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Engagement in allen Farben des Regenbogens


Rund 1000 Ehrenamtliche hat die Stadt am vergangenen Donnerstag zum Sommernachtskino auf dem Schlossberg eingeladen. Mit einer exklusiven Filmpremiere bedankten sich Oberbürgermeister Thomas Sprißler und das Team Beteiligung und Engagement für ihren Einsatz. Außerdem wurden die Gewinner-Kurzfilme der Filmgala „Goldener Heinrich“ gezeigt.
 
Während sich der Schlossberg langsam füllt, begrüßt OB Thomas Sprißler vor der Leinwand die Ehrenamtlichen. Darunter finden sich zum Beispiel die vielen politisch Engagierten – 148 hatten im Mai bei den Wahlen kandidiert. „Ihr politisches Engagement ist ein Beweis für unsere lebendige Demokratie“, lobt Sprißler. Die Gruppe, der vom Gemeinderat ausgewählten Ehrenamtlichen, wird für ein Jahr auf einer Ehrungstafel im Rathaus zu sehen sein. Gemeinsam mit den Geehrten des Ehrungsabends 2019. Auch den Leitungsspitzen aus dem Sport und den erweiterten Vorständen zollt der OB seine Anerkennung – sie sporteln, organisieren und motivieren den Nachwuchs für den TSV Kuppingen, den TV Gültstein, den RV Adler Kuppingen und den SV Affstätt. Eine weitere Gruppe, die Sprißler würdigt, engagiert sich im Feld Kirche, Soziales und Musik. Mit dabei sind Vertreterinnen und Vertreter des Diakonieladens, der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde Herrenberg und Haslach und des Liederkranzes Herrenberg.
 
Reiches Programm und viel Begegnung
 
Andere bringen sich im Bereich Bildung und Kultur ein, so Engagierte der Straßengalerie, des Kulturkreises Herrenberg, der Ganztagsbetreuung, des Kinderbienengartens, des Heimatgeschichts- und Trachtenvereins Kayh und der Patenschaft „Schule und Beruf“. Sprißler dankt ihnen, dass sie die Stadt für Einheimische wie für Besucher attraktiv gestalten. Auch die Ehrenamtlichen in der Bildung würdigt er für ihre Leistungen: Laut John F. Kennedy sei schließlich nur eines teurer als Bildung: „keine Bildung“. Die diesjährigen Ehrungskandidatinnen und -kandidaten aus dem Feld Natur und Umwelt stammen vom OGV Mönchberg und Kayh, von den Grünen Engeln und vom „Besseren Müllkonzept – Vermeiden Statt Verbrennen“. Ihnen dankt der OB dafür, dass sie die Landschaft und damit das Naherholungsgebiet um Herrenberg erhalten. In der Gruppe Demokratie, Teilhabe und Gender hat die Stadt Vertreterinnen und Vertreter des Frauenfrühstücks Herrenberg, des Freizeitclubs der Lebenshilfe, des Landfrauenvereins und des Projekts „Smartphone/PC-Partnerschaft“ zusammengefasst.
Die Ehrungen umrahmt die erst 15-jährige Kiara K. Huber mit beeindruckenden Gesangseinlagen, so etwa mit „Fallin‘“ von Alicia Keys. Sie ist mit einem eigenen Song 2017 beim internationalen Contest „Eine Welt“ unter den Gewinnern gelandet und bewegt sich gekonnt zwischen Pop, Rock, Soul und Rhythm&Blues. Die jugendlichen Engagierten hatte Sprißler schon im Mai gemeinsam mit anderen herausragenden und langjährigen Ehrenamtlichen beim Ehrungsabend im Mauerwerk gewürdigt. Auf dem Schlossberg spricht Sprißler aber noch einer weiteren Gruppe vom Stadtjugendring ein großes Lob aus: Er betont das Engagement von sechs Jugendlichen, die sich beim Jugendforum 2018 der Aufgabe angenommen haben, einen Herrenberger Filmpreis ins Leben zu rufen. Dieses Projekt „Goldener Heinrich“ lief die vergangenen 1,5 Jahre und fand seinen festlichen Höhepunkt bei der Filmgala am 18. Juli in der Stadthalle. Hier wurden die drei Newcomer-Teams und eine Gruppe von Fortgeschrittenen geehrt. Im Rahmen des Dankeschönfests wurden die vier Gewinnerfilme im Kinovorprogramm öffentlich gezeigt.
 
Das Angebot einer inklusiven Veranstaltung wurde von Gehörlosen wahrgenommen. Die Barrierefreiheit für diese Zielgruppe wurde ermöglicht, indem die Ansprache von Thomas Sprißler und die Liedtexte der Sängerin Kiara K. Huber von einer Gebärdensprachdolmetscherin übersetzt wurden. Der offizielle Film lief mit Untertiteln.
 
Zwischen den einzelnen Programmpunkten nutzen die Besucher rege die Gelegenheit für den Austausch mit anderen Engagierten. Um ihnen das Kennenlernen zu erleichtern, hat sie das Team Beteiligung und Engagement mit Karten in unterschiedlichen Farben für ihre Gruppen ausgerüstet. Auf diese Weise können sie sich auch gegenseitig danken; im Mai konnten sie Kandidaten und Kandidatinnen für die bunte Ehrung vorschlagen. Nun heißt es Aufstehen, Karten schwenken und den Applaus entgegennehmen, und das Publikum verwandelt sich in Farbenmeere in allen Schattierungen des Regenbogens. Der Film „25 km/h“, der dann schließlich anläuft, dreht sich passend zum Anlass um Begegnungen, Beziehungen und neue Erfahrungen und rundet das Dankeschönfest perfekt ab