Einwohner an der Markungsputzete beteiligen.
 
Engagierte Helfer

 
In den vergangenen Jahren haben sich Schulklassen oder Vereine im Rahmen von besonderen Projekten an dieser Aktion sehr engagiert beteiligt. Auf eine derartige Unterstützung hoffen die Verantwortlichen auch in diesem Jahr. Auch Einzelinteressenten sind natürlich sehr willkommen.
 
Die Markungsputzete in der Kernstadt soll in der Zeit von 09:00 bis 12:00 Uhr stattfinden. Die Stadtverwaltung bittet um eine Anmeldung bis spätestens Freitag, 22. März 2019, über die oben genannten Kontaktwege. Arbeitshandschuhe und Müllsäcke werden bereitgestellt. Nähere Informationen gibt es nach der Anmeldung. In den Stadtteilen wird die Organisation über die Bezirksämter vorgenommen, nähere Informationen erhalten Interessierte dort.

Quartiersentwicklung in der Herrenberger Altstadt


In der Herrenberger Altstadt beginnt jetzt die Projektarbeit zum „Quartier 2020“ mit dem Ziel, das nachbarschaftliche Miteinander zu stärken. Für die Koordination und Quartiersentwicklung hat das Team Beteiligung und Engagement (BE) der Stadtverwaltung eine neue Mitarbeiterin gewonnen: Ines Böttcher wird als Quartiersmanagerin gemeinsam mit der Bürgerschaft, der Stadtverwaltung und anderen Interessensvertretern das „Quartier 2020“ mit Inhalt füllen. Finanziert wird das Projekt durch Fördermittel aus dem Ideenwettbewerb „Quartier 2020 – Gemeinsam. Gestalten.“ des Landes Baden-Württemberg.
 
„Mein Ziel ist es ein lebendiges Quartier zu gestalten – also eine Nachbarschaft in der die Menschen sich einbringen, mitentscheiden, Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen. Das Thema Teilhabe als Querschnittsthema liegt mir dabei besonders am Herzen“, erklärt Ines Böttcher. Um die Menschen in ihrer direkten Nachbarschaft zu vernetzen und aktiv in das Geschehen der Stadt einzubinden sei es zunächst wichtig, die aktuellen Themen zu vermitteln. So können die Bewohner sich aktiv an aktuellen Projekten der Stadt beteiligen und die eigenen Wünsche und Bedarfe einbringen. „Besonders interessiert bin ich an der Expertise der zivilgesellschaftlichen Akteure und lokaler Kooperationspartner, die bereits seit vielen Jahren in und um die Herrenberger Altstadt tätig sind. Diese Unternehmen, sozialen Einrichtungen, Beratungsstätten und ehrenamtlichen Gruppen möchte ich genauso kennenlernen“, bekräftigt Ines Böttcher. Zum Altstadtquartier zählen damit auch Interessengruppen, die in anderen Stadtteilen ihren Stammsitz haben, aber in der Altstadt wirken.
 
Mit diesem ganzheitlichen Ansatz will sie das Quartiersmanagement zum Erfolg führen. Das Projekt in der Herrenberger Altstadt mit seiner zweijährigen Laufzeit ist ein erster Schritt, die Bürgerinnen und Bürgern stärker zu vernetzen und sie dabei zu unterstützen, ihre Belange in die eigene Hand zu nehmen.
 
Zur gemeinsamen Gestaltung des Quartiers sind alle Menschen eingeladen, die dort leben und arbeiten. In der Herrenberger Altstadt sind das unter anderem Familien, Senioren, Jugendliche, Singles, Migranten und Menschen mit Behinderung. Künftige Projekte können sich zum Beispiel darum drehen, wie man wieder stärker miteinander in Kontakt kommt und gemeinsam neue Treffpunkte schafft. Es kann auch darum gehen, die Altstadt sauberer, freundlicher und barrierefreier zu gestalten. Vielleicht gründen sich Initiativen, die sich für ihren Stadtteil einsetzen, im Alltag gegenseitig unter die Arme greifen oder zum Beispiel Senioren ermöglichen, länger in ihren eigenen vier Wänden zu wohnen. Auch eine Zusammenarbeit mit bestehenden Projekten und etablierten Vereinen, wie dem interkulturellen Garten oder dem Verein Herrenberg Stadtmarketing, zum Beispiel bei der Nutzung und Gestaltung leerstehender Ladengeschäfte, ist möglich. Die Liste lässt sich je nach Bedarf der Bürgerinnen und Bürger noch erweitern. „Ich bin gespannt, was die Altstadtbewohner bewegt, welche Vorstellungen sie von einer lebens- und liebenswerten Altstadt haben und welche Ideen sie schon immer angehen wollten“, sagt Böttcher. Um dies herauszufinden wird sie viel in der Altstadt unterwegs sein und mit den Anwohnern, Geschäftsinhabern, sozialen und kirchlichen Einrichtungen sprechen und sich über gemeinsame Ansätze austauschen. Die Quartiersmanagerin hat die Aufgabe, die Umsetzung der Ideen und Visionen der Anwohnerschaft zu unterstützen, das heißt Vorhaben gemeinsam zu entwickeln und mit Beratung, Unterstützung bei der Fördermittel-Akquise und Vermittlung zur Stadtverwaltung und anderen Vertretern zur Seite stehen.
 
Ines Böttcher ist studierte Kommunikations- und Informationsmanagerin und ist 2016 aus Hannover nach Herrenberg gezogen. Sie bringt berufliche Erfahrungen aus den Bereichen Projektmanagement, Kommunikation, Netzwerkarbeit sowie der Organisation von Workshops und Kongressen mit. Ihr Büro befindet sich direkt im Klosterhof: „Ich freue mich auf die Begegnungen und den Austausch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Herrenberger Altstadt sowie mit allen anderen Akteuren. Wer schon eine Idee für das Quartier Altstadt hat, kann mich sehr gerne ansprechen.“

Mit Bild und Wort gegen Rassismus



 
Im März finden traditionell Internationale Wochen gegen Rassismus statt, dieses Jahr unter dem Motto „Europa wählt Menschenwürde“. Die von den Vereinten Nationen ausgerufenen Aktionswochen bieten die Möglichkeit, sich über Vorurteile und diskriminierende Verhaltensweisen auszutauschen. Mit einer Veranstaltung am Freitag, 22. März, um 19.30 Uhr setzt sich die Stadtverwaltung Herrenberg gegen die ungleiche Behandlung von Menschen ein.
 
Ein Nein zum Rassismus ist eine wichtige Botschaft in der heutigen Zeit, in der Themen wie Migration und Flucht die gesellschaftlichen Debatten prägen. Ein Weg dies zu zeigen, sind die Begegnung und das gemeinsame Schauen der 45-minütigen Dokumentation der Hamburger Journalistin Jana Pareigis über Diskriminierungen im Alltag, wie Einschränkungen beim Zugang zum Arbeits- oder Wohnungsmarkt, Anfeidungen auf der Straße oder beim Zusammensein im Fußballstadion. Im Film wird die Frage gestellt: „Wie ist es mit dunkler Hautfarbe in Deutschland zu leben – und was müsste sich ändern?“
 
Steve Lefang sowie weitere Vertreter/innen des Vereins „Eyes on Cameroon“ aus Gäufelden schildern nach dem Film die eigenen Erfahrungen mit Alltagsrassismus. Wenn man wegen der Hautfarbe, wegen des Glaubens oder einfach aufgrund einer anderen kulturellen Prägung ausgeschlossen wird, kann das gravierende Auswirkungen für Betroffene haben: Verunsicherung im öffentlichen Raum, Gefühl der Entwertung sowie gesundheitliche Probleme gehen häufig mit Benachteiligung und Herabwürdigung einher.
 
Diese Spuren des Rassismus lassen sich auch durch einen respektvollen und solidarischen Umgang vielleicht nicht ganz verwischen, aber abmildern, „indem wir als Stadtgesellschaft den sogenannten „Anderen“ mit Wertschätzung begegnen und die Probleme, die sie durch Ausgrenzung haben, anerkennen und diese immer wieder angehen“, sagt Meliha Geiger, Integrationsbeauftragte der Stadt Herrenberg. Dies könne besonders gut in einer Stadt wie Herrenberg gelingen, die schon seit Jahrzehnten durch das friedliche Miteinander in Vielfalt geprägt ist. Einen wichtigen Beitrag hierzu leistet seit längerem auch der Arbeitskreis „Fokus Afrika“. Unter der Leitung von Eberhard Nestle engagiert sich diese Vereinigung von Institutionen, kirchlichen Gruppen, Vereinen und Privatpersonen aus Herrenberg und Umgebung für bessere Lebensbedingungen auf dem afrikanischen Kontinent und unterstützt mit verschiedenen Aktivitäten die Afrikaner, die hier leben.
 
Die Veranstaltung findet am Freitag, 22. März, um 19.30 Uhr im Kommunalen Kino, in der Herrenberger Volkshochschule, statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Gäste aus den Nachbarkommunen sind herzlich willkommen.

Neue Pläne fürs Krankenhaus-Areal


Auf rund sechs Hektar Fläche entlang der Marienstraße reihen sich zahlreiche Gebäude aneinander, die in ihrer heutigen Form nicht zukunftsfähig sind: Vom Schwesternwohnheim über das alte Krankenhaus bis zum heutigen Krankenhaus gibt es Veränderungsbedarf. Die Ziele der Entwicklung stimmen Landkreis und Stadt in gemeinsamen Verhandlungen ab.
 
Landrat Roland Bernhard und Oberbürgermeister Thomas Sprißler betonten bei einem Pressetermin am 11. März die Notwendigkeit, das Areal rund um das Herrenberger Krankenhaus städtebaulich zu entwickeln.
 

Das Ganze im Blick


„Diese Fläche bietet erhebliches städtebauliches Potenzial. Schon allein die Größe und die Innenstadtlage machen eine strategische Planung notwendig, die das Ganze in den Blick nimmt“, betont Oberbürgermeister Thomas Sprißler. Die Stärkung Herrenbergs als Krankenhausstandort, die Weiterentwicklung zum Gesundheitscampus und die Schaffung von Wohnraum sind die wesentlichen Ziele der Stadt.
 

Zusammenarbeit stärken


Die Grundstücke im Herrenberger Krankenhaus-Areal an der Marienstraße befinden sich zum überwiegenden Teil im Besitz des Landkreises Böblingen. „Dem Landkreis geht es nicht nur darum medizinische Angebote am Krankenhaus Herrenberg anzusiedeln. Durch die Neustrukturierung des Krankenhausareals verbessern wir gleichzeitig die ambulante Behandlung am Krankenhaus Herrenberg und stärken die funktionale Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus, dem DRK und Fortis. Gleichzeitig finden wir Lösungen für den Wohnraumbedarf des Klinikverbunds und für die sozialen Herausforderungen des Landkreises“, verdeutlicht Landrat Roland Bernhard die Ziele des Landkreises. In die Planungen sind daher auch der DRK-Kreisverband Böblingen e.V. und der Klinikverbund Südwest GmbH als Krankenhausbetreiber integriert. Gedacht ist an eine Entwicklung in unterschiedlichen Zonen mit unterschiedlichen Nutzungsschwerpunkten. Am Krankenhaus direkt ist eine Verlegung des Hubschrauberlandeplatzes auf das Dach des Krankenhaus geplant, um Platz für die DRK-Rettungswache mit einem Parkhaus zu schaffen. In direkter Nachbarschaft des Krankenhauses sollen sogenannte Dienstleistungen mit Bezug zum Krankenhauss wie ein Ärztehaus oder das betreute Wohnen Fortis e.V. seinen Platz finden.
 

Denkmale erhalten und ergänzen


Im Bereich des alten Krankenhauses (Marienstraße 21) schwebt der Stadt eine neue Nutzung des denkmalgeschützten Paul-Binder-Hauses etwa durch einen Kindergarten oder Vereinsnutzung vor sowie der Abbruch der übrigen Gebäudeteile, was Platz etwa für sozialen Wohnbau macht. Auch der äußere Abschnitt an der Marienstraße 19 soll der Wohnnutzung dienen, um so zusätzlichen Wohnraum für das Klinikpersonal zu schaffen.

Krankenhausstandort zukunftssicher machen


„Die Weiterentwicklung des Krankenhauses zum Gesundheitscampus ist ein klares Signal und eine beachtliche Investition in die Zukunft des Standortes, die wir begrüßen“ betont OB Sprißler. Das städtebauliche Konzept nimmt verschiedene Aspekte des menschlichen Lebens in den Blick und fügt diese zu einem sinnvollen Ganzen zusammen, wie der Herrenberger Baubürgermeister Tobias Meigel betont. Vor allem ist darin auch der dringend benötigte Ausbau von Wohnflächen berücksichtigt, nicht zuletzt von geförderten Wohnungen und attraktiven Wohnungen für das Fachpersonal der Gesundheitsbranche. „Die Stadtplanung und die gemeinsamen strategischen Ziele sind der Fixstern, an dem sich die Realisierung ausrichtet. So kann die Umsetzung der kleinteiligen Quartiersstrukturen pragmatisch in Abschnitten und von unterschiedlichen Bauherren erfolgen“ betont Meigel.
 

Baurecht schaffen


Da die Entwicklungspläne des Landkreises als Grundstückseigner grundlegende Änderungen des Baurechts durch die Stadt Herrenberg nötig machen, wollen beide nun über einen gemeinsamen Weg verhandeln. „Der Landkreis will als Eigentümer im Einvernehmen mit der Stadt die weitere Entwicklung voran bringen. Dazu wollen wir auch zeitnah die Gremien des Kreises befassen“, erklärt der Landrat die nächsten Schritte des Kreises.
 

Gremien beraten


Eine städtebauliche Machbarkeitsstudie des Tübinger Büros Hähnig und Gemmecke bildet die Grundlage dafür, sofern die kommunalen Gremien die Behördenchefs zur Aufnhame von Vertragsverhandlungen auf Grundlage der Studie ermächtigen. Der Herrenberger  Gemeinderat berät die Thematik am 19. März im Technischen Ausschuss und entscheidet voraussichtlich in seiner Sitzung am 26. März. Auch der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Landkreises Böblingen hat das Thema auf der Agenda. Im Idelafall schließt sich an die Entscheidung die Erarbeitung eines Entwurfs für den „Bebauungsplan Gesundheitscampus Marienstraße“ an.
 

Stadtführungen für Familien


Nur wenige deutsche Städte besitzen ein so vollständig erhaltenes Ensemble stolzer Fachwerkhäuser, enger Gassen und Winkel, malerischer Treppen und plätschernder Brunnen wie Herrenberg. Am Sonntag, 17. März, haben Familien mit Kindern Gelegenheit, die Herrenberger Altstadt bei einer kindgerechten Führung näher kennenzulernen. Treffpunkt mit Gästeführerin Dorothea Breindl ist um 15 Uhr am Brunnen beim Marktplatz. Diese Führung ist ein kostenloses Angebot der Stadt Herrenberg.

Worauf basiert die Arbeit in der Kita mit meinem Kind?


Äußere Faktoren wie Betreuungszeiten, Architektur und Ausstattung des Hauses sind das eine – für viele Eltern viel wichtiger ist aber die Frage, nach welchem pädagogischen Konzept die Kita arbeitet, der sie ihr Kind anvertrauen. Bei einem Elterninformationsabend am 18. März geben einige Leitungen einen Einblick in die Umsetzung des Orientierungsplans durch das Handlungskonzept infans. Alle Interessierten sind ab 19.30 Uhr in der Stadthalle willkommen.
 
Im Orientierungsplan für Baden-Württemberg sind die Leitlinien für die pädagogische Arbeit in den Kindertageseinrichtungen festgelegt. Die pädagogischen Fachkräfte haben die Aufgabe, das Kind in seinem Spiel zu beobachten, sein Handeln und Verhalten zu verstehen und pädagogische Antworten zu finden. Entdecken und Forschen, die Neugier und Eigenmotivation des Kindes stehen dabei im Vordergrund.
 
„Aus der Elternschaft kam der Wunsch, Antworten auf offene Fragen bezüglich des infans – Konzepts zu bekommen. Dem kommen wir mit diesem Infoabend sehr gerne nach“, erläutert Uta Eberle, die Leiterin des städtischen Fachdienstes Kindertageseinrichtungen. Die Leiterinnen und Leiter der Kitas geben einen Einblick in das Wissen und das Handlungskonzept infans in Form einer Präsentation. An Thementischen gibt es im Anschluss die Gelegenheit durch Begegnung und Gespräch in den pädagogischen Alltag einzutauchen. Das Fachdienstteam unterstützt den Informationsabend und freut sich auf den Austausch mit den Eltern.

Herrenberg fest in Narrenhand


Es ist wieder so weit: Am kommenden Donnerstag, 28. Februar, um 17 Uhr stürmen die Narren das Herrenberger Rathaus. Am Fasnetsdienstag, 5. März, findet wieder der traditionelle Fasnetsumzug statt. Er erfreut sich immer größerer Beliebtheit: Dieses Jahr erwartet die 1. Narrenzunft Herrenberg rund 3000 Hästräger aus mehr als 80 Gruppen. Der 320. Pferdemarkt sowie der Krämermarkt locken ebenfalls in die Innenstadt. Von 12 bis 20 Uhr verkehren kostenlose Busse zwischen der Kernstadt und den Stadtteilen.

"Fole, Fole - komm ond hol me" - Rathaussturm 2018

Viele Fasnetsgruppen kommen jedes Jahr und sind aus der nähreren Umgebung, wie der Ehninger Karnevalsverein oder die Renninger Narrenzunft, aber auch von weiter weg gibt es närrischen Besuch: So nehmen etwa die "Gurra Hexen" aus Kempten zum ersten Mal teil. Ab 14 Uhr werden die unterschiedlichen Narrenrufe durch die mittelalterlichen Gassen ertönen.
 
Viele furchterregende Hexen, Wölfe, Gnome und andere geheimnisvolle Wesen werden am Fasnetsdienstag wieder durch die Herrenberger Innenstadt streifen. Um 14 Uhr startet der Umzug in der Wilhelmstraße. Vom Hasenplatz aus über die Tübinger Straße ziehen die Narrenzünfte zum Marktplatz und weiter über die Stuttgarter Straße bis zur Benzstraße. Dort findet dann eine Abschlussparty statt. Veranstaltet wird der Umzug von der 1. Narrenzunft Herrenberg.
 
320. Pferdemarkt
Welches Pferd ist das Schönste? Seit über 300 Jahren treffen sich alljährlich die Pferde-besitzer, um die prächtigsten Tiere zu prämieren. Um 8 Uhr beginnt der 320. Pferdemarkt mit dem Auftrieb der Tiere, zwischen 8.30 Uhr und 11 Uhr findet die Prämierung der Zucht-Tiere statt. Daran anschließend lädt der Reit- und Fahrverein zu Vorführungen ein, für Kinder wird Ponyreiten angeboten. Ab 11.30 Uhr wird es spannend: Mit der Wahl zur „Miss Herrenberg“ und „Miss Gäu“ erhalten die besten Stuten einen Preis.
 
Krämermarkt
In der unteren Bronngasse, Auf dem Graben und in der Schulstraße lockt der Krämermarkt wieder zwischen 8 und 18 Uhr mit seinen zahlreichen Ständen und einem vielfältigen Angebot. Rund 75 Stände laden zum Bummeln ein. Der Wochenmarkt fällt an diesem Dienstag aus.
 
Gnomverbrennung am Abend

Am Abend gegen zirka 18.30 Uhr verbrennt die Herrenberger Narrenzunft auf dem Marktplatz symbolisch den Gnom, das Sinnbild der Herrenberger Fasnet. Die Feierlustigen verlegen ihre Aktivität dann in die verschiedenen Altstadt-Kneipen.

Auf den Spuren bedeutender Persönlichkeiten


Eine besondere Stadtführung am Sonntag, 10. März widmet sich bedeutenden Personen aus dem 13. bis 18. Jahrhundert, die in Herrenberg geboren wurden oder hier wirkten. Kunsthistorikerin Dr. Michaela Bautz spannt bei einem Spaziergang durch die Stadt den Bogen von den Gründern Herrenbergs, den Pfalzgrafen von Tübingen, über Johannes Huter, den Stifter des Spitals, über drei Mitglieder der Familie Schickhardt und den Maler des Herrenberger Altars Jerg Ratgeb, über den Theologen Johann Valentin Andreae bis hin zur reichen Kaufmannsfamilie Khönle und zu Vogt Heß. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Brunnen am Marktplatz. Diese Führung ist ein kostenloses Angebot der Stadt Herrenberg.

Erste Grundlagen für den Start ins Berufsleben


 
Bereits zum 22. Mal hat am vergangenen Samstag der Berufsinfomarkt in der Jerg-Ratgeb-Realschule stattgefunden. Er lockte erneut viele interessierte Schülerinnen und Schüler. Dieses Jahr wurde auch ein Rekord gebrochen: 62 Firmen, Behörden und Bildungseinrichtungen stellten ihre Ausbildungsangebote vor. Die Stadt Herrenberg, einer der größten Ausbildungsbetriebe im Gäu, informierte über vielfältige Möglichkeiten in Sachen Ausbildung und Studiengänge.

Berufsinfomarkt 2019 an der Jerg-Ratgeb-Realschule
Viele Schülerinnen und Schüler interessierten sich für die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Stadt.
 
„Heute besteht die Chance, die Fachkräfte für morgen zu finden. Sie werden nicht geboren, sondern ausgebildet“, sagte Oberbürgermeister Thomas Sprißler bei seiner Eröffnungsrede. OB Sprißler ermutigte die Schülerinnen und Schüler die Chance des Berufsinfomarktes zu nutzen: „Wählt einen Beruf, wo ihr wirklich das Gefühl habt, das ist meine Richtung. Momentan gibt es einen Beruf der unendlich viel Perspektive hat, eine Arbeitsplatzsicherheit und eine Arbeitsplatzgarantie mit sich bringt. Habt ihr Spaß am Umgang mit jungen Menschen? Dann ist die Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher genau das Richtige. Nutzt diesen Tag um herauszufinden, was zu euch passt.“
 
Mit den Worten „Startschuss! Strömt aus!“ wurde der 22. Berufsinformationsmarkt an der Jerg-Ratgeb-Realschule offiziell eröffnet. Die Stadtverwaltung warb an ihrem modernen Messestand um das Interesse der Schülerinnen und Schüler und stellte ihre Berufsbilder vor. Mit einer fortlaufenden Präsentation am Bildschirm, über Plakate und vor allem im persönlichen Gespräch, konnten sich die Schülerinnen und Schüler über die Vielfalt an unterschiedlichen Ausbildungsberufen und Studiengängen bei der Stadt informieren. Aus erster Hand konnten hier die derzeitigen Auszubildenden der Stadtverwaltung – Linda Klein, Tina Funk und Laura Huber – berichten und die Schülerinnen und Schüler an den bisher gesammelten Erfahrungen teilhaben lassen. Auch Tipps zu Bewerbung und Vorstellungsgespräch wurden gerne angenommen.
 
Über die Ausbildung zum Forstwirt informierte Linus Weidner. Die Stadtwerke wurden vertreten von Mihriban Özgül, die sich in der Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement befindet. Auch der große pädagogische Bereich der Kindertageseinrichtungen war durch die Erzieherin Anika Schwenk, die Anerkennungspraktikantin Anna-Maria Beck und durch Kathrin Abendschein, Fachdienst Kindertageseinrichtungen, vertreten. Kräftig unterstützt wurden sie von Nadja Fauß, Personalreferentin bei der Stadt Herrenberg.
 
Alles Wissenswerte zu den einzelnen Ausbildungsberufen können in der Ausbildungsbroschüre der Stadtverwaltung Herrenberg nachgelesen werden. Die Broschüre kann jederzeit bei der Personalabteilung angefordert (Telefon 924 391) oder online unter www.herrenberg.de aufgerufen werden.
Für alle, die sich noch nicht ganz sicher sind, welcher der vorgestellten Berufe etwas für sie ist, bietet die Stadtverwaltung in der ersten Osterferienwoche (15. bis 18. April) eine Praktikumswoche zum Schnuppern an.
Für alle Fragen zum Thema Ausbildung stehen Nadja Fauß und Clivia Schuker aus der Personalabteilung der Stadt Herrenberg unter der Telefonnummer 924 379 bzw. 391 gerne zur Verfügung.
 
Ausbildungsstart September 2020
Ab Juni 2019 sind die Ausbildungsstellen für das kommende Jahr im Amtsblatt und auf der Homepage der Stadt Herrenberg ausgeschrieben.

Kostenlos mit dem Bus zum Fasnetsumzug


 
 Die 1. Narrenzunft Herrenberg e.V. veranstaltet am Fasnetsdienstag, 5. März, wieder einen Umzug durch die Innenstadt. Beginn ist um 14:00 Uhr. Erwartet werden etwa 80 Gruppen und rund 3.000 Hästräger. Der Krämermarkt findet in der unteren Bronngasse und im Graben (Ost und West) und in der Schulstraße statt.
 
Für die Aufstellung der zahlreichen Narrengruppen werden die Wilhelmstraße bis zur Einmündung Burgsteige und zusätzlich auch der Wengertweg benötigt. Nach dem Start um 14:00 Uhr führt die Umzugsstrecke direkt über die Tübinger Straße zum Marktplatz, dann weiter über die Stuttgarter Straße zur Benzstraße (Kronenbuckel). Dort wird sich der Umzug dann auflösen und es soll noch auf der Straße weitergefeiert werden. Auf dem Marktplatz findet die große Abschlussparty mit Gnomverbrennung statt. Zusätzlich wird im Kreuzungsbereich Stuttgarter Straße / Benzstraße ein Verkaufsstand aufgestellt, sodass die Benzstraße im Teilstück ab Einmündung Stuttgarter Straße bis Seestraße (B 14) aus Verkehrssicherheitsgründen für den Verkehr komplett gesperrt werden muss. Zur Deckung der Kosten – vor allem für den hohen Reinigungsaufwand – wird von der 1. Narrenzunft e.V. wieder ein Eintrittsgeld von 2,50 Euro von den Zuschauern erhoben. Auch die Zuschauerinnen und Zuschauer werden, aus Rücksicht gegenüber den Anwohnern, um Zurückhaltung beim Streuen von Konfetti und dgl. gebeten.
 
Verkehr wird umgeleitet
Aufgrund der geänderten Umzugsstrecke muss der Verkehr in und aus Richtung Nufringen in diesem Jahr nicht umgeleitet werden. Ebenso bleibt die Benzstraße ab Einmündung Seestraße (B 14) bis zur Einmündung K 1047 (Zeppelinstraße / Daimlerstraße) für den Verkehr komplett frei.
 
Lediglich muss der Verkehr für das Wohngebiet Lämmleshalde und Am Joachimsberg umgeleitet werden. Die Umleitung erfolgt über die Seestraße (B 14) - Stuttgarter Straße – Lämmleshalde und in Gegenrichtung. Die Umleitung muss ab ca. 11:00 Uhr sowie während des Umzugs und der anschließenden Veranstaltung der 1. Narrenzunft Herrenberg e.V. im Bereich der Benzstraße (Kronenbuckel) bis Einmündung Seestraße (B 14) bis max. 19:00 Uhr eingerichtet werden.
 
Parkmöglichkeiten
Die Parkplätze entlang der Stadt- und Mehrzweckhalle in der Stadthallenstraße werden während des Pferdemarkts gesperrt, damit die Feuerwehr ein- und ausfahren kann. Stattdessen werden, wie bereits im letzten Jahr, zusätzliche Parkplätze an der früheren Kreisstraße Richtung Affstätt ausgewiesen, sofern es die Witterung zulässt. Die Parkplätze auf dem Stadthallengelände stehen ebenfalls zur Verfügung. Außerdem müssen auch die Parkplätze vor der Viehversteigerungshalle während des Pferdemarkts für den Verkehr voll gesperrt werden. In der Stadthallenstraße sowie auf dem Gelände der Stadthalle werden Ordner eingesetzt, damit u.a. die Feuerwehr ungehindert aus der Stadthallenstraße ein- und ausfahren kann.
Außerdem wird die Kurzzeitparkregelung für die Parkplätze an der Aischbachstraße sowie in der Schießmauer an diesem Tag ebenfalls aufgehoben. Zusätzlich können die Parkplätze bei den Schulgeländen „Markweg“ sowie „Längenholz“ und die Parkplätze beim Kreiskrankenhaus mitgenutzt werden.
Die Stadtverwaltung bittet dringend, die Sperr- und Parkverbotsbeschilderung zu beachten und weist darauf hin, dass konsequent gegen Verkehrsverstöße vorgegangen wird.
 
Kostenloser Shuttlebusverkehr aus den Stadtteilen
Aufgrund der Baumaßnahme „Seeländer“ stehen in diesem Jahr nicht mehr so viele Parkplätze wie in den vergangenen Jahren zur Verfügung. Aus den Stadtteilen wurde daher ein kostenloser Shuttlebusverkehr in der Zeit von 12:00 Uhr bis 20:00 Uhr eingerichtet (siehe hierzu gesonderter Text mit den Fahrzeiten). Während des Umzuges in der Zeit von 14:00 Uhr bis ca. 15:30 Uhr werden die Busse nicht fahren.
 
Lautsprecher nur am Marktplatz, Tübinger Straße und Stuttgarter Straße bei Einmündung Benzstraße (Kronenbuckel)
Auch in diesem Jahr wird wieder ein Verbot für den Betrieb von Lautsprechern und Lautsprecheranlagen entlang der Umzugsstrecke – mit Ausnahme für die Lautsprecheranlagen der 1. Narrenzunft Herrenberg e.V. auf dem Marktplatz, Ecke Tübinger Straße/Schuhgasse und in der Stuttgarter Straße bei Einmündung Benzstraße (Kronenbuckel) – erlassen. Es ist gültig von 12:30 Uhr bis 18:00 Uhr. Damit soll dem wichtigen Anliegen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten Rechnung getragen werden, den Bereich der Umzugsstrecke nicht nur während, sondern auch nach dem Umzug für Einsätze in der Altstadt und innerhalb der Innenstadt möglichst frei zu halten. Dies war, bedingt durch teilweise erhebliche Menschenansammlungen an bestimmten neuralgischen Punkten, in den vergangenen Jahren nicht immer gegeben.
 
Halt- und Parkverbote beachten
Besonders die Halte- und Parkverbote im Bereich der Aufstellungs- und der Umzugsstrecke, sowie in der Bismarckstraße, Gültsteiner Straße und in der Stuttgarter Straße nach Einmündung Lämmleshalde bis zur Einmündung Seestraße (B 14) und im Bereich der Benzstraße (Kronenbuckel), sind unbedingt einzuhalten. Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge werden auch in diesem Jahr konsequent abgeschleppt. Für die trotz allem - gerade an diesem Tag - unvermeidbaren Behinderungen und Beeinträchtigungen bittet die Stadtverwaltung um Verständnis.
 

Hundekot in Vorgärten und auf Feldwegen



In den vergangenen Wochen erreichten den digitalen Schadensmelder auf der städtischen Homepage mehrere Beschwerden, die Hundekot betreffen. Die Stadtverwaltung bittet deshalb Hundebesitzer dringend, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner zu beseitigen. Zahlreiche Hundestationen mit Beuteln stehen dafür bereit.
 
Die Beschwerden häufen sich: Aktuell erreichten die Stadtverwaltung zehn Meldungen, die zeigen, dass die Verschmutzung durch Hundekot in Vorgärten und auf Feldwegen zugenommen hat. Besonders im Römerweg in Kuppingen, auf Höhe des Bolzplatzes und an der Ecke Erzgebirgsstrasse, sowie an der Ecke zur Taunusstrasse beklagen Anlieger die Hundehaufen. Betroffen ist auch der Feldweg am Ziegelfeld in der Kernstadt und der Spielplatz am Kaffeeberg in Affstätt. Dort hat das Amt für Technik, Umwelt, Grün (TUG) reagiert und einen Unterflurmülleimer eingebaut. Dieser macht aber natürlich nur Sinn, wenn Hundebesitzer, den Kot ihrer Vierbeiner auch aufsammeln und entsorgen. Dafür können gekaufte Hundekotbeutel oder Beutel aus den Hundestationen der Stadt Herrenberg benutzt werden. Insgesamt gibt es inzwischen 70 Hundestationen in der Kernstadt und in den Stadtteilen. Die Standorte der Hundestationen sind unter https://tug-herrenberg.de/service/hundestationen zu finden.
 
Die Stadtverwaltung  wendet sich deshalb an alle Hundehalter mit der Bitte, ihre Hunde möglichst nicht auf öffentliche Wege und private Grundstücke koten zu lassen bzw. den Hundekot anschließend aufzusammeln und zu entsorgen. Dies ist besonders wichtig, da vor allem für Kinder die Gefahr besteht, sich durch Viren, Bakterien und Würmer, z.B. den Hundebandwurm, zu infizieren.

„Tolerant? Sind wir selber!“



Mit dem Kurzfilm “Tolerant? Sind wir selber!” der Heinrich Böll Stiftung hat die Denkwerkstatt vergangene Woche im Klosterhof begonnen. Etwa 30 Besucherinnen und Besucher mit und ohne Fluchthintergrund, Jugendliche und Erwachsene kamen zusammen um über Toleranz, Respekt und Meinungsfreiheit nachzudenken. Das Projektteam [lampedusa calling] und das Team Beteiligung und Engagement hatten eingeladen. Auch einige Teilnehmende aus dem Bündnis „Herrenberg bleibt bunt“ waren anwesend.
 
Ob Deutschland insgesamt, Herrenberg, oder eben auch die Klosterhofgemeinschaft - alles wird vielfältiger. Die weltweiten Migrationsbewegungen genauso wie die vielfältigen Lebensweisen, Weltanschauungen und Religionen tragen dazu bei, dass es notwendig wird, tolerant und respektvoll miteinander umzugehen. Die Vielfalt und Freiheit zu schützen, ist Grundlage von Demokratie. Soweit die Theorie und soweit auch das Verständnis der Teilnehmenden.
 
Und im Alltag? Zum Beispiel: “Ich laufe auf der Straße und ein Mann verprügelt seine Frau. Kann ich dann sagen, dass man das jetzt halt tolerant ertragen muss? Dann gehe ich hin und mische mich ein. Und sage was für ein Arschloch er ist.“ Da waren sich einige in einer Arbeitsgruppe schnell einig. Dass die Toleranz enden muss, wo Gewalt eintritt. Klar! Aber ob es respektvoll ist und etwas bringt das Wort mit A zu sagen? Hier war viel Gesprächsstoff und auch Information der Referierenden gefragt. Wie gut unsere Gesetze und Normen sind und wie schwierig es ist, diese auch im Alltag zu leben, das wurde vielen auch bei der Bearbeitung von Fallbeispielen in Kleingruppen eindrücklich.

Schnell wurde deutlich, dass respektloses Verhalten und die Eskalation von Konflikten da anfängt, wo sich jemand nicht mit den Interessen und Perspektiven seines Gegenübers befasst. Wenn jemand der Überzeugung ist, nur sein Urteil und seine Meinung ist die Richtige und diese will derjenige durchsetzen. In vielen Fällen kommt es dann zu Respektlosigkeit in Worten und Verhalten. Dann entstehen Fronten und die Schritte von psychischer zu physischer Gewalt können schnell zu schlimmen Konfliktspiralen führen. Dieser Weg ist meistens schnell und einfach und entspricht oft der inneren Ungeduld. Die eigenen Vorurteile und Gewohnheiten zu hinterfragen und die anderen Positionen kennen zu lernen dauert länger.  Es kostet Zeit und Energie immer wieder die eigenen Wünsche und Grenzen zu benennen und trotzdem die Freiheit und Rechte der anderen zu beherzigen.
 
Wer sich weiter üben will in Toleranz und Respekt und im Leben von Vielfalt, ist herzlich eingeladen zur nächsten Denkwerkstat. Diese findet am Mittwoch, 14. März (der Termin wurde vorverlegt), zum Thema: „Pluralität und Integration – Andere Länder andere Sitten?!“ in Zusammenarbeit mit dem Integrationsmanagement in Gäufelden statt.
 

Stärkung der Ehrenamtlichen


Im Rahmen der Fortbildungsreihe „Qualifiziert.Engagiert“ hält die Herrenberger Psychologin Birgit Schick einen Kurs über den Umgang mit eigenen Ansprüchen und Erwartungen bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit. Dabei zeigt sie im Dialog mit den Teilnehmenden neue Reflexionsmöglichkeiten auf und geht auf die Bedeutung einer achtsamen Wahrnehmung ein.
 
Alle interessierte Ehrenamtliche sowie Fachkräfte sind herzlich willkommen zur kostenlosen Teilnahme am Dienstag, 12. März um 18.00 Uhr in der Herrenberger Volkshochschule. Wegen der begrenzten Plätze ist eine Anmeldung per Telefon (07032 27030) oder E-Mail (anmeldung@vhs.herrenberg.de) nötig.
 
Im Kurs werfen die Teilnehmer einen Blick nach innen auf die eigenen Ansprüche und Erwartungen und auf die Vielfalt ihrer Kompetenzen und Stärken. Gleichzeitig werfen sie auch einen Blick nach außen um wahrzunehmen, was den Menschen, mit denen sie gerade zusammen sind, gut tut. Dazu ist eine achtsame Haltung nötig, die in die Präsenz des Augenblicks führt. Im gemeinsamen Miteinander wird diese innere Haltung geübt.

Staatsanzeiger-Wettbewerb: Leuchttürme der Bürgerbeteiligung


Mit einem digitalen Dozierendenportal beteiligt sich die Volkshochschule Herrenberg beim landesweiten Wettbewerb „Leuchttürme der Bürgerbeteiligung“ des Staatsanzeigers. Ab sofort können alle Interessierten online für das Projekt abstimmen. Der Wettbewerb steht in diesem Jahr unter dem Motto „Leuchttürme des digitalen Wandels“. Insgesamt nehmen 21 Projekte daran teil.
 
Die Volkshochschule Herrenberg hat sich auf den Weg in Richtung Digitalisierung gemacht: Für ihre knapp 400 Lehrkräfte hat sie von einer Softwarefirma ein Online-Portal programmieren lassen. Demnächst sollen die Dozenten hier selbst Termine und geprüfte Angebote einpflegen. „Bald geht’s los, wir stehen sozusagen in den Startlöchern“, sagt Sabine Käser-Friedrich, die Leiterin der Herrenberger Volkshochschule. „Mit dem Portal können wir künftig vieles unkomplizierter regeln“, sagt Käser-Friedrich. „Beispielsweise können Verträge künftig ohne den bisherigen, großen Papieraufwand ausgefertigt werden.“ Käser-Friedrich sieht in der Optimierung von Geschäftsprozessen eine gute Möglichkeit, ihr 14-köpfiges Team noch leistungsfähiger zu machen. „Durch Projekte wie dieses werden zeitliche Ressourcen frei, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dann zum Beispiel für die Weiterentwicklung ihrer Angebote und Kurse nutzen können.“

Kooperation mit Hochschule


Unterstützung bekam die VHS bei dem Projekt von Studierenden der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg: Sechs angehende Beamte haben im Wintersemester 2017/18 vor Ort die Geschäftsprozesse der Volkshochschule untersucht; ihre Ergebnisse haben sie dann im Januar 2018 präsentiert; danach hat eine externe Firma das Portal umgesetzt.

Digitale Projekte in Herrenberg


„Das VHS-Dozierendenportal ist eines von zehn digitalen Projekten, an denen die Stadtverwaltung Herrenberg aktuell intensiv arbeitet, sagt Hauptamtsleiter Tom Michael. Bei allen zehn Projekten hat die Stadt mit der Hochschule in Ludwigsburg kooperiert. Derzeit werden die Projekte schrittweise umgesetzt – neben dem digitalen Dozierendenportal für die VHS wurde beispielsweise bereits der Schadensmelder für Bürgerinnen und Bürger oder das Onlinebezahlsystem bei der Stadtbibliothek eingeführt.

Abstimmen bis zum 31. März


Noch bis Sonntag, 31. März, läuft die Online-Abstimmung zu den „Leuchttürmen der Digitalisierung" unter www.staatsanzeiger.de/leuchttuerme. Unter der Startnummer 16 trägt das Herrenberger Projekt den Titel „Beamtennachwuchs hilft Volkshochschule bei Digitalisierung“. Die endgültige Entscheidung trifft eine Bürgerjury auf der Basis des Votums der Online-Abstimmung.

Über den Wettbewerb


Der Staatsanzeiger-Wettbewerb "Leuchttürme der Bürgerbeteiligung" wurde aus Anlass der 60-Jahr-Feiern des Landes Baden-Württemberg und des Staatsanzeigers im Jahr 2012 erstmals ausgerufen. Er steht unter der Schirmherrschaft von Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, und Thomas Strobl, Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration

Jetzt abstimmen

Kunterbunte Frühlingsboten


Das Frühjahr steht vor der Tür und lockt erste Triebe und Vorbote farbenfroher Blüten hervor. Die Grundlagen hat die Stadt schon im Winter gelegt und 50.000 Blumenzwiebeln gesteckt. Bunt, freundlich und auffallend waren die Kriterien für die Auswahl der Frühblüher.
 
Noch vor der Jahreswende wurden an den Zufahrtsstraßen zur Kernstadt und zum Stadtteil Gültstein Blumenzwiebel gesteckt. Tulpen- und Narzissen, um genau zu sein. Wenn sie im Frühjahr austreiben, werden sie Blüten ganz unterschiedlicher Farben und Wuchsformen hervorbringen. Auch Blütezeit und Blühdauer variieren je nach Blumenmischung, die mit ihren klangvollen Namen optische Highlights versprechen: „Flora Nature“, „Prima Kitisa“, „Prima Annecy-le-vieux“ heißen sie und – lautmalerisch ganz oben auf der Hitliste – „Prima Asnières-sur-Seine“. Wobei sich die Gartenbauabteilung des Amtes für Technik, Umwelt, Grün (TUG) nicht wegen der Namen für diese vier Mischungen entschieden hat. „Bunt, freundlich, auffallend“, so lauten waren die Kriterien, nach denen die Zwiebelmischungen ausgewählt wurden. Ganz nebenbei mussten die Fachleute das Budget im Auge behalten.
 

50.000 Blumenzwiebeln setzen Akzente


Knapp 10.000 Euro hat die Stadt in die kunterbunten Frühlingsboten investiert. Etwas mehr als 50.000 Blumenzwiebel konnten dafür gesteckt werden. Maschinell, denn in Handarbeit hätte man dies nicht bewältigen können. Zusammen mit den Blumen in den Wechselflor-Beeten und den – ebenfalls bunten – Blühmischungen aus den „Herrenberger Samentütchen“ werden sie von März an farbliche Akzente setzen. Und das nicht nur in diesem Jahr, sondern auch in den (Früh-)Jahren darauf. Sieben Jahre lang werden die Tulpen und Narzissen jeweils neu austreiben, bevor sie in ihrer Pracht ein wenig nachlassen.
 

Willkommensgruß am Stadteingang


Gezielt wurden die Flächen zum Stecken der Blumenzwiebel ausgewählt: In der Nagolder, der Hildrizhausener, der Horber und der Seestraße war der kleine Traktor mit der angehängten Steckmaschine unterwegs. Entlang der städtischen Einfahrtsstraßen und auch in Bahnhofsnähe werden die Frühlingsblüher wachsen, schließlich möchte man neben den Autofahrern auch die Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln bei ihrer Ankunft in der Mitmachstadt auf kunterbunte Art und Weise willkommen heißen. Ganz bewusst wurden die Blumenzwiebeln neben den genannten Flächen in der Kernstadt auch in Gültstein gepflanzt – der Stadtteil feiert in diesem Jahr sein 1250-Jahr-Jubiläum und im Wissen um dieses ganz besondere Ereignis kamen die Blumenmischungen deshalb entlang der Altinger Straße, der Schloßstraße, der Friedhofstraße, der Tailfinger Straße, am Bahnhof und am so genannten „Era-Kreisel“ im Gültsteiner Industriegebiet in den Boden. Oder vielmehr: In den schmalen Streifen Erde, der überall zwischen Fahrbahnrand und begleitendem Fuß- und Radweg zu finden ist. Nicht gerade paradiesische Wuchsbedingungen, doch den farbenfrohen Frühjahrsblühern wird dies reichen. Gerade deshalb hat man sich für Tulpen und Narzissen entschieden.

Afghanistan: Zwischen Vielfalt und Tradition


Jamal Farani ist vor 22 Jahren aus seiner Heimat Afghanistan nach Deutschland geflohen. In einem Vortrag in der Fortbildungsreihe „Qualifiziert.Engagiert“ vermittelt er persönliche Eindrücke aus der Geschichte und Kultur seines Heimatlands.
 
Der Vortrag ist offen für alle, Termin ist Freitag, 1. März um 19 Uhr in der Herrenberger Stadtbilbiothek. Der Eintritt ist frei, wegen der begrenzten Plätze ist allerdings eine Anmeldung per Telefon (07032 27030) oder E-Mail (anmeldung@vhs.herrenberg.de) nötig.
 
Durch Fotografien, persönliche Erzählungen und kurze Filmen erhalten die Teilnehmer einen authentischen Eindruck von der ethnischen Vielfalt und kulturellen Besonderheit Afghanistans. Der Vortrag von Jamal Farani ist Teil der Fortbildungsreihe „Qualifiziert.Engagiert“, die die Integrationsbeauftragte der Stadt Herrenberg gemeinsam mit der Volkshochschule und der Stadtbibliothek organisiert. Ziel der Reihe ist es, ein Angebot für ehrenamtlich Engagierte aus Herrenberg und der Umgebung zu gestalten. Ehrenamtliche, die Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund unterstützen sollen hier vielfältige Informationen und Einblicke in die Kultur der verschiedenen Länder erhalten. Alle Interessierten sind herzlich Willkommen.

Stefan Metzing wird Finanzbürgermeister


Der Gemeinderat hat Stefan Metzing am 19. Februar 2019 zum neuen Finanzbürgermeister gewählt.
OB Thomas Sprißler gratuliert Stefan Metzing (rechts) zur gewonnen Wahl.

Er hat seine Bewerbung als Erster in den Ring geworfen und auch bei der Wahl im Gemeinderat am Dienstag hatte er die Nase vorn: Stefan Metzing wird der neue Finanzbürgermeister der Stadt Herrenberg.
 
Der langjährige Mitarbeiter und bisherige Kämmerer der Stadt tritt damit die Nachfolge seiner scheidenden Chefin, Finanzbürgermeisterin Gabrielle Götz-Getzeny an, die dieses Wahlamt seit 2003 bekleidet hat. Ihre Amtszeit endet am 14. Mai, ihr Nachfolger tritt sein Amt daher am 15. Mai 2019 an.
 
Sieben Bewerbungen sind auf die ausgeschriebene Stelle eingegangen, zwei davon haben sich am Dienstag im Gemeinderat vorgestellt. Nach einer je 10-minütigen Vorstellung stellten sich die Kandidaten den Fragen des Gremiums. Die Wahl fiel im ersten Wahlgang klar auf Metzing: er wurde einstimmig gewählt, sein Mitkonkurrent Matthias Beck erhielt keine Stimm.
 
Acht Jahre dauert die Amtszeit des Beigeordneten für das Finanzwesen, wie die Stelle offiziell heißt. Als einer von drei Dezernenten vertritt Metzing neben Oberbürgermeister Thomas Sprißler und dem Ersten Bürgermeister Tobias Meigel die Stadt nach außen. Intern ist er für die Leitung des Finanzdezernats zuständig, zu dem die Kämmerei, das Ordnungsamt und die Stadtwerke gehören. Stefan Metzing übernimmt Verantwortung für 123 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – fast 100 mehr als in seiner aktuellen Position.
 
„Als echter Herrenberger habe ich mein Handwerk hier von der Pike auf gelernt. Ich freue mich über die einmalige Chance, für zahlreiche Themen, die ich bisher bereits begleitet habe, nun auch unmittelbar Verantwortung zu übernehmen“, sagt Stefan Metzing und bedankt sich für das Vertrauen, das der Rat in ihn setzt. Der Diplom-Verwaltungswirt hat seine Karriere bei der Stadt Herrenberg 2002 als Mitarbeiter in der Kämmerei begonnen, deren Leitung er 2014 übernommen hat.

Der 40-jährige Familienvater hat sich einen Ruf als Verwaltungs- und Finanzexperte in und außerhalb der Herrenberger Verwaltung erarbeitet. Als Dozent lehrt er an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg und macht den Nachwuchs fit in den Bereichen Rechnungswesen, Buchführung und Bilanzierung. Mit seinen Kenntnissen hat er dazu beigetragen, den Herrenberger Haushalt als einen der ersten auf die neue, doppische Buchführung umzustellen.

Als Ziele für seine neue Position nannte er die Digitalisierung der Kämmerei, neue Weichenstellungen in der Forstwirtschaft, einen soliden Haushalt, mehr Effizienz und Bürgerfreundlichkeit im Ordnungsamt und die Zukunftssicherung der Stadtwerke.

Gründerin, Unternehmerin und Mutter



Die Wirtschaftsförderung der Stadt Herrenberg lädt zum 22. Gründungsmeeting im Coworking Space im Amselweg 1 ein. Die Veranstaltung wendet sich an Gründerinnen, Gründer und Gründungsinteressierte und bietet die Möglichkeit, in einer gemütlichen Atmosphäre Kontakte zu knüpfen. Los geht es um 18 Uhr.
 
Den Impulsvortrag beim Gründungsmeeting wird Ute Kettner halten. Sie ist die Inhaberin von Mrs. Sporty Herrenberg im Nufringer Tor. Mrs. Sporty ist ein Sportclub für Frauen, der Frauen jeden Alters dabei unterstützt, Sport und gesunde Ernährung in den Alltag zu integrieren. In ihrem Vortrag wird Ute Kettner auf eine Vielzahl von spannenden Themen eingehen: Franchising, Gründung, Firmenübernahme, Aufbau, Konzeptumstellung, Firmenumzug, Unternehmerin, Mutter! Dabei richtet sich der Vortrag nicht ausschließlich an Frauen, auch Männer sind gern gesehene Gäste.
 
Für eine Kleinigkeit zum Essen und zum Trinken ist gesorgt.
Alle, die sich für das Thema Gründung interessieren, sind herzlich willkommen!
 
Eine Anmeldung über die städtische Homepage www.herrenberg.de/termine ist erforderlich.
 

Außergerichtlicher Vergleich: Stadt erhält 190.000 Euro


Die Stadtwerke haben einen außergerichtlichen Vergleich mit der Haftpflichtversicherung des Generalplaners des Naturfreibads abgeschlossen. Als Schadensersatz für die Schließungen des Bads im Sommer 2015 und 2016 erhält die Stadt 190.000 Euro.
 
„Ich bin sehr erleichtert, dass wir diese außergerichtliche Einigung erzielen konnten“, sagte die für die Stadtwerke zuständige Bürgermeisterin Gabrielle Götz-Getzeny. Dies sei ein zufriedenstellendes Ergebnis, erklärte sie. Die Stadtwerke hatten für das am 15.05.2015 eröffnete Naturfreibad die Wasserwerkstatt aus Bamberg mit der Planung und dem Bau des Freibads im Längenholz beauftragt. In den  Sommermonaten 2015 und 2016 musste das Bad insgesamt vier Mal schließen, weil das Badewasser mit Keimen belastet war, die deutlich über dem erlaubten Grenzwert lagen. Im Sommer 2016 wurde die Badesaison Anfang August sogar vorzeitig beendet. Schuld war jeweils das Bakterium Pseudomonas aeruginosa, ein weit verbreiteter Boden- und Wasserkeim.
 
Für die Suche nach dem Grund der wiederholten Grenzwertüberschreitung schalteten die Stadtwerke Sachverständige ein und beauftragten ein Institut mit einer wöchentlichen Probenentnahme, um die Qualität des Wassers engmaschig überwachen zu können. Weitere Kosten entstanden, weil die Besitzer von Saisonkarten entschädigt wurden. Der jetzt abgeschlossene Vergleich in Höhe von 190.000 Euro dient zur Schadensregulierung dieser damals entstandenen Mehrkosten.
 
Als wesentliche Ursache der Verunreinigung stellten die Gutachter im Herbst 2016 mangelhaftes Granulat im sogenannten Neptunfilter, dem „Herzstück“ der biologischen Wasserreinigung, fest. Der Filter wurde im Winter 2016/17 komplett mit 1800 Tonnen neuem Granulat bestückt. Dafür hatten die Stadtwerke im November 2016 eine Sanierungsvereinbarung mit der Haftpflichtversicherung des Generalplaners abgeschlossen. Diese beinhaltete, dass die Sanierung der Filteranlage sowie alle erforderlichen Nachbesserungen auf Kosten des Generalplaners im Rahmen der Gewährleistungspflicht erfolgen.

Veränderte Öffnungszeiten bei den Bürgerdiensten


Aus Krankheitsgründen gibt es bei den Bürgerdiensten in dieser Woche ab Dienstag, 18. Februar, veränderte Öffnungszeiten.
 
Diese lauten:
 
Dienstag, Mittwoch, Freitag: geöffnet 8:30 bis 12:00 Uhr
Donnerstag:                           geöffnet 13:30 bis 18:30 Uhr
Samstag:                                geschlossen
 
Ab Montag, 25. Februar 2019, gelten wieder die regulären Sprechzeiten.
 
www.herrenberg.de/öffnungszeiten

Kita-Plätze für September 2019 bis Dezember 2019


Um den Bedarf an Betreuungsplätzen für das Kindergartenjahr 2019/2020 besser planen zu können, bittet die Stadtverwaltung um Mithilfe. Eltern, die im Zeitraum von September 2019 bis Dezember 2019 einen Betreuungsplatz in einer städtischen Kindertageseinrichtung möchten, sollten ihr Kind bis Freitag, 15. März 2019, anmelden.
 
Informationen zu allen städtischen Kindertageseinrichtungen und Betreuungsmöglichkeiten finden Interessierte unter www.herrenberg.de/kitas. Änderungen der Kita-Öffnungszeiten vorbehalten. Die Anmeldung erfolgt zentral beim Amt für Familie, Bildung und Soziales, Kirchgasse 2, 71083 Herrenberg, Telefon 07032 924-230, E-Mail l.krammer@herrenberg.de. Anmeldeformulare gibt es auf der Homepage als PDF-Dateien sowie in Papierform beim Amt für Familie, Bildung und Soziales und in den städtischen Kitas.
 

Aufnahmen ganzjährig möglich

Die Aufnahme in den Kindertageseinrichtungen erfolgt gemäß den Aufnahmekriterien der Stadt Herrenberg. Die Aufnahmeordnung für Kindertageseinrichtungen ist veröffentlicht unter www.herrenberg.de/stadtrecht in der Rubrik Soziale Sicherung. Aufnahmen sind grundsätzlich während des ganzen Jahres möglich. Der Rechtsanspruch wird erfüllt. Einen Anspruch auf eine Wunscheinrichtung besteht nicht. Für Belegungswünsche zwischen Januar und August des jeweiligen Jahres ist zu berücksichtigen, dass zu Beginn des Kindergartenjahres noch zur Verfügung stehende Plätze nicht freigehalten werden können. Bitte berücksichtigen Sie dies bei der Wahl des Wunschaufnahmetages.

Fruchtkasten und Familie Köhnle


Der ehemalige Stiftsfruchtkasten gehört zu den markantesten Gebäuden in Herrenberg. Am Sonntag, 24. Februar, findet eine kostenlose Führung durch dieses historische Gebäu-de mit besonderer Berücksichtigung der Herrenberger Kaufmannsfamilie Köhnle statt. Dieser einflussreichen Sippe ist ein Raum im Fruchtkasten gewidmet. Treffpunkt mit Gästeführer Siegfried Großmann ist um 15.30 Uhr vor dem Fruchtkasten, Tübinger Straße 30.
 

Grundschule Haslach: Abbruch beginnt


Im Herrenberger Stadtteil Haslach baut die Stadt eine neue Grundschule. Am morgigen Donnerstag, 14. Februar, rollt der Bagger an, dann beginnt der Abbruch des alten Schulhauses.
 
Die Abbrucharbeiten dauern voraussichtlich drei Wochen. Zunächst wird das Gebäude abgebrochen, danach folgt der Abbruch der Bodenplatte. Die Kosten für den Abbruch liegen bei rund 85.000 Euro. Mit den Abbrucharbeiten ist die Firma JMS GmbH & Co. KG, ein Unternehmen aus Weinstadt, beauftragt. „Läuft alles nach Plan, ist im März Baubeginn“, sagt Uwe Kusterer vom Gebäudemanagement. Das Projekt liegt aktuell im Zeitplan. „Wir haben jedoch weiterhin einen straffen Fahrplan“, sagt Kusterer, „schließlich soll die Schule pünktlich zum Schuljahr 2020 fertig sein.“

Saubere Trennung und Recycling

Vor dem Abbruch erfolgte die Entkernung des Gebäudes und die fachgerechte Beseitigung von belasteten Materialien. „Jetzt beim Abbruch kommt es vor allem auf die saubere Trennung der Materialien, wie Altholz, Bauschutt und Beton an“, erläutert Stefan Treiber von dem Abbruchunternehmen. Alle Materialien werden bei verschiedenen Anlagen im Großraum Stuttgart fachgerecht entsorgt oder recyclet. „Altholz, Baumischabfälle und Beton werden wiederverwertet“, so Treiber.
So kommt der abgebrochene Beton der Bodenplatte unter die Bodenplatte des Neubaus: Hierfür wird er zunächst in die Benzstraße transportiert und dort von einem Betonbrecher in eine vorgegebene Größe zerlegt. Dieser kleingebrochene Beton wird dann zusammen mit dem kleingebrochenen Beton des Gebäudes der Rinder-Union als sogenanntes Bodenaustauschmaterial unter der Bodenplatte der neuen Schule eingebaut.

Unterricht in Kuppingen

Während der Bauzeit kommen die Haslacher Schulkinder in der ehemaligen Hauptschule in Kuppingen unter. Bereits in den Herbstferien im vergangenen Jahr ist die Schule dorthin umgezogen; seit Anfang November 2018 finden in Kuppingen der Unterricht und die Kernzeitbetreuung statt. Ein Teil der Inneneinrichtung wurde also nach Haslach mitumgezogen. „Möbel und Einrichtungsgegenstände, die erst später im Neubau wieder gebraucht werden, haben wir vorübergehend eingelagert“, wie Johannes Roller, der Leiter vom Amt für Familie, Bildung und Soziales, berichtet. Was nicht mehr benötigt wird, habe man direkt entsorgt.

Neubau mit drei Einheiten

Insgesamt investiert die Stadt Herrenberg rund 7,4 Millionen Euro in das neue Schulhaus in Haslach. Das Konzept für das Gebäudeensemble stammt vom Stuttgarter Büro „Drei Architekten“. Der Neubau gliedert sich in drei Einheiten, die die drei Nutzungsansätze widerspiegeln: Neben den vier Grundschulklassen sollen darin eine zusätzliche Kita-Gruppe und ein Gemeinschaftsbereich unterkommen, der für Sport- und Bewegung ebenso genutzt werden kann wie für Veranstaltungen von Kita, Schule oder den örtlichen Vereinen.

Grundschule Haslach: Abbruch beginnt


Grundschule Haslach: Abbruch beginnt
In Haslach rollt der Abbruchbagger an: Für einen Neubau wird das alte Schulhaus in den kommenden Wochen abgebrochen.

Grundbuch- und Bußgeldstelle ziehen um


Wegen eines internen Umzugs sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bußgeldstelle und der Grundbucheinsichtsstelle am 18. und 19. Februar nicht erreichbar, die Sprechzeiten entfallen. Ab 20. Februar sind beide Abteilungen im Ordnungsamt wieder regulär zu erreichen – die Bußgeldstelle dann in Raum 207 im Bürgeramt, Marktplatz 1 und die GrundbuchEinsichtstelle in Raum 64 im Oberamt, Kirchgasse 2.

Weichenstellung für Citymanagement



Der Verein Herrenberg Stadtmarketing lädt am Mittwoch, 20. Februar, um 19 Uhr zu seiner ersten Mitgliederversammlung ein. Neben Mitgliedern sind auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen aus Herrenberg und den Teilorten herzlich willkommen.
 
Nachdem der Verein mittlerweile beim Registergericht eingetragen ist, wird am Mittwoch, 20. Februar, um 19 Uhr im Ratssaal des Herrenberger Rathauses die erste reguläre Mitgliederversammlung stattfinden. In dieser Sitzung wird über das Arbeitsprogramm und die Verwendung des Budgets für 2019 beraten und beschlossen, auch sollen erste personelle Weichenstellungen zur Besetzung der Stelle des Citymanagers bzw. der Citymanagerin getroffen werden.
 
Der Stadtmarketing Verein wurde im November 2018 gegründet, Vorsitzender ist Jochen M. Schmidt aus Herrenberg. Dem Vorstand gehören außerdem Mahmut Yardimci und Wirtschaftsförderer Ralf Heinzelmann sowie Dirk Loibl von der Kreissparkasse Böblingen als Kassierer und Charlotte Reichert von der Stadtverwaltung als Schriftführerin an.
 
Mitgliederversammlungen von Vereinen sind zwar in der Regel nichtöffentlich, der Verein ist aber daran interessiert weitere Bürger und Betriebe in seine Arbeit mit einzubinden, damit Herrenberg weiterentwickelt und vorangebracht werden kann. Das geht nur, wenn sich möglichst viele Firmen und interessierte Bürger in diesem Verein engagieren. Deshalb sind alle, die sich für den Verein Herrenberg Marketing interessieren herzlich zur Mitgliederversammlung eingeladen. Es wird aber auch darauf hingewiesen, dass ein Mitsprache- und Stimmrecht in dieser Versammlung nur Mitglieder des Vereins haben. Neue Mitglieder sind stets herzlich willkommen.
 
Für die Planungen bittet der Verein um eine kurze formlose Voranmeldung an Charlotte Reichert unter Telefon 07032 924 161 oder per E-Mail an c.reichert@herrenberg.de.

Wohl des Kindes steht an erster Stelle



Der Betreuungs-Engpass in den Herrenberger Kindertageseinrichtungen spitzt sich zu. Der Grund sind Personalausfälle wegen Krankheit und Beschäftigungsverboten, etwa bei Schwangerschaften, aber auch der Fachkräftemangel im pädagogischen Bereich insgesamt. 25 Stellen kann das Amt für Familie, Bildung und Soziales aktuell nicht besetzen. Ein Notfallplan für jede einzelne Kindertageseinrichtung soll Abhilfe schaffen. Eine Einschränkung bei den Betreuungszeiten wird in einigen Häusern nicht zu vermeiden sein.
 
„Die Lage ist für alle Seiten unbefriedigend“, schildert Johannes Roller, Leiter des Amts für Familie, Bildung und Soziales, die momentane Situation. Jede Woche, zu Grippezeiten fast täglich, versuchten die Mitarbeiterinnen des Fachdiensts Kindertageseinrichtungen, personelle Lücken zu stopfen. Erzieherinnen aus den noch einigermaßen gut besetzten Einrichtungen werden in Häuser mit dünner Personaldecke geschickt, um dort einige Tage auszuhelfen. Denn der gesetzlich vorgeschriebene Mindestpersonalschlüssel muss zwingend eingehalten werden, um Bildung und Betreuung in einem angemessenen Rahmen zu gewährleisten. „Mit Springkräften, die ursprünglich für Krankheitsfälle vorgesehen sind, können wir die Löcher längst nicht mehr stopfen“, erklärt der Amtsleiter. Die Erzieherinnen und Erzieher arbeiteten seit Monaten am Limit. Alle Ressourcen seien ausgeschöpft. 25 Stellen können momentan nicht besetzt werden. Nicht nur in Herrenberg wird der Mangel an qualifizierten Fachkräften zunehmend zum Problem, alle Städte und Gemeinden im Landkreis Böblingen sind gleichermaßen betroffen.
 
Für die Kinder bedeutet der Engpass einen häufigeren Wechsel der Betreuungspersonen,  so Roller, wohl wissend, dass  Kontinuität und Verlässlichkeit bei den Bezugspersonen für jedes Kind wichtig sind. Das Amt für Familie, Bildung und Soziales will nun einen Notfallplan für jede einzelne Kindertagesstätte erarbeiten. Die Leitungen der Einrichtungen werden dazu zunächst mit den Elternvertretern und Familien ins Gespräch gehen und den genauen Bedarf erheben. Ziel des Notfallplans ist es, verlässliche Betreuungszeiten für Eltern und Fachkräfte bis zum Ende des Kindergartenjahres im August zu vereinbaren Außerdem soll der Plan mit Blick auf die Kinder für mehr Konstanz im Erziehenden-Team sorgen. „Das Wohl des Kindes steht für uns an erster Stelle“, sagt Johannes Roller.
Eine Kürzung der Öffnungszeiten an Randzeiten, also am frühen Morgen oder am Abend, wird in einigen Einrichtungen nicht zu vermeiden sein. Weitere Optionen könnten sein, Notgruppen einzurichten und Eltern zur Unterstützung anzufragen. In den Einrichtungen, in denen es zu verkürzten Öffnungszeiten kommt, werden die Gebühren entsprechend der Satzung zurückerstattet.
 
Hintergrund: Aktuell betreibt die Stadt Herrenberg 27 Kindertageseinrichtungen, ab März kommt eine weitere Einrichtung in der Oberjesinger Straße in Kuppingen dazu. 294 Fachkräfte auf knapp 200 Stellen betreuen insgesamt 1210 Kinder.

Bezirksamt Affstätt geschlossen



Das Bezirksamt Affstätt bleibt von Montag, 18. Februar, bis Mittwoch, 20. Februar 2019, geschlossen. Grund ist der Umzug in die neu renovierten Räume.
Alle anderen Bezirksämter sowie die Bürgerdienste in Herrenberg haben wie gewohnt geöffnet.

New Work: Wenn der Arbeiter sagt, wo‘s lang geht


Selbst-Organisation in einer städtischen Verwaltung, geht das? Und wie finden die Megatrends einer immer digitaleren Arbeitswelt Anwendung im Praxisfall eines Bauhofs? Was hat die Stadt davon? Antworten auf diese Fragen hat die Herrenberger Stadtverwaltung in einem Pilotprojekt in Kooperation mit der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg gefunden.
 
Seit dem vergangenen Frühjahr ist der Arbeitsbereich Bauhof des Amtes für Technik, Umwelt, Grün (TUG) in die Selbst-Organisation überführt worden. „Der Erfolg zeigt: Was sonst nur in Agenturen oder Startup-Unternehmen funktioniert, kann auch in einer Verwaltung funktionieren – auch der öffentliche Dienst kann New Work“, betont Oberbürgermeister Thomas Sprißler. „Wie uns Experten bestätigen ist uns damit etwas bundeweit einmaliges gelungen“, freut sich der Rathauschef über die Pionierleistung.

Aus einem Chef werden acht


Das 13-köpfige Bauhofteam hat seither nicht einen Chef, sondern acht, und die kommen aus den eigenen Reihen. Rund die Hälfte der Mitarbeiter, die alle unterschiedliche handwerkliche Ausbildungen und Spezialkenntnisse mitbringen, übernimmt Führungsaufgaben von der Arbeitsplanung über die Kundenberatung bis zur Personalauswahl. So bespricht nun der Malermeister direkt mit dem Ordnungsamt, wie bestimmte Straßenmarkierungen gemacht werden sollen. Und bei großen Veranstaltungen wie den Sommerfarben, der Herbstschau oder dem Weihnachtsmarkt ist der Profi für den Aufbau schon beim Vorgespräch mit den Veranstaltern dabei. Verantwortung und Einsatzbereitschaft, Effizienz und Schnelligkeit wachsen durch die Selbstorganisation der Arbeit, so das Fazit der Stadt Herrenberg nach rund einem Dreivierteljahr. Die Zahlen belegen diesen Eindruck: rund 100 Aufträge mehr als im vergleichbaren Zeitraum vor Einführung des New-Work-Ansatzes hat die Abteilung abgewickelt. Das entspricht einer Umsatzsteigerung von rund 35.000 Euro und sorgt für mehr zufriedene Bauhof-Kunden in den Reihen der Verwaltung, der Vereine und der Bürgerschaft.

Baustein für eine zukunftsfähige Verwaltung


„Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, die Zukunftsfähigkeit der Stadtverwaltung auszubauen und dabei die Unterstützung von Prof. Dr. Claudia Schneider von der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg genutzt“ erläutert Hauptamtsleiter Tom Michael den Anstoß für diese Veränderung. Das Gesamtkonzept „Zukunftsfähiges Herrenberg“ läuft seit 2017 und umfasst die gesamte Stadtverwaltung. Eine Mitarbeiterbefragung, die ihm Rahmen dieses Prozesses und für alle Ämter durchgeführt wurde, brachte für das Amt für Technik, Umwelt, Grün ein eindeutiges Ergebnis: „Ein größerer Teil der Mitarbeiter war mit der aktuellen Situation unzufrieden“, fasst Amtsleiter Stefan Kraus das recht ernüchternde Votum seiner Bauhof-Truppe zusammen. Seine Mitarbeiter erhofften sich mehr Entwicklungsmöglichkeiten, und das sowohl in monetärer, wie auch in persönlicher und fachlicher Hinsicht. „An sich waren diese Wünsche nicht neu“, sagt Stefan Kraus. „Die Befragung hat sie nur nach oben gespült und wir haben ihnen auch endlich Raum gegeben. So entwickelten sich effektive, effiziente und auch digitale Prozesse und Abläufe mit dem wunderbaren Nebeneffekt, dass die tollen Ideen und das fachliche Können der Mitarbeiter viel besser genutzt und gefördert werden können.“

Handeln nach eigenen Regeln


Der Entschluss, das Bauhof-Team in die Selbstorganisation zu überführen, fiel im Frühjahr 2018. Doch mit diesem Grundsatzbeschluss alleine war es längst nicht getan. Schon deshalb nicht, weil der TVöD (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst) ein recht starres Korsett vorgibt und es gerade für Mitarbeiter der unteren Lohngruppen nur sehr begrenzte Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung gibt. Die Implementierung des „New Work“-Ansatzes war deshalb kein Selbstläufer. Zu den Erfolgsfaktoren gehört die Förderung im Förderprogramm „Digital@hbg“ des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg. Einer der drei Bausteine von „Digital@hbg“ war die Einführung der Selbst-Organisation in einer Verwaltungsstruktur. Das Förderprogramm des Landes ermöglichte der Stadt eine Forschungskooperation mit der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen in Ludwigsburg. Von Prof. Dr. Claudia Schneider und ihrem Team wissenschaftlich begleitet und moralisch unterstützt, definierte die 13-köpfige „Selbst-Orga“-Truppe des Amts für Technik, Umwelt, Grün ihre eigenen Regeln bezüglich Leistungsbewertung, Personalauswahl, Urlaub, Krankheit und Überstunden, um nur einen kleinen Teil der vielen Aufgaben zu nennen. Die Mitarbeiter mussten in Führungs- und Verwaltungsaufgaben geschult werden, was bedeutete, dass neben Oberbürgermeister, Dezernenten und Amtsleitern fortan auch „Bauhofler“ zu den Lehrgangsteilnehmern zählten. Interne Prozesse und Abläufe mussten überdacht, geändert und, wo möglich, digitalisiert werden. Bei all dem gab es keinerlei Blaupausen, auf die man hätte zurückgreifen können und ganz nebenbei durfte das Tagesgeschäft nicht vernachlässigt werden.


Der Weg zur Selbstorganisation


Möglich wurde die „Selbst-Orga“ durch die Nicht-Besetzung einer frei gewordenen Meisterstelle. Die Aufgaben werden im Team und in Eigenverantwortung erledigt, im Wechsel schlüpfen die Mitarbeiter in die Rolle des selbst installierten „Vier-Wochen-Mannes“, der in dieser Zeit der zentrale Ansprechpartner ist. Das gilt sowohl für die interne, wie auch für die externe Kommunikation. Wer keine Führungsaufgaben übernehmen wollte, hat sich dennoch schriftlich dazu bereit erklärt, in der Selbst-Organisation zu arbeiten und somit Aufträge von einem Kollegen anzunehmen. „Dass wir die Selbst-Orga überhaupt auf den Weg bringen konnten, haben wir vielen Akteuren und ganz entscheidend dem Mut unserer Verwaltungsspitze mit Oberbürgermeister Thomas Sprißler, Erstem Bürgermeister Tobias Meigel, dem Hauptamt und dem Personalrat zu verdanken“, betont Stefan Kraus. Natürlich sei die Entwicklung des Bauhofs hin zum selbstorganisierten Arbeiten nicht völlig geräuschlos über die Bühne gegangen, gibt der Amtsleiter offen zu. „Doch das Selbst-Orga-Team hat es immer wieder geschafft, Probleme und Differenzen anzusprechen und auszuräumen. Gemeinsam und dank der tollen Unterstützung durch Frau Prof. Dr. Claudia Schneider und das gesamte Projektteam der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg.“
 
Zum Jahreswechsel 2019 wurde die Selbst-Orga in die Eigenständigkeit „entlassen“, was nicht bedeutet, dass sie im Status Quo verharren darf. Der (Arbeits)Alltag wird die Gruppe immer wieder vor Herausforderungen stellen, die es notwendig machen, dass neue Regelungen gefunden oder bereits bestehende Vereinbarungen optimiert werden müssen. „Doch das bisher Erreichte überzeugt und deshalb prüfen wir im Herbst, ob der „New-Work“-Ansatz nicht auch auf weitere Abteilungen unseres Amtes ausgeweitet werden kann“, wirft Stefan Kraus einen Blick in die Zukunft. Die Hochschule Ludwigsburg wird auch diese Überprüfung wissenschaftlich begleiten.

Grundlagen der Integration in den Arbeitsmarkt


Arbeit und Ausbildung sind wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche gesellschaftliche Integration von Geflüchteten. Hierzu findet am Samstag, 16. Februar, um 10 Uhr in der Volkshochschule Herrenberg eine Infoveranstaltung für alle Interessierten statt.
 
In diesem Modul der Fortbildungsreihe „Engagiert. Qualifiziert“ erhalten Ehrenamtliche und Fachkräfte einen Überblick über die vielen Projekte und Maßnahmen, die es zu hierzu gibt und mit denen geflüchtete Menschen noch besser bei ihrer Arbeitplatz- oder Ausbildungsplatzsuche unterstützt werden können. Denn neben den Jobcentern und der Agentur für Arbeit gibt es viele weitere Initiativen und Netzwerke, die Geflüchteten bei der Integration auf dem deutschen Arbeitsmarkt behilflich sind.
 
Die Veranstaltung hält eine Fülle von Informationen bereit zu den Themen Vorraussetzungen der Arbeitsaufnahme, Anerkennung von Berufsabschlüssen, Möglichkeiten der Ausbildung, Kompetenzfeststellungsverfahren, Unterstützung durch Job-Coaches, Bildungsträger und andere Akteure auf dem Arbeitsmarkt.
 
Eine Anmeldung ist erforderlich unter anmeldung@vhs.herrenberg.de
 
Wann: Samstag, 16.02.2019, von 10.00 bis 12.15 Uhr
Wo: Volkshochschule Herrenberg
Referentin: Birgit Opielka
Ablauf: Fachvortrag und Gelegenheit zum Austausch

Am Valentinstag durch die Stadt


Die nächste Stadtführung in Herrenberg findet am Donnerstag, 14. Februar, statt. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Brunnen beim Marktplatz. Gästeführerin Louise Cyffka hält für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anlässlich des Valentinstags eine kleine Überraschung bereit. Diese Führung ist ein kostenloses Angebot der Stadt Herrenberg.
 

Toleranz, Respekt und Meinungsfreiheit


Toleranz, Respekt und Meinungsfreiheit – „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!“ Unter diesem Motto findet am Donnerstag, 14. Februar, um 19 Uhr im Klosterhof in Herrenberg eine weitere Denkwerkstatt statt.  
 
Ist in einer Gesellschaft, in der immer öfter unterschiedliche Meinungen, Weltanschauungen und Einstellungen aufeinander treffen, Toleranz die Voraussetzung für ein friedliches Miteinander? Oder gibt es da Grenzen? Gibt es nicht auch „rote Linien“, die wir dringend verteidigen müssen? Um solche Fragen und Standpunkte rund um Toleranz und Demokratie geht es am 14. Februar im Klosterhof.
 
Die „Denkwerkstatt“ ist ein Format der politischen Bildung. Ziel ist es, ganz verschiedene Menschen und Gruppen der Gesellschaft in Begegnung und Bildung zu bringen und soziales Engagement anzuregen. Fachlich wird die Veranstaltung vom Projektteam „Lampedusa Calling“ vorbereitet und inhaltlich wird der Politikwissenschaftler Dr. Harald Barrios aus Tübingen die Veranstaltung begleiten und Fragen beantworten.
 
Gefördert wird die Denkwerkstatt durch Mittel aus dem Bundesprogramm Demokratie Leben! vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Einblick in die Stadtverwaltung


In den Osterferien bietet die Stadtverwaltung interessierten Schülerinnen und Schülern ein Praktikum an.

Die Stadtverwaltung Herrenberg organisiert in den Osterferien vom 15. bis 18. April für alle interessierten Schülerinnen und Schüler eine Praktikumswoche.


Die Jugendlichen erhalten einen Überblick über die unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten bei der Stadt. Einen Teil der Woche verbringen sie in einer Abteilung und lernen in praktischer Form die Aufgabenvielfalt einer Stadtverwaltung kennen. Außerdem macht ein Bewerbertraining die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler fit für eine Bewerbung.

Bei Interesse am besten per E-Mail eine kurze und aussagekräftige Bewerbung schicken an: Stadtverwaltung Herrenberg, Personalwesen, Marktplatz 5, 71083 Herrenberg, personalwesen@herrenberg.de. Bei Fragen gerne wenden an: Clivia Schuker, Telefon: 07032 924 391, E-Mail: personalwesen@herrenberg.de.

Ferienspaß: Freizeiten, Workshops und Zeltlager in den Sommerferien


Ferienspaß 2019

Basteln, malen, kochen, klettern, Kajak fahren – dieses Jahr haben Stadtverwaltung und externe Anbieter wieder ein abwechslungsreiches und vielseitiges Sommerferienprogramm für Kinder und Jugendliche zusammengestellt. Das neue Programm liegt demnächst an vielen Stellen in der Stadt aus. Die Anmeldungen starten am Donnerstag, 14. Februar.

 
Auf dem Programm stehen die Entdecker-Tage des Evangelischen Jugendwerks, eine Abenteuer- und Erlebniswoche im Jugendhaus und das CVJM-Zeltlager, das dieses Jahr an einem neuen Ort stattfindet. Spaß und viel Action erwartet die Teilnehmenden im Abenteuerland im CVJM-Haus. Objekte aus Schrott können Jugendliche in der Tüftlerwerkstatt mit dem Künstler Alexander Vogel Samis herstellen; in einem anderen Workshop basteln die Teilnehmenden ein Segelflugmodell. Für musikbegeisterte Kinder und Jugendliche ist das Detektiv-Musical genau richtig. Bei den beiden VfL-Jugendsportwochen können sich die Jugendlichen sportlich austauben. Fester Bestandteil des Programms ist auch ein Zirkus-Workshop, bei dem Kinder unter Anleitung von ausgebildeten Zirkuspädagogen Jonglagen, Akrobatik oder Diabolo lernen. Beliebt sind auch die Kinderfreizeiten auf dem Alten Rain und im Gemeindezentrum Oberjesingen. Für alle, die gerne verreisen, sind die Jugendfreizeiten im Schwarzwald, in Dänemark und Südfrankreich das Richtige.
 
Weitere Informationen sowie die Vordrucke zur Anmeldung sind dem Programmheft zu entnehmen. Es liegt ab 14. Februar bei vielen Einrichtungen, Ämtern und Schulen aus.
 
Die Kooperationspartner sind: Volkshochschule Herrenberg, Evangelisches Jugendwerk (EJW), Musiktheater Lupe, VfL Herrenberg, Zirkus Zambioni, Alexander Vogel Samis, Verein für Jugendhilfe / Mobile Jugendarbeit Herrenberg, Jugendhaus Herrenberg, Christlicher Verein Junger Menschen (CVJM).

Anmeldungen

Anmeldungen sind von Donnerstag, 14. Februar, bis Montag, 4. März, möglich über die Homepage der Volkshochschule Herrenberg unter: www.vhs.herren berg.de/herrenberger-ferienspass. Wer möchte, kann das ausgefüllte Anmeldeformular auch an die vhs Herrenberg schicken per Post (Tübinger Straße 40, 71083 Herrenberg) oder per Fax (07032 2703-27) oder sich dort persönlich anmelden. Für das Zeltlager des CVJM kann man sich ab dem 11. März direkt beim Veranstalter anmelden.  
 
Anmeldungen, die vom 14. Februar bis 4. März erfolgen, werden alle als zeitgleich eingegangen bewertet. Die Plätze werden vorrangig an Kinder von berufstätigen Eltern und Kinder aus Herrenberg vergeben. Nach Ablauf der Anmeldefrist erfolgt ab dem 28. März eine schriftliche Benachrichtigung per E-Mail.

 
Mehr erfahren: www.herrenberg.de/ferienspaß
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Stadtwerke wechseln Wasserzähler aus


Alle sechs Jahre ist es wieder soweit: Am 6. Februar beginnt der turnusmäßige Wechsel der Wasserzähler mit Eichdatum 2013 in Herrenberg und in den Stadtteilen und soll bis zum Ende des Jahres abgeschlossen sein.
 
Der Zählerwechsel erfolgt nach einem persönlichen Ankündigungsschreiben von den Stadtwerken Herrenberg, in dem die Haushalte  aufgefordert werden, telefonisch einen Termin zu vereinbaren.
 

Was ist beim Zählerwechsel zu beachten?


Stadtwerkemitarbeiter können sich stets mit einem Dienstausweis legitimieren und sind auch am Dienstfahrzeug sowie der Dienstkleidung zu erkennen. Im Zweifelsfall kann man gerne jederzeit bei den Stadtwerken anrufen um sich zu vergewissern. Zu beachten ist, dass die Monteure der Stadtwerke niemals Barzahlungen fordern, denn der turnusmäßige Zählerwechsel ist kostenfrei. „Bitte sorgen Sie dafür, dass der Zählerplatz sowie auch der Weg dorthin frei zugänglich ist, damit die Arbeiten möglichst zügig ausgeführt werden können. Der Zählerwechsel sollte nicht mehr als 30 Minuten in Anspruch nehmen. Wir bedanken uns für Ihre Mithilfe“ heißt es bei den Stadtwerken Herrenberg.
 

Warum wird alle 6 Jahre ein Zählerwechsel vorgenommen?


Nach bundesweit geltenden, eichrechtlichen Vorschriften endet die Eichgültigkeit von Kaltwasserzählern nach sechs Jahren. Verwendete Messeinrichtungen müssen zwingend geeicht sein, weil das Messergebnis einer Entgeltabrechnung zu Grunde gelegt wird.

Archäologische Grabungen im Gewerbegebiet


Im Bereich Benzinger Weg im Gültsteiner Gewerbegebiet soll bald der neue Standort der Haba Plattenservice GmbH entstehen. Bevor dort gebaut werden kann, müssen aber die archäologischen Überreste früherer Besiedlung fachgerecht gesichert werden. Die Stadt hat eine Fachfirma beauftragt, die am 4. Februar mit Ausgrabungen beginnt.
 
Parallel zu den archäologischen Grabungen treibt die Stadtverwaltung den Beschluss des Bebauungsplans im Frühjahr 2019 und anderen Vorbereitungen für einen baldigen Baustart voran.
 
Am Montag, 4. Februar beginnen in Gültstein zwischen Ohmstraße, Kappstraße und der Autobahn 81 archäologische Ausgrabungen, bei der die Reste der frühen Besiedlung Gültsteins freigelegt und fachgerecht dokumentiert werden. Die Ausgrabungen werden von der ArchaeoBW GmbH durchgeführt und sollen etwa vier Monate dauern.
 
Bereits bei einer Voruntersuchung durch das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im Oktober und November 2017 im Bereich „Unter dem Benzinger Weg“ konnten Überreste zweier eisenzeitlicher Grubenhäuser sowie Gruben und Pfostengruben aus der Jungsteinzeit dokumentiert und auch mehrere in ost-westlicher Richtung verlaufende Gräben gesichert werden. Weitere Siedlungsüberreste aus den zwei dokumentierten oder auch anderen Epochen werden erwartet. Deshalb folgt nun eine genauere Untersuchung der Fläche durch die Fachfirma ArchaeoBW GmbH, deren Aufgabe es ist, das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (LAD) bei der Dokumentation der von der Zerstörung betroffenen Denkmäler zu unterstützen.
 
Die Dokumentation wird mit den neuesten technischen Methoden wie Fotodrohnen, Detailfotografie und dreidimensionaler Vermessung durchgeführt. Zeitgleich findet im Büro von ArchaeoBW die Aufarbeitung der gesammelten Daten und Funde statt. Dieses effiziente Vorgehen macht es möglich, dass die archäologischen Ausgrabungen auf der Fläche so schnell wie möglich abgeschlossen werden und die eigentliche Bautätigkeit beginnen kann.
 
Sollten während der Ausgrabungen in der Kappstraße / Ohmstraße bei Anliegern Fragen oder Probleme auftreten wie z.B. eine starke Verschmutzung der Verkehrswege oder unsachgemäßer Lärm, steht die ArchaeoBW als direkter Ansprechpartner zur Verfügung. Die ArchaeoBW bittet die Anwohner, sich bei der Geschäftsleitung zu melden, falls sie bemerken, dass sich Unbefugte Zugang zur Grabungsfläche verschaffen. Kontakt: Geschäftsleitung ArchaeoBW, Marcel C. Hagner, Telefon: 07433 / 3093601, E-Mail: m.hagner@archaeobw.de

Entdeckungstour um und in der Stiftskirche


Eine Führung um und in der Stiftskirche findet am Sonntag, 10. Februar, statt. Auch wer glaubt, die Stiftskirche gut zu kennen, kann bei dieser Führung Neues entdecken. Kunsthistorikerin Michaela Bautz hat bei ihren Recherchen zum neuen Stiftskirchenführer ganz genau hingeschaut und dabei so manche interessante Einzelheit entdeckt. Bei diesem Termin stehen der Architekturschmuck und Teile der Innenausstattung im Mittelpunkt, auch die Baugeschichte wird erläutert. Treffpunkt für dieses kostenlose Angebot der Stadt ist um 15 Uhr vor der Stiftskirche.

Stetige Veränderung als Mittel der Kunst


Das Ausstellungsjahr 2019 verspricht wieder ein besonderes Kunsterlebnis zu werden. Vier Ausstellungen und die Jahresausstellung des Kunstvereins zeigen das vielfältige Spektrum zeitgenössischen Kunstschaffens: Werke von Frederick Bunsen, Elena Schmidt und Werner Trotter werden in der Galerie der Stadt zu sehen sein, ebenso wie verschiedene künstlerische Disziplinen des Stuttgarter Künstlerbunds und des Herrenberger Kunstvereins. 
 Frederick Bunsen: „Aufhebung des Zustands – mit der Option zu scheitern”
Bereits eröffnet wurde die erste Ausstellung mit Arbeiten des Künstlers Frederick Bunsen. Der Breitenholzer Künstler beschäftigt sich mit seinen Malmitteln und deren Einsatz. Er beobachtet, kontrolliert und korrigiert gegebenenfalls. Augenscheinlich sucht die moderne Kunst nach Niklas Luhmann eine Verständigung im wechselseitigen Beobachten des Beobachtens. Die moderne Kunst legt es darauf an, selbst als Beobachter beobachtet zu werden.

Frederick Bunsen: „Aufhebung des Zustands – mit der Option zu scheitern”
Ausstellungsdatum: 20.01. bis 20.03.2019


 
Stuttgarter Künstlerbund zu Gast
Im Kunstgebäude am Schlossplatz in Stuttgart hat der Verein Stuttgarter Künstlerbund seinen traditionellen Sitz. Diese Künstlervereinigung ist der älteste Künstlerbund Deutschlands, aus der sich später der Württembergische und der Deutsche Künstlerbund entwickelt haben. Sie wurde 1898 mit dem Ziel gegründet, verschiedenste künstlerische Disziplinen zusammenzubringen und den Künstlern eine Plattform für Ausstellungen und zum Austausch zu bieten. Diesem Credo folgt der Stuttgarter Künstlerbund noch heute. Hier treffen sich Professoren, Maler, Bildhauer, Musiker, Schauspieler, Tänzer und Literaten sowie Kunstfreunde und Förderer. Der Stuttgarter Künstlerbund ist ein neutrales Forum zur Aussprache unter Künstlern aller Richtungen und Kapazitäten. Ab 24. März gastiert der Stuttgarter Künstlerbund in Herrenberg.

Stuttgarter Künstlerbund zu Gast
Ausstellungsdatum: 24.03. bis 22.05.2019



Elena Schmidt: „ZeitStücke - ZeitBezüge“
In Elena Schmidts Werken wiederholen sich, trotz unterschiedlichen Arbeitsweisen, immer wieder Themen, Motive und Strukturformen. Zunächst abstrakt arbeitend lotet die an der Freien Kunstschule Stuttgart ausgebildete Künstlerin die Möglichkeiten des Materials und der Techniken aus. Nicht das Offensichtliche in ihren Bildern, Objekten oder Installationen reizt Elena Schmidt, vielmehr möchte sie hinter die Dinge blicken, Augenblicke festhalten und Momente aufzeigen. Dabei sind ihre Materialien wie Treibholz, Teefilter oder Küchentücher Sinnträger, während die unterschiedlichen Techniken immer experimentell eingesetzt werden.
 
Der Mensch, seine Sehnsüchte, Hoffnungen, Bedürfnisse und die Begegnungen der unterschiedlichen Menschen sind Themen, die die Hildrizhausener Künstlerin seit jeher interessieren. Ebenso intensiv erfolgt die Beschäftigung mit der Zeit, des Vergehens, Wachsens und Werdens.

Elena Schmidt: „ZeitStücke - ZeitBezüge“
Ausstellungsdatum: 24.05. bis 24.07.2019



Werner Trotter: „Alles in Allem“
Inspiriert durch die Kompositionstechnik Johann Sebastian Bachs im Allgemeinen und diejenige der „Goldberg-Variationen“ im Speziellen entwickelte Werner Trotter für sein komplexes Foto-Projekt „Das Goldberg-Prinzip“ ein für ihn neues digitales Bearbeitungsverfahren. Während die Bildmotive des Projekts wechseln, bleibt die Methode bestehen: Zum einen basiert diese auf Bachs kanonischer Kontrapunktik, zum anderen orientiert sie sich an Aufbau und Struktur der „Goldberg-Variationen“. Insofern besteht Werner Trotters Foto-Projekt aus 31 verschiedenen Fotografien des Goldbergs in Sindelfingen. Sie wurden in einem digitalen Prozess in Schichten überlagert, so dass von jedem Einzelbild die Essenz erhalten bleibt.
 
Diese werden im Wechselspiel mit ausgesuchten reduzierten Bildern der Reihe „Spaces & Traces“ präsentiert. Dabei findet der Fotokünstler die Motive für seine abstrakten Fotografien im öffentlichen Raum, vor allem an belebten Orten, wo Menschen Spuren hinterlassen. Es sind „Close-Ups“ von Spuren, die im Laufe der Zeit, durch Menschen und Maschinen, durch Veränderungen und Verfall entstanden.

Werner Trotter: „Alles in Allem“
Ausstellungsdatum: 28.07. bis 16.10.2019



 Kunstverein Herrenberg e.V.: „Jahresausstellung“
Traditionell schließt die Jahresstellung des Kunstvereins Herrenberg das Galeriejahr ab. Auch in diesem Jahr eröffnen sie dem Betrachter ein kaleidoskopartiges Fenster in die unterschiedlichen Gattungen wie Malerei, Grafik, Fotografie und Skulptur von rund 40 Künstlermitgliedern. Dabei schöpfen sie die ganze Bandbreite der künstlerischen Techniken aus. Somit garantiert die Ausstellung ein buntes Spektrum an erlebnisreichen Eindrücken und spannt einen weiten Bogen vom reinen künstlerischen Ausdruck mit Form und Farbe bis hin zu inhaltlich engagierten Arbeiten.

Kunstverein Herrenberg e.V.: „Jahresausstellung“
Ausstellungsdatum: 17.10.2019 bis 08.01.2020

Stadtwald an der Burgsteige wird durchforstet


Ahorn, Esche, Eiche – diese Baumarten wachsen an der Herrenberger Burgsteige. Im Februar lässt die Stadt den Wald an der Burgsteige durchforsten, damit hier die Verkehrssicherheit auch künftig gewährleistet ist.
 
Die Fäll- und Rodungsarbeiten im Stadtwald an der Burgsteige beginnen am Montag, 11. Februar, und enden voraussichtlich am Freitag, 15. Februar. Anwohner und Passanten müssen in dieser Zeit mit Verkehrsbehinderungen an der Burgsteige rechnen. Außerdem wird der für Fußgänger und Radfahrer freigegebene Weg von der Wilhelmstraße hoch zum Schlossberg während der Maßnahme für den Verkehr voll gesperrt. Aus Sicherheitsgründen bittet die Stadtverwaltung alle Anlieger, diese Sperrung zu beachten.
 
Die Durchforstung ist notwendig, weil der Bestand mittlerweile so hoch ist, dass ein Schiefstand, verursacht durch die Hanglage, die Bäume zum Umstürzen bringen könnte. „Nur wenn der Wald durchforstet wird, kann die Stadt ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen“, erläutert der städtische Umweltbeauftragte Jürgen Baumer. Der Zeitraum für die Forstarbeiten ist bewusst gewählt: „Damit ist gewährleistet, dass rechtzeitig zur Brutzeit an der Burgsteige wieder Ruhe einkehrt und die Vögel sich ungestört dem Nestbau widmen können.“
 
Aufgrund der schwierigen topografischen Lage hat die Stadtverwaltung eine Spezialfirma mit den Durchforstungsarbeiten beauftragt. „Die Hanglage macht es notwendig, dass mit Seilunterstützung gearbeitet wird“, erklärt Baumer. Das Brennholz, das bei den Arbeiten anfällt, steht demnächst für die Herrenberger Bürgerinnen und Bürger zum Verkauf bereit.


Für die Verkehrssicherheit durchforstet eine Spezialfirma vom 11. bis 15. Februar den Baumbestand an der Herrenberger Burgsteige.
Für die Verkehrssicherheit durchforstet eine Spezialfirma vom 11. bis 15. Februar den Baumbestand an der Herrenberger Burgsteige

Spende für Kunstbuch zu Jerg Ratgeb Skulpturenpfad


 
Die Stadt Herrenberg erhält von der Kulturstiftung der Kreissparkasse Böblingen eine Spende in Höhe von 3.500 Euro für das Kunstbuch „Jerg Ratgeb in Herrenberg. Stationen der Kunst. 1519 bis heute“.

 
Das professionell gestaltete Kunstbuch wurde pünktlich zum 500-jährigen Jubiläum des Herrenberger Altars vorgelegt und erfreut sich inzwischen großen Zuspruchs. Es enthält grundlegende Informationen über Jerg Ratgeb, über den Bauernkrieg, den Herrenberger Altar und die Entstehung des Herrenberger Skulpturenpfads. Deutungen aller Kunstwerke und Biographien der beteiligten Künstler runden das Werk ab. Bei einem so bedeutenden und anerkannten Kulturprojekt wie dem Jerg Ratgeb Skulpturenpfad ist es für die Vermittlung unverzichtbar, dass der Pfad und seine Geschichte umfassend dargestellt werden. Gedruckt wurde das Kunstbuch mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung der Kreissparkasse Böblingen.
 
Die feierliche Spendenübergabe hat am Montag, 28. Januar, im neu renovierten Ratssaal stattgefunden und wurde mit einem Stehempfang begangen. An der Spendenübergabe nahmen seitens der Kreissparkasse Böblingen teil: Dr. Detlef Schmidt (Vorsitzender des Vorstands), Uli Marquart (Geschäftsbereichsleiter Privatkunden Herrenberg) und Jan Frohnmüller (Filialleiter Filiale Bronntor). Seitens der Stadt Herrenberg waren Ralf Heinzelmann (Amtsleiter für Wirtschaftsförderung und Kultur), Ulrike Kuder (Abteilungsleiterin Kultur), Sabine Käser-Friedrich (Leiterin VHS Herrenberg), Prof. Dr. Helge Bathelt (Kurator Skulpturenpfad) und Elena Hocke (stellvertretende Leiterin der VHS Herrenberg) vertreten.
 
Das Kunstbuch ist für 25 Euro in den Herrenberger Buchhandlungen Schäufele, Papyrus und Kolibri, am Infopoint des Bürgeramtes sowie an der Anmeldung der VHS Herrenberg erhältlich.

Spendenübergabe für Kunstbuch
 
 Spendenübergabe für Kunstbuch im Ratssaal (von links): Jan Frohnmüller, Uli Marquart, Dr. Detlef Schmidt, Prof. Dr. Helge Bathelt, Ralf Heinzelmann, Elena Hocke, Sabine Käser-Friedrich und Ulrike Kuder.

Spannendes Herrenberg


Fachwerk und Skulpturenpfad, Stiftskirche und Glockenmuseum, Streuobstwiesen und Schlossberg: In und um Herrenberg gibt es viel zu entdecken. Der frisch erschienene Flyer „Spannendes Herrenberg“ enthält alle Termine und Themen der knapp 50 kostenlosen Führungen und Wanderungen in diesem Jahr. Er liegt ab sofort im i-Punkt am Marktplatz aus.
 
Auch in diesem Jahr lädt die Stadt Herrenberg alle Interessierten zu kostenfreien Führun-gen und Wanderungen ein. Das Angebot richtet sich an Einheimische, Neuzugezogene und Gäste gleichermaßen. Insgesamt sind in diesem Jahr knapp 50 kostenlose Angebote geplant.
 
Die Themen der Führungen sind vielfältig: Allgemeine Stadtführungen richten sich insbesondere an Gäste, außerdem gibt es Führungen zum Fachwerk in Herrenberg oder zum Fruchtkasten, dem größten Gebäude der Altstadt. Auch zur Stiftskirche stehen viele unterschiedliche Themenführungen auf dem Programm, darunter das neue Angebot „Auf Entdeckungstour an und in der Stiftskirche“ am Sonntag, 10. Februar. Für Kunst- und Kulturinteressierte ist die Führung „St. Antonius Kirche Kuppingen – Entdecken was uns verbindet“ am Freitag, 29. März, interessant. Hier stehen die 27 außergewöhnlichen Kunstwerke von Professor Birkle im Mittelpunkt. Darüber hinaus werden zum Jerg Ratgeb Skulpturenpfad wieder regelmäßig Führungen angeboten.
 
Wer sich in die Geschichte von Herrenberg ausgiebig vertiefen möchte, hat dazu am Samstag, 3. August, Gelegenheit: Unter dem Titel „Herrenberg vom Mittelalter zur Neuzeit“ lädt der Schwäbische Albverein zu einem fünfstündigen, erlebnisreichen Spaziergang ein. Der beliebte kulturhistorische 3.000-Schritte-Rundgang startet dieses Jahr am Sonntag, 1. September, vom Parkplatz am Joachimsberg (Dauer zirka zwei Stunden, in Kooperation mit der vhs). Ein besonderes Erlebnis ist auch die Stadtführung „Herrenberg at Night“ am Samstag, 7. September, bei der die Teilnehmenden mit Fackeln durch die Altstadt geführt werden.
 

Spaziergänge und Wanderungen

Die Naturführungen bilden ein besonderes Angebot für Familien: Am 9. Juni, 25. August und 6. Oktober (jeweils sonntags) führen zertifizierte Naturführer interessierte Familien durch die Streuobstwiesen und vermitteln viele Informationen über den artenreichen Lebensraum. Die Naturführungen sind auch individuell buchbar (zwei Stunden kosten 80 Euro). Wer nicht genug bekommen kann von den Streuobstwiesen, kann beim „Tag des Wanderns“ am Dienstag, 14. Mai, die herrliche Kulturlandschaft rund um Herrenberg ausgiebig genießen.
 

Bildervortrag

Neu im Programm ist der Bildervortrag „Erlebnistouren rund um Herrenberg“, am Mittwoch, 10. April, im Kinosaal der vhs. Er richtet sich insbesondere an alle, die nicht gut zu Fuß sind.
 

Gruppenführungen

Geschlossene Gruppen können ganzjährig Stadtführungen buchen beim Amt für Wirtschaftsförderung und Kultur unter Telefon 07032 924 320. Wer auf der Suche nach einem Begleitprogramm für eine Veranstaltung, eine Tagung oder einen runden Geburtstag ist und seinen Gästen Herrenberg näher bringen möchte, sollte sich dies überlegen. Die Kosten liegen je nach Dauer zwischen 40 und 80 Euro. Alle Führungen können auf Englisch angeboten werden, einzelne Führungen auch auf Französisch, Spanisch und Tschechisch.
 

Die Gasteführer

Mehr als 15 Gästeführerinnen und Gästeführer stemmen das umfangreiche Programm. Sie treffen sich einmal jährlich zum Austausch und zur Planung des Jahresprogramms. „Seit Ende des vergangenen Jahres sind zwei neue Stadtführerinnen dabei“, berichtet Gisela Grandinetti vom Amt für Wirtschaftsförderung und Kultur. „Einheimische und Gäste können auf die Führungen und Wanderungen mit unseren Gästeführerinnen und Gästeführer gespannt sein.“
 

Flyer liegt aus

Der neue Flyer „Spannendes Herrenberg – Kostenfreie Führungen 2019“ ist ab sofort im i-punkt der Stadtverwaltung Herrenberg, Marktplatz 1, erhältlich. Das Angebot ist auch auf der städtischen Homepage abrufbar unter www.herrenberg.de/stadtführungen.
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Räum- und Streupflicht beachten


Der Winter ist da und bringt glatte Straßen und Wege mit. Deshalb möchte das Ordnungsamt auf die Räum- und Streupflicht hinweisen und einen kleinen Überblick über die Räum- und Streupflicht–Satzung der Stadt Herrenberg geben.
 
Nach den geltenden Bestimmungen sind die Straßenanlieger verpflichtet, innerhalb von geschlossenen Ortschaften Gehwege zu reinigen, bei Schneeanhäufungen zu räumen, sowie bei Schnee- und Eisglätte zu bestreuen. In Straßen ohne Gehwege gilt ein Randstreifen von einem Meter Breite als Gehweg. Dies gilt ebenso für Fußgängerzonen. Die an vielen Straßen vorhandenen, zirka 50 Zentimeter breiten „Schrammborde“ sind keine Gehwege. Hat eine Straße nur auf einer Seite einen Gehweg, gelten die Verpflichtungen aus dieser Verordnung für die Anlieger, auf deren Seite der Gehweg verläuft.
 
Straßenanlieger sind Eigentümer und Besitzer von Grundstücken, die an einer Straße liegen oder von ihr eine Zufahrt oder einen Zugang haben. Die Streupflicht betrifft aber auch Mieter und Pächter. In den Fällen, in denen mehrere Personen gemeinsam für die Räum- und Streupflichten verantwortlich sind, haben diese durch Absprachen sicherzustellen, dass diese ordnungsgemäß erfüllt werden.
 
Die Gehwege sind auf einer solchen Breite von Schnee und auftauendem Eis zu räumen, dass die Sicherheit des Fußgängerverkehrs gewährleistet ist. Gehwege sind auf mindestens 3/4 ihrer Breite, jedoch höchstens auf einen Meter Breite zu räumen. Bei Schnee- und Eisglätte sind die Gehwege sowie die Zugänge zur Fahrbahn rechtzeitig so zu bestreuen, dass sie von Fußgängern bei Beachtung der gebotenen Sorgfalt ohne Gefahr benutzt werden können.
 
Werktags müssen die Gehwege bis 07:00 Uhr, an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen bis 08:00 Uhr geräumt und gestreut sein. Wenn nach diesem Zeitpunkt Schnee fällt oder Schnee- bzw. Eisglätte auftritt, ist unverzüglich und bei Bedarf auch wiederholt zu räumen und zu bestreuen. Diese Pflicht endet um 20:00 Uhr.
 
Die Räum- und Streupflicht erstreckt sich auf die zu räumende Fläche. Zum Bestreuen ist abstumpfendes Material wie Sand, Splitt, Granulat oder Asche zu verwenden. Auftauende Streumittel dürfen nur ausnahmsweise bei Eisregen verwendet werden. Der Einsatz ist so gering wie möglich zu halten.
 
Die Satzung über die Räum- und Streupflicht steht auf der städtischen Homepage unter www.herrenberg.de zum Download zur Verfügung. Darüber hinaus können kostenlose Exemplare beim Ordnungsamt angefordert oder auch persönlich abgeholt werden.

Gründung der Stadt Herrenberg


Bei einer Stadtführung am Sonntag, 27. Januar, steht die Gründung der Stadt Herrenberg im Fokus: Was ist darüber sicher bekannt? Welche Spuren sind heute noch zu sehen? Die kostenlose Führung startet um 15.30 Uhr vor dem Fruchkasten, Tübinger Straße 30, und wird im Fruchtkasten forgesetzt. Gästeführer ist Siegfried Großmann.

Gendersternchen, Kopftuchdebatte‚ Herdprämie


Gemeinsam streiten, reden und sich bilden, dazu sind alle am 24. Januar um 19 Uhr herzlich eingeladen. Bei der Denkwerstatt in der Jerg-Ratgeb-Realschule, Berliner Straße 5, geht es um das Thema Geschlechtergerechtigkeit und Integration.

Die Reihe „Denkwerkstatt“ wird vom Projekt Lampedusa Calling veranstaltet und von der Stadt Herrenberg sowie vom Bundesfamilienministerium als Teil der Partnerschaft für Demokratie im Bundesprogramm Demokratie leben gefördert.
 
Die Veranstaltung am 24. Januar bietet ganz unterschiedliche Perspektiven und Zugänge zum Thema Geschlechtergerechtigkeit und Integration unter dem Titel „Gendersternchen, Kopftuchdebatte‚ Herdprämie - Frausein in Deutschland?!“. Von der Diskussionrunde bis zum szenischen Improvisieren haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit unterschiedlichen Methoden interaktiv und kreativ mit dem Thema zu beschäftigen, unabhängig von Handicaps und Sprachbarrieren. Eine kleine Foto-Ausstellung zeigt künstlerische Statements von verschiedenen Frauen, die bei einer Aktion im Vorjahr zum Thema Frauen, Religion und Demokratie entstanden sind.
 
Bei der Denkwerkstatt geht es darum, als demokratische und offene Gesellschaft gemeinsam um Toleranz und gemeinsame Kompromisse zu ringen.  Besonders eingeladen sind alle Neugierigen, Wissbegierigen, Nachdenklichen und vor allem auch Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund und Menschen mit Handicap. Die Denkwerkstatt will Bildung und Gesellschaft vielfältig gestalten und allen ermöglichen daran teilzunehmen, unabhängig von Herkunft, Bildung, Religion und Sprachkenntnis. Die teilnahme ist kostenfrei.

Ausblick


Die nächste Veranstaltung der Reihe „Denkwerstatt“ findet am 14. Februar um 19 Uhr im Klosterhof statt und steht unter dem Motto „Toleranz, Respekt und Meinungsfreiheit – Das wird man ja wohl noch sagen dürfen?!“

Eingeschränkte Öffnungszeiten im Kinderhaus Alzental


Das Kinderhaus Alzental muss seine Öffnungszeiten einschränken: Fehlendes Personal und  mehrere Krankheitsfälle zwingen die Stadt zu diesem Schritt. Die fünfgruppige Kindertageseinrichtung wird deshalb ab 24. Januar nur noch von 6 bis 18 Uhr statt bis 20 Uhr geöffnet haben. Mit den betreffenden Familien wurden Gespräche geführt, um eine Lösung zu finden. Die Gebühren für die entfallenden Betreuungszeiten erstattet die Stadt zurück.

Besonders bei der Betreuung der unter Dreijährigen, im sogenannten Krippenbereich, muss die Betreuungszeit reduziert werden. Geöffnet ist die Krippe ab 24. Januar von 6 bis 16 Uhr, für die Zeit zwischen 16 und 18 Uhr wird eine Notgruppe eingerichtet. Die reduzierten Öffnungszeiten im Kinderhaus Alzental gelten voraussichtlich bis zum Ende des Kindergartenjahres am 31. August. Derzeit sind in der städtischen Kindertageseinrichtung vier Stellen nicht besetzt. Trotz Anzeigenkampagnen fehlt es an geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern, da der Arbeitsmarkt für pädagogische Fachkräfte sehr angespannt ist. Dazu kommen krankheitsbedingte Personalausfälle, die die Situation verschärfen und eine ausreichende Betreuung und Aufsicht über die gesamte Öffnungszeit nicht mehr gewährleisten.
 
„Wir bedauern sehr, dass wir die Öffnungszeiten einschränken müssen, aber es gibt leider keine Alternative. Wir haben alle Möglichkeiten ausgeschöpft“, erläutert Johannes Roller, Leiter des Amts für Familie, Bildung und Soziales. „Die gute und sichere Betreuung der Kinder hat letztlich oberste Priorität.“ Über Fachkräfte aus anderen Einrichtungen und Springkräfte könne der Betreuungs-Engpass nicht mehr aufgefangen werden, so Roller. Auch in anderen Kindertageseinrichtungen fehle es an Personal. Für die Erzieherinnen und Erzieher im Kinderhaus Alzental sei die Belastung schon seit Monaten sehr hoch gewesen. Viele Überstunden sind aufgelaufen, Resturlaub konnte nicht abgebaut werden. „Wenn wir die Mitarbeitenden nicht entlasten, kommt es zu weiteren Krankheitsfällen“, meint Roller.
 
Die Familien, deren Kinder die Einrichtung im Alzental besuchen, wurden bereits informiert. Von den eingeschränkten Öffnungszeiten zwischen 18 und 20 Uhr sind vier Familien betroffen. Auch der Elternbeirat ist involviert. „Insgesamt besteht in der Elternschaft Verständnis für die Situation“, versichert Roller. Trotzdem bedeute es natürlich für einige Familien einen zusätzlichen Aufwand, um die Betreuung anderweitig zu organisieren.
Die Stadt Herrenberg erstattet die Gebühren für die entfallenden Betreuungszeiten im Anschluss zurück. Ein entsprechendes Antragsformular wird es bei der Leitung des Kinderhauses geben.

Auf dem Fachwerkpfad


Wer sich über das Fachwerk in Herrenberg informieren möchte, ist am Sonntag, 27. Januar, zur Führung auf dem Fachwerkpfad eingeladen. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Brunnen auf dem Herrenberger Marktplatz. Gästeführer ist Gernot Heer. Diese Führung ist ein kostenloses Angebot der Stadt  Herrenberg.

Herrenberg bewirbt sich für die IBA 2027


Genau 100 Jahre nach dem Bau der Weißenhofsiedlung in Stuttgart soll die Internationale Bauausstellung "IBA 2027 StadtRegion Stuttgart" sichtbare Meilensteine für nachhaltiges und innovatives Bauen, Leben und Arbeiten setzen. Den Startschuss für die IBA 2027 bildete im Oktober letzten Jahres ein Aufruf an die Kommunen, Projekte und Themen einzureichen. Jetzt steht fest, dass sich die Stadt Herrenberg bewerben wird.

Bei vier Enthaltungen und drei Nein-Stimmen hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am Dienstag, 15. Januar, mehrheitlich grünes Licht für die Bewerbung der Stadt für die Internationale Bauausstellung "IBA 2027 StadtRegion Stuttgart" gegeben. „Ich freue mich sehr über die Zustimmung des Gemeinderates“, sagt Erster Bürgermeister Tobias Meigel. „Eine erfolgreiche Bewerbung für die IBA 2027 wäre eine tolle Chance für Herrenberg, gerade auch mit Blick auf das Stadtjubiläum 2028.“ Die Mitmachstadt könnte mit einem innovativen Projekt Vorbild für die Region Stuttgart und darüber hinaus werden. „Themen, die wir derzeit in Herrenberg bewegen – von der Digitalisierung über baukulturelle Qualität bis zu innovativen Mobilitätslösungen – sind auch Themen der IBA 2027“, so Meigel.

SPD-Antrag gab Anstoß

Den Anstoß für die IBA-Bewerbung gab ein Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion: Im Mai vergangenen Jahres hatte sie gefordert, die Stadt solle sich mit dem Baugebiet Herrenberg-Süd als IBA-Quartier bewerben.

Jetzt wird die Verwaltung mit externer Unterstützung bis zur Kommunalwahl ein Bewerbungskonzept für mehrere Projekte, unter anderem auch für das Baugebiet Herrenberg-Süd, ausarbeiten. Ein möglicher weiterer Themenschwerpunkt für eine Bewerbung ist die Innenstadtentwicklung

IBA-Säulen

Für die konkrete Umsetzung ist die IBA in drei Säulen strukturiert: Das IBA’27 Netz, die IBA’27 Quartiere und die IBA’27 Festivals. Mit dem Projektaufruf für Kommunen startete die IBA’27 im Oktober vergangenen Jahres mit der Sammlung der Themen und Projekte für das IBA-Netz. Über eine Aufnahme in das IBA-Netz entscheidet die IBA GmbH mit Intendanz, Kuratorium und Aufsichtsrat erstmalig im Frühjahr 2019.

Bewerbung in drei Stufen

Bereits vor dem Projektaufruf zum IBA-Netz hat die Verwaltung gemeinsam mit dem Berliner Büro Hellweg Urban Concept eine dreistufige Bewerbungsstrategie mit steigendem Konkretisierungsgrad, steigender Komplexität und steigendem Ressourceneinsatz ausgearbeitet. Insgesamt sind drei Phasen vorgesehen: die Klärungsphase, die Findungsphase (bis April 2019) und die Machbarkeitsphase (ab Sommer 2019). Jeweils vor Beginn der nächsten Bewerbungsphase soll dem Gemeinderat über die Ergebnisse des letzten Bearbeitungsblocks berichtet und der nächste Verfahrensschritt freigegeben werden.
 
Ziel der Klärungsphase war die Vorbereitung einer möglichen Bewerbungsstrategie sowie einer Entscheidungshilfe für den Gemeinderat, ob eine Bewerbung weiterverfolgt werden soll. Die Phase ist mit dem nun vorliegenden Beschluss abgeschlossen. Mit ihm wurde die Verwaltung auch beauftragt, die erforderlichen Aufträge für die Durchführung der zweiten Phase zu vergeben.

Neue Priorisierung

Bei der Verwaltung wird eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe mit externer Unterstützung das Thema bewegen. Die Kosten für die komplette IBA-Bewerbung liegen voraussichtlich bei rund 122.000 Euro. Außerdem müssen im Amt für Stadtentwicklung personelle Kapazitäten geschaffen werden, indem Projekte teilweise zurückgestellt und neu priorisiert werden.

Über die IBA

Internationale Bauausstellungen (IBA) sind ein Instrument der Stadtplanung und des Städtebaus. In den mehr als 100 Jahren ihrer Geschichte haben sie sich zu einem international anerkannten Markenzeichen der Stadtplanung entwickelt.
 
Als Prototyp der Bauausstellungen des 20. Jahrhunderts gilt die Weißenhofsiedlung Stuttgart. Unter der künstlerischen Leitung von Ludwig Mies van der Rohe schuf die europäische Architekten-Avantgarde ein mustergültiges Wohnprogramm für den modernen Großstadtmenschen. Heute gehört die Weißenhofsiedlung zu den bedeutendsten Zeugnissen des Neuen Bauens.
Mehr erfahren: www.weissenhofmuseum.de
 
Genau 100 Jahre nach dem Bau der Stuttgarter Weißenhofsiedlung soll die Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart ganz neue Antworten finden auf die Frage: Wie leben, wohnen, arbeiten wir im digitalen und globalen Zeitalter?
Mehr erfahren: www.iba2027.de

Helfende Hände und pfiffiger Kopf gesucht



Wenn Herrenberger Senioren wegen ihres Alters, einer Behinderung oder Pflegebedarfs nicht verreisen können, müssen sie nicht zu Hause ausharren. Vom 15. bis zum 19. Juli wird nun schon zum 9. Mal die beliebte Aktion „Urlaub ohne Koffer“ stattfinden. Damit alles wie geplant stattfinden kann, braucht das ehrenamtliche Team aber noch Unterstützung. Gesucht wird vor allem eine ehrenamtliche Koordinatorin oder ein Koordinator, der oder die ein kurzweiliges Programm in die Tat umsetzen kann.
 
 
An ihrer oder seiner Seite steht dabei ein Team von engagierten Helfern. Im Tagungshotel der Evangelischen Diakonieschwesternschaft Herrenberg-Korntal können die Senioren dann eine abwechslungsreiche Woche verbringen. Zu den Aufgaben einer Koordinatorin oder eines Koordinators gehört die Teilnahme an den Vorbereitungstreffen, das Protokoll und die Koordination der jugendlichen Freiwilligen (Auszubildende oder Praktikanten im Sozialpraktikum). Sie oder er sollte auch die Finanzen im Blick behalten sowie die Kommunikation und Korrespondenz versehen. So ist sie oder er Ansprechpartner für das Team, alle Beteiligten und Referenten (etwa über E-Mail) und kümmert sich um die Öffentlichkeitsarbeit.
In der besagten Woche begrüßt und verbschiedet er oder sie die Gäste. Als Vergütung winkt eine Ehrenamtspauschale von 720 Euro jährlich, der Zeitaufwand umfasst etwa 60 Stunden im Jahr. Wer die Koordination nicht übernehmen kann, sich aber gerne anderweitig einbringen möchte, ist ebenso willkommen: Das Team freut sich immer über freundliche Helfende, die Spaß an der Arbeit mit Senioren haben, geduldig und kommunikativ sind. Auch Ideen und Beiträge für Programmpunkte von etwa 30 Minuten Dauer sind willkommen.
 
Dieses Jahr wollen 22 Urlauber verreisen. Den Tag verbringen sie mit buntem Programm wie Akkordeon, Basteln, Sitztanz und Gesang im Tagungshotel, die Nacht zu Hause und im eigenen Bett, wobei Angehörige sie täglich bringen oder der DRK-Bus sie abholt. Die Senioren erwarten auch Darbietungen wie Zauberauftritte oder Chorkonzerte. Beliebt war in den vergangenen Jahren außerdem die Fragerunde mit dem Oberbürgermeister. Zehn freiwillige Helferinnen und Helfer und eine ehrenamtliche Pflegefachkraft begleiten die betagten Feriengäste; als Träger fungieren dabei die Stadt und die Diakoniestation Herrenberg. Unterstützt werden sie außerdem vom DRK-Fahrdienst, dem Stadtseniorenrat und der Abteilung Beteiligung und Engagement (BE) der Stadt. Interessenten für die Koordinationsstelle und weitere Helferinnen und Helfer können sich bei Ines Boettcher vom Team BE melden (Tel.: 07032/201 897 1, E-Mail: i.boettcher@herrenberg.de).

Existenzgründung mit erfolgreichem Marketing starten



Die Wirtschaftsförderung der Stadt Herrenberg lädt zum 21. Gründungsmeeting im Coworking Space im Amselweg 1 ein. Im Mittelpunkt des Treffens steht dieses Mal das Thema Marketing. Die Veranstaltung wird insbesondere Gründerinnen, Gründern und Gründungsinteressierten die Möglichkeit bieten, in einer gemütlichen Atmosphäre zu netzwerken. Los geht es um 18 Uhr.
 
Im Impulsvortrag nimmt die Referentin Rosa Jakobs die Zuhörenden mit in die Welt des Marketings: Wie kann man sich als Gründer oder Gründerin von der Konkurrenz abheben und von Anfang an viele Kunden gewinnen? Welche Marketing-Maßnahmen sind sinnvoll, um eine Firma optimal am Markt zu positionieren? Rosa Jakobs ist internationaler Business Coach und Mentor und hilft Existenzgründenden und Unternehmen auf der ganzen Welt authentisch aufzutreten und ihren wahren Wert zu erzielen.
 
Das Gründungsmeeting findet monatlich, immer am vierten Dienstag im Monat, statt. Ziel des Angebots ist es, eine Plattform für Gründerinnen, Gründer und Gründungsinteressierte zu bieten, um neue Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und das persönliche Netzwerk auszubauen. Beim Gründungsmeeting ist für Essen und Trinken gesorgt.
Alle, die sich für das Thema Gründung interessieren, sind herzlich willkommen.
 
Eine Anmeldung über die städtische Homepage www.herrenberg.de/termine ist erforderlich.

Der direkte Draht in die Stadtverwaltung


Sie haben etwas gesehen, das repariert werden müsste? Sie haben einen Vorschlag, der Herrenberg gut zu Gesicht stehen würde? Sie haben Ideen und Anregungen, wo und wie die Mitmachstadt noch attraktiver werden kann?
 
Dann machen Sie ein Foto. Schreiben Sie eine kurze Beschreibung und lassen Sie uns Ihre Idee über den digitalen Schadens- und Ideenmelder zukommen. Gleiches gilt, wenn Sie einen Schaden melden möchten. Wenn Ihnen auf Ihrem Weg durch die Stadt eine defekte Straßenbeleuchtung oder ein lockerer Pflasterstein aufgefallen ist. Wenn Sie bei Ihrem Besuch auf dem Friedhof mit einer leck geschlagenen Gießkanne zu kämpfen hatten, wenn Ihnen wiederholt kein Amtsblatt zugestellt wurde oder Sie auf dem Spielplatz einen Vandalismus-Schaden entdeckt haben. In allen Fällen können Sie über den digitalen Schadensmelder die Meldung direkt der Stadtverwaltung zukommen lassen.
 
Die Anwendung ist denkbar einfach: Wer auf der Startseite der städtischen Homepage den Button „Schadensmelder & Ideen“ anklickt, wird direkt weitergeleitet. Möglich ist auch, den Schadensmelder über die Adresse www.herrenberg.de/schadensmelder aufzurufen oder ihn unter dem Schlagwort „Bürgerservice“ der Rubrik „Rathaus“ auszuwählen. Einmal geöffnet wird der Nutzer Schritt für Schritt durch das Programm geleitet. Zuerst hat er die Möglichkeit, ein zur Meldung passendes Foto einzustellen. Das trägt dazu bei, dass sich der zuständige Mitarbeiter ein „klares Bild“ vom gemeldeten Schaden oder der eingebrachten Idee machen kann.
 
Schadensmelder und Ideen

Danach können nähere Angaben zur Idee, zu Ort und Art des Schadens gemacht werden. Wer die Meldung über den Computer absetzt, kann durch die Eingabe der Adresse oder durch das Setzen eines Markers auf der Stadtkarte den genauen Standort angeben. „Wer sein Smartphone nutzt, kann einfach die passenden GPS-Daten mitschicken“, sagt Sonja Theurer vom Amt für Technik, Umwelt, Grün (TUG), die maßgeblich für die Erarbeitung und Implementierung des Schadensmelders verantwortlich war. Die Auswahl der richtigen Schadensart helfe einerseits bei der Auswertung. Mit Blick auf die vereinheitlichte Datenbank sieht die Stadtverwaltung: Wo sind wir gut und wo haben wir noch „Luft nach oben“. Andererseits und das ist weitaus wichtiger: „Durch die Auswahl der Schadensarten – es kann beispielsweise die Rubrik Straßenbeleuchtung, Amtsblatt oder Grünanlagen & Spielplätze ausgewählt werden – wird die Meldung direkt und ohne Umweg dem richtigen Fachamt zugewiesen“, weist Sonja Theurer auf einen ganz entscheidenden Vorteil hin.
 
Alle Meldungen und Anregungen können selbstverständlich anonym eingestellt werden. Durch die Angabe personenbezogener Daten, vor allem der Mail-Adresse, können jedoch Rückfragen gestellt und kann über den Bearbeitungsverlauf informiert werden.
 
Der digitale Schadensmelder ist nicht allein als Hilfs- und Kommunikationsmittel für die Bürger konzipiert. Er trägt dazu bei, dass innerhalb der Stadtverwaltung Prozesse vereinheitlicht und vereinfacht werden. Dass wiederkehrende Abläufe klar definiert sind und transparent dokumentiert werden können. „Der digitale Schadensmelder ist ein wichtiger Baustein im Gesamtkonzept „zukunftsfähiges Herrenberg“, das bereits im Jahr 2017 beschlossen wurde und an dessen Umsetzung die Stadtverwaltung seit dieser Zeit konsequent arbeitet“, betont Stefan Kraus, Leiter des Amts für Technik, Umwelt, Grün. „Grundvoraussetzung dafür, dass er zum Fliegen gekommen ist, war, dass die bisherigen Strukturen hinterfragt und so verändert wurden, dass sie professionell und vor allem reibungslos funktionieren.“

Rundgang durch die Altstadt


Die nächste Stadtführung in Herrenberg findet am Sonntag, 20. Januar, statt. Dieser Spaziergang führt durch die Herrenberger Altstadt mit ihren Gassen und Staffeln und es wird auf die dortigen Sehenswürdigkeiten eingegangen. Treffpunkt mit Gästeführer Stanislav Alexander ist um 15 Uhr beim Brunnen am Marktplatz. Diese Führung ist ein kostenloses Angebot der Stadt Herrenberg.

Stark machen für Integration


In Herrenberg gibt es eine neue, kostenlose Fortbildungsreihe unter dem Titel „Stark machen für Integration. Qualifiziert. Engagiert“. Im Sinne eines guten Miteinanders in der Stadt richtet sie sich an Ehrenamtliche und Fachkräfte in der Flüchtlings- und Integrationsarbeit sowie an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, die andere Kulturen besser kennenlernen wollen. Auch Interessierte aus den Nachbargemeinden sind herzlich willkommen.
 
Den Auftakt der Fortbildungsreihe bildet am Samstag, 19. Januar, das zweiteilige Interkulturelle Training mit Referentin Hedy Wasella. Der zweite Teil ist am Samstag, 26. Januar. Beide Termine finden von 9:30 bis 15:30 Uhr in der Volkshochschule Herrenberg statt. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf Kulturdimensionen, Traditionen, Werten und Religion der arabischen Welt. Interessierte können sich ab sofort anmelden.

13 Veranstaltungen bis Herbst

Insgesamt besteht die Fortbildungsreihe aus 13 Veranstaltungen, die bis Ende September stattfinden. Sie gehören vier Themenbereichen an: Zum einen soll das helfende Individuum gestärkt werden, unabhängig davon ob es als Fachkraft oder ehrenamtlich tätig ist. Hierzu werden zum Beispiel diverse Herausforderungen beleuchtet, mögliche frustrierende Erfahrungen thematisiert und entsprechende Lösungswege aufgezeigt. Der zweite Block steht unter dem Titel „Leben in einer neuen Welt – wie kann man es schaffen?“. Im dritten Teil vermitteln Vorträge Wissenswertes über die Kultur und die Werte anderer Länder. So erhalten Teilnehmende die Möglichkeit, Einblicke in die Lebenswelten von Syrien, Afghanistan und Eritrea – den Hauptherkunftsländern der Geflüchteten – zu gewinnen. Hinzu kommen Angebote zu Bildungsthemen, etwa zur Integration in den Arbeitsmarkt oder zur ehrenamtlichen Mitarbeit an Schulen.

Anmeldung

Die Anmeldung zu allen Veranstaltungen der Fortbildunsgreihe erfolgt über die Volkshochschule Herrenberg per E-Mail an anmeldung@vhs.herrenberg.de oder telefonisch unter 07032 2703-0. Die Teilnahme ist kostenlos und mit der Ausstellung einer Teilnahmebescheinigung verbunden.

Über die Fortbildungsreihe

Die Fortbildungsreihe gehört zum Landesprogramm „Integration durch bürgerschaftliches Engagement und Zivilgesellschaft“ und wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg. Die Veranstaltungen werden organisiert von der städtischen Integrationsbeauftragten, der Volkshochschule, der Stadtbibliothek und den Herrenberger Schulen, in Kooperation mit den Flüchtlingsvereinen „Flüchtlinge und wir“ und „First Care“.


Stark machen für Integration: Fortbildungsreihe „Qualifiziert. Engagiert“: die Veranstaltungen im Überblick

 

Stärkung der Ehrenamtlichen als helfendes Individuum

Eigene Helferansprüche und Erwartungen

Dienstag, 12. März 2019, 18:00 bis 20:15 Uhr
Ort: vhs Herrenberg
Referentin: Birgit Schick

Bewältigung von frustrierenden Erfahrungen

Samstag, 18. Mai 2019, 9:30 bis 11:45 Uhr
Ort: vhs Herrenberg
Referentin: Heiderose Kast

Aufgaben und Grenzen des Ehrenamts

Mittwoch, 5. Juni 2019, 19:00 bis 21:30 Uhr
Ort: vhs Herrenberg
Referentin: Cornelia Biesenthal

Leben in einer neuen Welt – wie kann man es schaffen?

Stärkenorientierter Ansatz der Begleitung

Dienstag, 5. Februar 2019, 19:00 bis 21:15 Uhr
Ort: vhs Herrenberg
Referentin: Lora Meinlschmidt

Selbstbestimmtes Leben in der Fremde: Bedeutung und Hintergründe für ehrenamtliche Integrationsbegleiter

Samstag, 6. Juli 2019, 9:30 bis 11:45 Uhr
Ort: vhs Herrenberg
Referentin: Sandra Walthier

Kultur und Werte anderer Länder – eine Reise in Bildern und Texten

Interkulturelles Training für Ehrenamtliche

Ort: vhs Herrenberg
Referentin: Hedy Wasella
Teil 1: Kultur, Religion und Integration
Samstag, 19. Januar, 9:30 bis 15:30 Uhr
Teil 2: Kultur, Religion und Integration
Samstag, 26. Januar, 9:30 bis 15:30 Uhr

Syrien: Das Leben in der kulturellen Wiege der Menschheit

Datum: Samstag, 6. April, 19 bis 21.30 Uhr
Ort: Stadtbibliothek
Referent: Lutz Jäckel in Kooperation mit syrischen Geflüchteten

Afghanistan: Ethnische Vielfalt und Traditionen

Datum: Freitag, 1. März, 19 bis 21 Uhr
Ort: Stadtbibliothek
Referent: Jamal Farani

Eritrea: Kulturelle Besonderheiten des Landes am Roten Meer

Datum: Freitag, 27. September, 19.30 bis 21 Uhr
Ort: Stadtbibliothek
Referenten: Zekarias Kebraeb und Marianne Moesle lesen aus ihrem Buch „Hoffnung im Herzen, Freiheit im Sinn“
 

Bildungsthemen – Ehrenamt durch Wissen stärken

Grundlagen der Integration in den Arbeitsmarkt

Samstag, 16. Februar 2019, 10 bis 12:15 Uhr
Ort: vhs Herrenberg
Referentin: Birgit Opielka

Grundlagen der ehrenamtlichen Mitarbeit im Erziehungs- und Bildungssystem

Datum: Donnerstag, 11. April, 19.30 bis 21 Uhr
Ort: Jerg-Ratgeb-Realschule, Musiksaal (Raum 46)
Referent/Referentin wird noch bekannt gegeben

Motiviert-Engagiert. Menschen mit Migrationserfahrung machen mit

Datum: Freitag, 24. Mai, 19 bis 21 Uhr
Ort: vhs Herrenberg
Referentin: Sara Alterio, Forum der Kulturen Stuttgart
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Herrenberg präsentiert sich auf der Urlaubsmesse


Gleich zweimal präsentiert sich die Stadt Herrenberg dieses Jahr auf Europas größter Urlaubsmesse, der CMT – Caravan, Motor, Touristik: Am Samstag, 12. Januar wird sie Besucherinnen und Besucher am Stand der Freizeitregion Heckengäu & Schönbuch begrüßen und am Montag, 14. Januar hat sie ihren Auftritt bei der Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH in der Oskar Lapp Halle (6), Stand 6E50.
 
Interessierte erhalten vielfältige Anregungen für einen Aufenthalt in Herrenberg und lernen die Stadt und den Schönbuch als wertvollen Erholungsraum kennen. Natürlich steht der Schönbuchturm als neuer Besuchermagnet im Mittelpunkt. Wer den Stand der Stadt besucht, kann zudem genussreich erfahren, was Herrenberg an hervorragenden regionalen Produkten zu bieten hat.
 
Der Heimat- und Geschichtsverein Kayh wird stellvertretend für die zahlreichen Vereine in Herrenberg die Mitmachstadt auf der Urlaubsmesse vertreten und für sie werben. Mit ihrer traditionellen Tracht ziehen die Vereinsmitglieder die Aufmerksamkeit der Messebesucher auf sich. Die Stadt Herrenberg freut sich über Ihren Besuch.
 
Die CMT findet vom 12. bis 20. Januar 2018 in den Messehallen Stuttgart statt. Die Öffnungszeiten sind täglich von 10 bis 18 Uhr, an den Wochenenden öffnet die CMT bereits um 9 Uhr ihre Türen.

Baumfällarbeiten am Waldfriedhof


Die Bäume am Waldfriedhof stehen zu dicht, deshalb beginnt am Montag eine Fachfirma im Auftrag der Stadtverwaltung mit dem Fällen einiger Exemplare. Zur Sicherheit sind die betroffenen Flächen und Wege für Friedhofs- und Waldbesucher gesperrt.
 
Eine Woche lang sollen die sogenannten „Durchforstungsarbeiten“ dauern, sie beginnen am Montag, 14. Januar. Gefällt werden Bäume östlich des Hauptwegs am Waldfriedhof und im Bereich der Baumgrabfelder. Die Arbeiten sind notwendig, um den Baumbestand aufzulockern und die weitere Bestandsentwicklung zu gewährleisten.
 
Während der Baumfällarbeiten werden die Waldflächen großräumig abgesperrt und teilweise zusätzlich mit Streckenposten abgesichert. Kurzzeitig wird auch der Waldweg zum Damwildgehege gesperrt sein. Die Friedhofs- und Waldbesucher werden gebeten, die Absperrungen nicht zu umgehen und den Anweisungen der Streckenposten zu folgen, da im Arbeitsumfeld Lebensgefahr besteht.

Danke sagen


Wer hat sich im letzten Jahr besonders für Herrenberg und seine Mitmenschen eingesetzt? Wer verdient schon lange mal ein ausdrückliches Dankeschön der Stadt? Die Stadt sucht Vorschläge, welche Personen beim städtischen Ehrungsabend oder beim Dankeschönfest ausgezeichnet werden sollten. Vorschläge kann man einfach im Internet unter ehrungen.mitmachstadt-herrenberg.de einreichen. Auf der Seite finden sich auch Informationen über die Auswahlkriterien und die Ehrungsformate.
 
Um die Ehrenamtlichen gebührend zu feiern, hat die Stadt zwei Ehrungsformate entwickelt: einen Ehrungsabend in feierlichem Rahmen und ein Dankeschönfest mit Kinofilm auf dem Schlossberg. Der städtische Ehrungsabend steigt am 2. Mai 2019 und das Dankeschönfest am 24. Juli 2019 auf dem Schlossberg. Die Frist für Vorschläge wurde verlängert:  Bis zum 16. Januar können alle Bürgerinnen und Bürger Vorschläge für Kandidaten einreichen, die sich um Herrenberg verdient gemacht haben.
 
Wen darf die Stadt 2019 auf dem Ehrungsabend und dem Dankeschönfest begrüßen? Das Team Beteiligung und Engagement erwartet gespannt die Vorschläge. Eingereicht werden können die Empfehlungen auf zwei Wegen: Entweder per Formular auf der Herrenberger Homepage  oder über die Seite ehrungen.mitmachstadt-herrenberg.de. Dort finden sich auch die Ehrungsrichtlinien. Für Fragen steht das Team Beteiligung und Engagement gerne zur Verfügung, Kontakt per Mail an ehrungen@herrenberg.de oder Telefon: 07032 2018971.

Kaspar, Melchior und Balthasar im Rathaus


Neun Jugendliche brachten den symbolischen Segen für das neue Jahr am Herrenberger Rathaus an und sangen Lieder. Finanzbürgermeisterin Gabrielle Götz-Getzeny dankte der Gruppe von der katholischen Kirchengemeinde St. Josef und St. Martin Herrenberg herzlich für ihren traditionellen Besuch und überreichte eine Spende.
 
Die Sternsinger sammeln Jahr für Jahr um den Dreikönigstag Spenden, die über das Kindermissionswerk an verschiedene Projekte in aller Welt gehen. „Segen bringen, Segen sein – wir gehören zusammen in Peru und weltweit“ lautet das Motto der Sternsinger-Aktion. Im Mittelpunkt steht dabei dieses Jahr die Situation behinderter Kinder in dem südamerikanischen Land und anderen Entwicklungs- und Schwellenländern. Weitere Stationen der Sternsinger sind am Freitag und Samstag soziale Einrichtungen wie das Wiedenhöfer Stift, das Dekanat, die Lebenshilfe und das Krankenhaus. Am Sonntag, 6. Januar, dem Dreikönigstag, ziehen viele Kinder und Jugendliche als Sternsinger durch die Straßen und bringen den Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ nach Herrenberg und in die Stadtteile.

Sternsinger vor dem Herrenberger RathausFinanzbürgermeisterin Gabrielle Götz-Getzeny empfängt die Sternsinger, die ihren traditionellen Segensspruch CMB (Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus) über der Rathaustür anbringen.

Stiftskirche und Glockenmuseum


Bei der ersten Herrenberger Stadtführung im neuen Jahr geht es um die Stiftskirche und das Glockenmuseum. Die Stiftskirche ist eine der frühesten Hallenkirchen Schwabens und ein charakteristisches Bauwerk der Gotik. Im Turm des gewaltigen Gotteshauses befindet sich das in seiner Art in Europa einmalige Glockenmuseum. Treffpunkt mit Gästeführer Reiner Kaupat ist um 14.45 Uhr vor der Stiftskirche. Für den Besuch des Glockenmuseums fällt für Personen über 14 Jahren ein Eintritt in Höhe von 1,50 Euro an. Die Führung selbst ist kostenlos.

Kirchen und Stadt laden zur Begegnung und zum Austausch ein


Zum gemeinsamen Neujahrsempfang von Kirchen und Stadt sind alle Herrenbergerinnen und Herrenberger am Sonntag, 20. Januar, eingeladen. Bereits zum siebten Mal veranstalten die Evangelische, die Katholische und die Evangelisch-methodistische Kirchengemeinden sowie die Stadtverwaltung Herrenberg diesen besonderen Jahresauftakt.
 
Die Veranstaltung beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst um 10 Uhr in der Stiftskirche. Der Gottesdienst steht dieses Mal unter dem Motto der Jahreslosung 2019 „Suche Frieden … und jage ihm nach.“ Dekan Eberhard Feucht von der Evangelischen Kirche wird die Predigt halten. Die  Liturgie liegt in den Händen von Pastor Alfred Schwarzwälder (Evangelisch-methodistische Kirche) und Pfarrer Markus Ziegler (Katholische Kirche). Die musikalische Gestaltung übernimmt die Kantorei der Stiftskirche unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Ulrich Feige. Es werden Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy gesungen.
 
Um 11.30 Uhr folgt die Neujahrsansprache von Oberbürgermeister Thomas Sprißler in der Stadthalle. Für die musikalische Umrahmung des Empfang sorgen die Klezmer-Band und ein Vokalensemble der Musikschule Herrenberg. Die Leitung dafür hat Joachim Günther, Lehrkraft an der Herrenberger Musikschule. Beim anschließenden Stehempfang können sich die Gäste bei regionalen Produkten begegnen und miteinander ins Gespräch kommen.
 
Nach der OB Ansprache besteht für die Gäste die Möglichkeit, mit 3D-Brillen ausgestattet gruppenweise an Führungen durch ein virtuelles Modell von Herrenberg teilzunehmen. Hierzu wird im Foyer der Stadthalle mittels 3D-Projektor eine virtuelle Realität installiert. Dieses komplexe 3D-Modell ist im Rahmen der Teilnahme der Stadt Herrenberg am Projekt „Reallabor Stadt:Quartiere 4.0“ entstanden.
 
Alle Bürgerinnen und Bürger sind zum Gottesdienst und zum Empfang herzlich eingeladen. Selbstverständlich ist eine Teilnahme an nur einem der beiden Veranstaltungsteile möglich.  Für Hörgeschädigte ist sowohl in der Stiftskirche als auch in der Stadthalle eine Gebärdendolmetscherin im Einsatz. Stellvertretend für alle Beteiligten laden Dekan Eberhard Feucht und Oberbürgermeister Thomas Sprißler ein: „Wir freuen uns auf Ihren Besuch: Lassen Sie uns gemeinsam innehalten, aufs neue Jahr anstoßen und einen Blick auf die städtischen Vorhaben der nächsten zwölf Monate werfen.“

Vereine holen Weihnachtsbäume ab


Verschiedene Herrenberger Vereine und Organisationen holen am Samstag, 12. Januar, wieder Weihnachtsbäume ab. Gesammelt wird in der Kernstadt und in allen Stadtteilen.
 
Die Stadtverwaltung bittet die Bevölkerung, diese Aktion zu unterstützen und dem Verein pro Baum eine Entschädigung von zwei Euro zukommen zu lassen. Leider ist es in den vergangenen Jahren immer wieder vorgekommen, dass die Geldmünze am Baum nicht mehr vorhanden war und somit dem sammelnden Verein nicht zu Gute kam. Eine Hilfe wäre es, die Geldmünze erst am Abholtag am Baum anzubringen. Bei versehentlich nicht eingesammelten Bäumen kann am Samstag die jeweils angegebene Mobilnummer angerufen werden. Anrufe werden bis 12.30 Uhr entgegengenommen.
 
Folgende Vereine sammeln:
  • Herrenberg, Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (0151-24209494)
  • Affstätt, Posaunenchor Affstätt (0171 3343734)
  • Gültstein, TV Gültstein  (0178-6288785)
  • Haslach, TV Haslach (0157 73822978)
  • Kayh, Kindergarten Kayh (0176 53902579)
  • Kuppingen, Ev. Jugend Kuppingen (0157-72392870)
  • Mönchberg, Fußballverein SV Mönchberg (0176 47241694)
  • Oberjesingen, 1. Freie Narrenzunft Oberjesingen e.V.

2019 noch günstiger mit Bus und Bahn fahren


„ÖPNV stärken und Stadtluft verbessern“ heißt das Motto Herrenbergs als Modellkommune für saubere Luft. Im Auftrag der Bundesregierung testet die Stadt verschiedene Maßnahmen, um die Luftqualität in Herrenberg zu verbessern. Dazu gehören auch günstigere Preise für Bus und Bahn ab 1. Januar 2019, um den Umstieg vom Auto auf den ÖPNV attraktiver zu machen.
 
„Mit unserem bisherigen Stadttarif konnte nur der Einzelfahrschein subventioniert werden“, sagt Karsten Kühn, Leiter der Stadtwerke. 30.000 Euro hatte der Gemeinderat seit 2015 jährlich für günstigeres Bus- und Bahnfahren genehmigt. „Mithilfe der Fördermittel des Bundes können wir ab 1. Januar 2019 mit einem neuen Stadttarif ins Rennen gehen“, so Kühn. Das Einzeltagesticket gibt es dann für drei Euro, das Gruppenticket (für bis zu fünf Personen) kostet sechs Euro und der Preis für das Monatsticket sinkt um 20 Euro auf 47,60 Euro.
Diese drei Tickets zum Sonderpreis bilden den neuen Herrenberger Stadttarif 2019. Stadtwerke und VVS hoffen damit, die Fahrgastzahlen zu steigern und mehr Herrenbergerinnen und Herrenberger zum Umstieg auf den ÖPNV zu motivieren. Alle Tickets gelten in der Kernstadt und allen Stadtteilen und auch auf der Ammertalbahnstrecke vom ZOB über den Zwerchweg bis nach Gültstein. Die Tickets sind ab 1. Januar 2019 an vielen Stellen erhältlich: in allen Bussen; an den Automaten von Bahnhöfen und im DB-Reisezentrum sowie online bei der Deutschen Bahn und VVS.
 
Fahrscheine am i-Punkt
Neu hinzu kommt ein Fahrscheindrucker beim i-Punkt im Bürgeramt der Stadt am Marktplatz. Dort können ab 7. Januar auch alle Tickets aus dem Stadttarif (Einzel- und Gruppentagestickes sowie Monatskarten) gekauft werden. Außerdem wird es ab der zweiten Januarwoche auch einen Fahrscheinautomat am Empfang der Stadtwerke geben, auch hier sind dann die Tickets aus dem Stadttarif erhältlich. Übrigens: Das Monatsticket ist immer ab dem Kaufdatum für einen Monat gültig, also nicht auf einen Kalendermonat bezogen. Damit gewinnt das günstige Ticket zusätzlich an Attraktivität.
 
Vier Citybuslinien fahren insgesamt für die Stadtwerke kreuz und quer durch Herrenberg und verbinden Wohngebiete mit dem Stadtzentrum und dem S-Bahn-Anschluss am Bahnhof. Herrenberg und die sieben Stadtteile verbinden darüber hinaus sieben Regionalbuslinien. Auf den Citybuslinien 779 bis 782 fährt seit Dezember ein neuer, dritter Bus. Damit können mehr Fahrten, vor allem in den Morgen- und Abendstunden angeboten werden.

Digitaler Kundenservice auf dem Vormarsch



Seit einem halben Jahr können Gebühren bei der Stadtbibliothek Herrenberg online bezahlt werden. Stehen Gebühren wie Mahngebühren oder die Jahresgebühr an, können die Nutzerinnen und Nutzer diese rund um die Uhr und auch am Wochenende bezahlen. Früher konnten etwa Ausleihen elektronischer Medien über die OnlinebibliothekBB so lange nicht mehr getätigt werden, bis der Beitrag vor Ort entrichtet war.
 
„Die Leserinnen und Leser der Stadtbibliothek nehmen die neue Möglichkeit des Online-Bezahlens sehr gut an“, bilanziert Julia Gruber, die für die Administration des Bibliothekssystems verantwortlich ist und den Service in Zusammenarbeit mit der Stadtkasse eingerichtet hat. Dies zeigt sich auch an der steigenden Nachfrage nach elektronischen Medien, deren Nutzung sich durch den Online-Bezahl-Service vereinfacht hat. „Die Kunden sind es heutzutage gewohnt, zeitunabhängig online bezahlen zu können, daher sind wir froh, diesen erweiterten digitalen Service anbieten zu können“, erklärt Martina Lederer-Göhring, die Leiterin der Stadtbibliothek.
 
Aus technischer Sicht war eine Umsetzung des Online-Bezahlens lange nicht möglich. Erst im Jahr 2016 gab es den Durchbruch und es konnte ein Modul für die Bibliothekssoftware auf den Markt gebracht und angeboten werden. Mit diesem Online-Bezahl-Modul, das die Stadtbibliothek seit September 2018 anbietet, hat sich die Situation grundlegend verbessert: Alle angefallenen Gebühren können nun bequem online per Klick über das Kundenkonto im Online-Katalog der Stadtbibliothek bezahlt werden. Angeboten werden hier die gängigen Bezahlmöglichkeiten wie Kreditkarte und Sofort-Überweisung.
 
An dieser Stelle kann auch der Leseausweis verlängert und sofort bezahlt werden, damit die Nutzung aller digitalen Angebote wieder möglich ist. Bisher bieten diesen Service nur vereinzelte große Stadtbibliotheken an, da er recht kostenintensiv ist. Für die Stadtbibliothek Herrenberg war dieser Bezahlservice allerdings ein wichtiger Bestandteil des Kundenservice und ein Zeichen der Modernität, da heutzutage in sehr vielen Lebensbereichen online bezahlt werden kann und die Kunden einer Einrichtung mit digitalen Angeboten dies auch erwarten. Die bisherige Statistik in Herrenberg zeigt, dass viele Leserinnen und Leser diesen Service in Anspruch nehmen und sich an der unkomplizierten Handhabung erfreuen.

Fruchtkasten und Familie Köhnle


Der ehemalige Stiftsfruchtkasten gehört zu den markantesten Gebäuden in Herrenberg. Am Sonntag, 30. Dezember, findet eine kostenlose Führung durch dieses historische Gebäude mit besonderer Berücksichtigung der Herrenberger Kaufmannsfamilie Köhnle statt. Dieser einflussreichen Sippe ist ein ganzer Raum im Fruchtkasten gewidmet. Treffpunkt mit Gästeführer Siegfried Großmann ist um 15.30 Uhr vor dem Fruchtkasten, Tübinger Straße 30.


20 Jahre Partnerschaftspräsidentin


 
In der letzten Sitzung des Gemeinderats hatte Oberbürgermeister Sprißler noch eine Überraschung parat: Stadträtin Gabriele Hüttenberger von den Freien Wählern wurde für ihr 20-jähriges Engagement als Präsidentin des Partnerschaftskomitees gewürdigt. Fast auf den Tag genau vor 20 Jahren am 15.12.1998 wurde sie in dieses Amt gewählt. OB Sprißler dankte ihr für das engagierte Wirken um die Städtepartnerschaften der Stadt Herrenberg und überreichte ein kleines Dankeschön im Namen von Stadtverwaltung und Gemeinderat.
 
Gabriele Hüttenberger bedankte sich angesichts dieser schönen Überraschung bei allen Mitgliedern des Komitees sowie allen sonstigen Beteiligten für die sehr gute Zusammenarbeit. „Ich freue mich, mit Ihnen gemeinsam auch weiterhin in unsere schönen Partnerstädte zu fahren“, so die Partnerschaftspräsidentin in ihrer kurzen Dankesansprache.
 
Mit der französischen Partnerstadt Tarare bestehen seit 1960 offizielle partnerschaftliche Beziehungen. Tarare (Rhône) hat 10.500 Einwohner und liegt zirka 50 Kilometer westlich von Lyon. Die Partnerschaft zur italienischen Stadt Fidenza in der Emilia Romagna (Provinz Parma) besteht seit Oktober 1989. Jedes Jahr finden wechselseitige Treffen statt.

Vom Acker zum Bauland auf neuen Wegen


Das Interesse war spürbar groß: Rund 250 Besucher fanden sich am Montagabend in der Stadthalle ein, um mehr über das weitere Verfahren bei der Entwicklung von Bauland im Bereich Herrenberg-Süd zu erfahren. Besitzer und Eigentümergemeinschaften von rund 250 Grundstücken waren zu dem Expertenvortrag über das Bodenordnungsmodell eingeladen.
 
Für den Prozess, wie sich im Herrenberger Süden Acker- in Bauland verwandelt, hat Herrenberg einen neuen Weg eingeschlagen. Was das konkret bedeutet, darüber wollten sich viele der betroffenen Eigentümer informieren. Den Auftakt machte der Infoabend am Montagabend in der Stadthalle. Weitere Veranstaltungen und Einzelgespräche mit den Eigentümern sollen in den nächsten Monaten folgen. Im Dezember und Januar läuft zusätzlich eine schriftliche Befragung der Eigentümer, bei der die Datenbestände abgeglichen und die grundsätzliche Mitwirkungsbereitschaft abgefragt werden. So will sich die Verwaltung ein Bild davon machen, wie viele der heutigen Eigentümer Interesse daran haben, im Herrenberger Süden künftig selbst zu bauen und zu wohnen oder ihr Grundstück zu verkaufen
 
Zu Beginn des Abends hob Oberbürgermeister Thomas Sprißler die übergeordneten Ziele für das neue Gebiet hervor: Auf den heutigen Ackerflächen im Bereich Herrenberg-Süd soll ein modernes Stadtquartier entstehen, das den Mangel an bezahlbarem Wohnraum, Neubau- und Gewerbeflächen lindert. Die Zielvorgabe des Gemeinderats lautet, ein Gebiet mit hoher städtebaulicher und architektonischer Qualität zu entwickeln, das möglichst bald von Privatleuten, Baugemeinschaften und Investoren bebaut werden kann und zeitgemäße Wohnformen mit innovativen Ansätzen verbindet. Ein modernes Stadtquartier mit einer Vielfalt an Wohnformen und einer sozialen Mischung von Bewohnerinnen und Bewohnern soll auf den heutigen Äckern und Wiesen entstehen. „Um diese Ziele überhaupt erreichen zu können, setzen wir auf einen für Herrenberg neuen Ansatz: ein Ankaufsmodell. Das heißt, die Stadt will Ihre Grundstücke in einem fairen und transparenten Verfahren kaufen oder mit Ihnen vertragliche Vereinbarungen treffen und die Bebauung so steuern. Dafür beginnen wir gemeinsam mit Ihnen jetzt die vorbereitende Untersuchung“, erläuterte der Rathauschef. Bauwillige und verkaufsbereite Eigentümer sind in diesem Verfahren Partner der Stadt.
 
Im Auftrag der Stadt Herrenberg führt die STEG Stadtentwicklung GmbH aus Stuttgart die sogenannte vorbereitende Untersuchung in den kommenden zwei Jahren durch. Dafür bieten Sonja Knapp und Dr. Frank Friesecke allen Eigentümern Einzelgespräche an, die im Frühjahr 2019 beginnen und sich über einen Zeitraum von mehreren Monaten hinziehen werden. Die vorbereitende Untersuchung umfasst ein sehr viel größeres Gebiet als die spätere Bebauung. In diesem Stadium der städtebaulichen Untersuchungen ist noch Flexibilität in der Festlegung der endgültigen Grenzen im Übergang zwischen Bebauung und angrenzenden Freiflächen notwendig.  Auch für spätere Ausgleichsmaßnahmen werden Flächen benötigt.  
 
Viele Eigentümer wollten erfahren, wieviel ihr Grundstück wert ist. Die Antwort wird ein Wertgutachten bringen, für das ein neutraler Gutachter derzeit den Wert der Grundstücke ermittelt. Eines steht schon heute fest: Im Bereich Herrenberg-Süd wird es unterschiedliche Wertzonen geben, das heißt der Anfangswert der Grundstücke unterscheidet sich je nach Lage. Auf Grundlage dieses Wertgutachtens will die Stadt im Zuge der vorbereitenden Untersuchung Verträge mit den Eigentümern abschließen. Gelingt dies nicht, besteht anschließend für den Gemeinderat die Möglichkeit, eine sogenannte städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) einzuleiten.

Über dieses Instrument der Baulandentwicklung berichtete am Abend Stadtplaner Uli Hellweg, der die Stadt Herrenberg berät. An Beispielen aus verschiedenen Städten erläuterte Hellweg, wie städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen die Neuordnung von Bauland zum Wohl der Allgemeinheit fördern und für einen gerechten Interessensausgleich sorgen. Er erläuterte die rechtlichen Instrumente und die Rechte der Eigentümer und betonte, dass die heutigen Eigentümer der Grundstücke bei der Zuteilung von Bauland zuerst berücksichtigt werden müssen. Mit diesem neuen Verfahren zur Entwicklung des Baugebiets hat die Stadt wesentlich mehr Möglichkeiten, die Entwicklung zu steuern und eine zügige Realisierung voranzutreiben. In der nun folgenden Verhandlungsphase können die Grundstückseigner wesentlich zum Entwicklungstempo beitragen.

Baden-Württemberg macht Spass



Der Südwestrundfunk präsentiert am Sonntag, 14. Juli 2019, zum vierten Mal bei den Sommerfarben in Herrenberg das große Comedy- und Kabarettfestival „Baden-Württemberg macht Spass“. Mit dabei sind Christoph Sonntag, Lisa Fitz, Ernst Mantel und Werner Koczwara sowie Helge und das Udo.
 
Beim Kulturfestival Sommerfarben treten wieder vier Künstler auf zwei Bühnen auf. Zwischen den Auftritten ist auf beiden Bühnen zeitgleich eine Pause und die Zuschauer können zur nächsten Bühne und damit zum nächsten Künstler wechseln. Da auf zwei Bühnen gespielt wird, können die Besucher alle vier Künstler anschauen und miterleben. Bei gutem Wetter befindet sich eine Bühne auf dem Marktplatz und die zweite Bühne in der Stadthalle. Bei schlechtem Wetter findet die gesamte Veranstaltung in der Stadthalle statt.
 
Christoph Sonntag
Von Flensburg bis zum Bodensee begeistert er sein Publikum und füllt die Hallen – wenn es sein muss auch die Stuttgarter Porsche Arena. Der Ausnahmekabarettist von SWR3 beschäftigt sich stets mit tagesaktuellen Themen, die er mit spitzer Zunge kommentiert.
 
Lisa Fitz
Dem breiten Publikum ist die bayrische Ausnahmekünstlerin Lisa Fitz durch Auftritte in Fernsehshows, TV-Filmen und Kabarettsendungen bekannt. Als erste Frau in Deutschland präsentierte sie ein Soloprogramm mit eigenen Texten und beeinflusste damit das deutsche Kabarett maßgeblich. Lisa Fitz zeigt Auszüge aus ihrem aktuellen Programm „Flüsterwitz“.

Ernst Mantel und Werner Koczwara
Es ist das Gipfeltreffen des schwäbischen Humors: Mit Koczwara und Mantel haben sich zwei der komischsten Humorschaffenden Süddeutschlands zusammengetan: Ernst Mantel, bis zu deren Trennung Mitglied der "Kleinen Tierschau” und Werner Koczwara, der mit seinem Programm "Der wüstenrote Neandertaler oder wie aus Affen Bausparer wurden" ein auch bundesweit hoch gelobtes Schwabenkabarett auf die Bühne gebracht hat. Gemeinsam treten sie als "Vereinigtes Lachwerk Süd" an und stehen für hochklassigen Humor.
 
Helge und das Udo
Seit über zehn Jahren schon bilden der Kieler Helge Thun und der Schwabe Udo Zepezauer ein äußerst erfolgreiches Comedyduo. Mit begnadeter Tierdarstellung, virtuosem Sprachwitz und genialen Improvisationen treiben sie das Publikum in einen einzigartigen Lachwahn.
 
Vorverkauf hat begonnen
Tickets zu 25 Euro im Vorverkauf gibt es ab 20. Dezember 2018 bei allen bekannten Reservix Vorverkaufsstellen, in Herrenberg beim Gäubote am Bronntor sowie online unter www.BW-macht-Spass.de.
 
Bitte beachten: Die gekauften Eintrittskarten müssen am Veranstaltungstag ab 15 Uhr gegen einen Eintrittsbändel an der Stadthalle Herrenberg eingetauscht werden. Nur mit diesem Eintrittsbändel ist der Zutritt zu den beiden Veranstaltungsbühnen möglich.

Neue Urnenwände auf Waldfriedhof


Mit schwerem Gerät wurde am vergangenen Freitag auf dem Waldfriedhof gearbeitet. Da die bisher bestehenden Urnenwände mit insgesamt 204 Nischen mittlerweile nahezu vollständig belegt sind, wurden zwei weitere Wände errichtet. Somit stehen ab sofort weitere 204 Nischen zur Verfügung, die entweder zur Beisetzung einer einzelnen oder von zwei Urnen genutzt werden können. Darüber hinaus ist auf dem Waldfriedhof auch weiterhin die Bestattung von Urnen in einem Erdgrab möglich.

Neue Urnenwände wurden auf dem Waldfriedhof errichtet.
Neue Urnenwände wurden auf dem Waldfriedhof errichtet.

Straßenmusiker für Festival in Herrenberg gesucht


Musikerinnen und Musiker können sich ab sofort für das Straßenmusikfestival 2019 bewerben.

Zum achten Mal findet am Freitag, 12. Juli 2019, das Herrenberger Straßenmusikfestival im Rahmen der Sommerfarben statt. Interessierte Musikerinnen und Musiker können sich jetzt online für einen Auftritt bewerben.

 
Altstadtorte ganz neu entdecken lautet das Motto, wenn an zehn verschiedenen Plätzen Musik erklingt und der lauschige Sommerabend zum stimmungsvollen Erlebnis für zahlreiche Gäste wird. Unterschiedliche Künstler, verschiedene Musikrichtungen und ungewöhnliche Auftrittsorte versprechen unerwartete Entdeckungen und Überraschungen hinter jeder Ecke im „Konzertsaal Altstadt“.
 
Für 20 Interpreten gibt es Auftrittsmöglichkeiten. Es wird zweimal eine Stunde gespielt und zwar „unplugged“, da kein Strom zur Verfügung steht. Beginn des Festivals ist um 16 Uhr, anschließend wird bis zirka 21 Uhr in den Straßen gespielt. Währenddessen hört eine Jury die Künstler an und wählt drei Musiker oder Bands aus, die dann jeweils den Titel „Sieger Straßenmusikfestival Herrenberg“ erhalten. Diese drei Sieger treten abends ab 21 Uhr nochmal beim Finale auf der großen Marktplatzbühne auf.
 
Das Straßenmusikfestival gibt es seit 2012 und gehört zum festen Bestandteil der alljährlichen Herrenberger Sommerfarben. Die Organisatoren des Festivals vom Amt für Wirtschaftsförderung und Kultur sind mit der Entwicklung der Veranstaltung sehr zufrieden: „Das Straßenmusikfestival belebt die Altstadt und präsentiert den Besucherinnen und Besuchern viele interessante Plätze in besonderer Atmosphäre“, sagt der Leiter Ralf Heinzelmann. „Auch in der Musikszene hat sich die kleine, feine Veranstaltung schon einen Namen gemacht: Vielversprechende Künstler kommen sehr gerne nach Herrenberg und sorgen für eine sehr gute Qualität der Musik.“

Jetzt online bewerben

Weitere Informationen und das Bewerbungsformular gibt es im Internet unter www.herrenberg.de/straßenmusik-bewerbung. Die Bewerbungsrunde läuft zunächst bis 31. Januar 2019. Den Musikern winkt eine Antritts-Gage von 100 Euro pro Band. Hinzu kommen Fahrtkostenersatz bis maximal 50 Euro und für die drei Finalisten eine Zusatzgage in Höhe von 50 Euro.

Geh- und Radweg entlang der Mühlstraße gesperrt


Aufgrund dringender Asphaltarbeiten muss in der Zeit von 18.12. bis 20.12.2018 der Geh- und Radweg entlang der B 296 (Mühlstraße) von Affstätt in Richtung Herrenberg für den Fußgänger- und Radverkehr voll gesperrt werden.
 
Die Umleitung des Fußgänger- und Radverkehrs wird über den gegenüberliegenden Gehweg nach Herrenberg bzw. wieder nach Affstätt geführt. Es wird versucht, die Maßnahme so zügig wie möglich abzuwickeln. Für die mit den Arbeiten verbundenen Verkehrsbehinderungen und -beeinträchtigungen wird um Verständnis gebeten. 
 
 

Feuerwerksverbot an Silvester in der Altstadt


Das Ordnungsamt der Stadt Herrenberg weist auf das Verbot zum Abbrennen von Feuerwerkskörpern in unmittelbarer Nähe von Fachwerkhäusern und Kirchen hin. Dieses Verbot gilt auch an Silvester und Neujahr in der Herrenberger Altstadt.
 
Seit 2009 gibt es bundesweit ein Abbrennverbot für Feuerwerkskörper in unmittelbarer Nähe von Fachwerkhäusern und Kirchen. In der Herrenberger Altstadt gibt es fast überall Fachwerkhäuser, deshalb wurden die Grenzen der Zone, in denen das Feuerwerksverbot generell gilt, in einer städtischen Anordnung konkretisiert. Verboten sind pyrotechnische Gegenstände der Kategorie II wie beispielsweise Raketen, Schwärmer, Knallkörper und Batterien.
 
Weitere Informationen sind beim Ordnungsamt, Kirchgasse 2, 71083 Herrenberg, Zimmer 67, Telefon 07032 924 213 erhältlich. Dort kann auch die Allgemeinverfügung und ihre Begründung gelesen werden.

„Alexa, wie beantrage ich einen Personalausweis?“


Hauptamtsleiter Tom Michael (rechts) und der persönliche Referent des Oberbürger-meisters Nicolai Reith (links) erhalten die Fördermittel für die Alexa-Integration und das Mitmachportal der Stadt Herrenberg von Innenminister Thomas Strobl. Bildnachweis. L
Hauptamtsleiter Tom Michael (rechts) und der persönliche Referent des Oberbürgermeisters Nicolai Reith (links) erhalten die Fördermittel für die Alexa-Integration und das Mitmachportal der Stadt Herrenberg von Innenminister Thomas Strobl. Foto: Ludmilla Parsyak, ©Fraunhofer IAO

Für die Integration der Sprachassistentin Alexa und für das Mitmachstadt-Portal hat die Stadt Herrenberg Fördermittel in Höhe von 34.112 Euro vom Land bekommen. Der Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration Thomas Strobl hat den Förderbescheid am vergangenen Donnerstag, 13. Dezember, überreicht. Im Rahmen des Förderprogramms „Städte und Gemeinden 4.0“ wurde Herrenberg somit als „Future-Community“ ausgezeichnet.
 
„Wir freuen uns, dass wir vom Land als Zukunftskommune ausgewählt wurden und entsprechende Zuschüsse für unsere Vorhaben bekommen“, sagt Hauptamtsleiter Tom Michael. Der persönliche Referent des Oberbürgermeisters, Nicolai Reith, der den Förderbescheid gemeinsam mit Tom Michael in Stuttgart entgegengenommen hat, ergänzt: „Der Förderbescheid ist eine Bestätigung des von uns eingeschlagenen Weges, möglichst innovative Angebote für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen“.

Alexa auf herrenberg.de

Gefördert wird die Integration der digitalen Sprachassistentin Alexa auf der städtischen Homepage www.herrenberg.de. Bürgerinnen und Bürger können so künftig Fragen zu Öffnungszeiten, Kontaktdaten und benötigten Unterlagen bei städtischen Dienstleistungen über Alexa erfragen.

Förderung für Mitmachstadt-Portal

Darüber hinaus erhält Herrenberg Geld für das Mitmachstadtportal. Einerseits sind hier Informationen zu aktuellen städtischen Projekten zu finden - von A wie Areal Bahnhofstraße bis Z wie Ziegelfeld. Andererseits zeigt das Portal Möglichkeiten für Beteiligung und Engagement auf: Bei zahlreichen Projekten der Mitmachstadt haben Bürgerinnen und Bürger immer wieder die Chance, mitzudiskutieren, mitzuwirken und mitzumachen. Das Mitmachportal ist auch eine Plattform für die Herrenberger Vereine. Sie können sich hier in der Rubrik „Vereine von A bis Z“ selbst vorstellen, ihre Veranstaltungen in den Kalender eintragen und über eine Mitmachbörse freiwillige Helfer für Aktionen finden. „Das Portal soll Lust machen, sich an Projekten zu beteiligen und engagierte Gruppen in Herrenberg zu unterstützen“, sagt Vanessa Watkins, die Leiterin des Teams Beteiligung und Engagement.

Städte und Gemeinden 4.0

Im Rahmen des Förderprogramms „Städte und Gemeinden 4.0 – Future Communities” unterstützt die Landesregierung kommunale Digitalisierungsprojekte. Bei der zweiten Runde des Programms wurden jetzt 45 Kommunen mit insgesamt 1,08 Millionen Euro ausgezeichnet. Die Preisträger hat die Landesregierung durch eine gemeinsame Jury mit dem Städte- und dem Gemeindetag ausgewählt. Ziel der Initiative ist es, Lust auf den digitalen Wandel zu machen und Städte und Gemeinden bei der Digitalisierung mitzunehmen. Insgesamt haben bei der zweiten Auflage des Programms 84 Kommunen Anträge eingereicht.

Rundgang durch die Altstadt


Die nächste Stadtführung in Herrenberg findet am Sonntag, 23. Dezember, statt. Dieser Spaziergang führt durch die Herrenberger Altstadt mit ihren Gassen und Staffeln vorbei an den dortigen Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Jahrhunderten. Treffpunkt mit Gästeführer Reiner Kaupat ist um 15.30 Uhr vor der Alten Turnhalle, Seestraße 31. Diese Führung ist ein kostenloses Angebot der Stadt Herrenberg. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, am traditionellen Weihnachtssingen auf dem Herrenberger Marktplatz (ab 17 Uhr) teilzunehmen.

Weihnachtssingen auf dem Marktplatz


Beim traditionellen Weihnachtssingen auf dem Herrenberger Marktplatz am vierten Adventssonntag, 23. Dezember, sind alle eingeladen, mitzusingen, sich von der weihnachtlichen Stimmung anstecken zu lassen und Familie, Freunde und Bekannte zu treffen.
 
Alle Jahre wieder lädt die Chorgruppe Herrenberg am vierten Adventssonntag zum gemeinsamen Weihnachtssingen auf den Herrenberger Marktplatz ein: Am Sonntag, 23. Dezember, 17 Uhr, ist es wieder soweit. Männerchöre und gemischte Chöre aus Affstätt, Deckenpfronn, Haslach, Herrenberg, Kayh, Kuppingen, Nufringen, Oberjesingen und Rohrau werden Lieder wie „Herbei, oh Ihr Gläubigen“, „O du wundervolle Weihnachtsstimmung“ oder „Fröhliche Weihnacht überall“ anstimmen. Mit dabei sind auch die jüngsten Sängerinnen und Sänger der ChorrageKids aus Haslach mit ihrer Leiterin Astrid Andersson. Die Leitung der Männerchöre übernimmt Martin Falk. Astrid Beuth wird die gemischten Chöre dirigieren.
 
Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, sich bei Glühwein oder Kinderpunsch auszutauschen und zu begegnen. Diese Aktion, die bereits zum 57. Mal stattfindet, wird von der Kreissparkasse Böblingen, der Stadt Herrenberg sowie der Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg unterstützt. „Wenn am Ende des Singens aus den Kehlen aller Anwesenden ‚O du fröhliche‘ erschallt, dann kann man voller Freude dem Heiligen Abend entgegenfiebern,“
freut sich Organisator Günther W. Bsonek.

Öffnungszeiten über Weihnachten und Neujahr


Für die Stadtverwaltung und die städtischen Einrichtungen gelten in den Weihnachtsferien folgende Öffnungszeiten:
 
Bürgerdienste

An den Weihnachtsfeiertagen und am Samstag, 29.12. sowie am Montag, 31.12. sind die Bürgerdienste in Herrenberg und alle Bezirksämter geschlossen. Darüber hinaus gelten in den Bezirksämtern folgende Öffnungszeiten:
 
Die Bezirksämter Affstätt und Kayh sind in der Zeit vom 27.12. bis 02.01. geschlossen und öffnen danach wieder zu den gewohnten Zeiten. Auch das Bezirksamt in Mönchberg bleibt nach Weihnachten geschlossen und ist ab dem 02.01.2019 wieder wie gewohnt erreichbar.
 
Die Bezirksämter in Haslach und Kuppingen sind zwischen Weihnachten und Neujahr zu den gewohnten Öffnungszeiten erreichbar. Das Bezirksamt Haslach bleibt dafür zwischen dem 02.01. und dem 04.01. geschlossen, das Bezirksamt in Kuppingen öffnet am 03.01. zum ersten Mal im neuen Jahr.
 
Die Bezirksämter in Gültstein und Oberjesingen sind zu den üblichen Zeiten geöffnet.
Die aktuellen Öffnungszeiten sind auch im Internet veröffentlicht.
 
 
Bürgerschaftliches Engagement

Das Büro des Teams Beteiligung und Engagement hat vom 22.12.2018 bis 06.01.2019 geschlossen.
 
Musikschule
Die Musikschule hat wie die allgemeinbildenden Schulen vom 24.12. bis 04.01.2019 geschlossen.
 
Seniorentreff, Bronngasse 13

Der Seniorentreff im Klosterhof macht vom 20.12.2018 bis einschließlich 10.01.2019 Winterpause. Der Cafébetrieb beginnt wieder am 14.01.2019.

Stadtarchiv
Das Stadtarchiv ist vom 24.12.2018 bis einschließlich 08.01.2019 geschlossen.
 
Stadtbibliothek
Die Stadtbibliothek hat auch in den Weihnachtsferien zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Geschlossen bleibt die Bibliothek an Heiligabend und Silvester.
 
Stadtwerke

Am 24.12. und 31.12. sowie an den gesetzlichen Feiertagen sind die Stadtwerke geschlossen. Der Bereitschaftsdienst der Stadtwerke ist für Störmeldungen und Notfälle wie üblich unter der Telefonnummer 07032 9481-11 erreichbar.
 
Schulen
Es gelten die Schulferien von Baden-Württemberg vom 24.12.2018 bis 04.01.2019.
 
Volkshochschule

Das Sekretariat der Volkshochschule ist vom 22.12.2018 bis 06.01.2019 geschlossen. Die Ferienkurse finden wie angekündigt statt.
 

Herrenberg sucht Springerle


Springerle gesucht: Postkarte

Manche Bürgerinnen und Bürger würden sich gern in die Stadt einbringen, sind aber beruflich stark eingespannt oder langfristiges Planen ist für sie schwierig. Für sie gibt es jetzt ein neues Angebot: Wer für einen guten Zweck gelegentlich einspringen möchte, kann sich einfach beim Herrenberger Freiwilligenpool anmelden und mit seinem Wissen und Können die Mitmachstadt bereichern. Schon kurzes Engagement wirkt sich aus.

 
Das Mitmachportal ist auf der neuen Website der Stadt Herrenberg unter www.herrenberg.de/mitmachportal zu finden. Hier stellen sich örtliche Vereine und engagierte Gruppen vor und veröffentlichen auf der Mitmachbörse Gesuche. Im Mitmachportal gibt es aber auch einen Bereich für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer (www.herrenberg.de/freiwilligen-pool), wo sich Interessierte mit einem persönlichen Engagementprofil registrieren können. Hier können Freiwillige angeben, wann und wie oft sie Zeit haben, was ihnen Spaß macht und wofür sie sich interessieren. Die Vereine und Gruppe sprechen sie dann an.

Für Bürger mit wenig Zeit

„Die Idee ist, dass sich auch Herrenberger Bürgerinnen und Bürger, die wenig Zeit haben, engagieren können“, sagt Ines Böttcher vom Team Beteiligung und Engagement (BE), die die Mitmachbörse und den Freiwilligenpool betreut. Damit reagiert das Team BE auf den gesellschaftlichen Wandel und die schnelllebigere Gegenwart, in der für viele Menschen der Alltag immer weniger langfristig planbar ist. Auch den Herrenberger Vereinen ist damit geholfen: „Das Tool bietet ihnen die Möglichkeit, kurzfristig passende Hilfe für einmalige Aktionen zu finden. Das kann zum Beispiel eine nichtbesetzte Schicht beim Vereinsfest sein, die Hilfe bei der Erstellung einer Webseite oder das Streichen der Vereinsräumwände. Vereine leisten so viel in Herrenberg – wir möchten ihnen mit diesem Angebot den Weg öffnen, leichter neue Unterstützer zu finden.“, so Böttcher.

Engagement-Profil anlegen

Der Freiwilligenpool wendet sich aber auch an Bürgerinnen und Bürger, die mehr Zeit erübrigen können. Sie können im eigenen Profil genau angeben wann, wie und wo sie Lust haben sich zu engagieren. Für Datenschutz ist dabei gesorgt: Das persönliche Engagementprofil erscheint nicht öffentlich, sondern kann nur von geprüften Vereinen und engagierten Gruppen eingesehen werden. Die Einschätzung übernimmt das Team Beteiligung und Engagement, das seit vielen Jahren in der Mitmachstadt mit den etab-lierten Vereinen und Gruppen zusammenarbeitet. „Bevor Vereinsvertreter ein Profil einsehen können, müssen sie eine Datenschutzvereinbarung unterzeichnen. Ich überprüfe als Administrator der Datenbanken auch die Einträge auf ihre Richtigkeit“, sagt Böttcher. Der Herrenberger Freiwilligenpool als eine Anzeigenplattform für Engagement ist in dieser Form bisher einzigartig in Deutschland.

Springerle-Postkarten werden verteilt

Im Dezember werden den Bürgerinnen und Bürgern in der Stadt nun immer wieder „Springerle“ in Postkartenform begegnen, die für eine Anmeldung beim Freiwilligenpool werben. Auf dem Herrenberger Weihnachtsmarkt vom 7. bis 9. Dezember waren Ines Böttcher und ihre Kolleginnen bereits mit den Karten unterwegs und haben positive Rückmeldungen erhalten: „Viele Menschen fanden die Idee, sich auch für kurze Zeit engagieren zu können, großartig und waren positiv überrascht, dass es ein solches Angebot auf der Herrenberger Website gibt. Die Postkarten als kleine Erinnerung mit dem ansprechenden Motiv wurden ebenfalls gern angenommen“, berichten sie. Die „Springerle“ als traditionelles Festtagsgebäck sind auf den Postkarten doppeldeutig mit einem Augenzwinkern zu verstehen: einmal als Hinweis auf die Tradition des ehrenamtlichen Engagements in der Mitmachstadt Herrenberg, und einmal als Symbol für die „Springerle“ – Helfenden, die gelegentlich einspringen. Im neuen Jahr folgen weitere Aktionen mit neuem Motiv – die Bürgerinnen und Bürger dürfen sich überraschen lassen.

Springerle-Formen aus dem 3D-Drucker

Um auf den Freiwilligenpool aufmerksam zu machen, hat sich die Stadtverwaltung eine besondere Aktion überlegt: Ab Donnerstag, 13. Dezember, gibt es bei der Bürgerinformation am Marktplatz 1 Springerle-Formen aus dem 3D-Drucker im Herrenberg-Design. Alle, die möchten, können eine kostenlose Form mit nach Hause nehmen und dann die eigenen Backkünste unter Beweis stellen. Unter allen, die sich bis Weihnachten für den Freiwilligenpool anmelden, werden fünf Weihnachtsüberraschungen verlost.

Mehr erfahren

www.herrenberg.de/Freiwilligen-Pool
www.herrenberg.de/mitmachportal

Neue Urnenwände für Waldfriedhof


Weitere Urnenwände werden am Donnerstag, 13. Dezember, und Freitag, 14. Dezember 2018, auf dem Herrenberger Waldfriedhof aufgestellt. Deshalb kann es zu Einschränkungen für die Friedhofsbesucher kommen. Der östliche Zugang zum Friedhof wird nur sehr eingeschränkt nutzbar sein, der Hauptverbindungsweg zwischen dem östlichen und westlichen Zugang ist nicht passierbar.

Rathaus-Baustelle ist fertig


Nach sechs Monaten sind die umfassenden Bauarbeiten im und ums Rathausgebäude am Marktplatz abgeschlossen. Eine multifunktionale Nutzung, die Barrierefreiheit und der Brandschutz standen im Fokus der Sanierung. Im frisch renovierten Ratssaal finden in der kommenden Woche die ersten Ausschusssitzungen des Gemeinderates statt.
 
Von Juni bis November wurde im ersten Obergeschoss des Rathauses am Marktplatz 5 fleißig gewerkelt, gebohrt und gehämmert: Der umfangreiche Umbau sollte den Anforderungen an eine multifunktionale Nutzung, an die Barrierefreiheit und Brandschutzvorschriften Rechnung tragen. „Der Umbau war längst überfällig“, macht Oberbürgermeister Thomas Sprißler deutlich. „Umso mehr freue ich mich jetzt über das tolle Ergebnis“, lobt der OB das Konzept. Mit dem Umbau eröffnen sich viele neue Nutzungsmöglichkeiten: „Die renovierten Räume werden den unterschiedlichen Bedürfnissen von Bürgerschaft, Gemeinderat und Verwaltung jetzt endlich gerecht.“
Geplant und begleitet hat den Umbau Stanislava Häussler, Architektin vom Gebäudemanagement. „Es gibt noch ein paar kleinere Baustellen, zum Beispiel die Montage der Garderobe oder unwesentliche Einstellungen bei der Technik.“ Insgesamt zieht sie jedoch eine positive Bilanz: „Das Projekt lief insgesamt sehr rund und wurde im Zeit- und Kostenrahmen abgeschlossen.“

Modern und multifunktional: der Ratssaal

„Das Herzstück des Rathauses, der Ratssaal, ist kaum wieder zu erkennen“, stellt Stanislava Häussler fest. Die Podeste und feste Möblierung aus den 1970er Jahren wurden durch eine flexible Bestuhlung ersetzt. Der graue Teppichboden machte Platz für freundliches Parkett; die schwere Holzvertäfelung an der Wand ist jetzt lichtgrau gestrichen. Helle Jalousien und neue Fenster gibt es nun ebenfalls. Eine Akustikdecke sowie eine moderne Licht- und Medientechnik gehören nun auch zur Ausstattung.
„Künftig kann der Ratssaal, der größte Raum im ersten Obergeschoss, für ganz unterschiedliche Anlässe genutzt werden“, sagt Stanislava Häussler. Städtische Veranstaltungen, Empfänge und Trauungen mit bis zu 100 Personen könnten hier nun stattfinden, ebenso Gremiensitzungen und Besprechungen.

Barrierefreiheit im Fokus

Um das erste Obergeschoss barrierefrei erschließen zu können, wurde ein Raum, das „Alte Trauzimmer“, aufgegeben bzw. umfunktioniert: Er wird jetzt für einen zweiten, barrierefreien Flucht- und Rettungsweg in Richtung Rathausgasse und ein Behinderten-WC genutzt. Ein neuer behindertengerechter Parkplatz hinter dem Rathaus sowie neue, barrierefreie Pflastersteine rund um das Gebäude sorgen dafür, dass dieser Eingang gut zu erreichen ist. „Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Stadtrat Thomas Dingel“, sagt Stanislava Häussler, „er stand uns in allen Fragen zur Barrierefreiheit beratend zur Seite.“ Koordiniert hat die Straßenbaumaßnahme das Amt für Tiefbau und Entwässerung. Zur Barrierefreiheit gehört auch, dass im Ratssaal eine Induktionsschleife für Hörgeräte eingebaut wurde, die das akustische Signal verstärkt. Dadurch können Hörgeschädigte besser an Veranstaltungen im Ratssaal teilhaben.
 
Modernisiert und barrierefrei umgebaut wurde auch der kleine Sitzungssaal neben dem Ratssaal, den die Stadtverwaltung als Besprechungsraum nutzt. Außerdem gibt es jetzt ein Stuhllager und eine Teeküche für Catering, die die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung zugleich als Sozialraum nutzen können. Renoviert und mit neuen Möbeln ausgesattet wurden auch der Eingangsbereich und der gesamte Flur im Rathausgebäude.

Brandschutz

Beim Umbau wurden auch Brandschutzmängel in der Ratssaal-Ebene beseitigt. Zudem wurden neue Fenster eingebaut und die Elektroverteilung wurde auf den neuesten Stand gebracht. Darüber hinaus wurde für die Ratssaal-Ebene ein zweites Heizsystem aufgebaut, das parallel zum bestehenden funktioniert. „Zu einem späteren Zeitpunkt schließen wir die gesamte Hausversorgung an das neue System im ersten Obergeschoss an“, erklärt Stanislava Häussler.

Kosten und Ausblick

Rund 700.000 Euro hat der Umbau der Ratssaal-Ebene gekostet. Da das Rathaus insgesamt in einem sanierungsbedürftigen Zustand ist, sollen zu einem späteren Zeitpunkt weitere Baumaßnahmen folgen. 

Schokoherzen und Reparatur-Gutscheine für Radler


Bei der Nikolaus-Aktion für mehr Verkehrssicherheit haben Mitarbeiter der Stadt mit Eltern und ADFC-Mitgliedern Gutscheine an Schülerinnen und Schüler verteilt, die keine funktionstüchtige Beleuchtung am Fahrrad haben. Alle mit einer intakten Beleuchtung

Eine besondere Aktion hat am frühen Morgen des Nikolaustags am Schulzentrum Längenholz stattgefunden: Die Nikoläuse der Stadtverwaltung - Stéphane Rougière, Jan Timo Walter, Waltraud Marquardt und Wolfgang Lutz - haben mit Unterstützung von Eltern und Mitgliedern des lokalen ADFC Nikolausgeschenke an Fahradfahrer verteilt.

 
Schülerinnen und Schüler mit einem funktionierenden Licht bekamen Schokoherzen geschenkt. Alle, die ohne Licht oder mit kaputter Beleuchtung unterwegs waren, erhielten einen Reparatur-Gutschein. Insgesamt konnten 217 Schülerinnen und Schüler mit dieser Aktion erreicht werden: 152 Radler wurden von den städtischen „Nikoläusen“ mit einem Schokoherz belohnt, 65 bekamen einen Gutschein über sieben Euro geschenkt, verbunden mit dem Appell, ihr Fahrradlicht schnell reparieren zu lassen.

Einsatz hat sich gelohnt

„Wir freuen uns, dass im Vergleich zum letztem Jahr mehr Schülerinnen und Schüler mit dem Rad zur Schule gekommen sind und wirklich viele von Ihnen mit guter Beleuchtung ausgestattet waren“ sagt Jan Timo Walter von der Stabsstelle Klimaschutz. „Der Einsatz hat sich gelohnt“, ergänzt Stéphane Rougière vom Amt für Stadtentwicklung. „Die Schülerinnen und Schüler haben sich über die Süßigkeit oder die Gutscheine sehr gefreut. Mit der Aktion konnten wir etwas zur Verkehrssicherheit beitragen, ohne die Kinder zu belehren.“
 
Unterstützt wird die Licht-Check-Aktion von drei Radhändlern aus Herrenberg, die damit einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit leisten wollen. Eingelöst werden können die Gutscheine bis zum 30. November 2019 beim Radhaus Rattay, dem Radlager Herrenberg und Holczer Radsport.

Hintergrund

Die Nikolaus-Aktion ist Teil der „Tu’s aus Liebe“-Kampagne, die die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) 2015 gemeinsam mit ihren Mitgliedskommunen zum Thema „Verkehrssicherheit“ ins Leben gerufen hat. Die Kampagne wird seitdem stetig um Aktionen, die für ein rücksichtsvolles Miteinander im Straßenverkehr werben, erweitert. Licht trägt entscheidend zur Sicherheit von Radfahrern bei, denn beim Einschalten des Lichts kommt es nicht nur darauf an, selbst etwas zu sehen, sondern es geht vor allem darum, gesehen zu werden.

Stadt und ihre Menschen im Fokus


Wer auf der Suche nach Fotografien zu Herrenberg vom Ende des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts ist, stößt dabei unweigerlich auf die Arbeiten von Julius Krayl. Drei Jahrzehnte lang porträtierte der Herrenberger Fotograf die Stadt und ihre Menschen mit seiner Kamera. Vor 150 Jahren, am 7. Dezember 1868, wurde Julius Krayl geboren.
 
Julius Krayl (1868 bis 1926) fotografierte nicht nur Personen, Personengruppen und Vereine in Herrenberg; er dokumentierte auch in mehr als 60 Detailaufnahmen das Chorgestühl der Stiftskirche. Auch von außen hat Krayl die „Glucke vom Gäu“ aus verschiedenen Blickwinkeln festgehalten, ebenso das Herrenberger Stadtbild.
 
Das Stadtarchiv bewahrt rund 200 Fotografien auf Glasplatten von Julius Krayl auf. 2010 hatte eine Enkelin Krayls, Irmgard Hägele, die Glasplatten zusammen mit weiteren Gegenständen und Unterlagen aus dem Nachlass ihres Großvaters dem Archiv übergeben. „Die Glasplatten zeugen von der großen Vielseitigkeit und dem Können Julius Krayls als Fotograf“, beurteilt Stadtarchivarin Dr. Stefanie Albus-Kötz die Schenkung.

150. Geburtstag

Vor 150 Jahren, am 7. Dezember 1868, kam Julius Krayl als zweiter Sohn des Herrenbergers Immanuel Krayl und dessen Ehefrau Karoline zur Welt. Von der Kindheit im ländlichen, 1855 gerade einmal 2.374 Einwohner zählenden Herrenberg ist nichts bekannt. Krayls Vater war Buchbindermeister. Das Elternhaus lag in der Stuttgarter Straße 16.

Großes Spektrum an Waren und Dienstleistungen

In seinem Elternhaus, hatte Julius Krayl ab 1896 ein Fotogeschäft. Eine Werbeannonce, die 1905 im Gäubote erschien, deutet auf das große Spektrum seiner Waren und Dienstleistungen hin. Krayls Angebot reichte von Geschenkartikeln über sogenannte Galanteriewaren – heute würde man dazu Accessoires sagen – Fenster- und Wandbilder, auch mit Herrenberger Motiven, Gesangbücher, Postkarten, Bilderrahmen und Fotografiewaren bis zu Schiefertafeln und sonstigem Schulbedarf. Krayl führte neben fotografischen Arbeiten auch Buchbinderarbeiten aus und rahmte Bilder, Fotografien, aber auch getrocknete Totenbouquets und Brautkränze.

150 Mark Bargeld bei Heirat mit Bäckerstochter

Julius Krayl selbst heiratete 1896 die Bäckerstochter Karoline Beerstecher. Anlässlich ihrer Heirat wurde eine sogenannte Beibringensinventur erstellt, die das Vermögen auflistete, das Braut und Bräutigam in die Ehe einbrachten. Demnach brachte Julius Krayl ein Vermögen von 1.333 Mark 17 Pfennig ein, das Zubringen seiner Ehefrau war dagegen fast doppelt so hoch, nämlich 2.615 Mark 20 Pfennig. Dabei wurde zunächst festgestellt, dass Julius Krayl keine Liegenschaften, jedoch immerhin 150 Mark Bargeld besaß; Karoline dagegen brachte neben eigenem Besitz aus dem Erbe ihres Vaters zwar kein Haus, aber unter anderem zwei Äcker und eine Wiese im Wert von 900 Mark sowie Bargeld in Höhe von 394 Mark 90 Pfennig mit in die Ehe.

Taschenbuch zur Fotografie

„Interessant ist, dass in Julius Krayls Buchbesitz auch ein Taschenbuch zur Fotografie auftauchte“, berichtet die Stadtarchivarin Dr. Stefanie Albus-Kötz. Dazu seien noch zwei fotografische Apparate im Wert von 400 Mark sowie zur Fotografie notwendige Möbel, fünf Fotoplatten und sogenanntes Auskopierpapier, das in der Fotografie bis 1907 verwendet wurde.
Auch die Möbel wurden in der sogenannten Beibringensinventur genau aufgeführt. Erwähnt werden zwei Tische, zwei Stühle, ein Kopfgestell, eine Balustrade, ein Wagen und ein Kindersessel sowie zwei Hintergründe. „Alles Dinge, die Krayl zum Arrangement seiner Personengruppenfotos benötigte“, erläutert die Stadtarchivarin weiter. Die Liste macht deutlich: Der Wert seines fotografischen Handwerkszeugs machte bereits die Hälfte der Vermögenswerte aus, die Julius Krayl mit in die Ehe brachte. Das Haus des Vaters in der Stuttgarter Straße 16 kam offenbar erst nach dessen Tod im Jahr 1904 in den Besitz des Ehepaars.

Plötzlicher Tod

Wie aus dem Sterberegister hervorgeht, starb Julius Krayl völlig überraschend am 29. Dezember 1926 im Alter von 58 Jahren im Herrenberger Bahnhofsgebäude. Er hinterließ fünf Kinder und seine Ehefrau Karoline. Das Familiengrab der Krayls befindet sich auf dem Herrenberger Stadtfriedhof.
Nach seinem Tod führten Krayls Töchter Lydia und Julie das elterliche Fotogeschäft in der Stuttgarter Straße 16 weiter und ergänzten es um eine Buchhandlung als weiteres Standbein. Auch von Lydia Krayl befindet sich ein großer Schatz in den Beständen des Stadtarchivs: Die Glasplatten vom Festzug zur 700-Jahr-Feier der Stadt Herrenberg im Jahr 1929.

Ausblick: Ausstellung in 2019

Für nächstes Jahr plant das Stadtarchiv anlässlich des 150. Geburtstages von Julius Krayl eine Ausstellung. Hier sollen ausgewählte Fotos aus dem Bestand der Glasplatten, die 2017 digitalisiert wurden, erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Fahrräder zum Leuchten bringen


In diesem Jahr übernimmt die Stadtverwaltung Herrenberg wieder eine besondere Aufgabe am Nikolaus-Tag: Sie verteilt Gutscheine an Schülerinnen und Schüler, die keine funktionstüchtige Beleuchtung am Fahrrad haben. Alle mit einer intakten Beleuchtung werden mit Schokoladenherzen belohnt. So macht sich die Stadt Herrenberg auch selbst ein Geschenk: mehr Verkehrssicherheit.
 
Deshalb gibt es dieses Jahr nicht nur strahlende Kinderaugen, sondern auch leuchtende Fahrräder – zumindest in der Stadt Herrenberg. Mitarbeiter der Stadtverwaltung verteilen am Donnerstag, 6. Dezember, von 7 bis 8 Uhr am Schulzentrum Längenholz Gutscheine für Fahrradlichter oder Reparaturen rund ums Fahrrad, die bei den Radhändlern Holczer Radsport, dem Radlager Herrenberg und dem Radhaus Rattay eingelöst werden können. Die drei Herrenberger Radhändler wollen durch diese Aktion einen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit leisten. Einlösen kann man die Gutscheine vom 06.12.2018 bis zum 30.11.2019.
 
Die Nikolaus-Aktion ist Teil der „Tu’s aus Liebe“-Kampagne, die die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) 2015 gemeinsam mit ihren Mitgliedskommunen zum Thema „Verkehrssicherheit“ ins Leben gerufen hat. Die Kampagne wird seitdem stetig um Aktionen, die für ein rücksichtsvolles Miteinander im Straßenverkehr werben, erweitert. Licht trägt entscheidend zur Sicherheit von Radfahrern bei, denn beim Einschalten des Lichts kommt es nicht nur darauf an, selbst etwas zu sehen, sondern es geht vor allem darum, gesehen zu werden.

Sensoren melden Temperatur und Feuchtigkeit auf Straßen


 
Bei der diesjährigen Herbstschau hat die Stadt Herrenberg ihr LoRaWan-Netzwerk vorgestellt. Das Funknetzwerk bietet die ideale Infrastruktur für zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten und damit die beste Grundlage für eine digitale Mitmachstadt. Pünktlich zur kalten Jahreszeit wurde nun auch der Winterdienst auf digitale Beine gestellt.
 
Seit der Herbstschau Mitte Oktober hat sich viel getan. Das Amt für Technik, Umwelt, Grün (TUG) hat nach dem Testlauf zur Meldung der Füllstandsmenge der Mülleimer eine zweite Nutzung implementiert: Rechtzeitig zu Beginn der kalten Jahreszeit wurde der Winterdienst auf digitale Beine gestellt. Straßensensoren messen und melden nun Temperatur, Feuchtigkeit und den Rest-Streusalzgehalt an der Fahrbahn-Oberfläche. Zusammen mit den Daten von, ebenfalls neu aufgestellten, Wetterstationen liefern sie die notwendigen Informationen für den Winterdienst. In diesem Jahr wird ein Parallelbetrieb gefahren: Die Sensoren liefern Daten, zugleich meldet wie bislang der „Melder“, also der zuständige Mitarbeiter des Winterdienst-Teams, seine Beobachtungen. Alle Daten werden in Wechselwirkung zueinander ausgewertet und somit entsteht ein digitales System, das künftig zuverlässig die Mitarbeiter zum Winterdienst weckt.
 
Großes Interesse
Weit über Herrenberg hinaus hat das LoRaWan (Long Range Wide Area Network) für Furore gesorgt. Radio- und Zeitungsjournalisten aus dem Bereich Wissenschaft sind darauf aufmerksam geworden, Unternehmen und Kommunen aus dem gesamten Bundesgebiet klopfen an und auch bei den Herrenberger Bürgern trifft das Funknetzwerk auf breite Zustimmung. Auf der digitalen Ideenwand im Mitmachportal der städtischen Homepage wurden zahlreiche Ideen und Anwendungsmöglichkeiten eingestellt.
 
Starter-Set für beste Ideen
Die besten drei Ideen wurden nun bei einer Preisverleihung gekürt: Stefano Cataldo hat die Installation von Lichtsensoren vorgeschlagen. „An wichtigen und beleuchteten Stellen, beispielsweise an Zebrasteifen und Parkplätzen, werden Lichtsensoren installiert“, beschreibt er seine Idee. „Die Sensoren melden einen Defekt, sobald das Licht unterhalb eines vorher definierten Pegels fällt. So kann die Stadt schnell die, zum Teil, sicherheitsrelevante Beleuchtung reparieren.“ Bernd Dammrose regte den Einsatz von Sensoren im Bereich „Bewässerung“ an. Anhand der gemessenen Daten zur Bodenbeschaffenheit können die Grünanlagen und Pflanzbeete in der Kernstadt und den Teilorten gezielt gepflegt und bewässert werden, lautete sein Vorschlag. Die dritte, prämierte Idee kommt von Heike Voelker. Sie regt eine „digitale Diebstahlsicherung von Fahrrädern“ an. „Mittels eines GPS-Tracker-Tools am Rad kann dessen Standort ermittelt werden, zugleich bekommt der Besitzer eine Nachricht auf sein Handy, sobald sein Rad von Unbefugten bewegt wird.“
Alle drei Gewinner bekamen ein Starterkit überreicht, mit dem sie ihr eigenes „Internet der Dinge“ bauen können, und eine Einladung zu einer gemeinsamen Sensoren-„Bastelaktion“ ausgesprochen.
„Wir vom TUG – vom Amt für Technik, Umwelt, Grün – sind schon lange ‚digital infiziert‘ und wissen, dass die Digitalisierung unsere tägliche Arbeit in vielerlei Hinsicht erleichtern kann“, sagt Amtsleiter Stefan Kraus. „Umso mehr freuen wir uns, dass dieser ‚Virus‘ nun auf die gesamte Stadt übergreift und dass die Mitmachstadt in Sachen Digitalisierung eine wichtige Vorreiterrolle übernimmt.“

 

Technik-Fan und Hobby-Griller


 
Er ist kein Unbekannter bei den Stadtwerken: Von 2012 bis 2016 arbeitete Karsten Kühn als technischer Leiter bei dem städtischen Versorgungsunternehmen. Jetzt hat es den 35- Jährigen erneut nach Herrenberg gezogen. Seit Anfang November leitet Kühn die Stadtwerke mit rund 40 Mitarbeitenden.
 
Vieles habe sich verändert und weiterentwickelt, hat er in den ersten Wochen festgestellt, vor allem die Arbeitskultur in der Stadtverwaltung. „Die Ausstattung der Mitarbeiter mit Tablets und iPhones sowie die Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten, das gab es vor drei Jahren noch nicht.“ Als Technik-Fan begeistern ihn diese Neuerungen: „Das hat sich absolut zum Positiven hin entwickelt.“  Die Digitalisierung der Verwaltung, autonomes Fahren oder auch die E-Mobilität sind Zukunftsthemen, die Kühn interessieren, ja, für die er „brennt“. Sie hängen eng mit dem Breitbandausbau zusammen, für den der neue Stadtwerke-Chef auch verantwortlich ist. „Die vielen Daten müssen verarbeitet werden und dafür braucht es leistungsfähige Glasfasernetze.“ Schritt für Schritt will Kühn den Ausbau der schnellen Datenautobahn im Gäu vorantreiben, gerne auch mit Partnern. Erfahrungen auf diesem Gebiet hat er bereits bei der Stadt Leinfelden-Echterdingen gesammelt, für deren Stadtwerke er in den vergangenen zweieinhalb Jahren als technischer Leiter tätig war.
 
Karsten Kühn
Seit November ist Karsten Kühn Chef der Herrenberger Stadtwerke.

Nah an der Mannschaft

Für die zahlreichen Dienstleistungen im Stadtwerke-Portfolio hat Kühn klare Vorstellungen und Visionen. Zunächst wolle er aber die Einschätzungen und Meinungen seiner 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hören. Derzeit führt er mit allen Einzel- und Kleingruppengespräche, um sich einen Überblick zu verschaffen. Einmal pro Woche will er ab 2019 eine Sprechstunde einrichten, zu der sich die Mitarbeitenden, egal, was sie auf dem Herzen haben, anmelden können. „Ich möchte möglichst dicht an der Mannschaft dran sein“, skizziert er seinen Führungsstil. Die Pannen im Naturfreibad hätten in den vergangenen drei Jahren großen Raum eingenommen. „Das Freibad hat alles dominiert, intern und extern“, meint der studierte Ingenieur für Umwelt- und Versorgungstechnik. „Einige Mitarbeiter konnten sich nicht mehr ausreichend um ihre eigentlichen Aufgaben kümmern.“
 
Jetzt sei es an der Zeit, die anderen Sparten der Stadtwerke wieder stärker in den Fokus zu rücken und diese auch öffentlichkeitswirksam zu bewerben. „Die Stadtwerke versorgen zum Beispiel rund 30.000 Bürger mit Trinkwasser, darüber spricht niemand. Wir haben sogar ein eigenes Wasserwerk an der Ammermühle. Wir sind Wärme-, Strom- und Gasversorger, betreiben die Citybusse und drei Parkhäuser in Herrenberg. Dazu kommen Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und sogar eine Erdgastankstelle“, zählt Kühn auf. „Im Versorgungsgebiet betreiben die Stadtwerke drei eigene Blockheizkraftwerke. Unsere Infrastrukturdienstleistungen für alle Bürgerinnen und Bürger im Bereich der Gas- und Wassernetze erstreckt sich auf eine Gesamtlänge von über 300 Kilometer. Das kleine Team von 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erwirtschaftet einen durchschnittlichen Jahresumsatz von über 15 Millionen Euro, das darf gerne wahrgenommen werden“, findet Kühn.
 
Nah am Kunden
Diese Versorgungsleistungen bewusst zu machen und die Kunden von den Vorteilen eines lokalen Anbieters zu überzeugen, nennt er ein vorrangiges Ziel. „Bei uns landet man eben nicht im Call-Center in Tschechien, wenn man eine Frage hat, sondern direkt hier in Herrenberg“, betont Kühn. Der Slogan der Stadtwerke lautet dazu ganz passend: Nah, persönlich, stark. „Dieses Potenzial müssen wir besser nutzen und ausbauen“, ist er überzeugt. Ein weiteres Argument, das er für nachhaltig hält: Die Gewinne des städtischen Versorgers würden auch lokal wieder investiert, kommen also allen Herrenbergerinnen und Herrenbergern wieder zugute.
 
Privat entspannt der neue Stadtwerke-Chef beim Sport: Regelmäßig zum Krafttraining zu gehen, ist Kühns Vorsatz, doch nicht immer lässt die Zeit es zu. „Ich bin ein guter Fitnessstudio-Kunde, zahle regelmäßig, komme unregelmäßig“, erzählt er augenzwinkernd. Im Winter fährt er gern Ski. Ausreichend Zeit braucht er auch für seine junge Familie mit dem einjährigen Sohn Noah Lasse. Außerdem ist das Kochen und vor allem das Grillen Kühns ganze Leidenschaft. Sage und schreibe vier Grills nennt der Wahl-Hildrizhausener sein Eigen: einen Gasgrill, wenn es mal schnell gehen muss; einen Smoker und zwei Kohlegrills. Wenn dann noch Zeit ist, pflegt er als aktiver Narr das Brauchtum der Rottweiler Fasnet.





Vertragen sich Demokratie und Religionen?


Wie vertragen sich Demokratie und Religionen? Dieser Frage gehen zwei Veranstaltungen der Partnerschaft für Demokratie am 8. und 13. Dezember nach.
 
Darf der Staat Fördergelder an religiöse Gruppen verteilen? Darf die Homepage der Stadt religiöse Symbole wie das Kreuz enthalten? Dürfen Frauen und Mädchen Kopftuch tragen? Unterhöhlen Religionen Errungenschaften der Emanzipation der Frau? Sollen Kruzifixe auf- oder abgehängt werden? Wer schützt Atheisten vor Religion? Sind Rituale wie Taufe oder Beschneidung von Kindern Elternrecht? Oder sollen Kinder selbst entscheiden dürfen?
Viele Fragen für eine spannende Debatte und Stoff für Konflikte: Auch in Herrenberg brodelt es da hin und wieder an verschiedenen Ecken. Wenn es brodelt wird es aber auch immer spannend. Und diese Spannung soll genutzt werden, um Wissen zu erweitern, Meinungen und Einstellungen auszutauschen und gemeinsam zu lernen für die Zukunft in Herrenberg und anderswo.

Kunstaktion am 8. Dezember

Deshalb lädt die Partnerschaft für Demokratie Herrenberg zu zwei Aktionen ein, die vom Team „Lampedusa Calling“ und dem Jugendhaus Herrenberg veranstaltet werden: Zur Kunstaktion „Frauen und Religionen“ am Samstag, 8. Dezember, bei der „Ladies Night“ in der Wiesengrundhalle in Nufringen, Beginn 18 Uhr, Eintritt 6 Euro, veranstaltet von den Frauen des Türkischen Kulturvereins Herrenberg. Alle Frauen sind eingeladen sich bei einer „Fotobox-Aktion“ zum Thema Religion und Frauen zu positionieren und ihre Meinung zu zeigen.

Denkwerkstatt am 13. Dezember

Eine „Denkwerkstatt“ findet statt am Donnerstag, 13. Dezember, um 19 Uhr in der Galerie der Volkshochschule Herrenberg, zum Thema „Demokratie und Religionen – vertragen die sich?!“ Die „Denkwerkstatt“ ist ein Format der politischen Bildung. Ziel ist es, ganz verschiedene Menschen und Gruppen der Gesellschaft in Begegnung und Bildung zu bringen und soziales Engagement anzuregen. Gemeinsame Bildung soll durch angeleitete Dialoge, Kunst- und Wissensinputs in heterogenen Gruppen gelingen.
 
Gefördert werden die Aktionen durch Mittel aus dem Bundesprogramm „Demokratie Leben“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
 
Kontakt für weitere Informationen: Barbara Lohner, Lampedusa Calling, Marienstraße 21, Herrenberg, E-Mail barbara.lohner@lampedusa-calling.de, Telefon 0177 2726883.

Saubere Luft: Bund stockt Sofortprogramm auf


Pressekonferenz zum Diesel-Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin.
Bei der Pressekonferenz zum Diesel-Gipfel kündigten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verkehrsminister Andreas Scheuer (4. v. l.) an, das Förderprogramm „Saubere Luft“ aufzustocken.

Die Schadstoffbelastung der Luft war Thema beim heutigen Diesel-Gipfel von Kommunen und Ländern, zu dem die Bundeskanzlerin nach Berlin eingeladen hatte. Eine wichtige Nachricht aus Berlin: Die Bundesregierung stockt das „Sofortprogramm Saubere Luft“ um 500 Millionen Euro auf, um Maßnahmen in den Kommunen zu unterstützen und Diesel-Fahrverbote möglichst zu vermeiden.
 
Auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel haben sich Vertreterinnen und Vertreter der fünf Modellstädte und der 15 am stärksten von Stickoxidbelastungen betroffenen Kommunen, den sogenannten Intensivstädten, sowie von kommunalen Spitzenverbänden am heutigen Montag, 3. Dezember, zum Austausch über Maßnahmen für saubere Luft getroffen. Als Vertreter der Stadt Herrenberg, eine von bundesweit fünf Modellstädten für saubere Luft, hat Oberbürgermeister Thomas Sprißler an dem Termin im Bundeskanzleramt teilgenommen. „Mich hat beeindruckt, wie sachlich die Kanzlerin in Diskussionen bleibt und welches Fachwissen sie hat“, berichtet der OB vom Treffen mit der Bundeskanzlerin. „Sie bringt Antworten und Sachverhalte in sehr verständlicher Weise auf den Punkt.“
 
Im Fokus des heutigen Treffens stand das im vergangenen Jahr gestartete „Sofortprogramm Saubere Luft 2017 bis 2020“. Neben der Aufstockung des Programms um 500 Millionen Euro auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro, hat der Bund bei dem Treffen weitere rund 432 Millionen Euro für die Hardware-Nachrüstung kommunaler Kleinlaster zugesagt. Damit stellt die Bundesregierung fast eine Milliarde zusätzlich für die Verbesserung der Luftqualität und die Vermeidung von Diesel-Fahrverboten zur Verfügung. Die Rathaus-Spitze begrüßt die zusätzlichen Gelder: „Wir wollen die Aufstockung nutzen und weitere Fördergelder beantragen, um die Luftqualität in Herrenberg weiter zu verbessern“, sagt OB Thomas Sprißler.
 

Sofortprogramm für saubere Luft

Mit dem „Sofortprogramm Saubere Luft 2017 bis 2020“ unterstützt die Bundesregierung Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität in Kommunen mit besonders hohen Stickstoffdioxid (NO2)-Belastungen. Ziel ist es, dass spätestens in 2020 die festgelegten NO2-Grenzwerte überall in Deutschland nachweisbar und dauerhaft eingehalten werden.
Knapp 232.000 Euro Fördergelder hat die Stadt Herrenberg bereits für Maßnahmen im Bereich dynamische Fahrgastinformationssysteme im Rahmen des Sofortprogramms bewilligt bekommen.
 
Neben den Projekten, die Herrenberg als Modellstadt für saubere Luft testet (www.herrenberg.de/stadtluft), kann die Stadt weitere Gelder beim Bund für Maßnahmen, die im Rahmen des Modellstadt-Projekts nicht gefördert werden, beantragen. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen aus dem sogenannten Masterplan „Green Plan“ der Stadt Herrenberg, etwa im Bereich des Radverkehrs und der Elektromobilität. 

Autos messen Effekte auf Stadtluft


Andreas Jorden vom Bosch Service Gottlob Maier baut ein Messmodul in ein Messflot-ten-Fahrzeug ein.
Andreas Jorden vom Bosch Service Gottlob Maier baut ein Messmodul in ein Fahrzeug ein.

Die ersten Autos sind jetzt ausgestattet: Mit einem Messmodul versehen fahren sie ab sofort im Auftrag der Stadt für das Projekt „Stadtluft verbessern“ durch Herrenberg und liefern dabei bis Dezember 2020 Daten, aus denen die Experten Rückschlüsse auf die Auswirkungen der Modellstadt-Maßnahmen auf die Luftqualität ziehen.
 
Insgesamt sind zirka 45 Freiwillige (26 Privatfahrzeuge, fünf Dienstfahrzeuge der Stadt und 15 bis 20 Fahrzeuge einer Fahrschule) dem Aufruf der Stadtverwaltung gefolgt und stellen ihr Auto für die Herrenberger Messflotte zur Verfügung. Die Fahrzeuge werden in den nächsten zwei Wochen mit Messmodulen der Robert Bosch GmbH ausgestattet. Der Einbau dauert 30 bis 45 Minuten pro Fahrzeug und hinterlässt keine Spuren. Die Messmodule senden Daten über das Fahrverhalten auf den Hauptstrecken in Herrenberg, zum Beispiel zum Beschleunigen und Halten, mit denen man Rückschlüsse auf den wahrscheinlichen Stickoxidausstoß ziehen kann.
 
„Die gewonnenen Daten geben uns wichtige Hinweise auf die Auswirkung unserer Maßnahmen. So können wir beispielsweise feststellen, ob die geplante „grüne Welle“ auch im Alltag funktioniert“, erläutert die städtische Klimaschutzbeauftragte Lisa Bartholomä. Weniger Stop-and-Go-Verkehr ist eines der Ziele in diesem Projekt, das mit einer besseren Verkehrslenkung und –steuerung erreicht werden soll. Ein attraktiveres Bus-Angebot und eine App, die umweltfreundliche Mobilitätsangebote vernetzt darstellt, sind weitere Bausteine. Herrenberg ist eine von bundesweit fünf Städten, die als Modellkommunen für saubere Luft ausgewählt wurden. Die Bundesregierung finanziert in diesem Modellprojekt innovative Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität und zur Reduzierung von Stickoxiden.

www.herrenberg.de/stadtluft

Stadtbus statt Auto


Am 9. Dezember ist es soweit: Die ersten Maßnahmen, die Herrenberg als Modellkommune für saubere Luft im Auftrag der Bundesregierung für zwei Jahre testet, machen sich im Alltag der Menschen bemerkbar. Zum Fahrplanwechsel fahren die Busse häufiger und zuverlässiger. Ab 1. Januar gelten dann zudem neue, günstigere Preise.
 
„Stadtluft verbessern lautet das Motto unserer Kampagne. Wer das Auto stehen lässt und in den Bus steigt, kann dazu ohne großen Aufwand einen gewichtigen Teil beitragen, und diesen Umstieg möchten wir den Fahrgästen so einfach und komfortabel wie möglich machen“, wirbt Finanzbürgermeisterin Gabrielle Götz-Getzeny. Unter ihrer Regie haben die Stadtwerke einen neuen Fahrplan mit zahlreichen Verbesserungen organisiert. „Ob zum Pendeln an die Arbeit oder zum Ausgehen mit Familie und Freunden am Abend – unser Bus ist für viele Gelegenheiten eine gute Alternative zum Auto“, so Götz-Getzeny.
 
Vier Citybuslinien führen für die Stadtwerke kreuz und quer durch Herrenberg und verbinden Wohngebiete mit dem Stadtzentrum und dem S-Bahn-Anschluss am Bahnhof. Herrenberg und die sieben Stadtteile verbinden darüber hinaus sieben Regionalbuslinien. Auf den Citybuslinien 779-782 fährt ab 9. Dezember ein neuer, dritter Bus. Damit können mehr Fahrten, vor allem in den Morgen- und Abendstunden angeboten werden. Außerdem wurden die Abfahrtzeiten verändert, damit die Busse pünktlicher am Bahnhof ankommen und der Anschluss an die S-Bahn besser gewährleistet ist. Zwischen der Innenstadt und den Stadtteilen gibt es jetzt statt des bisherigen Ruftaxis eine regelmäßige Verbindung mit Bussen bis in die Nachtstunden.
 

Zusätzliche Fahrten


Mit dem neuen Fahrplan fährt zum Beispiel samstagabends um 19.19 Uhr der letzte Bus der Linie 779 vom Bahnhof ins Wohngebiet Vogelsang statt wie bisher gegen 13 Uhr. Die Linie 780 wird nach 23 Uhr vom Bahnhof über das Gebiet Schwarzwaldsiedlung und Holdergraben bis nach Haslach verlängert und fährt nun auch jeden Tag abends bis nach Mitternacht. Auf der Linie 781 in Richtung Daimlerstraße gibt es unter Woche zusätzliche Fahrten und die Verbindung im Halbstundentakt übers Ebühl hinauf zum Waldfriedhof als Ausgangspunkt für die Ausflugsziele im Schönbuch steht ebenfalls häufiger im Fahrplan. Die Regionalbuslinien führen von der Kernstadt über die Stadtteile in die benachbarten Städte. Hier bietet der neue Fahrplan zusätzliche Verbindungen, vor allem in den Abend- und Nachtstunden. Bislang musste man sich abends noch eine Stunde vorher ein Ruftaxi bestellen, jetzt geht es mit Linienbussen bis in die Nacht zum Beispiel mit der Linie 791 im Stundentakt nach Gültstein, Kayh und Mönchberg. Die Linie N80 erhält eine neue Fahrt um 1:48 Uhr ab Herrenberg nach Tübingen, mit Bedarfshalten in Mönchberg.
 

Information auf allen Kanälen


Über den neuen Fahrplan und das Projekt Stadtluft verbessern informieren die Stadtwerke und der Verkehrsverbund VVS während des Christkindlesmarkt in der Herrenberger Altstadt am 4. Dezember von 9 bis 14.30 Uhr an ihrem Stand auf dem oberen Graben. In der darauffolgenden Woche gibt es den neuen Fahrplan auch als gedruckte Übersicht im handlichen Format mit dem Amtsblatt an jeden Haushalt. Zusätzlich zur anlogen Information bieten auch die online-Angebote des VVS Auskunft über den Stadtbusverkehr in Herrenberg sowie die städtische Internetseite zum Projekt „Stadtluft verbessern“ unter www.herrenberg.de/stadtluft.


Günstige Tickets im neuen Jahr


Zum 1. Januar 2019 werden die neuen, verbesserten Busverbindungen auch noch günstiger: Das Tagesticket gibt es dann für drei Euro, das Gruppenticket für sechs Euro und der Preis für das Monatsticket sinkt um 20 Euro auf 47,60 Euro.

Kreative Geschenkideen und Altstadtflair



Weihnachtsmarkt in Herrenberg / Foto: Holom

Kreative Geschenkideen, kulinarische Genüsse und das Flair der Herrenberger Altstadt machen den Weihnachtsmarkt aus. Dieser findet am zweiten Adventswochenende vom 7. bis 9. Dezember auf dem Marktplatz statt. Außerdem sorgen Aktionen im Advent für weihnachtliche Stimmung in der Altstadt.


Oberbürgermeister Thomas Sprißler eröffnet den Weihnachtsmarkt am Freitag, 7. Dezember, um 16 Uhr feierlich auf dem Marktplatz. Die Kinderkantorei singt unter der Leitung von Christa Feige zur Eröffnung weihnachtliche Lieder und die Stadtmaus Herri begrüßt Kinder und Erwachsene. Die Herrenberger Bäckermeister bieten zur Eröffnung wieder ein besonderes Gebäck an. Viele Geschäfte in der Innenstadt erweitern am Samstag ihre Öffnungszeiten.

Weihnachtliches Angebot

Mit festlich geschmückten Holzhütten, weihnachtlicher Beleuchtung, Musik und geselligem Beisammensein bringt der Weihnachtsmarkt jedes Jahr einen unvergleichlichen Zauber in das Herrenberger Fachwerk-Ensemble. Mehr als 50 lichtgeschmückte Stände auf dem historischen Marktplatz von gewerblichen Anbietern, Vereinen und gemeinnützigen Organisationen machen Lust zum Flanieren, Schauen, Genießen und Kaufen. In den festlich beleuchteten Holzhütten bieten Händler und Vereine kulinarische Genüsse, kreatives Kunsthandwerk, Geschenkideen, weihnachtliche Accessoires und duftende Leckereien an.
 
Der Herrenberger Weihnachtsmarkt hat sich viel von seinem ursprünglichen Charme bewahrt: Hier findet man noch handgestrickte Socken, Mützen und Schals, Filzprodukte und Textilien, selbstgefertigten Schmuck, Marmeladen, Stollen, Weihnachtsschmuck und Krippenfiguren sowie viele andere Produkte aus der heimatlichen Werkstatt. Einige Stände spenden den Erlös ihrer Verkäufe für soziale Zwecke. Schülerinnen und Schüler des Schickhardt Gymnasiums bieten aus dem Bauchladen selbstgemachte Kleinigkeiten an und spenden die Einnahmen an die Casa-Alianza-Kinderhilfe. Und natürlich gibt es wieder viele Möglichkeiten zum Schlemmen: Neben besonderen Angeboten aus anderen Ländern gibt es viele regionale Speisen und Leckereien.

Stimmungsvolle Musik und Besuch vom Nikolaus

Das Ensemble Kunterbunt und eine Flötengruppe der Musikschule Herrenberg spielen am Samstag ab 15 Uhr unter Leitung von Waltraud Epple-Holom weihnachtliche Lieder. Die Turmbläser der Stadtkapelle treten am Freitag und Samstag jeweils gegen 18 Uhr auf dem Rathaus-Balkon auf. Ein Drehorgelspieler spielt am Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr. Der Liederkranz Herrenberg singt am Samstag gegen 18.30 Uhr auf dem Marktplatz. Der Nikolaus und die Stadtmaus Herri sind natürlich auch wieder dabei und verteilen kleine Überraschungen an die Kinder.

Weihnachts-Shopping am Samstag

Viele Geschäfte in der Innenstadt haben am Samstag bis 20 Uhr geöffnet. Wer also entspannt im festlich geschmückten Herrenberg einkaufen oder die vorweihnachtliche Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt genießen möchte, hat dazu an diesem Wochenende Gelegenheit.

Wochenmarkt, Parken und Lieferverkehr

Der Marktplatz ist während des Weihnachtsmarkts vom 7. bis 9. Dezember gesperrt. Anlieferungen sind bis zur Schuhgasse möglich. Der Wochenmarkt am Samstag, 7. Dezember, sowie am Dienstag, 11. Dezember, wird auf den „Unteren Graben“ verlegt. Es entfallen somit die Parkplätze dort. Die Innenstadt-Kunden und die Besucherinnen und Besucher des Weihnachtsmarktes werden gebeten, die Parkhäuser und den Großparkplatz bei der Stadt- und Mehrzweckhalle zu nutzen.

Öffnungszeiten des Weihnachtsmarkts

Die Öffnungszeiten des Herrenberger Weihnachtsmarktes sind:
 
Freitag, 7. Dezember: 14 bis 21 Uhr
Samstag, 8. Dezember: 10 bis 21 Uhr
Sonntag, 9. Dezember: 11 bis 20 Uhr


Weihnachtsmärkte in den Stadtteilen

Am kommenden Wochenende, dem ersten Adventswochenende, finden in sechs Stadtteilen Weihnachtsmärkte statt.

Gültstein: Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus und der Kirche in der Gisilostraße

Freitag, 30. November, 16 bis 21 Uhr

Affstätt: Weihnachtsmarkt am Rathaus

Samstag, 1. Dezember, ab 10.30 Uhr

Haslach: Weihnachtsbrezel-Verkauf auf dem Dorfplatz

Samstag, 1. Dezember, ab 15 Uhr

Kayh: Weihnachtsmarkt im Pfarrgarten      

Samstag, 1. Dezember, ab 15 Uhr

Oberjesingen: Weihnachtsmarkt an der Wasenäckerhalle

Samstag, 1. Dezember, 15 bis 22 Uhr

Kuppingen: Weihnachtsmarkt rund um den Marktplatz

Samstag, 1. Dezember, 16 bis 22 Uhr


Aktionen an den Adventssamstagen

Für weihnachtliche Stimmung in der Altstadt sorgen Aktionen des Gewerbevereins in Kooperation mit Herrenberger Schulen und Vereinen. Sie finden an den vier Adventssamstagen jeweils von 10 bis 15 Uhr statt.

Samstag, 1. Dezember

Kinder-Eisenbahn zum Mitfahren
Bewirtung durch Herrenberger Schulen und Vereine
Bronntor-Vorplatz

Samstag, 8. Dezember

Herrenberger Weihnachtsmarkt
Weihnachts-Shopping bis 20 Uhr

Samstag, 15. Dezember

Pferdekutschen-Fahrten in der Innenstadt
Bewirtung durch Herrenberger Schulen und Vereine auf dem Bronntor-Vorplatz und in der Spitalkirche

Samstag, 22. Dezember

Pferdekutschen-Fahrten in der Innenstadt
Bewirtung durch Herrenberger Schulen und Vereine auf dem Bronntor-Vorplatz

Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität


Der Integrierte Mobilitätsentwicklungsplan (IMEP) gibt den Handlungsrahmen für die Zukunft der Mobilität in Herrenberg vor. Knapp 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden, Vereinen, Gemeinderatsfraktionen und des Landkreises haben sich vergangene Woche getroffen, um beim dritten Mobilitätsforum ihre Anregungen und Ideen einzubringen.
 
„Ziel des heutigen Abends ist es, den aktuellen Stand beim IMEP, den wir mit Bürgerinnen und Bürgern, Gemeinderat, Planungsbüro, den Jugendlichen und der Verwaltung erarbeitet haben, mit den Teilnehmenden des Mobilitätsforums nochmals abzustimmen“, sagte Erster Bürgermeister Tobias Meigel bei der Begrüßung. Er skizzierte kurz den aktuellen Stand in Sachen Mobilität in Herrenberg. So hatte der Gemeinderat im Oktober für die weitere Ausarbeitung des IMEPs das verkehrliche Leitbild und zehn Handlungsfelder sowie im November die Maßnahmenpakete zur Modellstadt Saubere Luft beschlossen. Ziele und Handlungsfelder dieses Leitbilds wurden unter Beteiligung der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen in den Mobilitätsforen und im Planungscafé Anfang Februar 2018 entwickelt. Wichtig ist dabei die Vernetzung der verschiedenen Mobilitätsformen Fußgänger-, Fahrrad-, Kfz- und Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), so dass ein Umstieg von einem Verkehrsmittel auf ein anderes leichtgemacht wird. Besonders gefördert werden soll dabei der Umweltverbund, bestehend aus Fußgänger- und Fahrradverkehr sowie dem ÖPNV. Die Belastungen durch den Kfz-Verkehr sollen reduziert werden.
 
Aufgabe der insgesamt drei Mobilitätsforen war es, zunächst den Ist-Zustand der Verkehrssituation in Herrenberg zu bewerten und daraus neue Ansätze zu entwickeln. Die gemeinsam erarbeiteten Lösungsansätze wurden mit den Vertreterinnen und Vertretern der verschiedenen Interessensgruppen wie etwa dem ADFC und dem ADAC, dem AK Energie, dem AK Teilhabe, dem Stadtjugendring und dem Stadtseniorenrat diskutiert. Es konnten wertvolle Erkenntnisse daraus abgeleitet und in den IMEP integriert werden.

Konkrete Maßnahmen

Das Büro Brenner Bernard stellte bei dem Treffen in einer ausführlichen Präsentation die unterschiedlichen Handlungsfelder und die darin enthaltenen konkreten Maßnahmenvorschläge vor, die bis etwa 2030 realisiert werden können. Die Förderung des Radverkehrs soll durch ein geschlossenes Alltagsroutennetz und die Umsetzung von 154 infrastrukturellen Verbesserungsvorschlägen erfolgen. Vorgeschlagen wird z.B. die Einrichtung von Fahrradstraßen (möglicherweise in der Gültsteiner oder Stuttgarter Straße), die es bisher in Herrenberg nicht gibt. Beim Fußgängerverkehr sollen die Querungsmöglichkeiten der Hauptstraßen verbessert werden, wobei die Barrierefreiheit im Vordergrund steht. Leitrouten von den Parkierungseinrichtungen in die Altstadt sollen ebenso geschaffen werden, wie sogenannte Willkommensinseln an den wesentlichen Parkierungseinrichtungen zur Information der Besucherinnen und Besucher.

Verbesserungen im Busverkehr

Das Bussystem soll u.a. durch die Anschaffung eines dritten Stadt-Busses und durch den Ersatz der heutigen Ruftaxis durch einen regulären Linienbetrieb (ohne Ruf-Erfordernis) verbessert werden. Ziel ist es hier vor allem die Pünktlichkeit zu verbessern, sodass auch die S-Bahn-Anschlüsse besser als heute erreicht werden. Das Busfahren soll zudem durch günstigere Tarife attraktiver werden. Eine positive Neuerung wäre eine Altstadt-Buslinie, die mit einem sehr kleinen und möglichst elektrisch betriebenen Fahrzeug eine barrierefreie Verbindung zwischen Bahnhof und Marktplatz herstellen könnte. Konkret verbessert werden sollen auch die Verkehrslenkung mittels Wegweisungen, das Parkleitsystem und die Parkraumbewirtschaftung mit vier neuen Tarifzonen. Auch das Anwohnerparken in Teilen des Alzentals ist in der Maßnahmenliste enthalten. Darüber hinaus gibt es konkrete Vorschläge zur Reduzierung des Lieferverkehrs, zur Kommunikation, zum Mobilitätsmarketing und zur Schaffung einer vollwertigen Mobilitätsstation am Bahnhof.
 
Einige dieser Maßnahmenvorschläge wie z.B. die zum Busverkehr oder das Verkehrslenkungskonzept werden vorgezogen im Rahmen des Modellstadt-Programms bereits ab 2019 realisiert. Über diese und weitere konkrete Maßnahmenvorschläge wird bei einer Klausurtagung mit dem Gemeinderat und den Ortschaftsräten Anfang Januar intensiv diskutiert werden. Letztendlich muss der Gemeinderat entscheiden, welche dieser Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung der Verkehrssituation in Herrenberg umgesetzt werden sollen.

Parkhaus ja oder nein?

Intensiv mit den Forumsteilnehmenden diskutiert wurde über die Fragen, ob weitere Stellplätze für den Kfz-Verkehr geschaffen werden sollen (Stichwort Parkhaus Hindenburgstraße) und ob mutigere Schritte sinnvoll wären, um die Verkehrssituation in Herrenberg zugunsten des Umweltverbundes zu verbessern. Erster Bürgermeister Tobias Meigel verdeutlichte, dass es zunächst um die inhaltliche Zielerreichung und erst dann um eine prozentuale Betrachtung der einzelnen Verkehrsmittelnutzungen geht. Das Augenmaß und der Blick auf die Herrenberger Verhältnisse sind bei den Überlegungen zur Verkehrsplanung wesentliche Faktoren, betonte Michael Tröger, der für den IMEP zuständige Verkehrsplaner der Stadt.
 
Wichtige Anregungen gab es auch im Bereich der Radverkehrsplanung. Besonders erwähnt wurde eine klar im Straßenraum erkennbare Radverkehrs-Infrastruktur, die von großer Bedeutung und bestes Marketing „pro Rad“ wäre. Auch die Barrierefreiheit spiele eine wichtige Rolle im täglichen Leben und solle im IMEP entsprechend berücksichtigt werden.

Wie geht es weiter?

Erster Bürgermeister Tobias Meigel dankte den Anwesenden für die intensive und hilfreiche Unterstützung im IMEP-Prozess und schloss die Veranstaltung mit dem Ausblick auf die weiteren Termine im Januar und Februar 2019, bevor der Gemeinderat dann am 26. März 2019 den IMEP beschließen soll. Vor der Beschlussfassung stehen neben der weichenstellenden Gemeinderatsklausur noch eine Abstimmung mit der Jugenddelegation Ende November 2018, ein öffentliches Planungscafé Anfang Januar und ein Runder Tisch Radverkehr Anfang Februar im Kalender.

Hintergrund

Was ist der IMEP?

Der integrierte Mobilitätsentwicklungsplan fasst alle Aspekte von Mobilität und Verkehr in einem Konzept zusammen. Der Plan stellt eine Richtschnur für die Mobilitätsentwicklung für die nächsten 15 Jahre dar. Das gesamte Spektrum der Mobilitätsentwicklung wird berücksichtigt – also der Kfz-Verkehr, der ÖPNV, der Fuß- und Radverkehr, Parken und ganz besonders moderne und innovative Mobilitätsformen. Wichtig ist hier der Aspekt der sogenannten Multimobilität, die Nutzung von mehreren Verkehrsmitteln auf einem Weg, die Möglichkeit zum Umsteigen z.B. vom Fahrrad auf den ÖPNV (und umgekehrt). Die Gestaltung des Verkehrssystems ist untrennbar mit der Stadtentwicklung verknüpft.
 
Informationen gibt es auch unter www.herrenberg.de/projekte

Sperrung des Marktplatzes wegen Weihnachtsmarkt


Vom 7. bis 9. Dezember 2018 findet auf dem Marktplatz der 31. Herrenberger Weihnachtsmarkt statt. Aus diesem Grund ist der gesamte Marktplatz gesperrt.
 
Eventuelle Anlieferungen sind bis zur Schuhgasse möglich. Am Samstag, 8. Dezember, sowie am Dienstag, 11. Dezember, ist deshalb der Wochenmarkt auf den „Unteren Graben“ verlegt. Es entfallen somit die dortigen Parkplätze. Die Innenstadt-Kunden und die Besucher des Weihnachtsmarktes werden gebeten, die Parkhäuser und den Großparkplatz bei der Stadthalle oder auch die Parkplätze vor der Viehversteigerungshalle zu nutzen.

Jerg Ratgeb in Herrenberg. Stationen der Kunst.


Der Jerg Ratgeb Skulpturenpfad gehört zu den bedeutendsten Kulturprojekten in Herrenberg. Jetzt werden der Pfad und seine Geschichte in einem umfassenden Kunstbuch mit dem Titel „Jerg Ratgeb in Herrenberg. Stationen der Kunst. 1519 bis heute“ dargestellt. Zur Buchpräsentation am Dienstag, 4. Dezember, um 19 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen in die Galerie im Kulturzentrum, Tübinger Straße 38.
 
Zur Eröffnung spricht Sabine Käser-Friedrich, die Leiterin der vhs Herrenberg. Ralf Heinzelmann, der Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung und Kultur, hält ein Grußwort. Autor des Buches und Kurator Professor Dr. Helge Bathelt führt in das Buchprojekt ein. Das Thomas Franke Jazz Duo aus Herrenberg umrahmt den Abend musikalisch. Mit dabei sind auch die Herausgeberin und stellvertretende Leiterin der Volkshochschule Herrenberg Elena Hocke, der Fotograf Andreas Sporn, der Grafiker Raimar Beck sowie Studierende der Universität Tübingen, Künstlerinnen, Künstler und Sponsoren, die am Buch mitgewirkt haben. Der Eintritt ist frei.
 
Das Buch enthält Grundlegendes über den Maler und Bauernkriegskanzler Jerg Ratgeb (um 1480 bis 1526), den Bauernkrieg und den Herrenberger Altar, das berühmteste Werk Ratgebs. Es berichtet auch darüber, wie der Skulpturenpfad entstanden ist. Deutungen aller Kunstwerke und Biographien der beteiligten Künstlerinnen und Künstler schließen sich an.

Buch im Handel erhältlich

Ab Mittwoch, 5. Dezember, ist das Buch in den Buchhandlungen Schäufele, Papyrus und Kolibri sowie am Infopoint des Bürgeramtes am Marktplatz 1 und an der Anmeldung der Volkshochschule Herrenberg zum Preis von 25 Euro erhältlich.

Über den Skulpturenpfad

Der Jerg Ratgeb Skulpturenpfad ist eine einzigartige Freiluft-Ausstellung von hochkarätigen Werken bekannter zeitgenössischer Künstler. Die ursprünglich 21 Skulpturen wurden speziell zum Andenken an Jerg Ratgeb geschaffen und im Stadtbereich von Herrenberg installiert. Seit der Eröffnung im Jahr 2015 kamen weitere Arbeiten, zum Teil aus Nachlässen, hinzu, sodass der Skulpturenpfad heute 25 bildhauerische Beiträge vereint.
Hinter dem Projekt steht eine Bürgergruppe, die sich zum Ziel gesetzt hat, das Gedächtnis des Malers und Bauernkriegskanzlers Jerg Ratgeb zu pflegen. Bei rund 50 Führungen im Jahr können Interessierte mehr über den Pfad erfahren. Weitere Informationen gibt es unter www.skulpturenpfad-herrenberg.de.

Herrenberger Altar

Nächstes Jahr feiert die Stadt Herrenberg ein besonderes Jubiläum: Der Herrenberger Altar von Jerg Ratgeb ist auf das Jahr 1519 datiert. Das Werk befindet sich heute in der Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart und zählt zu den bedeutendsten Arbeiten der Kunst Anfang des 16. Jahrhunderts.

Weihnachten kann kommen


Der erste Advent steht vor der Tür, am Wochenende läuten Weihnachtsmärkte in den Stadtteilen die Adventszeit ein.
 
Passend dazu haben die Mitarbeiter des Amts für Technik, Umwelt, Grün (TUG) in dieser Woche ihre inzwischen schon traditionelle Tour in den Herrenberger Stadtwald unternommen. In enger Absprache mit den Revierförstern und tatkräftig unterstützt von einigen Forstmitarbeitern wurden gleich elf Weihnachtsbäume gefällt. Sie wurden aus dem Wald transportiert, an den zentralen Punkten in der Kernstadt und den Stadtteilen aufgestellt, mit Lichterketten geschmückt und fachmännisch angeschlossen. Die stattlichen Fichten schmücken demnächst nicht nur den Herrenberger Marktplatz, die Kuppinger, Kayher, Affstätter, Mönchberger und Haslacher Ortsmitte, sondern auch den Oberjesinger Dorfplatz am Farrenstall und den Brunnenplatz „Im Gässle“ im nördlichsten Teilort. Weihnachten kann also kommen!

Weihnachtsmärkte in den Stadtteilen

Am ersten Adventswochenende finden in sechs Stadtteilen Weihnachtsmärkte statt.

Gültstein: Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus und der Kirche in der Gisilostraße

Freitag, 30. November, 16 bis 21 Uhr

Affstätt: Weihnachtsmarkt am Rathaus

Samstag, 1. Dezember, ab 10.30 Uhr

Haslach: Weihnachtsbrezel-Verkauf auf dem Dorfplatz

Samstag, 1. Dezember, ab 15 Uhr

Kayh: Weihnachtsmarkt im Pfarrgarten

Samstag, 1. Dezember, ab 15 Uhr

Oberjesingen: Weihnachtsmarkt an der Wasenäckerhalle

Samstag, 1. Dezember, 15 bis 22 Uhr

Kuppingen: Weihnachtsmarkt rund um den Marktplatz

Samstag, 1. Dezember, 16 bis 22 Uhr

Altstadt und Stiftskirche


Eine Stadtführung mit Besuch der Stiftskirche findet am Sonntag, 2. Dezember, statt. Dieser Spaziergang führt durch die Herrenberger Altstadt mit ihren Gassen und Staffeln vorbei an den dortigen Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Jahrhunderten bis hinauf zur Stiftskirche, dem Wahrzeichen von Herrenberg. Treffpunkt mit Gästeführer Gernot Heer ist um 15 Uhr beim Brunnen am Marktplatz. Diese Führung ist ein kostenloses Angebot der Stadt Herrenberg.

Mit Ton und viel Phantasie


 
Eine Seilbahn! Das Ausrufezeichen ist ganz bewusst gesetzt und spiegelt die Meinung derer wider, die am Samstag erst der Kälte trotzten und sich danach unerschrocken die Hände schmutzig machten. Beim Workshop zur Neugestaltung des Spielplatzes in der Beethovenstraße, der direkt hinter der Shell-Tankstelle am Herrenberger Ortsausgang liegt, waren sich alle einig, eine Seilbahn darf auf keinen Fall fehlen.
 Kreative Ideen für den Spielplatz in der Beethovenstraße

So unterschiedlich die Modelle auch waren, die von Kindern und Eltern beim Workshop aufs Brett gebracht wurden, überall fand sich eine Seilbahn wieder. Ebenfalls hoch im Kurs standen ein Bodentrampolin, Röhrenrutschen in allen erdenklichen Längen und Neigungswinkeln sowie Klettermöglichkeiten. Angefangen von einem Spinnennetz, über Kletterwände bis hin zu einer uneinnehmbar scheinenden Kletterburg war alles vorhanden. Überhaupt: Der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt – und entsprechend bunt und kreativ waren die Vorschläge, die mit handwerklichem Geschick gebaut oder mündlich an die Fachplaner des Büros „KuKuk“ herangetragen wurden: Eine Wackelbrücke und Klangstäbe, ein Piratenschiff und ein Karussell wünschen sich die kleinen Nutzer. Doch auch an die Details dachten die Kinder schon in dieser ersten Planungsphase: Die Wackelbrücke soll beleuchtet und dadurch auch in der Abenddämmerung nutzbar sein, Blumen dürfen auf dem neuen Spielplatz auf keinen Fall fehlen und ein Holzpodest garantiert, dass die Seilbahn einerseits so straff gespannt werden kann, dass auch Erwachsene damit fahren können und dass andererseits die Jüngeren bequem und selbständig die Seilbahn erreichen können. Hut ab, vor so viel Weitsicht und ein dickes Dankeschön für die vielen tollen Ideen.
 
Diese werden nun gesammelt, zu Papier gebracht und im nächsten Jahr geht es an die Umsetzung. Besonderheit dabei: Die Mitarbeiter des Amts für Technik, Umwelt, Grün (TUG) werden den Spielplatz in der Beethovenstraße selbst gestalten, bauen und aufbauen. Ein Novum in Herrenberg! Doch bevor es soweit ist, werden den Kindern und Eltern in einem zweiten Workshop die konkreten Spielplatz-Pläne vorgestellt und dabei die kleinen und großen „Fachleute“ noch einmal nach ihrer Meinung gefragt.
Mehr erfahren: herrenberg.de/projekte
 

Amtsblatt mit geringerem Umfang


 Die Ausgabe des aktuellen Amtsblatts muss wieder mit einem geringeren Umfang als gewohnt erscheinen. Grund sind erneute Warnstreiks in der Druckindustrie.
 
In der aktuellen Ausgabe 47 des Herrenberger Amtsblatts, das am Donnerstag erscheint, fehlen die Nachrichten aus Herrenberg und den sieben Stadtteilen. Grund sind wieder Warnstreiks in der Druckindustrie, die auch den Verlag der Kreiszeitung in Böblingen betreffen. Der Verlag wird von heute, Dienstag, bis Donnerstag bestreikt.
 

Mählanie mäht nicht mehr


In der Nacht vom 10. auf den 11. November haben sich Unbekannte Zutritt zum Herrenberger Stadion verschafft und den Mähroboter des Amtes für Technik, Umwelt, Grün (TUG) beschädigt. Es entstand ein Sachschaden von 2500 Euro.
 
Auf widerrechtliche Weise haben sich die Täter in der Nacht von Samstag auf Sonntag (zwischen 10. November, 17.30 Uhr und 11. November, 8.30 Uhr) Zugang zum Stadion verschafft und „Mählanie“ mutwillig zerstört. Das Gehäuse wurde demoliert und der Kabelstrang herausgerissen, so dass die feinen Sensoren lahm gelegt und beschädigt wurden. Die Folge: Ein Schaden von rund 2500 Euro ist entstanden, der Mähroboter ist nicht mehr einsatzbereit.
 
Wer die Täter im Herrenberger Stadion beobachtet hat und sachdienliche Hinweise geben kann, soll sich bitte mit dem Polizeiposten Herrenberg, Telefon 07032 27080, in Verbindung setzen.

Regionalgeschichte hautnah erfahren


Ausstellung im Schickhardt-Gymnasium
Derzeit ist am Schickhardt-Gymnasium eine kleine Ausstellung zur Geschichte Herrenbergs im Nationalsozialismus zu sehen.

Derzeit haben die Schülerinnen und Schüler am Schickhardt-Gymnasium die Möglichkeit, sich direkt vor Ort mit Regionalgeschichte auseinanderzusetzen: Noch bis Anfang Dezember ist an der Schule eine kleine Ausstellung zur Geschichte Herrenbergs im Nationalsozialismus zu sehen. Das Projekt ist eine Kooperation mit dem Stadtarchiv.
 
Grundlage des schulischen Projekts ist die Ausstellung zur Stadtgeschichte von Historiker Dr. Marcel vom Lehn. Im Stadtarchiv ist die Ausstellung „Herrenberg im Nationalsozialismus“ aktuell noch zu sehen. „Damit auch im Unterricht mit diesen Texten und Bildern gearbeitet werden kann, stellen wir die Tafeln leihweise zur Verfügung“, sagt Dr. Stefanie Albus-Kötz, die Leiterin des Stadtarchivs.
 
Die Ausstellung für die Schulen besteht aus 15 Schautafeln. Sie informieren unter anderem über die Jugend im Nationalsozialismus, die Euthanasie und die Rolle der Kirche vor Ort. Auch der Kriegsalltag und -verlauf sowie die Aufarbeitung nach Ende des Krieges werden in den Fokus gerückt.

Gelerntes wird nachvollziehbar

Die Kursstufe J2 hat sich bereits mit der Ausstellung vor Ort beschäftigt. „Man erhält einen ganz anderen Blick auf die Geschichte Herrenbergs“, so ein Schüler der Jahrgangsstufe. „Durch das regionale Beispiel wird das Gelernte aus dem Unterricht viel nachvollziehbarer für uns.“ Interessant sind die Themen der Ausstellung nicht nur für das Fach Geschichte; auch im Religions- und Ethikunterricht, in Gemeinschaftskunde oder Deutsch können sie aufgegriffen werden.

Ausstellung an Schule holen

Lehrkräfte, die die Ausstellung an ihrer Schule zeigen möchten, können sich gerne an das Stadtarchiv wenden: Dr. Stefanie Albus-Kötz, Leitung Stadtarchiv Herrenberg, Telefon 07032 954633-0, E-Mail s.albus-koetz@herrenberg.de.

Fruchtkasten mit Rechenmaschine


Der ehemalige Stiftsfruchtkasten gehört zu den markantesten Gebäuden in Herrenberg. Am Sonntag, 25. November, kann dieses historische Gebäude bei einer Führung besichtigt werden. Los geht es um 15.30 Uhr. Treffpunkt mit Gästeführer Siegfried Großmann ist vor dem Fruchtkasten, Tübinger Straße 30. Der Fruchtkasten wurde 1683/84 errichtet. Sein Fachwerk ist reich an Ornamenten. Das historische Gebäude beherbergt die Ausstellung „Herrenberg – Schlaglichter 1250 bis 1900“. Unter den Ausstellungsstücken ist die Rechenmaschine von Wilhelm Schickhardt, einem Neffe von Heinrich Schickhardt. Die Funktionsweise dieser Rechenmaschine steht im Mittelpunkt dieser Führung.  

Straßensperrung wegen Drückjagd



Eine revierübergreifende Drückjagd findet am Samstag, 24. November, im westlichen Schönbuch statt. Ziel ist vor allem eine effiziente und intensive Bejagung von Wildschweinen. Diese sorgen regelmäßig rund um Herrenberg und auf der Schönbuchlichtung für große Schäden auf den Feldern und bis in die Hausgärten hinein.
 
Unter anderem nehmen die Reviere Herrenberg-Stadtwald, Herrenberg-Gültstein, Kayh-Mönchberg, Staatswald Hildrizhausen, Breitenholz und Altingen teil. Die Jagd findet schwerpunktmäßig in der Zeit von 10:00 bis 12:30 Uhr statt. Die Stadt Herrenberg weist aus diesem Grund darauf hin, dass trotz eines großen Sicherheitsabstands zur Straße insbesondere auf der L 1184 von Herrenberg nach Hildrizhausen in der Zeit von 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr Wildtiere und Jagdhunde die Straße überqueren können.
 
Aus Gründen der Verkehrssicherheit müssen daher die Landesstraße 1184 (Hildrizhauser Straße) zwischen Herrenberg und Hildrizhausen und die Kreisstraße 1045 zwischen Rohrau und Hildrizhausen in der Zeit von 09:00 Uhr bis 14:30 Uhr für den Verkehr komplett gesperrt werden.
 
Eine Umleitung ist wie folgt ausgeschildert: Der Verkehr in Richtung Hildrizhausen wird umgeleitet in Herrenberg aus Richtung Tübingen über die B 296 (früher B 28: Tübinger Straße – Hasenplatz – Hindenburgstraße) und dann weiter – ebenso wie aus den übrigen Fahrtrichtungen - über Reinhold- Schick- Platz - B 14 (Seestraße) – B 14 – Nufringen – B 14 – K 1077 – Ehningen – K 1000. Die Umleitung aus Richtung Hildrizhausen erfolgt in Gegenrichtung.
 
Außerdem dürfen Feld- und Waldwege aus Sicherheitsgründen keinesfalls als Umfahrung der offiziellen Umleitungsstrecken genutzt werden.
Für die kurzzeitig entstehende Beeinträchtigung bittet die Stadtverwaltung alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis.
 

Machen statt Meckern



„Kreative Aktionen statt Schimpfen mit erhobenem Zeigefinger“: Das war eine der zentralen Aussagen beim Vernetzungstreffen von „Aktiv gegen Müll“. Das Team Beteiligung und Engagement und das Amt für Technik, Umwelt, Grün (TUG) hatten gemeinsam zu einem ersten Treffen eingeladen und zwölf Interessierte waren dieser Einladung in den Klosterhofkeller gefolgt.
 
Herrenbergerinnen und Herrenberger, die nicht mit erhobenem Zeigefinger unterwegs sind. Die aber auch nicht akzeptieren wollen, dass ihre Heimatstadt und die tolle Landschaft drum herum, durch wilden Müll verschandelt werden. Herrenbergerinnen und Herrenberger, die auf ihren Spaziergängen aufsammeln, was andere achtlos weggeworfen haben und die das Aufgesammelte über einen öffentlichen Mülleimer oder sogar über ihre private Tonne entsorgen. Herrenbergerinnen und Herrenberger, die sich zunächst eher um die Gesundheit ihrer Hunde sorgten, nun aber seit geraumer Zeit regelmäßig mit einer vollen Tüte gesammelten Müll nach Hause kommen. Und Herrenbergerinnen und Herrenberger, die neue digitale Medien nutzen, um für ihr Engagement gegen Müll zu werben. Dazu gehört Susanne Orlich, die auf ihrem Instagram-Account „Grüne Engel Herrenberg“ (#grueneengelhbg) Menschen in Herrenberg motivieren will, eigene Lieblingsplätze in der Stadt müllfrei zu halten. Dazu gehören auch Susi und Frank Reiser, die mit einem Podcast (www.heimat-verliebt.de) auch regelmäßig Beiträge über plastikfreies Leben und schöne Orte im Gäu publizieren.

 
Plogging-Aktion?


„Natürlich können wir die Stadt bei der Stadtreinigung unterstützen und auf unserem Spaziergang Papierle aufsammeln“, so eine Wortmeldung. „Doch damit ist es nicht getan.“ Vielmehr müsse man einen Mentalitätswandel anstreben und zwar mit Spaß an kreativen Aktionen: Wie wäre es mit einer Plogging-Aktion? Das ist neuer Trend in vielen Großstädten bei dem Jogger-Gruppen auch Müll aufheben (Ploggen = Aufheben auf Schwedisch). Oder vielleicht könnte man bei der nächsten Markungsputzete, die am 6. April 2019 stattfindet, eine spielerische „Challenge“ ausrufen: Wer den Müll mit dem ältesten Verfallsdatum findet, gewinnt einen Preis? Noch weitergedacht, wären Aktionen die zur Müll-Vermeidung aufrufen: Die Idee eines „Reparatur-Treffs“ aufgreifen und vorantreiben oder sogar die Eröffnung eines Unverpackt-Ladens in Herrenberg. Auf jeden Fall möchten alle weg vom „Erdnussdosen-Prinzip“ – Aufreißen, aufessen, wegwerfen – wie dies ein Teilnehmer formulierte. Stattdessen hin zu mehr Achtsamkeit und letztendlich zu einem sorgsameren Umgang mit der Umwelt und der Natur.
 
Wie es mit der Gruppe „Aktiv gegen Müll“ weitergeht? Bis zum nächsten Treffen sollen weitere Ideen gesammelt und natürlich auch weitere Mitstreiterinnen gefunden werden. Als Koordinatorin konnte an diesem Abend Susanne Orlich gewonnen werden – zentrale Anlaufstation bleibt aber bis zum nächsten Treffen das Team für Beteiligung und Engagement. Wer also Interesse hat, sich zu engagieren, kann sich unter Telefon 07032/201 8971 oder unter BE@herrenberg.de per Mail melden, ein Kontakt zur Gruppe wird dann hergestellt.
Bis dahin können die Teilnehmer des Netzwerktreffens, ebenso wie alle anderen Bürger der Stadt Herrenberg, Schäden, Ideen, Mängel und somit auch wilde Müllablagerungen, über den digitalen Schadensmelder unter www.herrenberg.de/schadensmelder melden.

Mit anpacken und Engagierte vorschlagen


 
Sie stemmen vielfältige Projekte, organisieren die verschiedensten Veranstaltungen oder kümmern sich um den Nachwuchs. Die Herrenbergerinnen und Herrenberger wirken in der Mitmachstadt eifrig mit. Und zwar auf allen Gebieten: in der Kirche, im Sport, in der Kultur, im Naturschutz, in sozialen Organisationen und in vielen Bereichen mehr. Um die Ehrenamtlichen gebührend zu feiern, hat die Stadt zwei Ehrungsformate entwickelt: einen Ehrungsabend in feierlichem Rahmen und ein Dankeschönfest mit Kinofilm auf dem Schlossberg. Im April und Juli 2018 feierten die beiden Veranstaltungen ihre Premiere.
 
Nun folgt die Fortsetzung: Unabhängig davon, ob die Ehrungskandidaten Jugendliche, Menschen mit Fluchterfahrung oder Senioren unterstützen, Fahr-, Besuchsdienste oder die Finanzen versehen – für jeden findet sich in den erneuerten Richtlinien eine passende Kategorie. Bei einem Beteiligungsworkshop mit den Bürgerinnen und Bürgern hat das Team Beteiligung und Engagement die Rubriken vor einem Jahr erweitert. Der städtische Ehrungsabend steigt am 2. Mai 2019 und das Dankeschönfest am 24. Juli 2019 auf dem Schlossberg. Bis zum 22. Dezember können alle Bürgerinnen und Bürger Vorschläge für Kandidaten einreichen, die sich um Herrenberg verdient gemacht haben.

Kategorien für jeden


Herausragend Engagierte wie die Leitungsspitzen, Lebensretter und langjährige Ehrenamtliche (Mindestalter 25 Jahre) würdigt die Stadt beim Ehrungsabend. Genauso bedankt sie sich aber an diesem Abend bei Engagierten, die sich schon als Jugendliche einbringen, und Gruppen, die einen neuen Bedarf erkannt und innovative Projekte angestoßen haben oder ein etabliertes Projekt leiten. Thomas Sprißler wird sie persönlich ehren, und hinterher haben sie in heimelig-entspannter Atmosphäre ausgiebig Gelegenheit, sich kennenzulernen und zu vernetzen.
Mit dem Dankeschönfest spricht die Stadt alle anderen Zielgruppen an, so zum Beispiel erweiterte Vereinsvorstände und die Übungs-, Abteilungs- und Projektleiter sowie politische Funktionsträgerinnen und -träger. Die Stadt berücksichtigt aber auch die „guten Seelen“ im Hintergrund und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen, die sich einbringen. Weitere Adressaten sind Bürgerinnen und Bürger, die sich in Projekten engagieren oder sich fortgesetzt mit besonderer sozialer Verantwortung einsetzen. Preisgekrönte Gruppen und Ehrenamtliche zählen ebenfalls zur Zielgruppe. Gemeinsam erleben alle einen Abend mit kurzweiligen Programmpunkten und kreativen Gelegenheiten zur Vernetzung auf dem Schlossberg. Mit Einbruch der Dämmerung erwartet sie außerdem eine exklusives Vorab-Premiere des Sommernachtskinos hoch über Herrenbergs Dächern.

Vorschläge erwünscht


Wen darf die Stadt 2019 auf dem Ehrungsabend und dem Dankeschönfest begrüßen? Das Team Beteiligung und Engagement erwartet gespannt die Vorschläge. Eingereicht werden können die Empfehlungen auf zwei Wegen: Entweder per Formular auf der Herrenberger Homepage (www.herrenberg.de/ehrungen) oder über die Seite ehrungen.mitmachstadt-herrenberg.de. Dort finden sich auch die Ehrungsrichtlinien, bei Fragen einfach direkt mit dem Team Beteiligung und Engagement Kontakt aufnehmen (ehrungen@herrenberg.de, Telefon: 07032/2018971).

„Morgenläuten“ kommt aus Herrenberg


Die Sendung „Morgenläuten“ im Hörfunkprogramm von SWR4 kommt am Sonntag, 18. November, aus Herrenberg. Sie läuft von 8 bis 9 Uhr.
 
Traditionell beginnt die Radiosendung am Sonntagmorgen mit dem typischen Glockengeläut aus der Stadt, die vorgestellt wird. In Herrenberg kommt die Eingangsmelodie natürlich aus dem Turm der Stiftskirche. Ende Oktober war die Redakteurin Verena Neuhausen in Herrenberg unterwegs und hat verschiedene Herrenberger Persönlichkeiten interviewt. Darunter Oberbürgermeister Thomas Sprißler, mit dem sie einen Rundgang durch die Innenstadt unternommen hat. Die Klimaschutzbeauftragte der Stadt, Lisa Bartholomä, beantwortete Fragen zu Herrenberg als Modellstadt für saubere Luft. Außerdem plaudert die Redakteurin mit Bäckermeister Jochen Baier, der jüngst zum „World Baker of the year 2018“ gekürt wurde und Burkhard Hoffmann vom Verein zur Erhaltung der Stiftskirche, der das Glockenmuseum vorstellt.

Stiftskirche und Glockenmuseum


Eine Führung zu Herrenbergs Wahrzeichen, der Stiftskirche, mit Besuch des Glockenmuseums findet am Sonntag, 18. November, statt. Treffpunkt mit Gästeführer Stanislav Alexander ist um 15 Uhr vor der Stiftskirche. Für den Besuch des Glockenmuseums im Turm der Stiftskirche fällt für Personen über 14 Jahren ein Eintritt in Höhe von 1,50 Euro an. Die Führung selbst ist ein kostenloses Angebot der Stadt Herrenberg.

"Lebensunwert?"


Über die „Euthanasie“-Morde an Herrenbergerinnen und Herrenbergern im Nationalsozialismus spricht Dr. Marcel vom Lehn am Montag, 19. November. Dazu laden das Stadtarchiv und der Kulturkreis Herrenberg alle Interessierten ein.
 
Mindestens 14 Männer, Frauen und Kinder aus Herrenberg wurden in den Jahren 1940/41 in nationalsozialistischen Vernichtungslagern ermordet, weil sie krank oder körperlich beeinträchtigt waren. Diese Morde geschahen im Verborgenen, aber sie hatten eine öffentliche Vorgeschichte: Bereits kurz nach der NS-Machtübernahme hatten Gerichte Dutzende Herrenbergerinnen und Herrenberger in aller Öffentlichkeit für „erbkrank“ erklärt und gegen ihren Willen sterilisieren lassen.
 
Der Vortrag möchte der Frage nachgehen, wie es zu diesen Verbrechen kommen konnte, warum manche Menschen sie unterstützten oder gleichgültig wegsahen, während andere versuchten, den Verfolgten zu helfen. Darüber hinaus will der Vortrag ein Jahr nach der Aufarbeitung der NS-Geschichte Herrenbergs Gelegenheit zu einer allgemeinen Bilanz und Diskussion geben.
 
Der ursprüngliche Veranstaltungsort hat sich geändert. Der Vortrag findet nun im Foyer der Stadthalle (barrierefreier Zugang!) statt und beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an den Vortrag gibt es eine Diskussionsrunde mit den Teilnehmenden.

Neuer City-Kraftstoff für Herrenberg


Unter dem Motto „neuer City-Kraftstoff für Herrenberg“ ist am Montagabend der Verein „Herrenberg Stadtmarketing“ gegründet wurden. Zum ersten Vorsitzenden wurde Jochen M. Schmidt gewählt. Zur Gründungsversammlung waren gut 40 Interessierte gekommen. Ihre Mitgliedschaft erklärten an dem Abend 23 Gewerbetreibende und Privatpersonen.
 
„Ich freue mich sehr, dass wir heute an dem Punkt angelangt sind, auf den wir über Jahre hingearbeitet haben und den neuen Stadtmarketing-Verein gründen können“,  sagte Oberbürgermeister Thomas Sprißler bei der Begrüßung. „Wir müssen verändern, Neues machen, Altes loslassen“, gab der OB den Anwesenden mit. Rechtsanwalt Ulrich Vogelmann als Versammlungsleiter stellte zunächst die  Satzung und die Beitragsordnung des Vereins vor. Die 23 Gründungsmitglieder stimmten einstimmig für die Gründung des sogenannten Vorvereins und besiegelten diese durch ihre Unterschrift. „Das sind unerwartet viele Mitglieder und ein starkes Zeichen für den Verein und für die Zukunft Herrenbergs“, erklärte Ralf Heinzelmann, Wirtschaftsförderer der Stadt Herrenberg. Der Verein „Herrenberg Stadtmarketing e.V.“ muss nun noch offiziell ins Vereinsregister eingetragen werden.
 
Das Ziel des neuen Vereins ist es, die Attraktivität der Innenstadt und der Gesamtstadt als Einkaufs-, Dienstleistungs-, Wohn- und Lebensstandort zu stärken. Zu den Gründungsmitgliedern zählen neben der Stadt und dem Gewerbeverein auch Mitglieder aus dem Einzelhandel, von Steuerbüros, Dienstleistungsunternehmen, Immobilieneigentümer, die Frauenliste und Freien Wähler, sowie Privatpersonen. Außerdem sind seit der Gründungsversammlung am Montag bereits weitere Anfragen und Absichtserklärungen eingegangen. Wichtig war es OB Sprißler klarzustellen, dass der neue Verein keine städtische Angelegenheit sei, aber die Stadt 100-prozentig hinter „Herrenberg Stadtmarketing“ stehe.
 
Zum ersten Vorsitzenden des neuen Vereins wurde der selbstständige Marketing-Fachmann Jochen M. Schmidt gewählt. Er sei „Herrenberg-Fan“ und wolle das Profil der Stadt schärfen, sagte er bei seiner Vorstellung. „Egal, wo ich hingehe in Herrenberg, ich finde überall ‚Schätzle‘ und die müssen wir zusammenpacken“, so Schmidt. Als erster stellvertretender Vorsitzender wurde der städtische Wirtschaftsförderer Ralf Heinzelmann bestimmt, den zweiten stellvertretenden Vorsitz übernimmt Mahmut Yardimci, Geschäftsführer eines Caravanverleihs und -handels. Für den Posten des Kassierers wurde Dirk Loibl, Berater bei der Kreissparkasse Böblingen gewählt. „Der Kreissparkasse Böblingen ist es wichtig, das Stadtmarketing zu unterstützen und mit der Vertretung im Vorstand ein Zeichen zu setzen“, so Loibl. Als Schriftführerin wurde Charlotte Reichert vom Amt für Wirtschaftsförderung und Kultur der Stadt Herrenberg gewählt.
 
 
Weitere Informationen zum Thema gibt es auf der Homepage des künftigen Vereins unter www.herrenberg-stadtmarketing.de.

Neuer Termin für Führung zu Persönlichkeiten


Die Stadtführung „Auf den Spuren bedeutender Persönlichkeiten“ am vergangenen Sonntag, 4. November, musste wegen Krankheit kurzfristig ausfallen. Die Stadtverwaltung möchte sich ausdrücklich bei allen Besucherinnen und Besuchern, die umsonst gekommen sind, entschuldigen. Ein Ersatz-Termin mit Kunsthistorikerin Dr. Michaela Bautz findet am Sonntag, 18. November, um 15 Uhr statt.
 
Diese besondere Führung widmet sich bedeutenden Personen aus dem 13. bis 18. Jahrhundert, die in Herrenberg geboren wurden oder hier wirkten. Bautz spannt bei einem Spaziergang durch die Stadt den Bogen von den Gründern Herrenbergs - den Pfalzgrafen von Tübingen, über Johannes Huter - den Stifter des Spitals, über drei Mitglieder der Familie Schickhardt und den Maler des Herrenberger Altars Jerg Ratgeb, über den Theologen Johann Valentin Andreae und seine Mutter bis hin zur reichen Kaufmannsfamilie Khönle und zu Vogt Heß. Treffpunkt ist um 15 Uhr bei der Stiftskirche. Diese Führung ist ein kostenloses Angebot der Stadt Herrenberg.

Straßensperrung wegen Drückjagd



Eine revierübergreifende Drückjagd findet am kommenden Samstag, 10. November, statt. Aus Gründen der Verkehrssicherheit muss die Landesstraße L 1358 zwischen Herrenberg-Kuppingen und Wildberg-Sulz am Eck am Samstag von 9 Uhr bis 15 Uhr komplett gesperrt werden.
 
Eine Umleitung für die L 1358 ist wie folgt ausgeschildert: Die Umleitung aus Wildberg-Sulz am Eck in Richtung Kuppingen erfolgt über die K 4355 – K 1023 – Jettingen – L 1362 (früher B 28) – Kreisverkehr (2. Ausfahrt) – K 1081 (3. Ausfahrt) – B 296 – Kuppingen. Die Umleitung aus Kuppingen in Richtung Wildberg-Sulz am Eck wird über die  B 296 – Oberjesingen – B 296 – Deckenpfronn – L 1357 / L 357 – L 358 – Wildberg-Sulz am Eck geführt.
 
Außerdem dürfen Feld- und Waldwege aus Sicherheitsgründen keinesfalls als Umfahrung der offiziellen Umleitungsstrecken genutzt werden. Für die kurzzeitig entstehende Beeinträchtigung bittet die Stadtverwaltung alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis.
 
 

Rundgang durch die Altstadt


Die nächste Stadtführung in Herrenberg findet am Sonntag, 11. November, statt. Dieser Spaziergang führt durch die Herrenberger Altstadt mit ihren Gassen und Staffeln vorbei an den dortigen Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Jahrhunderten. Treffpunkt mit Gästeführerin Louise Cyffka ist um 15 Uhr beim Brunnen am Marktplatz. Diese Führung ist ein kostenloses Angebot der Stadt Herrenberg.

Amtsblatt erscheint mit weniger Seiten wegen Streik



Das Herrenberger Amtsblatt erscheint am Freitag, 2. November, mit einem geringeren Umfang als gewohnt. Grund sind Warnstreiks in der Druckindustrie.
 
Das wöchentlich erscheinende Amtsblatt der Stadt Herrenberg umfasst durchschnittlich rund 60 Seiten. Die Ausgabe 44, die in dieser Woche wegen des Feiertags am Freitag erscheint, hat einen deutlich geringeren Umfang. Die Rubriken Aktuelles, Kulturelles, amtliche Bekanntmachungen, Informationen und der Herrenberg-Teil werden erscheinen. Die Nachrichten aus den sieben Stadtteilen müssen leider entfallen. Grund sind Warnstreiks in der Druckindustrie, die auch den Verlag der Kreiszeitung in Böblingen betreffen. Dort wird das Herrenberger Amtsblatt produziert und gedruckt. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass das Amtsblatt in der kommenden Woche wieder vollständig erscheinen wird.

Messflotte für saubere Luft


Stadtluft verbessern: Messflotte

Für das Projekt „Stadtluft verbessern“ sucht die Stadt Herrenberg derzeit 50 Fahrzeuge, um das Fahrverhalten auf den Hauptstrecken in Herrenberg zu analysieren und so auf den wahrscheinlichen Stickoxidausstoß zu schließen. Zur „Messflotte für saubere Luft“ findet am Mittwoch, 7. November, von 19 bis 21 Uhr eine Informationsveranstaltung statt. Alle Interessierten sind dazu herzlich in die Mensa des Schulzentrums Längenholz eingeladen.

 
Teilnehmen können alle, die Interesse an einer Teilnahme an der Messflotte haben, und alle, die den Fragebogen zur Messflotte bereits ausgefüllt haben. Bei der Veranstaltung informieren Vertreter der Robert Bosch GmbH und das Team der Stabsstelle Klimaschutz unter anderem über den zeitlichen Ablauf, den Einbau des Messmoduls, die Datenerhebung und den Datenschutz. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, direkt vor Ort eine Teilnahmeerklärung zu unterschreiben.

Stadtluft verbessern

Herrenberg ist eine von bundesweit fünf Städten, die als Modellkommunen für saubere Luft ausgewählt wurden. Die Bundesregierung finanziert in diesem Modellprojekt innovative Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität und zur Reduzierung von Stickoxiden.

Mehr erfahren: www.herrenberg.de/stadtluft

Klimadetektive ermitteln an der Grundschule Kayh


Klimadetektive der Grundschule Kayh spüren Energiediebe auf.

Was macht der Computer in der Nacht? Wieviel Strom verbraucht der Fernseher, wenn er zwar ausgeschaltet ist, aber auf Standby immer noch mit dem Stecker in der Dose steckt und die kleine Lampe leuchtet? Mit diesen und ähnlichen Fragen haben sich Schülerinnen und Schüler der Klasse 4 der Grundschule Kayh beschäftigt.
 
23 Viertklässlerinnen und Viertklässler haben sich kürzlich auf die Spur der Energiediebe begeben. Dabei hat EDe, der Klimadetektiv des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden Württemberg, die Schülerinnen und Schüler zu Junior-Energiedetektiven ausgebildet.
 
Mit einem Kurbelgenerator haben sie zuerst selbst Energie erzeugt und dann mit einem Messgerät erforscht, wo sich in der Schule und zu Hause am besten Energie einsparen lässt. Dabei haben sie Energiefresser enttarnt und dingfest gemacht. „Es hat bei vielen Schülerinnen und Schüler „klick“ gemacht“, berichtet Klassenlehrerin Ilse Breuling. „Für mich war es spannend zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler entdeckt haben, wie viele Energie-Einsparpotentiale es gibt und wie sie selbst etwas zum Energiesparen beitragen können“.
 
Bei der darauf folgenden Energie-Rallye haben die Viertklässlerinnen und Viertklässler mehr über alternative Energieformen von Wasser über Wind bis zur Sonne erfahren. Zum Abschluss gab es Urkunden für die neuen Detektive und Infobroschüren mit Energiespartipps für die Eltern. „Jetzt können die kleinen Detektive das Thema Energiesparen auch mit nach Hause nehmen“, sagt Tina Gericke von der Stabsstelle Klimaschutz. Das sei ganz im wörtlichen Sinn gemeint, denn: Die Grundschule Kayh hat ein Messgerät geschenkt bekommen, das Eltern ab sofort ausleihen können, um sich selbst zu Hause auf die Spur der Energiediebe zu begeben.

EDe in die eigene Klasse holen

Das Projekt EDe ist kostenfrei und wurde für Grundschulklassen der vierten Jahrgangsstufe entwickelt. Interessierte Lehrkräfte können sich bei Tina Gericke von der Stabsstelle Klimaschutz melden unter Telefon 07032 924-366 oder per E-Mail an t.gericke@herrenberg.de. Anmeldungen sind auch direkt beim Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden Württemberg möglich unter: https://um.baden-wuerttemberg.de/de/energie/informieren-beraten-foerdern/energie-detektiv-ede/anmeldung.

Klimadetektive der Grundschule Kayh spüren Energiediebe auf.

Gründung des Vereins „Herrenberg Stadtmarketing“


Der Verein „Herrenberg Stadtmarketing“ wird am Montag, 5. November, gegründet. Zur Gründungsversammlung sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Beginn ist um 19 Uhr im Gewölbekeller des Klosterhofs.
 
Unter dem Motto „neuer City-Kraftstoff für Herrenberg“ wird es das erklärte Ziel des Vereins sein, die Attraktivität der Innenstadt, aber auch der Gesamtstadt als Einkaufs-, Dienstleistungs-, Wohn- und Lebensstandort zu stärken. Neben der Stadt werden dem Verein der Gewerbeverein und weitere Vertreter aus Wirtschaft und Gewerbe, aber auch Vereine, Privatpersonen und Institutionen angehören.
 
„Wichtig ist, dass der Verein nicht nur durch den innerstädtischen Einzelhandel und die Gastronomie getragen wird, sondern die Interessen einer breiten Schicht von Gewerbetreibenden und Freiberuflern, aber auch Privatpersonen, Institutionen, Interessensgruppen sowie Immobilieneigentümern abbildet und unterstützt“, sagt Ralf Heinzelmann, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung und Kultur. Alle, die Interesse an einer Mitgliedschaft haben und von Anfang an dabei sein wollen, seien daher bei der Gründungsversammlung herzlich willkommen.
 
Aus organisatorischen Gründen wird um eine formlose Anmeldung bei Tanja Tropsch vom Amt für Wirtschaftsförderung und Kultur gebeten per E-Mail an t.tropsch@herrenberg.de oder unter Telefon 07032 924-320.
 
Weitere Informationen zum Thema gibt es auf der Homepage des künftigen Vereins unter www.herrenberg-stadtmarketing.de.

Zuhause im neuen Herrenberger Süden


Herrenberg wächst, die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum, Neubau- und Gewerbeflächen ist hoch. Im Herrenberger Süden zwischen Längenholz, Alzental und Ammertalbahn soll daher ein großes neues Stadtquartier entstehen. Mit einer sogenannten „städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme“ – das ist ein neuer Ansatz in der Grundstückspolitik der Stadt – verspricht sich die Verwaltung eine zügige und planbare Realisierung des neuen Quartiers. Darüber berät der Gemeinderat am 6. und am 20. November.
 
„In der Stadt und der gesamten Region besteht ein sehr großer Bedarf an Wohnraum und insbesondere nach bezahlbarem Wohnraum, deshalb wollen wir ein modernes Stadtquartier mit einer Vielfalt an Wohnformen und einer sozialen Mischung von Bewohnerinnen und Bewohnern schaffen“, betont Oberbürgermeister Thomas Sprißler. „Dafür betreiben wir Stadtentwicklung mit Weitblick und verfolgen unsere Grundstücks- und wohnungsbaupolitische Strategie.“

Unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sind die Ziele für das neue Quartier in einem städtebaulichen Konzept und Rahmenplan verankert worden. „Wir wollen ein innovatives Quartier, das sozialen und ökologischen Ansprüchen gerecht wird und das generationenübergreifende Wohnformen für alle bietet“, fasst Sprißler zusammen. „Bezahlbarer Wohnraum für Familien, mehr Sozialwohnungen, Vergabe an spannende Baukonzepte, Kooperation mit Investoren und Bauträgern und vielfältige Wohnmodelle – diese strategischen Ziele, die der Gemeinderat bestimmt hat, können wir nur erreichen, wenn wir über die Flächen verfügen“, verdeutlicht der OB

Neuer Ansatz in Grundstückspolitik

Um diese Ziele in den nächsten Jahren erreichen zu können, schlägt die Verwaltung dem Gemeinderat einen neuen Ansatz in der Grundstückspolitik vor. Bevor aus städtebaulichen Plänen ein bebautes Gebiet wird, müssen die bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen neu aufgeteilt und in Grundstücke für Wohnhäuser, Straßen, Spielplätze und Gewerbeeinheiten verwandelt werden. Dafür will die Stadt Herrenberg alle Grundstücke im Bereich Herrenberg-Süd ankaufen, um die spätere Entwicklung als Eigentümerin gemäß den politisch gesetzten Zielen steuern zu können. Das Instrument dazu heißt in der baurechtlichen Fachsprache „städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM)“. Diese SEM soll für das gesamte Gebiet Herrenberg Süd mit seinen 45 Hektar durchgeführt werden. Dazu soll im Gemeinderat am 20. November ein städtisches Vorkaufsrecht per Satzung beschlossen werden, damit Grundstücke, die auf den Markt kommen, bereits im Vorfeld für die Maßnahme gesichert werden können.

Schaffung von Wohnraum im Fokus

„Damit  können wir dafür sorgen, dass die Entwicklung so stattfindet, wie Bürgerschaft, Gemeinderat und Verwaltung es gemeinsam wünschen, statt so, wie es der Grundstücksmarkt hergibt“, verdeutlicht Erster Bürgermeister Tobias Meigel die Absicht. Mit den bisherigen Instrumenten dauert die Baugebietsentwicklung sehr lange, zum Teil bis zu 20 Jahre und es bleiben immer wieder Baulücken.

Zirka 360 voll erschlossene Grundstücke liegen derzeit in den Herrenberger Baugebieten brach – weil die Eigentümer sie nicht bebauen wollen oder können. Mit der neuen Vorgehensweise kann die Stadt erreichen, dass die Grundstücke zügig bebaut werden. „Mit den bisherigen Verfahren bei der Baugebietsentwicklung stand der Privatnutzen im Fokus. Wir wollen die Grundstücksordnung an städtebaulichen Zielen und am Gemeinwohl ausrichten“, betont Meigel.

Deshalb will die Verwaltung für den Herrenberger Süden eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) durchführen. Diese rechtliche Möglichkeit besteht bei großen städtebaulichen Projekten wie einem neuen Stadtteil, der mitsamt der benötigten Infrastruktur zügig umgesetzt werden soll. Dazu gehören Bauplätze für Wohnen und Gewerbe sowie Straßen und Plätze, Kindertagesstätten und öffentliche (Grün-)Flächen. „Eine SEM ist in erster Linie ein Kooperationsmodell zwischen der Stadt, den privaten Eigentümern und Investoren. Die Grundstücksbesitzer haben umfassende Mitwirkungsmöglichkeiten und –rechte“, erläutert Meigel.

Die Grundstückseigentümer sind alle zu einer Informationsveranstaltung am 17. Dezember eingeladen, bei der die Vorgehensweise erläutert und vorgestellt wird.

Erster Schritt: vorbereitende Untersuchung

Bevor die SEM überhaupt beschlossen werden kann, sind im ersten Schritt nun vorbereitende Untersuchungen durchzuführen. Diese dauern rund zwei Jahre. Dabei wird überprüft, ob die fachlichen und rechtlichen Voraussetzungen für eine SEM gegeben sind. In dieser Phase finden Gespräche und Verhandlungen mit allen Grundstücks-Eigentümern statt.

Die Werte der Grundstücke werden von einem neutralen Gutachter ermittelt. Falls alle Verhandlungen zum Erfolg führen, das heißt zu Verträgen zwischen Eigentümer und Stadt, kann die Neuordnung bereits ab 2021 durchgeführt werden. Falls nicht, ist dann der Weg frei für den Gemeinderat, die Durchführung einer SEM  zu beschließen.
 
Am Ende verfügt die Stadt Herrenberg als neue Eigentümerin über alle Flächen und kann dann, gemäß ihrer grundstücks- und wohnungsbaupolitischen Strategie, Grundstücke mit definierter Bauverpflichtung an bauwillige bisherige Eigentümer vergeben oder die Bebauung über Investorenwettbewerbe, Konzeptvergaben, Vergabe von Baugrundstücken mittels städtebaulicher Verträge ergebnisorientiert steuern. Nach dem bisherigen Modell der Grundstücksneuordnung hatten die privaten Eigentümer Zeitpunkt und Art der Bebauung im Rahmen des Bebauungsplans in der Hand, die Stadt konnte nach Abzug der öffentlichen Flächen wie Straßen und Plätze lediglich über ein knappes Viertel der Flächen insgesamt verfügen und die städtebaulichen Ziele nur in diesem engen Rahmen umsetzen.
 
Selbst bauen können die Eigentümer der heutigen Äcker auch nach dem neuen Modell für den Herrenberger Süden. „Die Interessen bauwilliger Eigentümer von Grundstücken im Entwicklungsbereich werden angemessen berücksichtigt“, verspricht Baubürgermeister Tobias Meigel. Wer sein Grundstück in die Entwicklung einbringt erhält dafür nicht nur den Kaufpreis, sondern auch die Möglichkeit in ein Bauprojekt im Gebiet zu investieren.
 
Die bisherige Erfahrung bei der Entwicklung anderer Baugebiete zeigt das Dilemma deutlich auf: „Ein einzelner Grundstückbesitzer kann das ganze Baugebiet verhindern oder zumindest erheblich verzögern, wenn er eine Blockadehaltung einnimmt. Alle anderen Grundstücksbesitzer und die Bauwilligen sind davon betroffen. Und wir können vorher nie wissen, wann die Phase der Grundstücksneuordnung abgeschlossen ist, weil die Dauer vom Lauf der Verhandlungen abhängt“, berichtet Rainer Stingel, der Leiter der Bauverwaltung aus  seiner langjährigen Erfahrung.
 
Das Baugesetzbuch bietet bei allen förmlichen Verfahren die Möglichkeit, die gesetzten Ziele letztlich auch rechtlich durchzusetzen. Dies gilt auch für die SEM: „Weil damit das Gemeinwohl über den Privatnutz gestellt wird, steht als allerletztes Mittel die Möglichkeit zur Verfügung, Grundstücke zugunsten der Gesamtmaßnahme gegen Entschädigung des gutachterlich zu bestimmenden Wertes zu enteignen“, erläutert Stingel.

Weiteres Vorgehen

Parallel zur vorbereitenden Untersuchung geht die städtebauliche Planung für den neuen Herrenberger Süden voran, an der sich die Bürgerinnen und Bürger beteiligen können. Mit dem Verkauf der städtischen Grundstücke wird üblicherweise dann begonnen, wenn die Erschließungsarbeiten einen gewissen Baufortschritt erreicht haben. Wann dies der Fall sein wird, lässt sich momentan noch nicht absehen. Vor der Erschließung müssen Bebauungsplanverfahren und Grundstücksneuordnung abgeschlossen werden. Weitere Informationen zu Bauplatzgrößen, zum Kaufpreis usw. können derzeit noch nicht erteilt werden.


Mehr erfahren: www.herrenberg.de/sued

Ausländeramt am 12. November geschlossen


Das Ausländeramt ist am Montag, 12. November, ganztägig geschlossen. Ab Dienstag, 13. November, gelten wieder die regulären Öffnungszeiten.

Diese sind:

Montag: 08:30 - 12:00   
Dienstag: 08:30 - 12:00  
Mittwoch:     08:30 - 12:00   
Donnerstag: 13:30 - 17:30   
Freitag: 08:30 - 12:00
     
        

Auf den Spuren bedeutender Persönlichkeiten


Eine besondere Stadtführung am Sonntag, 4. November, widmet sich bedeutenden Personen aus dem 13. bis 18. Jahrhundert, die in Herrenberg geboren wurden oder hier wirkten. Kunsthistorikerin Dr. Michaela Bautz spannt bei einem Spaziergang durch die Stadt den Bogen von den Gründern Herrenbergs - den Pfalzgrafen von Tübingen, über Johannes Huter - den Stifter des Spitals, über drei Mitglieder der Familie Schickhardt und den Maler des Herrenberger Altars Jerg Ratgeb, über den Theologen Johann Valentin Andreae und seine Mutter bis hin zur reichen Kaufmannsfamilie Khönle und zu Vogt Heß. Treffpunkt ist um 15 Uhr bei der Stiftskirche. Diese Führung ist ein kostenloses Angebot der Stadt Herrenberg.
 

Bronngasse in attraktives Licht gerückt


Wer kürzlich in den Abendstunden in der Herrenberger Altstadt unterwegs war, könnte es bemerkt haben: Seit ein paar Tagen erstrahlt die Bronngasse, eine der Hauptachsen der Altstadt, in neuem, attraktivem Licht. Nachdem Anfang Juni die neue Beleuchtung des Marktplatzes in Betrieb gegangen ist, folgte jetzt der zweite Abschnitt des Beleuchtungskonzepts.
 
Innerhalb von nur fünf Wochen haben externe Fachleute mit Unterstützung durch die Technischen Dienste die neuen Leuchten an den Fassaden montiert und die Elektroinstallation angebracht. Klaus Maisch, als Leiter des Amts für Tiefbau und Entwässerung für das Projekt verantwortlich, ist mit dem Ergebnis des zweiten Abschnitts zufrieden: „Rechtzeitig zur dunklen Jahreszeit können wir jetzt die schönen Gebäudefassaden der Bronngasse abends in moderner Beleuchtung neu inszenieren.“ Der Stadtraum werde dank des Lichtkonzepts nach und nach auch bei Dunkelheit mehr erlebbar.
 
Kleine Verzögerungen beim zweiten Abschnitt gab es nur zu Beginn: „Die Montage der Leuchten hat sich verzögert, da die Palette mit den Leuchtkörpern beim Transport beschädigt worden war und wieder zurück zum Hersteller musste“, berichtet Maisch. Der Hersteller habe dann alle Leuchten kontrolliert bzw. neu angefertigt.

Positive Energiebilanz und Insektenschutz

Zum Einsatz kommen, wie bereits auf dem Marktplatz, effektive LED-Leuchten mit kleinen Einzelscheinwerfern. Auf eine Ausstrahlung von unten wird aufgrund der damit verbundenen Lichtverschmutzung verzichtet. „Der Energieverbrauch ist trotz erheblicher Qualitätssteigerung sogar geringer als mit den bisherigen Leuchten“, sagt Maisch. Die Farbtemperatur der neuen Leuchten (2.700 Kelvin) ist zudem sehr insektenfreundlich, da sie nachweislich wenig nachtaktive Insekten anzieht. „Neben den klimatischen und energetischen Aspekten haben wir somit auch den Insektenschutz berücksichtigt“, betont Maisch.

Umsetzung in Abschnitten

Das Beleuchtungskonzept für die Herrenberger Altstadt hat der Stuttgarter Lichtplaner Mario Hägele entwickelt. Es sieht siebzehn Abschnitte vor, die über mehrere Jahre stufenweise umgesetzt werden. Als erster Abschnitt wurde im Juni dieses Jahres der Marktplatz realisiert (Kosten: ca. 91.000 Euro), als zweiter Abschnitt folgte jetzt die Bronngasse (Kosten: ca. 130.000 Euro). Welche Abschnitte danach folgen, wird die Verwaltung mit dem Gemeinderat noch abstimmen. „Denkbar wären die Tübinger Straße und Stuttgarter Straße“, sagt Maisch. Die Gesamtkosten liegen bei rund 730.000 Euro.

Seit Kurzem erstrahlt die Bronngasse in neuem, attraktivem Licht.
Seit Kurzem erstrahlt die Bronngasse in neuem, attraktivem Licht.

Wenn Steine sprechen


Der ehemalige Stiftsfruchtkasten gehört zu den markantesten Gebäuden in Herrenberg. Am Sonntag, 28. Oktober, findet eine kostenlose Führung durch dieses historische Gebäude statt. Im Fruchtkasten wurden bearbeitete Steine aus allen Epochen gesammelt. Jeder Stein hat seine eigene, manchmal spannende Geschichte. Manche Steine schweigen aber auch beharrlich. Gästeführer Siegfried Großmann lässt diese Steine bei der Führung sprechen und ihre Geschichten erzählen. Treffpunkt ist um 15.30 Uhr vor dem Fruchtkasten, Tübinger Straße 30.

Großreinemachen und rege Diskussionen


Wieder kräftig mit angepackt und allerlei im Klosterhof verbessert, haben beim Aktionstag und Hausgemeinschaftstreffen am Samstag engagierte Bürgerinnen und Bürger. Der Tag stand unter dem Motto „Wir engagieren uns für das offene Bürgerhaus“. Rund 30 Engagierte aus den Gruppen fanden sich im Medienraum und Café ein.
 
„Es ist toll, dass sich inzwischen so viele Engagierte an den Aktionstagen beteiligen“, sagte Manuela Epting, zuständig für den Klosterhof im Team BE. „Wir haben aber immer Platz für neue Gesichter“, ergänzte sie mit einem Augenzwinkern.
 
Gemeinsam reinigten die Anwesenden den Hof und die Küche innen und außen, bestempelten die Biertischgarnituren mit dem Klosterhof-Logo und legten Raumpläne für die Homepage fest. Ein Schwerpunkt des Hausgemeinschaftstreffens lag auf der Vernetzung, die das Team Beteiligung und Engagement mit neuen Reihen vorantreibt: So zum Beispiel geschehen am 20.09. mit „Treffpunkt Klosterhof“ und „Kunst im Klosterhof“ mit den fingerfertigen Schlossbergquilterinnen, dem sangesstarken Liederkranz und der Ausstellungseröffnung „#4 Erinnerungen – Lakuna 2016“. „Die beiden Reihen finden künftig viermal im Jahr statt – die nächsten Male am 17.01. und am 11.4.2019“, sagte Epting. Der beliebte Cajon-Workshop des Klosterhofs geht ebenfalls in eine weitere Runde. Aktuell stehen noch folgende Termine aus: 23.10., 13.11. und am 4.12.18. Auch ein Neuzugang im Team BE wurde vorgestellt: Ines Böttcher, die nun als Referentin für Quartiersentwicklung und Inklusion das Team bereichert.

Debatte über den Islam

Lebhaft diskutiert wurde über eine geplante Dialogreihe zum Thema Islam in Herrenberg, die vom Jugendhaus und Lampedusa Calling koordiniert wird. Die Hausgemeinschaft begrüßt die Reihe, gerade aufgrund der bundesweit aufgeheizten Debatte. Die Reihe beginnt mit einem Workshop in erster Linie für die Hausgemeinschaft und den Gemeinderat zum Thema „Wie wollen wir Integration im Klosterhof leben?“ am 15.11.18 um 18:00 Uhr. Dabei wird sich über gelebte interkulturelle und interreligiöse Vielfalt im Klosterhof auseinandergesetzt. Bei einer offenen Denkwerkstatt mit dem bewusst provokanten Titel „Religionen und Demokratie – vertragen die sich?“ am 13.12.18 ist die breite Herrenberger Öffentlichkeit eingeladen. Eine Vielfalt aller Meinungen und Positionen zu diesem Thema ist explizit erwünscht.

Klosterhof soll bekannter werden

 Wie bei den letzten Hausgemeinschaftstreffen gewünscht, gab das Lenkungsteam den Teilnehmern auch Einblick in ihr Budget: Dieses setzt sich aus Geldern des städtischen Haushalts und den Mitteln für Demokratie leben! zusammen. Mit einem Großteil der städtischen Mittel möchte das Team BE im Klosterhof ein Leitsystem innen und außen schaffen, um den Klosterhof von außen klar erkennbar zu machen und Besuchern im Haus eine einfachere Orientierung zu ermöglichen. Ein kleinerer Betrag fließt in die Öffentlichkeitsarbeit, und mit dem übrigen Geld wird die Ausstattung des Hauses ergänzt. Das Team präsentierte auch Optimierungsvorschläge für das Bürgerhaus, die die Studentin Sara Hartmann in ihrer Bachelorarbeit erarbeitet hat. Sie regt zum Beispiel eine regelmäßige Evaluation von Abläufen und Bedarfen in den Gruppen an. Für wünschenswert aber im Moment nicht finanzierbar hält das Team ein Transpondersystem statt Schlüsseln für die Türen.
 
Als weitere Anregung zur Gruppenvernetzung machte das Team die Engagierten auf neue Angebote wie die Mitmachbörse und das Freiwilligenpool auf der Homepage und das Dankeschönfest aufmerksam. Sie erinnerten außerdem an die Tagesordnungspunkte und Dauerbrenner des letzten Hausgemeinschaftstreffens – etwa an die Bitte, abends die Tür zu schließen oder die Räume besenrein und mit der festgelegten Bestuhlung zu hinterlassen. Wenn Gruppen ihr Engagement perfektionieren wollen, können sie sich übrigens jetzt wieder für ein kostenfreies Coaching bewerben. Dieses findet 2019 in der Weiterbildungsreihe „Jetzt HEBT´S“ erneut statt.

Für alle Gruppen, die Mitmacher suchen:

www.herrenberg.de/Mitmachboerse

Vorschläge für Ehrungsabend und Dankeschönfest:

www.herrenberg.de/ehrungen

Weitere Informationen zur Weiterbildungsreihe:

www.herrenberg.de/hebts

Spielplatz in der Beethovenstraße wird neu gestaltet



„Dieser Spielplatz soll schöner werden“: Dieses Ziel setzt sich die Stadt Herrenberg immer wieder aufs Neue. Wie in der Spielleitplanung verankert, sollen nach und nach alle Spielflächen im gesamten Stadtgebiet attraktiver werden – nun ist der Spiel- und Bolzplatz in der Beethovenstrasse an der Reihe.
 
Wie die Fläche künftig aussehen soll? Welche Spielgeräte dort aufgestellt und welche Bereiche eingerichtet werden? Das wird nicht am „grünen Tisch“ entschieden. Wie bei so vielen vorangegangenen Projekten auch, dürfen die künftigen Nutzer wieder ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Das Amt für Technik, Umwelt, Grün (TUG) lädt am Samstag, 17. November 2018, von 9 bis 13 Uhr zum Planungs-Workshop ein. Treffpunkt ist um 9 Uhr auf dem Spielplatz in der Beethovenstraße, nach einer kurzen Besichtigung findet der Workshop in der Mensa im Schulzentrum Längenholz (Raum 10+11) statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Nach dem gemeinsamen Planungs-Workshop werden die Ideen und Wünsche in ein Gestaltungskonzept überführt, das im nächsten Jahr bei einem weiteren öffentlichen Termin vorgestellt wird. Im Laufe des Jahres 2019 wird die Planung Schritt für Schritt konkretisiert, so dass der Spielplatz Beethovenstraße spätestens im Jahr 2020 neu gestaltet und gebaut werden kann.
Ansprechpartnerin, sowohl für die Neugestaltung wie auch für den Workshop, ist Landschaftsplanerin Simone Kreiser vom Amt für Technik, Umwelt, Grün (TUG), Telefon: 07032/942423, E-Mail: s.kreiser@herrenberg.de.

Spielplatz Beethovenstraße

Schwedische Schülerinnen und Schüler zu Gast in Herrenberg



Schülerinnen und Schüler aus Schweden sind vom 18. bis 26. Oktober in Herrenberg und besuchen die 10. Klasse des Schickhardt-Gymnasiums. Am Montag, 22. Oktober, werden sie um 10 Uhr im Klosterhof offiziell empfangen.
 
Nach dem Besuch im Klosterhof brechen die 23 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrern zu einer englisch-sprachigen Stadtführung auf. Während der Austausch-Woche haben die schwedischen Gäste auch die Gelegenheit, die Umgebung Herrenbergs näher kennenzulernen. Außerdem steht ein gemeinsames Projekt auf dem Programm: Die Jugendlichen werden sich mit ökologischen, wirtschaftlichen und demokratischen Lösungswegen für die Zukunft beschäftigen. Grundlage dafür ist der der Dokumentarfilm „Tomorrow“.  Am Donnerstag, 25. Oktober, findet eine Präsentation der Projektergebnisse am SGH statt.
 
Der Schüleraustausch mit dem Kulla-Gymnasium im schwedischen Höganäs besteht seit 17 Jahren. Die Jugendlichen verständigen sich auf Englisch. Der Gegenbesuch findet von 2. bis 10.Mai 2019 statt.

Kindheit und Jugend während des Nationalsozialismus


AGH-Schüler forschen zu NS-Zeit im Stadtarchiv
Zum Thema „Kindheit und Jugend während des Nationalsozialismus in Herrenberg“ recherchierten 17 Schülerinnen und Schüler des Herrenberger Andreae-Gymnasiums mit ihrer Lehrerin Dr. Kerstin Arnold im Stadtarchiv.
 
Ausgehend von der Untersuchung Dr. Marcel vom Lehns zu „Herrenberg im Nationalsozialismus“ und der gleichnamigen Ausstellung, erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler anhand von Originalquellen vier Aspekte zum Thema „Kindheit und Jugend während des Nationalsozialismus in Herrenberg“. So untersuchten sie die Selbstdarstellung und Funktion des 1941 in Herrenberg fertiggestellten Reichsarbeitsdienst-Lagers auf der Grundlage eines im Stadtarchiv aufbewahrten Foto-Albums des Lagers. Auch die Funktion des Schulunterrichts im Nationalsozialismus, der anhand zweier Schulbücher, eines Aufsatzes über die Funktion des Winterhilfswerks sowie eines Propagandahefts zum Versailler Vertrag erarbeitet wurde, kam zur Sprache.
 
Die zwischen 1937 und 1944 in Form eines etwa DIN-A4-Blatt großen, als Schmuckblatt gestalteten Kleinplakats erschienenen NS-Wochensprüche, die mit Zielen und Gedankengut den Nationalsozialismus bekannt machen und im öffentlichen Raum in einem Wechselrahmen ausgehängt werden sollten, dienten ebenfalls einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern als Quelle. Auf jedem Blatt war hier ein Ausspruch Hitlers, anderer Nationalsozialisten oder einer Persönlichkeit der deutschen Kulturgeschichte in grafisch ansprechender Form wiedergegeben. Sie haben sich in größerer Zahl im Ortsarchiv Gültstein erhalten.
Das letzte Thema widmete sich den NS-Jugendorganisationen zwischen Freizeitgestaltung und Indoktrination und nahm dabei einen Ausweis der HJ, Fotos zu HJ und BDM, ein Handbuch zum SA-Sportabzeichen und ein kleines Notizbuch in den Blick.
 
Nach der Begrüßung durch Stadtarchivarin Dr. Stefanie Albus-Kötz und einer kurzen Archivführung teilten sich die Schülerinnen und Schüler auf die vier Themenstationen auf und bearbeiteten ihre Quellen anhand der von ihrer Lehrerin vorbereiteten Arbeitsaufträge. Für die meisten Schülerinnen und Schüler war dies das erste Mal, dass sie wirklich mit Originalen aus einem Archiv arbeiten konnten. Sie werden nun jeweils einen kleinen Vortrag über ihre Ergebnisse verfassen, der im Unterricht präsentiert wird. Am Ende des Projekts soll zudem ein fertiges Unterrichtsmodul stehen, das auf dem Landesbildungsserver eingestellt werden und anderen Lehrerinnen und Lehrern sowie ihren Schülerinnen und Schülern als Schablone zur Erarbeitung des Themas Kindheit und Jugend in der NS-Zeit dienen soll.
Haben Sie Fragen an das Stadtarchiv oder möchten Sie alte Unterlagen, Briefe, Fotos oder Tagebücher etc. abgeben? Dann wenden Sie sich gerne unter der Telefonnummer 07032/954633-0 oder per E-Mail archiv@herrenberg.de an das Archiv.

Gemeinsam für ein sauberes Herrenberg


Blauer Himmel, grüne Streuobstwiesen, Bäume voller reifer Äpfel – herbstliche Idylle pur. Wäre da nicht das bunte Sammelsurium an leeren Getränkekartons, Plastikverpackungen und Folien, das unter einem der Bäume liegt. Achtlos weggeworfener Müll, der die schöne Landschaft verschandelt. Er belastet zum einen die Natur und stört zum anderen Spaziergänger wie Hildegard und Paul Dengler, Annemarie Bek und Susanne Orlich.
 
Alle vier engagieren sich bei „Aktiv gegen Müll“. Sie sammeln auf ihren Spaziergängen rund um Herrenberg den Müll auf, den andere gedankenlos, vielleicht sogar mutwillig, weggeworfen haben und entsorgen diesen in den öffentlichen oder auch in ihren privaten Mülleimern. Die Frage nach dem „Warum“  für dieses ehrenamtliche Engagement ist schnell beantwortet: „Ich komme einfach nicht daran vorbei“, bringt es Hildegard Dengler auf einen einfachen Nenner. Es sei kein bisschen appetitlich „wenn man beim Spazierengehen auf Schritt und Tritt in Taschentücher, Papierschnipsel oder gar Folien tritt“, sagt die Affstätterin. Damit ihr dieses unangenehme Erlebnis wenigstens auf dem Rückweg erspart bleibt, sammeln sie und ihr Mann Paul den wilden Müll auf. „Gott hat die Erde so schön gemacht“, sagt der Theologe a.D. „Es ist für mich nicht verständlich, dass der Mensch diese Schönheit so wenig achtet.“ Das Ehepaar Dengler hat es sich zur Angewohnheit gemacht, bei seinen Spaziergängen auf den Feldwegen rund um Affstätt oder auf dem Weg zum Einkaufen in die Kernstadt den umher liegenden Müll einzusammeln. Gleiches gilt für Annemarie Bek, die Schwester von Hildegard Dengler. Mehrmals täglich ist sie mit ihrem Hund draußen, regelmäßig sammelt sie dabei Müll. Dennoch: „Es geht kaum ein Tag vorbei, an dem ich nichts finde.“ Für sie unverständlich, vor allem da „sehr oft sogar ein Mülleimer in der Nähe steht“.
 

Mitmacher per Instagram gesucht


Doch nicht nur in Affstätt und in Gültstein – hier hat Ortsvorsteher Gerhard Kauffeldt eine kleine Schar engagierter Bürger um sich gesammelt, die regelmäßig den Herrenberger Ortsteil von wild entsorgtem Müll befreien – gibt es aktive Müllsammler. Susanne Orlich ist in der Kernstadt unterwegs, oder vielmehr drum herum. Wie Annemarie Bek geht sie regelmäßig mit ihrem Hund spazieren. Während sie zuvor stillschweigend den Müll anderer aufgesammelt hat, hat Susanne Orlich seit kurzer Zeit einen Instagram-Account installiert und sucht aktiv nach Mitmachern. Regelmäßig postet sie Vorher-Nachher-Bilder und ist überregional vernetzt. Denn in vielen Städten gründen sich gerade lose Netzwerke von Anti-Müll-Aktiven, die ihre Fotos teilen. Fotos von vermüllten Flächen und Ecken – und von der gesäuberten Landschaft nach ihrem Aufräumen.

Wie bei ihren Mitstreitern in Affstätt, ist bei Susanne Orlich auch die Liebe zur Natur die Triebfeder für ihr Tun. „Als Küstenkind und später während meines Aufenthaltes in den USA hatte ich wunderschöne Strände direkt vor meiner Haustüre.“ Zu sehen, wie das Schöne durch weggeworfenen und angeschwemmten Müll zerstört wird, habe sie „unheimlich traurig“ gemacht. Gleiches gilt für ihre Wahlheimat Herrenberg, weshalb sie sich dazu entschieden hat, aktiv dagegen vorzugehen und bei ihren Mitbürgern, ein Bewusstsein zu schaffen. Dafür, dass die Landschaft schöner ist, wenn der Müll dort landet, wo er hingehört. Nämlich im Mülleimer. Auch dafür, dass es nicht viel braucht, um Herrenberg und das Umland vom Müll sauber zu halten.
 

 TUG ist täglich unterwegs


Diese Überlegungen greift das geplante Projekt „Aktiv gegen Müll“ auf, für das nun der Startschuss fällt. Bereits aktive Müll-Sammler sollen miteinander vernetzt werden, in der Hoffnung, zukünftig gemeinsam aktiv zu werden und weitere Bürger zum Mitsammeln zu animieren. Wobei es nicht darum geht, den öffentlichen Aufgabenträger, also die Stadt, aus ihrer Verantwortung zu entlassen. Ganz im Gegenteil: Schon heute sind die Mitarbeiter des Amtes für Technik, Umwelt und Grün (TUG) täglich unterwegs, um die öffentlichen Mülleimer im Stadtgebiet zu leeren und die Kernstadt und ihre Stadtteile müllfrei zu halten. Das Projekt will vielmehr die Aktivitäten der privaten Anti-Müll-Aktiven wertschätzen, sie unterstützen und mit der Arbeit der öffentlichen Stadtreinigung abstimmen.
 
Das Team für Beteiligung und Engagement und das Amt für Technik, Umwelt, Grün laden deshalb alle Menschen, die schon jetzt aktiv etwas gegen Müll unternehmen oder die zukünftig etwas unternehmen möchten, herzlich zum gegenseitigen Kennenlernen ein. Treffpunkt ist am Mittwoch, 24. Oktober 2018, im Klosterhof-Keller. Beginn des Treffens ist um 19.30 Uhr. Wer Fragen zum Projekt „Aktiv gegen Müll“ hat, kann gerne schon vorab mit Vanessa Watkins, Leiterin Beteiligung und Engagement, unter BE@herrenberg.de Kontakt aufnehmen. Bei ihr können sich auch diejenigen melden, die sich gerne engagieren würden, aber nicht zum Vernetzungstreffen kommen können.

Beratung für Vereine und Gruppen


Probleme wie Nachwuchsmangel, ungerechte Verteilung von Aufgaben oder zu wenig Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit kennen viele ehrenamtlich arbeitende Gruppen. Für alle, die nach Tipps und Ideen suchen, wie sie Schwierigkeiten im Verein oder in der ehrenamtlich arbeitenden Initiative bewältigen können, gibt es nun wieder die Möglichkeit sich für das kostenfreie Jetzt HEBT´S! Ehrenamts-Coaching-Programm zu bewerben.
 
„Sieben Herrenberger Vereine haben bereits ein Jahr lang an dem Programm teilgenommen und von der professionellen Beratung der Vereins-Coaching-Expertin Sandra Holzherr profitiert“ berichtet Vanessa Watkins. Die Leiterin des städtischen Teams Beteiligung und Engagement im Klosterhof hat das Angebot konzipiert und erläutert: In mehreren Einzelterminen werden individuelle Problemstellung bearbeitet und zusätzlich gibt es zwei bis drei Gruppentermine, bei denen alle gecoachten Vereine zum Austausch und gemeinsamen Fortbildungseinheiten zusammenkommen.
 
Ab sofort können sich nun neue ehrenamtliche Gruppen für das Programm 2019 bewerben. Bedingung für Teilnahme am Ehrenamts-Coaching ist die Mitwirkung von zwei bis drei Personen aus einem Verein oder einer Initiative. Mindestens ein Vereinsvorstand oder eine Person in leitender Funktion sollte dabei sein. Das Programm beginnt Anfang des Jahres 2019. Bewerbungsschluss ist der 30. November 2018.
 
Sandra Holzherr ist seit über fünfzehn Jahren als Beraterin, Projektmanagerin, Moderatorin und Trainerin tätig. Im Rahmen des Förderprogramms „Engagement braucht Leadership“ der Robert Bosch Stiftung hat sie zahlreiche Vereine in ganz Baden-Württemberg bei Veränderungsprozessen begleitet. Neben einem umfangreichen Methodenwissen hat sie auch jede Menge praktische Tipps, Tricks und inspirierende Praxisbeispiele aus dem Engagement parat.
 
Das Angebot „Ehrenamts-Coaching“ ist Teil der kostenlosen Workshop- und Beratungsreihe „Jetzt HEBT´S!“ und wird ermöglicht über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
 
Anmeldung per Email unter be@herrenberg.de. Das Team Beteiligung und Engagement braucht folgende Angaben: Für welche Gruppe / welchen Verein sind Sie tätig? Unter welchen Kontaktdaten erreichen wir Sie? Und welche Problemstellung würden Sie gern behandeln?

Parkplätze am Bahnhof gesperrt


In den Herbstferien finden zwischen Herrenberg und Böblingen Gleisarbeiten statt. Deshalb fahren statt der gewohnten Züge Busse als Schienenersatzverkehr. Vom 27. bis 30. Oktober sind daher die Kurzzeitparkplätze auf der rechten Seite der Herrenberger Bahnhofstraße in Herrenberg gesperrt. Der Platz wird benötigt, um zusätzliche Bushaltestellen für den Schienenersatzverkehr einzurichten.
 
Die Bahn führt in den Herbstferien Gleisarbeiten zwischen Böblingen und Herrenberg durch. Während dieser Zeit ist kein Bahnverkehr möglich. Dies gilt sowohl für den S- Bahn- Betrieb, als auch für die Regionalzüge.
 
In dieser Zeit wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Aufgrund der Anzahl und der Größe der eingesetzten Busse und des kurzen Taktes insbesondere in den Stoßzeiten ist es nicht möglich, den zusätzlichen Busverkehr über die vorhandenen Busbuchten am ZOB (Bahnhofstraße und Kalkofenstraße) abzuwickeln. Es ist deshalb notwendig, zusätzliche Haltestellen auszuweisen, die gut erreichbar und auch von Gelenkbussen gut befahrbar sind. Als einzige praktikable Möglichkeit haben sich die Kurzzeitparkplätze entlang der Bahnhofstraße (in Fahrtrichtung rechte Straßenseite) erwiesen.
 
Diese Parkplätze müssen somit in der Zeit vom 27.10.2018 bis zum 30.10.2018 zur Einrichtung der Zusatzhaltestellen gesperrt werden.  Die Bahnfahrgäste werden im Bahnhofsbereich auf die geänderte Situation hingewiesen und aufgefordert, auf die neuen Haltstellen an der Bahnhofstraße auszuweichen.

Erfahrungsbericht eines Gründers


Die Wirtschaftsförderung der Stadt Herrenberg lädt zum 19. Gründungsmeeting im Coworking Space im Amselweg 1 ein. Dr. Andreas Cyffka wird zu Beginn kurz über seine bisherigen Erfahrungen bei der Unternehmensgründung berichten. Die Veranstaltung wird insbesondere Gründerinnen, Gründern und Gründungsinteressierten die Möglichkeit bieten, sich in einer gemütlichen Atmosphäre auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Los geht es um 18 Uhr.
 
Bei der 19. Auflage der Veranstaltungsreihe „Herrenberger Gründungsmeeting“ wird es einen Erfahrungsbericht von Dr. Andreas Cyffka geben, der aktuell ein Unternehmen gründet. Er plant unter dem Titel ‚Der Wortflüsterer‘ die Textagentur Cyffka, die ein vielfältiges Angebot von Sprachdienstleistungen bieten wird. Cyffka gibt einen kurzen Überblick über seinen beruflichen Hintergrund als Lexikograf und Redakteur und berichtet von den Erfahrungen, die er bis zum aktuellen Zeitpunkt der Gründungsplanungen gemacht hat. So geht er auf Fragen ein wie: Warum möchte ich überhaupt eine eigene Agentur gründen, vor welchen Problemen stand und stehe ich, und wie bin ich damit umgegangen? Wie habe ich mich über Unterstützungsangebote informiert, was ist mir dabei aufgefallen? Im Anschluss an den Impulsvortrag ist wie gewohnt Zeit für Austausch.
 
Das Gründungsmeeting findet monatlich, immer am vierten Dienstag im Monat, statt. Ziel des Angebots ist es, eine Plattform für Gründerinnen, Gründer und Gründungsinteressierte zu bieten. Auch beim 19. Gründungsmeeting ist für eine Kleinigkeit zum Essen und Trinken gesorgt. Alle, die sich für das Thema Gründung interessieren, sind herzlich willkommen!
 
Eine Anmeldung über die städtische Homepage www.herrenberg.de/termine ist erforderlich.

Smart Herrenberg: ein Datennetz für die Stadt


Smart City, Digitalisierung und das Internet der Dinge sind als Mega-Themen in aller Munde. In Herrenberg werden sie nun konkret, anschaulich und nutzbar für jedermann: Die Stadt stellt in einem Pilotprojekt ein neues Funknetzwerk zur Verfügung, das als Infrastruktur für alle zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten bietet.
 
„Smart Herrenberg bedeutet für uns, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und die moderne Technik so einzusetzen, dass die Menschen in unserer Stadt einen Vorteil davon haben“, sagt Oberbürgermeister Thomas Sprißler. Er sieht die Zeit gekommen, nicht länger über Konzepten zu brüten, sondern das Thema „Smart City“ vor Ort in die Umsetzung zu bringen. Unter dem Motto „rein in die Praxis“ hat die Stadtverwaltung ein neues Funknetzwerk installiert, das ab sofort für unterschiedliche Anwendungen zur Verfügung steht. „Wir starten mit einem Pilotversuch direkt in die Praxis und sammeln Erfahrungen“ beschreibt Sprißler den Ansatz. „Kommunale Daseinsfürsorge heißt eben auch, den Anschluss an Zukunftstechnologien zu gewährleisten und neben Gebäuden, Straßen und Kanälen auch in die digitale Infrastruktur zu investieren“, betont Sprißler. „Deshalb stellen wir ein öffentlich verfügbares Netz für das Internet der Dinge bereit, an das sich jeder andocken kann.“ Im Laufe des Jahres 2018 wurde die Idee entwickelt und die Technik für die Pilotphase vorbereitet und getestet. Zur Herbstschau im Oktober 2018 startet das Netzwerk mit ersten kommunalen Anwendungsfällen und steht gleichzeitig der Bevölkerung zur Verfügung. „Wir erleben den digitalen Wandel an vielen Stellen in unserem Alltag. Diese Zeitenwende wollen wir aktiv mitgestalten.“

Funknetz für smarte Ideen

Um die Idee von einem smarten Herrenberg in die Praxis zu bringen, hat das städtische Amt für Technik, Umwelt und Grün ein Funknetz namens LoRaWAN installiert. Die Abkürzung steht für „Long Range Wide Area Network“. Diese weltweit normierte Funktechnologie ist besonders gut für die drahtlose Kommunikation von Sensoren und die Übertragung von kleinen Datenmengen über große Distanzen. Im Gegensatz zum Datenverkehr über das Mobilfunknetz sind Kosten, Energieverbrauch und Aufwand sehr gering. Als Test-Installation wurden in Herrenberg zunächst zwei Basisstationen am Schlossberg in Betrieb genommen. Die große Funkreichweite sorgt für flächendeckenden Signalempfang. Gleichzeitig verbrauchen die batteriebetriebenen Sensoren und andere Endgeräte nur wenig Energie. Da mit dieser Technologie keine Mobilfunkverträge nötig sind, kann das Netzwerk mit geringen Kosten betrieben werden. Die Installation der bisherigen zwei Basisstationen hat rund 10.000 Euro gekostet. Die standardmäßige Verschlüsselung sorgt für Sicherheit bei der Datenübertragung. Die Strahlungsintensität eines LoRaWan-Netzwerks ist mit maximal 25 Milliwatt abgestrahlter Sendeleistung sehr gering, etwa ein Viertel so stark wie die maximale Strahlung eines Bluetooth-Moduls, das sich in fast jedem Mobiltelefon findet. Im Vergleich: eine Mikrowelle strahlt mit rund 1.000 Watt, ein Radiosender mit bis zu 10.000 Watt.

Besser arbeiten beim Amt für Technik, Umwelt, Grün

Das Netzwerk ist für städtische Dienstleistungen interessant, bietet aber auch allen Unternehmen, Vereinen, Schulen und einzelnen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, sich einzuklinken und eigene Ideen zu verwirklichen. Die ersten Anwendungsbeispiele kommen aus dem Arbeitsbereich der Technischen Dienste. „Wir haben eine Lösung gesucht, die unsere Arbeitsabläufe bei der Müllabfuhr und beim Winterdienst einfacher und effizienter machen“, erläutert Stefan Kraus, Leiter des Amts für Technik, Grün und Umwelt. „Wenn wir doch nur wüssten, ob der Mülleimer auf dem Schlossberg voll ist oder noch Zeit hat bis er geleert werden muss und uns so überflüssige Fahrten sparen…“. Dieser Gedanke war ein  Ausgangspunkt für das Projekt „Smart Herrenberg“. Heute steckt im Mülleimer ein kleiner Sensor. Dieser übermittelt regelmäßig per Funk Daten über aktuelle Füllstände und sendet sie an die Basisstation. Die Basisstation überträgt die Daten in Echtzeit an die weiterführenden Systeme – das ist in dem Fall ein Rechner bei den Technischen Diensten. Sobald die Füllhöhe ein kritisches Maß erreicht, meldet das System: „Der Mülleimer ist voll! Bitte leeren!“. Dann rücken die Mitarbeiter gezielt zur Leerung aus.

Ideen möglich machen

„Und weil die Technik wirklich smart ist, das heißt flexibel, günstig und einsatzbereit, können wir viele weitere Anwendungen starten, die mit geringem Aufwand großen Nutzen bringen“, erläutert Kraus. Die nächsten Schritte sind zum Beispiel Sensoren, die messen, wie nass und wie kalt die Straße ist, diese Information mit anderen Wetterdaten abgleichen und so dabei helfen, den Winterdienst besser zu planen und dort einzusetzen, wo es wirklich glatt ist. Die Hürde für neue Anwendungsfelder ist jetzt nicht mehr die Technik, sondern es braucht nur noch kreative Ideen und den Willen zu Umsetzung“, freut sich Kraus. Hilfe bei der Parkplatzsuche, Fernauslese von Wasser- und Stromzählern, Steuern und Dimmen der Straßenbeleuchtung oder die Überwachung der Lautstärke von Veranstaltungen sind beispielsweise möglich. Dazu braucht es neben der zündenden Idee lediglich einen Sensor, der die gewünschten Daten misst, eine Übertragung über das LoRaWAN-Netzwerk und einen Rechner, der die Daten interpretiert und die gewünschten Schlussfolgerungen meldet. „Als Serviceeinrichtung steht das Amt für Technik, Umwelt und Grün allen beratend zur Seite, die sich in das neue Netzwerk einklinken möchten und Herrenberg smarter machen.“

Standortfaktor für die Wirtschaft

Großes Potenzial sieht Wirtschaftsförderer Ralf Heinzelmann hier für die örtlichen Unternehmen und Betriebe. „Wir sehen hier auf der Herbstschau wie einfach sich zum Beispiel Besucherzahlen erfassen lassen, das sind für Unternehmer relevante Daten, die jetzt einfacher erhoben werden können“, sagt Heinzelmann. Denkbare Anwendungsfelder sind weiterhin Diebstahlschutz auf Baustellen, Messung und Steuerung in Industrieanlagen, Füllstandsmessungen oder kabellosen Kundenfeedback. Heinzelmann berät örtliche Unternehmer und Betriebe dazu. „Nicht zuletzt ist der Grad der Digitalisierung ein entscheidender Standortfaktor“, betont der Wirtschaftsförderer. „Kommunen, die den digitalen Wandel selbst vorantreiben, gestalten die Zukunft von der ersten Stunde an mit. Das ist eine lohnende Investition, denn je smarter ein Standort ist, desto attraktiver wird er für alle Akteure.“

Ein Netzwerk für die Mitmachstadt

„Auch für die Bürgerinnen und Bürger ergeben sich dadurch neue Möglichkeiten“, betont Oberbürgermeister Thomas Sprißler. Ob Fernüberwachung von Bienenstöcken, die intelligente Pflege von Fußballrasen oder die Ortung der Haustiere, die Möglichkeiten sind vielfältig. „Als Mitmachstadt ist uns dieser Aspekt natürlich besonders wichtig: jeder kann sich hier mit seinen Ideen einbringen und wir sind gespannt, welche Gespräche sich dazu bei der Herbstschau und darüber hinaus entwickeln.“ Wichtig ist dabei die Sicherheit der Daten, die durch eine Verschlüsselungstechnologie garantiert wird. „Das Netzwerk ist offen für alle, aber die Daten sind es nicht“, verspricht der OB. Außerdem helfe die LoRaWAN-Technologie dabei, bei allen Anwendungen die Hoheit über die eigenen Daten zu behalten. „Dieses Feld überlassen wir nicht den Datenkraken aus dem Silicon Valley“, so Sprißler. Auch das ist smart in Herrenberg: „Mit dem eigenen Funknetzwerk für die Stadt laufen die Prozesse über die eigene Datenautobahn und bleiben so bei uns.“

Mehr erfahren und gewinnen

Informationen zum Projekt gibt es direkt auf der Herbstschau am Stand der Stadt Herrenberg (Stadthalle, Stand 9), am Freitag, Samstag und Sonntag ist Stefan Kraus vor Ort und zeigt am Beispiel des Mülleimers wie „Smart Herrenberg“ funktioniert. Alle Informationen, Ansprechpartner und Veranstaltungshinweise dazu sind unter www.herrenberg.de/smart-herrenberg zusammengestellt. Auf der Internetseite ist zudem eine Ideenwand installiert, auf der Ideen für Anwendungsfelder notiert werden können. Den drei besten Ideen winkt als Preis je ein Starter-Kit, mit dem man sich selbst sein eigenes „Internet der Dinge“ bauen kann.

Lorawan: Ralf Heinzelmann, Tom Michael und Stefan Kraus (v.l.) präsentieren einen städtischen Mülleimer, der mit einem Sensor ausgestattet ist.
Wirtschaftsförderer Ralf Heinzelmann, Hauptamtsleiter Tom Michael und Stefan Kraus, Leiter des Amts für Technik, Umwelt, Grün, (v.l.) präsentieren einen städtischen Mülleimer, der mit einem Sensor ausgestattet ist.

Lorawan: Basisstation auf dem Schlossberg
Lowaran: Basisstation auf dem Schlossberg.

Neuerungen kompetent mitgestaltet


Oberbürgermeister Thomas Sprißler mit den geehrten und verabschiedeten Mitarbeitenden.
Oberbürgermeister Thomas Sprißler (2. Reihe v.h., rechts) mit den geehrten und verabschiedeten Mitarbeitenden.

Insgesamt 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Herrenberg hat Oberbürgermeister Thomas Sprißler für ihre langjährige Arbeit im öffentlichen Dienst ausgezeichnet bzw. in den Ruhestand verabschiedet. Die Ehrungen und Verabschiedungen erfolgten im Rahmen einer Feier im Restaurant Mauerwerk.
 
Seit die Jubilarinnen und Jubilare ihre Arbeit bei der Stadtverwaltung Herrenberg aufgenommen haben, hat sich dort vieles verändert: Wechselnde Aufgabengebiete, technischer Wandel und  Modernisierung der Verwaltung haben Spuren in den Berufsbiographien hinterlassen. Viele Neuerungen und Veränderungen im öffentlichen Dienst haben die Geehrten zuverlässig und kompetent mitgestaltet, wofür Oberbürgermeister Thomas Sprißler ein ganz besonderes Lob für alle Anwesenden bei der Jubiläumsfeier am Donnerstag, 11. Oktober, aussprach. Er gratulierte den Jubilarinnen und Jubilaren für die langjährige hervorragende Arbeit und brachte auch seine Freude über die weitere Zusammenarbeit mit den Geehrten zum Ausdruck. Vom Personalrat war Stefanie Widmann vor Ort und hatte ebenfalls lobende Worte für die Dienstjubilare parat.

In den Ruhestand bzw. die Freistellungsphase der Altersteilzeit verabschiedet wurden:

Gabriele Brodiak (pädagogische Fachkraft), Karin Stieber (pädagogische Fachkraft), Doris Merl (pädagogische Fachkraft), Helmut Pechloff (Sozialpädagoge), Siegfried Jauch (Gärtnermeister), Rosemarie Efler (Verwaltungsangestellte), Gerhardt Wolff (Kommunalfacharbeiter), Ahmet Evsen (Kommunalfacharbeiter), Siegfried Effinger (Rohrnetzbauer)

Geehrt wurden:

Für 25 Jahre im öffentlichen Dienst: Siegfried Micul (Hausmeister), Annette Beßler (Verwaltungsangestellte), Liselotte Krammer (Verwaltungsangestellte), Karin Schmid (Verwaltungsangestellte)
Für 40 Jahre im öffentlichen Dienst: Georgios Papadopoulos (Vermessungsgehilfe und Bauzeichner), Gabriele Wolfer (pädagogische Fachkraft)

Altes Rinderunion-Gebäude wird abgerissen


Das Gebäude in der Benzstraße 26, früher Sitz der Rinder-Union Herrenberg, macht Platz für eine neue städtebauliche Entwicklung. Wie genau diese gestaltet wird, ist noch vom Gemeinderat zu beschließen.
 
Das Gebäude Benzstraße 26 wurde ursprünglich in den frühen 1970er Jahren als Verwaltungsgebäude für die Herrenberger Rinderunion erbaut. Auf 30 Meter Länge, 17 Meter Breite und 8 Meter Höhe verteilen sich mehr als 700 Tonnen Beton, die ab der kommenden Woche zuerst ausgeräumt und dann abgebrochen werden. Der Entkernung folgt im November dann der Abriss, wobei zum Nachbargrundstück hin eine Schutzplane angebracht wird und Wasser eingesetzt wird, um den Staub der Arbeiten niederzuschlagen.
 
Die Stadt hat das Gebäude und das zugehörige Grundstück erworben, um die künftige Entwicklung auf diesem innerstädtischen Areal steuern zu können. Auf Vorrat – wie Oberbürgermeister Thomas Sprißler erläutert, denn die künftige Nutzung ist noch nicht beschlossen. „Die Stadt erwirbt grundsätzlich Grundstücke in solchen Lagen, die für die städtebauliche Entwicklung sinnvoll verwendbar sind“, sagt der OB. „Diese Stelle ist für eine Wohnbauentwicklung geeignet, rechtlich ist außerdem eine gewerbliche Nutzung möglich. Für welche Zielgruppe ist dabei allerdings noch offen, es gibt verschiedene Denkrichtungen: Wir benötigen insgesamt (Miet-)Wohnraum in Herrenberg, wir wollen den sozialen Wohnungsbau ausbauen, und wir benötigen Unterkünfte für Obdachlose und Flüchtlinge. Gerade bei der Flüchtlings- und Obdachlosenunterbringung ist es uns wichtig, die gesamte Stadt in den Blick zu nehmen und eine möglichst dezentrale Unterbringung, d.h. Verteilung der Personen auf mehrere Standorte zu verfolgen, weil wir keine sozialen Brennpunkte schaffen wollen.“
 
Bevor diese Ideen festgezurrt und verwirklicht werden können, sind nun zunächst Betonfertigteile, Brüstungen und Pfeiler zu entsorgen. Dafür investiert die Stadt rund 71.000 Euro. Die Arbeiten wurden nach Auswertung von 13 Angeboten an die JMS GmbH vergeben.  Der gebrochene Beton wird auf anderen Baustellen wieder verwertet. Für eine Weiternutzung des Gebäudes wäre unverhältnismäßig hoher Umbau-Aufwand nötig geworden, da unter anderem der bauliche Wärmeschutz ungenügend ist. Außerdem bieten die bestehenden Raumstrukturen wenig Flexibilität und damit ebenfalls keine günstigen Voraussetzungen für neue Nutzungsoptionen.

Rundgang durch die Altstadt



Die nächste Stadtführung in Herrenberg findet am Sonntag, 21. Oktober, statt. Dieser Spaziergang führt durch die Herrenberger Altstadt mit ihren Gassen und Staffeln vorbei an den dortigen Sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Jahrhunderten. Treffpunkt mit Gästeführer Karl-Heinz Dettling ist um 15 Uhr beim Brunnen am Marktplatz. Diese Führung ist ein kostenloses Angebot der Stadt Herrenberg.
 

Auf den Spuren von Jerg Ratgeb



Jerg Ratgeb zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlern des 16. Jahrhunderts. Zur Erinnerung an ihn hat eine Bürgergruppe in Herrenberg einen Skulpturenpfad geplant und dafür 25 Werke namhafter Künstler aus Baden-Württemberg und darüber hinaus gewonnen. Bei einer zweistündigen kostenlosen Führung am Samstag, 20. Oktober, mit Walter Grandjot bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick in die unterschiedlichen bildhauerischen Materialien und Techniken, welche die Bildhauer bei den verschiedenen Skulpturen angewandt haben. Treffpunkt für die Führung ist um 15 Uhr am Bahnhofsvorplatz. Der Skulpturenpfad führt durch die Altstadt bis zum Schlossberg hinauf. Festes Schuhwerk wird empfohlen.

50 Fahrzeuge für Messflotte gesucht


Stadtluft verbessern: Logo

Die Stadt Herrenberg plant in Kooperation mit der Robert Bosch GmbH eine Messflotte für saubere Luft mit 50 Fahrzeugen, um den Verkehrsfluss auf den Hauptstrecken in Herrenberg zu analysieren. Bürgerinnen und Bürger, die mitmachen und hierfür ihr Auto zur Verfügung stellen möchten, können sich ab dem 13. Oktober anmelden.

 
Herrenberg ist eine von bundesweit fünf Städten, die als Modellkommune für saubere Luft ausgewählt wurden. Die Bundesregierung finanziert in diesem Modellprojekt innovative Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität und zur Reduzierung von Stickoxiden.
Als Basis für diese Maßnahmen möchte die Stadt Herrenberg in Kooperation mit Bosch den Verkehrsfluss auf den Hauptstrecken in Herrenberg ermitteln. Hierfür soll eine Messflotte, bestehend aus 50 Fahrzeugen, sorgen: Jedes Fahrzeug wird mit einem kleinen Gerät ausgerüstet, das das Fahrverhalten analysiert. Hierbei soll insbesondere die Geschwindigkeit, das Beschleunigen und das Halten analysiert werden, um so auf den geschätzten Stickoxidausstoß zu schließen.

Jetzt anmelden

Für die Messflotte sucht die Stadtverwaltung Autofahrerinnen und Autofahrer, die nach Herrenberg bzw. von Herrenberg durch die Kernstadt pendeln oder täglich in der Kernstadt mit dem Auto unterwegs sind. Wer mitmachen möchte, kann sich im Zeitraum vom 13. bis 22. Oktober mit einem Fragebogen anmelden. Der Fragebogen wird am Samstag, 13. Oktober, zusammen mit einem Info-Flyer zur Messflotte für saubere Luft an alle Haushalte verteilt. Fragebögen können an der Bürgerinformation am Marktplatz 1 in Herrenberg abgegeben oder online ausgefüllt werden unter www.herrenberg.de/stadtluft.
Die ersten 50 Personen, die sich für die Aktion anmelden, bekommen als Dankeschön jeweils zwei Eintrittskarten für das Herrenberger Hallen- und Freibad.

Termine vormerken

Während der Herrenberger Herbstschau informiert das Team der Stabsstelle Klimaschutz am Sonntag, 14. Oktober, von 14.30 bis 18 Uhr in der Stadthalle, Stand 9, über das Projekt „Stadtluft verbessern“ und die Messflotte.

Für alle, die sich vorstellen können, an der Messflotte teilzunehmen und den Fragebogen ausgefüllt haben, findet am Mittwoch, 7. November, eine Informationsveranstaltung mit Vertretern der Stadtverwaltung und von Bosch statt.

Kontakt zur Stadt

Wer Fragen zur Messflotte oder Anregungen hat, kann sich an das Team der Stabsstelle Klimaschutz wenden: E-Mail klimaschutz@herrenberg.de, Telefon 07032 924-280.

Mehr Fachlichkeit und Gestaltungsräume


Neue Zuständigkeiten und neue Arbeitsbereiche, neue Mitarbeiter und ein neuer Name: In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich beim Amt für Technik, Umwelt, Grün (vormals Technische Dienste) vieles verändert.
 
Der Stein des Anstoßes dazu wurde bei der Geschäftsprozessoptimierung (GPO) ins Rollen gebracht. Im Rahmen der GPO, die seit mehr als zwei Jahren und für alle Dezernate und Ämter der Herrenberger Stadtverwaltung durchgeführt wird, waren die „Grün-Themen“ immer wieder Gesprächsthema. Regelmäßig wurden die auf verschiedene Ämter verteilten Zuständigkeiten angesprochen und auch kritisiert. Ebenso regelmäßig wurde der Wunsch geäußert, diese Zuständigkeiten an einer zentralen Anlaufstelle zu bündeln und den Themen Grünplanung, Arten- und Landschaftsschutz in der Stadt allein dadurch einen höheren Stellenwert zu verschaffen.
 
Im Rahmen der GPO von langer Hand geplant und vom Gemeinderat in dieser Form beschlossen, erfolgte schon vor der Sommerpause die Namensänderung und erste strukturelle Veränderungen. Aus den Technischen Diensten wurde das Amt für Technik, Umwelt, Grün. Umweltbeauftragter Jürgen Baumer bezog in der Stuttgarter Straße 90-92 sein Büro. Die Stelle einer Landschaftsplanerin wurde geschaffen, die für einen Baumtechniker folgt noch im Herbst.

Mehr gestalten und steuern

„Wir bekommen dadurch viel mehr Fachlichkeit ins Amt“, sagt Stefan Kraus. Die Vorteile liegen für den Leiter des Amtes für Technik, Umwelt, Grün auf der Hand: „Früher waren die Technischen Dienste ein reiner Dienstleister“, benennt Amtsleiter Stefan Kraus den größten Unterschied. „Jetzt können wir mehr in die Planung gehen. Wir können selbst mehr gestalten und steuern.“ Ein weiterer, wichtiger Aspekt aus Sicht des Amtsleiters: „Wir können eigene Ideen verwirklichen und das fachliche Wissen und die vorhandenen Fähigkeiten unserer Mitarbeiter kommen endlich voll zum Tragen.“
 
Ähnlich argumentiert Jürgen Baumer. War er früher gewissermaßen „nur“ Auftraggeber, so kann er nun als Abteilungsleiter für den Bereich „Grün“ mit seinen Mitarbeitern ökologische Pflege- und Renaturierungsmaßnahmen selbst umsetzen. Oder ganz handfest ausgedrückt: „Wir werden uns in der Zukunft weniger um den Rasenschnitt kümmern, sondern viel häufiger als bisher ökologisch wertvollere Arbeiten wie die Pflege von Biotopflächen und Naturdenkmälern übernehmen können.“

Erste Veränderungen

Erste Schritte dahingehend wurden in den zurückliegenden Wochen bereits unternommen. Wie schon seit einiger Zeit in den Stadtteilen, wurde die Pflege der Grünflächen nun auch im Kernstadt-Bereich an eine externe Fachfirma vergeben, für die Rasenpflege im Stadion ist „Mählanie“ der Mähroboter zuständig. Im Gegenzug können die TUG-Mitarbeiter eigene Pflanzkonzepte erarbeiten und in die Beete bringen. Vom Tiefbauamt wurde die Zuständigkeit für die Pflege der Gewässerränder übernommen – das, im Rahmen einer Bachelorarbeit erstellte Pflegekonzept, kann nun in Eigenregie umgesetzt werden.
 
Was die Kontrolle und Unterhaltung der Spielgeräte im Bereich der städtischen Kindertagesstätten und Schulen anlangt, soll die Zuständigkeit ebenfalls dem neuen Amt für Technik, Umwelt, Grün übertragen werden. Allesamt Weichenstellungen hin zu einem Ziel: „Das Thema Grün in der Stadt wird damit seiner wichtigen Bedeutung entsprechend aufgewertet und so organisiert, dass möglichst kurze Wege für Synergien sorgen und die Bearbeitung noch effizienter werden lassen“, sagt Tobias Meigel, Baubürgermeister der Stadt und zugleich der für das Amt zuständige Dezernatsleiter.

Mitarbeiter des Amts für Technik, Umwelt, Grün mit einem Teil der Führungsmannschaft (v. r..: Stephanie Haubner, Rolf Bühler und Jürgen Baumer).
Mitarbeiter des Amts für Technik, Umwelt, Grün mit einem Teil der Führungsmannschaft (v. r..: Stephanie Haubner, Rolf Bühler und Jürgen Baumer).

Kuppinger Straßen für Sportevent gesperrt


Auch in diesem Jahr führt der TSV Kuppingen 1936 e.V., Abteilung Lauftreff den „Mondfängerlauf“ im Ortskern von Kuppingen durch. Termin für diese inzwischen zehnte Auflage des Sportereignisses ist Samstag, 13. Oktober 2018. Während der Läufe ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die Straßen werden teilweise gesperrt, es bestehen Halteverbote und der Bus fährt Bedarfshaltestellen an.

Zeitplan

Die Veranstaltung beginnt ab 17.15 Uhr mit Kinder- und Jugendläufen. Der Hauptlauf startet dann um 19.00 Uhr und soll voraussichtlich um 20.30 Uhr enden. Wie auch schon im letzen Jahr werden dabei ein Erwachsenenlauf über 10 km und Kinder- und Schülerläufe über 6,6 km stattfinden.

Streckenverlauf

Der Rundkurs für die Kinder- und Jugendläufe verläuft von der Gemeindehalle (Raiffeisenstraße) über die Normannenstraße weiter über die Siedlungsstraße und dann wieder über die Raiffeisenstraße zur Gemeindehalle. Ebenso wird in der Frankenstraße (Rundkurs) ein Bambinilauf stattfinden. In der Siedlungstraße im Teilstück zwischen Einmündung Raiffeisenstraße bis Einmündung Normannenstraße sowie in der Normannenstraße werden auch in diesem Jahr beidseitig Parkverbote mit Zeichen 283 StVO angeordnet.
 
Auf folgender Strecke wird auch im diesem Jahr der Hauptlauf des „10. Mondfängerlaufs“ durchgeführt: Start und Ziel an der Gemeindehalle Kuppingen (Raiffeisenstraße) – Sulzer Straße – Feldweg Innerer St. Bernhard – Jettinger Straße – Planstraße – Watzmannstraße – Zugspitzstraße – Oberjesinger Straße – Hemmlingstraße –  Stefanusstraße – Siedlungsstraße – Raiffeisenstraße – und dann wieder zur Gemeindehalle.
 
Dieser Rundkurs ist von den Junioren zweimal und beim Erwachsenenlauf dreimal zu bewältigen.

Straßensperrung

Aus Sicherheitsgründen ist während der Läufe eine Vollsperrung für die gesamte Laufstrecke erforderlich. Das bedeutet konkret Sperrungen auf folgenden Straßen für den Fahrzeugverkehr:
 
Oberjesinger Straße/B 296 (von der Einmündung Jennerstraße und bei der Einmündung Hemmlingstraße) , Hemmlingstraße (bei der Einmündung Hintere Gasse sowie bei Einmündung Jettinger Straße), Stefanusstraße  (bei Einmündung Siedlungstraße), Raiffeisenstraße (bei Einmündung Siedlungsstraße), Sulzer Straße/L 1358, (bei Einmündung Verlängerung Zwerchweg), Jettinger Straße/Königssträßle (ehemalige K 1069) bei Einmündung Feldweg Innerer St. Bernhard, Haslacher Weg (bei der Einmündung in die Jettinger Straße), Planstraße (bei der Einmündung Watzmannstraße), Theodor-Körner-Straße (bei der Einmündung in die Watzmannstraße), Friedhofstraße (vor Einmündung Watzmannstraße) und
Watzmannstraße (vor der Einmündung Zugspitzstraße).
 
Der Verkehr wird, soweit dies in den Seitenstraßen möglich ist, durch Ordner geregelt. An den wichtigen Einmündungen, bzw. Kreuzungen erfolgt die Sperrung der Laufstrecke mit Absperrschranken.

Umleitungsstrecken

Der Fahrzeugverkehr wird über folgende Umleitungsstrecken geführt:
  • der Verkehr aus Richtung Oberjesingen und Nufringen in Richtung Sulz am Eck über den asphaltierten Feldweg zwischen Kuppingen und Oberjesingen – Gültlinger Weg – Feldweg zwischen Sulzer Straße und Gültlinger Weg (Verlängerung Zwerchweg)
  • der Verkehr aus Richtung Sulz am Eck über den Feldweg zwischen Sulzer Straße und Gültlinger Weg (Verlängerung Zwerchweg) – Querung Gültlinger Weg – Zwerchweg
  • der Verkehr aus Richtung Oberjesingen in Richtung Affstätt/Herrenberg über – K 1081 (Nordumfahrung) – B 296 und Gegenrichtung
  • auch der Verkehr aus Richtung Herrenberg wird über die K 1081 (Nordumfahrung) umgeleitet.

Halteverbote

In der Stefanusstraße sowie in der Hemmlingstraße (Teilstück ab Einmündung Knappengasse bis Einmündung Stefanusstraße) werden beidseitig Haltverbote mit Zeichen 283 StVO angeordnet. Außerdem werden auch in diesem Jahr wieder in der Siedlungsstraße (Teilstück ab Einmündung Stefanusstraße bis Einmündung Hintere Gasse) und zwar auf der Seite der Kirchenmauer ebenfalls Haltverbote mit Zeichen 283 StVO angeordnet

Änderungen im Busverkehr

Aufgrund des „Mondfängerlaufs“ können auch die Bushaltestellen „Albrecht-Haut-Gasse“ und „Jennerstraße“ zumindest während des Hauptlaufs nicht angefahren werden. Es werden in der Nufringer Straße in Bereich „Autohaus / Karosserie Neuffer“ sowie im Römerweg in Höhe von Gebäude Nr. 90 jeweils Behelfsbushaltestellen eingerichtet.
 
Die Stadtverwaltung bittet um Beachtung und um Verständnis für die mit der Veranstaltung verbundenen Behinderungen.

LED-Tauschaktion: alte Glühbirne gegen neue Leuchte


Schauen, Staunen, Mitmachen: Beim 10. Herrenberger Energietag am Samstag, 13. Oktober, können sich die Besucherinnen und Besucher beim Klima-Aktiv-Markt über die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz informieren und an vielen Mitmach-Aktionen teilnehmen.
 
Für die zehnte Auflage des Herrenberger Energietags im Rahmen der Herbstschau haben sich die Organisatoren ein neues Format einfallen lassen: Der Energietag findet nicht mehr in der Alten Turnhalle statt, sondern in einem Aktionszelt im Jahnweg gegenüber der Feuerwehr. Hier erwartet die Besucherinnen und Besucher am 13. Oktober von 10 bis 17 Uhr ein abwechslungsreiches Programm. „Der Energietag bietet allen die Möglichkeit, Herrenbergs Unternehmen, Vereine und Organisationen von ihrer klimafreundlichen Seite kennenzulernen“, sagt Oberbürgermeister Thomas Sprißler.
 
Lisa Bartholomä, die Leiterin der Stabsstelle Klimaschutz, unterstreicht die Bedeutung des kommunalen Klimaschutzes: „Der Klimawandel ist ein globales Problem, das nach lokalen Lösungen sucht.“ Denn obwohl der Klimawandel eine weltweite Herausforderung darstelle, liege es an jedem einzelnen, etwas zu verändern. „Egal ob Radfahraktionen, Recycling oder Informationen zur Optimierung der Heizung – Klimaschutz in Herrenberg hat viele Gesichter.“

LED-Tauschaktion, Selfie-Box, Fahrradklimatest

Wie vielfältig Klimaschutz in Herrenberg ist, zeigt auch der Energietag: Beim Klima-Aktiv-Markt präsentieren sich insgesamt sieben Unternehmen, Vereine und Organisationen. Ein Highlight ist die LED-Tauschaktion: Am Stand des toom Baumarkts können alle Interessierten eine alte Glühbirne gegen eine energiesparende LED-Leuchte kostenlos tauschen. Das aerospace lab, das Jugendforschungszentrum Herrenberg, präsentiert eine Brennstoffzelle, die zum Antrieb eines Go-Carts wird. Bei der Energieagentur des Landkreises Böblingen können die jungen Besucherinnen und Besucher Windräder basteln. Am Stand des Herrenberger Stadtjugendrings gibt es eine Selfie-Box, mit der die Besucher Fotos machen und persönliche Klimastatements abgeben können.
Die Mitglieder des ADFC (Allgemeiner Deutsche Fahrrad-Club) freuen sich über viele Teilnehmer am Fahrradklimatest, bei dem es darum geht, die Fahrradfreundlichkeit von Herrenberg zu bewerten. Der Arbeitskreis Energie hat das Heizungstagebuch im Gepäck und gibt hilfreiche Tipps für den klimaschonenden und energiesparenden Alltag.
Das Team der Stabsstelle Klimaschutz der Stadt Herrenberg lädt alle ein, am Klima-Glücksrad zu drehen und ihr Wissen in einem Klima-Quiz zu testen, bei dem tolle Gewinne warten. Wer möchte, kann sein altes Handy in einer Sammelbox abgeben. Alle Geräte werden professionell gelöscht und recycelt; der Erlös kommt drei unterschiedlichen karitativen Projekten zu Gute.
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Die Stadtverwaltung smart und ganz nah


Spannend und smart ist das Angebot der Stadt Herrenberg auf der Herbstschau an Stand 9 in der Stadthalle. Ein Schwerpunkt ist dabei das neue herrenberg.de und das Thema „Smart Herrenberg“. Und natürlich geht es um die Innenstadtentwicklung, die an vielen Ecken in den Startlöchern steht.
 
Am städtischen Stand in der Stadthalle präsentieren verschiedene Bereiche der Stadtverwaltung ihre Themen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Rathaus erläutern ihre Angebote und stehen für Fragen und Gespräche zur Verfügung.

Die Mitmachstadt wird digital

Zum Beginn des langen Herbstschau-Wochenendes am Freitag und Samstagvormittag stehen die digitalen Themen im Fokus: Präsentiert werden die neue Homepage mit ihrem Mitmachportal und das Thema „Smart Herrenberg“. Mit einem neuen Netzwerk, das Daten sendet, eröffnen sich für die Stadtverwaltung, Firmen, Einzelhändler und Privatpersonen Anwendungsfelder für Sensortechnik, die das Leben und Arbeiten erleichtern.

Startklar für die Kita

Am Samstagnachmittag stehen die Themen Bildung, Erziehung, Betreuung und Lernen in den städtischen Kindertageseinrichtungen im Fokus. Das Amt für Familie, Bildung und Soziales informiert über das Anmeldeverfahren oder Ausbildungsmöglichkeiten bei der Stadt. Außerdem stellt es das Projekt „Brückenbauen“ und das Angebot der „Willkommensbesuche“ vor, mit denen junge Familien in Herrenberg begrüßt werden.

Revitalisierung der Innenstadt

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für Stadtentwicklung erläutern am Sonntagvormittag aktuelle Projekte entlang der Altstadtkante: vom Areal Seeländer über die Freilegung des Aischbachs und die Gestaltung des neuen Seeländerplatzes bis hin zu den Wettbewerbsplänen für die Seestraße. Vertreter der beteiligten Planungsbüros werden ebenfalls am Stand zu Gast sein und informieren.

Stadtmarketing

Die Wirtschaftsförderung stellt am Sonntagnachmittag den neuen Verein „Herrenberg Stadtmarketing“ vor. Dieser Verein wird sich um die Themen City-Management, Stadtmarketing und viele weitere Belange der Innenstadt kümmern.

Stadtluft verbessern

Herrenberg ist eine von bundesweit fünf Städten, die als Modellkommune für saubere Luft ausgewählt wurden. Die Bundesregierung finanziert in diesem Modellprojekt innovative Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität und zur Reduzierung von Stickoxiden. Welche Maßnahmen Herrenberg plant, können Interessierte am Sonntagnachmittag erfahren.

Bildung ist Zukunft

Die Volkshochschule lädt am Montagvormittag dazu ein, sich über ihre vielfältigen Angebote und Aktivitäten zu informieren. Natürlich gibt es das neue Programm am Stand mit dem Schwerpunktthema China. Weitere Themen sind die Gesundheitsprävention und das Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung.

Drehmoment und Schönbuchturm

Am Montagnachmittag steht das Amt für Wirtschaftsförderung und Kultur für Fragen rund um Kultur und Tourismus zur Verfügung. Kulturelle und touristische Highlights von Herrenberg stehen dabei im Mittelpunkt. Die Stadtmaus Herri darf natürlich auch nicht auf der Herbstschau fehlen: Sie begrüßt die Besucherinnen und Besucher an allen vier Tagen.

Bus-Shuttle-Service

Auch in diesem Jahr gibt es während der Herbstschau einen kostenlosen Shuttle-Service. Busse fahren an allen vier Tagen vom IBM-Parkplatz an der Stuttgarter Straße zur Herbstschau und zurück; am Samstag und Sonntag pendeln Busse zwischen den Stadtteilen und der Herbstschau. Fahrpläne unter www.herbstschau-herrenberg.de/informationen/anfahrt.
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Bauwerke der Romanik und Gotik in Herrenberg


Bei einer Führung am Sonntag, 14. Oktober, geht Kunsthistorikerin Dr. Michaela Bautz ausführlich auf die ältesten Gebäude der Stadt ein. Auf dem Programm stehen die Stiftskirche, das Dekanat, das Haus „Zum deutschen Kaiser“, das im Fruchtkasten integrierte romanische Haus sowie die Burg (anhand des Modells im Fruchtkasten). Treffpunkt für dieses kostenlose Angebot ist um 15 Uhr an der Stiftskirche.
 
Diese Führung „Bauwerke der Romanik und Gotik – die ältesten Gebäude der Stadt“ ersetzt die im städtischen Flyer ursprünglich angekündigte Führung „Die Baukunst der Gotik am Beispiel der Stiftskirche“, da die Stiftskirche an diesem Tag nachmittags aufgrund einer Konzertprobe nicht zugänglich ist.

Sanitärräume in Vogt-Heß-Grundschule modernisiert


Der Vorher-Nachher-Effekt ist riesig: Seit Anfang dieser Woche sind die Bauarbeiten in der Vogt-Heß-Grundschule erfolgreich abgeschlossen. In den vergangenen Wochen wurden auf allen drei Stockwerken die Schüler-Toiletten und Putzräume umfassend modernisiert.
 
Die Schüler-Toiletten und Putzräume wurden 1971 in Betrieb genommen - seither wurden lediglich Instandhaltungsmaßnahmen gemacht. „Die Modernisierung der Sanitärräume war ohne Frage dringend notwendig“, meint Bert Rudolph, der Leiter des Gebäudemangements. Nach dem Abschluss der Bauarbeiten zieht er nun eine positive Bilanz: „Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Es bedeutet eine große Verbesserung für die Schülerinnen und Schüler“, freut sich Rudolph. „Ein echter farblicher Hingucker sind die neuen Toiletten-Türen in frischem Grün.“
 
Auch mit dem Zeitplan ist Uwe Kusterer vom Gebäudemanagement, der die Bauarbeiten betreut hat, alles in allem zufrieden: Zum neuen Schuljahr konnten die Toiletten in Betrieb genommen werden, allerdings mit einem kleinen Zeitversatz. „Eineinhalb Wochen nach Schuljahresbeginn konnten die Schülerinnen und Schüler die Toiletten im Untergeschoss wieder nutzen“, berichtet Kusterer. „Seit dem 1. Oktober sind auch die Toiletten im Erd- und Obergeschoss fertig.“ Die Kosten für die Renovierung der Sanitärräume belaufen sich auf insgesamt 285.000 Euro, der Bund fördert die Maßnahme mit 83.000 Euro.
 
Kleine zeitliche Verzögerungen gab es, weil es zunächst bei den Abbrucharbeiten unerwartete Schwierigkeiten gegeben hat: Die Wandfliesen hafteten so gut, dass das Entfernen unverhältnismäßig lange gedauert hätte. „Deshalb haben wir beschlossen, die Fliesen zu belassen, sie zu verspachteln und mit einem neuen Anstrich zu versehen“, erklärt Kusterer. „Später mussten noch zusätzliche Abwasserleitungen in der Decke erneuert werden, außerdem gab es Lieferverzögerungen bei den WC-Trennwänden.“

Vom Rückbau zur Endreinigung

Insgesamt dauerten die Bauarbeiten neun Wochen. Nach den Abbrucharbeiten folgten die Neuinstallationen der Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Elektroleitungen. Danach kamen die Putzarbeiten, die Trockenbau-, Estrich- und Fliesenarbeiten. Nach Abschluss der Malerarbeiten erfolgten die Endmontagen der Gewerke Sanitär-, Heizungs-, Lüftungs- und Elektroarbeiten sowie der Einbau der WC-Trennwände. Ganz zum Schluss folgte die Bauendreinigung.

Digitalisierung in der Praxis und Umgang mit Startups


Die Wirtschaftsförderung der Stadt Herrenberg lädt gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart, dem Softwarezentrum Böblingen/Sindelfingen sowie der Coworking Academy zu „Herrenberg Digital – IT meets Mittelstand“ ein. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 16. Oktober, um 8.30 Uhr im Coworking Space Herrenberg, Amselweg 1, statt. Beim fünften Digital-Frühstück präsentiert die LGI GmbH Praxisbeispiele zum Thema Digitalisierung. Weiter wird auf die Veränderung der Gesellschaft durch Startups eingegangen. 
 
Digitalisierung ist in aller Munde. Aber es stellt sich die Frage, wie ein mittelständisches Unternehmen tatsächlich in Sachen Digitalisierung aktiv werden kann. Wie eine schrittweise Einführung von Digitalisierung aussehen kann, berichtet Benedikt Gräter, Digital Strategist, am Beispiel der Kontrakt-Logistik der Firma LGI Logistics Group International GmbH.
 
Kleine agile Unternehmen bringen große etablierte Player ins Schwanken. Im zweiten Vortrag stellt Startup-Experte Johannes Ellenberg Strategien und Vorgehensweisen zum Umgang mit Startups vor. Er geht auf Fragen ein wie: Was machen Startups anders? Können Startups besser mit Unsicherheit umgehen?
 
„Diese Veranstaltungsreihe bietet die Möglichkeit, Potentiale der Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf die unternehmerischen Tätigkeiten der Mittelstandsunternehmen kennenzulernen“, wirbt Ralf Heinzelmann, städtischer Wirtschaftsförderer. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich mit Experten auszutauschen. Neben zwei Vorträgen zu jeweils wechselnden Themen finden die Gäste bei einem Imbiss und Kaffee auch Zeit, neue Kontakte zu knüpfen und ihr bestehendes Netzwerk zu pflegen.
 
Veranstaltungsende wird gegen 10 Uhr sein. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Infos und Anmeldung: www.herrenberg.digital.

Menschen vernetzen und begeistern


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Um Beteiligung und Engagement in der Mitmachstadt professionell zu begleiten und zu fördern, gibt es bei der Stadtverwaltung dafür extra eine Abteilung. Die Leitung übernimmt zum 1. Oktober Vanessa Watkins, die seit drei Jahren als Referentin in diesem dreiköpfigen Team tätig ist. Sie tritt die Nachfolge von Ina Mohr an.

 
Wer in Herrenberg ein Bürgerprojekt startet, kennt sie wahrscheinlich schon längst aus einem persönlichen Beratungsgespräch oder einer der vielen Veranstaltungen, die sie organisiert: Vanessa Watkins arbeitet seit Oktober 2015 für die Stadt und kümmert sich im Klosterhof um die Unterstützung der Mitmachwilligen in Herrenberg. In ihrer Funktion als Referentin für Bürgerprojekte hat sie Vorhaben wie die Streuobsterlebniswochen oder den Aufbau einer Online-Präsenz für die Kuppinger Grillhütte begleitet und unterstützt. Sie betreut die städtischen Förderprogramme (Bürgertopf und Projektepool), die ehrenamtlichen Projekten finanziell unter die Arme greifen. Sie hat eine Beratungs- und Workshopreihe für Engagierte ins Leben gerufen und koordiniert das Mutgeschichten-Festival im Zuge des Bundesprogramms Demokratie leben.
 
Die digitale Vernetzung und Unterstützung von Menschen, die sich engagieren möchten, liegt Vanessa Watkins am Herzen. Sie hat wesentlich an der Umsetzung des Mitmachportals auf der heuen städtischen Homepage www.herrenberg.de mitgewirkt. Hier können Vereine und Gruppen ihre Tätigkeit vorstellen, Mitstreiter und Helfer suchen oder Antworten auf viele Fragen aus dem Alltag engagierter Menschen finden. Außerdem gibt es hier viele Informationen zu den Projekten, die die Stadt aktuell vorantreibt. Wenn irgendwo die Möglichkeit besteht, die Bürgerinnen und Bürger einzubinden, ihre Vorschläge in Entscheidungsprozesse einfließen zu lassen oder sie nach ihrer Meinung zu befragen, ist Vanessa Watkins mit von der Partie. Die Stärkung und Vernetzung der Vereine in allen acht Stadtteilen ist ihr ein besonderes Anliegen. Sie will verschiedene Gruppen zueinander bringen und Maßnahmen umsetzen, die möglichst vielen Ehrenamtlichen zu Gute kommen. „Ich habe in Herrenberg so viele inspirierende Menschen kennengelernt, die mit ihren Aktivitäten, Ideen und Beiträgen diese Stadt so lebens- und liebenswert machen. Ich möchte für sie optimale Rahmenbedingen schaffen und allen anderen Mut machen sich ebenso für ihre Ideen einzusetzen“, sagt Watkins.  
 
In ihrer neuen Funktion als Abteilungsleiterin hat sie die Aufgabe, die Beteiligungskultur in Herrenberg zu stärken und neue Ansätze für die Partizipation in der Stadtverwaltung zu verankern. Dabei sollen die Chancen der Digitalisierung genutzt werden, wie etwa beim Mitmachportal herrenberg.de, das ein erster wichtiger Schritt dafür ist. Neben den Bürgerinnen und Bürgern berät das Team von Watkins künftig viel stärker als bisher ihre eigenen Kolleginnen und Kollegen in der Stadtverwaltung und unterstützt auch ganz praktisch bei der Umsetzung von Bürgerbeteiligungsprozessen. In einem ersten Schritt wird sie daher bestehende Strukturen und Aufgaben überprüfen und bei Bedarf neu ausrichten. Die Fortschreibung des Leitbilds Herrenberg 2020 ist ebenfalls eine ihrer Aufgaben.
 
„Ich freue mich auf die neue Aufgabe und die Herausforderung, die Mitmachstadt Herrenberg ins nächste Jahrzehnt zu begleiten“, sagt Watkins. Die 39-jährige stammt aus Fort Leavenworth im US-Bundesstaat Kansas, ist im hessischen Dreieich aufgewachsen und der Liebe zu einem Oberjesinger wegen nach Herrenberg gezogen. Mit ihrem Mann und drei Kindern lebt sie seit 2014 in der Gäustadt. Zuvor hat sie Angewandte Kulturwissenschaften und Kulturinformatik studiert und zehn Jahre als Projektleiterin im Bereich strategische Beratung für Zukunftsfragen in Köln gearbeitet. Dabei lag ihr Schwerpunkt auf der Beratung deutscher und internationaler Unternehmen, denen sie geholfen hat, ihre Innovations- und Strategieprozesse mit partizipativen und kreativen Methoden umzusetzen.

Bürgerinfo zum Fruchtkasten


Um die künftige Nutzung des Fruchtkastens geht es bei einer Bürgerinformationsveranstaltung am Donnerstag, 11. Oktober, 19 Uhr, in der Mensa Längenholz. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind dazu eingeladen.
 
Mit der Zukunft des Fruchtkastens haben sich Bürgerschaft, Verwaltung und Gemeinderat in den vergangenen Jahren intensiv auseinander gesetzt. Nun liegt ein zukunftsfähiges Konzept für das denkmalgeschützte Gebäude vor, entwickelt von Stadtverwaltung und externen Fachleuten. Der Entwurf sieht vor, das zweitgrößte historische Gebäude in der Herrenberger Altstadt zu einem modernen Museum mit Erlebnis-Ausstellungen, Gastronomie, Veranstaltungsräumen, Shop und Tourist-Info umzubauen. Diese Nutzung soll Einwohnern, Gästen, Einzelhandel, Gastronomie, Wirtschaft und Vereinen gleichermaßen zu Gute kommen.
 
Dieses Konzept wird am Montag, 8. Oktober, 18 Uhr, im Verwaltungsausschuss (Alte Turnhalle, Seestraße) präsentiert. Am Donnerstag, 11. Oktober, 19 Uhr, findet in der Mensa Längenholz, Längenholz 5, eine Bürgerinformation zu diesem Vorhaben statt. Bei diesem Termin stellen Oberbürgermeister Thomas Sprißler, Ralf Heinzelmann (Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung und Kultur), Oliver Mack (Büro Space 4 aus Stuttgart) und Kulturmanager Armin Klein (Professor für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft aus Ettlingen) die Ideen vor. Alle interessierten Herrenbergerinnen und Herrenberger sind dazu eingeladen. Es ist geplant, dass der Gemeinderat in seiner Sitzung am 23. Oktober die Grundsatzentscheidung zur Reaktivierung des ehemaligen Lagergebäudes, welches in den Jahren 1683 und 1684 errichtet wurde, trifft.

Betreiberwechsel der E-Bikestation am Herrenberger Bahnhof


Aufgrund eines Betreiberwechsels der E-Bikestation in der Kalkofenstraße können die aktuellen E-Bikes der Firma nextbike nur noch bis einschließlich Mittwoch, 31. Oktober 2018, ausgeliehen werden. Ausgeliehene E-Bikes müssen an diesem Tag bis 23:59 Uhr in einer der teilnehmenden Stationen abgegeben werden.
 
In den Folgewochen bis voraussichtlich spätestens Jahresende wird die Station auf die neue Technik der DB connect umgerüstet und gehört fortan zum regionsweiten Fahrrad-Verleihsystem „RegioRadStuttgart“. Ab Anfang November beginnen die Umbauarbeiten an der Station: Neben der neuen Technik in puncto Ladeinfrastruktur, Terminal und Elektrofahrrädern werden sich auch in den Ausleihmodalitäten und in der Tarifstruktur Neuerungen ergeben.
 
Innerhalb des neuen „RegioRadStuttgart“-Systems wird das Einstellen privater E-Bikes nicht mehr möglich sein. Das neue Tarif- und Ausleihsystem und weitere Informationen sind auf der Internetseite www.regioradstuttgart.de zu finden.
 
Die Wiederinbetriebnahme der Station soll laut DB connect noch in diesem Jahr stattfinden. Gegenüber dem aktuellen System mit 13 E-Bikestationen, werden ab Neueröffnung dann wesentlich mehr zum System gehörende Verleihstationen in der gesamten Region Stuttgart zur Verfügung stehen.


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Hinauf ins Glockenmuseum


146 Treppenstufen geht es im Turm der Stiftskirche hinauf zur Glockenstube. Dort befindet sich das Glockenmuseum.

Bei einer Führung am Sonntag, 7. Oktober, erklärt Gästeführerin Dorothea Breindl das Kirchengeläut mit den 35 Läuteglocken auf zwei Ebenen und das 50 Glocken umfassende Carillon (Glockenspiel).

Im Herrenberger Glockenmuseum wird die ganze deutsche Glockengeschichte über einen Zeitraum von fast 1000 Jahren an verschiedenen Beispielen gezeigt. Vom Stiftskirchenturm aus hat man auch einen schönen Blick über Herrenberg und Umgebung bis hin zur Schwäbischen Alb.

Treffpunkt für diese Führung ist um 14.45 Uhr vor der Stiftskirche. Die Führung selbst ist kostenlos. Für Personen über 14 Jahren fällt für den Museumsbesuch ein Eintritt in Höhe von 1,50 Euro an.

Lange Nacht der Kulturen


Am Samstag, 6. Oktober, steigt erneut die Lange Nacht der Kulturen in der Herrenberger Altstadt. Neben vielen tollen interkulturellen und bunten Angeboten locken diesmal im Innenhof von Stadtbibliothek und Volkshochschule eine Lange Tafel, eine Offene Bühne und der Lampedusa Calling Container.
 
Im Hof der Stadtbibliothek und Volkshochschule kann man zum Beispiel feine Streuobst-Seccos und Säfte von Familien aus Kayh und Mönchberg kosten. Außerdem servieren die Begegnungsstätte „Die kleine Börse e.V.“, die Lebenshilfe Herrenberg und Flüchtlingsfamilien aus der Anschlussunterbringung Gäufelden Leckereien, die sie mit gemeinsam geerntetem Streuobst zubereitet haben. Auch die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Integrationskurse steuern Speisen aus aller Welt bei.
 
„Doch je mehr mitmachen, desto vielfältiger wird die Tafel“, wirbt Vanessa Watkins vom städtischen Team für Bürgerbeteiligung und Engagement für weitere Mitmacherinnen und Mitmacher: Wer also ein Rezept für eine landestypische Köstlichkeit aus seiner Heimat in petto hat, kann sich noch beteiligen. Bitte die eigene Speise einfach mitbringen und gern mit anderen an der Tafel teilen. „Jede und jeder ist herzlich willkommen!“, so Watkins.
 
Das große Schmausen wird begleitet von Auftritten des Chor International, der Cajon-Gruppe und irischen Tänzen. Junge Talente aus dem Jugendhaus e.V. Herrenberg zeigen was sie können. Und auch bekannte und unbekannte, alte und junge Kreative, die ihr Können zum Besten geben wollen sind gesucht. Jede Besucherin und jeder Besucher kann sich spontan einklinken. „Ob Gedichte, Tanz oder Gesang – es wird ein spannendes Repertoire“, freut sich Watkins. Eine farbenfrohe Palette an Mitmachaktionen komplettiert das Programm wie zum Beispiel eine Apfelpuppenausstellung mit Schnitz-Verkostung. Außerdem kann man Kunst aus Büchern basteln, Brettspiele spielen oder an der Integrationssäule der Stadt Ideen und Meinungen hinterlassen. Die Stadtbibliothek ist nachmittags zusätzlich geöffnet. Vorlesen in verschiedenen Sprachen, eine Fotoausstellung zur Langen Nacht der Kulturen 2016 und ein Tanzworkshop zu irischen Festtänzen stehen hier auf dem Programm. Das Kommunale Kino zeigt internationale Kurzfilme.  
 
Die Lange Tafel ist ein Projekt im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Die Lange Tafel – „Streuobst meets Culture“ findet im Rahmen der Langen Nacht der Kulturen (LaKuNa) am Samstag, 6. Oktober, von 15 bis 18 Uhr im Kulturzentrum Hofscheuer (Stadtbibliothek und Volkshochschule), Tübinger Straße 36 und 40, statt. Das gesamte Programm der LaKuNa findet sich im Internet unter www.lakuna-herrenberg.de.

Grundsatzentscheidung zum Fruchtkasten



Wie sieht die Zukunft des Fruchtkastens aus? Mit dieser Frage haben sich Bürgerschaft, Politik und Verwaltung intensiv auseinandergesetzt. Jetzt hat die Verwaltung mit externen Fachleuten ein zukunftsfähiges Konzept für das denkmalgeschützte Gebäude entwickelt. Somit steht der Grundsatzentscheidung des Gemeinderates im Oktober nichts mehr im Weg.
 
Bei der Grundsatzentscheidung über die Zukunft des Fruchtkastens geht es um die Frage, ob das zweitgrößte historische Gebäude in der Herrenberger Altstadt zu einem modernen Museum mit Erlebnis-Ausstellungen, Gastronomie, Veranstaltungsräumen, Shop und Tourist-Info umgebaut werden soll. Die umfangreiche Sanierung und Neuausrichtung des Fruchtkastens wäre mit knapp 11 Millionen Euro eine der größten Investitionen der Stadt in den kommenden Jahren. Für die baulichen Maßnahmen ist mit einer finanziellen Förderung von etwa 40 bis 45 Prozent zu rechnen.
 
Oberbürgermeister Thomas Sprißler macht die Bedeutung des Vorhabens deutlich: „Nach jahrzehntelanger Brache wird es Zeit, dass der Fruchtkasten als solch ein historisches und zentrales Gebäude endlich eine angemessene Nutzung bekommt.“ Der OB verweist auch auf die vielen Impulse und Mehrwerte, die zu erwarten sind: „Mit der Reaktivierung des Fruchtkastens könnten wir einen entscheidenden Schritt zur weiteren Attraktivierung der Innenstadt machen“, sagt Sprißler. „Die Erfahrung zeigt, dass die Reaktivierung von historischen, stadtbildprägenden Gebäuden wie dem Fruchtkasten eine extrem positive Wirkung entfaltet und das gesamte gesellschaftliche Leben in einer Stadt entscheidend prägt.“ Schließlich würde man durch die Schaffung eines weiteren öffentlichen Raumes die Aufenthaltsqualität in Herrenberg weiter steigern. „Wenn wir den Fruchtkasten aus seinem Dornröschenschlaf wecken, könnten wir den gesamten Altstadtbereich auch für Einzelhandel und Gastronomie attraktiver machen“, ergänzt Ralf Heinzelmann, der Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung und Kultur. „Wir hoffen deshalb, dass der Gemeinderat die große Chance ergreift, den Fruchtkasten als weiteren Leuchtturm für die Innenstadt zu etablieren“, betonen Sprißler und Heinzelmann.

Mehrwert für viele Gruppen


OB Sprißler unterstreicht auch den Mehrwert für viele Bevölkerungsgruppen: Die Reaktivierung des Fruchtkastens würde Einwohnern und Gästen, Einzelhandel und Gastronomie sowie Wirtschaft und Vereinen gleichermaßen zugutekommen. „Für die Bürgerinnen und Bürger wäre der Fruchtkasten ein weiteres identitätsstiftendes Gebäude neben der Stiftskirche“, so Sprißler. Das zweitgrößte historische Gebäude der Stadt soll zum Treffpunkt für Jung und Alt, für Bürger und Gäste werden; für Touristen könnte der Fruchtkasten als zentraler Anlaufpunkt dienen, der Kultur, Einkaufen und Genuss verbindet.“ Wirtschaft und Vereine könnten die Räume für eigene Veranstaltungen nutzen, Einzelhandel und Gastronomie würden von der Frequenzerhöhung in der Altstadt profitieren.

Das Konzept


Das Nutzungskonzept für den Fruchtkasten hat eine Projektgruppe aus dem Amt für Kultur und Wirtschaftsförderung in Zusammenarbeit mit Armin Klein, Professor für Kulturmanagement, dem Architekturbüro Space4 und einem Gastronomieexperten entwickelt. Weg von einer angestaubten Museumskonzeption, hin zu einem „Haus des Erlebens“ mit einem Nutzungsmix, hieß dabei die Devise: Dauer- und Wechselausstellungen, Gastronomie, Veranstaltungsräume, ein Shop für lokale und regionale Produkte sowie eine Tourist-Info sind wesentliche Eckpfeiler dieses neuen Konzepts. Auch die Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung sind hier eingegangen. „Genau diese Nutzungsmischung hatte sich auch in den Bürgerforen 2016 klar herauskristallisiert“, macht Heinzelmann deutlich. Er fügt hinzu: „Das neue Konzept geht weit über die bisherigen Überlegungen zur Revitalisierung des Fruchtkastens hinaus.“ Der Fruchtkasten soll in Zukunft als multifunktionales Gebäude am Eingang zur Altstadt für Bürger und Touristen gleichermaßen attraktiv und damit ein weiterer Leuchtturm für die gesamte Innenstadt Herrenbergs werden.
Auch für die Feierlichkeiten anlässlich des 800-jährigen Stadtjubiläums in zehn Jahren wäre der Fruchtkasten mit neuer Nutzung ein echtes Highlight.


Private Folgeinvestitionen


Die Sanierung und Revitalisierung des Fruchtkastens würde voraussichtlich hohe Folgeinvestitionen privater Immobilieneigentümer auslösen. „Die Investition würde Herrenberg nachhaltig städtebaulich aufwerten“, ist Sprißler überzeugt. „Deshalb wollen wir als Stadt mit gutem Beispiel vorangehen und eines unserer stadtbildprägenden Gebäude sinnvoll erhalten und nutzen.“

Keine Reaktivierung - was dann?


Kommen die Reaktivierung des Fruchtkastens und die Umsetzung des neuen Nutzungskonzeptes nicht, blieben auch die Impulse und Mehrwerte für die Stadt aus. „Das Gebäude bleibt dann nur eine untergenutzte Immobilie“, sagt Heinzelmann. Allein für den reinen Substanzerhalt des denkmalgeschützten Gebäudes seien mit Kosten in Höhe von rund 50.000 Euro pro Jahr - ohne konkreten Gegenwert - zu rechnen. Auch in diesem Jahr werden umfangreiche Instandhaltungsmaßnahmen an der Fassade durchgeführt (Kosten: rund 120.000 Euro) um den Fruchtkasten für die Zukunft - unabhängig vom Ausgang der Entscheidung über die künftige Nutzung - zu bewahren.
Und auch im Inneren des Gebäudes gibt es einige „Baustellen“: Aufgrund der klimatischen Situation ist bereits seit Jahren eine Schimmelproblematik zu verzeichnen. Dies hat zwei Auswirkungen: Zum einen kann nicht gewährleistet werden, dass auch in Zukunft Führungen im Fruchtkasten stattfinden können, wenn dieses Problem nicht gelöst wird; zum anderen können die Exponate auf lange Sicht nicht weiter im Fruchtkasten gelagert werden.

Ausblick


Wie geht es nun weiter? Am Montag, 8. Oktober, wird der Fruchtkasten im Verwaltungsausschuss behandelt. Für die Bürger wird es am Donnerstag, 11. Oktober, ab 19 Uhr in der Mensa Längenholz eine Informationsveranstaltung zur Zukunft des Fruchtkastens geben. Am 23. Oktober trifft der Gemeinderat dann die Grundsatzentscheidung.

Rund um den Schlossberg


Die Stadtverwaltung lädt am Tag der Deutschen Einheit zu einer Entdeckungsreise durch die vielfältige Naturlandschaft rund um den Herrenberger Schlossberg ein.

Gästeführer Timo Olbrich geht mit den Teilnehmern bei dieser Führung auch auf eine Zeitreise in die Vergangenheit: Vom Mittelalter mit der Stiftskirche und dem Herrenberger Schloss geht es zurück bis zur Entstehung des Schlossbergs im Erdmittelalter vor 250 Millionen Jahren. Treffpunkt für dieses kostenlose Angebot ist am Mittwoch, 3. Oktober, um 15 Uhr an der Stiftskirche.

Innovativ, smart, digital und bürgernah


Modernes Design, mehr Infos und Service und ein interaktives Mitmachportal - damit punktet der neue Internetauftritt der Stadt Herrenberg. Im Laufe des heutigen Dienstag, 25. September, geht die neue Seite online; am Abend wird sie im Gemeinderat präsentiert. Das neue herrenberg.de bietet mehr Online-Services und aktuelle Informationen rund um Stadt und Rathaus. Im Mitmachportal können sich Bürgerinnen und Bürger über aktuelle städtische Projekte und Beteiligungsmöglichkeiten informieren.

„Für uns ist die Website ein zentrales Informationsportal für Einheimische und Gäste und damit eine wichtiges Aushängeschild unserer Stadt, quasi die digitale Visitenkarten“, sagt Oberbürgermeister Thomas Sprißler. „Die Inhalte auf unserer Homepage sollen attraktiv und zeitgemäß dargestellt sowie immer aktuell und gut zu finden sein“, beschreibt er die Intention hinter dem Relaunch, das heißt der technischen, optischen und konzeptionellen Runderneuerung der Seite. Der letzte Relaunch liegt inzwischen mehr als fünf Jahre zurück, auch deshalb habe man sich für eine komplette Neuauflage des städtischen Internetauftritts entschieden. Die Verwaltung hat in Kooperation mit dem Medienunternehmen Hitcom aus Dunningen im vergangenen Jahr die Neukonzeption erarbeitet und umgesetzt. Mit dem Ergebnis zeigt sich der OB sehr zufrieden. „Die neue Homepage passt zur Mitmachstadt - sie macht Lust, reinzuklicken und mitzumachen.“

Mehr Service

„Wir haben die Seite aus der Sicht der Nutzerinnen und Nutzer aufgebaut“, erklärt Anne Reichel, Pressesprecherin der Stadt. Das bedeutet, dass nun der Service mehr im Vordergrund steht: „Eine bessere, intuitive Themen-Navigation sowie eine moderne und übersichtliche Struktur bilden dafür die Grundlage.“ Mit dem Relaunch wurde auch der papierlose Bürgerservice ausgebaut: Viele Dienstleistungen können ab sofort komplett online abgewickelt werden, inklusive Bezahlfunktion. „Wir entwickeln ständig neue Abläufe, damit die Bürgerinnen und Bürger einfach, schnell und sicher die benötigten Unterlagen und Informationen von ihrer Stadtverwaltung im Internet finden“, sagt Reichel.

Modernes, responsives Design

Nicht nur inhaltlich, auch optisch und technisch hat sich einiges getan: Das neue herrenberg.de hat ein modernes Design in Kombination mit großformatigen, hochwertigen Bildern. Für mehr Nutzerfreundlichkeit sorgt das sogenannte responsive Web-Design: Mit dem Relaunch sind die Inhalte und Funktionen der Homepage auf allen Endgeräten verfügbar - vom Computer über das Tablet bis zum Smartphone. „Die heutige Technik und Möglichkeiten in der Gestaltung erlauben es, auch auf einem kleinen Bildschirm die volle Bandbreite an Angeboten zur Verfügung zu stellen“, sagt Reichel. Eine weitere Verbesserung: Ab sofort gibt es eine Volltext-Suchfunktion, die als lernende Suche angelegt ist. Das bedeutet, dass die Suche an die Redaktion zurückkoppelt, was gesucht wird. „Dadurch können wir Inhalte und Strukturen besser an die Bedürfnisse der Nutzerinnen und Nutzer anpassen“, erklärt Reichel.

Drei Portale

Das neue Herrenberg.de hat drei sogenannte Portale: Stadtleben, Rathaus und Mitmachstadt. Jedes Portal hat verschiedene Rubriken mit Unterseiten. Tourismus, Wirtschaft und Stadtentwicklung stehen im Fokus des Stadtleben-Portals. Hier gibt es beispielsweise Tipps für einen Besuch in Herrenberg („Herrenberg in vier Stunden erleben“) und einen Veranstaltungskalender, in den Vereine, Organisationen und Verwaltung ihre Events eintragen. Im Portal „Rathaus“ finden sich unter „Bürgerservice“ Informationen wie Öffnungszeiten der Ämter, Ansprechpersonen in der Verwaltung und Formulare. Weitere Schwerpunkte unter „Rathaus“ sind das Karriereportal mit neuen Imagevideos der Stadt als Arbeitgeberin, die Bereiche „Kommunalpolitik“ sowie „Aktuelles und Presse“.

Mitmachportal

Das dritte Portal mit eigener Startseite bietet die ideale Plattform für die Mitmachstadt: Einerseits sind hier Informationen zu aktuellen städtischen Projekten zu finden - von A wie Areal Bahnhofstraße bis Z wie Ziegelfeld. Andererseits zeigt das Portal Möglichkeiten für Beteiligung und Engagement auf: Bei zahlreichen Projekten der Mitmachstadt haben Bürgerinnen und Bürger immer wieder die Chance, mitzudiskutieren, mitzuwirken und mitzumachen. Deshalb bietet das neue Herrenberg.de einen Überblick über alle städtischen Projekte, bei denen aktuell Informationsveranstaltungen stattfinden oder auch die Expertise, Ideen oder aktive Mitgestaltung der Bürgerschaft gefragt sind. Menschen aus Engagement-Gruppen finden im Mitmachportal Informationen zu Fördermöglichkeiten oder Räumlichkeiten, die sie nutzen können. Das Mitmachportal ist auch eine Plattform für die Herrenberger Vereine. Sie können sich hier in der Rubrik „Vereine von A bis Z“ selbst vorstellen, ihre Veranstaltungen in den Kalender eintragen und über eine Mitmachbörse freiwillige Helfer für Aktionen finden. „Das Portal soll Lust machen, sich an Projekten zu beteiligen und engagierte Gruppen in Herrenberg zu unterstützen“, sagt Vanessa Watkins vom Team Beteiligung und Engagement.

Reinklicken und Feedback geben

Mithilfe einer Online-Umfrage können alle, die möchten, Feedback zur neuen Homepage geben. „Wir freuen uns auf viele Rückmeldungen, Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritik aus der Bürgerschaft“, sagt Anne Reichel. Das Feedback sei wichtig und sehr hilfreich - jetzt, unmittelbar nach dem Relaunch, aber auch später - schließlich solle der neue Internetauftritt ständig weiterentwickelt und verbessert werden. Auf der Startseite von Herrenberg.de führt ein Link direkt zur Online-Umfrage.

Herbstschau

Bei der Herbstschau vom 12. bis 15. Oktober haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich durch die neue Homepage zu klicken, die Möglichkeiten des Mitmachportals kennenzulernen und der Verwaltung direkt Feedback dazu zu geben. In der Stadthalle, Stand 9, stellt das Team der Pressestelle das neue Herrenberg.de vor.
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Interkulturelles Feuerwehrfest


Der typische Feuerwehrmann aus Bilderbüchern ist meist männlich und alteingesessen:  Dass das heute nicht mehr der Realität entspricht und sich auch gerne weiter ändern darf zeigt die Oberjesinger Feuerwehr bei ihrem Tag der offenen Tür am Samstag, 29. September ab 14 Uhr.
 
Wer sich bei einem Brand in die Flammen stürzen will, braucht Mut – und zwar nicht zu knapp. Und noch ein bisschen mehr Mut erforderte es in der Vergangenheit, sich als Frau oder Migrant(in) in die Männerriege zu wagen. Die Oberjesinger Feuerwehr würdigt diese besondere Form von Mut mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 29. September, in und um die Feuerwache im Wasenweg 4.
 
Die Mitglieder der Oberjesinger Wehr haben sich dafür etwas Besonderes einfallen lassen: Der Tag startet um 14 Uhr mit der Hauptübung bei der Firma Imexal direkt neben dem Feuerwehrhaus im Wasenweg und zwar mit einem Einsatzfahrzeug mit reiner Frauenbesetzung. Dies macht eine Kooperation mit dem Netzwerk der Feuerwehrfrauen möglich. Zwischen 15 und 18 Uhr locken Kaffee und Kuchen, eine Fahrzeugausstellung sowie eine Spielstraße für den Feuerwehrnachwuchs. „Wer nun Feuer gefangen hat, kann sich beim Infostand der Feuerwehrfrauen über dieses Ehrenamt informieren“, wirbt Manuela Epting vom städtischen Team „Beteiligung und Engagement“ für diesen Tag der offenen Tür. Mit dem Türkischen Arbeitnehmerverein in Herrenberg und Umgebung e.V. (TAV) zeigt die Oberjesinger Feuerwehr außerdem eine Ausstellung über die Erlebnisse früh immigrierter Familien. An einem Infostand kann man mehr erfahren über Interkulturalität in der Feuerwehr.
 
Auch Speis und Trank zum Abendessen stehen bereit: etwa Baklava und türkischer Tee und ab 18 Uhr original schwäbische Spezialitäten. Ab 20 Uhr sorgen die Gäu Musikanten für Stimmung und lassen den Tag der offenen Tür mit einem schwäbischen Abend ausklingen. „Mit dieser couragierten Stadtteilaktion unterstützt Oberjesingen das stadtteilverbindende Mutgeschichten-Festival von Demokratie leben!, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird“, freut sich Epting über diese Veranstaltung.

Mittelalterlicher Gesang, Quilts, Abschied und Fotos


Beim jüngsten Vernetzungstreffen im Klosterhof am 20. September gab es ganz verschiedene Programmpunkte: In der Reihe „Treffpunkt Klosterhof“ stellten sich mit den Schlossbergquilterinnen und dem Liederkranz Herrenberg zwei Gruppen aus dem offenen Bürgerhaus vor. Ina Mohr, scheidende Leiterin des Teams Beteiligung und Engagements, feierte ihr Abschiedsfest. Und mit einer Vernissage ausdrucksstarker Fotografien wurde für die Lange Nacht der Kulturen am 6. Oktober geworben – zeitgleich zu einer Fotoausstellungseröffnung in der Herrenberger Stadtbibliothek.
 
An diesem Abend konnten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher die Schlossberg-Quilterinnen und den Gesangverein Liederkranz Herrenberg kennenlernen. Die Textilkünstlerinnen haben ihre Gruppe vor 16 Jahren ins Leben gerufen und treffen sich seitdem alle zwei Wochen im Klosterhof. Stolz präsentierten sie Decken, Kissen, Wimpelketten und als Prunkstück eine Gemeinschaftsarbeit: eine riesige Decke, die sie in zwei Jahren mühevoller Kleinstarbeit angefertigt haben. Trotz der kniffligen Musters hat das Nähen etwas Meditatives: „Im Prinzip ist es für uns Entspannung“,  erzählte Gruppenleiterin Halina Judith Schmitz.
 
Der Liederkranz Herrenberg, der in diesem Jahr seinen 175. Geburtstag feiert, stellte sich ebenfalls vor. Der Gesangverein legt viel Wert auf die Vokaltechnik. Er ist zurzeit in zwei Gruppen untergliedert: Die 80 Sängerinnen und Sänger der „Voices“ sind auf Rock, Pop und Folk Songs spezialisiert. Zehn weitere Personen übernehmen die anspruchsvolleren, jazzigen Parts. Der neu gegründete Projektchor „Klang-Zeit“ widmet sich dagegen weltlichen mittelalterlichen Gesängen wie Minnesang, Madrigalen und Motetten. Die erste Probe von „Klang-Zeit“ ist am Mittwoch, 26. September, 19.30 Uhr, im Musiksaal der Theodor-Schüz Realschule, Längenholz 13. Motivierte Sängerinnen und Sänger können aber auch noch später dazu stoßen. „Wir wollen in der Region ein einzigartiges Angebot schaffen. Die alte Musik wird gerade wiederentdeckt“, erklärte Chorleiterin Barbara Will ihre Motivation zur Gründung des Projektchors. „Passend zum 500. Wiegenfeste des Jerg-Ratgeb-Altars wollen wir die Musik dazu wieder aufleben lassen.“ Beim Vernetzungsabend boten sechs Chormitglieder Kostproben beider Stile.

Abschied und Neubeginn

Zeitgleich drängten sich Gäste im Klosterhof, die sich von Ina Mohr verabschieden wollten. Die Leiterin des Teams Beteiligung und Engagement wirkt künftig beim Städtetag Baden-Württemberg als Fachberaterin Inklusion und gesellschaftliche Vielfalt, Quartiersentwicklung. Ina Mohr hat in Herrenberg mit vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern viel bewegt. Ein paar Beispiele neben vielen anderen hierfür sind: Sie hat wesentlich dazu beigetragen, dass das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ nach Herrenberg geholt werden konnte,  dass sich Herrenberg Fair Trade Stadt nennen darf und die Mitmachstadt zum Preisträger beim Wettbewerb „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.“ wurde. Mohr sieht bei den Herrenbergerinnen und Herrenbergern noch Potential für mehr: „Bei vielen habe ich Feuer für das jeweilige Engagement erlebt, das hat mir und meinem Team viel Motivation gegeben“, resümierte sie.
 
Werbung für die Lange Nacht der Kulturen am 6. Oktober
Von Bürgergruppen eingefangene Eindrücke der Langen Nacht der Kulturen 2016 zeigt die Fotoausstellung „#4 Erinnerungen – Lakuna 2016“, die am 20. September eröffnet wurde. Im Café ist zum Beispiel das Resultat eines Mitmachprojekts des Kunstvereins und Fotoclubs Objektiv zu entdecken: Die Fotografen haben Schattenrisse kreativer Freiwilliger angefertigt, die diese dann mit vielfältigen Zutaten dekorierten und mit ihnen eine Weltkarte umrahmen. Sie zeigt die vielen Herkunftsländer der Herrenberger. Auch dem Dialogzelt der muslimischen Bildungsinitiative FödeM und einer Märchenerzählerin im interkulturellen Garten begegnet man in der Ausstellung.   
 
Auf Wolfgang Schmidts Lakuna-Fotos in der Stadtbibliothek herrscht ein reges Treiben: Kinder feiern mit Musikern von Eyes on Cameroon, Tänzerinnen des American Tribal Style Belly Dances präsentieren farbenfroh wogende Röcke und Gehörlose sind mit Gebärdensprache in ein reges Gespräch vertieft. Und die Begegnungen sind es auch, auf die es ankommt. „Interkulturell – das sind die sozialen Kontakte“, betonte die Gleichstellungsbeauftragte Birgit Kruckenberg-Link bei der Ausstellungseröffnung. „Wir wollen Appetit auf die Lange Nacht der Kulturen – kurz „Lakuna“ machen“, sagte Martina Lederer-Göhring, Leiterin der Stadtbibliothek. Das Team eröffnete mit der Vernissage auch die Interkulturellen Wochen in der Bibliothek. Mit einer betörend sanften Stimme und Gitarre untermalte die deutsch-kongolesische Soul-Interpretin Malayika die Vernissage – auch sie wird mit ihrem „Pan-African Soul“ bei der Lakuna 2018 am Samstag, 6. Oktober, zu hören sein.

PM291: Vernetzungstreffen Klosterhof
Sechs Mitglieder des Liederkranzes Herrenberg gaben Kostproben mittelalterlicher Musik.

PM291: Vernetzungstreffen Klosterhof
Chorleiterin Barbara Will stellte ihre Idee für den Projektchor „Klang-Zeit“ vor.

Schaden durch Buchsbaumzünsler


Vor einigen Tagen wurde an Buchsbaumbüschen auf dem Kuppinger Friedhof ein Befall durch den Buchsbaumzünsler festgestellt.

Damit sich der Schädling nicht weiter ausbreitet, sollten die befallenen Büsche auf den Gräbern sofort rausgemacht und fachgerecht entsorgt werden. Als fachgerechte Entsorgung empfiehlt die Stadtverwaltung die befallenen Büsche in einen Müllsack zu packen und über den Restmüll zu entsorgen. Auf dem Friedhof stehen entsprechende Restmüllbehältnisse bereit.

 
Wer einen vom Buchbaumzünsler befallenen Busch entdeckt, sollte diesen entfernen.

Betreuung für Grundschulkinder in den Herbstferien


Grundschulkinder, die bereits an der Kernzeitbetreuung teilnehmen, können in den Herbstferien eine Ferienbetreuung in Anspruch nehmen.

In den Herbstferien gibt es vier Betreuungstage: Montag, 29. Oktober, Dienstag, 30. Oktober, Mittwoch, 31. Oktober und Freitag, 2. November. Am Donnerstag, 1. November, ist Feiertag. Die Betreuung findet jeden Tag von 7.30 bis 14 Uhr statt. Einzelne Tage können nicht gebucht werden.
 
Für die Betreuung fallen folgende Gebühren an:
 
Ein Kind unter achtzehn Jahren pro Familie:             51,20 Euro/Woche
Zwei Kinder unter achtzehn Jahren pro Familie:      40,80 Euro/Woche
Drei Kinder unter achtzehn Jahren pro Familie:      30,40 Euro/Woche
Vier Kinder unter achtzehn Jahren pro Familie:        8 Euro/Woche
 
Anmeldungen für die Betreuung in den Herbstferien sind bis Montag, 15. Oktober, bei den jeweiligen Schulleitungen bzw. -sekretariaten möglich.

Parkplätze am Seeländer-Areal fallen weg


Ab Dienstagvormittag, 25. September, können die Parkplätze am Seeländer-Areal nicht mehr genutzt werden. Grund hierfür ist, dass die Bauarbeiten für das Seeländer-Neubauprojekt in dieser Woche beginnen.

Insgesamt fallen 207 Parkplätze auf dem Seeländer-Areal weg. In unmittelbarere Nähe sind ausreichend Ausweichparkplätze vorhanden: Auf dem Stadthallengelände stehen 211 Parkplätze zur Verfügung, auf dem Viehversteigerungsplatz 95 Parkplätze. Wer auf einem dieser beiden Parkplätze parkt, muss einen Parkschein zu denselben Kosten wie auf dem Seeländer-Areal lösen.
 
Die Stadtverwaltung hat im Vorfeld überprüft, dass die Ausweichparkplätze während der Baustelle am Seeländer-Areal ausreichen. Zu unterschiedlichen Zeiten waren jeweils genug freie Parkplätze auf dem Stadthallengelände und an der Viehversteigerungshalle verfügbar, um die Fahrzeuge auf dem Seeländer-Parkplatz aufzunehmen.

Auf den Spuren von Jerg Ratgeb


Jerg Ratgeb zählt zu den wichtigsten deutschen Künstlern des 16. Jahrhunderts. Zur Erinnerung an diesen Künstler hat eine Bürgergruppe in Herrenberg einen Skulpturenpfad geplant und dafür 25 Werke namhafter Künstler aus Baden-Württemberg und darüber hinaus gewonnen.

Bei einer Führung am Donnerstag, 27. September, mit Elena Hocke, stellvertretende Leiterin der Herrenberger Volkshochschule, bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Einblick in die unterschiedlichen bildhauerischen Materialien und Techniken, welche die Bildhauer bei den verschiedenen Skulpturen angewandt haben. Treffpunkt für die Führung ist um 15 Uhr am Bahnhofsvorplatz. Der Skulpturenpfad beginnt am Bahnhof und führt durch die Altstadt bis zum Schlossberg hinauf. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Diese Führung dauert etwa zwei Stunden und ist ein kostenloses Angebot der Stadt Herrenberg.

Fruchtkasten und Familie Köhnle


Der ehemalige Stiftsfruchtkasten gehört zu den markantesten Gebäuden in Herrenberg. Am Sonntag, 30. September, findet eine kostenlose Führung durch dieses historische Gebäude mit besonderer Berücksichtigung der Herrenberger Kaufmannsfamilie Köhnle statt. Dieser einflussreichen Sippe ist ein ganzer Raum im Fruchtkasten gewidmet. Treffpunkt mit Gästeführer Siegfried Großmann ist um 15.30 Uhr vor dem Fruchtkasten, Tübinger Straße 30.

Herrenberger Marktplatz als Etappenziel


Günter Multrus, Präsident des Herrenberger Lions Clubs (rechts), überreicht Dr. Mariusz Szeib vom Lions Club Poznan den Spendenscheck.
Günter Multrus, Präsident des Herrenberger Lions Clubs (rechts), überreicht Dr. Mariusz Szeib vom Lions Club Poznan den Spendenscheck.

Sechs polnische Läufer, die sich am Freedom Charity Run des polnischen Lions Clubs Poznan beteiligten, wurden am 10. September vom Herrenberger Lions Club, dem Kuppinger Lauftreff und der Stadtverwaltung auf dem Marktplatz empfangen.

Die polnischen Sportler, die bereits seit zehn Tagen auf den Füßen waren, trafen pünktlich auf dem Marktplatz ein. Die Strecke am 10. September führte von Aalen nach Herrenberg. Ab Ehningen wurden sie von 30 Läuferinnen und Läufern des TSV Kuppingen begleitet.  Auf dem Herrenberger Marktplatz, vor dem Rathaus, wurden sie von den Mitgliedern des Lions Club Herrenberg und Ralf Heinzelmann, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung und Kultur, empfangen. Günter Multrus, Präsident des Lions Club Herrenberg, überreichte eine Spende in Höhe von 500 Euro.
 
Der Lions Club aus Poznan in Polen organisierte 2018 zum 4. Mal einen so genannten „Freedom Charity Run“. Die Route führte in diesem Jahr an zwölf Tagen und 1049 km durch vier Länder. Der Spendenlauf soll neben der Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren einem guten Zweck dienen. Die gesammelten Gelder gehen an  Flüchtlingskinder im Libanon und dienen der medizinischen Unterstützung eines kranken Mädchens aus Polen.
 
Am 11. September wurden die Läufer von Oberbürgermeister Thomas Sprißler auf ihre vorletzte Etappe nach Kehl verabschiedet. Die finale Etappe führte die Sportler schließlich nach Straßburg vor das Europa-Parlament, wo sie vom Präsident des Europäischen Parlaments, Antonio Tajani, empfangen wurden.

Besuch vom afrikanischen Kontinent


Vom 25. September bis 4. Oktober sind 18 Schüler aus Botsuana zu Gast bei Schülern des Herrenberger Schickhardt-Gymnasiums. Im Zentrum des Austausches steht der Fußballsport.

Die 18 Schüler im Alter zwischen 16 und 17 Jahren besuchen in Botsuanas Hauptstadt Garborone die Rainbow Highschool Garborone. Der Austausch mit Herrenberg besteht seit dem Jahr 2012. Die Kontakte gehen zurück auf eine Initiative der afrikanischen Seite, die mit ihrer schulischen Fußballmannschaft Eindrücke in Europa sammeln wollten. Durch das Regierungspräsidium Stuttgart kam der Kontakt zum Schickhardt-Gymnasium zustande. In den Jahren 2013, 2015 und 2017 waren SGH-Schüler zu Gast in Garborone. Afrikanische Jugendliche kommen nach 2014 und 2016 nun zum dritten Mal nach Herrenberg. Die Gruppe wird von zwei Lehrkräften begleitet. Am Schickhardt-Gymnasium kümmert sich Studiendirektor Kurt Schmid um diese Aktion. Der Austausch findet in englischer Sprache statt. Die Beschäftigung mit dem Fußballsport dient als Türöffner für die jeweils andere Kultur.
 
Auf dem Programm für die afrikanischen Gäste stehen unter anderem eine Stadtführung in Herrenberg, ein Besuch im Waldseilgarten Herrenberg, eine Führung in der Stuttgarter Mercedes-Benz Arena, ein Besuch im Mercedes-Benz Museum und der gemeinsame Besuch eines Bundesligaspiels. Eines der Highlights wird sicher das Fußballspiel Rainbow Highschool gegen Schickhardt-Gymnasium.

Unternehmensnachfolge ist Thema


Zum 18. Gründungsmeeting lädt die Wirtschaftsförderung der Stadt Herrenberg am Dienstag, 25. September, in den Coworking Space im Amselweg 1 ein. Zu Beginn spricht Ralf Heinzelmann, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung und Kultur, über die Unternehmensnachfolge als Form der Gründung. Los geht’s um 18 Uhr.
 
Das Gründungsmeeting findet seit mehr als einem Jahr monatlich statt. Ziel des Angebots ist es, eine Plattform für Gründerinnen, Gründer und Gründungsinteressierte zu bieten, um neue Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen in entspannter Atmosphäre auszutauschen und das persönliche Netzwerk auszubauen. Für eine Kleinigkeit zum Essen und Trinken ist gesorgt. Alle, die sich für das Thema Gründung interessieren, sind herzlich willkommen.

Drehmoment: Produktionskunst-Festival im Rathaus


Demnächst wird im Foyer des Herrenberger Rathauses eine Installation des Medienkünstlers Joachim Sauter zu sehen sein. Sie entstand für das Projekt „Drehmoment“ der KulturRegion Stuttgart. Zur Vernissage am Freitag, 5. Oktober, sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

In Zusammenarbeit mit dem Herrenberger Möbelhersteller Walter Knoll hat der Künstler Joachim Sauter eine Arbeit mit dem Titel »@instafacewhatssnap (Vanity Bench)« realisiert, die die Frage nach der eigenen Identität im Zeitalter sozialer Medien aufwirft: Welches Bild, oder eher, welche Bilder vermitteln wir von uns selbst? Wie echt ist, was wir über uns kommunizieren, wie deckungsgleich ist dies mit dem „wahren Ich“?
 
Für seine Arbeit nutzt Sauter ein Sofa, das er um zwei Ebenen erweitert: An einer Seite der Sitzfläche schließt sich ein Spiegel an, in dem sich die Betrachterinnen und Betrachter selbst sehen. Hinter dem Spiegel geht es weiter: durch eine virtuelle Überlagerung der Realität, die mithilfe des Smartphones erfahrbar wird. So entspannt sich ein Dialog zwischen dem Realen und dem Spiegelbild, zwischen physischem und virtuellem Objekt.

Vernissage mit Künstler

Die Arbeit von Joachim Sauter ist vom 5. bis 25. Oktober im Foyer des Herrenberger Rathauses, Marktplatz 5, zu sehen. Zur Eröffnung mit dem Künstler am Freitag, 5. Oktober, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Beginn ist um 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Elena Hocke, stellvertretende Leitung der Volkshochschule Herrenberg, spricht das Grußwort. Benjamin Heidersberger, der künstlerische Leiter des Projekts Drehmoment, moderiert die Veranstaltung.

Mit dem Bus Produktionskunst erkunden

Herrenberg ist eine von 21 Kommunen, in denen im Oktober außergewöhnliche Kunstwerke zu sehen sind, die in Industrie- und Handwerksbetrieben für das Projekt „Drehmoment“ der KulturRegion Stuttgart entstanden sind. Wer möchte, kann die Produktionskunst in Stuttgart, Sindelfingen, Herrenberg, Waldenbuch, Filderstadt und Ostfildern bei einer Bustour entdecken. Die Tour am Samstag, 6. Oktober, startet um 13 Uhr an der Stadtbibliothek Stuttgart und endet dort gegen 20.30 Uhr. Die Tour am Sonntag, 14. Oktober, startet um 9.30 Uhr auf dem Karlsplatz in Stuttgart und endet dort gegen 16.30 Uhr. Wer möchte, kann auch in Herrenberg dazu steigen. Anmeldungen sind erforderlich unter Telefon 0711 221216 oder www.kulturregion-stuttgart.de.

Führung bei Walter Knoll

Unter dem Titel „Meisterhafte Handwerkskunst und wertige Materialien“ bietet der Möbelhersteller Walter Knoll am Mittwoch, 10. Oktober, um 9.30 Uhr eine kostenfreie Betriebsführung durch den Standort in der Bahnhofstraße 25 an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Walter Knoll gilt als Möbelmarke der Moderne. Das Unternehmen setzt Zeichen in der Designgeschichte, schuf Klassiker und Ikonen der Avantgarde. Seit Ausgang des letzten Jahrhunderts wächst das Unternehmen kontinuierlich und gehört heute zu den führenden Herstellern im internationalen High-End-Segment des Einrichtens.

Der Künstler

Joachim Sauter, geboren 1959 in Schwäbisch Gmünd, gilt als Pionier der Neuen Medien. 1988 gründete er gemeinsam mit anderen Künstlern, Designern, Hackern und Wissenschaftlern das Gestaltungsbüro ART+COM studios. Bis heute ist das Ziel der Gruppe, Kunst und Design im Digitalen Raum zu erforschen. Sauters Werke wurden international ausgestellt, unter anderem im Centre Pompidou in Paris und im Getty Center in Los Angeles. Sauter lebt in Berlin.

Drehmoment: Projektfoto
Die Installation »@instafacewhatssnap (Vanity Bench)« des Medienkünstlers Joachim Sauter wirft die Frage nach der eigenen Identität im Zeitalter sozialer Medien auf. Sie ist vom 5. bis 25. Oktober im Foyer des Herrenberger Rathauses zu sehen.
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Gewerbeamt geschlossen


Grund für diese  Schließung ist eine Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eine Umstrukturierung der Abteilung. Ab Donnerstag, 27. September, ist das Gewerbeamt wieder erreichbar. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis

Herbstmarkt


Am Dienstag, 25. September, verwandelt sich ein Teil der Herrenberger Altstadt wieder in eine große Freiluft-Markhalle: Von 8 bis 18 Uhr landen die rund 80 Stände des Krämermarkts zum Bummeln, Stöbern und Schlemmen ein.

Ein buntes Angebot wartet auf die Gäste: Leder- und Textilwaren, nützliche Küchenhelfer, Gewürze, Tee, Marmelade, Holzschnitzarbeiten und Vieles mehr sind zu haben. Wer dazwischen eine Pause braucht, kann sich an den verschiedenen Essens- und Getränkeständen mit roter Wurst, Waffeln oder Pommes stärken. Der Markt findet in den Straßen Auf dem Graben, Schulstraße und Tübinger Straße statt. An diesem Tag kann sowohl im oberen als auch im unteren Graben nicht geparkt werden. In Herrenberg findet vier Mal im Jahr ein Krämermarkt statt: an Fasnet, an Pfingsten, im Herbst und in der Adventszeit. Der nächste Herrenberger Krämermarkt ist am Dienstag, 4. Dezember.

Impulse von Passanten sammeln


In der Herrenberger Innenstadt werden am Donnerstag, 27. September, und am Samstag, 29. September, Bürger und Gäste befragt. Diese Umfrage des Instituts für Handelsforschung IFH Köln findet deutschlandweit in etwa 150 Städten parallel statt. Durch die Teilnahme an dieser Aktion möchte die Stadt mit gezielter Ansprache Handlungsfelder identifizieren, durch die die Stadt Herrenberg attraktiver werden kann. 
 
Diese Befragung ist Teil einer vom Institut für Handelsforschung IFH Köln durchgeführten Untersuchung von Innenstädten und deren Attraktivität. „Es handelt sich dabei um die größte Innenstadtuntersuchung für Handel, Stadtplanung und –marketing in Deutschland“, erklärt Ralf Heinzelmann, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung und Kultur. Die Befragten vergeben Schulnoten zu verschieden Kategorien wie Aufenthaltsqualität, Gesamteindruck der Stadt, Branchenmix oder Öffnungszeiten. Des Weiteren werden sie beispielweise befragt, wie lange sie sich in der Innenstadt aufhalten, ob sie sich bereits im Vorfeld online über Angebote informiert haben oder mit welchem Verkehrsmittel sie in die Herrenberger Innenstadt gekommen sind.
 
„Ziel der Befragung ist es, Daten wie Besucherstruktur, Besucherzahlen, Konsumverhalten und allgemeine Kundenzufriedenheit zu erhalten, um die Attraktivität unserer Innenstadt zu messen“, so Heinzelmann weiter. An dieser Befragung nehmen gleichzeitig 150 weitere Städte mit denselben Fragen teil. Auf Grundlage der dabei erhobenen Daten werden Vergleichswerte berechnet. Diese Werte können dann bei Optimierungsprozessen, weiteren Vorgehensweisen und der Kommunikation eingesetzt werden.
 
Die Befragungen in Herrenberg finden am Donnerstag, 27. September, und am Samstag, 29. September, den ganzen Tag an den Standorten Stuttgarter Straße, Marktplatz, Bronntor, Unterer Graben und am Bahnhof statt. „ Wir laden die Passanten ein, sich rege an dieser Umfrage zu beteiligen und die Chance, eigene Impulse zu geben, zu nutzen“, wirbt Heinzelmann. 

Gemeinsames Wandern


Die städtische IAV-Stelle bietet in Zusammenarbeit mit dem Schwäbischen Albverein gemeinsames Wandern für Menschen mit und ohne Demenz an. Der nächste Termin ist am Mittwoch, 26. September.
 
„Zu dieser Wanderung sind Menschen eingeladen, die gerne eine kleine Wanderung in einer Gruppe machen möchten“, erklärt Andrea Buck, Leiterin der IAV-Stelle bei der Stadt Herrenberg. Sie denkt dabei an Menschen mit einer Demenzerkrankung und ihre Angehörigen sowie an alleinstehende oder einsame Menschen. „Fühlen Sie sich eingeladen und haben Sie Mut zu kommen,“ wirbt Buck zur Teilnahme. Die Wanderleitung übernimmt Reiner Kaupat vom Schwäbischen Albverein. Die nächste gemeinsame Wanderung findet am Mittwoch, 26. September, statt. Treffpunkt ist bei der Citybus-Haltestelle Waldfriedhof um 15 Uhr. Die Dauer der Wanderung wird etwa eine bis anderthalb Stunden sein. Für diejenigen, die möchten, gibt es im Anschluss eine Einkehrmöglichkeit im Naturfreundehaus. Terminvorschau: Übernächster Wandertermin ist am Mittwoch, 24. Oktober. Weitere Infos: Andrea Buck, IAV-Stelle der Stadt Herrenberg, Telefon 07032 924 397.

Ganzheitliche Gefährdungsbeurteilung


Zum 38. Mal lädt die Wirtschaftsförderung der Stadt Herrenberg zum Mittelstandsfrühstück ein. Im Fokus der Veranstaltung steht die so genannte „Ganzheitliche Gefährdungsbeurteilung“. Das Netzwerktreffen findet am Mittwoch, 27. September, um 8.30 Uhr im Gewölbekeller des Klosterhofs, Bronngasse 13, statt.
 
Referentin Brigitte Schäfer widmet sich beim 38. Mittelstandsfrühstück dem Thema der so genannten ganzheitlichen Gefährdungsbeurteilung. Dabei bezieht sie sich auf das im Jahr 2013 geänderte Arbeitsschutzgesetz, welches die Erkrankung psychischer Probleme deutlicher in den Vordergrund rückt. Beim ihrem Impulsvortrag wird Schäfer aufzeigen, wie dieses Thema überhaupt angegangen werden kann und soll, auch ohne Psychologe zu sein.
 
Brigitte Schäfer ist Psychologin und Theologin aus Herrenberg. Sie arbeitet mit ihren Kunden seit zehn Jahren in individuellen Coachings und passgenauen Trainings zu ihren Schwerpunktthemen Psychische Gesundheit (Gefährdungsbeurteilung, Resilienztraining, Gesunde Führung, Stress- und Selbstmanagement), Kommunikation und Konflikt.
 
Neben dem Impulsvortrag bietet das Mittelstands-Frühstück jeweils die Möglichkeit, bei Brezeln und Kaffee neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Netzwerke zu pflegen. „Willkommen sind nicht nur Mittelständler, sondern auch alle anderen Interessierten“, lädt der städtische Wirtschaftsförderer Ralf Heinzelmann ein. Eine Anmeldung zu diesem Termin ist über www.herrenberg.de erforderlich.

Kein Durchkommen


Aufgrund des Einsatzes eines Autokrans ist der Appenhaldenweg im Stadtteil Mönchberg am Freitag, 21. September, in der Zeit von 10.30 bis 15 Uhr voll gesperrt. Die Baustelle befindet sich auf der Höhe des Gebäudes Nr. 19. Der Appenhaldenweg ist eine Ringstraße. Für die Anlieger ist Zufahrt zu ihren Häusern von beiden Seiten jeweils möglich. Die Verkehrsteilnehmer werden um Beachtung gebeten. 

Mobiltelefone sind Schatzkisten


Bei den Nachhaltigkeitstagen im Juni hatte die Stadt Herrenberg dazu aufgerufen, nicht mehr benötigte Mobiltelefone und Smartphones abzugeben. Im Inneren der Geräte befinden sich wertvolle Rohstoffe, die wiederverwertet werden können. Seit Juni wurden 158 Geräte abgegeben. Die Sammelaktion geht weiter.
 
„Bisher wurden 158 Altgeräte gesammelt und verwertet“, freut sich Lisa Bartholomä, Leiterin der Stabsstelle Klimaschutz, die sich um das Einsammeln und die Weitergabe der Geräte kümmert. „158 Geräte bedeuten 1422 g Kupfer, 23,7 g Silber und 3,95 g Gold“, erklärt Bartholomä weiter. Die Stadt übergibt die ausgedienten Geräte an den externen Dienstleister Teqcycle Solutions GmbH. Dieses von der DEKRA zertifizierte Unternehmen führt den gesamten Rückholprozess inklusive Datenlöschung im Auftrag der Telekom Deutschland durch. Die Telekom Deutschland verspricht, im gesamten Prozess der Handy-Rücknahme hohe Sicherheitsstandards zum Datenschutz einzuhalten. Der Recyclingprozess findet bei dem zertifizierten Recyclingunternehmen Electrocycling in Goslar statt. „Wir bedanken uns bei allen Bürgerinnen und Bürgern für die Teilnahme an dieser Aktion“, so Bartholomä. 

Erlös wird gespendet

Aus den Erlösen der Handysammelaktionen erhält die Stadt Herrenberg zurzeit 0,70 Euro pro Handy. Dieser Erlös kommt drei nachhaltigen Bildungs- und Gesundheitsprojekten der Aktion Hoffnung, des Deutschen Instituts für Ärztliche Mission e.V. (Difäm) und des Evangelischen Jugendwerks (EJW) in Afrika zugute.
 
„Die Telekom verdient an der Handyrücknahme nichts, sondern trägt unter anderem die Kosten für das Handysammelcenter, die Sammelboxen, die Logistik und das Porto für die Rücksendung und spendet die Erlöse“, teilt Bartholomä mit. Auch das fachgerechte Recycling in einem Recyclingbetrieb und das Einschmelzen der Metalle kosten Geld.

Sammelstellen in Herrenberg

„Wer zu Hause in Schubladen, Schränken oder Regalen nicht mehr benötigte Geräte verstaut hat, kann diese bei den städtischen Sammelstellen abgeben“, lädt Bartholomä ein. Entsprechende Sammelboxen stehen bei den Bürgerdiensten am Marktplatz, in der Stadtbibliothek und bei den Bezirksämtern in den Stadtteilen.

Globale Folgen

Viele unterschiedliche Rohstoffe stecken in einem Handy, darunter Metalle wie Kupfer, Zinn, Silber, Gold und Coltan. Viele dieser Rohstoffe werden unter Bedingungen abgebaut, die gegen Menschenrechte verstoßen und die Natur zerstören. Zinnabbau in Indonesien verursacht etwa unfruchtbare Kraterlandschaften, ganze Regenwälder und Felder werden zerstört. Kleinbauern können ihre Böden nicht mehr bewirtschaften und verlieren ihre Lebensgrundlage. Der Bergbau bedroht hier zudem zahlreiche Pflanzen- und Tierarten. Der Coltanabbau in der Demokratischen Republik Kongo verursacht gewalttätige Konflikte. Verschiedene Milizen kämpfen um den Zugang zu diesen wertvollen Rohstoffen. Besonders Frauen und Kinder leiden unter dieser Gewalt. Zehntausende Kinder wurden zum Dienst an der Waffe gezwungen. Zudem bedroht der Abbau den Lebensraum der Berggorillas.

Citybus fährt nicht zum Waldfriedhof


Der Citybus auf der Linie 782 fährt am nächsten Wochenende (21. bis 23. September) nicht zum Waldfriedhof, da ein Teil der Hildrizhauser Straße hinter dem Ehbühl Richtung Waldfriedhof saniert wird.
 
Die letzte Fahrt zum Waldfriedhof ist am Freitag, 21. September, um 14.18 Uhr ab dem Busbahnhof. Anschließend ist die Strecke bis einschließlich Sonntag, 23. September, gesperrt. Ab Montagmorgen, 24. September, gibt es wieder Fahrten zum Waldfriedhof. Im Zeitraum der Sperrung fährt der Bus die reguläre kurze Strecke vom Busbahnhof über das Ehbühl und Seniorenzentrum zu den gewöhnlichen Zeiten des bestehenden Fahrplanes.
 
Fahrplan auf der Homepage der Stadtwerke in der Rubrik ÖPNV und Parken: www.stadtwerke.herrenberg.de

Saisonende im Naturfreibad


Zum letzten Mal in diesem Jahr können die Schwimmer am Sonntag, 16. September ihre Bahnen im Herrenberger Naturfreibad ziehen. Dann übernimmt bis zum nächsten Frühsommer das benachbarte Hallenbad den Badespaß.
 
Das 2015 neu eröffnete Freibad hat viele Fans unter den Badegästen. Ihre Zahl steigt kontinuierlich an und hat 2018 erstmals die 100.000 Marke überschritten. Im Juli war das Bad an sechs Tagen nur eingeschränkt geöffnet, weil sich in Wasserproben des Gesundheitsamts erneut erhöhte Bakterienwerte gefunden hatten. Die Änderungen im Betriebsablauf, die die Stadtwerke daraufhin eingeführt haben, haben Erfolg gezeigt: Die Wasserwerte waren seither wie auch in den ersten zwei Monaten der Saison einwandfrei und es gab kein weiteres Badeverbot.
 
Insgesamt schaut Stadtwerke-Leiter Florian Müller auf eine erfolgreiche Saison zurück: „Das Naturbad ist nach wie vor angesagt und die Besucherzahlen steigen kontinuierlich“. Ein Sommer mit solchen Temperaturrekorden wie 2018 ist auch für das Bäder-Team eine Herausforderung. „Die Saison war anstrengend für uns. Ich bedanke mich herzlich bei allen, die den Sommer über geschwitzt haben, damit die Badegäste das kühle Nass genießen können. Das gilt neben dem Bäder-Team ausdrücklich auch für die tollen Helfer von der DLRG, ohne die kein Freibadsommer denkbar wäre.“
 
Nach dem Wochenende schließt das Naturfreibad seine Pforten und öffnet wieder im Mai 2019 für die Badegäste. Voraussichtlich wird die neue Öffnungszeiten-Regelung mit Sonderzeiten für Reinigungsarbeiten am Morgen beibehalten. „Das trägt zur Stabilisierung des Systems bei“, erklärt Müller.

Im Klosterhof wird wieder getrommelt


Die Begeisterung am Cajonspielen hält an. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des vergangenen Kurses legten großen Wert darauf, dass dieses Angebot weitergeführt wird. Dem kommt das Team Beteiligung und Engagement gerne nach und bietet weitere Termine ab 18. September an.
 
Mitarbeiterin Manuela Epting freut sich über diese Rückmeldung: „Es ist immer eine ganz besondere Stimmung im Haus, wenn der Cajon-Workshop stattfindet, dieses Angebot kann gerne weiterlaufen.“
 
Die Workshop-Reihe findet in der Regel dienstagabends von 18 bis 20 Uhr statt. Die Termine sind 18. September, 9. und 23. Oktober, 13. November und 4. Dezember. Ein Sondertermin am Samstag, 6. Oktober von 14 bis 19 Uhr ist vorgesehen.
 
Die Reihe kann komplett besucht werden, man kann aber auch nur an einzelnen Terminen teilnehmen. Das Angebot ist kostenfrei.  Alle sind eingeladen: alte und junge Menschen, Menschen aus verschiedenen Kulturen, Menschen mit und ohne Handicap – Vorkenntnisse im Trommeln sind nicht erforderlich.
 
Trommelexperte Ben Breitling freut sich ebenfalls auf die neue Runde: „Inzwischen haben wir eine feste Kerngruppe, die jeden Neuinteressierten einfach mitnimmt. So macht das gemeinsame Trommeln richtig Spaß!“
 
Rückfragen beantwortet das Team Beteiligung und Engagement, Manuela Epting, Tel: 07032 201 89 71, E-Mail: m.epting@herrenberg.de.

Karrierestart bei der Stadt Herrenberg


PM268: Neue Azubis bei der Stadt

17 junge Menschen haben am 1. September ihre Ausbildung bei der Stadtverwaltung, den Kindertageseinrichtungen, den Bädern sowie im Herrenberger Stadtwald begonnen. Am ersten Tag der Ausbildung wurden die Azubis, wie in den letzten Jahren, von OB Thomas Sprißler begrüßt und konnten sich beim anschließenden Stehempfang untereinander bekannt machen.

 
Im Rahmen der Einführungswoche begrüßte Oberbürgermeister Thomas Sprißler die neuen Auszubildenden persönlich. „Es wird eine sehr, sehr bunte Zeit werden“, betonte Sprißler vor den neuen Auszubildenden. Er ermutigte sie, während der Ausbildung Dinge zu hinterfragen: „Denn jeder von uns lernt Tag für Tag neu dazu.“ Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter sei ein Zahnrad im großen Unternehmen Stadt Herrenberg. Damit dieses funktioniert, müssten die Zahnräder sauber ineinander greifen. Künftig werden auch die jungen Nachwuchskräfte Teil dieses Unternehmens sein und können so das positive Außenbild der Stadt mitgestalten. „Ihr seid das Aushängeschild der Stadtverwaltung Herrenberg“, so Sprißler. Das Stadtoberhaupt wünschte den Neulingen für die bevorstehende, spannende und lehrreiche Zeit alles Gute, viel Erfolg und Freude an der Sache.
 
Clivia Schuker, Mitarbeiterin im Personalwesen, hieß die neuen Auszubildenden ebenso willkommen und ermutigte die jungen Leute, möglichst viel Praxiswissen von ihren Ausbildungsbeauftragten mitzunehmen. „Die Ausbildungszeit ist eine Zeit, an die Sie sich noch ganz lange zurückerinnern werden“, berichtete sie aus ihrer eigenen Erfahrung. Stefanie Widmann, Personalratsvorsitzende, begrüßte die neuen jungen Mitarbeitenden gemeinsam mit den Vertreterinnen der Jugend- und Auszubildendenvertretung, Tanja Tropsch und Leonie Wagner. Auch sie freuten sich über den zahlreichen Nachwuchs und boten ihre Hilfe an, falls es irgendwo einmal „klemmen“ sollte.

Einführungswoche

Wie auch in den letzten Jahren, haben die jungen Erwachsenen ihre Ausbildung bei der Stadt Herrenberg mit einer Einführungswoche begonnen. Diese wurde von den Azubis des 2. Ausbildungsjahres organisiert. Die neuen Auszubildenden besuchten in dieser Woche spezielle Schulungen: zum Beispiel eine Fortbildung zu einzelnen EDV-Programmen, eine Knigge-Schulung sowie eine ausführliche Information zum Thema Projektmanagement. Ein weiteres Highlight war der gemeinsame Kochkurs, bei dem sich die neuen Azubis kennenlernen und als Team finden konnten. Zusätzlich organisierten die Auszubildenden aus dem 2. Jahr eine Stadtführung. Eine Besichtigung des Glockenmuseums sowie Besuche in städtischen Einrichtungen wie etwa der Stadtbibliothek, der Volkshochschule, beim Bürgerschaftlichen Engagement und im Hallenbad standen ebenfalls auf dem Programm.

Die neuen städtischen Azubis

In den Kindertageseinrichtungen Herrenbergs absolvieren Ann-Kathrin Millich, Carolin Wölfle, Shabnam Shafati, Anna-Maria Beck und Julian Hörer ihr Berufspraktikum. Ihre Praxisintegrierte Ausbildung zur  Erzieherin starteten in diesem Jahr: Julia Schäfer, Anna Stucke, Elena Miller, Samanta Cretnik und Micaela Steinwand. Das Einführungspraktikum für den Studiengang „Public Management“ absolvieren Alexander Wannenmacher und  Robin Lutz. Die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten starten Laura Huber, Tina Funk und Linda Klein. Linus Weidner beginnt eine Ausbildung zum Forstwirt und Dimitrios Stotoglou die Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe.

Ideen für Seestraße und Schick-Platz


Perspektive Stadtboulevard mit Seele

Wie verändern sich künftig die Seestraße und der Reinhold-Schick-Platz? Wie funktioniert die Verbindung zwischen der Altstadt und dem neu entstehenden Seeländer-Areal? Wie kommen die Fußgänger besser über die Bundesstraße, die mitten durch die Innenstadt führt? Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, hat die Stadt einen Wettbewerb ausgelobt, dessen Ergebnis jetzt feststeht. Ab Donnerstag, 13. September sind die Arbeiten in der Stadtbibliothek zu sehen.

 
Zehn Büros waren für den Wettbewerb zugelassen und haben ihre Planung abgegeben. Für die Seestraße mit ihrer unmittelbaren Umgebung waren konkrete Realisierungsvorschläge gefordert, für den Bereich Reinhold-Schick-Platz und Umgebung sollten ergänzende Ideen als Ausblick für künftige Weiterentwicklungen eingereicht werden. Das Rennen machte der Entwurf des Büros Stefan Fromm Landschaftsarchitekten aus Dettenhausen in Zusammenarbeit mit Wick und Partner Architekten Stadtplaner aus Stuttgart. Der Entwurf überzeugte mit seiner Leitidee, die neue Verbindung zwischen Altstadt und Seeländer durch einen neuen Stadtbodenbelag und Trittsteine zu gestalten. Die Gliederung des Raums übernehmen Pavillons, in denen sich Cafés, Informations- und Mobilitätspukte wiederfinden können. Kernelement der Freiraumgestaltung ist neben dem einheitlichen Bodenbelag und einer lockeren Baumpflanzung der großzügige Wasserspiegel im Bereich des Seelesplatz.
 
Die Seestraße ist ein wichtiges Bindeglied zwischen der historischen Altstadt und den neuen Entwicklungsflächen am nördlichen Altstadtrand. Mit täglich rund 18.000 Autos und Lastwagen trennt die Straße die Bereiche. „Wir haben jetzt gute Pläne vorliegen, wie wir einen attraktiven Übergang schaffen, um vom Seeländer zum Marktplatz zu kommen und den ganzen Bereich für Fußgänger und Radfahrer attraktiver machen zu können“, betont Oberbürgermeister Thomas Sprißler.
 
„Wir sehen hier in einem ersten ganz konkreten Beispiel was es heißt, Verkehr und Stadtraum neu zu denken. Der öffentliche Raum bekommt hier einen ganz neuen Stellenwert. Die Seestraße ist nicht nur eine Straße, sondern wird zum öffentlichen Raum für alle, den wir uns vom Auto zurückerobern und so gestalten, dass man sich dort gerne aufhält. Auf Basis des Wettbewerbsergebnisses können wir ein neues Altstadt-Erlebnis ermöglichen und mit der Verbindung zum Seeländer-Platz das neue Areal zum Bestandteil der „guten Stube“ Herrenbergs machen und einen wertvollen Beitrag zur Belebung der Innenstadt leisten“, betont der Erste Bürgermeister Tobias Meigel.
 
Das Preisgericht, bestehend aus externen renommierten Fachleuten, sachkundigen Mitarbeitern der Verwaltung und Mitgliedern des Gemeinderats hat den Siegerentwurf insgesamt als sehr angemessenen Vorschlag mit frischen Ideen und den richtigen Antworten auf die schwierige Fragestellung positiv hervorgehoben. Der Vorsitzende des Preisgerichts Axel Lohrer lobt die Gestaltung der Wettbewerbssieger als „überraschend andere Interpretation des Raums ohne das Gefühl einer trennenden Straße. Es ist ein Entwurf, der Verbindung und Brücken schafft, und dabei Charme und Aufenthaltsqualität nicht vergisst.“
 
An den Wettbewerb schließt sich ein Verhandlungsverfahren zwischen dem Wettbewerbssieger und der Stadt an. Im November soll der Gemeinderat bereits eine Entscheidung zum Wettbewerbsergebnis treffen und damit die konkrete Planung und Vorbereitung der Baustelle einleiten. Die Seestraße soll anschließend in voraussichtlich drei Abschnitten ab Sommer 2019 umgebaut werden. Die Seestraße liegt im Sanierungsgebiet „Stadtentwicklung III“, daher werden die Planungs- und Wettbewerbskosten in Höhe von rund 150.000 Euro vom Land gefördert. Die Umgestaltung der Seestraße erfolgt parallel zur Bebauung des Seeländer-Areals. Die Stadtverwaltung koordiniert die Bauarbeiten in enger Abstimmung mit der Geiger GmbH, die in Kürze mit dem Bau des Seeländer-Komplexes beginnt, in dem Einzelhandelsgeschäfte, Wohnungen, Büros, das technische Rathaus und eine Kita unterkommen.
 
Eine wichtige Voraussetzung für die veränderte Verkehrsführung entlang der Seestraße ist die Reduktion der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der Bundesstraße. Hierzu fanden im Vorfeld Gespräche zwischen der Stadt und den zuständigen Behörden statt. Im Zusammenhang mit dem Modellprojekt „Stadtluft verbessern“ soll die Geschwindigkeit dynamisch auf Werte zwischen 20 und 40 km/h gedrosselt werden, was einerseits den Verkehrsfluss und damit die Luftqualität verbessern soll und andererseits das Überqueren der Straße in der Verbindungsachse Altstadt-Seeländer erleichtern.

 Ausstellung in Stabi

Wer sich selbst ein Bild von den eingereichten Entwürfen machen will, kann dies vom 13. September bis zum 6. Oktober 2018 im Foyer der Herrenberger Stadtbibliothek tun. Die Ausstellung ist zu den gewohnten Öffnungszeiten zu sehen. Die Eröffnung mit dem Ersten Bürgermeister Tobias Meigel findet am Donnerstag, 13. September, um 19 Uhr statt. Dazu sind Gäste herzlich willkommen.

Platz für große Fahrzeuge machen


Nachdem es insbesondere in Kayh und Mönchberg diesen Sommer bereits erhebliche Probleme und Beschwerden gegeben hat, bittet die Stadtverwaltung Herrenberg alle Anlieger von Feldwegen, aber auch von Straßen und Gehwegen, ihre Bäume und Sträucher so zurückzuschneiden, dass die Wege und Straßen ungehindert genutzt werden können.
 
Dass Straßen und Wege seitlich von Hindernissen – und dazu kann auch Bewuchs von Bäumen oder Sträuchern gehören - freigehalten werden müssen, leuchtet jedem ein. „Offenbar ist aber nicht allen klar, dass auch über den Straßen und Feldwegen das sogenannte Licht-raumprofil über der Fahrbahn freigehalten werden muss“, erklärt Dieter Bäuerle, Leiter des Ordnungs- und Standesamts. Das Lichtraumprofil beträgt 4,50 Meter lichter Höhe über Straßen und Feldwegen. Dieser Platz ist nötig, damit auch größere land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge auf den Feldwegen fahren können, ohne dass dabei die Fahrzeuge oder Anhänger beschädigt werden. Auf den Straßen muss natürlich auch gewährleistet sein, dass die Müllabfuhr und in Notfällen die Rettungskräfte ungehindert fahren können.
Über Gehwegen beträgt das Lichtraumprofil 2,30 Meter, über Radwegen 2,50 Meter. Das heißt, dass der Luftraum über diesen Wegen bis auf diese Höhen von Bewuchs freigehalten werden muss. Durch den starken Obstbehang an vielen Bäumen in diesem Jahr hängen die Äste häufig tiefer als sonst und es kann besonders zu Beeinträchtigungen kommen. „Hier kann es auch schon helfen, diese herunterhängenden Äste als erste abzuernten“, schlägt Bäuerle vor.
 
„Alle Eigentümer und Besitzer – das sind Pächter oder Mieter - von Grundstücken, die an öffentliche Verkehrsflächen, gerade auch an Feldwege, angrenzen, haben Bäume, Hecken, Sträucher und sonstigen Bewuchs so anzupflanzen und zu pflegen, dass die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs nicht beeinträchtig wird“, erklärt Bäuerle weiter. Somit sind die Grundstückseigentümer und auch die Besitzer der Grundstücke insoweit auch verkehrssicherungspflichtig. Das bedeutet, dass sie für Unfälle und Schäden, die durch den Überwuchs ihrer Bäume, Hecken oder Sträucher entstanden sind, haften und damit auch schadensersatzpflichtig sind. „Es liegt deshalb im allseitigen Interesse, dass das notwendige Lichtraumprofil von 4,50 Metern Höhe über der Fahrbahn und Feldwegen; von 2,30 Metern über Gehwegen und von 2,50 Metern über Radwegen freigehalten und die Anpflanzungen bei Bedarf zurückgeschnitten werden“, fasst Bäuerle zusammen.
 
Die Stadtverwaltung bittet deshalb, die Bäume und Sträucher entlang der Straßen und Wege hinsichtlich des Lichtraumprofils zu kontrollieren und wenn notwendig, das Lichtraumprofil wiederherzustellen.

Textilien, Gesang, Ausstellung


Das nächste Vernetzungsangebot im Klosterhof findet am Donnerstag, 20. September, ab 18 Uhr statt. Zu Gast sind die Schloßbergquilterinnen und der Liederkranz Herrenberg. 
 
Bei dem zwanglosen Treff präsentieren sich dieses Mal die Herrenberger Schloßbergquilterinnen mit ihrer künstlerischen Gestaltung von Textilien. Weiter informieren die Damen über ihr aktuelles Ausstellungsprojekt. Als weitere Gruppe des Abends stellt der Liederkranz Herrenberg sein vielseitiges musikalisches Angebot vor und lädt zu seinem neuen Projektchor „Klangzeit“ ein.
 
Im zweiten Teil des Abends wird die vierte Ausstellung im Klosterhof eröffnet. Dieses  Mal weisen Fotos der Langen Nacht der Kulturen 2016 auf die nächste Lange Nacht der Kulturen in Herrenberg am Samstag, 6. Oktober 2018 hin. Im Klosterhof sind unter dem Titel „#4 Erinnerungen - LaKuNa 2016“ Fotos zu sehen, die Vertreterinnen und Vertreter aus Bürgergruppen gemacht haben. Parallel dazu werden in der Stadtbibliothek Fotos von Wolfgang Schmidt gezeigt, der die LaKuNa 2016 dokumentiert hat.

Traumberuf gefunden? (Folge 6 von 6)


PM266: Ausbildungsserie Teil 6
Wirtschaftsförderer Ralf Heinzelmann (links) im Gespräch mit Maximilian Schöllkopf, DHBW-Student. 

Die Schule ist beendet, der Abschluss ist geschafft, aber was kommt danach? Berufe mit Zukunftsperspektive gibt es bei der Stadtverwaltung Herrenberg. In sechs Folgen werden mögliche Ausbildungen und Studiengänge vorgestellt.
 
In der vergangenen Woche informierte Praktikantin Deanna Scheufler über ihr Praktikum im Rahmen des Studiums Public Management (gehobener Verwaltungsdienst).

Zum Abschluss der Serie berichten Jana Scharf (Soziale Arbeit) und Maximilian Schöllkopf (BWL-Wirtschaftsförderung) über ihr jeweiliges Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Das Interview führte Sascha Ruser, der im Rahmen seines Studiums Public Management beim Personalwesen der Stadt Herrenberg ein Vertiefungspraktikum macht.

Was waren Eure Gründe für das Studium?

Jana Scharf:

Ich wollte schon immer in die soziale Richtung gehen und weiß jetzt nach knapp drei Jahren, dass es das perfekte Studium für mich ist. Verknüpft mit der Möglichkeit praktische Erfahrung sammeln zu können, ist man schon als Berufsanfänger breit aufgestellt. Denn in der Sozialen Arbeit werden Berufserfahrungen meistens vorausgesetzt. Und die Tatsache, dass man neben dem Studium Geld verdienen kann, macht diese Ausbildungsmöglichkeit  zusätzlich attraktiv.

Maximilian Schöllkopf:

Für mich bietet die Verknüpfung von Theorie und Praxis beim Dualen Studium einen sehr guten Einstieg in das Arbeitsleben. Außerdem finde ich es spannend, dass man bei der Wirtschaftsförderung als Schnittstelle zwischen freier Wirtschaft und Verwaltung fungiert. Zudem ist das Aufgabenfeld sehr weit gestreut.

Wieso habt Ihr Euch für die Stadt Herrenberg entschieden?

Jana Scharf:

Die Stadt Herrenberg hat das duale Studium der Sozialen Arbeit angeboten. Vorher wusste ich nicht, dass es überhaupt ein soziales duales Studium gibt. Deswegen habe ich nicht gezögert, sondern mich direkt beworben. Über die Zusage habe ich mich sehr gefreut. Die Stadt Herrenberg hat mir mit dem Team Beteiligung & Engagement einen optimalen Ausbildungsrahmen geschaffen: Vertrauen, Offenheit, Förderung und Teamwork.

Maximilian Schöllkopf:

Für die Stadt Herrenberg habe ich mich entschieden, weil ich mich mit Herrenberg identifiziere. Das liegt daran, dass ich in Herrenberg geboren bin, bis zum 10. Schuljahr in Herrenberg das Schickhardt-Gymnasium besucht habe und beim Verein SG H2KU Herrenberg sowohl Handballspieler als auch –trainer aktiv bin.

Was sollte man für dieses Studium mitbringen?

Jana Scharf:

Wichtig ist vor allem ein offenes und freundliches Auftreten. Die Freude an der Arbeit mit Menschen und die Bereitschaft, auch einmal eine härtere Nuss zu knacken. Mit etwas Kreativität und Organisationstalent macht die Arbeit richtig Spaß.

Maximilian Schöllkopf:

Man sollte Grundkenntnisse der Betriebswirtschaft mitbringen, offen auf Menschen zugehen können und sich schnell in neue Aufgaben einarbeiten können.

Mit was beschäftigt Ihr Euch täglich in Eurem Arbeitsalltag? Was sind Eure Aufgaben?

Jana Scharf:

Ich berate Menschen aus Herrenberg in allen Fragen rund um bürgerschaftliches Engagement: zum Beispiel,  wenn jemand nach einem Engagement sucht oder konkrete Fragen zu seinem Ehrenamt hat. Darüber hinaus unterstütze ich bei der Organisation städtischer Ehrungen. Diese sind dazu da, das geleistete Engagement wertzuschätzen. Dies ist für den Erhalt und die Weiterführung des Engagements sehr wichtig. In Abstimmung mit meinen Kolleginnen begleite und berate ich verschiedene Projekte.

Maximilian Schöllkopf:

Diese Frage ist für mich schwer zu beantworten, da die Aufgaben bei mir sehr vielfältig sind: Gewerbeansiedlung, (Stadt-)Marketing oder kulturelle Veranstaltungen. Auch Messeauftritte gehören dazu. Weitere Themen sind Flächenentwicklung und Fachkräftebindung sowie –gewinnung. Auch die Nachfolgeregelung bei Unternehmen gehört zu den Aufgaben.

Was macht Euch am meisten Spaß?

Jana Scharf:

In unserem Büro im offenen Bürgerhaus Klosterhof können die Menschen ohne Termin einfach vorbeischauen. So entstehen viele Tür-und-Angel-Gespräche mit bekannten, aber auch neuen Menschen. Durch die Gespräche erfahre ich, welche Themen die Bürgerinnen und Bürger von Herrenberg derzeit bewegen. Davon profitiere ich als angehende Sozialarbeiterin sehr. Die täglichen Kontakte zu den Menschen in Herrenberg machen mir am meisten Spaß.

Maximilian Schöllkopf:

Am meisten Spaß macht es mir, aktiv dazu beizutragen, dass die Unternehmen in Herrenberg gefördert werden. Das betrifft sowohl Neuansiedlungen als auch Bestandserweiterungen und -pflege.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Jana Scharf:

In der Sozialen Arbeit kann man an ganz unterschiedlichen Orten arbeiten: beispielsweise im Jugendamt, in Kindertageseinrichtungen, in Beratungszentren, in Psychiatrien, in Behinderteneinrichtungen, in der Justiz, in Jugendhäusern, im Jobcenter, bei Krankenkassen und sogar in der Wirtschaft werden Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter benötigt. Es gibt verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten durch Weiterbildungen.

Maximilian Schöllkopf:

Mit Berufserfahrung sind verschiedene Leitungspositionen bei Städten, Kreisen oder auch Verbänden möglich.

Steckbriefe:

Name: Jana Scharf

Alter:  23 Jahre
Schulabschluss: Abitur
Ausbildung: Studium Soziale Arbeit an der Dualen  Hochschule Baden-Württemberg

Name: Maximilian Schöllkopf

Alter: 22 Jahre
Schulabschluss: Abitur
Ausbildung: Studium BWL-Wirtschaftsförderung an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg

Durch die Altstadt bis zur Stiftskirche


Eine Stadtführung durch die Altstadt und zu Herrenbergs Wahrzeichen, der Stiftskirche, findet am Sonntag, 16. September, statt. Treffpunkt mit Gästeführer Stanislav Alexander ist um 15 Uhr am Brunnen, Marktplatz. Mit auf dem Programm steht auch ein Besuch im Glockenmuseum im Turm der Stiftskirche. Hierfür fällt für Personen über 14 Jahren ein Eintritt in Höhe von 1,50 Euro an. Die Führung selbst ist ein kostenloses Angebot der Stadt Herrenberg.

Einblicke in St. Antonius-Kirche und den Fruchtkasten


Der Tag des offenen Denkmals ist jedes Jahr die wohl größte Kulturveranstaltung in Deutschland – so zu lesen auf der Homepage der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. In Herrenberg finden am Sonntag, 9. September, kostenlose Führungen in der katholischen Kirche St. Antonius in Kuppingen und im Fruchtkasten statt.
 
Der diesjährige Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, steht unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“. Das Motto zeigt, wie Denkmale Brücken zwischen Materialen und Techniken, aber auch zwischen Kulturen und Menschen schlagen können. Eine Entdeckungsreise durch die katholische St. Antonius Kirche in Kuppingen bietet Horst F. Sehorsch an. „Über 30 Kunstwerke gilt es kennenzulernen, für eine so kleine Kirche ungewöhnlich“, stellt Sehorsch fest. Bei seiner Führung möchte er das Motto „Entdecken, was uns verbindet“ in Beziehung zu den Kunstwerken in der Kirche setzen. Los geht es um 15 Uhr, Treffpunkt ist vor der Kirche, Raiffeisenstraße 10.
 
Wer den Fruchtkasten von „Oben bis unten“ kennenlernen möchte, ist zu einer Führung mit Siegfried Großmann eingeladen. Der ehemalige Stiftsfruchtkasten gehört zu den markantesten Gebäuden in Herrenberg. Das Gebäude wurde 1683/84 errichtet. Sein Fachwerk ist reich an Ornamenten. Der Fruchtkasten beherbergt eine stadtgeschichtliche Ausstellung. So wird die Stadtgründung im 13. Jahrhundert beleuchtet, ferner die Blütezeit als württembergische Amtsstadt seit 1382, die Turbulenzen während des Dreißigjährigen Krieges sowie der Wandel der Lebensverhältnisse während des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus informiert die Ausstellung über bedeutende Persönlichkeiten, die mit Herrenberg in Verbindung stehen, darunter Heinrich Schickhardt (1558-1635), herzoglicher Baumeister in Württemberg, sein Neffe Wilhelm Schickhardt (1592-1635), der durch die Erfindung der Rechenmaschine 1623 berühmt wurde und der evangelische Theologe und Dichter Johann Valentin Andreae (1586-1654). Start der Führung ist um 15 Uhr, Treffpunkt ist im Fruchtkasten, Tübinger Straße 30.

Ideen für Seestraße und Schick-Platz


Für die Umgestaltung der Seestraße und Ideen zur Veränderung des Reinhold-Schick-Platzes hat die Stadt Herrenberg einen Gestaltungswettbewerb ausgelobt. Zehn Planungsbüros wurden aufgefordert, ihre Arbeiten abzugeben. Das Preisgericht wird am 10. September den Siegerentwurf ermitteln und im Anschluss bekannt geben.

Im Preisgericht sitzen externe Fachleute, Mitarbeiter der Verwaltung sowie Mitglieder des Gemeinderats. Im Anschluss werden die Entwürfe ab Donnerstag, 13. September, in der Herrenberger Stadtbibliothek, Tübinger Straße 36, zu sehen sein. Erster Bürgermeister Tobias Meigel eröffnet die Ausstellung am 13. September um 19 Uhr. Bis Samstag, 6. Oktober, sind die Werke zu den Öffnungszeiten der Stadtbibliothek zu sehen.

Baustart für die neuen Wohnmobilstellplätze am Naturfreibad


Einfach losfahren und schauen, wohin es einen treibt – diesen Urlaubstraum ermöglicht das Wohnmobil. Stellplätze für das Ferienhaus auf Rädern gibt es in Herrenberg künftig am Naturfreibad. Die Bauarbeiten haben jetzt begonnen.

Auf der Wiese im Längenholz gegenüber dem Naturfreibad werden zehn Wohnmobilstellplätze angelegt. Dazu wird  die Fläche zunächst gerodet, anschließend beginnen die Erdarbeiten, unter anderem die Verlegung von Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser und der Modellierung des Geländes. Danach werden heimische Bäume und Sträucher gepflanzt, die für Sichtschutz und Schatten sorgen werden.

Die neuen Stellplätze mit Blick auf die historische Altstadt und das Gutleuthaustal ersetzen die bisherigen Stellplätze auf dem Seeländer-Areal, wo demnächst die Bebauung beginnt. Der neue Stellplatz am Freibad hat die Form eines abgerundeten Dreiecks. In der Mitte entsteht eine asphaltierte Zufahrts- und Wendefläche. Auf den Plätzen stehen die Wohnmobile auf Schotterrasen und haben über Versorgungssäulen Anschluss an Strom, Wasser und Abwasser. Bis zum Freibad und dem Hallenbad mit seinen Sanitäranlagen sind es nur wenige Meter zu Fuß, auch die Altstadt ist fußläufig bequem zu erreichen. Im südlichen Bereich des Platzes entsteht eine Sitzfläche, von der ein Fußweg direkt zum Naturfreibad führt.

Wenn alles nach Plan läuft, sind die Bauarbeiten Ende Oktober abgeschlossen. Die Kosten für die neue Anlage belaufen sich auf rund 185.000 Euro, der Verband Region Stuttgart fördert das Projekt mit 34.000 Euro.

Bauarbeiten für die neuen Wohnmobilstellplätze am Naturfreibad im September 2018

Erweiterung der Kita in Kayh


In Kayh werden die dringend benötigten zusätzlichen Kinderbetreuungsplätze geschaffen. Bis der Neubau der zweigruppigen Ganztags-Kita steht, findet die Betreuung einer zusätzlichen Gruppe in einem Interims-Gebäude statt, das in der kommenden Woche aufgebaut wird.
 
Die Container dafür werden am Montag, 10. September an der Mirabellenstraße angeliefert und aufgebaut. Dabei kann es im Bereich der Baustelle sowie auf den Zufahrtsstraßen Mönchbergerstraße, Grafenbergstraße und Rosengartenstraße in der Zeit zwischen 6.30  und 18 Uhr zu Verkehrsbehinderungen kommen. Die Stadtverwaltung bittet darum, diese Bereiche möglichst zu umfahren. Alle Eltern werden gebeten, an diesem Tag, die Kindergarten- und Schulkinder nicht mit dem Auto zu bringen.
 
Ab 15. Oktober beginnt in Kayh kurzfristig die Betreuung von weiteren 15 Kindern im Alter zwischen 0 und 6 Jahren in dem Interimsgebäude. Bislang gab es in Kayh eine Kita mit drei Gruppen für insgesamt 60 Kinder. Künftig kommt die neue zweigruppe Ganztageskita dazu, um dem gestiegenen Bedarf gerecht zu werden.

Spendenlauf macht Station in Herrenberg


Der Lions Club aus Poznan in Polen organisiert einen „Freedom Charity Run“. Die Route führt über 12 Tage und 1049 km durch 4 Länder und soll neben der Erinnerung an das Ende des Erstens Weltkriegs vor 100 Jahren einem guten Zweck dienen. Am 10. September wird die Gruppe um 17 Uhr zum Etappeneinlauf auf dem Herrenberger Marktplatz erwartet und von Wirtschaftsförderer Ralf Heinzelmann im Namen der Stadt begrüßt.
 
Die Stadtkasse Herrenberg unterstützt die Aktion zugunsten von Flüchtlingskindern im Libanon und der medizinischen Unterstützung eines polnischen Mädchens und wickelt die Spendeneinnahme ab.
 
Die Läufer sind am 1. September in Poznan gestartet und steuern unter anderem Prag und Nürnberg an, bevor sie am 10. September um 17.00 Uhr nach einer 109 km-Tagesetappe in Herrenberg auf dem Marktplatz eintreffen. Von dort geht es am nächsten Tag weiter nach Kehl, um am letzten Tag vor dem Europa-Parlament in Straßburg einzutreffen. Prominente Unterstützer sind neben vielen anderen Lech Walesa, der ehemalige Präsident Polens, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Präsident des Europäischen Parlaments Antonio Tajani.
 
Zu den Unterstützern in Herrenberg gehört auch der örtliche Lions-Club. Die Organisatoren des Laufs möchten möglichst viele Besucherinnen und Besucher beim Zieleinlauf begrüßen. Sportliche Naturen können sich auch gerne an den 1 km/5km/10 km Punkten zu den Läufern dazugesellen und mit diesen dann auf dem Marktplatz einlaufen.
 
Wer die Aktion unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto bei der Stadt Herrenberg spenden:
 
Kontoinhaber Stadt Herrenberg
IBAN:    DE25603501300001001321          
BIC:   BBKRDE6BXXX
Verwendungszweck: Spende Freedom Charity Run – Lions Club
 
Mit der einen Hälfte des Geldes, das während dieses Laufs gesammelt wird, wird in diesem Jahr syrischen Flüchtlingskindern in einem Camp im Libanon geholfen. Die andere Hälfte wird für die medizinische Versorgung eines kleinen polnischen Mädchens eingesetzt, das eine Fehlbildung am Bein hat.
 
Es wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die Stadt Herrenberg nicht der Zuwendungsempfänger ist und auch keine Spendenbescheinigung ausgestellt werden kann.
 
Bei Fragen stehen Herr Jochen M. Schmidt vom örtlichen Lions Club unter Telefon 0177 196 81 71 oder Herr Ralf Heinzelmann von der Stadt Herrenberg unter Telefon 07032 924227 gerne zur Verfügung.

Ein Dorf – viele Talente


Am 7. und 8. September findet in Haslach die zweite Dorfkultour statt. Start ist am Freitagabend mit einer Kinonacht auf dem Platz hinter dem Rathaus in Haslach. Gezeigt wird der Film „Ein Dorf sieht Schwarz“ von Julien Rambaldi. Filmstart ist um 20 Uhr, der Eintritt kostet fünf Euro.
 
Am Samstag gibt es ab 11 Uhr ein buntes Programm. Organisiert wird die Aktion von Engagierten aus Haslach und dem Ortschaftsrat, die gemeinsam gut 20 Programmpunkte zusammengestellt haben. Im Rahmen des stadtteilverbindenden Festivals zeigt Haslach seine zahlreichen Talente. Ein Kulturtag mit bildenden Künstlern, Comedy, Kabarett, sowie Musikern, die in Haslach leben, dort gewohnt haben oder sonst einen Bezug zum Dorf haben.
 
Die Vielfalt der einzelnen Stationen, die im Dorf verteilt sind, zeigt die große Bandbreite der Talente und deren Angebote. Das detaillierte Programm ist unter www.dorfkultour-haslach.de zu finden. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Im Vordergrund steht an diesem Tag die Begegnung und der Austausch unter den Haslachern selbst genauso wie mit Gästen aus anderen Stadtteilen oder gar von weiter her.
 
Mit dieser couragierten Stadtteilaktion unterstützt Haslach das Mutgeschichten-Festival (www.mutgeschichten-herrenberg.de), das sich für Zusammenhalt zwischen den Gemeinden und für Zivilcourage stark macht. Es wird mit Mitteln der Partnerschaft für Demokratie Herrenberg unterstützt. Sie ist Teil des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.

Traumberuf gefunden? (Folge 5 von 6)


Die Schule ist beendet, der Abschluss ist geschafft, aber was kommt danach? Berufe mit Zukunftsperspektive gibt es bei der Stadtverwaltung Herrenberg. In sechs Folgen werden mögliche Ausbildungen und Studiengänge vorgestellt.
 
In der vergangenen Woche informierte die ehemalige Auszubildende Anika Schwenk über ihre Praxisintegrierte Ausbildung (PIA) zur Erzieherin. In dieser Woche berichtet Praktikantin Deanna Scheufler über ihr Studium Public Management – gehobener Verwaltungsdienst. Bewerbungsschluss für das Einführungspraktikum im Rahmen des Studiums ist am 28. September 2018. Parallel muss bis zum 1. Oktober 2018 eine Zulassung bei der zuständigen Hochschule beantragt werden. Das Interview führte Sascha Ruser, der im Rahmen seines Studiums Public Management beim Personalwesen der Stadt Herrenberg ein Vertiefungspraktikum macht.

Was waren Deine Gründe für das Studium Public Management – gehobener Verwaltungsdienst?

Aufgrund der Erfahrungen in der zuvor absolvierten Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten konnte ich mir schon ein grobes Bild über die Inhalte des Studiums machen. Dabei konnte ich sehen, wie vielfältig die Arbeit im öffentlichen Dienst sein kann. Mir war schnell klar, dass ich dort etwas Richtiges für mich finden werde. Mir gefiel auch die Idee, später in einer Stadt mitgestalten zu können.

Wieso hast Du Dich für die Stadt Herrenberg entschieden?

Ich habe mich für die Stadt Herrenberg entschieden, weil mir die Ausschreibung der Praktikumsstelle beim Team Beteiligung und Engagement zugesagt hat. Während des Studiums hat mich das Thema Bürgerbeteiligung schon sehr interessiert. Es ist zudem ein Thema, das noch nicht in jeder Stadt ausgereift ist und das viel Neues mit sich bringt - es ist eben kein ganz typisches Verwaltungsgeschäft.

Was sollte man für dieses Studium mitbringen?

Man muss offen sein für verschiedene Aufgaben- und Themenbereiche. Das heißt auch, die Fähigkeit zu besitzen, sich schnell in fremde Arbeitsgebiete einzuarbeiten und diese dann auch zu verstehen.

Mit was beschäftigst Du Dich täglich in Deinem Arbeitsalltag? Was sind Deine Aufgaben?

In meinem Praktikum habe ich viel mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern und der Organisation von Veranstaltungen zu tun. Es gibt häufigen Bürgerkontakt, da das Büro im Klosterhof direkt in der Innenstadt liegt. Der Klosterhof ist in Herrenberg erste Anlaufstelle bei Fragen rund um Bürgerbeteiligung. Zu meinen Aufgaben zählt auch, den Pressespiegel aktuell zu halten und dafür zu sorgen, dass im Klosterhof alles vorhanden ist, was gebraucht wird: von Büromaterial bestellen, über Verpflegung besorgen bis zur Sicherstellung, dass in der Küche immer frische Handtücher ausliegen. Ich lerne, die richtige Balance zwischen einem Großprojekt, den täglichen Aufgaben und unerwarteten Angelegenheiten zu finden.

Was macht Dir am meisten Spaß?

Viel Spaß macht mir die Organisation von Veranstaltungen wie etwa das Dankeschönfest für Ehrenamtliche auf dem Schlossberg. Besonders toll dabei ist, dass meine Arbeit von den Kolleginnen und Kollegen, aber auch von den Bürgerinnen und Bürgern wertgeschätzt wird und sich viele bedanken. Hier habe ich den gesamten Ablauf von der Vorbereitung, der heißen Phase, der Durchführung und der Nacharbeit mitbekommen. Es war schön, dass alles während meiner Praktikumszeit stattgefunden hat.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Nach dem Studium besteht die Möglichkeit, einen Master in Public Management zu machen. Dafür muss man aber zunächst zwei Jahre Berufserfahrung sammeln. Es werden aber auch oft Führungsentwicklungsprogramme angeboten, die ich persönlich sehr interessant finde.

Wie sehen Deine Pläne nach dem Studium aus?

Ich werde mich vor allem im Staatsanzeiger und bei attraktiven Gemeinden über Stellenangebote informieren. Ich interessiere mich vor allem für Themen der Digitalisierung, Bürgerbeteiligung und der Stadtentwicklung.

Würdest Du das Studium weiterempfehlen?

Das Studium würde ich denjenigen empfehlen, die - wie ich - Stadtverwaltungen weiterentwickeln und zu besseren Dienstleistern machen möchten. Dies kann auf sehr vielfältige Art und Weise geschehen - im Bauamt, in der Kämmerei oder in Ämtern, die freiwillige Aufgaben, wie etwa Bürgerbeteiligung, übernehmen.

Steckbrief:

Name: Deanna Scheufler
Alter: 22 Jahre
Schulabschluss: Fachhochschulreife
Ausbildung: Public Management - gehobener Verwaltungsdienst

Mit Fackeln durch die Altstadt


Eine besondere Stadtführung findet am Samstag, 8. September, statt: Gästeführer Stanislav Alexander führt die Gruppe im Dunkeln durch die Gassen der Altstadt. Der Weg wird auch durch die mitgeführten Fackeln erleuchtet. Die Teilnehmer erhalten die Fackeln vom Gästeführer. Treffpunkt für dieses kostenlose Angebot ist um 20.30 Uhr beim Brunnen am Marktplatz.

Erinnerung an einen sehr produktiven Autor


Neun Jahre lebte Theobald Ziegler in Herrenberg. Er verstarb vor 100 Jahren, am 1. September 1918, auf einer seiner Vortragsreisen während des Ersten Weltkriegs. Das Stadtarchiv erinnert in einem Beitrag an den liberalen Theologen, dessen Leben auch im Herrenberger Stadtarchiv Spuren hinterlassen hat.
 
Geboren wurde Karl Reinhard Ludwig Theobald Ziegler am 9. Februar 1846 in Göppingen als Sohn des Pfarrers Dr. Ludwig Eduard Friedrich Ziegler und Catharine Friederike, geborene Fischer. Er kam nach Herrenberg, als sein Vater 1851 hier Dekan wurde. Hier besuchte er die deutsche und die lateinische Schule. Er verließ Herrenberg jedoch bereits 1860, um sich am Stuttgarter Gymnasium auf das Landexamen vorzubereiten. Dieses stellte die Voraussetzung für die Aufnahme in eines der evangelisch-theologischen Seminare dar, die in Württemberg Anfang des 19. Jahrhunderts aus den Klosterschulen hervorgegangen waren. Von 1864 bis 1868 studierte er in Tübingen zunächst Philosophie und dann Theologie und wohnte währenddessen im Evangelischen Stift. Sein Vater war 1864 als Herrenberger Dekan an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben.

Nach seiner Repetentenzeit in Tübingen war Theobald Ziegler von 1871 bis 1878 Lehrer an der höheren Stadtschule in Winterthur. In dieser Zeit veröffentlichte er auch erste politische Schriften. Darunter zum Beispiel im Jahr 1877 das Werk „Republik oder Monarchie? Schweiz oder Deutschland?“, in dem er im Geist eines nationalen Liberalismus die Monarchie befürwortete. 1882 wechselte er an das protestantische Gymnasium in Straßburg, wo er gleichzeitig Konrektor war, promovierte 1883, habilitierte sich 1884 und lehrte ab 1886 als ordentlicher Professor für Philosophie und Pädagogik an der Universität Straßburg. 1899/1900 war er sogar Rektor der Universität.

Seinen Ruhestand verbrachte er ab dem Jahr 1911 in Frankfurt am Main, wo er nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges am Wöhler-Gymnasium auf ehrenamtlicher Basis Deutsch, Geschichte und Latein unterrichtete. 1914 bis 1917 leitete er das Pädagogische Seminar des städtischen Realgymnasiums. Er war ein begeisterter Anhänger des Krieges und starb auf einer seiner Vortragsreisen an die Front am 1. September 1918 in einem Feldlazarett in Sierenz im Oberelsass an der Ruhr.

Theobald Ziegler war ein sehr produktiver Autor, der in der Bildung den Schlüssel zur Lösung der gesellschaftlichen Probleme sah. Zu seinen wichtigsten Werken sind „Die Ethik der Griechen und Römer“ ebenso zu zählen wie „Die Geschichte der christlichen Ethik“ oder sein am weitesten verbreitetes Buch „Die geistigen und sozialen Strömungen im 19. Jahrhundert“.

Theobald Ziegler war nur neun Jahre lang, zwischen seinem 5. und seinem 14. Lebensjahr, in Herrenberg. Dennoch hat sein Leben und auch das seiner Familie im Stadtarchiv Spuren hinterlassen. Zunächst einmal natürlich im Stifts- und Dekanatsarchiv, das als Depositum im Stadtarchiv verwahrt wird. Dort finden sich etwa mehrere Antworten des königlichen evangelischen Konsistoriums, der staatlichen Behörde in Stuttgart, die die Landeskirche leitete, auf Urlaubsgesuche seines Vaters. Das letzte datiert vom 28. Juli 1864, in welchem dem schwer erkrankten Dekan Urlaub auf unbestimmte Zeit bewilligt und die interimistische Besorgung des Dekanatamts durch den Entringer Pfarrer Ensslin festgelegt wurde (SDA Herrenberg, D 68 c3).

Aus einem weiteren Schreiben des Konsistoriums vom 7. Oktober 1864 geht hervor, dass die Witwe des Dekans und ihre Kinder noch ein Vierteljahr lang über die Bezüge des Vaters verfügen konnten. Dass der Dekan im Alter von  58 Jahren, fünf Monaten und 15 Tagen einer Krebserkrankung erlegen war, erfahren wir wiederum aus der Ausgabe des Gäuboten vom Samstag, 12. November 1864. Und wie für fast alle in Herrenberg verstorbenen Bürger lässt sich auch für den Dekan eine allerdings nur zwei Blatt umfassende so genannte Verlassenschaftsakte finden, aus der lediglich hervorgeht, dass die Eventualteilung bis zu einer etwaigen Wiederverheiratung der Witwe verschoben wurde.

Dafür findet sich eine so genannte Beibringensinventur von Theobald Ziegler vom August 1873, obwohl sich dieser zu dieser Zeit bereits als Gymnasiallehrer in Winterthur befand. Demnach brachte der Ehemann ein Vermögen von 1.798 Gulden und drei Kreuzern, seine Ehefrau Minna Ziegler, geborene von Binder, 2.297 Gulden und sechs Kreuzer mit in die Ehe. 450 Gulden des Zubringens Theobalds bestanden dabei aus Büchern, die leider nicht näher aufgelistet sind, während seine Frau Bücher in einem Wert von nur 12 Gulden mit in die Ehe brachte. Das Inventar wurde von Zieglers Schwiegervater, dem württembergischen Gymnasialprofessor und Landtagsabgeordneten Dr. Gustav von Binder, und seiner Ehefrau Sidonie unterschrieben und nach Winterthur übersandt.

„Diese Spurensuche macht deutlich, dass auch für nur kurz in Herrenberg ansässige Personen durchaus einige Information im Stadtarchiv zu Tage kommen können“, berichtet Stadtarchivarin Dr. Stefanie Albus-Kötz.
Möchten Sie Unterlagen, Briefe, Tagebücher, Fotos oder ähnliches abgeben? Oder haben Sie Fragen an das Stadtarchiv? Dann melden Sie sich gerne unter archiv@herrenberg.de oder 07032-954633-0 bei uns!

Von Glücksspiel bis Platzverweis


PM257: Dieter Bäuerle wird Amtsleiter
Der neue Leiter des Herrenberger Ordnungs- und Standesamts, Dieter Bäuerle, vor seiner Wirkungsstätte, dem Oberamt.

Ab 1. September ist Dieter Bäuerle Chef des Ordnungs- und Standesamts. Bereits im März 2018 hatte ihn der Gemeinderat einstimmig zum neuen Amtsleiter und zum Nachfolger von  Hans-Peter Rapp gewählt. Eine längere Einarbeitungszeit braucht Bäuerle sicher nicht: Seit 1982 war er als stellvertretender Amtsleiter im Einsatz und kennt sich bestens aus mit Recht und Ordnung.
 
Bewährt ist auch die Kraft, die künftig Dieter Bäuerles ehemaligen Posten übernehmen wird. Sabrina Eberhardt betreute drei Jahre als Sachbearbeiterin das Rechtswesen der Stadt, ab 1. September ist sie die Stellvertreterin Bäuerles. Obgleich die Stellen nach einem kompletten Bewerbungsverfahren letztlich intern besetzt wurden, bedeutet das nicht, dass alles beim Alten bleibt. Bereits seit Monaten tüftelt Dieter Bäuerle an einer neuen Organisationsstruktur für das Ordnungs- und Standesamt, ein Konzept mit mehr als 40 Seiten hat er erstellt. Die sogenannten Fallzahlen wie Eheschließungen, Geburten und Sterbefälle, die etwa das Standesamt betreffen, sind in Herrenberg kontinuierlich gestiegen, das Personal nicht, erklärt Bäuerle. „Wir schaffen das nur, weil wir langjährige, erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben.“ Gleiches gilt etwa auch für die Bürgerdienste und die Bezirksämter, denn Herrenbergs Einwohnerzahlen weisen ebenfalls nach oben, sprich die Arbeit wächst. „Ich muss meine Mitarbeiter auch schützen, damit sie nicht verheizt werden“, sagt Bäuerle, „außerdem müssen wir uns für die Zukunft wappnen, wenn die eine oder andere Mitarbeiterin in den Ruhestand geht.“

Neue Organisation des Amts

Doch nicht nur den Stellenplan hat Bäuerle im Blick, auch das Amt mit seinen vielfältigen Aufgaben soll neu organisiert werden: So ist etwa eine eigene Straßenverkehrsabteilung geplant, bei der die bisher verteilten Aufgaben gebündelt und auch die Verkehrsüberwachung und die Bußgeldstelle angedockt werden sollen. Hinzu kommen prozentuale Stellenaufstockungen in verschiedenen Bereichen. Intern sieht der neue Amtsleiter Verbesserungsbedarf bei der Kommunikation: Künftig will er mit einer regelmäßigen E-Mail und mehr Teamsitzungen die 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Amt informieren.

Abgegeben hat er das Amt als Leiter des Bezirksamts Haslach, bis auf weiteres übernimmt dies Sabrina Eberhardt. Und bei der nächsten Personalratswahl wird er sich nicht  mehr aufstellen lassen. „Das verträgt sich nicht mit einer Führungsposition“, ist er überzeugt und sieht mögliche Interessenkonflikte seiner künftigen Position als Arbeitgebervertreter mit der Personalratstätigkeit.

Menschliche Schattenseiten

Das Ordnungsamt habe einen gewissen „Suchtcharakter“, meint Bäuerle fasziniert. Für Außenstehende vielleicht schwer nachvollziehbar, sei die Aufgabenbreite von Bußgeld und Baustellen bis hin zu Glücksspiel und Waffenrecht sehr vielfältig. „Die Unwägbarkeiten machen es spannend.“ So kann es passieren, dass er am Montagmorgen erstmal einen Platzverweis aussprechen muss, weil es in Herrenberg zu handgreiflichen Ehestreitigkeiten gekommen ist und die Polizei vor Ort war. Schlagende Ehemänner und seltener auch Ehefrauen, Glückspielsüchtige oder auch „nur“ aufgebrachte Autofahrer: Nicht selten offenbaren sich in Bäuerles Amt die Schattenseiten der menschlichen Seele. Begeistert erzählt er von Waffen- und Spielhallenkontrollen und sogar einem Bestechungsversuch in früheren Zeiten. Doch neben der menschlichen Seite, interessiert den Diplomverwaltungswirt vor allem auch die rechtliche Seite. Hier kann er sich „reinfuchsen“ bis ins kleinste Detail. So war Herrenberg beispielsweise eine der ersten Kommunen, die das Landesglücksspielgesetz umsetzte und drei von vier Spielhallen die für den Weiterbetrieb notwendigen Konzessionen versagt hat. Die Besitzer legten Widerspruch ein, momentan laufen die Prozesse.

Gründlichkeit und Erfahrung

„Der Bäuerle ist ein 150-Prozentiger“ sagen Kritiker, wenn er kommt und etwa die Abnahme vor einem Vereinsfest macht. Aber: Vielleicht braucht man genau diese Gründlichkeit gepaart mit langjähriger Erfahrung und einem „breiten Kreuz“ auf dieser Stelle. Auf Aussagen wie „es wird schon alles gutgehen“ und „es ist noch nie was passiert“ will sich der Amtsleiter nicht verlassen. Das Unglück bei der Loveparade in Duisburg 2010 hätte gezeigt, wohin „organisierte Verantwortungslosigkeit“ führen könne. Deshalb nimmt es Bäuerle auch gelassen hin, wenn er mitunter als „Griffelspitzer“ oder „Paragraphenreiter“ gilt, wie jüngst, als die Bestimmungen für die Außengastronomie in der Altstadt kritisiert wurden. „Wenn ein Feuer ausbricht und die Feuerwehr kommt nicht durch oder auf dem Stadtfest eine Panik ausbricht, dann ist das in hohem Maße sicherheitsrelevant“, sagt er. Deshalb werden im Ordnungs- und Standesamt Extremsituationen theoretisch durchgespielt und dafür Sicherheitskonzepte erstellt. „Ich will nicht, dass jemand zu Schaden kommt, weil ich etwas versäumt habe.“

Spannende Zeiten stehen an

Im September feiert Dieter Bäuerle seinen 60. Geburtstag, trotzdem suchte der Haslacher nochmal die Herausforderung als Amtsleiter. „Ich fühle mich fit und es stehen spannende Zeiten an.“ So wurde Herrenberg zu einer der fünf Modellstädte ernannt, die beispielhaft Maßnahmen zur Senkung des Stickoxidgehalts in der Luft erproben sollen. Dies betrifft natürlich in starkem Maß auch die Verkehrslenkung und -steuerung, für die Bäuerle ebenfalls verantwortlich ist.  Außerdem stehen im Mai 2019 die Kommunal- und Europawahlen an, die aufwendigsten Wahlen überhaupt. „Das wird eine Maximalherausforderung“, weiß Bäuerle. Bange ist ihm indes nicht. Entspannung sucht der passionierte Wanderfreund in der Natur, die er gerne fotografiert, und in seinem Garten. Dass dafür in den nächsten Monaten genug Zeit bleibt, ist ihm zu wünschen.

Mit Kindern durch den Fruchtkasten


Wer am Montag, 3. September, nachmittags, Programm für sich und seine Kinder sucht, ist hier richtig: Bei einer kindgerechten Führung geht es mit Gästeführer Reiner Kaupat durch den Fruchtkasten. Der ehemalige Stiftsfruchtkasten gehört zu den markantesten Gebäuden in Herrenberg. Treffpunkt für dieses kostenlose Angebot ist um 15 Uhr vor dem Gebäude, Tübinger Straße 30.

Ärger vermeiden und den Sommer genießen


Laue Sommernächte und fröhliche Partys, leckeres vom Grill und Rauchgeruch, lautstarke Gartenarbeit am Mittag und Musik in den kühlen Abendstunden – all das bringt der Sommer mit seinen hohen Temperaturen und langen Nächten mit sich. Damit das nachbarschaftliche Verhältnis nicht beeinträchtigt wird, gilt es sich an die Regeln für das Zusammenleben zu erinnern.
 
In den letzten Wochen gehen bei Dieter Bäuerle im städtischen Ordnungsamt wieder vermehrt Beschwerden ein. „Die Sommerhitze bringt wie in jedem Jahr auch häufigere Hinweise mit sich, wenn sich Anwohner durch Lärm, Gerüche oder Rauch belästigt fühlen“, weiß Bäuerle. Sei es das laute Rufen und Anfeuern beim Fußballspielen auf dem Bolzplatz, der brummende Rasenmäher im der Mittagszeit oder laute Musik bei der abendlichen Feier, Anlässe bietet der Sommer viele.
 
Die Regeln für das Zusammenleben geben hier einen klaren Rahmen vor. Sie sind in der polizeilichen Umweltschutzverordnung der Stadt Herrenberg festgeschrieben. So dürfen Musikinstrumente, Fernseher und Radios etwa nur so laut sein, dass andere sich nicht erheblich belästigt fühlen. Vor allem bei offenen Fenstern, in der Nacht und am Wochenende ist besondere Rücksicht geboten. Außerdem kommt es darauf an, wann und wie lange die Beschallung stattfindet.

Allgemeine Ruhezeiten beachten

Im nachbarlichen Verhältnis gilt hier immer die allgemeine Nachtruhe, die werktags von 22 bis 6 Uhr festgelegt ist. An Sonn- und Feiertagen gelten darüber hinaus die Zeiten von 6 bis 9 Uhr, von 13 bis 15 Uhr und von 20 bis 22 Uhr als besonders störungsempfindlich. Für die zulässige Lautstärke gibt es Richtwerte, deren Höhe vom jeweiligen Gebietstyp abhängt  und in reinen Wohngebieten, Klinik- und Kurgebieten am niedrigsten ist. „Im Zweifelsfall hat übrigens derjenige Unrecht, der meint, die Nachbarn sollten halt die Fenster schließen, um ihre Ruhe zu haben. Denn gemessen wird der Lärm immer vor dem geöffneten Fenster“, erklärt Bäuerle. 
 
Hartnäckig hält sich laut Bäuerle das Gerücht, dass besondere Anlässe oder einmalige Ausnahmen das Stören der Nachtruhe rechtfertigen und die Nachbarn dies aushalten müssen. „Das Motto ‚Einmal ist keinmal‘ ist schlichtweg falsch. Dafür gibt es keinerlei Grundlage“, sagt Bäuerle.

Mittagszeit ist gleich Ruhezeit? 

Die Annahme, dass in der Mittagszeit ebenfalls besondere Regeln gelten, stimmt zum Teil. Spiel- und Bolzplätze dürfen zum Beispiel generell täglich zwischen 8 und 22 Uhr benutzt werden. Andere Nutzungszeiten mit Ruhepausen bereits ab 20 Uhr oder in der Mittagspause gelten nur noch an einzelnen Spielplätzen in unmittelbarer Nähe der Wohnbebauung. Hier stehen dann entsprechende Schilder.
 
Für den Einsatz von Werkzeugen und Geräten zur Haus- und Gartenarbeit gilt die Mittagszeit zwischen 12.30 Uhr und 14.00 Uhr durchaus als Ruhezeit in der die Ruhe anderer nicht gestört werden darf. Das gleiche gilt abends und nachts von 20 bis 8 Uhr.
 

Rasenmähen ist meistens erlaubt

Was bedeutet das nun für den Rasenmäher des Nachbarn? Hier wird die rechtliche Situation nun für den Laien langsam unübersichtlich, räumt Dieter Bäuerle ein, und erklärt: „Durch eine bundesrechtliche Vorschrift (Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung) sind unter anderem für Rasenmäher, die die europarechtlichen Vorgaben erfüllen – und das sind inzwischen praktisch alle gängigen Modelle – nur noch Ruhezeiten werktags zwischen 20 und 7Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen (ganztägig) zu beachten. Eine Mittagsruhe in Wohn- und Sondergebieten gibt es nach dieser Vorschrift insbesondere noch für Freischneider, Grastrimmer, Kantenschneider, Laubsammler und Laubbläser. Und eben für sonstige lärmintensive Haus- und Gartenarbeiten, die nicht unter diese Spezialvorschrift fallen.“ Das feiertagsrechtliche Verbot typisch werktäglicher Arbeiten, die öffentlich bemerkbar und geeignet sind, die Ruhe des Tages zu stören, gilt an allen Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen ergänzend – und zwar ebenfalls ganztägig.

Im Zweifel lieber Rücksicht üben

Dass die Regelungen über den Lärmschutz während der Mittagsstunden nicht mehr umfassend gelten, sollte jedoch niemanden daran hindern, die Mittagsruhe auch dann – freiwillig – einzuhalten, wenn es nicht mehr ausdrücklich vorgeschrieben ist, empfiehlt Bäuerle. „Die Nachbarschaft wird es in jedem Fall dankbar annehmen.“ 
 
Dasselbe gilt auch für andere Bereiche, für die es keine Vorschriften gibt, wie zum Beispiel das Grillen im Vorgarten oder auf dem Balkon. „Darüber streiten sich Jahr für Jahr Nachbarn vor Gericht. Das Urteil hängt im Einzelfall oft von der Art der benutzten Grills und dem jeweiligen Abstand zwischen den streitenden Parteien ab.“
 
Die Orientierung an den oben genannten Verhaltensregeln sollte helfen, unterschiedliche Bedürfnisse in Einklang zu bringen. Daneben appelliert Dieter Bäuerle an die Menschen, auch mal ein Auge zuzudrücken. „An warmen und hellen Sommerabenden sind wir doch alle gerne draußen und niemand sitzt dabei still vor sich hin. Tolerierbare Lautstärke, Rücksicht nehmen und die Nachbarn vorher informieren hilft dabei viel. Im Zweifelsfall hat aber die Nachtruhe Vorrang.“

Unternehmensgründung mit öffentlichen Geldern finanzieren


Die Wirtschaftsförderung der Stadt Herrenberg lädt zum 17. Gründungsmeeting im Coworking Space im Amselweg 1 ein. Im einleitenden Impuls wird Andreas Baumgärtner den Teilnehmenden einen Überblick über die öffentlichen Fördertöpfe für Gründerinnen und Gründer sowie deren Konditionen geben. Die Veranstaltung wird insbesondere Gründerinnen, Gründern und Gründungsinteressierten die Möglichkeit bieten, in einer gemütlichen Atmosphäre zu netzwerken, sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Los geht’s um 18 Uhr.
 
Gründungen können mit öffentlichen Fördermitteln clever finanziert werden. Mit Finanzierungsbeispielen gibt der unabhängige Finanzierungsberater Andreas Baumgärtner einen Überblick der Fördertöpfe und deren Konditionen. Des Weiteren wird die richtige Vorgehensweise erläutert. Andreas Baumgärtner betreibt seit mehr als acht Jahren die Unternehmensberatung A-B-solutions in Eningen, er ist Diplomierter Sparkassenbetriebswirt und ist Experte im Bereich der unabhängigen Finanzierung von Familienunternehmen.
 
Das Gründungsmeeting findet monatlich, immer am vierten Dienstag im Monat, statt. Ziel des Angebots ist es, eine Plattform für Gründerinnen, Gründer und Gründungsinteressierte zu bieten, um neue Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen in entspannter Atmosphäre auszutauschen und das persönliche Netzwerk auszubauen. Bei dem Stammtisch steht der Austausch zwischen Gründenden, Gründungsinteressierten und JungunternehmerInnen in Herrenberg nebst gründungsrelevanten Themen im Vordergrund.

Traumberuf gefunden? (Folge 4 von 6)


Die Schule ist beendet, der Abschluss ist geschafft, aber was kommt danach? Berufe mit Zukunftsperspektive gibt es bei der Stadtverwaltung Herrenberg. In sechs Folgen werden mögliche Ausbildungen und Studiengänge vorgestellt.
 
In der vergangenen Woche berichtete die Auszubildende Vera Denneler über ihre Ausbildung zur Verwaltungswirtin – mittlerer Dienst. In dieser Woche folgt Anika Schwenk, die eine Praxisintegrierte Ausbildung (PIA) zur Erzieherin gemacht hat. Bewerbungsschluss für diese Ausbildung ist am 2. November 2018. Das Interview führte Sascha Ruser, der im Rahmen seines Studiums Public Management beim Personalwesen der Stadt Herrenberg ein Vertiefungspraktikum macht.

Was waren Deine Gründe für die Praxisintegrierte Ausbildung (PIA) zur Erzieherin ?

Ich habe mich nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) dazu entschieden, zunächst eine Ausbildung zu machen und nicht zu studieren. Dass es die Ausbildung zur Erzieherin wird, hat sich vor allem während meines FSJs in einem Kinderhaus ergeben: Dort habe ich gemerkt, dass ich in diesem Aufgabenfeld aufgehe. Die wirklich vielseitige Arbeit im sozialen Bereich hat mir großen Spaß gemacht. Ein weiterer Vorteil einer PIA-Ausbildung ist, dass man ein Gehalt bekommt, was es in der schulischen Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher - der bisher „klassische“ Weg - nicht gibt.

Wieso hast Du Dich für die Stadt Herrenberg entschieden?

Durch eine Stellenanzeige im Gäuboten bin ich auf die Praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin bei der Stadt Herrenberg gestoßen. In Herrenberg gibt es mit der Hilde-Domin-Schule die passende Berufsschule vor Ort. Inzwischen arbeite ich als Erzieherin in einer Kindertageseinrichtung in Affstätt.

Was sollte man für diesen Ausbildungsberuf mitbringen?

Neben einer offenen, toleranten und respektvollen Haltung ist es meines Erachtens wichtig, empathisch zu sein. Nur wenn man ein Gespür für Kinder und ihre Familien in den unterschiedlichsten Lebenssituationen hat, kann man entsprechend handeln und die Kinder  bestmöglich unterstützen. Flexibilität und Spontanität sind meiner Meinung nach auch wichtig, um auf die verschiedenen Bedürfnisse und Interessen einzugehen und dadurch die Kinder in ihrer Entwicklung weiterzubringen.

Mit was beschäftigst Du Dich täglich in Deinem Arbeitsalltag? Was sind Deine Aufgaben?

Im Mittelpunkt unserer täglichen Arbeit stehen natürlich die Kinder: Wir unterstützen sie in ihrer Entwicklung, fördern ihre Stärken und Interessen und sind ihre Wegbegleiter. Jedes Kind darf und soll seine individuelle Persönlichkeit entfalten und ist damit herzlich willkommen - das sollen die Kinder auch spüren. Auf dem gemeinsamen Weg gibt es für die Kinder verschiedene Angebote, die Welt zu entdecken: Wir singen gemeinsam, sind kreativ, forschen und experimentieren, führen Gespräche, trösten und Vieles mehr – wir leben den Alltag. Darüber hinaus planen wir etwa Waldtage, gehen wöchentlich turnen, feiern Feste oder machen gemeinsame Ausflüge.

Was macht Dir am meisten Spaß?

Der Beruf hat sehr viele Facetten, das gefällt mir richtig gut. Natürlich steht der Alltag mit den Kindern im Vordergrund. Aber ich genieße es auch, mit ihnen die Welt zu entdecken, zu staunen und zu lachen!

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Mit entsprechenden Fortbildungen besteht die Möglichkeit, beispielweise die Leitung einer Kindertagesstätte zu übernehmen. Ansonsten gibt es eine große Auswahl als Erzieherin oder Erzieher in anderen Einrichtungen zu arbeiten: Jugendhäuser, Wohngruppen, Kinderkliniken - um nur wenige Beispiele zu nennen.

Wie sehen Deine Pläne nach der Ausbildung aus?

Ich habe die Ausbildung bereits im August 2017 abgeschlossen. Inzwischen arbeite ich seit einem Jahr als Erzieherin, was mir im direkten Anschluss an die Ausbildung auch wichtig war. Nun werde ich vermutlich noch ein weiteres Jahr arbeiten, um Erfahrungen zu sammeln. Anschließend habe ich vor, entweder zu studieren oder auch Erfahrungen in sozialen Arbeitsfeldern in anderen Ländern zu sammeln.

Würdest Du die Ausbildung weiterempfehlen?

Ja, auf jeden Fall. Ich finde den Aufbau der Ausbildung vorteilhaft, vor allem, dass man parallel Theorie und Praxis hat, also auch jede Woche ein bis zwei Tage in der Kindertagesstätte ist. Die übrige Zeit verbringt man an der Berufsschule. Dadurch kann man neu Gelerntes gleich umsetzen, ausprobieren und vertiefen.

Ausbildungen bei der Stadt Herrenberg

Wer sich für eine der folgenden Ausbildungen interessiert, kann sich für das Lehrjahr 2019 einfach über das Bewerberportal unter https://herrenberg.bewerbung.dvvbw.de/index der Stadt Herrenberg bewerben:
Verwaltungsfachangestellte bzw. Verwaltungsfachangestellter, Verwaltungswirtin bzw. Verwaltungswirt mittlerer Dienst, Fachangestellte bzw. –angestellter für Medien- und Informationsdienste, Fortwirtin bzw. Forstwirt, Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker, Fachangestellte bzw. Fachangestellter für Bäderbetriebe, Einführungspraktikum im Rahmen des Studiums Public Management – Bachelor of Arts, praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher (PIA) sowie ein Berufspraktikum im Rahmen der Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher oder Kinderpflegerin bzw. Kinderpfleger.

Für weitere Auskünfte können sich alle Interessierten an Clivia Schuker und Nadja Fauß vom Personalwesen wenden (07032 924-391 oder -379).

Steckbrief:

Name: Anika Schwenk
Alter: 23
Schulabschluss: Abitur
Ausbildung: Praxisintegrierte Ausbildung (PIA) zur Erzieherin

PM249_Ausbildungsserie_Teil4
Gemeinsam die Welt entdecken: Erzieherinnen und Kinder im Bällebad.

Kleinode rund um den Schlossberg


Bei einer kostenlosen Führung über den Schlossberg am Sonntag, 2. September, erklärt Gästeführer Horst F. Sehorsch die dortigen Kleinode. Im Rahmen eines „3000 Schritte-Rundgangs“  erfahren die Teilnehmer unter anderem Wissenswertes über das ehemalige Schloss, den Kanonenbuckel und das so genannte „Rote Meer“. Treffpunkt ist um 15 Uhr beim Parkplatz Joachimsberg, erreichbar über die Straße „Am Joachimsberg“. Festes Schuhwerk wird empfohlen. 
 
Zum 12. Mal findet in Herrenberg ein „3000 Schritte-Rundgang“ statt. Die Aktion geht zurück auf die Initiative der damaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt im Jahr 2006: 3000 Schritte zusätzlich zu unseren Alltagsaktivitäten werden aus gesundheitlichen Gründen empfohlen. Der Herrenberger „3000 Schritte-Rundgang“ entspricht rund zwei Kilometern.

Traumberuf gefunden? (Folge 3 von 6)


Die Schule ist beendet, der Abschluss ist geschafft, aber was kommt danach? Berufe mit Zukunftsperspektive gibt es bei der Stadtverwaltung Herrenberg. In sechs Folgen werden mögliche Ausbildungen und Studiengänge vorgestellt.
 
In der vergangenen Woche berichtete der Auszubildende Robin Marquardt über seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. In dieser Woche folgt Vera Denneler, die eine Ausbildung zur Verwaltungswirtin – mittlerer Verwaltungsdienst macht. Bewerbungsschluss für diese Ausbildung ist am 31. August 2018.
Das Interview führte Sascha Ruser, der ein Vertiefungspraktikum im Rahmen seines Studiums Public Management beim Personalwesen der Stadt Herrenberg macht.

Was waren Deine Gründe für die Ausbildung zur Verwaltungswirtin?

Ich habe mich für die Ausbildung entschieden, da sie eine sichere Zukunft verspricht. Dies ist für mich sehr wichtig. Zum anderen hat mich die Arbeit mit dem Gesetz sehr interessiert.

Wieso hast du Dich für die Stadt Herrenberg entschieden?

An Herrenberg gefällt mir die interessante Kombination aus schöner, mittelalterlicher Altstadt und modernem, zukunftsorientiertem Arbeiten in den Rathäusern. Auch das Aufgabenspektrum einer großen Kreisstadt wie Herrenberg war ein Kriterium für mich. Es ist sehr viel größer als in anderen kleinen Gemeinden und dennoch überschaubar genug, um alle Prozesse mitverfolgen zu können.

Was sollte man für diesen Ausbildungsberuf mitbringen?

Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, dass man wissbegierig ist. Man sollte motiviert sein, viel Neues zu lernen. Dann kann man sich während der Ausbildung fachlich sehr viel aneignen.

Mit was beschäftigst Du dich täglich in Deinem Arbeitsalltag? Was sind Deine Aufgaben?

Während meiner Ausbildung durchlaufe ich verschiedene Ämter der Stadt. Indem ich die Kollegen bei der Erledigung des Tagesgeschäfts unterstütze, bekomme ich einen Einblick in viele unterschiedliche Bereiche und Aufgabenfelder: Im Ordnungs- und Standesamt habe ich Vollstreckungsmaßnahmen begleitet und Steuerbescheide erstellt, im Personalwesen habe ich Einstellungsgespräche vorbereitet und daran teilgenommen, aber auch Schülerempfänge und eine Praktikumswoche organisiert.

Was macht Dir am meisten Spaß?

Das selbständige Arbeiten und die Möglichkeit, Prozesse vom Anfang bis zum Ende begleiten zu können, zum Beispiel vom Eingang einer Bewerbung über das Vorstellungsgespräch bis hin zum ersten Arbeitstag.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Nach der Ausbildung kann man beispielsweise Public Management für den gehobenen Verwaltungsdienst studieren und den Master für den höheren Dienst machen.

Wie sehen Deine Pläne nach der Ausbildung aus?

Aktuell habe ich mich für das Studium Public Management und für das Studium Personalmanagement beworben.

Würdest Du die Ausbildung weiterempfehlen?

Ja unbedingt. Ausbildungen allgemein halte ich für sehr sinnvoll, da man wirklich sehr praxisorientiert lernt. Speziell diese Ausbildung zeigt Einblicke in viele verschiedene Bereiche. Insbesondere im Bereich der Verwaltung gibt es viele Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln oder Umschulungen zu machen.

Ausbildungen bei der Stadt Herrenberg

Wer sich für eine der folgenden Ausbildungen interessiert, kann sich für das Lehrjahr 2019 einfach über das Bewerberportal unter https://herrenberg.bewerbung.dvvbw.de/index der Stadt Herrenberg bewerben:
Verwaltungsfachangestellte bzw. Verwaltungsfachangestellter, Verwaltungswirtin bzw. Verwaltungswirt mittlerer Dienst, Fachangestellte bzw. –angestellter für Medien- und Informationsdienste, Fortwirtin bzw. Forstwirt, Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker, Fachangestellte bzw. Fachangestellter für Bäderbetriebe, Einführungspraktikum im Rahmen des Studiums Public Management – Bachelor of Arts, praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher (PIA) sowie ein Berufspraktikum im Rahmen der Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher oder Kinderpflegerin bzw. Kinderpfleger.
 
Für weitere Auskünfte können sich alle Interessierten an Clivia Schuker und Nadja Fauß vom Personalwesen wenden (07032 924-391 oder -379). Informationen zu den unterschiedlichen Ausbildungen können außerdem unter www.herrenberg.de/politik-verwaltung/karriere/ausbildung.html nachgelesen werden.

Steckbrief:

Name: Vera Denneler
Alter: 20
Schulabschluss: Fachhochschulreife
Ausbildung: Verwaltungswirtin – mittlerer Dienst
 
PM247_Ausbildungsserie_Teil3
Auszubildende Vera Denneler (Mitte) und Sascha Ruser, Praktikant des gehobenen Dienstes, stellen Nadja Fauß vom Personalwesen ihre Ideen für den Schulferienfirmentag vor.

Produktionskunst-Festival in der Region Stuttgart


Was passiert, wenn Kunst und Produktion aufeinandertreffen? Dieser Frage geht das Projekt „Drehmoment“ der KulturRegion Stuttgart nach: 34 nationale und internationale Künstler arbeiten derzeit in Industrie- und Handwerksbetrieben und entwickeln dort neue Kunstwerke. Diese Produktionskunst kann im Oktober bei einem Festival in 21 Kommunen entdeckt werden. In Herrenberg wird eine Arbeit des Medienkünstlers Joachim Sauter zu sehen sein.
 
In Zusammenarbeit mit dem Herrenberger Möbelhersteller Walter Knoll hat der Künstler Joachim Sauter eine Arbeit mit dem Titel »@instafacewhatssnap (Vanity Bench)« realisiert, die die Frage nach der eigenen Identität im Zeitalter sozialer Medien aufwirft: Welches Bild, oder eher, welche Bilder vermitteln wir von uns selbst? Wie echt ist, was wir über uns kommunizieren, wie deckungsgleich ist dies mit dem „wahren Ich“?
 
Für seine Arbeit nutzt Sauter ein Sofa, das er um zwei Ebenen erweitert: An einer Seite der Sitzfläche schließt sich ein Spiegel an, in dem sich die Betrachterinnen und Betrachter selbst als Abbild sehen. Hinter dem Spiegel geht es weiter: durch eine virtuelle Überlagerung der Realität, die mithilfe des Smartphones erfahrbar wird. So entspannt sich ein Dialog zwischen dem Realen und dem Spiegelbild, zwischen physischem und virtuellem Objekt.
 
Mehr zum Produktionskunst-Festival: www.kulturregion-stuttgart.de/was/drehmoment
 

Der Künstler

Joachim Sauter, geboren 1959 in Schwäbisch Gmünd, gilt als Pionier der Neuen Medien. 1988 gründete er gemeinsam mit anderen Künstlern, Designern, Hackern und Wissenschaftlern das Gestaltungsbüro ART+COM studios. Bis heute ist das Ziel der Gruppe, Kunst und Design im Digitalen Raum zu erforschen. Sauters Werke wurden international ausgestellt, unter anderem im Centre Pompidou in Paris und im Getty Center in Los Angeles. Sauter lebt in Berlin.

Termine vormerken

Die Arbeit von Joachim Sauter ist vom 5. bis 25. Oktober im Foyer des Herrenberger Rathauses, Marktplatz 5, zu sehen. Zur Eröffnung mit dem Künstler am Freitag, 5. Oktober, um 18 Uhr sind alle Interessierten eingeladen. Außerdem bietet der Möbelhersteller Walter Knoll unter dem Titel „Meisterhafte Handwerkskunst und wertige Materialien“ am Mittwoch, 10. Oktober, um 9.30 Uhr eine kostenfreie Betriebsführung an

Wiederholungstat im Streuobstland


PM 246: Tafeln in Gültstein zerstört
Die Tafeln zu den Tierspuren auf dem Gültsteiner Streuobsterlebnisweg wurden offensichtlich mutwillig aus ihren Halterungen gerissen.

Alle Holzpfosten sind zersplittert, die fünf Tafeln aus ihren Halterungen gerissen. Die Technischen Dienste der Stadt Herrenberg werden die Tafeln und Holzpfosten reparieren. Allein die Kosten für die Wiederherstellung und Anbringung werden auf 500 Euro geschätzt.
 
Erst Mitte Juli waren fünf Tafeln des Streuobsterlebnisweges zur Geschichte der kleinen Maus offensichtlich mutwillig zerstört worden. Das Bürgerprojekt "Streuobsterlebnis Herrenberg" ist angesichts des wiederholten Schadens sehr enttäuscht. Der Schaden stößt auf absolutes Unverständnis und erzeugt große Frustration. Mangelnde Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements kann dieses auf lange Sicht ausbremsen.

Hinweise an die Stadt

Die Projektgruppe bringt jeden Schaden und jeden Verlust an den Wegen zur Anzeige bei der Polizei und nimmt gerne Hinweise auf die Verursacher entgegen. Wer etwas beobachtet hat, kann sich an das Team Beteiligung und Engagement der Stadtverwaltung wenden unter be@herrenberg.de.
 
Informationen zum Bürgerprojekt und den Streuobsterlebniswegen sind im Internet zu finden unter streuobsterlebnis.mitmachstadt-herrenberg.de.

Traumberuf gefunden? (Folge 2 von 6)


Die Schule ist beendet, der Abschluss ist geschafft, aber was kommt danach? Berufe mit Zukunftsperspektive gibt es bei der Stadtverwaltung Herrenberg. In sechs Folgen werden mögliche Ausbildungen und Studiengänge vorgestellt.
 
Den Beginn der Serie machte vergangene Woche die Auszubildende Mona Schondelmaier. Sie informierte über ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. In dieser Woche berichtet der Auszubildende Robin Marquardt über seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Bewerbungsschluss für diese Ausbildung ist am 31. August 2018.

Das Interview führte Sascha Ruser, der ein Vertiefungspraktikum im Rahmen seines Studiums Public Management beim Personalwesen der Stadt Herrenberg macht.

Was waren Deine Gründe für die Ausbildung zum Fachinformatiker?

Ich hatte schon immer ein gewisses Interesse an Technik. Ausschlaggebend war letztlich, als ich in meiner Freizeit das erste Mal einen Server installierte und ihn anschließend verwaltete.

Wieso hast du Dich für die Stadt Herrenberg entschieden?

Ich hatte zunächst ein Praktikum bei der Stadt Herrenberg in diesem Bereich gemacht und so einen Einblick bekommen. Dabei habe ich festgestellt, dass es sich um ein breit gefächertes Aufgabengebiet handelt und man bei der Stadt viele Erfahrungen sammeln kann.

Was sollte man für diesen Ausbildungsberuf mitbringen?

Es wäre sinnvoll, Erfahrungen mit Hardware, aktueller Software (z. B. Betriebssysteme wie Windows/Ubuntu) gesammelt zu haben, aber auch ohne Erfahrung ist eine Ausbildung kein Problem. Vorteilhaft ist es, teamfähig zu sein, Probleme strukturiert anzugehen und lösen zu können und ein gewisses Maß an Flexibilität zu haben.

Mit was beschäftigst Du dich täglich in Deinem Arbeitsalltag? Was sind Deine Aufgaben?

Ich beschäftige mich mit unserem Client-Management-System. Dazu gehört unter anderem die Erstellung von Softwarepaketen in der Softwareverteilung, die über das Netzwerk auf Rechner installiert werden können. Zu meinen Aufgaben gehören auch die Verwaltung des OS-Deployments für die Installation von neuen Arbeitsplätzen, außerdem die Inventur des Technikbestandes, IT-Support für Mitarbeiter der Stadtverwaltung, Hardwareinstallationen, Beschaffung von benötigtem technischem Equipment und die Projektmitarbeit am Fortschritt der Digitalisierung in der Stadtverwaltung.

Was macht Dir am meisten Spaß?

Das Erstellen der Softwarepakete für die Softwareverteilung in unserem Client-Management-System.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Die Aufstiegsmöglichkeiten sind zahlreich. Beispielsweise kann der Fachwirt für Computer-Management absolviert werden oder die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Informatik. Eine weitere Möglichkeit ist der Betriebswirt für Informationsverarbeitung.

Wie sehen Deine Pläne nach der Ausbildung aus?

Ich würde entweder gerne in einer Gemeinde arbeiten oder in einem mittelständischen Betrieb, der Infrastrukturen für Kunden aufbaut und verwaltet.

Würdest Du die Ausbildung weiterempfehlen?

Ich würde die Ausbildung jedem empfehlen, der technisch interessiert ist und eine Karriere im Bereich IT anstrebt.

Ausbildungen bei der Stadt Herrenberg

Wer sich für eine der folgenden Ausbildungen interessiert, kann sich für das Lehrjahr 2019 einfach über das Bewerberportal der Stadt Herrenberg bewerben:
Verwaltungsfachangestellte bzw. Verwaltungsfachangestellter, Verwaltungswirtin bzw. Verwaltungswirt mittlerer Dienst, Fachangestellte bzw. –angestellter für Medien- und Informationsdienste, Fortwirtin bzw. Forstwirt, Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker, Fachangestellte bzw. Fachangestellter für Bäderbetriebe, Einführungspraktikum im Rahmen des Studiums Public Management – Bachelor of Arts, praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher (PIA) sowie ein Berufspraktikum im Rahmen der Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher oder Kinderpflegerin bzw. Kinderpfleger.

Für weitere Auskünfte können sich alle Interessierten an Clivia Schuker und Nadja Fauß vom Personalwesen wenden (07032 924-391 oder -379).

Steckbrief:

Name: Robin Marquardt
Alter: 20
Schulabschluss: Mittlere Reife
Ausbildung: Fachinformatiker

PM242_Ausbildungsserie_Teil2
Azubi Robin Marquardt (links) und sein Ausbilder Georgios Tyriakidis überprüfen die interne Firewall der Stadtverwaltung im Serverraum.

Stadtluft verbessern: Modellvorhaben in Herrenberg stehen fest


Als eine von bundesweit fünf Kommunen hat Herrenberg jetzt Fördermittel des Bundes zugesagt bekommen, die dazu eingesetzt werden, die Luftqualität in der Stadt zu verbessern. Dank dieser Finanzspritze in Höhe von voraussichtlich mehr als drei Millionen Euro kann schnell ein Maßnahmenbündel geschnürt werden, das den Nahverkehr verbessert und verbilligt sowie den Verkehrsfluss an den Hauptverkehrsadern verstetigt. Damit soll vor allem der zu hohe Stickoxidgehalt der Luft spürbar gesenkt werden. Vorgesehen ist außerdem eine App, die den schnellsten und umweltfreundlichsten Weg zu einem Ziel in Herrenberg aufzeigt.

Alle Maßnahmen sind Bestandteile des Integrierten Mobilitätsentwicklungsplans für Herrenberg. „Wir freuen uns, dass dank der Fördermittel aus Berlin die Umsetzung für diese Maßnahmen jetzt sofort starten kann“, erklärt Tobias Meigel, der als Erster Bürgermeister der Stadt Herrenberg das Baudezernat leitet.
 
Nachdem Ende Juni erste Details des Förderprogramms angekündigt wurden, hat die Stadt Herrenberg bei der Bundesregierung sieben Projektskizzen eingereicht. Derzeit befindet sich der Bund in der Schlussphase der Prüfung der eingereichten Projekte. Bereits jetzt steht fest: Die Förderquote ist mit 95 Prozent besonders hoch und macht den Weg frei für eine schnelle Umsetzung in der Stadt. „Trotzdem steht vor dem Start jeder Baustelle eine fachlich fundierte Planung und die politische Entscheidung des Gemeinderats“, wirft Meigel ein. Das Modellprojekt läuft über zwei Jahre, 2020 endet das Vorhaben mit einer Evaluation der Maßnahmen. Folgende Maßnahmen sind für Herrenberg geplant:

Schluss mit Stop-and-go

Der Stickoxidausstoß von Autos ist vor allem beim Anfahren und Beschleunigen hoch. Deshalb zielt ein Maßnahmenpaket darauf, den Verkehrsfluss durch eine dynamische Beschränkung des Tempos zwischen 20 und 40 km/h auf den Hauptachsen und eine intelligente Verkehrslenkung zu verstetigen. An den folgenden Streckenabschnitten werden elektronische Tafeln jeweils anzeigen, bei welchem Tempo die grüne Welle gleichmäßiges Fahren ohne überflüssiges Abbremsen und Anfahren erlaubt:
  • B 296 Tübinger Straße – Hasenplatz – Hindenburgstraße zwischen der Kreuzung Beethovenstraße/Marienstraße und dem Reinhold-Schick-Platz (einschließlich)
  • B 296 Nagolder Straße zwischen Reinhold-Schick-Platz und der Kreuzung Mühlstraße/L1362/Schießtäle (einschließlich)
  • B 14 Seestraße zwischen Kreuzung Daimlerstraße/Stuttgarter Straße (einschließlich) und Reinhold-Schick-Platz
  • L 1184 Horber Straße von der Kreuzung Schillerstraße/Vogelsang (einschließlich) bis Reinhold-Schick-Platz
  • B 296 Mühlstraße zwischen Kreuzung Mühlstraße/L1362/Schießtäle und Kreuzung K 1047 Zeppelinstraße (einschließlich).
Auch das geplante LKW-Durchfahrtsverbot wird über die elektronischen Tafeln angezeigt.
 
Stop-and-go-Verkehr wird auch ausgelöst durch das Ein- und Ausparken und durch Linksabbieger. Deshalb werden Längsparkplätze an den folgenden Straßenabschnitten stillgelegt:
  • Horber Straße stadteinwärts zwischen Erhardtstraße und Schillerplatz
  • Horber Straße stadteinwärts zwischen Schillerstraße und Alzentalstraße
  • Hindenburgstraße in Richtung Tübingen vor dem Modehaus Zinser
  • Hindenburgstraße in Richtung Tübingen  zwischen der Bushaltestelle Volksbank und der Einmündung Moltkestraße.
 
Die frei werdende Fläche wird teilweise für den Radverkehr genutzt.
 
Das Linksabbiegen wird an den folgenden Punkten nicht mehr möglich sein:
  • Horber Straße in die Bismarckstraße aus Richtung Reinhold-Schick-Platz
  • Bismarckstraße in die Horber Straße
  • Aus dem Parkplatz zwischen Horber und Nagolder Straße in die Horber Straße

Messflotte für „saubere Luft“

In Zusammenarbeit mit der Firma Bosch werden Fahrzeuge mit einem Gerät ausgerüstet, das das Fahrverhalten analysiert. Dadurch kann der Stickoxidausstoß berechnet werden. Außerdem werden die Zusammenhänge zwischen Geschwindigkeit, Beschleunigen und Halten einerseits und Schadstoffen andererseits genau erfasst und können entsprechend ausgewertet werden.

Freie Fahrt für Busse

Die Busse sollen schneller an ihr Ziel kommen. Dazu werden Busspuren eingerichtet:
  • Horber Straße zwischen der Einmündung Walther-Knoll-Straße und der Einmündung Alzentalstraße in Fahrtrichtung Reinhold-Schick-Platz
  • Mühlstraße bei der Kauflandkreuzung: Rechtabbiegerspur wird Busspur. Rechtabbiegerverkehr rückt dafür auf die mittlere Spur.

Besser und billiger: der öffentliche Nahverkehr

Ein dritter Bus soll das Angebot der bisherigen Citybuslinien verbessern. Zusätzlich werden Linientaxis eingeführt: Kleine Busse, die das Angebot verbessern und auch in den Abendstunden auf vier Linien nach einem festen Fahrplan unterwegs sind. Die Linientaxis ersetzen das Ruftaxi und schaffen eine regelmäßige Verbindung zwischen der Innenstadt und den Stadtteilen.  
 
Der Stadtbusverkehr soll insgesamt günstiger werden. Bisher wird der Einzelfahrschein subventioniert. Künftig sollen stattdessen das Monatsticket und das Tagesticket billiger werden. Das Tagesticket soll drei Euro kosten und das Monatsticket um 20 Euro billiger werden.

Smart vernetzt zu zukunftsfähiger Mobilität

Mit einer App für mobile Endgeräte wie Smartphones will Herrenberg die Mobilitätsberatung einfach und bequem nutzbar machen. Dazu erklärt Bürgermeister Meigel: „Es gibt viele Verkehrs-Apps. Solche, die den nächsten Zuganschluss kennen oder wissen, wo gerade ein Stau ist. Herrenberg will eine kommunale Mobilitäts-App anbieten, die über alle Verkehrsmittel wie S-Bahn, Fahrrad und Auto hinweg und über die Gemeindegrenzen hinaus den schnellsten Weg von A nach B kennt.“ Hinzu kommen die Organisation von Mitfahrgelegenheiten und Fahrtgemeinschaften.

Zeitplan der Umsetzung

Das Projekt startet sofort, denn die Förderung ist auf die kommenden zwei Jahre begrenzt. „Nach den Sommerferien steigen wir in die Planung ein und informieren die direkt Betroffenen ebenso wie alle Interessierten in einer Veranstaltung und mit Texten, die wir online und offline zur Verfügung stellen“, erklärt Meigel. Unter www.herrenberg.de werden regelmäßig aktuelle Informationen veröffentlicht.
 
Erster sichtbarer Bestandteil des Projekts ist die Messflotte, die noch im Herbst mit den Zusatzgeräten ausgestattet wird. Ebenfalls noch 2018 können die Längsparkplätze stillgelegt werden, die nach dem Umbau Platz für Radfahrer oder Busspuren bieten. Die Busspuren können gleichfalls bereits im Herbst provisorisch eingerichtet werden. Im Jahr 2019 werden die baulichen Maßnahmen dann geplant und umgesetzt und auch die Verkehrslenkung wird größtenteils 2019 starten können. Der zusätzliche Bus ist 2019 startbereit und die günstigen Tages- und Monatstickets stehen dann auch zur Verfügung. Die App soll ebenfalls 2019 abrufbar sein.
 
Die Fördermittel des Bundes erlauben es, Maßnahmen aus dem Integrierten Mobilitätsentwicklungsplan (IMEP) vorzuziehen. Der IMEP selbst wird parallel weiterentwickelt. Für das Frühjahr 2019 sind unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs geplant.
 
Weitere Informationen und Materialien:
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Sanierung an Schulen läuft nach Plan


Sanierung Vogt-Heß-Gemeinschaftsschule
Die Lehrmaterialien müssen derzeit in einem Container auf dem Schulhof gelagert werden.

Während die Schülerinnen und Schüler die großen Ferien genießen, wird in drei Herrenberger Schulen kräftig gearbeitet. Mehr als eine Million Euro investiert die Stadt in die Sanierung dieser Schulen. Die Vogt-Heß-Gemeinschaftsschule wird derzeit umgebaut, in der Vogt-Heß-Grundschule werden die Schüler-Toilettenanlagen komplett modernisiert und das Schickhardt-Gymnasium erhält eine neue Wärmeversorgung.

Damit nach sechs Wochen Ferien der Schulbetrieb wieder reibungslos laufen kann, müssen die Bauarbeiten in den Schulen vorher erledigt sein. Dies erfordert beim Gebäudemanagement der Stadt eine genaue und gute Planung im Vorfeld. „Momentan läuft alles nach Plan und wir sind guter Dinge, dass zum Ferienende die großen Umbaumaßnahmen im Wesentlichen beendet sind“, sagt Bert Rudolph, Leiter des Gebäudemanagements der Stadt. „Um alles erfolgreich abwickeln zu können, sind alle Beteiligten stark gefordert, denn das Bauen im Bestand hält immer wieder Überraschungen bereit. Aber wir haben engagierte Planer, zuverlässige Firmen und erfahrene Projektleiter aus unserem Team am Start.“

Vogt-Heß-Gemeinschaftsschule

Größter Posten bei der Schulsanierung ist dieses Jahr der Umbau der Vogt-Heß-Gemeinschaftsschule mit einem Kostenrahmen von 500.000 Euro. Vier Klassenzimmer und das Treppenhaus werden grundlegend saniert, d.h. Decken, Wände, Böden und die Beleuchtung werden erneuert, Elektro-, Heizung- und Sanitärleitungen neu verlegt sowie neue Heizkörper und Waschbecken installiert. Im Treppenhaus wird das alte Treppengeländer ersetzt, außerdem erhält der Aufgang eine Brandschutz- und Akustikdecke sowie einen frischen Anstrich. Die Lehrmaterialien mussten in einen Mietcontainer auf den Schulhof ausgelagert werden. Bei zwei weiteren Klassenzimmern in der ehemaligen Werkrealschule stehen außerdem noch Elektroarbeiten an. Der Umbau der Vogt-Heß-Gemeinschaftsschule wird durch das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz des Bundes mit 159.000 Euro gefördert.

Vogt-Heß-Grundschule

Auch in der Vogt-Heß-Grundschule laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren: Auf allen drei Stockwerken werden die Schüler-Toiletten inklusive der Putzräume, die 1971 entstanden sind, umfassend modernisiert. Bei den Abbrucharbeiten gab es jedoch unerwartete Schwierigkeiten: Die Wandfliesen hafteten so gut, dass das Entfernen der Fliesen unverhältnismäßig lange gedauert hätte. „Deshalb  haben wir beschlossen, die Fliesen zu belassen, sie zu verspachteln und mit einem neuen Anstrich zu versehen“, erklärt Uwe Kusterer vom Gebäudemanagement, der die Bauarbeiten betreut. Die Kosten für die Renovierung der Sanitärräume beläuft sich auf insgesamt 285.000 Euro, der Bund fördert die Maßnahme mit 83.000 Euro.

Schickhardt-Gymnasium

350.000 Euro investiert die Stadt in die Wärmeversorgung des Schickhardt-Gymnasiums. Dort wird in diesen Ferien in einem ersten Bauabschnitt die Anbindung der Schule an den bestehenden Wärmeverbund der Stadtwerke Herrenberg vorbereitet. Dazu wird einer der beiden alten Heizkessel demontiert und an dessen Stelle eine Übergabestation mit einem Wärmetauscher installiert. Hinzu kommen diverse Umbauarbeiten an Rohrleitungen, Armaturen und Pumpen. In einem weiteren Schritt folgen unter Regie der Stadtwerke die Tiefbauarbeiten zur Verlegung der Fernwärmeleitung vom Gebäude bis zur vorgesehenen Einbindestelle der bestehenden Trasse. Der zweite Bauabschnitt zur Erneuerung der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik für die Wärmeverteilung im Schulgebäude ist für den Oktober 2019 geplant.

Fernsehbeitrag auf Regio TV

Regio TV hat die Bauarbeiten in der Vogt-Heß-Gemeinschaftsschule und Grundschule gefilmt. Der Beitrag läuft am Mittwoch, 15. August, um 18.45 Uhr. Eine Woche lang wird der Beitrag abends zu unterschiedlichen Uhrzeiten wiederholt. Bei Youtube (im Kanal "Wir in BB") gibt es die Sendung ebenfalls zu sehen.

Für mehr Pflanzen- und Tiervielfalt


Das hohe Gras ist dabei nicht auf die Nachlässigkeit der verantwortlichen Bürgergruppe zurückzuführen, im Gegenteil: „Es war eine bewusste Entscheidung für mehr Pflanzenvielfalt und Lebensräume für Insekten“, erklärt Patrica Erk von der Bürgergruppe Obstbaumfreunde Schauinsland. „Wir hoffen, dass wir andere Menschen inspirieren können, auch weniger zu mähen.“
 
Gestaltet hat das Schild die Agentur Hannes Huber Kommunikation; Klaus Hanke von der Abteilung Technik, Umwelt und Grün (TUG) hat es dann gebaut und aufgestellt. Die Agentur und Hanke unterstützten das ehrenamtliche Projekt kostenfrei. Hannes Huber ist auf die Themen Nachhaltigkeit, Natur und Ökologie spezialisiert. „Da hat das einfach gut gepasst. Die Zusammenarbeit war unkompliziert und hat Spaß gemacht“, meint der Kommunikationsprofi.

BE hat vermittelt

Die Vermittlung der Agentur zu den Obstbaumfreunden bewerkstelligte das Team Beteiligung und Engagement über die Reihe „Jetzt HEBT'S!“, in der Workshops und Beratung für Ehrenamtliche stattfinden. Im Rahmen dieses Angebots stellt das Team Kontakte zwischen Kommunikationsagenturen und Engagierten für gemeinsame Pro-Bono-Projekte her: Dabei spenden die Agenturen ihr Talent für eine gute Sache und setzen kostenfrei ein kleines, klar umgrenztes Projekt für Ehrenamtliche um.

Über die Gruppe

Die Nachbarschaftsgruppe „Obstbaumfreunde Schauinslandweg“ hat sich 2016 gegründet, um eine triste Rasenfläche in der Schwarzwaldsiedlung in eine kleine ökologische Oase zu verwandeln. Mit Erfolg: Unterstützt mit Mitteln des Förderprogramms „Herrenberger Projektepool“ hat die bunt zusammengewürfelte Initiative auf dem Grundstück Obstbäume und -sträucher gepflanzt und auch schon mehrere Ernte- und Nachbarschaftsfeste gefeiert. Eine gespendete Bank lädt alle zum Verweilen und Bienenbetrachten ein. Wer sich hier niederlässt, kann nun guten Gewissens den Rasenmäher im Schuppen lassen und leistet damit sogar einen persönlichen Beitrag zur Artenvielfalt. Ausführliche Informationen und Anregungen zum Mäh-Verzicht: www.buntewiese-tuebingen.de

Interesse?

Agenturen, freie Texter oder Gestalter, die Engagierte in Herrenberg unterstützen wollen, sind sehr willkommen. Auch Bürger, die einfach Spaß am Schreiben und Gestalten haben, können beim Team BE melden.

Traumberuf gefunden? (Folge 1 von 6)


Die Schule ist beendet, der Abschluss ist geschafft, aber was kommt danach? Berufe mit Zukunftsperspektive gibt es bei der Stadtverwaltung Herrenberg. In sechs Folgen werden mögliche Ausbildungen und Studiengänge vorgestellt.

Den Beginn macht die Auszubildende Mona Schondelmaier. Sie berichtet über ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten und ihre bisherigen Erfahrungen. Bewerbungsschluss für diese Ausbildung ist am 31.08.2018. Das Interview führte Sascha Ruser, der ein Vertiefungspraktikum im Rahmen seines Studiums Public Management beim Personalwesen der Stadt Herrenberg macht.

Was waren Deine Gründe für die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten?

Während meiner Zeit auf dem beruflichen Gymnasium machte ich ein Praktikum beim Zoll (Bundesfinanzverwaltung) an der Schweizer Grenze. Mich hat dieses Berufsfeld im öffentlichen Dienst sehr interessiert und aus diesem Grund habe ich nachgeforscht, welche Ausbildungen und Studiengänge es gibt. Dabei bin ich auf die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten aufmerksam geworden und fand die Tätigkeitsfelder sehr interessant. Ich finde es spannend, Anliegen und Anträge mit dem Gesetz zu prüfen. Außerdem war es mir wichtig, dass ich bei meiner Arbeit mit Menschen zu tun habe.

Wieso hast Du dich für Herrenberg entschieden?

Mir gefällt Herrenberg als Stadt. Mein Ziel war es, meine Ausbildung bei einer mittelgroßen Stadt zu absolvieren, um möglichst viele und unterschiedliche Eindrücke und Erfahrungen sammeln zu können.

Was sollte man für diesen Ausbildungsberuf mitbringen?

Da ich als angehende Verwaltungsfachangestellte viel mit Bürgerinnen und Bürgern zu tun habe, ist es wichtig, dass ich freundlich und hilfsbereit bin. Außerdem sollte man selbständig arbeiten können sowie ein gewisses Gesetzestext-Verständnis mitbringen.

Mit was beschäftigst Du dich in deinem Arbeitsalltag? Was sind Deine Aufgaben?

Das ist von Amt zu Amt verschieden. Während der Ausbildungszeit rotiert man durch die verschiedenen Ämter der Stadtverwaltung und erhält so einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Aufgaben. Angefangen habe ich im Amt für Wirtschaftsförderung und Kultur. Dort habe ich beispielsweise bei der Organisation und Durchführung des Wochen-, Krämer-, und Weihnachtsmarkts mitgeholfen und leistete Unterstützung bei der Koordinierung von Stadtführungen. Anschließend war ich in der Bauverwaltung tätig. Dort bekam ich Einblicke in den Grundstücksverkehr und durfte auch an Notarterminen teilnehmen. Außerdem durfte ich bei Baukontrollen mit dabei sein, was ich sehr interessant fand. Im Moment bin ich im Hauptamt und Personalwesen eingeteilt. Dort helfe ich beim Sortieren der Post, beim Erstellen von Jubilar-Karten, für beispielsweise Goldene Hochzeiten oder 90. Geburtstage von Bürgerinnen und Bürgern.

Was macht Dir am meisten Spaß?

Ich bin gerne in Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern, aber ich arbeite auch gerne selbständig an meinen Aufgaben, die ich von meinen Vorgesetzten bekomme. Eine gute Mischung aus beidem gefällt mir und bringt Abwechslung in den Arbeitsalltag.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Nach dreijähriger Berufserfahrung ist eine Weiterbildung zur Verwaltungsfachwirtin möglich. Mit entsprechendem Schulabschluss kann man den gehobenen Verwaltungsdienst – Public Management studieren.

Wie sehen Deine Pläne nach der Ausbildung aus?

Ich möchte Public Management studieren oder den Verwaltungsfachwirt machen.

Würdest Du die Ausbildung weiterempfehlen?

Ja, die Ausbildung macht mir viel Spaß und ich würde sie auf jeden Fall weiterempfehlen.

Ausbildungen bei der Stadt Herrenberg

Wer sich für eine der folgenden Ausbildungen interessiert, kann sich für das Lehrjahr 2019 einfach über das Bewerberportal der Stadt Herrenberg bewerben: Verwaltungsfachangestellte bzw. Verwaltungsfachangestellter, Verwaltungswirtin bzw. Verwaltungswirt mittlerer Dienst, Fachangestellte bzw. –angestellter für Medien- und Informationsdienste, Fortwirtin bzw. Forstwirt, Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker, Fachangestellte bzw. Fachangestellter für Bäderbetriebe, Einführungspraktikum im Rahmen des Studiums Public Management – Bachelor of Arts, praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher (PIA) sowie ein Berufspraktikum im Rahmen der Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher oder Kinderpflegerin bzw. Kinderpfleger.

Für weitere Auskünfte können sich alle Interessierten an Clivia Schuker und Nadja Fauß vom Personalwesen wenden (07032 924-391 oder -379).

Steckbrief:                                        

Name: Mona Schondelmaier          
Alter: 21
Schulabschluss: Abitur
Ausbildung: Verwaltungsfachangestellte

Mit dem Mutmobil unterwegs in der Kernstadt, Affstätt und Haslach


Zwiebelkuchenfest in Affstätt

Das stadtteilverbindende Mutfestival hat nun schon fast alle Gemeinden involviert. Während des Festivals sammeln Tübinger Studierende und das Team Beteiligung und Engagement Geschichten von couragierten Bürgern. Sie tun dies im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt wird, und nehmen dabei an bestehenden Stadtteilfesten teil.

 
Am Sonntag, 24. Juni, schlug das Team sein Lager auf dem ökumenischen Gemeindefest im Otto'schen Garten auf. Dort hatten der evangelische Dekan Eberhard Feucht und die Pfarrer Markus Ziegler und Alfred Schwarzwälder von der katholischen und evangelisch-methodistischen Kirche die knapp 500 Besucher schon bei ihrer Predigt auf das Thema eingestimmt. Der Kinderchor von Christa Feige begeisterte mit einem Mutlied zum Mitmachen. Von so vielen Beispielen angeregt, wagten sich eine ganze Reihe von jungen und alten Besuchern ins Mutmobil und erzählten dort ihre Geschichte.

Halt in Affstätt und Haslach

Die nächste Station des Mutmobils war am Samstag, 7. Juli, die Zwiebelkuchen-Hocketse in Affstätt auf dem Rathausplatz. Auch hier startete das Fest mit einem ökumenischen Gottesdienst zum Thema „Mut – Demut – Zumutung“. Während des Gottesdienstes und danach spielten die Posaunenbläser „KiBergBrass“.

Ebenfalls mit einem ökumenischen Gemeindegottesdienst eröffneten die Haslacher am Sonntag, 8. Juli, das Zwiebelkuchenfest des TV Haslachs auf dem Dorfplatz. Die Devise lautete „Mut, Courage, Beziehungsnetzwerk – verknüpft, verknotet und verbunden“. Nach dem Gottesdienst saßen die rund 400 Gäste gesellig bei Zwiebelkuchen und Holderkuchen zusammen und lauschten den Kuppinger Mondschein Musikanten.

Bunt gemischte Mutgeschichten

Während anfangs couragierte Interviewpartner auf sich warten ließen, hatten die Studierenden später alle Hände voll zu tun. „Sie führten parallel Gespräche, weil nicht jeder Platz im Mutmobil hatte“, berichtet Manuela Epting vom Team Beteiligung und Engagement.

Die Geschichten aus den drei Gemeinden waren bunt gemischt: Bürgerinnen und Bürger, die Flüchtlingsfamilien unterstützt haben, waren ebenso dabei wie Kinder, die sich vor andere gestellt hatten, als diese bedrängt wurden. Ein Mann ist trotz großen Altersunterschieds einem Musikverein beigetreten und hat seinen Traum verwirklicht, ein Instrument zu lernen. Eine lesbische Bürgerin hat sich für den Kirchengemeinderat aufstellen lassen – und wurde überwiegend freundlich aufgenommen. Hoch hinaus gekommen ist eine Haslacherin, die bei einem Spiel mit gestapelten Kisten den Männern davonkletterte und siegte.

Wer möchte mitmachen?

Wer sich nun ein Herz gefasst hat und selbst eine Mutgeschichte einreichen möchte, kann die Studierenden über die Internetseite www.mutgeschichten-herrenberg.de kontaktieren. Alternativ suchen sie die Interessierten zu Hause auf.

Zwei Herrenberger Unternehmen unter den TOP 100


Gleich zwei Herrenberger Unternehmen haben es geschafft, sich in ihrem jeweiligen Bereich in die TOP 100 des deutschen Mittelstands einzureihen. Bei den TOP-Innovatoren: das Augenzentrum Eckert; bei den TOP-Consultants:  Facility-Consultants aus Herrenberg. Beide Firmen schafften damit den Sprung in die oberste Liga.
 
Die Auszeichnung wurde im Rahmen eines festlichen Abends im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg übergeben. Auch Ralf Heinzelmann, Wirtschaftsförderer der Stadt Herrenberg, gratulierte den beiden Betrieben im Rahmen der hochkarätigen Veranstaltung. Die Bedeutung dieser Auszeichnung war auch an der Auswahl der Redebeiträge abzulesen. Das Grußwort sprach der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, weitere Vorträge von Bundespräsident a.D. Christian Wulff und dem bekannten Wissenschaftsmoderator Ranga Yogeshwar folgten. Moderiert wurde der Abend von der Tagesschausprecherin Linda Zervakis.
 
Die Gemeinschaftspraxis Dr. Eckert ist führend auf dem Gebiet der Augenheilkunde und unterhält ein flächendeckendes Praxisnetz. Durch neue flexible Wege der Zusammenarbeit wird eine bestmögliche Versorgung der Patienten gewährleistet. Die Facility Consultants GmbH ist ein Beratungsunternehmen rund um das Gebäude-/Facility-Management. Sie wurde in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal von ihren Referenzkunden zum Top Consultant gekürt.

PM 212: Herrenberger Unternehmen unter Top 100
Augenzentrum Dr. Eckert
Bildunterschrift v.l.n.r.: Dr. Georg Eckert, Dr. Sophie Eckert, Ranga Yogeshwar,  Dr. Christoph Eckert


PM 212: Herrenberger Unternehmen unter Top 100
Facility-Consultants
Bildunterschrift v.l.n.r.: Ralf Heinzelmann (Stadt Herrenberg), Meike Respondek, Alexander Gerlach, Marc Winter von Facility Consultants

„Herrenberg geht aus“ findet großen Anklang


Erst vor wenigen Monaten gegründet, erfreut sich der Freizeittreff „Herrenberg geht aus“ regen Zuspruchs und zählt schon rund 50 Teilnehmende. Ins Leben gerufen hat ihn Bettina Krämer aus Herrenberg. Am Donnerstag trafen sich die Mitglieder mit Ina Mohr vom Team Beteiligung und Engagement im Klosterhof, um Revue passieren zu lassen, wohin es künftig gehen soll: Welche Unternehmungen sind gut angekommen? Welche Ideen harren noch der Umsetzung?
 
„Die Grundidee ist es, Menschen zusammenzubringen, damit man nichts alleine unternehmen muss und andere Herrenberger kennenlernt“, fasst Bettina Krämer zusammen. Es gehe darum, dass sich jeder mit seinen Ideen und Stärken einbringen kann. Der Freizeittreff lebe von der Aktivität jedes Einzelnen. Beim ersten Treffen im März haben die Mitglieder schon eine ganze Reihe Ideen zusammengetragen. Das Spektrum reicht vom kurzen Treff in der Stadt über Theater- und Opernbesuche bis hin zu Tagesausflügen mit Wanderungen oder Radtouren.
 
Inzwischen haben die Aktiven des Freizeittreffs auch schon eine Menge in die Tat umgesetzt. Sehr beliebt sind die Wanderungen, das Tempo ist dabei eher gemäßigt: „Wir schauen auch nach links und rechts“, versichern die Teilnehmenden. Manche Ausflüge führten an entferntere Ziele: Nach Konstanz ist schon eine Gruppe gereist und eine weitere besuchte den Mühlentag in Vesperweiler, einen Meditationspark im Waldachtal und die Quelle des Klosters Heiligenbronn. Weitere Programmpunkte waren eine Weinprobe in Endersbach, ein Besuch im Museum Ritter zum Künstlergespräch und eine Genuss-Radtour vom Waldfriedhof Herrenberg durchs Goldersbachtal nach Tübingen und über das Ammertal zurück.
 
Bei der Diskussion im Klosterhof waren sich alle darin einig, dass man durchaus mehrere Unternehmungen an einem Wochenende in die „Googlegroup“ einstellen kann: „Die Geschmäcker und Zeitfenster sind unterschiedlich“, finden sie. Ansonsten legen sie Wert darauf, alles „sehr einfach“ und „spontan“ zu halten, sodass auch Kurzentschlossene hinzustoßen können. Bislang hat es immer geklappt, vom Stadthallenparkplatz aus Fahrgemeinschaften zu bilden, und in Gastwirtschaften haben die sechs- bis fünfzehnköpfigen Gruppen meistens Plätze gefunden.
 
Nichts muss, aber vieles kann. Hauptsache man begegnet sich mit Wertschätzung und auf Augenhöhe. Dies ist für Initiatorin Bettina Krämer ein großes Anliegen. Sie ist nach der ersten Zeit begeistert, wie schnell man Menschen zusammenbringen kann und wie offen all die Interessierten sind.

Wochenendgenuss mit Zwiebelkuchen und Mutgeschichten


Für Freunde von gutem Zwiebelkuchen und beschwingter Musik ist am 7. und 8. Juli einiges geboten: am Samstag in Affstätt und am Sonntag in Haslach.
 
Am Samstag, 7. Juli, lädt die evangelische Kirche in Affstätt um 15 Uhr zum ökumenischen Gottesdienst ein. Anschließend gibt es ab 16 Uhr in der Dorfmitte zwischen Rathaus und dem Gasthof Schatten Zwiebelkuchen frisch aus dem Backhaus. Für musikalischen Genuss sorgt das elfköpfige Bläserensemble „KiBerg-Brass“ aus Kirchberg an der Murr. Auf Fußballfans wartet ein Public Viewing im Gemeindehaus. Bei schlechtem Wetter findet das Fest im Gemeindehaus statt.
 
Am Sonntag, 8. Juli, geht es dann gleich weiter mit der 41. Zwiebelkuchenhocketse des TV Haslach. Hier startet der ökumenische Gottesdienst um 10 Uhr. Im Anschluss lockt der Duft von Zwiebelkuchen alle Besucherinnen und Besucher auf den Dorfplatz neben der Kirche (Hohenzollernstr. 32). Die beliebten Mondscheinmusikanten aus Kuppingen begleiten musikalisch das bunte Treiben und für die Kleinen ist eine Spielstraße geboten.

Mutmobil ist vor Ort

Das Mutmobil der „Partnerschaft für Demokratie in Herrenberg“ ist bei beiden Festen mit dabei und sammelt Geschichten von Herrenbergern, die Mut bewiesen haben für sich, für andere oder für eine gute Sache. Gesucht sind nicht nur große Heldentaten, Mut fängt im Kleinen und Alltäglichen an. Alle Beiträge werden im Frühjahr 2019 in einer Ausstellung aufbereitet. Initiiert wird das Mutgeschichten-Festival von der „Partnerschaft für Demokratie in Herrenberg“. Gefördert vom Bundesfamilienministerium setzt die Partnerschaft in verschiedenen Netzwerken und Institutionen Aktionen und Veranstaltungen im Sinne des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ in Herrenberg um. Mehr Informationen gibt es unter: www.mutgeschichten-herrenberg.de.

Freunde aus Italien zu Gast in Herrenberg


Zum Stadtfest bekommt Herrenberg Besuch aus der italienischen Partnerstadt Fidenza. Auf die Gäste wartet ein abwechslungsreiches Programm mit Ausflügen und Informationen zur Kommunalpolitik.
 
Bürgermeister Andrea Massari führt die Delegation an. Mit dabei sind Mitglieder des Gemeinderats und des Partnerschaftskomitees, die begleitet werden von den Pfadfindern, der Polizei und einigen Erzieherinnen. Die italienischen Gäste werden am Freitag, 20. Juli, gegen 17 Uhr im Foyer der Stadthalle in Empfang genommen. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen, die Freunde aus Fidenza zu begrüßen.

Anschließend wird Oberbürgermeister Thomas Sprißler, zusammen mit seinem Amtskollegen aus Italien Andrea Massari, das Stadtfest eröffnen. Am Samstag, 21. Juli, wird die Gruppe einen Ausflug nach Bad Wildbad machen und dort den Baumwipfelpfad erklimmen. Der Abend klingt gemeinsam auf dem Stadtfest aus.

Am Sonntagmorgen steht der kommunalpolitische Teil auf dem Programm. Die Gruppe wird die Aussicht vom neu errichteten Schönbuchturm genießen und im Anschluss wird Baubürgermeister Tobias Meigel eine kurze Präsentation zu den aktuellen Themen im Bereich Klimaschutz und Luftreinhaltung präsentieren.

Brunnen verwandelt sich in ein Holzpodest


Die Chillsteine in Gültstein

Ende Juni stieg an der Grundschule Gültstein ein buntes Sommerfest mit einer Vielzahl von sehenswerten Tanz-, Gesang- und Chorprojekten der Schülerinnen und Schüler. Bei dem Fest wurde auch eine neue Spiel- und Sitzgelegenheit auf dem Schulhof eingeweiht. Per Applaus stimmten die Schüler für „Chillsteine“ als Namen ab, keine Mehrheit fanden die Vorschläge „Spielbrunnen“ oder „Fersenholz“. Früher war der Platz ein Brunnen.

 
Initiiert hat die kinderfreundliche Umgestaltung des Schulhofs der Verein Freunde und Förderer der Grundschule Gültstein. Die Schulleitung Manuela Wahl, Marianne Marstaller und im Sekretariat Bettina Zenker haben sie dabei tatkräftig unterstützt. Der Vorsitzende Dirk Wiebel stellte bei der Stadt Herrenberg einen Bürgertopf-Antrag, um das Vorhaben zu finanzieren: „Es hat uns etwas Überwindung gekostet, aber ich kann anderen nur Mut machen. Wir waren sehr überrascht, wie unkompliziert wir mit unserem Projekt unterstützt wurden“, erzählt Wiebel.

Der Bürgertopf ist ein Förderprogramm der Stadt, mit dem sie Projekte enga