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Schulerfolg und Integration


Im Rahmen der städtischen Fortbildungsreihe „Qualifiziert.Engagiert“ laden Alexander Riegler und Silke Würth aus der Jerg-Ratgeb-Realschule für die Herrenberger Schulen zu einem Themenabend über Unterstützungsmöglichkeiten bei der Integration in das Schulwesen ein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 11. April, um 19.30 Uhr im Musiksaal der Schule statt. Dabei werden Erfahrungen aus anderen Kommunen sowie das Elternmentorenprogramm der Elternstiftung Baden-Württemberg vorgestellt.
 
Alle interessierten Ehrenamtlichen und Fachkräfte sowie die Personen mit Zuwanderungsgeschichte, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen in Sachen Bildung weitergeben wollen, sind herzlich willkommen zur kostenlosen Teilnahme an der Veranstaltung. Das Ziel ist durch neue Wege der interkulturellen Elternarbeit die sprachlichen und kulturellen Unterschiede zu überwinden und so die Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte besser zu unterstützen.
 
Der Fortbildungsabend soll dazu beitragen, in einen direkten und offenen (Erfahrungs-) Austausch über diese Fragestellungen zu kommen, Modelle anderer Kommunen kennenzulernen und für Herrenberg passende Strukturen anzudenken. Wegen der begrenzten Plätze ist eine Anmeldung per Telefon (07032 27030) oder E-Mail (anmeldung@vhs.herrenberg.de) nötig.
 
Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie ein regelmäßiger und funktionierender Austausch zwischen Elternhaus und Schule sind eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Lernen von Kindern und Jugendlichen. Nicht immer gelingt diese Partnerschaft auf Anhieb und die Zurückhaltung der Eltern wird fälschlicherweise als mangelndes Interesse am schulischen Erfolg ihrer Kinder verstanden.
 
Doch die Gründe sind mannigfaltig und liegen häufig in kulturellen und sprachlichen Unterschieden. So haben manche Eltern selbst ein anderes Schulsystem durchlaufen und sind mit schulischen Abläufen und Übergängen, Erwartungen zum Beispiel in Bezug auf Hausaufgaben, Lernen im häuslichen Umfeld sowie mit den Rechten und Pflichten wenig vertraut. Verständnisschwierigkeiten und Verunsicherung sind eine häufige Folge.
 
Die Institution Schule wünscht sich eine gelingende Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule, damit sprachliche Barrieren überwunden werden und Bildungserfolg und Integration gelingen können. Wie können Eltern, Lehrende und Ehrenamtliche im Sinne des Kindes zusammenarbeiten? Welche Strukturen sind nötig? Wie gelingt der Perspektivwechsel und welche tiefergehende Qualifizierung ist für die Zusammenarbeit nötig?