Nachricht

Schlechtes Wetter? Schlechte Ausrede!


Im Herbst das Fahrrad zur Arbeit nehmen? Besser nicht. Es könnte ja regnen. Die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) hat ein paar Tipps, wie Radfahrer der nassdunklen Jahreszeit trotzen können. Die Stadt Herrenberg ist seit 2012 Mitglied in der AGFK-BW.

Die erste Überlegung sollte sein: Wo bin ich unterwegs und wie lange? Je länger Sie die Kleidung Feuchtigkeit aussetzen, desto größer ist die sogenannte Wassersäule, der das Outfit standhalten muss. Fahren Sie nur kurze Strecken durch die Stadt, reicht also oft ein preisgünstiger Regenponcho. Wenn Sie eine längere Strecke radeln, sollten Sie über die Kombination aus Regenjacke und Regenhose nachdenken. Eine Regenjacke gilt laut internationalen Standards bereits als wasserdicht, wenn sie einer Wassersäule von 800 mm standhält. Zumindest für die Regenhose wird aber ein Wert von mindestens 2.000 mm empfohlen. Zur Orientierung: Das ist in etwa der Druck, der auf Ihre Hose wirkt, wenn Sie sich auf den nassen Sattel setzen. Atmungsaktive Materialien sorgen außerdem dafür, dass Sie nicht verschwitzt bei der Arbeit ankommen.

Richtige Fahrweise


Wenn es draußen dunkler wird und nasses Laub den Boden rutschig macht, hilft es vor allem, vorsichtig und vorausschauend zu fahren. Man muss aber nicht gleich im Schneckentempo unterwegs sein. Für Kurven gilt: Mit den Augen immer den Kurvenausgang im Blick haben – so haben Sie die größtmögliche Kontrolle. Und nicht erst in, sondern immer schon vor der Kurve bremsen und diese dann mit gleichmäßiger Geschwindigkeit durchfahren. Sollten Sie auf gerader Strecke mal schneller unterwegs sein und abrupt bremsen müssen, verlagern Sie Ihr Gewicht nach hinten. Damit vermeiden Sie, dass ihr Vorderrad wegrutscht. Neben ausreichend Profil auf den Reifen hilft gegen Rutschen außerdem, den Luftdruck etwas zu verringern. Der Mantel hat so mehr Kontaktfläche zum Boden. Dass Sie immer darauf achten sollten, für andere gut sichtbar zu sein, ist klar. Also immer: Licht an.

Richtige Einstellung


Sie wachen morgens auf und hören als erstes den Regen an die Fensterscheibe prasseln. Draußen ist es noch dunkel. „Ich geh da nicht raus!“, sagen Sie sich vielleicht. Man kann das Ganze aber auch anders angehen: Denn wer sich morgens ins Auto setzt, kommt bei der Arbeit genauso müde an, wie er zuhause losgefahren ist – außer vielleicht, die anderen Verkehrsteilnehmer haben den eigenen Blutdruck in die Höhe getrieben. Ziehen Sie stattdessen lieber Ihre wetterfeste Kleidung an und schwingen Sie sich aufs Rad. Das einzige Körperteil, dass nass wird, ist ihr Gesicht.


Die AGFK-BW e. V.


Die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) ist ein Netzwerk von über 70 Städten, Landkreisen und Gemeinden. Die Stadt Herrenberg ist seit 2012 Mitglied der AGFK-BW. Unterstützt und gefördert vom Land, wollen die Kommunen das Radfahren als selbstverständliche, umweltfreundliche und günstige Art der Fortbewegung fördern, mehr Menschen sicher aufs Rad bringen und ihnen die Freude am Radfahren vermitteln – für eine neue Radkultur in Baden-Württemberg. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die nachhaltige Mobilitätserziehung von Kindern und Jugendlichen.