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Was wurde aus den Ideen der Schüler?


Was ist aus den Ideen geworden, die Schülerinnen und Schüler zum Masterplan Schulen beim letzten Jugendforum und bei verschiedenen Schulkonferenzen eingebracht haben? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Schülergipfels am vergangenen Donnerstag, 20. Februar, zu dem der Stadtjugendring eingeladen hatte.
  
Insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler der Jerg-Ratgeb-Realschule, der Theodor-Schüz-Realschule und des Schickhardt-Gymnasiums waren der Einladung gefolgt. Außerdem haben drei Vertreter der Stadtverwaltung – Johannes Roller und Andrea Göhring vom Amt für Familie, Bildung und Soziales sowie Nathalie Ristl vom Gebäudemanagement – teilgenommen.

Jugendliche beteiligen

Der Masterplan Schulen ist ein Zukunftsplan für die 15 Herrenberger Schulen, der die Jahre 2020 bis 2030 in den Blick nimmt. Seine Besonderheit ist die Kombination der Gebäude- und der Schulperspektive. Dementsprechend wurden über die Schulen auch Lehrer, Eltern und Schüler von Anfang an in den Prozess miteingebunden.
 
Nachdem inzwischen ein Jahr seit dem Jugendforum vergangen ist, sollten die Jugendlichen beim Schülergipfel auf den aktuellen Stand gebracht und informiert werden, was aus ihren Ideen geworden ist. „Einige Ideen flossen direkt in den Masterplan ein, andere wurden in einen Themenspeicher aufgenommen, wieder andere fielen ganz raus“, fasst Johannes Roller, Leiter des Amts für Familie, Bildung und Soziales, zusammen. Dies sei vor allem dann der Fall gewesen, wenn es um Angelegenheiten des laufenden Schulbetriebs gehe und die Zuständigkeiten direkt in den Schulen verankert seien. Zu den Ideen der Jugendlichen, die direkt in den Masterplan miteingeflossen sind, gehören konkrete Vorschläge zu Sanierungen von Räumen, zur Erneuerung der Ausstattung oder von Böden und Fenstern sowie die Schaffung von Rückzugsräumen für Schülerinnen und Schüler mit zusätzlichem Förderbedarf. Im Themenspeicher ist zum Beispiel der Vorschlag für ein gemeinsames Aula-Gebäude für die Theodor-Schüz-Realschule und das Schickhardt-Gymnasium gelandet.
 

Fragen und Anliegen

Beim zweiten Teil des Schülergipfels hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, Fragen rund um den Masterplan zu stellen und weitere Anliegen zu äußern. „Hier haben die Jugendlichen zum Beispiel Fensterreparaturen an der Jerg-Ratgeb-Schule oder die Erneuerung der Böden in der Theodor-Schüz-Realschule genannt“, berichtet Michael Wolfschläger, Jugendreferent beim Stadtjugendring, der den Schülergipfel organisiert und moderiert hat. Beide Vorschläge sind im Masterplan enthalten; wann sie umgesetzt werden, hängt unter anderem von den Beschlüssen des Gemeinderates und der Finanzierung ab. Für andere Themen wiederum, wie die Einrichtung einer Mediathek an der Theodor-Schüz-Realschule, liegt die Zuständigkeit nicht bei der Verwaltung, sondern der Schule. Darüber hinaus haben die Jugendlichen beispielsweise erfahren, wer die Ansprechpartner für einzelne Projekte sind oder wie sie auf die Umsetzung Einfluss nehmen könnten.
 

Rück- und Ausblick

Nachdem die Verwaltung Ende letzten Jahres einen ersten Entwurf vorgelegt hatte, wurde der Masterplan Schulen jetzt in den Ortschaftsräten beraten. Demnächst gibt es dazu eine Gemeinderatsklausur; im Juli soll das Strategiepapier im Gemeinderat verabschiedet werden. Beim Jugendforum am 19. November 2020 informiert die Stadtverwaltung die Jugendlichen erneut über den Stand des Projektes.