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LoRaWAN-Abend im Herrenberger Coworking Space


Man nehme einen LoRaWAN-„verrückten“ Amtsleiter, einen spontanen Gastgeber, einige fachlich höchst qualifizierte Experten, eine reisefreudige TTN-Community (TTN = The Things Network), und mehr als nur zwei Handvoll interessierte Bürgerinnen und Bürger – fertig ist der perfekte LoRaWAN-Abend, wie er am Donnerstagabend im Herrenberger Coworking Space stattgefunden hat.
 
Dabei stand zunächst das stadteigene LoRaWAN-Funknetz im Mittelpunkt. Stefan Kraus, Leiter des Amts für Technik, Umwelt, Grün (TUG), stellte nicht nur die inzwischen zum „Klassiker“ gewordene Anwendung – die sensorgestützte Füllstandsmessung in den Unterflurmülleimern – vor. Er skizzierte auch die Schritte, die man seit dem vergangenen Winter unternommen hat, um den Winterdienst auf digitale Beine zu stellen. Eine Anwendung, von der man nicht nur in der Mitmachstadt profitieren würde, sondern darüber hinaus. „In ganz Deutschland steht in den Wintermonaten immer noch jede Nacht ein Mitarbeiter auf, um auf der Straße den Glatteistest zu machen und aufgrund dessen zu entscheiden, ob er seine Kollegen aus dem Bett holt oder nicht“, sagte Stefan Kraus. In Kombination könnten Straßensensor, Wetterstation und ein Programm, das die Wetterdaten der vergangenen Jahre und Jahrzehnte auswertet, dazu beitragen, dass die Alarmierung künftig nicht mehr analog erfolgen muss.
 
Schon seit geraumer Zeit gebe es Testläufe zur digitalen Bewässerung und ab Herbst werde man in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Herrenberg Parksensoren einbauen, die dazu beitragen, den Parkplatz-Suchverkehr auf dem Graben in Herrenberg zu minimieren. Ein Teilprojekt, das über das Förderprogramm des Landes für Herrenberg (LoRa4all@hbg im Programm „Digitale Zukunftskommune@bw) realisiert werden kann.

Neue LoRaWAN-Bürgergruppe

Gleiches gilt für einen „Hackathon“, der im kommenden Frühjahr in Herrenberg stattfinden wird und der durch Stefan Kraus beworben wurde. Der TUG-Amtsleiter rührte zudem die Werbetrommel für eine neue Bürgergruppe. Zu dieser, so seine Wunschvorstellung, könnten sich alle LoRaWAN- und TTN-Interessierten aus Herrenberg und der Umgebung zusammenschließen. „Unser Ziel ist es, dass unser LoRaWAN noch besser in der Bevölkerung ankommt und Bürger darüber noch stärker als bisher ihre ganz eigenen Anwendungen einbinden“, sagte Stefan Kraus. Wie dies mit ein paar „einfachen Klicks“ geschafft werden kann, war ebenfalls Thema beim Abend im Coworking Space, zu dem Moderatorin Angelika Lattner nicht nur Herrenberger Bürger, sondern auch Teilnehmer aus der Landeshauptstadt, aus Heilbronn und sogar aus Wiesbaden begrüßen konnte.

Neben dem städtischen Netzwerk war die LoRaWAN-Technik ganz allgemein, waren das TTN und technische Einzelaspekte des „Internets der Dinge“ Themen, die in den Fachvorträgen von Guido Burger, vom Herrenberger IT-Spezialisten Jerg Theurer und in der anschließenden Diskussion angesprochen wurden.

Jetzt mitmachen

Wer Interesse hat, sich in einer Bürgergruppe zu vernetzen und so gemeinsam das Thema LoRaWAN in Herrenberg voranzubringen, kann sich gerne beim Team für Beteiligung und Engagement unter BE@herrenberg.de melden.


Das stadteigene LoRaWAN-Funknetz stellt Stefan Kraus, Leiter des Amts für Technik, Umwelt, Grün, im Herrenberger Coworking Space vor.