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Städtische Baumaßnahmen laufen aktuell weiter


Drei große Hochbauprojekte laufen derzeit bei der Stadt Herrenberg: Der Neubau der Grundschule Haslach, die Sanierung der Gemeindehalle in Kuppingen und der Neubau der Kindertagesstätte Aischbachstraße. Von der Corona-Krise und deren Auswirkungen sind diese Baustellen aktuell unterschiedlich betroffen.
 
„Im Großen und Ganzen ist der Hochbau von der Corona-Krise bisher noch nicht so stark getroffen. Wir haben uns auf die Situation eingestellt und die Baustellen laufen im Rahmen der Möglichkeiten weiter,“ berichtet Bert Rudolph, Leiter des städtischen Gebäudemanagements, erleichtert. Die Arbeiten zur Sanierung der Gemeindehalle in Kuppingen sind auf der Zielgeraden und laufen fast reibungslos weiter. Zum Ende einer Baumaßnahme sind in der Regel viele Handwerker gleichzeitig auf einer Baustelle, damit alles pünktlich fertig wird. „Dies haben wir jetzt etwas entzerrt, damit nicht zu viele Personen parallel auf der Baustelle anwesend sind und der nötige Sicherheitsabstand zwischen den Menschen eingehalten werden kann“, erklärt Rudolph weiter. Bis zum geplanten Fertigstellungszeitpunkt – Ende April – wird die Baustelle abgeschlossen sein.  „Wir haben den Zeitplan eingehalten, aber leider können die Einweihung und die Nutzung der Halle zunächst nicht stattfinden,“ bedauert Rudolph. Die Kosten für die Sanierung der Kuppinger Gemeindehalle belaufen sich auf rund 3,3 Millionen Euro und beinhalten neben dem Teilabbruch des südlichen Bestandsgebäudes, einen neuen Gebäudeteil mit Vereinsraum, Lagerflächen und Sanitärräumen sowie einen neuen Foyer-Anbau mit Stuhllager. Zudem werden im Bestandsgebäude große Teile der Haustechnik, Sportboden, Hallendecke sowie die Wandverkleidung erneuert und die Außenanlagen ergänzt.
 
Gemeindehalle Kuppingen: Sanierung und Erweiterung
Die Arbeiten an der Kuppinger Gemeindehalle sind auf der Zielgeraden.

Bei der Grundschule Haslach hingegen beginnen die Arbeiten aktuell zu stocken. Hier entsteht für 7,3 Millionen Euro ein kompletter Schulhausneubau mit einem Mehrzweckraum und einer weiteren Gruppe für den benachbarten Kindergarten. Das Gebäude steht, das Dach ist dicht und die meisten Fenster sind bereits eingebaut. Die Arbeiten an der Fassade laufen. Innen steht der Einbau von Fußbodendämmung und Fußbodenheizung auf dem Programm. Aber die dafür vorgesehene Firma kann Corona-bedingt ihren Auftrag nicht beginnen. „Ob allein diese Tatsache den Fertigstellungstermin gefährdet, ist derzeit noch nicht genau zu sagen. Aber sollten weitere Verzögerungen eintreten, wird es schwierig“, teilt Rudolph mit.
 
Die dritte große Baustelle der Stadt Herrenberg befindet sich mit dem Neubau der Kindertagesstätte Aischbachstraße in der Kernstadt. Die Einrichtung auf dem früheren Freibadgelände wird künftig fünf Gruppen beherbergen und rund 4,5 Millionen Euro kosten. „Hier haben wir schon eine kleine Durststrecke hinter uns,“ berichtet der Amtsleiter. Durch das fehlende Gerüst kam es zu Verzögerungen. „Jetzt läuft es wieder besser und die Arbeiten an der Dachabdichtung sowie der Fenstereinbau sind angelaufen.“
 
Als weitere Maßnahmen, um die sich das städtische Gebäudemanagement in diesen Wochen kümmert, zählt Rudolph die Erneuerung des Dachterrassenbelags in der Kindertagesstätte im Alzental (35.000 Euro) und die Erneuerung der Fahrzeughallentore beim Feuerwehrhaus in Gültstein (40.000 Euro) auf. „Insgesamt bleibt abzuwarten, wie sich alles entwickelt“, schaut Rudolph nach vorne. Wie derzeit in allen Lebens- und Arbeitsbereichen werden höchste Flexibilität, Kreativität und Einsatzbereitschaft gefordert sein.