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Herrenberg erneut als digitale Zukunftskommune ausgezeichnet


Das Förderprogramm „Digitale Zukunftskommune@bw“ des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg geht in die zweite Runde – und die Stadt Herrenberg ist wieder dabei. Dies gab Innenminister Thomas Strobl heute Vormittag in Leinfelden-Echterdingen bekannt. Bei der Veranstaltung „#digitallotsen gestalten Baden-Württemberg“ zeichnete er Herrenberg erneut als „Digitale Zukunftskommune“ aus und übergab einen Förderbescheid in Höhe von 65.000 Euro an Oberbürgermeister Thomas Sprißler.
 
„Ich freue mich außerordentlich, dass das Innenministerium uns weiterhin unterstützt“, sagte Oberbürgermeister Thomas Sprißler am Rande der Preisverleihung. Gemeinsam mit Stefan Kraus, Leiter des Amts für Technik, Umwelt, Grün (TUG), nahm er in der Filderhalle in Leinfelden-Echterdingen den Förderbescheid in Höhe von 65.000 Euro entgegen. „Dass wir erneut als digitale Zukunftskommune ausgezeichnet werden, zeigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben“, betonte der Herrenberger Rathaus-Chef.
 
Nicht zuletzt dank der im Jahr 2018 erstmals bewilligten Fördermittel des Landes-ministeriums konnte für die gesamte Stadtverwaltung eine Digitalisierungsstrategie erarbeitet werden. Das Projekt „Service Büro Bauen“ wurde angestoßen, das Projekt „New Work“, also die Selbstorganisation des Bauhof-Teams beim Amt für Technik, Umwelt, Grün (TUG) wurde umgesetzt und mit dem LoRaWAN wurde ein stadteigenes Funknetz ausgebaut.
 
Flächendeckendes Netz für alle
Mit der zweiten Förderung kann das Projekt „LoRa4all@hbg“ mit voller Kraft vorangetrieben werden. „Wir wollen aufzeigen, inwieweit Sensorik Verwaltungsprozesse effizienter machen kann und zugleich mit und für die Menschen deutlich machen, dass die Digitalisierung den Menschen in ihrer Stadt einen großen Nutzen bringt“, skizziert Hauptamtsleiter Tom Michael die Stoßrichtung des Projektes. „Ebenso wichtig ist, dass auch Firmen und Unternehmen, Bürger, Vereine, Institutionen und Organisationen in der Stadt vom stadteigenen Funknetz profitieren und dieses nutzen können“, hebt TUG-Amtsleiter Stefan Kraus einen weiteren Aspekt hervor. Ziel des Projektes „LoRa4all@hbg“ sei es deshalb zunächst, die technischen Voraussetzungen zu schaffen, dass die Stadt ein flächendeckendes, für alle Menschen kostenlos nutzbares LoRaWAN aufbauen kann. Das LoRaWAN, das vor allem von der Stadt bislang schon kraftvoll vorangetrieben wird, soll künftig breiter gestreut und auch von anderen genutzt werden. Um dies zu erreichen wird ein „Hackatron“ veranstaltet, ein Treffen aller LoRaWAN-Affinen und –Interessierten. Gemeinsam sollen dann verschiedene und ganz unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten entwickelt werden.
 
Die Stadt Herrenberg selbst wird mit „LoRa4all@herrenberg“ LoRaWAN-basierte Kern-Projekte testen, umsetzen oder ausbauen. So soll der Testlauf in der Parkraum-bewirtschaftung und bei Luftsensoren an den Herrenberger Schulen eingesetzt werden. Das Generieren von Echtzeitdaten für eine intelligente, effiziente und Herrenberg-spezifische Verkehrs-App und ein Ausbau der digitalen Beteiligungsformen sind weitere Bausteine, die durch die von Minister Strobl übermittelte Förderzusage in Herrenberg umgesetzt werden können. Weitere Informationen zum LoRaWan sind auf der Homepage der Stadtverwaltung unter www.herrenberg.de/smart-herrenberg zu finden.
 
Hintergrund: LoRaWAN
Die Stadt Herrenberg stellt ein weltweit normiertes Funknetz namens LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) zur Verfügung. Diese Technologie ist ideal für die drahtlose Kommunikation von Sensoren und die Übertragung von kleinen Datenmengen. Die große Funkreichweite sorgt für flächendeckenden Signalempfang. Der Energieverbrauch der batteriebetriebenen Sensoren und anderen Endgeräte ist extrem niedrig. Es sind keine Mobilfunkverträge mehr nötig, das hält die Kosten gering. Maximale Sicherheit durch verschlüsselten Datentransport. Die Strahlungsintensität ist minimal.Digitale ZukunftskommuneOB Thomas Sprißler und TUG-Chef Stefan Kraus bei der Übergabe des Förderbescheides.