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Nachhaltige Stadtentwicklung als Herzensaufgabe


Nach fünfeinhalb Jahren bei der Stadt Herrenberg wechselt der Erste Bürgermeister Tobias Meigel am 1. Juni zum Büro Reschl Stadtentwicklung. Dort übernimmt er ab dem 1. Januar des kommenden Jahres die Aufgabe als einer von zwei geschäftsführenden Gesellschaftern. Seit Februar 2015 war er in Herrenberg für die Bereiche Stadtentwicklung und Grundstücksverkehr, Baurecht, Gebäudemanagement, Tiefbau, Feuerwehr, Klimaschutz sowie für Technik, Umwelt und Grün mit rund 200 Mitarbeitenden verantwortlich und direkter Stellvertreter von Oberbürgermeister Thomas Sprißler.


Von Anfang an war es Tobias Meigel in seiner Position als Dezernent wichtig, gemeinsam mit seinem Team die richtigen Schwerpunkte zu setzen: „Die nachhaltige Stadtentwicklung in Herrenberg konsequent und integral zu planen und wesentliche Projekte zur Realisierung zu bringen, war eine absolute Herzensaufgabe für mich!“ Besonders die drei Bereiche der Innenstadtentwicklung, des Wohnungsbaus und der Mobilität prägte der studierte Architekt und Stadtplaner mit seiner Arbeit und brachte Veränderung sowie eine Vielzahl an Projekten auf den Weg.
 

Stadtentwicklung nachhaltig denken

Über 30 große und kleine Projekte waren es allein bei der Innenstadtentwicklung. Die Auflösung der Trennung von Alt- und Innenstadt hat Tobias Meigel dabei mit Projekten wie dem Seeländer-Neubau, der Neugestaltung der Seestraße, der Entwicklung des ehemaligen BayWa-Areals und der Neubebauung des ehemaligen Stabi-Areals vorangetrieben und sich so für eine Herrenberger Innenstadt stark gemacht, die in moderner Art und Weise ganzheitlich gedacht wird.
Auch das Thema Wohnungsbau war ein Verantwortungsbereich, den Tobias Meigel während seiner Zeit in Herrenberg mit viel Sachverstand geführt hat: „Wir sind von Beginn an sehr nüchtern und analytisch an die Sache herangegangen“, erinnert sich Meigel an die Zeit im Jahr 2016 zurück. „Ernsthaft darüber nachdenken und sich die wesentlichen Fragen zu stellen, wie ‚Wie wollen wir in Zukunft wohnen und welchen Bedarf an unterschiedlichen Wohnungen gibt es?‘, ‚Welche qualitativen und sozialen Ziele verfolgen wir?‘, ‚Wie schaffen wir lebendige Quartiere in denen sich Arbeiten, Wohnen, Handel und Erholung miteinander verbinden lässt?‘, ‚Wie können die relevanten Akteure an der Planung beteiligt werden?‘ – das halte ich unter anderem für essentiell“, so der scheidende Baubürgermeister. Ein gutes Beispiel hierfür seien die Vorbereitungen für Herrenberg-Süd. Ein Quartier, das als neues innerstädtisches Stadtviertel vielfältige Angebote für Wohnen, Arbeiten, Bildung und Erholung bieten wird. Die integrierte, zielgerichtete Planung von Projekten unter Beteiligung der Bürgerschaft, Fragen der Ökologie, der sozialen und funktionalen Mischung – all das sind Aspekte, die Tobias Meigels Arbeit während seiner Zeit bei der Stadt Herrenberg richtungsweisend geleitet haben.
Und auch in seinem dritten Wirkungsbereich, der Mobilität, stand für Meigel stets ein ganzheitliches Denken im Mittelpunkt. „Vom Menschen aus gedacht haben wir uns gemeinsam gefragt, wie eine abgewogene Mobilitätswende aussehen kann, die dann auch von den Menschen akzeptiert und umgesetzt wird“, so Meigel. Hier seien natürlich neben der Ausgangslage in Herrenberg, auch die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Maßnahmen zu berücksichtigen gewesen. Die Neugestaltung der Seestraße, die Maßnahmen der Modellstadt für Luftreinhaltung und der damit verbundene Umbau der zentralen Verkehrsachsen rund um die Altstadt, sind die ersten Projekte, in denen das neue Verständnis für Mobilität und öffentlichen Raum sichtbar wird. Mit dem Beschluss des „Integrierten Mobilitätsentwicklungsplans“, kurz IMEP, sei dafür der Grundstein für eine nachhaltige Herrenberger Mobilität für die nächsten 10 bis 15 Jahren gelegt worden, so Meigel.
 

Arbeiten zum Wohle der Stadt

„Es ist viel im Rollen“, freut sich Meigel, „Und ich finde das absolut klasse – wenngleich es natürlich auch immer ein Prozess ist, der viele Jahre dauert.“ Das Ziel seiner Arbeit sei es stets gewesen, das Richtige zu tun, Herrenberg so für und mit dessen Bürgerschaft nachhaltig zu gestalten und die Stadt im Wettbewerb der Kommunen richtungsweisend zu platzieren. „Herrenberg ist als Stadt schon außergewöhnlich“, merkt Meigel an, „es ist eine selbstbewusste Stadt mit bald 800 Jahren Geschichte.“ Das habe er besonders am Selbstverständnis der Bürgerinnen und Bürger, aber auch in der Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat oder den Ortschaftsräten gemerkt. „Man sieht stets ein klares Verständnis für das große Ganze, die Gesamtstadt“, so Meigel, „Herrenberg ist mehr als die Summe seiner Teilorte, das ist die besondere Stärke von Herrenberg.“
Seine Kolleginnen und Kollegen bei der Stadtverwaltung werde er natürlich vermissen: „Es war stets ein zielgerichtetes Arbeiten zum Wohle der Stadt“, erzählt Meigel und erinnert sich dabei gerne an das angenehme und vertrauensvolle menschliche Miteinander – mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Dezernat, den beiden Dezernenten, Oberbürgermeister Thomas Sprißler und Finanzbürgermeister Stefan Metzing, als auch den sonstigen Kolleginnen und Kollegen, der Freiwilligen Feuerwehr Herrenberg  und nicht zuletzt auch mit den Mitgliedern der Ortschaftsräte und des Gemeinderats. „Ernsthaft und bei guter Laune, mit Durchhaltevermögen, Ehrgeiz und Enthusiasmus – das hat unsere Arbeit miteinander ausgezeichnet“, fasst Tobias Meigel zusammen – ein Resümee, das man sicherlich andersherum genauso zieht.
 

Verabschiedung im Gemeinderat

Die offizielle Verabschiedung Tobias Meigels findet in der Sitzung des Gemeinderats am heutigen Dienstag, 26. Mai, statt. Seine Amtszeit endet offiziell am 31. Mai.

Tobias Meigel