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Traumberuf gefunden? (Folge 6 von 6)


PM266: Ausbildungsserie Teil 6
Wirtschaftsförderer Ralf Heinzelmann (links) im Gespräch mit Maximilian Schöllkopf, DHBW-Student. 

Die Schule ist beendet, der Abschluss ist geschafft, aber was kommt danach? Berufe mit Zukunftsperspektive gibt es bei der Stadtverwaltung Herrenberg. In sechs Folgen werden mögliche Ausbildungen und Studiengänge vorgestellt.
 
In der vergangenen Woche informierte Praktikantin Deanna Scheufler über ihr Praktikum im Rahmen des Studiums Public Management (gehobener Verwaltungsdienst).

Zum Abschluss der Serie berichten Jana Scharf (Soziale Arbeit) und Maximilian Schöllkopf (BWL-Wirtschaftsförderung) über ihr jeweiliges Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). Das Interview führte Sascha Ruser, der im Rahmen seines Studiums Public Management beim Personalwesen der Stadt Herrenberg ein Vertiefungspraktikum macht.

Was waren Eure Gründe für das Studium?

Jana Scharf:

Ich wollte schon immer in die soziale Richtung gehen und weiß jetzt nach knapp drei Jahren, dass es das perfekte Studium für mich ist. Verknüpft mit der Möglichkeit praktische Erfahrung sammeln zu können, ist man schon als Berufsanfänger breit aufgestellt. Denn in der Sozialen Arbeit werden Berufserfahrungen meistens vorausgesetzt. Und die Tatsache, dass man neben dem Studium Geld verdienen kann, macht diese Ausbildungsmöglichkeit  zusätzlich attraktiv.

Maximilian Schöllkopf:

Für mich bietet die Verknüpfung von Theorie und Praxis beim Dualen Studium einen sehr guten Einstieg in das Arbeitsleben. Außerdem finde ich es spannend, dass man bei der Wirtschaftsförderung als Schnittstelle zwischen freier Wirtschaft und Verwaltung fungiert. Zudem ist das Aufgabenfeld sehr weit gestreut.

Wieso habt Ihr Euch für die Stadt Herrenberg entschieden?

Jana Scharf:

Die Stadt Herrenberg hat das duale Studium der Sozialen Arbeit angeboten. Vorher wusste ich nicht, dass es überhaupt ein soziales duales Studium gibt. Deswegen habe ich nicht gezögert, sondern mich direkt beworben. Über die Zusage habe ich mich sehr gefreut. Die Stadt Herrenberg hat mir mit dem Team Beteiligung & Engagement einen optimalen Ausbildungsrahmen geschaffen: Vertrauen, Offenheit, Förderung und Teamwork.

Maximilian Schöllkopf:

Für die Stadt Herrenberg habe ich mich entschieden, weil ich mich mit Herrenberg identifiziere. Das liegt daran, dass ich in Herrenberg geboren bin, bis zum 10. Schuljahr in Herrenberg das Schickhardt-Gymnasium besucht habe und beim Verein SG H2KU Herrenberg sowohl Handballspieler als auch –trainer aktiv bin.

Was sollte man für dieses Studium mitbringen?

Jana Scharf:

Wichtig ist vor allem ein offenes und freundliches Auftreten. Die Freude an der Arbeit mit Menschen und die Bereitschaft, auch einmal eine härtere Nuss zu knacken. Mit etwas Kreativität und Organisationstalent macht die Arbeit richtig Spaß.

Maximilian Schöllkopf:

Man sollte Grundkenntnisse der Betriebswirtschaft mitbringen, offen auf Menschen zugehen können und sich schnell in neue Aufgaben einarbeiten können.

Mit was beschäftigt Ihr Euch täglich in Eurem Arbeitsalltag? Was sind Eure Aufgaben?

Jana Scharf:

Ich berate Menschen aus Herrenberg in allen Fragen rund um bürgerschaftliches Engagement: zum Beispiel,  wenn jemand nach einem Engagement sucht oder konkrete Fragen zu seinem Ehrenamt hat. Darüber hinaus unterstütze ich bei der Organisation städtischer Ehrungen. Diese sind dazu da, das geleistete Engagement wertzuschätzen. Dies ist für den Erhalt und die Weiterführung des Engagements sehr wichtig. In Abstimmung mit meinen Kolleginnen begleite und berate ich verschiedene Projekte.

Maximilian Schöllkopf:

Diese Frage ist für mich schwer zu beantworten, da die Aufgaben bei mir sehr vielfältig sind: Gewerbeansiedlung, (Stadt-)Marketing oder kulturelle Veranstaltungen. Auch Messeauftritte gehören dazu. Weitere Themen sind Flächenentwicklung und Fachkräftebindung sowie –gewinnung. Auch die Nachfolgeregelung bei Unternehmen gehört zu den Aufgaben.

Was macht Euch am meisten Spaß?

Jana Scharf:

In unserem Büro im offenen Bürgerhaus Klosterhof können die Menschen ohne Termin einfach vorbeischauen. So entstehen viele Tür-und-Angel-Gespräche mit bekannten, aber auch neuen Menschen. Durch die Gespräche erfahre ich, welche Themen die Bürgerinnen und Bürger von Herrenberg derzeit bewegen. Davon profitiere ich als angehende Sozialarbeiterin sehr. Die täglichen Kontakte zu den Menschen in Herrenberg machen mir am meisten Spaß.

Maximilian Schöllkopf:

Am meisten Spaß macht es mir, aktiv dazu beizutragen, dass die Unternehmen in Herrenberg gefördert werden. Das betrifft sowohl Neuansiedlungen als auch Bestandserweiterungen und -pflege.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Jana Scharf:

In der Sozialen Arbeit kann man an ganz unterschiedlichen Orten arbeiten: beispielsweise im Jugendamt, in Kindertageseinrichtungen, in Beratungszentren, in Psychiatrien, in Behinderteneinrichtungen, in der Justiz, in Jugendhäusern, im Jobcenter, bei Krankenkassen und sogar in der Wirtschaft werden Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter benötigt. Es gibt verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten durch Weiterbildungen.

Maximilian Schöllkopf:

Mit Berufserfahrung sind verschiedene Leitungspositionen bei Städten, Kreisen oder auch Verbänden möglich.

Steckbriefe:

Name: Jana Scharf

Alter:  23 Jahre
Schulabschluss: Abitur
Ausbildung: Studium Soziale Arbeit an der Dualen  Hochschule Baden-Württemberg

Name: Maximilian Schöllkopf

Alter: 22 Jahre
Schulabschluss: Abitur
Ausbildung: Studium BWL-Wirtschaftsförderung an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg