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Rathaus-Baustelle ist fertig


Nach sechs Monaten sind die umfassenden Bauarbeiten im und ums Rathausgebäude am Marktplatz abgeschlossen. Eine multifunktionale Nutzung, die Barrierefreiheit und der Brandschutz standen im Fokus der Sanierung. Im frisch renovierten Ratssaal finden in der kommenden Woche die ersten Ausschusssitzungen des Gemeinderates statt.
 
Von Juni bis November wurde im ersten Obergeschoss des Rathauses am Marktplatz 5 fleißig gewerkelt, gebohrt und gehämmert: Der umfangreiche Umbau sollte den Anforderungen an eine multifunktionale Nutzung, an die Barrierefreiheit und Brandschutzvorschriften Rechnung tragen. „Der Umbau war längst überfällig“, macht Oberbürgermeister Thomas Sprißler deutlich. „Umso mehr freue ich mich jetzt über das tolle Ergebnis“, lobt der OB das Konzept. Mit dem Umbau eröffnen sich viele neue Nutzungsmöglichkeiten: „Die renovierten Räume werden den unterschiedlichen Bedürfnissen von Bürgerschaft, Gemeinderat und Verwaltung jetzt endlich gerecht.“
Geplant und begleitet hat den Umbau Stanislava Häussler, Architektin vom Gebäudemanagement. „Es gibt noch ein paar kleinere Baustellen, zum Beispiel die Montage der Garderobe oder unwesentliche Einstellungen bei der Technik.“ Insgesamt zieht sie jedoch eine positive Bilanz: „Das Projekt lief insgesamt sehr rund und wurde im Zeit- und Kostenrahmen abgeschlossen.“

Modern und multifunktional: der Ratssaal

„Das Herzstück des Rathauses, der Ratssaal, ist kaum wieder zu erkennen“, stellt Stanislava Häussler fest. Die Podeste und feste Möblierung aus den 1970er Jahren wurden durch eine flexible Bestuhlung ersetzt. Der graue Teppichboden machte Platz für freundliches Parkett; die schwere Holzvertäfelung an der Wand ist jetzt lichtgrau gestrichen. Helle Jalousien und neue Fenster gibt es nun ebenfalls. Eine Akustikdecke sowie eine moderne Licht- und Medientechnik gehören nun auch zur Ausstattung.
„Künftig kann der Ratssaal, der größte Raum im ersten Obergeschoss, für ganz unterschiedliche Anlässe genutzt werden“, sagt Stanislava Häussler. Städtische Veranstaltungen, Empfänge und Trauungen mit bis zu 100 Personen könnten hier nun stattfinden, ebenso Gremiensitzungen und Besprechungen.

Barrierefreiheit im Fokus

Um das erste Obergeschoss barrierefrei erschließen zu können, wurde ein Raum, das „Alte Trauzimmer“, aufgegeben bzw. umfunktioniert: Er wird jetzt für einen zweiten, barrierefreien Flucht- und Rettungsweg in Richtung Rathausgasse und ein Behinderten-WC genutzt. Ein neuer behindertengerechter Parkplatz hinter dem Rathaus sowie neue, barrierefreie Pflastersteine rund um das Gebäude sorgen dafür, dass dieser Eingang gut zu erreichen ist. „Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Stadtrat Thomas Dingel“, sagt Stanislava Häussler, „er stand uns in allen Fragen zur Barrierefreiheit beratend zur Seite.“ Koordiniert hat die Straßenbaumaßnahme das Amt für Tiefbau und Entwässerung. Zur Barrierefreiheit gehört auch, dass im Ratssaal eine Induktionsschleife für Hörgeräte eingebaut wurde, die das akustische Signal verstärkt. Dadurch können Hörgeschädigte besser an Veranstaltungen im Ratssaal teilhaben.
 
Modernisiert und barrierefrei umgebaut wurde auch der kleine Sitzungssaal neben dem Ratssaal, den die Stadtverwaltung als Besprechungsraum nutzt. Außerdem gibt es jetzt ein Stuhllager und eine Teeküche für Catering, die die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung zugleich als Sozialraum nutzen können. Renoviert und mit neuen Möbeln ausgesattet wurden auch der Eingangsbereich und der gesamte Flur im Rathausgebäude.

Brandschutz

Beim Umbau wurden auch Brandschutzmängel in der Ratssaal-Ebene beseitigt. Zudem wurden neue Fenster eingebaut und die Elektroverteilung wurde auf den neuesten Stand gebracht. Darüber hinaus wurde für die Ratssaal-Ebene ein zweites Heizsystem aufgebaut, das parallel zum bestehenden funktioniert. „Zu einem späteren Zeitpunkt schließen wir die gesamte Hausversorgung an das neue System im ersten Obergeschoss an“, erklärt Stanislava Häussler.

Kosten und Ausblick

Rund 700.000 Euro hat der Umbau der Ratssaal-Ebene gekostet. Da das Rathaus insgesamt in einem sanierungsbedürftigen Zustand ist, sollen zu einem späteren Zeitpunkt weitere Baumaßnahmen folgen.