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Siegerkonzept für das BayWa-Areal steht fest


Wie gelingt es in unmittelbarer Nähe zu Bahnhof und Kernstadt ein lebendiges städtisches Quartier zu schaffen und hochwertige Flächen für Büro- und Dienstleistungsangebote anzubieten? Wie sollen Nutzungen wie Wohnen, Einzelhandel und Gastronomie das Angebot ergänzen? Um Antworten auf diese Fragen zu erhalten, hat die Stadt Herrenberg ein Investorenauswahlverfahren für das BayWa-Areal ausgelobt, dessen Ergebnis jetzt feststeht. Bis Samstag, 12. Oktober sind die Wettbewerbsbeiträge in der Stadtbibliothek zu sehen.
 
Das zweistufige Investorenauswahlverfahren gliederte sich in eine Bewerbungsphase, in der sich interessierte Bieter um eine Teilnahme bewerben konnten, und eine Wettbewerbsphase, in der vier Bietergemeinschaften aus Investoren und Architekten ihre Konzepte für die Gestaltung und Nutzung des Areals eingereicht haben.
 
Das Areal ist rund 7.500 Quadratmeter groß und liegt zwischen Bahnhof und Nagolder Straße. Nicht zum Wettbewerb gehörte der westlich gelegene Bereich der Fläche, der an einen Gartenmarkt (BayWa) verpachtet ist. Ebenfalls ausgeklammert wurden ein kleinerer Grundstücksteil, der für ein ortsansässiges Unternehmen reserviert ist, sowie ein Bereich für die Trasse des künftigen Bahndurchstichs.  
 
Für das Wettbewerbsgebiet waren Vorschläge für die städtebauliche Einbindung und gestalterische Umsetzung, ein Nutzungskonzept, ein Umsetzungskonzept und ein Kaufpreisangebot gefordert. Die Teilnehmer mussten unter anderem einen Lageplan, die Dachaufsicht, die Geschosszahlen der Gebäude, einen Plan der Tiefgaragenebene, Grundrisse, Ansichten und Fassadenabbildungen sowie die vorgesehene Nutzungsverteilung vorlegen.
 
Das Rennen machte der Entwurf der blue estate GmbH mit dem Büro Ackermann und Raff Architekten sowie g2-Landschaftsarchitekten, alle drei aus Stuttgart. Das Preisgericht, bestehend aus externen renommierten Fachleuten, Mitarbeitern der Verwaltung und Mitgliedern des Gemeinderats habe den Siegerentwurfs ausgewählt, weil es sich hier um eine insgesamt sehr gute Arbeit mit ansprechenden außen- und innenräumlichen Qualitäten handelt und der Entwurf ein lebendiges städtisches Quartier in unmittelbarer Nähe zur Kernstadt schafft, berichtet Baubürgermeister Tobias Meigel.
 
Siegerentwurf BayWa-Areal von a+r Architekten

Auf einem eingeschossigen Sockel platziert der Entwurf Gebäudeensembles, die aus drei Bausteinen bestehen: dem Dienstleistungsbereich, dem temporären Wohnen und dem Wohnbereich. Die Ablesbarkeit der Funktionen sei gegeben, ohne dass der bauliche Gesamteindruck der Anlage leidet, befand das Preisgericht. Auf dem eingeschossigen Sockel befindet sich der zentrale, langgestreckte Boulevard in Ost- Westrichtung. Er schafft einen auf angenehme Weise räumlich differenzierten Aufenthaltsraum, der die Übergänge zwischen Öffentlichkeit und Privatheit rhythmisiert und hierarchisiert und auf diese Weise unterschiedliche Orte mit hoher Aufenthaltsqualität schafft. Am östlichen Ende des Boulevards wird ein schlanker, gut proportionierter, 7-geschossiger Kopfbau situiert, der den Abschluss des Quartiersboulevards zur Stadt hin bildet. Die innere Organisation der Bürogebäude ist durch abwechslungsreiche Erschließungsflächen gekennzeichnet.
 
An den Wettbewerb schließt sich ein Verhandlungsverfahren zwischen dem Wettbewerbssieger und der Stadt an. Der Beschluss des Gemeinderats zum Ergebnis des Investorenauswahlverfahrens ist im November 2019 vorgesehen.

Ausstellung in der Stadtbibliothek


Wer sich selbst ein Bild von den eingereichten Entwürfen machen will, kann bis Samstag, 12. Oktober 2019 in der Herrenberger Stadtbibliothek tun.  Bei der Ausstellungseröffnung wurde die Rangfolge öffentlich gemacht. Die Ausstellung ist zu den gewohnten Öffnungszeiten zu sehen.