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Ein lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung


Klare Linien, reduzierte Farben und Formen, große Glasfassaden: Die neue, moderne Aussegnungshalle in Mönchberg ist perfekt auf ihren exponierten Standort am Schönbuchhang, umgeben von Wäldern, Feldern und Streuobstwiesen, abgestimmt. Gestern wurde die Aussegnungshalle offiziell an die Bevölkerung übergeben.
 
Mönchberg hat jetzt, wie alle anderen Herrenberger Stadtteile, eine moderne Aussegnungshalle. Nach knapp einem Jahr Bauzeit wurde sie pünktlich fertig gestellt. „Damit geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung“, sagte Oberbürgermeister Thomas Sprißler bei der offiziellen Übergabe. Die neue Aussegnungshalle biete einen angemessenen Rahmen für Trauerfeiern. „Dank der transparenten baulichen Lösung werden auch bei großer Teilnehmerzahl alle Trauernden mit einbezogen.“
 
Gut 60 Bürgerinnen und Bürger waren am Mittwoch, 20. Februar, zur offiziellen Übergabe der Aussegnungshalle gekommen. Ortsvorsteher Rainer Stingel freute sich über die Anteilnahme aus der Bevölkerung. Dies zeige auch, dass das Interesse in Mönchberg an der neuen Aussegnungshalle groß ist. „Die Investition – rund 590.000 Euro – und das Warten haben sich gelohnt“, ist Stingel überzeugt.

Weiter Blick über das Gäu

Pfarrer Ulrich Weber richtete nachdenklich stimmende Worte zu den Themen Tod, Trauer, Abschiednehmen und Gedenken an die Gäste. Der Mönchberger Posaunenchor sorgte für den passenden musikalischen Rahmen. Mit dabei war auch Architekt Uwe Schulz, der den Neubau erläutert hat: „Wir haben den Entwurf für die Aussegnungshalle auf den Standort hin entwickelt.“ Die extreme Öffnung des Gebäudes ermögliche einen weiten Blick über das Gäu. Wie schön dieser Blick ist, hat sich bereits bei der Übergabe gezeigt, als sich bei Sonnenuntergang ein beeindruckendes Farbenspiel am Abendhimmel auftat.

Aussegnungshalle auf dem Friedhof in Mönchberg

Reduzierte Architektursprache

Der Entwurf des Architektenduos Frank und Schulz zeichnet sich durch eine moderne, reduzierte Architektursprache aus. Die Architekten haben Wert auf eine reduzierte und klare Gestaltung gelegt: Holz, Naturstein und Sichtbeton prägen das Gebäude, ebenso eine zurückhaltende Farbgebung.

Das Raumprogramm umfasst neben der Aussegnungshalle einen Aufbahrungsraum, einen Raum für den Pfarrer sowie eine von außen zugängliche barrierefreie Toilette. Das Flachdachgebäude ist rund 140 Quadratmeter groß und bietet 105 Sitzmöglichkeiten und 20 Chorplätze. Die Fassaden sind weitgehend verglast. Die Halle lässt sich nach zwei Seiten, der Süd- und Ostseite, öffnen. Im südlichen Bereich gibt es zudem eine Überdachung, sodass weitere Besucher wettergeschützt an den Trauerfeiern teilnehmen können.