Nachricht

30 000 Euro für neue Freiräume und eigene Ideen


Die Nachbarschaft organisiert gemeinsam Veranstaltungen, Schaufenster verkünden spannende Initiativen, es entstehen Orte der Begegnung und die Stadtverwaltung berichtet verständlich über anstehende Projekte. Dies alles kann Teil des Vorhabens „Freiräume — Platz für Deine Aktionen in der Altstadt von Herrenberg" sein, das nun in den Startlöchern steht.
 
Das Vorhaben „Freiräume“ ist Teil der Altstadtentwicklung „Quartier2020 – Gemeinsam. Gestalten.", die eine gute Nachbarschaft und gegenseitige Unterstützung fördern und die Lebensqualität in der Altstadt heben will. Im März 2019 hat die Stadtteilkoordinatorin Ines Böttcher beim Land Baden-Württemberg Mittel für das Projekt „Freiräume“ beantragt und Ende Juli vom Ministerium für Soziales und Integration die Zusage für eine Unterstützung von 30.000 Euro erhalten, die bis zum 31.7.2020 läuft.
 
So vielfältig wie das Thema Quartiersmanagement sind auch die Herausforderungen in der Herrenberger Altstadt. Aktuell leben ungefähr 1.220 Menschen in der denkmalgeschützten Altstadt (Stand 31.12.2018).  Um die Menschen in ihrer direkten Nachbarschaft und in das aktive Geschehen der Stadt zu vernetzen ist es wichtig, die aktuellen Themen der Stadt zu vermitteln. Außerdem gilt es mit den Nebenwirkungen der Umbauten im Seeländerareal wie Lärm oder zugeparkten Flächen umzugehen. Auch der Umstand, dass derzeit einige Geschäfte unbesetzt sind, dämpft das Altstadtflair. Das Team Beteiligung und Engagement möchte ebenso einen Ausgleich schaffen zwischen den verschiedenen Interessen von Senioren, Kindern, Menschen verschiedener Kulturen, Einwohnern mit Behinderung und den Tourismus- und Gewerbetreibenden.
 
Neue Kanäle, neue Orte
Mit zentralen, barrierefreien Freiräumen, die von der Bürgerschaft mitgestaltet werden können, nutzt das Team neue Kanäle der Informationsvermittlung und verbindender Kommunikation. Dabei sollen die Freiräume nicht ausschließlich das bekannte Modell Pop up Space in einem Ladengeschäft sein, sondern können auch Marktstände oder innovative Ideen aus der Bewohnerschaft darstellen. „In einem ersten Schritt, hoffen wir möglichst bald ein Ladenlokal anmieten zu können, um dort für alle Bürgerinnen und Bürger verständlich über Projekte der Stadtverwaltung, Engagement-Projekte und Unterstützungsangebote in Herrenberg zu informieren. Für die Bürgerinnen und Bürger soll es darin eine Ausstellungs- und Gestaltungsfläche geben, so Ines Böttcher.“ Die Anwohner können Anregungen geben, Projekte an persönliche Wünsche anpassen und eigene Initiativen starten.
 
In das Projekt „Quartier2020 – Gemeinsam. Gestalten." und auch in das Vorhaben „Freiräume“ sind zahlreiche Akteurinnen und Akteure eingebunden, die von den Fachämtern der Stadtverwaltung, dem Stadtseniorenrat über den Verein Herrenberg Stadtmarketing bis zum Arbeitskreis Gelebte Vielfalt sowie viele ansässige Vereine und ehrenamtliche Gruppen reichen.
 
Ideenwerkstatt in der Spitalkirche
Für das Projekt ist die Expertise aller Altstadt-Bewohnerinnen und -bewohner gefragt. Am 13.9.2019 können sie bei einer „Ideenwerkstatt“ in der Spitalkirche gemeinsam brainstormen und Anregungen und Vorschläge für eigene Projekte einbringen. In den nächsten Tagen erhalten alle Bewohnerinnen und Bewohner der Altstadt dazu eine persönliche Einladung.