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Mit Bild und Wort gegen Rassismus



 
Im März finden traditionell Internationale Wochen gegen Rassismus statt, dieses Jahr unter dem Motto „Europa wählt Menschenwürde“. Die von den Vereinten Nationen ausgerufenen Aktionswochen bieten die Möglichkeit, sich über Vorurteile und diskriminierende Verhaltensweisen auszutauschen. Mit einer Veranstaltung am Freitag, 22. März, um 19.30 Uhr setzt sich die Stadtverwaltung Herrenberg gegen die ungleiche Behandlung von Menschen ein.
 
Ein Nein zum Rassismus ist eine wichtige Botschaft in der heutigen Zeit, in der Themen wie Migration und Flucht die gesellschaftlichen Debatten prägen. Ein Weg dies zu zeigen, sind die Begegnung und das gemeinsame Schauen der 45-minütigen Dokumentation der Hamburger Journalistin Jana Pareigis über Diskriminierungen im Alltag, wie Einschränkungen beim Zugang zum Arbeits- oder Wohnungsmarkt, Anfeidungen auf der Straße oder beim Zusammensein im Fußballstadion. Im Film wird die Frage gestellt: „Wie ist es mit dunkler Hautfarbe in Deutschland zu leben – und was müsste sich ändern?“
 
Steve Lefang sowie weitere Vertreter/innen des Vereins „Eyes on Cameroon“ aus Gäufelden schildern nach dem Film die eigenen Erfahrungen mit Alltagsrassismus. Wenn man wegen der Hautfarbe, wegen des Glaubens oder einfach aufgrund einer anderen kulturellen Prägung ausgeschlossen wird, kann das gravierende Auswirkungen für Betroffene haben: Verunsicherung im öffentlichen Raum, Gefühl der Entwertung sowie gesundheitliche Probleme gehen häufig mit Benachteiligung und Herabwürdigung einher.
 
Diese Spuren des Rassismus lassen sich auch durch einen respektvollen und solidarischen Umgang vielleicht nicht ganz verwischen, aber abmildern, „indem wir als Stadtgesellschaft den sogenannten „Anderen“ mit Wertschätzung begegnen und die Probleme, die sie durch Ausgrenzung haben, anerkennen und diese immer wieder angehen“, sagt Meliha Geiger, Integrationsbeauftragte der Stadt Herrenberg. Dies könne besonders gut in einer Stadt wie Herrenberg gelingen, die schon seit Jahrzehnten durch das friedliche Miteinander in Vielfalt geprägt ist. Einen wichtigen Beitrag hierzu leistet seit längerem auch der Arbeitskreis „Fokus Afrika“. Unter der Leitung von Eberhard Nestle engagiert sich diese Vereinigung von Institutionen, kirchlichen Gruppen, Vereinen und Privatpersonen aus Herrenberg und Umgebung für bessere Lebensbedingungen auf dem afrikanischen Kontinent und unterstützt mit verschiedenen Aktivitäten die Afrikaner, die hier leben.
 
Die Veranstaltung findet am Freitag, 22. März, um 19.30 Uhr im Kommunalen Kino, in der Herrenberger Volkshochschule, statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Gäste aus den Nachbarkommunen sind herzlich willkommen.