Presseservice

Traumberuf gefunden? (Folge 5 von 6)


Die Schule ist beendet, der Abschluss ist geschafft, aber was kommt danach? Berufe mit Zukunftsperspektive gibt es bei der Stadtverwaltung Herrenberg. In sechs Folgen werden mögliche Ausbildungen und Studiengänge vorgestellt.
 
In der vergangenen Woche informierte die ehemalige Auszubildende Anika Schwenk über ihre Praxisintegrierte Ausbildung (PIA) zur Erzieherin. In dieser Woche berichtet Praktikantin Deanna Scheufler über ihr Studium Public Management – gehobener Verwaltungsdienst. Bewerbungsschluss für das Einführungspraktikum im Rahmen des Studiums ist am 28. September 2018. Parallel muss bis zum 1. Oktober 2018 eine Zulassung bei der zuständigen Hochschule beantragt werden. Das Interview führte Sascha Ruser, der im Rahmen seines Studiums Public Management beim Personalwesen der Stadt Herrenberg ein Vertiefungspraktikum macht.

Was waren Deine Gründe für das Studium Public Management – gehobener Verwaltungsdienst?

Aufgrund der Erfahrungen in der zuvor absolvierten Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten konnte ich mir schon ein grobes Bild über die Inhalte des Studiums machen. Dabei konnte ich sehen, wie vielfältig die Arbeit im öffentlichen Dienst sein kann. Mir war schnell klar, dass ich dort etwas Richtiges für mich finden werde. Mir gefiel auch die Idee, später in einer Stadt mitgestalten zu können.

Wieso hast Du Dich für die Stadt Herrenberg entschieden?

Ich habe mich für die Stadt Herrenberg entschieden, weil mir die Ausschreibung der Praktikumsstelle beim Team Beteiligung und Engagement zugesagt hat. Während des Studiums hat mich das Thema Bürgerbeteiligung schon sehr interessiert. Es ist zudem ein Thema, das noch nicht in jeder Stadt ausgereift ist und das viel Neues mit sich bringt - es ist eben kein ganz typisches Verwaltungsgeschäft.

Was sollte man für dieses Studium mitbringen?

Man muss offen sein für verschiedene Aufgaben- und Themenbereiche. Das heißt auch, die Fähigkeit zu besitzen, sich schnell in fremde Arbeitsgebiete einzuarbeiten und diese dann auch zu verstehen.

Mit was beschäftigst Du Dich täglich in Deinem Arbeitsalltag? Was sind Deine Aufgaben?

In meinem Praktikum habe ich viel mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern und der Organisation von Veranstaltungen zu tun. Es gibt häufigen Bürgerkontakt, da das Büro im Klosterhof direkt in der Innenstadt liegt. Der Klosterhof ist in Herrenberg erste Anlaufstelle bei Fragen rund um Bürgerbeteiligung. Zu meinen Aufgaben zählt auch, den Pressespiegel aktuell zu halten und dafür zu sorgen, dass im Klosterhof alles vorhanden ist, was gebraucht wird: von Büromaterial bestellen, über Verpflegung besorgen bis zur Sicherstellung, dass in der Küche immer frische Handtücher ausliegen. Ich lerne, die richtige Balance zwischen einem Großprojekt, den täglichen Aufgaben und unerwarteten Angelegenheiten zu finden.

Was macht Dir am meisten Spaß?

Viel Spaß macht mir die Organisation von Veranstaltungen wie etwa das Dankeschönfest für Ehrenamtliche auf dem Schlossberg. Besonders toll dabei ist, dass meine Arbeit von den Kolleginnen und Kollegen, aber auch von den Bürgerinnen und Bürgern wertgeschätzt wird und sich viele bedanken. Hier habe ich den gesamten Ablauf von der Vorbereitung, der heißen Phase, der Durchführung und der Nacharbeit mitbekommen. Es war schön, dass alles während meiner Praktikumszeit stattgefunden hat.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Nach dem Studium besteht die Möglichkeit, einen Master in Public Management zu machen. Dafür muss man aber zunächst zwei Jahre Berufserfahrung sammeln. Es werden aber auch oft Führungsentwicklungsprogramme angeboten, die ich persönlich sehr interessant finde.

Wie sehen Deine Pläne nach dem Studium aus?

Ich werde mich vor allem im Staatsanzeiger und bei attraktiven Gemeinden über Stellenangebote informieren. Ich interessiere mich vor allem für Themen der Digitalisierung, Bürgerbeteiligung und der Stadtentwicklung.

Würdest Du das Studium weiterempfehlen?

Das Studium würde ich denjenigen empfehlen, die - wie ich - Stadtverwaltungen weiterentwickeln und zu besseren Dienstleistern machen möchten. Dies kann auf sehr vielfältige Art und Weise geschehen - im Bauamt, in der Kämmerei oder in Ämtern, die freiwillige Aufgaben, wie etwa Bürgerbeteiligung, übernehmen.

Steckbrief:

Name: Deanna Scheufler
Alter: 22 Jahre
Schulabschluss: Fachhochschulreife
Ausbildung: Public Management - gehobener Verwaltungsdienst