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Bunte Vielfalt für Gültstein und ganz Herrenberg


Wie schon im vergangenen Jahr verschenkt die Stadt Herrenberg erneut Samentütchen mit einer kunterbunten Blühmischung. Die Besonderheit in diesem Jahr: Mit der Neuauflage gratuliert die Stadt dem Stadtteil Gültstein zu dessen 1250-Jahr-Jubiläum und lädt zugleich zum großen Festwochenende vom 24. bis 27. Mai ein.
 
„Lass Gültstein blühen“ – so das Motto in diesem Jahr. Aber natürlich sind auch alle anderen Herrenberger dazu eingeladen, in ihrem Garten oder auf ihrem Balkon eine eigene, kleine „Insektentankstelle“ anzulegen. Denn genau diese erwächst aus den Samentütchen, die jetzt wieder im Bürgeramt am Marktplatz, in der Volkshochschule und in der Stadtbibliothek zum Abholen ausliegen.
 
Das Aussäen ist denkbar einfach: Die Samen sollten im Mai in ein feinkrümeliges Saatbeet gestreut, leicht angedrückt und ausreichend gewässert werden. Von Juni bis September blühen die einheimischen Arten dann kräftig bunt und werden bis zu 80 Zentimeter hoch. Die Feldblumenmischung enthält unter anderem Acker-Ringelblume, Kornblume, Wucherblume, Feld-Rittersporn, Klatschmohn, Lichtnelke und Stiefmütterchen – also einen echten „Blütentraum für Topf und Garten“.
 
Was durch die Samentütchen im Kleinen und Privaten entstehen kann, wächst auf den städtischen Brachflächen auch im Großen. In den Maiwochen legt das Amt für Technik, Umwelt, Grün (TUG) rund 8.000 Quadratmeter Blumenwiesen an. „Wir wissen, wie toll diese bunten, blühenden Flächen in der Bevölkerung ankommen und deshalb ist es für uns keine Frage, dass wir die Blumenmischungen auch in diesem Jahr wieder ausbringen“, sagt der städtische Umweltbeauftragte Jürgen Baumer. Zugleich komme die Stadt damit ihrer „ökologischen Vorbildfunktion“ nach.
Diese können auch die Herrenberger Bürgerinnen und Bürger einnehmen. „Wer den Inhalt unserer Samentütchen auf Balkon oder im Garten aussäet und wachsen lässt, schafft eine Nahrungsquelle für Insekten und Schmetterlinge und leistet einen wichtigen Beitrag gegen das Insektensterben“, betont Jürgen Baumer.