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Wie wird meine Heizungsanlage effizienter?


Ineffiziente Heizungssysteme verschleudern nicht nur Geld, sondern auch wertvolle Energie. Der Klimawandel verlangt jedoch eine Reduktion des Energieverbrauchs. Energieberater Herman Kempter und Klimaschutzmanagerin Anika Junge der Stadt Herrenberg geben Tipps, wie sich die Effizienz der eigenen Heizungsanlage steigern lässt.


 
Da der Energieverbrauch zur Wohnraumtemperierung und Warmwasserbereitstellung nahezu ein Drittel des Gesamtenergieverbrauchs in Deutschland ausmacht, raten die beiden Experten, sowohl die Gebäudehülle mittels Dämmung zu verbessern als auch ineffiziente Anlagentechnik möglichst schnell auszutauschen. Attraktive Förderprogramme stellt dazu beispielsweise die KfW-Bank bereit, etwa für die energetische Sanierung von Wohngebäuden, die Wärmedämmung von Dach- oder Wandflächen oder die Erneuerung von Heizungsanlagen.
 

Überwachung der Effizienz


Jede Art von Anlagentechnik sollte regelmäßig überwacht werden. Denn: „Es ist nicht damit getan, eine moderne Anlagetechnik wie eine Solarthermie- oder Photovoltaikanlage einbauen zu lassen und darauf zu vertrauen, dass die prognostizierten Einsparungen auch eintreten“, so Kempter. Bei Photovoltaikanlagen, die einfach zu prüfen sind, sollten in regelmäßigen Abständen die Stromerträge abgelesen und mit den Vorjahreswerten verglichen werden. So kann eine Fehlfunktion oder ein möglicher Ausfall von Anlagenkomponenten frühzeitig erkannt und der daraus resultierende Ertragsausfall minimiert werden.
Auch bei Wärmepumpen ist die Kontrolle wichtig. Ist die Vorlauftemperatur um lediglich 1 Grad Celsius zu hoch eingestellt, kann das einen 2 bis 2,5 Prozent höheren Stromverbrauch verursachen. Inzwischen kann bei nahezu allen Wärmepumpen der Stromverbrauch und die erzeugte Wärmemenge abgelesen werden. Teilt man die jährlich erzeugte Wärmemenge durch den Stromverbrauch, so erhält man die aktuelle Jahresarbeitszahl (JAZ). Sie ist das wichtigste Beurteilungskriterium für die Effizienz und damit auch für die Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit der Wärmepumpe.
 

Abgastemperatur als wichtiger Indikator


Bei allen Wärmeerzeugern sollte der erste Blick auf die Abgastemperatur fallen. Auch ein Schornsteinfeger misst diese jährlich, um die Abgasverluste zu bestimmen – denn erhöhte Temperaturwerte weisen auf Fehleinstellungen oder Ablagerungen im Kessel hin und sollten bei einer Wartung korrigiert werden. „Die Kontrolle und Behebung der genannten Schwachstellen führt zu erheblichen Energieeinspareffekten“, sind sich Herman Kempter und Anika Junge einig.
 

Beratung im Klosterhof


Wer sich zur Anlageeffizienz seines Heizsystems beraten lassen und beispielsweise wissen möchte, ob die errechnete Jahresarbeitszahl dem Optimum entspricht, kann sich an den Arbeitskreis Energie wenden. Er bietet jeden zweiten Dienstag im Monat zwischen 18.30 und 20.45 Uhr eine kostenlose Beratung im Klosterhof an. Der nächste Termin ist am 10. Dezember. Anmeldung per E-Mail an ak-energie.herrenberg@web.de.