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Rot und Blau sind die dominierenden Farben des Sommers


Die Eisheiligen sind vorbei. Jetzt geht es mit den Temperaturen und den Sonnenstunden endlich und dauerhaft nach oben, glauben die fleißigen Gärtner der Stadtverwaltung, und haben deshalb die Sommer(Pflanzen)Saison eröffnet. Die Gebäude um den historischen Marktplatz und die Bezirksämter in den sieben Stadtteilen schmücken deshalb nun wieder die frisch bepflanzen Blumenkästen.
 
Gestützt auf die Bauernregel und die Berufserfahrung haben die „Männer mit dem grünen Daumen“ von der Abteilung Grün des städtischen Amts für Technik, Umwelt und Grün (TUG) Christoph Deyhle, Derin Hasan Karim, Halit Özer, Michael Schönhaar, Ronald Blumrodt und Robert Pfister in den letzten Tagen die weiß gestrichenen und frisch bepflanzten Blumenkästen aufgehängt, die das Herrenberger Stadtbild mehr als nur ein kleines bisschen bunter machen.
 
Alle Jahre wieder – könnte man meinen. Und doch ist in diesem Jahr einiges anders, dürfen sich Herrenberger Bürger und Besucher aus Nah und Fern an einem ganz neuen Pflanzkonzept erfreuen und somit auch an einer neuen Farbkombination. Rot und Blau sind die dominierenden Farben des Sommers 2019. Zu finden unter anderen im Fensterblümles-Klassiker schlechthin, einer Geranie. In Rot und Blau schimmern die Petunien, die die Geranie in die Mitte nehmen, der Ziersalbei sorgt ebenfalls für blaue Akzente. Zudem wurden Weihrauch, Süßkartoffel und Seggengras in die Blumenkästen gepflanzt. Alle Pflanzen wurden mit Bedacht ausgewählt: „Der Weihrauch mit seinen weißen Blätterrändern lockert das Gesamtbild auf, die Blätter der Süßkartoffel schimmern kupferfarben und ergänzen somit die Rot- und Blautöne und die Segge bringt Bewegung ins Spiel“, erläutert Stadtgärtner Christoph Deyhle seine Vorüberlegungen. Ein Aspekt, der vor allem am Herrenberger Marktplatz zum Tragen kommt. Nicht nur in den Büros der Stadtverwaltung herrscht ordentlich Bewegung – auch zwischen den mittelalterlichen Häusern weht immer ein Lüftchen. Deshalb also die Segge in den Blumenkästen, die rund um Herrenbergs gute Stube aufgehängt wurden. 102 sind es, um genau zu sein. Weitere 120 Blumenkästen haben die Herren Deyhle, Karim, Özer und Schönhaar für die Herrenberger Stadtteile bepflanzt – allesamt wurden sie von Robert Pfister und Ronald Blumrodt eigenhändig aufgehängt. Einen Großteil davon in schwindelerregender Höhe.
 
Im Hubsteiger bei jeder Fahrt dabei: Eine randvoll gefüllte Gießkanne. Was dauerhaft blühen soll, braucht Wasser. Deshalb werden die Männer vom TUG künftig wieder regelmäßig mit Blumen gießen beschäftigt sein. Anfangs zwei Mal in der Woche, in den heißen Sommermonaten werden die Blumenkästen dann drei Mal in der Woche gegossen. Ein immenser Zeit- und auch Kostenaufwand, den die Stadt für ihren Stadtschmuck aufwendet. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen – an den Häuserfassaden rund um den Herrenberger Marktplatz, an den Bezirksämtern in den Stadtteilen und bald dann auch in den Pflanzkübeln und den Wechselflorbeeten. Der Sommer hält Einzug in Herrenberg. Zumindest, was den Blumenschmuck betrifft.