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Mehr Zeit für Masterplan Schulen


Der Masterplan Schulen wird nicht wie ursprünglich vorgesehen noch vor der Sommerpause beschlossen. Bei einer nichtöffentlichen Klausur war deutlich geworden, dass die vorgesehene Zeitschiene dem komplexen Thema nicht gerecht wird. Für das weitere Vorgehen wird ein so genanntes Begleitgremium eingerichtet und für vier weitere Projekte werden Machbarkeitsstudien in Auftrag gegeben – dies beschloss der Gemeinderat einstimmig diese Woche.

Der Masterplan Schulen wurde im November vergangenen Jahres von der Verwaltung eingebracht. Seither wurde das Maßnahmenpaket in zahlreichen Terminen beraten und diskutiert. Bei einer nichtöffentlichen Gemeinderatsklausur im März war deutlich geworden, dass der geplante Zeitplan nicht zu halten ist. In der Gemeinderatssitzung diese Woche wurde eine neue Zeitschiene beschlossen und der Beschluss des Masterplans ist nun erst für das zweite Halbjahr 2021 vorgesehen.

Neuer Weg zum Masterplan Schulen

Zunächst sollen Entscheidungsgrundlagen erstellt werden, diese sollen vom Begleitgremium breit diskutiert werden und in eine erste Richtungsfestlegung münden. Auf dieser Grundlage und der zuvor durchgeführten Machbarkeitsstudien sollen Fahrpläne für jede Schule erarbeitet werden. Daraus soll der „Masterplan Schulen – Strategie für die nächsten zehn Jahre zum Umgang mit den bestehenden Schulgebäuden“ entwickelt werden. „Dies alles dauert seine Zeit, die wir uns für dieses wichtige Zukunftsthema nehmen“, so Oberbürgermeister Thomas Sprißler dazu.

Das Begleitgremium wird dabei eine zentrale Rolle spielen. In diesem Gremium sollen Mitglieder des Schulbeirats, Vertretungen der Schulen sowie Mitglieder des städtischen Projektteams zusammenarbeiten. Sobald die aktuelle Situation es zulässt, wird ein Auftakttermin organisiert und die Arbeit kann losgehen.

Prüfung von Projekten

Machbarkeitsstudien werden derzeit zur Zukunft der Grundschule Kuppingen/Nachbarschaftshauptschule, zum Schulzentrum Längenholz und zur Albert-Schweitzer-Schule durchgeführt. Dies hatte der Gemeinderat bereits im März auf Vorschlag des städtischen Projektteams beschlossen.

Zusätzliche Prüfaufträge beschloss der Gemeinderat in dieser Woche hinsichtlich einer gemeinsamen Grundschule Kayh/Mönchberg am Standort Grafenberghalle, eines Ausbaus der Grundschule Affstätt in eine Zweizügigkeit, eines Ausbaus des Ganztagesangebots in Oberjesingen sowie einer Erweiterung des Raumprogramms an der Albert-Schweitzer-Schule.

Der OB machte in der Sitzung deutlich, dass die Verschiebung des Zeitplans keinen Aufschub darüber hinaus gehender laufender Maßnahmen und Projekte bedeutet: „Diese bewegen wir weiter.“