Nachricht

Quartiersentwicklung in der Herrenberger Altstadt


In der Herrenberger Altstadt beginnt jetzt die Projektarbeit zum „Quartier 2020“ mit dem Ziel, das nachbarschaftliche Miteinander zu stärken. Für die Koordination und Quartiersentwicklung hat das Team Beteiligung und Engagement (BE) der Stadtverwaltung eine neue Mitarbeiterin gewonnen: Ines Böttcher wird als Quartiersmanagerin gemeinsam mit der Bürgerschaft, der Stadtverwaltung und anderen Interessensvertretern das „Quartier 2020“ mit Inhalt füllen. Finanziert wird das Projekt durch Fördermittel aus dem Ideenwettbewerb „Quartier 2020 – Gemeinsam. Gestalten.“ des Landes Baden-Württemberg.
 
„Mein Ziel ist es ein lebendiges Quartier zu gestalten – also eine Nachbarschaft in der die Menschen sich einbringen, mitentscheiden, Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen. Das Thema Teilhabe als Querschnittsthema liegt mir dabei besonders am Herzen“, erklärt Ines Böttcher. Um die Menschen in ihrer direkten Nachbarschaft zu vernetzen und aktiv in das Geschehen der Stadt einzubinden sei es zunächst wichtig, die aktuellen Themen zu vermitteln. So können die Bewohner sich aktiv an aktuellen Projekten der Stadt beteiligen und die eigenen Wünsche und Bedarfe einbringen. „Besonders interessiert bin ich an der Expertise der zivilgesellschaftlichen Akteure und lokaler Kooperationspartner, die bereits seit vielen Jahren in und um die Herrenberger Altstadt tätig sind. Diese Unternehmen, sozialen Einrichtungen, Beratungsstätten und ehrenamtlichen Gruppen möchte ich genauso kennenlernen“, bekräftigt Ines Böttcher. Zum Altstadtquartier zählen damit auch Interessengruppen, die in anderen Stadtteilen ihren Stammsitz haben, aber in der Altstadt wirken.
 
Mit diesem ganzheitlichen Ansatz will sie das Quartiersmanagement zum Erfolg führen. Das Projekt in der Herrenberger Altstadt mit seiner zweijährigen Laufzeit ist ein erster Schritt, die Bürgerinnen und Bürgern stärker zu vernetzen und sie dabei zu unterstützen, ihre Belange in die eigene Hand zu nehmen.
 
Zur gemeinsamen Gestaltung des Quartiers sind alle Menschen eingeladen, die dort leben und arbeiten. In der Herrenberger Altstadt sind das unter anderem Familien, Senioren, Jugendliche, Singles, Migranten und Menschen mit Behinderung. Künftige Projekte können sich zum Beispiel darum drehen, wie man wieder stärker miteinander in Kontakt kommt und gemeinsam neue Treffpunkte schafft. Es kann auch darum gehen, die Altstadt sauberer, freundlicher und barrierefreier zu gestalten. Vielleicht gründen sich Initiativen, die sich für ihren Stadtteil einsetzen, im Alltag gegenseitig unter die Arme greifen oder zum Beispiel Senioren ermöglichen, länger in ihren eigenen vier Wänden zu wohnen. Auch eine Zusammenarbeit mit bestehenden Projekten und etablierten Vereinen, wie dem interkulturellen Garten oder dem Verein Herrenberg Stadtmarketing, zum Beispiel bei der Nutzung und Gestaltung leerstehender Ladengeschäfte, ist möglich. Die Liste lässt sich je nach Bedarf der Bürgerinnen und Bürger noch erweitern. „Ich bin gespannt, was die Altstadtbewohner bewegt, welche Vorstellungen sie von einer lebens- und liebenswerten Altstadt haben und welche Ideen sie schon immer angehen wollten“, sagt Böttcher. Um dies herauszufinden wird sie viel in der Altstadt unterwegs sein und mit den Anwohnern, Geschäftsinhabern, sozialen und kirchlichen Einrichtungen sprechen und sich über gemeinsame Ansätze austauschen. Die Quartiersmanagerin hat die Aufgabe, die Umsetzung der Ideen und Visionen der Anwohnerschaft zu unterstützen, das heißt Vorhaben gemeinsam zu entwickeln und mit Beratung, Unterstützung bei der Fördermittel-Akquise und Vermittlung zur Stadtverwaltung und anderen Vertretern zur Seite stehen.
 
Ines Böttcher ist studierte Kommunikations- und Informationsmanagerin und ist 2016 aus Hannover nach Herrenberg gezogen. Sie bringt berufliche Erfahrungen aus den Bereichen Projektmanagement, Kommunikation, Netzwerkarbeit sowie der Organisation von Workshops und Kongressen mit. Ihr Büro befindet sich direkt im Klosterhof: „Ich freue mich auf die Begegnungen und den Austausch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Herrenberger Altstadt sowie mit allen anderen Akteuren. Wer schon eine Idee für das Quartier Altstadt hat, kann mich sehr gerne ansprechen.“