Nachricht

Spatenstich für Kita Aischbachstraße


Mit einem symbolischen Spatenstich hat am vergangenen Donnerstag, 5. September, der Bau einer neuen Kindertageseinrichtung an der Aischbachstraße offiziell begonnen. Voraussichtlich im November 2020 soll der fünfgruppige Neubau mit 80 Plätzen in Betrieb gehen. Die Stadt investiert für den Neubau rund 4,7 Millionen Euro.
 
„Der Kita-Neubau an der Aischbachstraße ist ein zentrales Element der städtischen Kita-Offensive“, betonte OB Thomas Sprißler. Diese hatte der Gemeinderat 2018 aufgrund der steigenden Nachfrage nach Betreuungssplätzen beschlossen. Kurz- und mittelfristig sollen bis zu 260 neue Kita-Plätze in der Kernstadt und den Stadtteilen entstehen.
 
Knapp 120 Kita-Plätze sind bereits realisiert: 23 Plätze in der Kita Mahdenstraße in Oberjesingen, 35 Plätze in der ehemaligen Nachbarschaftsgrundschule in Kuppingen, 15 Plätze im Interimsanbau der Kita Kayh sowie 37 Plätze in der Interimskita in der Hauffstraße in der Kernstadt. Geplant sind außerdem 30 Plätze in einem Kita-Neubau in Kayh sowie 60 Plätze in einem weiteren Neubau in Gültstein. Im Entstehen sind 20 Plätze im Neubau der Grundschule Haslach und 45 Plätze im Seeländer-Neubauprojekt, wo die Kinder der Interimskita in der Hauffstraße einziehen. Hinzu kommen die 80 Plätze in der Kita an der Aischbachstraße, die jetzt im südöstlichen Bereich des ehemaligen Freibad-Areals geschaffen werden.
 
Plätze sind dringend
„Wir brauchen die Plätze dringend“, betonte Sprißler beim Spatenstich. Auch habe sich auf der Baustelle bereits einiges getan: So ist unter anderem die Sondergründung schon erfolgt, die aufgrund der geologischen Bedingungen am Standort nötig war. Der OB räumte jedoch ein: „Gerne hätten wir bereits früher mit dem eigentlichen Bau an der Aischbachstraße begonnen.“ Dass sich der Baubeginn von März auf August verzögert hat, war unter anderem der konjunkturbedingten schlechten Ausschreibungslage geschuldet. „Deshalb freue ich mich umso mehr, dass wir jetzt mit dem Spatenstich den Startschuss für so ein großes Projekt setzen.“
 
Personaloffensive erfolgreich
Ergänzend zur Gebäude-Offensive hat die Stadtverwaltung im April dieses Jahres zur Gewinnung von Fachkräften für den Kita-Bereich eine Personal-Offensive mit einem Elf-Punkte-Programm gestartet. Dazu hat der OB eine „erfreuliche Botschaft“ zum Spatenstich mitgebracht: „Von den damals 25 offenen Stellen konnten wir inzwischen alle bis auf drei besetzen.“ Es sei schön zu sehen, dass die ergriffenen Maßnahmen wirken, so der OB weiter.
Straffer Zeitplan
Mit einem Gesamtinvestitionsbedarf in Höhe von knapp fünf Millionen Euro gehört der Kita-Neubau an der Aischbachstraße aktuell zu den größten städtischen Projekten. „In einem starken Jahr soll der Neubau fertig sein“, sagte Sprißler mit Blick auf den straffen Zeitplan. Voraussichtlich im November 2020 soll die fünfgruppige Kita mit 80 Plätzen in Betrieb gehen.
 
Raumprogramm
Im Erdgeschoss sind zwei Ganztages-Krippengruppen mit je zehn Kindern unter drei Jahren (U3) vorgesehen. Hier sind neben Gruppen- und Schlafräumen auch Ruheräume sowie ein Wickel- und Sanitärbereich, ein Spielflur sowie ein Materialraum geplant. Im Obergeschoss ziehen drei Ganztagesgruppen mit je 20 Kindern über drei Jahren (Ü3) ein. Für sie gibt es Gruppen-, Spiel- und Schlafräume sowie einen Sanitärbereich, ein Atelier bzw. einen Werk- sowie einen Materialraum. Ein Mehrzweckraum für Bewegungsbaustellen mit Geräteraum, ein Bistro bzw. Speisesaal, eine pädagogische Küche sowie Räume für die Verwaltung plus Nebenräume vervollständigen das Raumprogramm.
Ergänzend dazu entsteht im Außenbereich der Kita ein großer Garten mit Erlebnisbereich. Hier können sich die Kinder beim Klettern und Rutschen austoben oder auf einer Spielwiese und Sandfläche mit kleiner Wasserbaustelle und Matschbereich spielen.
 
Nachhaltig und zukunftsorientiert
Das Flachdachgebäude wird eine Nutzfläche von rund 1.200 Quadratmetern haben. Der Baukörper gliedert sich in drei Teile; die Fassaden werden sich durch viel Holz, kombiniert mit klassischem Putz und Sichtbetonelementen, auszeichnen. Auch den Innenbereich werden Holz sowie warme, zurückhaltende Farben prägen.
Nachhaltig und zukunftsorientiert ist auch die ökologische Ausrichtung des Gebäudes, das in Massivbauweise errichtet wird: Gebäudedämmung und Heiztechnik inklusive Photovoltaikanlage auf den Dächern sorgen dafür, dass das Gebäude die Forderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung um ein Drittel unterschreitet.