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Lage wird sehr genau beobachtet


Der Corona-Stab der Stadtverwaltung kommt nach wie vor täglich unter der Leitung von Oberbürgermeister Thomas Sprißler in einer Telefonkonferenz zusammen, bewertet die aktuelle Lage, trifft Entscheidungen und tauscht sich mit Polizei, Feuerwehr und Versorgungsträgern aus.
 
Seit Montag gelten in Baden-Württemberg nochmals strengere Regeln, mit dem Ziel, die Zahl der persönlichen Kontakte zu reduzieren und so die Ausbreitung der Corona-Epidemie zu verlangsamen. Die Einhaltung der Regeln wird von der Polizei, dem städtischem Vollzugsdienst und einer privaten Sicherheitsfirma (nachts am Wochenende) kontrolliert.

Heute, in der Mitte der Woche, zieht der Corona-Stab ein erstes, positives Zwischenfazit. „Die Herrenberger Bürgerinnen und Bürger halten sich zum allergrößten Teil an die Vorgaben“, sagt Oberbürgermeister Thomas Sprißler. Bisher seien nur wenige Verstöße festgestellt worden. Dies sei erfreulich, da dies entscheidend dazu beitrage, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Dennoch werde die Lage sehr genau beobachtet: Die Einhaltung der Vorgaben werde auch weiterhin sehr strikt und regelmäßig kontrolliert. Der OB appelliert nochmal an alle Bürgerinnen und Bürger, den nötigen Sicherheitsabstand, etwa beim Einkaufen auf dem Wochenmarkt, einzuhalten und ihre Sozialkontakte auf ein Minimum herunterzufahren.

Soforthilfe für Unternehmen

Das Land Baden-Württemberg unterstützt Selbständige, Freiberufler und kleine Unternehmen in der Corona-Krise mit Zuschüssen. Je nach Größe erhalten sie einmalig bis zu 30.000 Euro. Ab heute Abend (25. März) können gewerbliche Unternehmen, Sozialunternehmen und Angehörige der Freien Berufe Soforthilfen des Landes online beantragen. Die Antragsformulare sowie alle Details zur Soforthilfe sind auf der Homepage des Wirtschaftsministeriums unter www.wm.baden-wuerttemberg.de. zu finden.

Auch das Amt für Wirtschaftsförderung und Kultur hat angesichts der Coronakrise auf der städtischen Homepage hilfreiche Informationen für Unternehmen und Angestellte zusammengestellt: www.herrenberg.de/corona-unternehmen.

Wenn schon online, dann lokal!

Zusammen mit dem Verein Herrenberg Stadtmarketing und dem Gewerbeverein hat die Stadtverwaltung die Aktion „Herrmazonenberg: Herrenberg liefert – Handel und Gastronomie trotz(t) Corona“ ins Leben gerufen. Die Aktion bündelt Liefer- und Abholservices sowie Online-Dienstleistungen von Herrenberger Händlern und Gastronomen.

OB Thomas Sprißler ermuntert die Herrenbergerinnen und Herrenberger, die lokalen Online-Angebote zu nutzen: „Es ist wichtig, dass wir die örtlichen Händler und Gastronomen in dieser schwierigen Situation unterstützen.“ Jetzt gelte noch mehr als sonst: Wenn schon online, dann lokal! Schließlich würden den besonderen Charme von Herrenberg nicht nur die Altstadt und die Stiftskirche ausmachen, sondern auch die vielen kleinen und größeren Geschäfte, Restaurants und Cafés. „Händler und Gastronomen tragen viel dazu bei, dass Herrenberg eine so lebens- und liebenswerte Stadt ist – und das soll auch so bleiben“, betont Sprißler.

Eine Liste aller Händler und Gastronomen, die Liefer- und Abholservices anbieten, sind zu finden auf der städtischen Homepage unter www.herrenberg.de/herrenbergliefert sowie auf der Website des Stadtmarketingvereins unter www.herrenberg-stadtmarketing.de/corona/corona-2.
Bestellungen sind direkt über den jeweiligen Händler und Gastronomen möglich. Die Auflistung wird ständig bearbeitet und ergänzt. Händler und Gastronomen, die noch nicht in der Liste stehen, können sich über ein Online-Formular aufnehmen lassen, das Formular ist ebenfalls unter www.herrenberg.de/herrenbergliefert zu finden.

Änderungen beim Citybusverkehr

Auch im öffentlichen Personennahverkehr wirken sich die Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung im Rahmen der Coronakrise aus. Aufgrund der Einschränkungen im öffentlichen Leben und der geringeren Mobilitätsansprüche der Menschen sinken auch die Fahrgastzahlen im ÖPNV, teilweise um bis zu 80 Prozent. Im Bereich des VVS werden deshalb ab Donnerstag, 26. März, die Fahrpläne einheitlich an die aktuelle Situation angepasst.

Dementsprechend gibt es auch Änderungen beim Citybusverkehr in Herrenberg: Im Wesentlichen gilt ab Donnerstag für die Linien 779, 780, 781 und 782 unter der Woche der bisher am Wochenende gültige Fahrplan. Mit einer Einschränkung: Auf der Linie 781 erfolgen aufgrund der Sperrung der Seestraße künftig nur noch zwei Fahrten täglich (bisher: 4 Fahrten). „Uns war es sehr wichtig, in Abstimmung mit dem Landkreis, dem Busunternehmen und dem VVS ein Grundangebot für Beschäftigte in systemkritischen Berufen anzubieten“, betont Karsten Kühn, Leiter der Stadtwerke Herrenberg, der den ÖPNV als eine Aufgabe der Daseinsvorsorge erachtet.

Wie im gesamten VVS-Bereich werden auch in Herrenberg die Aushangfahrpläne nicht aktualisiert. Alle Fahrgäste können sich an den Fahrplanzeiten der Wochenendfahrpläne orientieren oder online informieren unter: www. stadtwerke.herrenberg.de oder www.vvs.de.
 
Aktuelle Informationen zur Corona-Krise: www.herrenberg.de/corona