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Zweiter Bürgerentscheid in der Geschichte der Stadt


Mit einer klaren Mehrheit von 10.127 Stimmen haben die Wählerinnen und Wähler gegen das umstrittene Vorhaben votiert, für ein Ja wurden nur 5.889 Kreuze gezählt. Damit ist auch das notwendige Quorum von 20 Prozent der gültigen Stimmen erreicht und die Entscheidung ist gültig. Von allen Wahlberechtigten haben 65 Prozent überhaupt abgestimmt - rund 40 Prozent mit Nein und zirka 23 Prozent mit Ja.

Seit mehreren Jahren war die Planung für neue Geschäfts- und Handelsflächen sowie für Parkplätze auf der Freifläche westliche der Volksbank an der Hindenburgstraße vorangetrieben worden. Im Gemeinderat war das Projekt zuletzt umstritten. Eine Bürgerinitiative hat sich gegen die Umsetzung stark gemacht und die Nachteile ins Feld geführt. Eine zweite Initiative hat unter Beteiligung des Gewerbevereins die Vorteile in den Vordergrund gerückt.

Oberbürgermeister Thomas Sprißler dankt allen, die sich an der Debatte im Vorfeld beteiligt hatten und sagt zum Ergebnis: „Die Bürgerinnen und Bürger haben mehrheitlich entschieden: Nein, wir bauen kein Geschäftshaus mit Tiefgarage bzw. Parkhaus an der Hindenburgstraße. Ich hätte mir ein anderes Ergebnis gewünscht, weil ich persönlich davon überzeugt war, dass dieses Vorhaben Herrenberg voranbringt. Selbstverständlich werden wir das Ergebnis des Bürgerentscheids aber akzeptieren und auf dieser Grundlage weiter an der Entwicklung unserer Stadt arbeiten. Offen sind damit aber weiterhin die Fragen, wie und wo wir die Funktion des „Abfangens“ von Parksuchverkehr aus östlicher Richtung realisieren können und wie wir die Moltkestraße und den Graben autofrei bekommen. Denn aus heutiger Sicht sehen wir noch keine Alternative, die all diese Aspekte berücksichtigt und realisierbar erscheint.“

Der 26. Mai 2019 war der zweite Wahlsonntag mit einem Bürgerentscheid in der Geschichte der Stadt Herrenberg. Schon am 22. September 2013 waren die Bürgerinnen und Bürger direkt gefragt. Damals ging es um die Abschaffung der unechten Teilortswahl.


Hinweis der Redaktion
Am 3.6.2019 haben wir an dieser Stelle eine fehlerhafte Version dieses Artikels veröffentlicht, in dessen Überschrift das Ergebnis des Bürgerentscheids falsch wiedergegeben war. Wir haben deshalb den Text am 4.6.2019 korrigiert. Wir bitten um Entschuldigung.