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Verkehrsberuhigung im Wohngebiet


Die Wohngebiete in der Herrenberger Innenstadt zwischen Horber, Tübinger und Hindenburgstraße sind eine beliebte Abkürzung für Autofahrer, die den Reinhold-Schick-Platz meiden wollen. Um die Bewohner und Besucher von Einrichtungen wie Kita, Kirchen und Läden sowie Fußgänger und Radler besser zu schützen, gilt ab Montag, 28. Oktober eine neue Verkehrsregelung.
 
Ein halbes Jahr lang dauert die Testphase, in der ermittelt werden soll, ob die Durchfahrt- und Einfahrtverbote an ausgewählten Stellen die gewünschten Effekte erzielen. „Unser Ziel ist es, den Verkehrsfluss im Alzental und Schafhausfeld zu regulieren und zu beruhigen und gleichzeitig zu gewährleisten, dass die öffentlichen Einrichtungen und Geschäfte gut erreichbar und die Umwege für die Bewohner in einem akzeptablen Rahmen bleiben“ erläutert Sandra Böhme, die Leiterin der Straßenverkehrsabteilung im Herrenberger Ordnungsamt.
 
Mit Beginn der Herbstferien startet das vom Gemeinderat bereits beschlossene System an echten und unechten Einbahnstraßen, das die Durchfahrt durchs Wohngebiet unattraktiver machen soll. Neue Schilder zeigen an, wo die Einfahrt verboten ist und wo man nur in eine bestimmte Richtung abbiegen darf. Zum Start der neuen Verkehrsregelung am Montagmorgen ist der städtische Verkehrsdienst vor Ort – um die Lage zu überwachen und als Ansprechpartner für alle Verkehrsteilnehmer, die von ihrer gewohnten Route abweichen müssen.
 

Das ändert sich ab 28. Oktober

Die Goethestraße wird zur unechten Einbahnstraße. Das heißt, hier ist die Einfahrt nur von einer Richtung erlaubt – von der Gültsteiner Straße und der Horber Straße aus jeweils bis zur Alzentalstraße. Wer aber in der Goethestraße startet, darf innerhalb der unechten Einbahnstraße in beide Richtungen fahren. Damit wird der Durchgangsverkehr unterbunden, aber die Erreichbarkeit der Gebäude sichergestellt. Zur echten Einbahnstraße wird die Erhardtstraße zwischen Gültsteiner und Bismarckstraße. Der beruhigende Effekt soll vor allem für mehr Sicherheit vor dem Kinderhaus und dem Kindergarten sorgen.
 
 

Freie Fahrt für Rettungskräfte und Fahrräder


Damit die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ohne Zeitverlust zu allen Einsatzorten kommen, dürfen diese Fahrzeuge im Einsatzfall in beide Richtungen fahren. Auch für Radler ist der Weg in beide Richtungen frei, was die Verkehrsschilder entsprechend anzeigen.
 
 

Erreichbarkeit gewährleisten


Alle Wohngebäude sowie die Geschäfte und Betriebe im Alzental sind weiterhin erreichbar, wobei in manchen Fällen Umwege nötig werden. Es ist möglich, dass der Verkehr in Nebenstraßen deshalb steigt. Während des Probelaufs werden deshalb die Verkehrsmengen erhoben, damit bei Bedarf nachjustiert werden kann. Rund 4.000 Fahrzeuge pro Tag fahren heute durch die Goethestraße, 1.000 durch die Erhardtstraße und in der Bismarckstraße sind es 1.700. Von der neuen Verkehrsregelung erwartet die Verwaltung eine spürbare Entlastung für die Menschen im Wohngebiet.
 
 

Zukunftsperpektiven


Einen weiteren positiven Effekt auf die Lebensqualität im Alzental erhofft sich die Stadtverwaltung vom Anwohnerparken, das ab Anfang 2020 den Parksuchverkehr eindämmen soll, der in dem Wohngebiet wegen seiner Nähe zum Bahnhof hoch ist. Ebenfalls für das kommende Jahr ist eine Änderung im Bereich Gültsteiner Straße geplant: die Zufahrt von der Hindenburgstraße aus soll entfallen, Gültsteiner Straße und Markusstraße werden zur Einbahnstraße im Zusammenhang mit der neuen Verkehrsführung auf der Hindenburg- und Horber Straße im Zuge des Modellstadtprojekts „Stadtluft verbessern“. Hierbei ändert sich der Verkehrsfluss in der gesamten Innenstadt und es werden wichtige Verbesserungen für den Radverkehr möglich.