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Regelung zu Musikschul-Entgelten während der Corona-Zeit


Auch der Betrieb der Herrenberger Musikschule ist von der Corona-Krise betroffen: Gleichzeitig mit der Schließung von Schulen und Kindertageseinrichtungen wurde der reguläre Musikunterricht ab Dienstag, 17. März, eingestellt. Schnell hatten die Lehrkräfte alternative Unterrichtsformen auf die Beine gestellt. Für die Entgelte gibt es eine vorübergehende Lösung.
 
Die Leiterin der Herrenberg Musikschule, Ulrike Goldau, zieht eine positive Zwischenbilanz nach fünf Wochen Corona-Zeit: „Als uns Mitte März klar wurde, dass der Musikunterricht nicht in der gewohnten Art und Weise fortgeführt werden kann, haben wir uns schnell zusammengetan und alternative Unterrichtsmöglichkeiten entwickelt.“ So konnte schon ab Mittwoch, 18. März, der Unterricht in vielen Bereichen auf digitale Formen umgestellt oder entsprechende Anleitungen per Telefon, E-Mail oder Textnachrichten gegeben werden. „In der ersten Wochen lief es noch nicht ganz rund, in Teilen musste technisch nachgebessert werden“, erzählt Goldau weiter. In den folgenden zwei Wochen spielte sich das neue Programm immer besser ein. Die alternativen Angebote orientieren sich an den aktuellen Stundenplänen. Allerdings: Nicht in allen Fällen eignet sich ein digitales Angebot. „Gruppenunterricht in der Musikalischen Früherziehung ist nur schwer zu realisieren“, berichtet Goldau. Für die kleinsten Musikschulkunden wurde deshalb Material an die Eltern für „Musikschule daheim“ verschickt.
 
Positives Feedback
Die Rückmeldung ist von allen Seiten positiv: „Lehrkräfte, Eltern und die Kinder und Jugendlichen haben sich auf die Situation eingelassen und machen das Allerbeste daraus“, so Goldau. Für die Lehrkräfte ist teils ein erheblicher Mehraufwand notwendig, der in dieser Situation gerne erbracht wird. Nur wenige Schülerinnen und Schüler haben das digitale Angebot abgelehnt. Während der Osterferien ruhte der Musikunterricht, wie sonst auch während der Schulferien der allgemein bildenden Schulen. Nach den Ferien greifen seit Montag, 20. April, wegen der behördlichen Anordnungen für weitere zwei Wochen die neuen Formen. Goldau hofft, dass ab Mai schrittweise wieder Musikschulunterricht stattfinden kann: „Natürlich müssen dann Hygieneregelungen und Abstand voneinander eingehalten werden“. Wie so viele Organisationen derzeit, wird deshalb in diesen Tagen die langsame Wiederöffnung der Einrichtung geplant und vorbereitet.
 
Musikschulentgelte
Hinsichtlich der Entgelte für den Musikschulunterricht wurde folgendes vereinbart: Für den Monat März werden die üblichen Kosten fällig, während das Entgelt für den April ausgesetzt wird. Dies bedeutet, dass die Beträge für April zunächst nicht bezahlt werden müssen. Wenn eine Abbuchungsermächtigung vorliegt, werden die April-Gebühren vorläufig nicht abgebucht. Abbuchungsermächtigungen müssen daher nicht kurzfristig widerrufen werden. Familien, die mit einem Dauerauftrag die monatliche Gebühr bezahlen, sind gebeten, den Dauerauftrag für April auszusetzen. Die Entscheidung, fällige Gebühren vorerst nicht einzuziehen, soll die Familien in der aktuellen Situation entlasten. Sollte es zu einem endgültigen Gebührenerlass kommen, werden neue Gebührenbescheide erstellt. Die Musikschule hält die Familien auf dem Laufenden und informiert die Eltern auf der Homepage unter www.musikschule.herrenberg.de sowie mit einer Informations-Mail. Weitere Infos: Sekretariat der Musikschule, Telefon 07032 6091.


Musikschulentgelte in Corona Zeiten