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Toben, Klettern und Chillen im Heckenrosenweg


Einweihung des Spielplatzes im Heckenrosenweg Gültstein.
Kinder durchtrennen das Baustellenband bei der Spielplatz-Einweihung mit OB Thomas Sprißler und Ortsvorsteher Gerhard Kauffeldt.

3,2,1… der Countdown bei der offiziellen Spielplatz-Einweihung am Mittwoch, 22. Mai, war kaum heruntergezählt, da gab es für die Kinder kein Halten mehr. Endlich durften sie auf dem Spielplatz Heckenrosenweg wieder das tun, was man auf einem Spielplatz eben so macht: Schaukeln, Rutschen, Klettern, Balancieren, im Wasser platschen.
 
Vor allem die neu geschaffene Wasserspielfläche kam schon bei der Einweihungsfeier richtig gut an. Ein Großteil der Kinder hatte sich seiner Schuhe und Socken entledigt, kaum dass das Flatterband durchschnitten war. Der Pumpenschwengel stand an diesem Nachmittag keine Sekunde still. Doch auch auf der Sechseck- und auf der Doppelschaukel, auf dem Balancierparcour und im Kletterhaus herrschte mehr als nur dichtes Treiben. Letztgenanntes war nicht „aus Versehen“ so windschief geraten, wie Oberbürgermeister Thomas Sprißler in seinem Grußwort, augenzwinkernd betonte. Ganz bewusst hatte Planerin Annette Sinz-Beerstecher ein Häuschen aus naturbelassenen Robinienhölzern ausgewählt – die Planung war übrigens die einzige Fremdleistung bei der Neugestaltung des Spielplatzes im Gültsteiner Heckenrosenweg.
 
„Wir feiern heute eine richtige Premiere“, betonte denn auch der OB in seiner Rede. „Erstmals wurde in der Stadt Herrenberg ein Spielplatz komplett in Eigenregie der städtischen Mitarbeiter gebaut.“ Anders als bei anderen Projekten dieser Art haben die kreativen und handwerklich geschickten Männer des TUG (Amt für Technik, Umwelt, Grün) mehr getan, als „nur“ Fundament zu setzen und Hackschnitzel zu verteilen. Angefangen vom Bau und vom Zusammenbau der Spielgeräte, über die Gestaltung des Wasser- und Sandbereiches, das Aufstellen von Sitzmöglichkeiten und Chillsteinen, bis hin zur Graseinsaat wurden alle Arbeiten in Eigenregie geleistet. Was sich im Budget widerspiegelt: In den Gesamtkosten von rund 170 000 Euro stecken Eigenleistungen im Wert von rund 85 000 Euro.
 
Was sich vor allem aber im Bau-Ergebnis widerspiegelt. Die neu gestaltete, rund 1 500 Quadratmeter große Spielfläche kann sich sehen lassen, da waren sich Gültsteins Ortsvorsteher Gerhard Kauffeldt, Eltern und Kinder einig: „Schön“ so das vielstimmige Urteil der Besucher bei der Einweihung. Diese wurde vom „Handwerker“-Chor des Kindergartens Gartenäcker musikalisch begleitet und vom Schulförderverein der Grundschule Gültstein bewirtet. Die Schulgemeinschaft hatte sich zudem ein ganz besonderes Dankeschön für die Verantwortlichen der Stadt- und Ortsverwaltung und die Spielplatz-Bauer einfallen lassen: Alle miteinander bekamen selbst gemalte Danke-Plakate und selbst gebackene „Spielplatz Heckenrosenweg“-Muffins überreicht.

Einweihung des Spielplatzes im Heckenrosenweg Gültstein.
Viele Kinder und Familien waren zur offiziellen Einweihung des Spielplatzes im Gültsteiner Heckenrosenweg gekommen.