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Heimische Steine für das Seeländer-Areal


Welche Steine auf dem Seeländer-Areal verlegt werden sollen, hat der Gemeinderat bei einer Bemusterung entschieden.
Welche Steine auf dem Seeländer-Areal verlegt werden sollen, hat der Gemeinderat bei einer Bemusterung entschieden.

Während das Seeländer-Neubauprojekt in die Höhe wächst, geht die Planung für das Seeländer-Areal mit großen Schritten weiter. Am Dienstag hat der Gemeinderat bei einer sogenannten Bemusterung entschieden, welche Steine für den Seeländerplatz und die Außenanlage des Seeländer-Areals zum Einsatz kommen.

Drei Varianten haben Verwaltung und Planer den Gemeinderäten vorgestellt. Am Ende fiel die Entscheidung einstimmig auf Variante 1, einer Mischung aus drei unterschiedlich farbigen Betonsteinen in Grau, Hellgelb und Dunkelgelb. „Die Variante zeichnet sich durch eine spannungsvolle Farbnuance aus“, sagte Ulrike Fischer vom Stuttgarter Büro ARP ArchitektenPartnerschaft, das mit der Freiflächengestaltung des Seeländer-Areals beauftragt ist. „Für eine große Fläche wie dem Seeländer-Areal ist sie daher sehr gut geeignet.“ Lediglich im Bereich des Fontänenfelds auf dem Platz wird eine andere, geschliffene Variante der Steine verlegt. Ansonsten wird alles mit einem einheitlichen Belag versehen. „Die Steine werden auch in einem Teilbereich der Seestraße verlegt werden“, betonte Baubürgermeister Tobias Meigel.

Dass die Steine in Baden-Württemberg hergestellt werden, hat die Gemeinderäte auch überzeugt. „Die Steine wurden extra für Herrenberg gemischt“, erklärte Fischer. „Sie zeichnen sich durch eine feinkörnige Struktur aus, die einer Granitoberfläche ähnelt.“ Die Steine sind also auch rutschfest. Klaus Maisch, der Leiter des Amts für Tiefbau und Entwässerung, unterstrich ihre gute Qualität: „Die Steine sind 14 Zentimeter dick und können daher auch von Lkw, Rettungs- und Feuerwerfahrzeugen problemlos befahren werden.“ Pro Quadratmeter kostet der Belag 100 Euro.

Hohe Aufenthaltsqualität

Der einheitliche Belag für die Freiflächen des Seeländer-Areals und den Seeländerplatz, der die Verbindung zur Altstadt herstellt, ist ein wesentliches Element des Gestaltungskonzepts. Auch die Ausstattung – von den Sitzgelegenheiten über die Fahrradbügel und Poller bis zu den Mülleimern – zeichnet sich durch eine einheitliche Gestaltungssprache aus. Das Pflanzkonzept sieht Platanen, Hainbuchen-Hecken und heimische Sträucher vor; das Beleuchtungskonzept mit markanten Lichtstelen, die auch in der Seestraße zum Einsatz kommen, rundet die Gestaltung ab.

Auf dem Seeländerplatz wird insbesondere die Freilegung des Aischbachs, die Ende März begonnen hat, für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgen: Sitzstufen und Holzdecks entlang des Bachs werden zum Verweilen einladen. Außerdem ist auf dem Platz ein Fontänenfeld, das vor allem für Kinder attraktiv ist, geplant. Im Sommer kann man unter Platanen auf Rundbänken den Schatten genießen. Verschiedene Außengastronomieangebote auf dem Platz tragen zur Belebung des gesamten Areals bei.

Ausschreibug beginnt

Für kurze Diskussion im Gemeinderat hat die Radverkehrsführung gesorgt, die über den Seeländer-Platz gehen soll. Baubürgermeister Tobias Meigel betonte jedoch, dass diese noch weiterentwickelt und optimiert werde.

Letztlich stimmte der Gemeinderat bei zwei Enthaltungen den Planungen zu und gab grünes Licht für die Ausschreibung und Vergabe der Arbeiten. Sie sollen in Abstimmung mit den anderen Beteiligten des Seeländer-Areals im Frühjahr 2020 beginnen. Die Außengestaltung soll zeitgleich mit dem Seeländer-Neubauprojekt im Oktober 2020 fertig sein.