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Klares Ja zum Bau der Freizeitanlage


Naturfreibad, Hallenbad, Freizeitanlage: Mit diesem Dreiklang soll der Bereich Längenholz zu einem attraktiven und unverwechselbaren Spiel- und Begegnungsraum für Jugendliche, junge Erwachsene, für Familien und alle Herrenberger Bürgerinnen und Bürger werden. Diesen Beschluss hat der Gemeinderat schon vor längerer Zeit getroffen – nun folgt der finale Schritt zur Umsetzung: Unter Federführung des Amts für Technik, Umwelt, Grün (TUG) wird das Freizeitgelände gebaut. Der Stadtrat hat hierfür gestern die entsprechenden Beschlüsse gefasst.
 
In der Sitzung am Dienstagabend stimmte der Gemeinderat dem Bebauungsplan „Längenholz, 2. Änderung Freizeitanlage“ und dem Planentwurf des Büros „faktorgrün“ sowie der Änderung des Flächennutzungsplans der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft jeweils einstimmig zu. Mit dem Beschluss wurde die Verwaltung damit beauftragt, die Bauleistungen auszuschreiben und an den günstigsten Bieter zu vergeben, sobald die Voraussetzungen für eine Baugenehmigung der Freizeitanlage vorliegen. Läuft alles nach Plan, wird im Juli 2019 mit dem Bau der Freizeitanlage Längenholz begonnen. Die Einweihung ist für Sommer 2020 geplant.

Die Kosten für die Freizeitanlage samt Wohnmobilstellplätzen betragen rund 835.000 Euro. In diesem Betrag enthalten sind die Kosten für die Planung und den Bau der Freizeitanlage sowie damit verbundene weitere Kosten, wie etwa TÜV-Gebühren.

Container als Begegnungsräume

Auf der großzügig bemessenen Fläche, die sich an das Hallen- und Naturfreibad anschließt, soll der Wunsch der Jugendlichen nach einem Kleinspielfeld mit Fußballtoren und Basketballkörben ebenso erfüllt werden, wie der nach Grillstellen und Slacklines, nach einem Bikepark und einer Boulderbox. Letztgenannte wird in einem Container untergebracht. Überhaupt werden auf dem Freizeitgelände mehrere Container aufgestellt. Diese entstammen der Wanderausstellung „Lampedusa Calling“ und wurden von engagierten Bürgern und Jugendlichen gestaltet; auf dem Freizeitgelände werden die mobilen Projektcontainer nun zu dauerhaften Begegnungs-, Bewegungs- und Rückzugsräumen. Fahrradständer und ein kostenloser WLAN-Empfang erhöhen die Attraktivität des Freizeitgeländes zusätzlich.
 
„Wir erhoffen uns einen regen Zulauf und schaffen mit einer WC-Anlage die Voraussetzungen dafür, dass sich die Besucher auch länger auf dem Gelände aufhalten können“, nennt Simone Kreiser ein weiteres Detail der Planung. Bei der Landschaftsplanerin vom TUG laufen die Fäden für das Großprojekt zusammen. „Wir bekommen mit dem Bikepark eine Anlage, die auch überregional als Alleinstellungsmerkmal gilt“, ergänzt sie. Zudem gebe es rund um die nun geplanten Bereiche genug Fläche, so dass die Anlage erweitert und ergänzt werden könne.

Naturnahe Gestaltung

Mitten durch das Freizeitgelände führt der Gutleuthaustalgraben. Nachdem dieser in einem ersten Teilbereich bereits beim Bau des Naturfreibads renaturiert wurde, folgt nun die Renaturierung des zweiten Abschnitts. Darüber hinaus wird innerhalb des Freizeitgeländes ein Bürgergarten („Hortus“) angelegt, der von Bürgern gebaut und später auch von ihnen gepflegt werden soll.

Die Mitmachstadt setzt bei der Freizeitanlage auf den Gemeinschaftsgedanken. Bei der Planung sind nicht nur das Amt für Stadtentwicklung, das Amt für Technik, Umwelt, Grün und die Fachplaner von „faktorgrün“ involviert, sondern auch Vertreter von Jugendhaus, Stadtjugendring und interessierte Jugendliche aus der Jugenddelegation. „Wir wurden schon früh in die Planung eingebunden und freuen uns, dass das Freizeitgelände nun entsteht“, sagt Nico Roth, der als einer der Vertreter der Jugenddelegation an den Sitzungen des Technischen Ausschusses und des Gemeinderats teilnahm.

Mitmach-Gedanke im Mittelpunkt

Wie bei der Planung wird auch bei der Umsetzung der „Mitmach“-Gedanke in den Mittelpunkt gerückt. Neben dem Bürgergarten werden beim Bikepark die künftigen Nutzer schon beim Bau mit ins Boot geholt, zahlreiche Maßnahmen werden in Eigenleistung vom Amt für Technik, Umwelt, Grün geleistet. Die handwerklich geschickten Fachmänner der Stadt werden die Modellierung der Bikestrecken unterstützen. Sie werden Wege und Sitzgelegenheiten bauen und auch die verschiedenen Container umbauen und herrichten.

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