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Traumberuf gefunden? (Folge 4 von 6)


Die Schule ist beendet, der Abschluss ist geschafft, aber was kommt danach? Berufe mit Zukunftsperspektive gibt es bei der Stadtverwaltung Herrenberg. In sechs Folgen werden mögliche Ausbildungen und Studiengänge vorgestellt.
 
In der vergangenen Woche berichtete die Auszubildende Vera Denneler über ihre Ausbildung zur Verwaltungswirtin – mittlerer Dienst. In dieser Woche folgt Anika Schwenk, die eine Praxisintegrierte Ausbildung (PIA) zur Erzieherin gemacht hat. Bewerbungsschluss für diese Ausbildung ist am 2. November 2018. Das Interview führte Sascha Ruser, der im Rahmen seines Studiums Public Management beim Personalwesen der Stadt Herrenberg ein Vertiefungspraktikum macht.

Was waren Deine Gründe für die Praxisintegrierte Ausbildung (PIA) zur Erzieherin ?

Ich habe mich nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) dazu entschieden, zunächst eine Ausbildung zu machen und nicht zu studieren. Dass es die Ausbildung zur Erzieherin wird, hat sich vor allem während meines FSJs in einem Kinderhaus ergeben: Dort habe ich gemerkt, dass ich in diesem Aufgabenfeld aufgehe. Die wirklich vielseitige Arbeit im sozialen Bereich hat mir großen Spaß gemacht. Ein weiterer Vorteil einer PIA-Ausbildung ist, dass man ein Gehalt bekommt, was es in der schulischen Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher - der bisher „klassische“ Weg - nicht gibt.

Wieso hast Du Dich für die Stadt Herrenberg entschieden?

Durch eine Stellenanzeige im Gäuboten bin ich auf die Praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin bei der Stadt Herrenberg gestoßen. In Herrenberg gibt es mit der Hilde-Domin-Schule die passende Berufsschule vor Ort. Inzwischen arbeite ich als Erzieherin in einer Kindertageseinrichtung in Affstätt.

Was sollte man für diesen Ausbildungsberuf mitbringen?

Neben einer offenen, toleranten und respektvollen Haltung ist es meines Erachtens wichtig, empathisch zu sein. Nur wenn man ein Gespür für Kinder und ihre Familien in den unterschiedlichsten Lebenssituationen hat, kann man entsprechend handeln und die Kinder  bestmöglich unterstützen. Flexibilität und Spontanität sind meiner Meinung nach auch wichtig, um auf die verschiedenen Bedürfnisse und Interessen einzugehen und dadurch die Kinder in ihrer Entwicklung weiterzubringen.

Mit was beschäftigst Du Dich täglich in Deinem Arbeitsalltag? Was sind Deine Aufgaben?

Im Mittelpunkt unserer täglichen Arbeit stehen natürlich die Kinder: Wir unterstützen sie in ihrer Entwicklung, fördern ihre Stärken und Interessen und sind ihre Wegbegleiter. Jedes Kind darf und soll seine individuelle Persönlichkeit entfalten und ist damit herzlich willkommen - das sollen die Kinder auch spüren. Auf dem gemeinsamen Weg gibt es für die Kinder verschiedene Angebote, die Welt zu entdecken: Wir singen gemeinsam, sind kreativ, forschen und experimentieren, führen Gespräche, trösten und Vieles mehr – wir leben den Alltag. Darüber hinaus planen wir etwa Waldtage, gehen wöchentlich turnen, feiern Feste oder machen gemeinsame Ausflüge.

Was macht Dir am meisten Spaß?

Der Beruf hat sehr viele Facetten, das gefällt mir richtig gut. Natürlich steht der Alltag mit den Kindern im Vordergrund. Aber ich genieße es auch, mit ihnen die Welt zu entdecken, zu staunen und zu lachen!

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Mit entsprechenden Fortbildungen besteht die Möglichkeit, beispielweise die Leitung einer Kindertagesstätte zu übernehmen. Ansonsten gibt es eine große Auswahl als Erzieherin oder Erzieher in anderen Einrichtungen zu arbeiten: Jugendhäuser, Wohngruppen, Kinderkliniken - um nur wenige Beispiele zu nennen.

Wie sehen Deine Pläne nach der Ausbildung aus?

Ich habe die Ausbildung bereits im August 2017 abgeschlossen. Inzwischen arbeite ich seit einem Jahr als Erzieherin, was mir im direkten Anschluss an die Ausbildung auch wichtig war. Nun werde ich vermutlich noch ein weiteres Jahr arbeiten, um Erfahrungen zu sammeln. Anschließend habe ich vor, entweder zu studieren oder auch Erfahrungen in sozialen Arbeitsfeldern in anderen Ländern zu sammeln.

Würdest Du die Ausbildung weiterempfehlen?

Ja, auf jeden Fall. Ich finde den Aufbau der Ausbildung vorteilhaft, vor allem, dass man parallel Theorie und Praxis hat, also auch jede Woche ein bis zwei Tage in der Kindertagesstätte ist. Die übrige Zeit verbringt man an der Berufsschule. Dadurch kann man neu Gelerntes gleich umsetzen, ausprobieren und vertiefen.

Ausbildungen bei der Stadt Herrenberg

Wer sich für eine der folgenden Ausbildungen interessiert, kann sich für das Lehrjahr 2019 einfach über das Bewerberportal unter https://herrenberg.bewerbung.dvvbw.de/index der Stadt Herrenberg bewerben:
Verwaltungsfachangestellte bzw. Verwaltungsfachangestellter, Verwaltungswirtin bzw. Verwaltungswirt mittlerer Dienst, Fachangestellte bzw. –angestellter für Medien- und Informationsdienste, Fortwirtin bzw. Forstwirt, Fachinformatikerin bzw. Fachinformatiker, Fachangestellte bzw. Fachangestellter für Bäderbetriebe, Einführungspraktikum im Rahmen des Studiums Public Management – Bachelor of Arts, praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher (PIA) sowie ein Berufspraktikum im Rahmen der Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher oder Kinderpflegerin bzw. Kinderpfleger.

Für weitere Auskünfte können sich alle Interessierten an Clivia Schuker und Nadja Fauß vom Personalwesen wenden (07032 924-391 oder -379).

Steckbrief:

Name: Anika Schwenk
Alter: 23
Schulabschluss: Abitur
Ausbildung: Praxisintegrierte Ausbildung (PIA) zur Erzieherin

PM249_Ausbildungsserie_Teil4
Gemeinsam die Welt entdecken: Erzieherinnen und Kinder im Bällebad.