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Roter Faden des städtischen Handelns wird aktualisiert


Das Leitbild Herrenberg 2020 war die letzten zehn Jahre Wegweiser und Entscheidungsgrundlage für die Entwicklung von Herrenberg. Nun ist es soweit und das Jahr 2020 beginnt bald: Welche Ziele wurden erreicht? Ist das Leitbild künftigen Herausforderungen gewachsen? Wie gestalten wir unser Herrenberg von Morgen? Um Fragen wie diese geht es bei einem erneuten Prozess an dessen Ende das „Leitbild Herrenberg 2028“ verabschiedet werden soll.
 

„Das bald beginnende Jahr 2020 ist das Zieljahr unseres im Jahr 2011 verabschiedeten Leitbilds“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Sprißler. Die Stadtverwaltung hatte sich damals in 12  Handlungsfeldern 272 Projekte und Vorhaben vorgenommen. Davon sind inzwischen 40% realisiert, 30% sind derzeit in der Umsetzung und 20% sind Daueraufgaben. „Somit sind sage und schreibe 90% der geplanten Maßnahmen umgesetzt oder befinden sich auf dem Weg dahin“, freut sich Sprißler. Als Beispiele nennt er etwa das Naturfreibad, die Etablierung des Jugendforums oder die Ausrichtung Herrenbergs als Bürgerkommune. „Jetzt muss es weitergehen, wir können uns auf diesen Erfolgen nicht ausruhen“, wirft Sprißler einen Blick in die Zukunft. Es liegt ein Vorschlag auf dem Tisch, das bestehende Leitbild mit dem Zieljahr 2028 fortzuschreiben – dann feiert Herrenberg seinen 800. Geburtstag.
 
Zeitplan
Dieses Konzept wird am 9. Dezember 2019 im Verwaltungsausschuss präsentiert, die Entscheidung darüber fällt im Gemeinderat am 14. Januar 2020. Demnach steht am Beginn ein interner Workshop mit Mitarbeitenden der Herrenberger Stadtverwaltung. Bei diesem Termin im Februar 2020 soll ein Diskussionsgrundlage erarbeitet werden. Vor den nächsten Sommerferien folgt eine Befragung der Herrenberger Haushalte, um die Stadtgesellschaft in den Prozess einzubinden. Diese Befragung wird durch aufsuchende Beteiligung ergänzt. Die Ergebnisse dieser Beteiligungen sollen im Herbst öffentlich präsentiert werden, bevor im November 2020 zu einer so genannten „Trialog-Veranstaltung“ eingeladen wird. Bei diesem zweitägigen Termin werden Verwaltung, Gemeinderat und Bürgerschaft zusammenkommen, um ein gemeinsames Commitment für das Leitbild 2028 zu erarbeiten. Für diesen Prozess zeichnet das städtische Team Beteiligung und Engagement verantwortlich, die Moderation der verschiedenen Termine übernimmt die Bürogemeinschaft Sippel und Buff aus Stuttgart.
 
Hintergrund
Im Mai 2011 wurde das heute gültige Leitbild „Stadtentwicklungsprozess Herrenberg 2020“ beschlossen – das Ergebnis einer breit angelegten Bürgerbeteiligung mit einer Dauer von über zwei Jahren. „Es war der Schritt Herrenbergs auf dem Weg zur Bürgerkommune“, blickt das Stadtoberhaupt zurück. Nachdem nun ein großer Teil der damals formulierten Ziele erreicht wurde und sich in dieser Zeit die Rahmenbedingungen für städtisches Handeln stark verändert haben, soll es im Leitbild Herrenberg 2028 auch darum gehen, die bisherigen Leitsätze und Handlungsziele neu einzuordnen und weiterzuentwickeln. Im Fokus steht weiter, nicht nur mit den Herausforderungen fertigzuwerden und sich dem Wandel hinzugeben, sondern Vorauszudenken und mutig und innovativ diesen Wandel mitzugestalten. Zudem soll die Nachhaltigkeit, die sich die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen mit der Agenda 2030 und den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals = SDGs) auf die Fahne geschrieben haben, auf kommunaler Ebene noch mehr mit Leben gefüllt werden.
 
„Wie das ‚alte‘ Leitbild soll auch das ‚neue‘ Leitbild eine verlässliche Grundlage werden. Es soll ein roter Faden und ein gemeinsames Verständnis von Bürgerschaft, Gemeinderat und Verwaltung und die Basis für unsere Arbeit sein“, so Sprißler.