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Aufbruch in eine neue Zeit


Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs, der Revolution und der Gründung der Weimarer Republik begann in Deutschland eine neue Zeit. Viele Frauen erlebten diese Zeitenwende als Aufbruch, als Beginn von etwas Neuem. Die Historikerin Dr. Claudia Nowak-Walz wird am Montag, 1. Juli 2019, um 19:00 Uhr einen Vortrag über diese Zeit im Stadtarchiv in der Marienstraße 21 halten.

Die Einführung des Frauenwahlrechts, die Verankerung der Gleichberechtigung in der Weimarer Verfassung und die Propagierung der „Neuen Frau“ versprachen eine grundlegende Änderung des Geschlechterverhältnisses. Was kam von diesen Veränderungen im Bereich der „Großen Politik“ im Alltag von Frauen fernab der Hauptstadt Berlin an? Unter welchen Bedingungen war ein freies und selbstbestimmtes Frauenleben möglich? Anhand von Biografien von Frauen unterschiedlicher Herkunft - Stadt, Land, Bürgertum, Arbeitermilieu - beantwortet Dr. Claudia Nowak-Walz (Frauengeschichtswerkstatt Herrenberg/Löwenstein-Forschungsverein) diese Fragen.

Begleitend zum Vortrag liest Irene Scherer vom Löwenstein-Forschungsverein Mössingen aus der Erzählung „Hannelore erlebt die Großstadt. Eine vergnügliche Geschichte von den heutigen Schwaben“. Darin beschreibt die Autorin Clara Hochrath wie Anfang der 1930er Jahre ein junges Mädchen vom Lande nach Stuttgart fährt, um dort das hektische Treiben und die Bauhauskultur zu erleben. Der Eintritt ist frei und der Veranstaltungsort ist rollstuhlgerecht.

Eine Kooperationsveranstaltung des Stadtarchivs und des Gleichstellungsbüros.

Frauensportgruppe 1930
Herrenberger Turnerinnen um 1930.                                    Foto: VfL Herrenberg