Nachricht

Jetzt rollen die Kugeln


Viele große und kleine Gäste waren am vergangenen Donnerstag, 18. November, zur feierlichen Einweihung der Erlebnisstation Teuchel am Roten Meer auf dem Schlossberg mit Live-Musik, Snacks und Secco gekommen. Nach den Grußworten von OB Thomas Sprißler und Thomas S. Bopp vom Verband Region Stuttgart sowie der Enthüllung der Info-Tafel sind die ersten Kugeln über die Outdoor-Kugelbahn aus Holz gerollt.  

„Die Erlebnisstation Teuchel ist ein weiterer Mosaikstein im Schlossberg Erlebnisraum mit überregionaler Bedeutung“, sagte Oberbürgermeister Thomas Sprißler, und fügte hinzu. „Sie nimmt Besucherinnen und Besucher aus Herrenberg und der Region mit auf den Weg zum Schönbuchturm, wobei Kindern und Erwachsenen auf kreative und spielerische Art und Weise Wissen zu unserer Stadt vermittelt wird.“

OB Sprißler dankte allen Beteiligten, die dafür sorgten, dass das Projekt trotz straffem Zeitplan pünktlich fertiggestellt wurde, darunter: der Firma KuKuk Freiflug GmbH aus Stuttgart, die die Teuchelbahn baute, den Mitarbeitenden vom Amt für Technik, Umwelt, Grün und den Auszubildenden des Forsts, die den Bau tatkräftig unterstützen, den Stadtwerken Herrenberg, die den Kugelautomat und die Kugeln finanzieren, sowie insbesondere Gisela Grandinetti vom Amt für Wirtschaftsförderung und Kultur, die das Projekt koordinierte.

Nach dem Grußwort des OB sprach der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart, der das Projekt zu 50 Prozent mitfinanziert. Thomas S. Bopp zeigte sich begeistert von der Aussicht, die man vom Standort, den er als „Schnittpunkt zwischen Schönbuch und Gäu“ bezeichnete, hat: „Hier sieht man, welch phantastische Landschaft wir in der Region haben.“ Mit Projekten wie der Erlebnisstation Teuchel wolle der Verband Region Stuttgart Attraktionen schaffen, um die Landschaft erlebbar zu machen. Darüber, dass Projekte wie die Erlebnisstation trotz Corona weiterhin geplant und umgesetzt werden, sei er sehr froh, so Thomas S. Bopp weiter.

Führung zur Wasserversorgung

Vor der offiziellen Einweihung erläuterte Wolfgang Wacker bei einer öffentlichen Führung, wie die Wasserversorgung von Herrenberg früher funktionierte. Etwa 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger spazierten mit ihm vom Marktplatz bis zur Erlebnisstation Teuchel und machten dabei an verschiedenen Stationen Halt, etwa vor dem Dekanat, wo die Dekanatsbrunnenleitung verlief.

Gleich zu Beginn der Führung wurde erläutert, dass der Zugang zu Wasser eine Herausforderung war und Herrenberg deshalb am Reißbrett geplant wurde. „Das war wichtig für die Verlegung der Wasserleitungen“, betonte Wolfgang Wacker. Wo genau die Wasserleitungen verliefen, sei jedoch geheim gehalten worden, wie außerdem verraten wurde. Da das Grundwasser in Herrenberg knapp und nicht besonders sauber war, versuchte man, Wasser von außen in die Brunnen und später in die Reservoirs der Stadt zu leiten, etwa aus den Schanzenwiesen.

Ein wichtiges Datum in der Geschichte der Wasserversorgung von Herrenberg ist übrigens das Jahr 1896: Damals wurde eine sogenannte Druckleitung in Betrieb genommen, wodurch die Brunnen in der Stadt fortan mit Frischwasser versorgt werden konnten.

Wie ist die Erlebnisstation zu erreichen?

Ab dem Parkplatz am „Roten Meer“ ist die Erlebnisstation Teuchel in wenigen Gehminuten zu erreichen. Die Erlebnisstation Teuchel liegt auf der Turm-Tour, die vom Schlossberg zum Schönbuchturm führt. Von der Erlebnisstation Teuchel sind es etwa 30 Gehminuten bis zum Schönbuchturm. Wer vom Marktplatz über den Schlossberg zur Erlebnisstation läuft, sollte etwa 20 Minuten einplanen.

Über das Projekt

Groß und Klein können sich an der Station über die historische Wasserversorgung in Herrenberg informieren. Eine Infotafel und drei Teuchel als Anschauungsobjekte erklären Erwachsenen das Thema. Die Kugelbahn aus Holz, die sogenannte Teuchelbahn, vermittelt Kindern das Thema spielerisch. Auch auf der Infotafel ist Wissenswertes kindgerecht aufbereitet – ein kleiner Siebenschläfer macht die Kinder darauf aufmerksam.

Das Projekt wird zur Hälfte mitfinanziert vom Verband Region Stuttgart durch das Förderprogramm „Landschaftspark Region Stuttgart“.