Presseservice

Altes Rinderunion-Gebäude wird abgerissen


Das Gebäude in der Benzstraße 26, früher Sitz der Rinder-Union Herrenberg, macht Platz für eine neue städtebauliche Entwicklung. Wie genau diese gestaltet wird, ist noch vom Gemeinderat zu beschließen.
 
Das Gebäude Benzstraße 26 wurde ursprünglich in den frühen 1970er Jahren als Verwaltungsgebäude für die Herrenberger Rinderunion erbaut. Auf 30 Meter Länge, 17 Meter Breite und 8 Meter Höhe verteilen sich mehr als 700 Tonnen Beton, die ab der kommenden Woche zuerst ausgeräumt und dann abgebrochen werden. Der Entkernung folgt im November dann der Abriss, wobei zum Nachbargrundstück hin eine Schutzplane angebracht wird und Wasser eingesetzt wird, um den Staub der Arbeiten niederzuschlagen.
 
Die Stadt hat das Gebäude und das zugehörige Grundstück erworben, um die künftige Entwicklung auf diesem innerstädtischen Areal steuern zu können. Auf Vorrat – wie Oberbürgermeister Thomas Sprißler erläutert, denn die künftige Nutzung ist noch nicht beschlossen. „Die Stadt erwirbt grundsätzlich Grundstücke in solchen Lagen, die für die städtebauliche Entwicklung sinnvoll verwendbar sind“, sagt der OB. „Diese Stelle ist für eine Wohnbauentwicklung geeignet, rechtlich ist außerdem eine gewerbliche Nutzung möglich. Für welche Zielgruppe ist dabei allerdings noch offen, es gibt verschiedene Denkrichtungen: Wir benötigen insgesamt (Miet-)Wohnraum in Herrenberg, wir wollen den sozialen Wohnungsbau ausbauen, und wir benötigen Unterkünfte für Obdachlose und Flüchtlinge. Gerade bei der Flüchtlings- und Obdachlosenunterbringung ist es uns wichtig, die gesamte Stadt in den Blick zu nehmen und eine möglichst dezentrale Unterbringung, d.h. Verteilung der Personen auf mehrere Standorte zu verfolgen, weil wir keine sozialen Brennpunkte schaffen wollen.“
 
Bevor diese Ideen festgezurrt und verwirklicht werden können, sind nun zunächst Betonfertigteile, Brüstungen und Pfeiler zu entsorgen. Dafür investiert die Stadt rund 71.000 Euro. Die Arbeiten wurden nach Auswertung von 13 Angeboten an die JMS GmbH vergeben.  Der gebrochene Beton wird auf anderen Baustellen wieder verwertet. Für eine Weiternutzung des Gebäudes wäre unverhältnismäßig hoher Umbau-Aufwand nötig geworden, da unter anderem der bauliche Wärmeschutz ungenügend ist. Außerdem bieten die bestehenden Raumstrukturen wenig Flexibilität und damit ebenfalls keine günstigen Voraussetzungen für neue Nutzungsoptionen.