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Mehr Sicherheit im Radverkehr


Die Radsaison in Herrenberg kann starten: Um das Fahrradfahren in der Kernstadt und den Stadtteilen attraktiver und sicherer zu machen, hat die Stadtverwaltung 44 Maßnahmen umgesetzt.
 
Die Maßnahmen verteilen sich auf die Kernstadt sowie auf die Stadtteile Kuppingen, Affstätt, Gültstein und Mönchberg. Ihr Schwerpunkt liegt auf Beschilderungs- und Markierungsarbeiten. So wurden Furten flächig rot oder linear weiß und mit Piktogrammen markiert, um die Aufmerksamkeit der anderen Verkehrsteilnehmer auf die querenden Radfahrenden zu lenken. Bei Pollern, die als Einfahrtsperre für den Kfz-Verkehr dienen, aber für den Radverkehr teils schlecht erkennbare Hindernisse darstellen, wurden Warnmarkierungen auf dem Boden aufgebracht.
 
An mehreren Stellen hat die Verwaltung die sogenannte Radwegbenutzungspflicht aufgehoben und Gehwege für den Radverkehr freigegeben. „Dadurch können Radfahrer jetzt wählen, ob sie zügig auf der Straße oder langsam auf dem Gehweg fahren wollen“, erläutert der städtische Verkehrsplaner Michael Tröger. Radfahrer sind an solchen Stellen ganz besonders aufgefordert, Rücksicht auf Fußgänger zu nehmen. Außerdem wurde ein Stück Einbahnstraße für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben. „All diese kleineren Maßnahmen machen das Radfahren in Herrenberg attraktiver und erhöhen die Sicherheit im Radverkehr“, sagt Michael Tröger.
 
An der Umsetzung der Maßnahmen waren das Amt für Stadtentwicklung, das Ordnungsamt und das Amt für Technik, Umwelt und Grün beteiligt.

 
Fahrradförderung geht weiter

Als Teil des IMEP (Integrierten Mobilitätsentwicklungsplan) hat der Gemeinderat der Stadt Herrenberg im Mai 2019 den fortgeschriebenen Radverkehrsplan beschlossen. Erarbeitet hatte ihn das Aalener Planungsbüro brenner Bernard in enger Abstimmung mit der Herrenberger Ortsgruppe des ADFC und der Verwaltung.

Die Analyse des Radwegenetzes im Rahmen der Fortschreibung des Radverkehrsplans hat insgesamt 181 Mängel aufgezeigt. Darin enthalten waren 57 sogenannte Sofortmaßnahmen (später auf 53 reduziert). 40 davon hat die Verwaltung jetzt umgesetzt; vier weitere wurden bei der Bearbeitung entdeckt und direkt behoben. Die 13 weiteren, größeren Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs sollen folgen. Ihre Umsetzung erfordert aktuell noch weitere Abstimmungen mit anderen Straßenbaulastträgern und teils bauliche Eingriffe. Ebenso sollen die übrigen Mängel Schritt für Schritt behoben werden, etwa im Rahmen der Modellstadt-Maßnahmen (Umgestaltung der Hindenburgstraße und Horber Straße).