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Agiles und projektorientiertes Arbeiten in neuen Räumlichkeiten


Mitte April ziehen die ersten städtischen Ämter und Abteilungen aus dem Baudezernat in die neuen Räumlichkeiten im Seeländer-Komplex ein. In einem ersten Schritt werden die Mitarbeitenden des Baudezernats, die bisher im Verwaltungsgebäude Marktplatz 1 arbeiten, ihre neuen Büros beziehen. Das Tiefbauamt, das Gebäudemanagement (bis auf das kaufmännisches und infrastrukturelles Gebäudemanagement) und der Gemeinsame Gutachterausschuss Oberes Gäu bleiben zunächst im Verwaltungsgebäude Marienstraße 21.

Als erste Ämter werden das Baurechtsamt mit dem Servicebüro Bauen, das Amt für Stadtentwicklung, die Stabsstelle Herrenberg-Süd, die Stabsstelle Klimaschutz, das kaufmännische Gebäudemanagement und Baubürgermeisterin Susanne Schreiber im Zeitraum von Montag, 19. April, bis Freitag, 23. April, vom Marktplatz 1 ins Seeländer umziehen. Die Hauptumzugstage, an denen ein externes Unternehmen den Transport von Akten, Stühlen, Büromaterial, Telefonen, Computern mit Zubehör und sonstigem Arbeitsmaterial übernimmt, sind am 20. und 21. April. Ab Montag, 26. April, sind die genannten Ämter mit rund 40 Mitarbeitenden am neuen Arbeitsort voll einsatzfähig. „Die Vorbereitungen für den Umzug laufen, wir freuen uns auf die neuen Räumlichkeiten, die uns ein noch agileres und projektorientiertes Arbeiten ermöglichen werden“, so Baubürgermeisterin Susanne Schreiber. Sie erklärt weiter: „Das einziehende Personal wird sich zunächst auf beide Etagen verteilen, damit entsprechende Abstände beim Arbeiten eingehalten werden können. Zudem gilt bei uns weiterhin Arbeiten in verteilten Schichten und im Homeoffice.“

Der Umzug der Ämter, die derzeit in der Marienstraße untergebracht sind (Tiefbauamt, das technische Gebäudemanagement und Gemeinsamer Gutachterausschuss Oberes Gäu) und die künftig überwiegend im dritten Obergeschoss des Seeländer untergebracht werden sollen, wird coronabedingt auf einen späteren Zeitraum verschoben. Wenn der gesamte Umzug abgeschlossen ist, werden rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Herrenberg ihren Arbeitsplatz im neuen Technischen Rathaus Seeländer haben.

Zugang und digitale Infotafel
Der Hauptzugang zum neuen Technischen Rathaus für die Bürgerinnen und Bürger ist der Eingang Seeländerplatz 3. Dieser befindet sich auf der linken Seite des Seeländerplatzes neben dem Discounter Lidl. Über das Treppenhaus oder den Aufzug gelangen die Besucherinnen und Besucher in das zweite Obergeschoss. Hier wartet eine digitale Infotafel - ein großer Touch-Bildschirm mit intuitiver Benutzerführung - auf die Gäste. Über die Infotafel stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: Per Berührung des Bildschirms können alle Mitarbeitenden der Stadtverwaltung direkt kontaktiert werden. Weiter können sämtliche Infos rund ums Thema Bauen abgerufen werden. Über eine Verlinkung zu herrenberg.de können zudem die städtischen Stellenangebote, der Veranstaltungskalender, das Mitmachstadtportal sowie das Stadtnavi aufgerufen werden. Zur Realisierung dieses digitalen Angebots wird die Software smartperform eingesetzt.

Im sich direkt anschließenden Servicebüro Bauen befindet sich ein Empfangsbereich, in dem sich Interessierte Planungsunterlagen anschauen können: digital auf einem Bildschirm oder analog in der Schublade. Alle Fragen rund um die Themen Planen und Bauen beantworten die Mitarbeiterinnen des Servicebüro Bauen schnell und kompetent – persönlich vor Ort, mit digitalen Angeboten auf der städtischen Homepage oder mittels Live-Chat.

Aufgrund der Corona-Lage können die Bürgerinnen und Bürger derzeit allerdings nur nach Terminvereinbarung ins neue Technische Rathaus Seeländer oder in die anderen städtischen Verwaltungsstandorte kommen.

Eingang des Technischen Rathauses Seeländer von der Dachterrasse aus

Eingang zum Technischen Rathaus Seeländer von der Dachterrasse aus.

Erreichbarkeit der Verwaltung während Umzug
Baurechtsamt, Stadtentwicklung, die beiden Stabsstellen Klimaschutz und Herrenberg-Süd, das kaufmännische Gebäudemanagement sowie die Leitung des Baudezernats sind während der Umzugswoche vom 19. bis 23. April vor Ort nicht erreichbar. Telefonisch ist die direkte Erreichbarkeit der Mitarbeitenden eingeschränkt. In Zeitfenstern, in denen der Umzug bewältigt wird, werden die Telefone auf die Zentrale umgeleitet. Das Baurechtsamt mit dem Servicebüro Bauen ist am Donnerstag, 22. April und Freitag, 23. April, geschlossen.

Technisches Rathaus im Seeländer
Im Seeländer stehen der Herrenberger Stadtverwaltung für das Technische Rathaus auf zwei Etagen rund 1.700 Quadratmeter zur Verfügung. In lichtdurchfluteten, offenen und einladenden Räumlichkeiten haben die Rathausmitarbeitenden künftig ihren Arbeitsplatz. Aufgeteilt und unterbrochen werden die großen in weiß gehaltenen Büroflächen durch farblich unterschiedlich gestaltete Multifunktionsräume, die herrenbergspezifisch benannt sind – so gibt es etwa den grünen „Schlossberg“ für vier Personen im zweiten Obergeschoss oder den gelben Besprechungsraum „Kuppingen“ für acht Personen einen Stock darüber. Insgesamt acht Räume zum Austauschen und Besprechen in unterschiedlichen Größen sind über die beiden Stockwerke verteilt. Dazu kommen drei Küchenzeilen sowie im zweiten Stock ein offener Bereich für die Pause, zum Essen oder auch für Treffen von größeren Gruppen und natürlich verschiedene Toiletten für die Mitarbeitenden und die externen Besuchenden. Wer seine Gedanken sammeln und ganz für sich arbeiten möchte, für den stehen sogenannte „Thinkboxen“ zur Verfügung. Für die Amtsleitungen sind transparente Einzelbüros vorgesehen.

Blick aus Büro des Technischen Rathauses Seeländer auf Stadt und Stiftskirche

Blick aus einem Büro auf die Stadt mit Stiftskirche.

Moderne und intelligente Ausstattung
Immer wieder fallen unterschiedlich gestaltete Sitzgruppen zwischen den Schreibtischen auf. „Diese sollen den Austausch untereinander fördern und das projektorientierte Arbeiten unterstützen,“ erklärt Stanislava Häussler, Architektin und Projektleiterin vom städtischen Gebäudemanagement. Alle Schreibtische sind mit einem Handgriff höhenverstellbar, die Beleuchtung wird je nach einfallendem Außenlicht und durch Bewegungsmelder gesteuert. Zum Festhalten von Ergebnissen oder zum Sortieren von Gedanken stehen verschiebbare Whiteboards zur Verfügung. „Wir haben hier beste Arbeitsbedingungen geschaffen“, erklärt Häussler weiter. Für die Mitarbeitenden, die mit dem Rad zur Arbeit kommen, gibt es auf der Parkebene des Seeländer einen abschließbaren Bereich für die Räder – einschließlich Lademöglichkeit.

Kosten
Für das Technische Rathaus Seeländer sind mit Ausstattung, Investitionskostenzuschuss sowie Umzug und Digitalisierung von Akten rund 950.000 Euro veranschlagt. Der Mietvertrag der Stadt Herrenberg mit der Firma Geiger wurde über eine Dauer von mindestens 12 Jahren geschlossen.

Entwicklung des ehemaligen Bauhof-Geländes
„Einkaufszentrum Innenstadt“ – lautete die städtische Vision 2013 für die rund 1,2 Hektar große damalige Brachfläche am Rande der Altstadt. Im Sommer 2013 startete das Investorenauswahlverfahren. Im April 2014 sprach sich der Gemeinderat für die Firma Geiger aus Sonthofen aus. Das Bebauungsplanverfahren dauerte von Juli 2014 bis Juli 2018. Der Spatenstich erfolgte im September 2018. Nach zwei Jahren Bauzeit eröffneten am 20. Oktober 2020 die fünf Geschäfte im Erdgeschoss. Im Obergeschoss befinden sich drei weitere Baukörper. Anfang März 2021 hat die städtische Kindertageseinrichtung „Seeländer“ mit ihren drei Gruppen und rund 50 Plätzen im mittleren Gebäudeteil ihren Betrieb aufgenommen. Im linken (südwestlichen) Gebäudeteil kommen im zweiten und dritten Oberschoss die Ämter und Abteilungen des Technischen Rathauses unter.