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30 Jahre Partnerschaft mit Fidenza


30 Jahre Partnerschaft mit Fidenza
Die Herrenberger Delegation besuchte auch das Schloss Torrechiara aus dem 15. Jahrhundert, knapp 40 Kilometer entfernt von Fidenza.

Am vergangenen Wochenende feierten Fidenza und Herrenberg ihre seit 30 Jahren bestehende Partnerschaft. Neben dem politischem Austausch und einem  Konzert im Magnani-Theater gab es ein abwechslungsreiches Programm für die Gäste. Die Delegation der offiziellen Teilnehmer, angeführt von Oberbürgermeister Thomas Sprißler, wurde dabei von Mitgliedern des Gemeinderates und der Verwaltung, des Kayher Liederkranzes, des Umweltzentrums, der Polizei, der Katholischen Kirchengemeinde, einer Gruppe von Erzieherinnen und dem Runden Tisch der Nationen begleitet.

Los ging es am Freitagmorgen in aller Frühe, rund 600 Kilometer in Richtung Süden lagen vor der Delegation: Die italienische Gemeinde Fidenza liegt in der Region Emilia-Romagna und zählt knapp 27.000 Einwohner. Am Nachmittag wurden die Herrenberger von ihren italienischen Freunden herzlich in Empfang genommen. Wenig später ging es gleich ins Zentrum von Fidenza und die Herrenberger Gäste konnten gleich das Stadtfest genießen. Unter anderem konnte man beim Fahnenschwenken oder beim Maibaumklettern zusehen. Die fröhliche und durchweg positive Atmosphäre der Freundschaft spiegelte sich gleich zu Anfang in vielfältigen Begegnungen und Gesprächen wieder.

Am Freitagabend traten dann anläßlich des Jubiläums gleich drei Chöre im Magnani-Theater auf. Einer dieser Chöre war auch der Liederkranz aus Kayh. Außerdem sang der Chor aus Santa Margherita „I Cantori die Santa Margherita“ sowie der Chor „Coro Amici della Montagna“. Einige Ehrengäste hatten die offizielle Einladung wahrgenommen: Aus Fidenza waren die ehemaligen Bürgermeister Mario Cantini, Massimo Tedeschi und Giuseppe Cerri dabei, ebenso Claudio Rossi, der damals vor 30 Jahren mit Dr. Volker Gantner die Partnerschaft zwischen Fidenza und Herrenberg besiegelte. Auch Herrenbergs ehemaliger Oberbürgermeister Dr. Volker Gantner war nach Fidenza gereist.

Gelebte Partnerschaft

Oberbürgermeister Thomas Sprißler wies in seiner Rede darauf hin, dass Städtepartnerschaften zu den Mosaiksteinchen gehören, die alle zusammen ein großes Bild ergeben, das wir europäische Einheit nennen. Den Rahmen dieses Bildes hätten die römischen Verträge gelegt, die vor über 60 Jahren u.a. von Deutschland und Italien unterschrieben wurden, so Sprißler. Freundschaft zwischen Städten sei nicht nur eine Sache der Unterzeichnung von Urkunden zwischen den Städten, sondern eine Sache, die die Menschen, sprich die Bürgerinnen und Bürger der Städte direkt angehe und die diese selbst auch leben müssten, sagte OB Sprißler. Zwischen Fidenza und Herrenberg sei dies gut gelungen. Auch Fidenzas Bürgermeister Andrea Massari betonte die Bedeutung der Partnerschaft, die Fidenza mit Herrenberg nun seit 30 Jahren lebt. Danach übergab OB Sprißler ein Bild, das Herrenbergs Wahrzeichen, die Stiftskirche, mit den umliegenden Fachwerkhäusern zeigt.

Ausflug am Samstag

Am Samstag stand ein Ausflug zum Schloss von Torrechiara und zu einem Wurstwarenbetrieb auf dem Programm. Die Delegation bekam eine Führung und lernte, wie Parmaschinkenproduziert wird. Am Spätnachmittag ging es dann mit dem Bus zurück nach Fidenza. In der Stadt und auf der „Piazza Republica“ herrschte inzwischen ein buntes Treiben. Alle warteten auf den Beginn des Festes „Borgofood“, das Bürgermeister Andrea Massari und OB Sprißler gemeinsam eröffneten. Die Stadt war voll von Ständen mit Essen, Handwerkskunst und unterschiedlichen Musikgruppen.

Sonntag mit Besichtigung

Am Sonntagvormittag hatte die Delegation die Möglichkeit, mehr über die Entwicklung von Fidenza zu erfahren. Die Herrenberger Gruppe besichtigte eine landwirtschaftliche Schule sowie ein Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, das derzeit umgebaut wird. Im Anschluss daran wurden die Abschlussreden in der Ratskammer der Stadt gehalten. OB Sprißler bedankte sich bei den Gastgebern für die erlebnisreichen Tage und das abwechslungsreiche Programm mit intensiven Gesprächen. Für das kommende Jahr sprach er bereits eine herzliche Einladung nach Herrenberg aus.

Den Abschluss bildete ein gemeinsames Essen. Nach und nach rückte der Abschied näher. Insgesamt war das Wochenende von guter Stimmung, Spaß und Freude geprägt und alle Herrenberger spürten deutlich, wie intensiv die Fidentiner bemüht waren, die bestehende Freundschaft zu stärken.