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Archäologische Grabungen im Gewerbegebiet


Im Bereich Benzinger Weg im Gültsteiner Gewerbegebiet soll bald der neue Standort der Haba Plattenservice GmbH entstehen. Bevor dort gebaut werden kann, müssen aber die archäologischen Überreste früherer Besiedlung fachgerecht gesichert werden. Die Stadt hat eine Fachfirma beauftragt, die am 4. Februar mit Ausgrabungen beginnt.
 
Parallel zu den archäologischen Grabungen treibt die Stadtverwaltung den Beschluss des Bebauungsplans im Frühjahr 2019 und anderen Vorbereitungen für einen baldigen Baustart voran.
 
Am Montag, 4. Februar beginnen in Gültstein zwischen Ohmstraße, Kappstraße und der Autobahn 81 archäologische Ausgrabungen, bei der die Reste der frühen Besiedlung Gültsteins freigelegt und fachgerecht dokumentiert werden. Die Ausgrabungen werden von der ArchaeoBW GmbH durchgeführt und sollen etwa vier Monate dauern.
 
Bereits bei einer Voruntersuchung durch das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg im Oktober und November 2017 im Bereich „Unter dem Benzinger Weg“ konnten Überreste zweier eisenzeitlicher Grubenhäuser sowie Gruben und Pfostengruben aus der Jungsteinzeit dokumentiert und auch mehrere in ost-westlicher Richtung verlaufende Gräben gesichert werden. Weitere Siedlungsüberreste aus den zwei dokumentierten oder auch anderen Epochen werden erwartet. Deshalb folgt nun eine genauere Untersuchung der Fläche durch die Fachfirma ArchaeoBW GmbH, deren Aufgabe es ist, das Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg (LAD) bei der Dokumentation der von der Zerstörung betroffenen Denkmäler zu unterstützen.
 
Die Dokumentation wird mit den neuesten technischen Methoden wie Fotodrohnen, Detailfotografie und dreidimensionaler Vermessung durchgeführt. Zeitgleich findet im Büro von ArchaeoBW die Aufarbeitung der gesammelten Daten und Funde statt. Dieses effiziente Vorgehen macht es möglich, dass die archäologischen Ausgrabungen auf der Fläche so schnell wie möglich abgeschlossen werden und die eigentliche Bautätigkeit beginnen kann.
 
Sollten während der Ausgrabungen in der Kappstraße / Ohmstraße bei Anliegern Fragen oder Probleme auftreten wie z.B. eine starke Verschmutzung der Verkehrswege oder unsachgemäßer Lärm, steht die ArchaeoBW als direkter Ansprechpartner zur Verfügung. Die ArchaeoBW bittet die Anwohner, sich bei der Geschäftsleitung zu melden, falls sie bemerken, dass sich Unbefugte Zugang zur Grabungsfläche verschaffen. Kontakt: Geschäftsleitung ArchaeoBW, Marcel C. Hagner, Telefon: 07433 / 3093601, E-Mail: m.hagner@archaeobw.de