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Einbau von Parksensoren auf dem Graben


Finde ich einen freien Parkplatz oder finde ich keinen freien Parkplatz? Diese Frage müssen sich Autofahrer in naher Zukunft nicht mehr stellen. Zumindest nicht, wenn sie im Oberen und Unteren Graben auf Parkplatzsuche gehen. Ab Montag nächster Woche werden dort die 60 Stellplätze auf den beiden innerstädtischen Parkflächen mit Sensoren ausgestattet.
 
 „Die Sensoren werden uns in Echtzeit und für jeden einzelnen Parkplatz die Information liefern, ob er belegt oder ob er frei ist“, benennt Stefan Kraus, Leiter des Amts für Technik, Umwelt, Grün (TUG) der Stadt Herrenberg Sinn und Zweck der Parksensoren. Die Maßnahme wird über das Projekt „LoRa4all@hbg“ im Programm „Digitale Zukunftskommune@bw“ des baden-württembergischen Innenministeriums realisiert. Möglich wird die Datenübertragung durch das stadteigene LoRaWAN-Netz, das federführend vom TUG aufgebaut wurde und das inzwischen nicht nur eine offen zugängliche Versorgung, sondern auch eine flächendeckende Netzabdeckung garantiert.
 
Um die Sensoren einbauen zu können, müssen die Parkplätze kurzzeitig gesperrt werden. Es kann deshalb in der Kalenderwoche 47 zu Beeinträchtigungen kommen. Damit diese möglichst gering ausfallen und die Einbauten trotzdem effektiv gestaltet werden können, werden jeweils zehn bis 15 nebeneinanderliegende Parkplätze für einen Tag gesperrt. Am Tag nach dem Einbau – die Sensoren werden auf der Belagsoberfläche angebracht – stehen die Parkplätze direkt wieder den Autofahrern zur Verfügung. Die Sensoren können problemlos von den ein- oder ausparkenden Autos überfahren werden.
 
Mit dem Einbau der Parksensoren alleine ist es jedoch nicht getan. In einem nächsten Schritt werden die Sensor-Daten einerseits in die Verkehrsplattform integriert, die für die „Modellstadt Saubere Luft“ entwickelt wird. Andererseits werden sie in das von den Stadtwerken Herrenberg betriebene Parkleitsystem eingespeist. „Autofahrer, die in der Innenstadt auf der Suche nach einem freien Parkplatz sind, bekommen somit eine verlässliche und auf die Minute genaue Information darüber, wie viele freie Parkplätze es im Graben in diesem Moment noch gibt“, erklärt Karsten Kühn. Die Vorteile liegen für den Leiter der Stadtwerke Herrenberg auf der Hand: „Wir können somit den Suchverkehr in der Innenstadt ganz entscheidend minimieren.“
Davon profitieren gleich mehrere Parteien: Für Autofahrer ist die Suche nach einer freien Parklücke mit weniger Zeitaufwand und somit auch weniger Frust verbunden. Bürger und Besucher, die zu Fuß in den Altstadtgassen unterwegs sind, müssen weniger oft dem Suchverkehr ausweichen. Herrenberg und seine Bürger werden mit wenig Abgasen und Feinstaub belastet.


So sehen die Parksensoren aus. Auf dem Bild ist ein Testsensor abgebildet, der inzwischen wieder abgebaut ist.